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Lispel
I. Líspel, m., –s; uv.:
ein lispelnder, leiser und sanft tönender Laut: Die zarten L. Claudius 3, 12; Die einem West im leisen L. gleicht. Göckingk 1, 92; Vom leisen L. bis zum Sturm. Heinse A. 2, 248; Rausche .. deine L., o Bach. Hölty 35; Jeden L. des Baums. 68; Wenn .. keine L. mehr wehn von dieser Weide. Kl. Od. 2, 24; Der Harfe L. Mess. 13, 169; Kosegarten Po. 1, 166; Des ewigen Geistes geheimerer L. weissagt es mir. Schubart 2, 316; 70; Geweihte L. schwimmen | dann durch den tiefen Wald, | als wären Engelstimmen | in seiner Luft verhallt. Tiedge 2, 69; Ein L. meiner Lieder, | der so schüchtern deiner Lipp’ entflieht. 143; 41; Im L. der Zärtlichkeit floß Melodie her. V. 1, 166; Im L. des Hains. 3, 28; 167; Liebkosende Red’ in gedämpfteren L. Ov. 1, 204. VWeber 2, 228; 431 etc.; Geister-L. Falk 94; Gleim 3, 191 etc.; Harfen-L. Hölty 18; Schubart 2, 25; V. 3, 17; Jene Nacht, in die kein Laut des Lebens, | kein leiser Hoffnungs-L. niederwallt. Kosegarten Rh. 2, 171; Lauscht | den leisen Lauten- L. 3, 30; Wonne-L. Schubart 2, 331 etc.