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Klang
I. Kláng, m., –(e)s; Klänge; Klängchen; -:
1) das Klingen (s. d.), ein klingender Schall im Ggstz. zum dumpfen Schall oder zum Geräusch und Getöse, worin sich kein bestimmter Ton unterscheiden lässt, vgl.: Ins k.-los dumpfe Höllenreich der Nacht. G. 13, 42; Eine k.-volle, k.-reiche Stimme (s. Metall); Der K. der Töne .. Die Physiker sind .. über diesen Punkt nicht ganz einig, es ist aber sehr wahrscheinlich, daß der K. von der Ordnung abhängt, in welcher sich die Geschwindigkeiten und die Veränderungen der Dichtigkeit in den verschiedenen zwischen den beiden Enden der Welle liegenden Luftschichten folgen etc. Pouillet 2, 41; Derselbe Ton, von verschiednen Instrumenten hervorgebracht, hat einen ganz verschiednen K. etc.; doch steht häufig K. für den Ton (s. d.) selbst, insofern jedoch nicht sowohl auf die Höhe und Tiefe geachtet wird als auf das Klingen und Tönen überhaupt, ebenso für das (klingende) Wort, zuw. auch im Ggstz. des Inhalts und der Bedeutung: Hohle, leere Klänge etc., vgl. noch: Hall, Schall, Laut etc.: K. der Gläser, Becher, Glocken, eines Instruments, des Silbers, des Goldes, einer Münze etc.; Dies Geldstück hat keinen, keinen guten, keinen reinen, hat einen dumpfen K.; übertr.: Sein Name hat einen guten K. [er gilt] an der Börse, in diesem Fach etc.; Klingt nun den letzten hellsten K. | dem grauen Ruhm beim grauen Wein! Arndt 379; Daß, gut besaitet, ich Klänge habe, die anders lauten. Chamisso 5, 106; Beim K. der Becher. 4, 21; Dann muß K. der Gläser tönen. G. 4, 7; Zum zweitenmal soll mir kein K. [wiederkehrender Reim] erschallen, | er müßte denn besondern Sinn begründen. 23; Durch allen Schall und K. | der Transoxanen | erkühnt sich unser Sang | auf deine Bahnen. 47; Ton und K. .. entwindet | sich dem Worte. 149; Der Leier K. 9, 220; Daß dir der Name „Eduard“ besser gefiel, wie er denn auch von angenehmen Lippen ausgesprochen, einen besonders guten K. hat. 15, 24; Bekannte Sprüche, Reime, Ausdrücke und Wendungen, die ich 100mal gehört und als an hohlen Klängen mich geärgert hatte. 19, 147; Als nun der Zug im Gang war und die Kamelglock’ im K. war. Rückert Mak. 1, 93; Der Weise ... folgt durch die Lüfte dem K., folgt durch den Äther dem Strahl. Sch. 76b; Wo Starkes sich und Mildes paarten, | da giebt es einen guten K. 78a; Die gefürchtete Gegenwart eines Lauschers erschreckte den Blick im Auge, den K. in der Kehle. 791a; Ein Feld behaupten, | wo Nichts als nur der K. von Heißsporns Namen | noch wehrbar schien. Schlegel Sh. 6, 245; Daß mit Meißel und Farb’ und in gestimmtem K. | Deutschlands Genius schafft. V. 3, 7; Einen Kuß, der duftigen K. und klingenden Duft aus dem Felsen lockt. Waldau N. 3, 5 etc.
a) Oft in der Verbind.: Sang und [Glocken-] K.; Ohne Sang und K. begraben; Trugen sie mit Sang und K. | den Kirchweg ihn daher. Kosegarten Rh. 3, 84; Was klang dort für Gesang und K.? | ... Horch Glocken-K. und Todtensang. B. 14b etc.
b) Ferner: Mit Kling und mit K., | mit Sing und mit Sang | schweifen die Pfeifen. Brentano; Von Kling und K., von Ach und Krach | ward rund umher das Echo wach. B. 54a; Mit Sing und Sang, | mit Paukenschlag und Kling und K. 13a; Waren aber dem Kling und K. | der Katholiken nur zugethaner. G. 2, 205etc. (s. c).
