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Finsternis
Finsternis, f.; –se:
der Zustand des Finsterseins, die Finstere, Verfinsterung, in der eig. u. übertr. Bed. von finster (s. d.), so nam. oft bibl. = Trübsal, Unglück, Sündhaftigkeit etc.: In tiefer F. tappend. Chamisso 6, 295; Ein Wald, den die mehrsten Leute wegen seiner F. scheueten. Fouqué 8, 6; Die F–se, | die so ruhig Alles überdeckten. G. 2, 78; Die F–se wichen von seinen Augen. Immermann M. 3, 159; Die dicke, düstre F. Klinger F. 22; In des Kerkers feuchter F. | muß er erkranken. Sch. 542a; Pechschwarze F. W. 27, 260; Ihr Blüthen-F–se | des Hains (vgl. Dunkel). KSchmidt (Matthison A. 9, 182) etc. Nam. auch in der Sternk. der Zustand eines Weltkörpers, da er für uns des Lichtsberaubt erscheint, bes.: Mond-, Sonnen-F.; totale, partiale, ringförmige F. etc.
Anm. Veralt. und mundartl. neutr., so oft bei Luther, Opitz, Lohenstein etc., s. Haller 60. Mz.: Die F–sen. Weichmann 1, 15; Lichtwer 269; W. 3, 186.