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pus!
Pūs! interj. und f.; 0:
Lockruf und Bez. für die Katze (s. d. 1a), auch: Die Puse. Adelung; Bernd 225 und vrkl.: Das „Pußchen“. W. 2, 24.
Anm. S. engl. puss und Brem. Wörterb. 3, 381. — Das ebend. erwähnte Puse, pudendum muliebre, erinnert an lat. pusa, Mädchen, vrkl. pusiola, entspr. dem männl. pusio, Knabe (nam. auch zur Päderastie dienend, wie: Puseron. Luther 8, 217a; 5, 283a etc.) und pusillus, klein, vgl.: Der mich Pusillen und Kind auf seinen Armen hat in und aus der Schule getragen. SW. 56, 122; Dann will ich .. | freikaufen dich zu meiner Liebschaft, Puselchen. V. Ar. 1, 413, in Mecklenburg etc. (mit zwei weichen s) Pusselchen, vergl. ebenso: Pusseln, intr. (haben): in kleinen Arbeiten, die aber andauernde Thätigkeit in Anspruch nehmen, sich beschäftigen und umthun (s. Sanders Krit. 2, 133 und bosseln), z. B.: Die Zeichnung, an der ich schon so lange pussele. G. Stein 1, 93; Ein bischen zu pusseln giebt es doch, so daß die Langeweile nicht zu sehr drückt. Niebuhr Nachg. 129; Während die liebliche Herrin immer in den prächtigen Räumen umherpusselte. Volksz. 9, 108 etc. — Davon vrsch.: „Pusle“ mich doch! Matthisson A. 7, 136 (vStamford) = küsse!, vgl.: Pusse das Patschel! Günther 1000 etc., s. Buß — Über pusereinen (HSachs G. 1, 240), s. Bussard, Anm.