c) (s. a) So auch in der Verbind.: Klingklang, z. B.: Sie zog dies seelenvolle Instrument ganz entschieden dem Kling-K. des Klaviers vor. Scherr Gr. 1, 280; Kling- K. singt; | Singsang klingt. V. 3, 170; Eiteler Kling-K. Hor. 2, 378; Vom fröhlichen Geschwirr der Lerche bis zum eintönigen Kling-K. der Cikade. W. 23, 96 etc. Auch als Interj.: Top! top! kling! klang! [Nachahmung des Anklingens mit den Gläsern] Das ging herum. G. 11, 159; Da ging’s klinkklank [wir fochten]. Berlichingen 31 etc. und demgemäß auch als sächl. Hw.: Die Glocken leierten langweilig ihr Klingklang. Spindler Stadt 1, 74 etc. Vgl.: Binkbank!; Ding dong dang!, Kliff (und) Klaff, Klipp und Klapp; ferner Bildungen wie die Hw.: Singsang, Mischmasch, Wirrwarr etc. Ein Umlaut der Mz., der die Tonnachahmung zerstören würde, ist bei all der- artigen Hw. unüblich, also z. B.: Ich hasse dgl. Singsange und Klingklange etc., vgl. die Formen „klingte“ etc. von klingen, s. Kling. 2) o. Mz. (mundartl.) = Klang-Lein (s. d.).
Anm. Tonw., s. 1c und kling etc.
Zsstzg. unerschöpflich, vgl. die von Hall, Schall, Ton etc., nam.: a) mit Hw. als Bstw., z. B.: Beim Becher-K. Sch. 12b; Ahnungsvollen Dichter-K. Platen 1, 287; Donner-K. und Strom- und Sturmgebrause. B. 99b; Drommeten-K. Platen 4, 287; Mag des Lebens Erz-K. [schmetternd wie Erzinstrumente etc.] | durch die Seele dröhnen. G. 4, 13; Mit der Freude Feier-K–e | begrüßt sie [die Glocke] das geliebte Kind. Sch. 77b; Jetzt stimmt sie mit Gesange | zu Horn und Flöten-K–e. Uhland 287; Deinem Hügel | enttönt ein Freuden-K. Wackernagel 2, 1537; Das Wasser rauscht | im Frühlings-K–e hinnen. Arndt 4 (vgl. mhd. klanc gw. von dem Rauschen des Wassers); Geigenklänge tönen helle; Rundgesang und Gläser-K.; Hoch klingt das Lied vom braven Mann, | wie Orgelton und Glocken-K. B. 36a; Das war wieder echter Gold-K. der Liebe. Sch. 163a; Das war der erste Stoß, der erste Lichtstrahl in die Schlummernacht der Kräfte, tönender Gold-K. auf die Laute der Natur. 690a; Dumpfer Grabes-K.; Bei frommem Harfen-K. Geibel Jun. 24; Harmonika-Klänge; Ihr Himmelsklänge, vernommen kaum, | wie umsäuselt ihr selig mein Ohr! Uhland 8; B. 50b; Jubel-K. G. 6, 382 etc.; Lauten-K.; Leier-K. aus Paradieses Fernen. Sch. 3a; Memnons-K. Kühne Char. 1, 132 (s. Memnonssäule); Seine Stimme, deren reinen Metall-K. er jeder Erfordernis anzupassen wuste. W. 18, 124; Deine Welt | ist nur ein Mittel-K., doch näher schon | dem hohen Ein-K. (s. d.) als den gröberen | und streitenden Volltönen. H. 16, 110; Nachtigallen-K.; Ohren- K. Spate, gw. das Ohrenklingen; Orgel-Klänge; Polka- Klänge. Gutzkow R. 4, 233; Bei dem Saiten-K. der Musen. Sch. 22b; Flöten- und Schalmeien-K. Immermann M. 3, 153; Schellen-K. und Flatterglanz. Kosegarten Po. 2, 218; Ertönt wie Schwertgeklirr und Schildes-K. Uhland 209; Wo Schlummer-K. zum fernen Pferche ruft. Seume 4; Schwerter- K.; Es ist reizend, überall den tiefen Seelen-K. zu finden [den aus der Seele stammenden]. Heinse A. 2, 17; Sieges-K.; Den Silber-K. | aus Philomelens Zauberkehle. Matthisson A. 11, 136; Deiner Schnitter Sichel-K. Grün Gd. 128; Mit Lärm .. und Sporen-K. Schwab; Dumpfe Trauer-Klänge .. Schweig, Leier! hört, Trompeten-K. Gleim 4, 17; Umgewöhnt zu dem Waffen-K. Kl. Od. 1, 4; Lange gezogene Waldhorns-Klänge. Eichendorf Lärm 39; Wodan für Jupiter .. und statt der südlichen genau umschriebenen Figuren Nebelbilder, ja bloß Wortklänge in meine Dichtungen einzuführen. G. 22, 108; Wunder-Klänge wirst du hören [wundervolle]. Daumer H. 1, 307; Zauber-Klänge u. v. ä. b) zuw. mit Zeitw. als Bstw., z. B. Kling-K. [s. 1c]; Der Trompete Schmetter-K. [schmetternder K.]; Diese grellen Klimpertöne ohne alles natürliche Verhallen, diese herzlosen Schwirr-Klänge. Heine Lut. 2, 83; Dafür hätte .. ein Hexameter mehr Wechsel-K. [Abwechslung des K–s] dem Ohre gegeben. B. 178a etc. Ferner mit Ew., Zahlw. und Vors. (s. Zsstzg. von klingen), z. B.: Ab-:
1) abweichender Klang: Fremde Wörter, unter deutsche gemischt, verrathen sich schon durch ihren A. Campe etc.
