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Bank
II. Bánk, f.; Bänke; Bänkchen, lein, Bänkel; -:
eine sich etwas in die Länge ziehnde Erhöhung (vgl.: Bahn und Hänge-B.), nam.:
1) solche Erhöhung des Erdbodens etc. und zwar:
a) Stelle im Wasser, nam. der See, wo der Grund sich mehr erhebt als an den umliegenden Stellen, oft so sehr, daß Schiffe nicht darüber fahren können, vielfach zur Fischereibenutzt: Zu Untiefen und fliegenden Bänken [an wechselnder Stelle]. Burmeister Gsch. 16; Die Mutterpferde ziehen sich .. auf die höhern Bänke zurück, welche inselförmig über dem Seespiegel hervorragen. Humboldt Ans. 1, 31 etc. So: Die beständige nie fehlende Anwesenheit solcher Pflanzen in diesen Gegenden des Oceans hat ihnen bei den Seefahrern den Namen der Krautsee verschafft; wissenschaftliche Reisende pflegen sie mit dem Ausdruck der Fukus-B. zu bezeichnen. Burmeister gB. 2, 82; Klippen-B. Salis 98; Der Mast eines in der Lehm-B. eingestauchten Schiffes. Sealsfield Leg. 2, 106; Auf Kies- und Muschel-B. Freiligrath 1, 165; Auf den weit ins Meer hin- auslaufenden Sandbänken. Willkomm W. 185; Schlamm- bänke. Körner Sch. 3, 320. etc. Ferner nach dem dort zu Fischenden und zu Fangenden, z. B.: Auster(n)-, Fisch-, Stockfisch-, Korallen-, Perlen-, Robben-, Seehunds-B. etc.
b) in den Eismeeren die unübersehbaren festliegenden Eisflächen, Eisfelder: Auf Bänken von Eis. Freiligrath 1, 414.
c) terrassenförmig sich hebendes Ufer (engl. bank): An der wellenreichen Drina Bänke. Talvj 2, 279; Ufer-B. Sealsfield Leg. 1, 84.
d) Bergb., Geolog.: gesonderte Gebirgsschicht: Thonschichten, die ... in deutlich geschichteten Bänken als sogen. Schieferletten auftreten. Burmeister Gsch. 239; Ob sich gleich der Fels in Lager und Bänke theilt. G. 23, 15; 290; Schichtung des Granits, wie er sich in mehr oder weniger gesenkte Bänke trennt. 40, 240; Bänke des Sandsteins. 258 etc. So: Fels- (Tschudi Th. 251); Gebirgs- (601); Geschiebe- (Burmeister Gesch. 256); Granit-, Kalkstein-, Kohlen-, Schiefer-B. etc.
e) erhöhte grasbewachsne Stelle, Gras-B. f) sich in Form von Bänken aufthürmende Wolken und Nebel: Die trügliche Gestalt der Nebelbänke. Forster R. 1, 73; Die Wetter-B. im Abend war aufgestiegen ..., schwarz wie ein Gebirg. Alexis H. 1, 1, 87; Eine feststehende Wolken-B., die am Himmel glänzte. Auerbach Barf. 55 etc.
2) solche absichtlich gemachte Erhöhung, z. B.:
a) Landwirthsch.: Dann wird der Torf „in die Bänke gesetzt“. d. h. die einzelnen Torfe werden flach hingelegt, immer einige Zoll aus einander und über je zwei ein dritter bis zu einer Höhe von 8“. Körner Sch. 3, 449; Die Kartoffeln .. vorsichtig nachgehäufelt, damit recht hohe Bänke entstehen etc.
b) Wasserb.: eine gegen den Deich hin sich erhebende Verwahrung des Grundes.
c) Befestigungsk.: Erhöhungen des Bodens unten an der Brustwehr, worauf die „über B. schießenden“ Soldaten treten, wie auch die oberste Fläche der Brustwehr, worüber sie schießen.
d) Glash.: das im Glas- oder Schmelzofen inwendig um den ganzen Herd laufende vorspringende Mauerwerk; Ziegel.: die gemauerte Unterlage neben dem Schürherd zum Aufstellen der Steine etc. (s. e).
