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lippeln
Lippeln, intr. (haben):
die Lippen regen, vgl. züngeln: Wenn nun Gaum und Zunge den .. Wein auf die .. Probierwage legt und züngelt, schleckert, lippelt etc. Tieck NKr. 2, 242.
Anm. Versch.: L., Einen zum Narren haben. Schm., von Lippel. ungeschickter, dummer Mensch; Der Hohle-Lippel. ebd., s. Hippe, Anm. und: Gehohlhippt. LPHahn Hohn. 65; Hohlhipperei. 80 wohl mit Anlehnung an die Verkl. des Eigennamens: Philipp, wie Lips (niederd. auch Bez. Eines, der die Lippe hängen läßt), z. B.: So ein Windlips gefiele dir auch besser, als ein ehrlicher Mann. vHorn Schmj. 142, windiger Patron, Windbeutel, vgl.: Viel Lip- per und Schlucker. Matthesius Sar. 306b; Hättest du [Heuschrecke] nicht deines Singens, Springens, Lipperns und Rammelns ausgewartet. 34b, etwa = lungernd müßig gehn etc.; Lipperläpsch, s. läppisch 1 und Labbe, Anm. Ferner s. Lab, Anm. und Läppern.