2) abprallender Klang: In tausend Liedern, | wo leeren A. Felsen ihm erwiedern. HGrimm Nov. (1856) 188.
3) Miß-K.: Ich grämte mich, daß unsre Sprache so viel periodischen A. hat. Kl.
4) das Abklingen (s. d.). An-:
1) Klang durch Anschlagen, Aneinanderstoßen tönender Körper hervorgebracht: Am Frohnleichnamsfeste .. Bei dem A–e der Glocken (s. 2). HKleist E. 1, 108; Unter den genialischen Anklängen der Gläser. K. Schmidt (Campe).
2) Klang, womit Etwas anhebt, anfängt, im Ggstz. der folgenden und des Aus-K–s, womit Etwas ausklingt, schließt: Nach dem A. [wie der Klang angefangen] geht die Stimme fort. H. 9, 444; Du, Zusammen-K. der Sphären, du ihr A. und Aus-K. so Gott]. 16, 96; Jugendeindrücke ... machen meist den A. unsrer Bestimmung, sie weben das Grundgewebe, in welches spätere Schicksale .. nur den Einschlag geben. Phil. 13, 78; 10, 259; Das Stück hatte schon prächtige, kriegerischkönigliche Züge; es ist aber nur der A. gegen Das, was folgt. Rel. 7, 48 etc.
3) ein Klang, insofern er sich an Etwas anlehnt, daran erinnert, durch eine gewisse Verwandtschaft und Beziehung sich daran schließt (s. 2), eig. und übertr.: Allitterationen, Assonanzen, Reime und Anklänge überhaupt; Diese Musik hat viele Anklänge [Reminiscenzen] aus ältern Opern; Wir begegnen hier vielen Anklängen an Goethe’sche Lieder; Wenn ein Ton angegeben wird, so findet er in einer gleichgestimmten Saite A., d. h. sie geräth in Schwingungen und schließt sich ihm klingend und tönend an; übertr.: Dies Wort findet in gleichgestimmten Seelen A.; Etwas findet im Publikum vielen A., man zeigt sich zustimmend etc.; Wenn aus dem schrecklichen Gewühle | ein süß bekannter Ton mich zog, | den Rest von kindlichem Gefühle | mit A. froher Zeit betrog. G. 11, 65; Diese hohe Lehre .. mit einigem symbolischen A. überliefert. 18, 190; Was gab es da nicht für Anlässe, Anklänge! 25, 4; 156; Jhrem Rufe, der wie ein zerschelletes Gefäß jetzt nur Übellaut von sich hören ließ, wieder den A. ritterlicher Tugenden zu geben. Musäus M. 3, 43; Daß die Wehmuth mir emporbebt in dem A. der Empfindung, | wie der Nachhall aus dem Buchhain. V. 3, 45 etc. Aūf-: (ugw.) Die schönen Naturfeste bedürfen keines A–s. Hippel 7, 173. Āūs-: Klang, worauf Etwas ausgeht, womit es austönt, im Ggstz. zu An- K. (s. d. 2) und Ein-K. (s. d.): Noch bebt durch die Luft der Glocke tönender A.; So kommen angenehme An- oder Ausklänge wieder. H. 13, 129; Dir danken wir .. wie für des Hauses Ausgang und Eingang | so für des Geistes A. und Einklang. Rückert Mak. 1, 3. Bēī-: ein beigemischter, beiwohnender Klang, vgl. Beigeschmack etc.: Der Hohn im Klang auch ihrer Worte hat dennoch einen tief-ärgerlichen B. Monatbl. 