Faksimile 0311 | Seite 1133
Sperbe Sperber Speren-Sperb ien Spergel Sperk Sperling
Spérb~e, f.; –n:
Sperberbaum. —
~er, m., –s; uv.:
1) (s. Spar, Anm.) eine Falkenart Falco nisus etc. Stumpf 612a (Sper w er. ebd.; Wackern. 2, 1512⁰ etc., s. Sprenz); Der große S., F. islandicus; Kuckucks-S., F. cuculoides; Sing-S., F. musicus etc. Dazu in Bezug auf das eigenth. gesprenkelte (s. d.) Gefieder: Vom großen S. oder weißgesperberten Habicht . ., mit hellbraunen schmalen Fleckchen besperbert. Döbel 1, 77; Auf der Brust sperbichte .. Federn. Fleming J. 320b; Der Henne sperbrichtes Kind. Zachariä 2, 117etc. (schwzr.: sperbern, scharf auf Etwas sehn wie ein S.). —
2) (s. 1) nach der Färbung eine Art Abendfalter, s. Taubenschwanz. —
3) (s. 1) ältrer Name für eine Art Geschütz (s. Pfünder 2). Arndt 356 etc. —
Sperén~i~en, pl.:
s. Gesperr 2b. —
Spérgel, m., –s; uv.:
Spark (s. d.). —
Spérk, m., –en; –en:
s. Spar, Anm. —
Spérling, m., –(e)s; –e:
1) (s. Spar, Anm.) ein sehr gw. Vogel Fringilla domestica (Faul-, Haus-, Hof-, Korn-S.), bekannt als Getreide- und Garten- (nam. Kirschen-)Dieb, ferner als sehr eifrig im Liebesgenuß (s. Döbel 1, 67; Leisewitz Jul. 15; W. 7, 56), daher bei den Alten den Wagen der Liebesgöttin ziehnd (Ramler Myth. 62) etc. Sprchw. (s. Körte 5635 ff.), z. B.: Besser ein S. in der Hand (Faust) als eine Taube (ein Adler, Kranich) auf dem Dach (in der Luft). Forster Br. 1, 321; Keller gH. 2, 265; Luther 5, 350b etc.; Ein weißer S., s. Rabe 1c; Der S. auf dem Dach, als Bez. des Freien etc. L. 12, 385; 245 etc. — Ausgedehnt auf ähnl. Vögel, z. B.: Den rothschnäbligen S. Loxia astrild. Forser R. 1, 22 etc. und bes. Zsstzg., z. B. (schwankend): Baum- (Berg-, Feld-, Holz-, Muschel-, Ringel-, Rohr-, Wald-, Weiden-) S., F. montana; Brot-S., F. socialis; Gold-S., Emberiza brasiliensis; Kap-S., Passer capensis; Moos-S., Rohr- S.; Reiß-S., Loxia oryzivora; Rohr-S. (neutr. Rollenh. Fr. 26), Name fürvrsch. Vögel (s. Nemnich; Oken); bes. Turdus arundinaceus; Sylvia arundinacea. Wohl auf den letztern bezieht sich sprchw.: Schimpfen wie ein Rohr-S., z. B. B. 48a und danach scherzh.: Seine Laune, die sich .. ins Rohrsperlingische zieht. Lichtenberg 3, 534 etc.; Stein-S., F. petronia (Tschudi Th. 89) etc. —
2) s. sperren, Anm.