e) ein zum Gebrauch verschiedner Handwerke, Gewerbe und Thätigkeiten bes. eingerichteterTisch (Werktisch), zum Auflegen der zu fertigenden Arbeit etc., z. B.: Papierm.: Man unterscheidet zwei Arten des Legens, die auf dem sogen. Piket oder auf der schiefen und auf der flachen B. etc., s. Zsstzg.
f) (s. e) ein Tisch zum Auflegen der feilgebotnen Waare. So in erweiterter Bed.: Brot-, Semmel-, Fleisch-, auch Schuhbänke etc., Kaufhallen der Gewerke (Weinhold) und danachals Bez. mancher Plätze in Städten: Zog ich in ein gutes Haus hinter den Bänken. G. 28, 73; 104 etc. (s. III), nam. von Bäckern und Fleischern und dazu: Auf die B. [auf den Verkauf, Ggstz.: ins Haus] schlachten; Wir hauen als hackten wir Fleisch zur B. B. 81b etc., und übertr.: Zur (Fleisch-) B. hauen, verleumden, Einen schlecht machen, ihm die Ehre abschneiden: Mag ihre Nachbarin zur B. nicht gerne hauen. Rachel 1, 370; Luther 4, 530b: Schottel 1113a ff. etc.
g) Orgelb.: Hilfswindlade: Die Pfeifen stehn auf einer B., nicht auf der eigentl. Windlade.
h) Wappenk.: ein Streif mit herabhangenden Lätzen um die Gegend des Schildhaupts, zur Unterscheidung der jüngern Linie, auch Brücke, Steg, Latzgestell, Turnierkragen genannt, nach der Gestalt.
i) manche Werkzeuge, bei denen urspr. wohl die Ausdehnung in die Länge bes. hervortrat, z. B.: das Holz, worüber Jagdnetze gestrickt werden. Döbel 2, 19 ff., auch Rück-B. Fleming J. 227b; mehrere lange Hobel, s. Füge-, Rauh-, Stoß-B. etc.; das Laufbrett an einer großen Presse u. ä. m. (s. Zsstzg.).
3) solche Erhöhung als (ungepolsterter) Sitz für mehrere Personen neben einander dienend: Tische, Stühle und Bänke zu heiterer Versammlung im Freien. G.; Auf diese B. von Stein will ich mich setzen, dem Wanderer zur kurzen Ruh bereitet. Sch. etc. So: Ruhe-, Sitz-B. etc. Man untersch.:
a) nach dem Stoff, z. B.: Stein-, Marmoretc.; Holz-, Knüppeletc.; Rasen-, Gras-, Blumen-, Moos-B. etc.
b) nach der Form etc., z. B.: Lehn-, Schoß-B. etc.
c) nach dem Ort, wo sie sich befinden etc., z. B.: Garten-, Küchen-, Thür-, Ofen- (Höll-, Kachel-), Eck-, Fenster-, Kirchen- (auch Bet-, Knie-), Schul- (Schüler-), Galeren- (Ruder-), Wirthshaus- (Bier-), Gerichts- (Ding-, Schöppen-) B. etc.
d) nach Dem, was darauf gesetzt oder gestellt wird, z. B. Fuß-, Eimer-B. etc., nam. nach den Personen, für die sie als Sitz bestimmt ist, und übertr.: eine solche Klasse oder Gesammtheit von Personen, vgl.: Nach der alterthümlichsten Art waren für die Glieder dieser Versammlung Bänke ringsumher an der Vertäfelung angebracht. .. Da begriffen wir nun leicht, warum Bank die Rangordnung unseres Senats nach Bänken eingetheilt sei. G. 20, 17; „Herr Lessing gehört doch auf die B. der Philosophen.“ Ich wollte aber doch rathen, daß Ew. Majestät ihm lieber seinen eigenen Stuhl setzten; die gewöhnlichen Bänke passen nicht für ihn oder vielmehr er passt nicht für die Bänke und sitzt sie alle nieder. Claudius 3, 64 etc. So auf den frühern Reichsversammlungen: Die weltliche B. [die Reichsstände], die geistliche B.; die Adels-B. etc., s. Zsstzg.