2, 234a; Aus seiner Stimme der schmerzliche B. verschwunden. Waldau N. 2, 345. Drēī-: eine Einheit dreier zusammenklingender Töne, d. h. in unsrer Musik ein Accord aus Grundton, Terz und Quinte: Der große, der kleine D., je nachdem die Terz groß oder klein ist etc., auch übertr., z. B.: Der Wind wühlte dieses Blut und diesen Schnee unter einander und griff den schwermüthigen D. auf diesem bewegten Farbenklavier. IP. 17, 26 etc. Āhnlich: Vier-K., aus drei über einander gebauten Terzen, wo also zu der Quinte noch die Septime tritt (Septimen-Accord); Fünf-K., aus fünf über einander gebauten Terzen, wo also zu der Septime noch die None tritt. Eīn-: übereinstimmender Klang, Überein- K. (s. d.), Harmonie und dann, wie dies, auch übertr.: Übereinstimmung: Nicht daß Alles einen Klang habe, ist das Wesen der Harmonie, sondern daß Alles E. habe. Auerbach Ab. 34; Der E. .., der aus dem Busen [des Dichters] dringt | und in sein Herz die Welt zurücke schlingt. G. 11, 9; Seinen Verdienst mit seinem Verbrauch nicht in E. zu bringen. Gotthelf Sch. 192; Reinern E. klinget unsre Wonne, | wenn die Dissonanz des Grams verhallt. Kosegarten Rh. 2, 360; Bis du, wie zwei gleichgestimmter Saiten | Silbertöne in einander gleiten, | mit ihm vollen reinen E. klingst. Po. 2, 251; Gesang mit dem E. harkender Mädchen. V. 2, 163; Wie könnte er jetzt den reingestimmten Ton | des E–s ihrer Herzen stören? W. 12, 41. Selten der einläutende Klang = An-K. (2), s. Aus-K. Fünf-: s. Drei- K. Gêgen-: entgegentönender Klang: G. rauscht. Kl. Od. 2, 201; „Sehr wunderbar!“ war ihr ewiger G. [Gegenruf, Erwidrung]. W. 13, 70 etc. Bei Arndt E. 112 untersch. vom „Wieder-K.“ (s. d.) als dem erwiedernden, einstimmend entgegentönenden Klang (s. An-K.): Wenn ich bei Denen, welche meine Eigensten hätten sein sollen, nur den G., aber nicht den Wieder-K. meiner Gefühle fand. Glēīch-: übereinstimmender, gleicher Klang: Zu reinen Reimen wird vollständiger G. der Ausgänge vom betonten Vokal aus gefordert. Hín- und Wī(ē)der-: etwas Hin- und Widerklingendes, wie z. B. widerkehrende Reime etc.: Mein „Divan“ liegt hier bei, der mich denn doch auch schon durch manchen H. ergötzt hat. G. Reinh. 172 (vgl. G. 4, 23). Míß-: mißtönender Klang, nam. eine Verbindung nicht zu ein- ander passender Klänge, Disharmonie, eig. und übertr., vgl. als Ggstz. Ein-K.: Feine Ohren wollten hier [in dem Einfallen der Musik in die Deklamation] M. bemerken, noch feinere waren bloß unzufrieden, daß sich nicht Alles zu einem Wohl-K. vereinigte; von eigentlichem Übel-K. (s. d.) wußten sie Nichts. Engel 4, 285; Zwiespältiger M. G. 22, 47; M. löset sich auf in Wohl-K. H. Ph. 10, 96; Als eheliche Mißklänge oft vor der Welt in die befriedigendsten Konsonanzen aufgelöst werden, während sie daheim unaufgelöst das Haus durchschrillen. HHerz 28; Feindsel’ger M. .. durchstürmt die Stadt. WHumboldt 3, 44; Diese Verzerrung, diese Ungestalt, dieser M. mit mir. Klinger Teutsch. 151; Lieber als die Grundordnung der Natur zu unterbrechen, die ich noch auf keinem M–e betrat. Sch. 731a; In den Königspalästen hat mich der M. zwischen Pracht und Mangel beleidigt. Sturz 1, 44; V. 3, 6 etc. Mít-: etwas Mitklingendes: Ein M. in der Wesen Harmonie. H. 16, 97, s. Neben- K. Nāch-: Nachhall, etwas Nachklingendes etc.: Noch lang, als schwieg der Gesang, sang ferne der N. Bag- gesen 1, 62; Erscholl | des Beifalls Jubel-N. Chamisso 4, 77; Jeden N. fühlt mein Herz | froh- und trüber Zeit. G. 1, 80; Die mythologische Vorgeschichte .. durch poetischprosaische Nachklänge einigermaßen erhalten. 