Weder
† Wêder: (s. Benecke 3, 543 und das dort Angeführte, bes. Schm. 4, 30) 1) Fw. (veralt.):
welcher von beiden. 3, 267²⁶ etc.; auch in Doppelfragen beim ersten Glied, wie oder beim folgenden = was von Beiden? (lat. utrum), was die heutige Sprache bei direkten Fragen fortlässt, bei indirekten durch ob (s. d. †) ersetzt. — 2) Bindew.: nach Komparativen etc. = als (s. d. 3), häufig bei Alteren (s. z. B. 166), heute dagegen nur noch mundartl. (z. B. D. 2, 394; 3, 77 etc.) oder alterthümlich Il. 23, 315 etc.). — 3) Bindew., zu bez.: nicht das Eine und auch das Andre nicht (Keins von Beiden), so zuw. wiederholtes w., z. B. EfA. 1, 377; Bin w. Fräulein, w. schön. 11, 111; 12, 38; Sie rettet w. Hoffnung, w. Furcht. 13, 42; 10, 193; Od. 3, 127; Il. 4, 358; 5, 521; 14, 342; 19, 262; Th. 1, 53 etc.; gw. aber: W. . ., noch (s. d. 2, wie auch kein 9 und ohne 2). — Zsstzg. (vgl. auch jedwed): Ent-: heute nur als Bindew. mit folg. oder (s. d. 1; 2), zur nachdrücklichen Hervorhebung, daß Eins von dem Genannten, zumeist (wie urspr.): Eins von Beidem statthat (vgl. veralt.: Eintweder .. oder. 37b etc.; Eintweders .. oder. 56b; 2, 11 etc., s. auch als Ew.: Ohne eintweders Theils einige Beschwerung. 429a etc.; Keintwedere Partei. etc.; Darzu lasster in twedrer Red die Wort einfaltiglich blyben. 3, 5, in jeder von beiden etc., s. 3, 546 ff.); Das E.-Oder (s. d.).
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