e) abhängig von Präpos. (sprchw.): Auf ēiner B. mit Einem sitzen etc., in gleichem Range etc.; Und ich habe Cramern geschmäht, daß ich ihn mit Popen auf eine B. setze? L.6, 226, vgl.: Um ein paar Bänke tiefer hinunter müssen. G. 24, 126 etc. Seinen Kindern auf der B. sitzen, zur Last fallen, vgl.: Altentheil. Etwas auf der unabgekehrten B. finden. Schottel 1130, stehlen. Auf die lange B. schieben (L. 12, 132 etc.), ziehen (359), spielen (s. Schottel 1246), weisen (Weidner 105), = verzögern, hinhalten, aufschieben; Die dornichten Geschäfte von der langen B. vorzunehmen. Musäus M. 1, 120 etc., meist von der Gerichtsbank erklärt, doch s. L. 11, 638 in ähnl. Sinn: Die lange Bahn (s. d. u. Luther SW. 26, 72), vgl.: Langschub, wohl vom Kegelschieben; ferner mit Umdeutung: Wir legen die Sach in die langen Truhen. SFrank Laster-B. 3b. Durch die B., allesammt, ohne Ausnahme, schwzr.: Durchs Band. Stalder, vielleicht zunächst von einer Waare, die man, so wie sie grade daliegt, ohne Auswahl unter der B. hervorzieht. Wolfs Dank geht durch alle B. Weidner 324, vgl.: über die Bäume, s. Baum II, 4. Hinter, unter die B. [bei Seite] werfen, schmeißen, legen, setzen, stoßen etc., verächtlich behandeln; verbergen, verheimlichen; vernachlässigen; Unter der B. (im Staube vergessen) sein, liegen; Unter der B. hervorziehn, etwas Unbeachtetes ans Licht; Die Schriftstellerei muß eine Weile unter die B. [bei Seite geschoben werden]. Forster B. 2, 417 etc.; Wer unter die B. will, Den stößt man bald darunter; Trachte auf die B. [nach oben], du kommst wohl darunter; Was auf der B. gemacht ist, Das liegt nicht gern darunter, Das trachtet ans Brett etc.; Einander unter die B. [den Tisch] saufen. Von der B. fallen, unehelich geboren werden, auch: uneheliche Kinder zeugen, B. im Ggstz. des Ehebetts, doch vgl.: Wenn er nun den aufgelesenen Findling heirathet, so fallen seine Kinder wie Bastarde von der B. [s. d, z. B. Herren-B.] und sind successions- unfähig. Immermann M. 4, 197, s. Bankert, Anm. und: Daß eure Kinder über andrer Leute Bänke abfallen. Zinkgräf 2, 41; 3, 279 etc. Zwischen zwei Bänken, zwischen Stuhl und B. sitzen, keine entschiedne Stellung einnehmen, es mit beiden Parteien halten etc., soauch: Auf beiden Bänken waschen.
Anm. Ahd. banch, mhd. banc, m. und f., so noch: Unter den B. gesteckt. Fischart B. 5b; Unter die B. geworfen. 39a, vgl. Spate 1, 92 und 2, 69 etc. Mundartl.: Die Banke, vgl. III. B. Verkl. auch Bänkel, nam. als Bestimmungsw.: z. B. Bänkel-Sänger, -Dichter, -Krämer, -Kind etc. Ableitung unsicher, vgl. Bahn.
Zsstzg. s. o. und vgl. III, z. B.: Ādels- [3d]: Auf der A. mißachtete man die Wissenschaft und auf der Gelehrtenbank neidete man den Professoren die hohen Gehalte. König Kl.1,39.— Advokāten-[3d]. Áffen- [3d]: Spötter-B. Frank Sp. 2, 152a. Ánklage- [3d]: Inquisiten-B. Arm(e)sünder- [3d]: s. Arm II, Anm. 1. Āūster(n)- [1a]. Bǟr- [2e]: Ziegelh., zum Kneten (s. Bären II) des Lehms.
Bǟrenhäuter-: Ofen-B. etc., für Faulenzer. Bêt- [3c]: für die knieenden Beter.
Bétt-:
1) Bettsponde, in Gestalt einer Bank zusammenlegbar, Schlaf- B.