4, 177; 12, 209; Das Auge verlangt einen N. und wenigstens einige der Hauptgestalt nahe tretende den Rücken deckende Gestalten. 31, 100. Nêben-: Wird eine Saite zum Tönen gebracht, so hört man mit dem Grundton zugleich als Mit- und Nebenklänge die s. g. harmonischen Töne. Schȫn-: schöner Klang, vgl. Wohl-K.: Den bessern Ausdruck des Gedankens dem Sch. der Musik opfern. Gervinus Lit. 5, 65. Tīēf-: etwas tief oder tiefsinnig Klingendes: Stolz trug er neuen T. vor. Kästner 2, 101. Übel-: das Übel-Klingen und etwas Übelklingendes, Miß-K. (s. d.), Ggstz. Wohl-K.: Die harten übelklänge unsrer nordischen Muttersprache verschmelzen auf ihrer Zunge in den weichen und süßen Wohllaut etc. FrSchlegel Luc. 33 etc. Ǖberēīn-: Ein-K.: Der Reim ist Ü. verschiedener Wörter etc. B. 341b. Un-: etwas nicht oder nicht gehörig Klingendes: Noch hab’ ich keine dritte Stimme gefunden, die ganz mit uns im Einklang wäre und mag daher diese Hefte lieber langsam als mit sich selbst im Un-K. erscheinen lassen. G. Reinh. 185. Vīēl-: eine Einheit vieler Klänge, vgl. Symphonie: Der V. der Dichtung. Auerbach Dicht. 2, 5. Vīēr-: s. Drei-K. Vóll-: volltönender Klang. Vōr-: vgl. Nach-K.: [Das Buch] in sovielen Vorklängen und Vorspielen (s. d.) der rechte Vorbote desselben. Arndt Ber. 173. Wéchsel-: alternierender, abwechselnder Klang: Der Schaufeln dumpfer W. V. Wī(ē)der-: Widerhall (s. d. und Gegen- K.): Der Himmel giebt Jedem den W. seiner Empfindung als Trost zurück. Börne 3, 100; Hall’ am Felsen, W.! B. 1b; Der Einzige, an dem sie noch einen W. jener geistigen Töne vernahm. G.; Verklungen, ach, der erste W. 11, 4; Des Hornes W. Gotter 1, 89; Es lässt mein Herz so leer, es ist da kein W. Tieck NKr. 4, 231 etc. Wōhl-: s. die Ggstz. Miß-, Übel-K.: Mit dem W. der Gesänge. G. 8, 362; Jeden W., jeden Mißlaut in der Tiefe meines Wesens. Hölderlin H. 1, 109; Wahre Musik, einhellig an W. stets und Bewegung. V. 1, 168 etc. Zū-: Ein-K. Campe. Zusámmen-: Zusammen-Tönen, -Treffen, Übereinstimmung, Accord (s. Ein-K.): Eine Stelle, welche mit den Äußerungen, die mir oben entschlüpften, einen sonderbaren Z. bildet [wenig stimmt]. Heine B. 190; An die Säulen pocht das Männlein | und sie tönten tief in fremdem | rhythmischem Z. Scheffel Tr. 173; Der Seelen | entzückender Z. Sch. 263a; Dieser laute | Z. verdammender Beweise. 273a; In dem reinsten Z. aller Kräfte zur möglichsten Vollkommenheit des Ganzen. W. 24, 68; Zufälliger Z. mannigfacher Umstände. Zschokke 1, 274 etc., auch (vergl.: Ganz Auge, Ohr sein, von einer Pers.): Ein Z. von lauter rührenden Gefühlen [ganz davon durchdrungen] wandelt’ ich nach Hause. Heinse A. 2, 90. Zwēī-: eine Vereinigung zweier Klänge (vgl. Drei- K.), z. B.: Weil .. ein Stimmer [Vokal] mit einem Mitstimmer [Konsonanten] vermählet keinen geeinten Z. giebt. Spate 2, 6 u. ä. m.