mit
† Mit: 1) präp. (mit Dat.) mit den Grundbedd. der Gemeinschaft (s. 2a), der Gleichzeitigkeit, des Verbundenseins, des Mittels und Werkzeugs oder allgemeiner Dessen, wodurch Etwas bewirkt wird etc. — 2) adv.:
a) (s. 1) zur Bez. der Gemeinschaft und des Verbundenseins, nam. als Bstw. in zahllosen Zsstzg., z. B.: M.-Arbeiter, -Erbe, -Schüler, -Herrscher, -Meister, -Geselle, -Mensch etc.; mitschuldig etc. und bes. bei Zeitw., indem hier „m.“ zu fast allen treten kann, z. B.: Daß wir Kinder mitsprangen, mitlachten, mitmachten, mitjauchzten, mitjubilierten, mitbadeten. 1, 105 etc. S. auch mitunter. —
b) nam. in der Volksspr. für da-m. (s. d. 1 und da, Anm.), z. B.: Die Armuth ist ein ehrlich Ding, | wer m. umgehn kann. 3, 90; Ihr Schlos m. auszierend. 9, 359; Darf mich .. nicht m. sehen lassen. 11, 123; Heut zu Tage lacht man Einen m. aus. 34, 278; Gris. 134; Ja, den [Pokal]! Den Umtrunk wollen sie m. halten. 352b; 343; 513; Heraus m.! 1, 160 etc., vgl. 2, 193a.
Anm. Goth. mith, ahd. miti, mit, mhd. mite, mit, vgl. gr. μετα und z. B. als Adv. noch nhd.: So musst auch der Meisan von Grund aus mitte fort. Reis. 43b). Dazu: Mitte, ahd. mittî, mhd. mitte, vgl. mitt, als Ew. goth. midis, ahd. mitti, mhd. mitte (gr. μéooς, lat. medius), mittel, a., ahd. mittil, mhd. mittel, mit dem Hw.: Mittel, mhd. mittel, s. mitteln etc.; vralt.: Mitsam (mhd. mitesam. 2, 193b), mit dem leicht umzugehn ist, mild, sanft, zart etc., s. 2, 650; G. 1, 19; miedsam 1, 51; mütsam 111 etc.
Zsstzg. zu [2]: An-: nur noch im Kurialstil st. hier-m., s. z. B.: „Andurch und a.“ Möser Ph. 3, 113, vgl. anbei etc. —
Da-:
1) adv.:
a) (⏑– u. –⏑, s. da, Anm.) mit dem (im Vorhergehnden) Genannten oder Gedachten = mit demselben etc., vgl.: hier-m. (s. Hier 3), von d. vrsch. wie „dieser“ von „jener“: Er hatte einen Stock, d. schlug er ihn; D. [mit jenem Ding etc.] geht’s nicht, hiermit [mit diesem] geht’s schon besser; Und d. (oder hier-m.) basta, holla, Punktum, genug! etc. Vralt. Dar-m. — Auch getrennt: Da kützelt er sich mit. 8, 257b etc. und bloßes mit (s. d. 2b). —
b) (veraltend) relativ für wo-m. 1. 27, 41; 2, 4, 17; 16, 32 etc. —
2) conj.: zur Anknüpfung eines Absichtssatzes (wofür bei gleichem Subj. wie im Hauptsatz auch der Jnfin. mit „um zu“ stehn kann): Ich sage dir’s, d. du es weißt; Du lernst es, d. du es weißt (oder um es zu wissen) etc., vgl.: auf daß (s. daß 3). Zuw. ellipt.: Sie geht mit uns, damit du es nur weißt. N. 289, — wobei zu ergänzen etwa: es sei dir gesagt. Auch hier vralt.: Dar-m., z. B. B. 1a; Th. 20 etc. — Hier- (⏑–, –⏑): s. da-m. 1a. — Sō-: mit dem im Vorhergehnden Angegebnen und zugleich darin enthalten oder begründet, folglich, sonach etc.: Und s. wurde stracklichst auch | ein halber Eichwald umgehauen. 1, 71; Um die weitere Absicht, ja den Plan und s. auch den Zweck des Gedichtes zu bekennen. 2, 361 etc. — Wo (⏑– und –⏑): relat. und fragend dem „da-m.“ (1a) entsprechend = mit welchem; mit was (s. d.): Der Stock, w. er ihn geschlagen; W. hat er ihn geschlagen?; W. willst du Das beweisen?; W. denn zugleich bewiesen ist, daß etc.; „Hast vielleicht im Rahmen Nichts zu sticken, | weder w. (–⏑) wissend noch worinnen?“ .. Habe auch im Rahmen noch zu sticken, | wissend so w. (⏑–) als auch worinnen. 2. 174 etc. Vralt.: Wa-m., z. B. 5 U. 0.
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