2) Fuß-B. vorm Bett. Bīēr- [3c]: im Bierhaus, und dann für Bierhaus: Auf allen Bierbänken erzählt man sich’s. Bínde- [2e]: Bindebock, zum Binden der Faschinen. Bíschofs- [3d]. Blūmen- [3a]. w. 20, 167. Bōhr- [2e]: z. B. zum Ausbohren der Gewehrläufe, Flintenbohrbank. Bōs-: Schiff.: Schanddeckel [Boots-B. ?]. Bréch- [2e]: z. B.
1) Hanf- oder Flachsbreche.
2) bei den Bäckern zum Kneten des Brezelteigs. Brōt- [2f]. Bǖcher- [3d]: Bücher-Brett, -Bort. Bürger- [3d]. Būß-, Bǖßer- [3d]. Díng- [3c]: Gerichts-B. Dréchsel- [2e], übertr.: Mich an die Wort-D. gesetzt. Börne 1,VI. Drêh-[2e]: Drechsel-B.; Werktisch mit einem Drehrad. Eck- [3c]. Ēīmer- [3d]. Ēīs- [1b]. Esels- [3d]: in mancher Schule abgesonderte Bank für die Faulen etc., Faul-, Schand-, Schlingel-B. etc. Fálz- [2e]: die mit dem Falzhobel zu bearbeitenden Bretter darauf zu befestigen. Fāūl- [3d]: für Faulenzer, s. Esels- und Bärenhäuter-B. Féls(en)- [1a; 1d; auch 3a]. Fénster- [3c]. Fisch-:
1) [1a].
2) [2f] Ort, wo Fische feilgehalten werden etc. Flēīsch- [2f], übertr.: wie Schlacht-B.: Auf die Fleisch-B. liefern, hinschlachten, hinmorden. Fólter- [2e]: Marter-, Reck-B., worauf die peinlich Angeklagten die Tortur litten, übertr.: Auf dieser F. der Todesfurcht | zu liegen. Sch. 568b. Frāūen- [3d]: z. B. in der Kirche. Frēī-:
1) [2f] Schlachtbank, frei vom städtischen Zunftzwang, wo auch die Landleute ihr Vieh schlachten und verkaufen können.
2) [2e] Bossierstuhl, die bewegliche Bank, worein die Bildhauer die zu hauende Statue spannen.
3) [3d] Sitz der freien Bauern in Versammlungen, vgl.: F.-Bauern. Immermann M. 4, 114. Füge- [2i]: Hobel zum Gradehobeln, nam. zusammenzufügender Ggstd., wie Faßdauben, veralt. Fügebaum. Fūkus- [1a]. Fürsten- [3d]: so auch: Kurfürstenbank. Fūß- [3d]: Fußschemel (s. d.), übertr.: Sich zu Jemandes F. machen, sich erniedrigen, von ihm mit Füßen treten lassen etc. Fútter- [2e]: zum Schneiden des Viehfutters, Häcksel-B. Galēren- [3c]: Ruder-B. der Galerensklaven. Gárten- [3c]. Gelêhrten- [3d]: s. Adels-B. Geríchts- [3c]. Geschīēbe- [1d]. Geschwōrenen- [3d]. Grāfen- [3d]. Granīt- [1d und 3a]. Grās-:
1) [3a], vgl. Rasen-B.
2) [1e] Das Kalkgebirge ist kahler, während die einzelnen Grasbänke und Bänder viel saftiger erscheinen. Tschudi Th. 42. Háck- [2e]: z.B. in Küchen, Metzgereien etc. beim Zerhacken dienend. Hä́ckerlings-, Hä́cksel- [2e]: s. Futter-B. Hä́nge-:
1) an der Wand befestigte Bank zum Aufklappen.
