Trief
triefeln
Triefen
triefig
Trieg
Triel
Trīēf, m., –(e)s; –e:
T., Dach-T. (mundartl.) = Traufe (s. d. 1) —
~eln, I. (mundartl.) tr.: 1) drieseln (s. d. 1, vgl. dröseln etc.). auch refl.: Der Strick triefelt sich. dröselt sich auf. —
2) (übrtr.) spürend durchforschen; so nam. auch auf-t. — Zsstzg.: Áb- [1]: Einen Strick, ein Seil a. (auf-, zer-t.), durch Umdrehen auflösen. (versch. II). — An- [1]: nam. übrtr., wie anzetteln (s. d.). Chr. 493a; 2, 4, 123d etc., auch refl.: Es wird sich noch „andriflen“ | ein Hader. 1, 530a. Āūf-:
1) [1] 3, 2, 92d; 93b; 1, 534d (G. 2, 49) etc. —
2) [2]. — Hêr- etc. [1]: Laub, so durch des Windes Schall und Hall hin- und hergetriefelt [getrieben] wird. — Zer-: s. ab-t. — II. intr. etc.: träufeln (s. d.): Wo stinkendes Wasser wie Thränen von dem Felsen triefelt. 1, 229; Sein blut-t–des Haupt. 4, 157 etc.; Salat, den ich auf der Gabel erst ab-t. ließ. Br. 2, 3 88 etc., s. d. Folg. —
~en: (s. Traufe, Anm.) = träufen (s. d.): 1) intr.: Der Schweiß triest von der St irne, — meton.: Die Stirne trieft von Schweiß etc.; ve raltend auch: Sein Himmel wird mit Thau t. [Dessen Himmel t. von Thau. 5. 33, 28; 3, 23; 9, 13; Seine Hügel fließen mit Wein und sein e Thäler t. mit Fett. Erm. 3 etc., s. d. Folg. —
~ig, a.: a) Über das Präs.: treuft, s. Trauf, Anm. —
b) Impf. noch überwiegend starkformig: Die Wolken trof- f enmit (s. o.) Wasser. 5, 4; 68, 9; 2. 9, 33 etc.; Troff Nektar. 12b; Troff der Regen | ihrer Au gen auf der Eltern Füße. 6, 248; Angstschweiß t roff von meiner Stirne. 4, 280; Die Locken troffen noch Regen. Lieb. 117; Da troff von Blute Gabel und Sense. 5, 55; Er und sein Pferd troffen nur so. E. 68; M. 4, 97; A. 7, deutsches Wörterb. II. 225; Die Hände troffen mir mit (s. o.) Myrrhen. 2, 27; Vom Haare der Bäume | troff Feuer auf mich. 2, 63; 2, 1296¹³etc. Daneben schwachformig, nam. in der Sprache’des gw. Lebens, wonach z. B. das Bsp. bei häufiger lauten würde: Sie trieften nurso etc. (ugw.: Das Fett „trieff“ durch die Finger. Reis. 384 st. troff oder triefte). Konjunkt.: O tröffe deine Wunde .., tröffe sie von Todesblute! 9, 357; Sch. 1, 14 etc., im gw. Leben: triefte. —
c) Das Partic. Präter. heute gw. schwachformig (vgl. getroffen von treffen), z. B.: Der Schweiß ist von der Stirn getrieft, und: Die Stirn hat von Schweiß getrieft etc., vgl. in der ältern Spr.: Daher ist das neue Testament aus Mose geflossen und ge- troffen, wie der Regen aus der Wolke. 8, 309b. —
d) subst. Infin.: z. B. Ein zänkisches Weib [ist] ein stetiges T. 19, 13 = eine unabläsfige Traufe (s. d. 2). 27, 15 etc. — 2) tr. = t. (1) lassen: Honig t. deine Lippen. R. 7, 30 (= Die Lippen t. dir | von Honigseime. 2, 25; 4, 11), selten außer im Partic.: Blut-(V. Il. 5, 31; 34b); feuer- (16a); honig-(W. 27, 46);mord-(B. 220a); öl-(W. 22, 145); schlummer- (10, 151); schweiß- Reis. 1, 97; N. 7, 116); segen- Od. 1, 173) t–d etc. — Zsstzg. vgl. träufen etc., z. B.: Der wenige etwa ab-t–de Theer. (55) 183a; Der .. Himmel .. troff ab. 4, 124, s. 68, 9. — Daß ihr das Bier die platte Brust betriefet. Somm. 2, 1; Sie be-t. ihre Braten mit andrer Leute Feist und Mark. 267 etc.; Blut- 3, 165; 183 etc.), schweiß- Haml. 1, 1), thau- Sh. 537) betrieft. — Hier enttroff das glänzende Naß dem Fließe der Lämmer. 383; Dem der Unschuld Blut in Strömen dem Schwert enttrieft. Sch. 1, 106 etc. — Daß ihm der Angstschweiß herabtriefte. 1, 203; Da troff ein kalter | Angstschweiß von meiner Stirn herab. 6, 268; 1, 168; 159b; 2, 135; Il. 1, 303 etc.; Herunter-t. Od. 16, 442 etc. — Wo klagend kaum der Nebel niedertroff. 1, 149; Jl. 5, 870. — Laß die Sporen ver-t. [den Regen etc. davon t.]. 440; Der Vater hat nicht mehr als eine Handvoll Blut, | die itzt ver-t. soll. Fr. 364; 353 etc. und tr.: Sie müßte ihr armselig Leben jämmerlich .. ver-t. und vertropfen. B. 50a, in Tropfen verrinnen lassen etc. — Welche Sonne | troff dich zusammen? 15, 138 = ließ dich zusammen-t., aus Tropfen entstehn etc. —
triefend: Seine Augen t. E. 2, 316; Naß-t. Garg. 87 etc. —
Trīēg etc.: s. Trüg. —
Trīēl, m., –(e)s; –e: 1) ein Vogel, Charadrius oedicnemus. 7, 520. —
2) = Wamme (s. d.). Th. 2, 426; „Trill“. (63) 219 etc. —
3) = Mund, Maul. (vgl. 322).
Work in progress
Die Arbeiten am Wörterbuch sind noch nicht abgeschlossen. Beachten Sie daher folgende Hinweise:
- Artikel können falsch segmentiert sein.
- Lemmata können falsch aufgelöst sein.
- Die Struktur, v. a. von Lesarten, kann falsch ausgezeichnet sein.
- Falsch erkannte Zeichen sind nicht auszuschließen.
- Faksimiles können fehlen oder falsch beschnitten sein.
- Das generierte TEI/XML kann invalide sein.