2) Bergb.: Fallthüren von Pfosten an der Offnung des Schachtes am Tage, womit der Treibschacht geschlossen werden kann. Dort werden die am Seil hangenden Kübel ausgestürzt. Daher: Es ist über die H. aus der Grube heraus. Auch Hangel-B. Hä́nsel-: Schneidebank, besonders bei den Bürstenmachern, vgl. Heinzel-B. Hāsel- [3]: worauf ein mit dem Haselstock zu Züchtigender gelegt wird. Gotthelf G. 10. Hēīnzel-: (mundartl.) Schnitz-B., s. Hänsel-B. Hérren- [3d]: Auf der H. | zu sitzen mit dem Edelmann. Sch. Hōbel- [2e]: des Tischlers. Höll(en)- [3c]: Ofen-B. Musäus M. 2, 81, s. Hölle 2a, als Platz hinterm Ofen. Hólz- [3a]. Inquisīten- [3d]. Káchel- [3d]: (schwzr.) in Küchen für Töpfe etc. Gotthelf Sch. 198. Kalfāt- [2e]: worauf die Kalfatrer des Schiffs sitzen. Kálkstein- [1d]. Kámm-: Kamm-Bort, -Brett, ein in ziemlicher Höhe angebrachtes Brett in Küchen und Stuben, zum Aufstellen von Töpfen etc. Kamm (s. d.) bezeichnet hier die Höhe: Das irdene Pfeifchen vom K–e [als f. 384] geholt. Körner Sch. 4, 382. Kartóffel- [2a]. Kīēs- [1a und d]. Kírchen- [3c]. Klíppen- [1a]. Knāben- [3d]: z. B. in Schulen, Ggstz. Mädchen-B. Knīē- [3c]: Betpult mit dem Kniebänkchen. Paalzow. Knüppel- [3a]: aus Knüppelholz geflochten. V. 3, 189. Korállen- [1a]. Krǟmer- [2f]. Krä́mpel-, Krátz- [2e]: der Wollweber, beim Krämpeln und Kratzen der Wolle dienend. Küch (en)- [3c]. Lāūf-: Gängelwagen, worin Kinder gehn lernen. G. 38, 75. Lêhn- [3b]: mit Rücklehne, vrsch. III. Lēīm- [2e]: Gestell bei den Vogelstellern, die Leimruthen daraufzu stecken etc. Lótter-, Lūder-: vgl. Lotterbett: Er strecket alle Vier hin auf die Luderbank. Rachel 2, 32. Mǟdchen-: s. Knaben-B. Māhl-: Mehl-B. Mármor- [3a; 1d]. Márter-: Folter-B. Prutz Mus. 3, 106. Mêhl-: der über der Decke befindliche, mit einem Gesims versehne Theil des Mühlgerüstes, wodurch das Mehlloch geht; auch Bank zum Draufstellen der Mehlsäcke. Métzger-: Fleisch-B. Mōōs- [3a]. Múschel- [1a]. - Nāgel- [2i]: Schiff., Brett mit Holznägeln zum Festmachen des laufenden Tauwerks. Nêbel- [1f]. Nōth-, Nūth- [2i]: s. Zieh-B. Ofen- [3c]: Höll-B. Pérlen- [1a]. Quêr-: querstehnde Bank, namentlich [3d] auf den frühern Reichstagen der Sitz der evangelischen Bischöfe; diese selbst. Rāsen- [3a]. Rāūh- [2i]: langer Hobel zum Wegnehmen des Rauhern, im Ggstz. der feiner glättenden Füge-B. Réck-:
1) Folter-B.
2) [2e] zum Ausrecken von Metallen etc. Róbben- [1a]. Róll-:
1) Bank, die auf Rollen leicht beweglich ist.
2) Schiff.: niedriger Bock mit einer Rolle, worüber die fortzubringenden Taue gelegt werden. Rück-:
1) Bank, worauf man rückwärts sitzt, z. B. im Wagen.
2) [2i]. Rūder-: Schiff., worauf die Rudrer sitzen, Duften. Rūhe- [3], übertr.: Müßiggang ist des Teufels R. etc. Sánd- [1a; 2b; 1d = Sandstein-B.]. Schánd: Esel-, Faul-B. Keller gH. 1, 224. Schār-: schwzr., Art Wagen, Chaise woraus es entstanden scheint: Bei ihrem Sch. Gotthelf Sch. 279; Chärbank. 261 etc. Schēīde-[2e]: Bergb., worauf die Scheidegänge zerschlagen werden. s. Scheideeisen. Schīēfer- [1d]. Schíld-: Schiff., früher statt der Betingen für das Bratspill dienend. Schlácht-: Fleisch-B. Schlāf-: Bett-B. 1. Schlámm- [1a]. Schlíngel-: s. Esels-B. Schnēīde-, Schnitz- [2e]: Bank mit beweglichem Tritt zur Bearbeitung von Holz etc., mit dem Schnitzmesser, Heinzel-B. Schöppen- [3d]. Schōß- [3b]: längre B. mit Lehnen. Schröpf-: worauf die Bader Leute schröpfen, m. Fischart B. 122b. Schūl- [3c], Schüler- [3d]: so z. B. auch Sekundaner-B. Gutzkow Kön. 25. Schwítz-: Bank im Schwitzbad; dies selbst; übertr.: Auf der Sch. sitzen, es sich sauer werden lassen, sich anstrengen, s. Schwitzen. Sēēhunds- [1a]. Sīēgel- [2e]: z. B. bei den Tuchwebern der Tisch, woraufdie besichtigten Tücher mit dem Bleisiegel versehen, plombiert werden. Sítz-: Bank zum Sitzen, nam. in Böten, Schaluppen, im Ggstz. der Ruderbänke; ferner am Wirkstuhl Bank für den Kettenscherer. Spíndel- [2e]: in der Baumwollspinnerei zur Fertigung des Vorgespinstes und zwar, je nachdem dies fein oder grob, Fein- und Grob-Sp. Spötter- [3d]: vgl. vs. 1, 1. Spül-: z. B. zum Fischbewahren beim Teichabfischen. Döbel 4, 100a. Stǟdte- [3d]: Bank für der Reichsstädte Abgeordnete und diese selbst auf den frühern Reichstagen. Stēīn- [1a; 1d; 3a]. Stōß-: Füge-B. Stréck- [2i]: die Strecke, in der Baumwollspinnerei eine zum Strecken der von der Kratzmaschine gelieferten Bänder dienende Vorrichtung. Strēīch- [2e]: Weber., die Baumwolle darauf zu streichen oder zu kämmen. Sünder- [3d]: vgl. Arm-S. Thür- [3c]: bei der Thüre befindliche Bank: Auf der Th. und im dunkeln Gang. G. Tōnn- [2f]: kaufm., Laden-, Zahltisch, vom holländ. toonen, „zeigen“, s. Frommann 3, 382. Tórf- [2a]. Trāge-: z. B. in der Mühle starke bewegliche Querbalken, mittels deren die Entfernung des Läufers und des Bodensteins vergrößert oder verringert werden kann. Trāūer-: z. B. niedrige Bank für Trauernde und Büßer in Synagogen. Chamiso 4, 120. Trȫdel- [2f]. Tümmel-: Schiff.: in der Kajüte eine Bank, deren Rücklehne an den beiden Endstützen beweglich, so daß sie baldnach der einen, bald nach der andern Seite gehoben werden kann. Ufer-[1c]. Vōr-:
1) vor einen Tisch zu stellende, im Ggstz. der an der Wand befestigten.
2) [2e] der Werktisch, auf dem die Rietblätter für die Webstühle gefertigt werden. Wásch- [2e]: worauf Waschbalgen etc. stehen. Wásser-:
1) Küchen-B. für Wassereimer etc.
2) in Wassermühlen ein Bretterverschlag an der Seite des Wasserrads. Wéchsel- [2f]: s. III., m., z. B. Fischart B. 44b; Die Thronen werden Wechselbänke. LHNicolai 1, 166. Wēīde-, richtiger: Wēīt-: die Wände, wozwischen die Wasserräder einer Mühle gehen. Wéll-:
1) [3d] das Lager, worauf sich eine Radwelle dreht.
2) bei den Töpfern das Brett vor der Scheibe, auf dem sie sitzen. Wétter- [1f]. Wírthshaus- [3c]. Wólken- [1f]. Zīēh-:
1) [2e] ein zum Ziehn dienender Werktisch, z. B. zum Ziehn des Drahts, des Fensterbleis, der Büchsen- und Flintenläufe etc.
2) [2i] Hobel, die Bretter auf der hohen Kante abzuziehn oder wagrecht zu hobeln, bei den Tischlern Nuth- (verderbt in: Noth-) B. Zūg-: Zieh-B. u. ä. m.