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Knaster knastern
Knáster, m., –s; uv.; -:
1) eine Sorte Rauchtabacks, die in Rollen versponnen und in Körben (span. „canastra“) versendet wird, s. Knapp Techn. 2, 87, auch z. B.: Varinaskanaster etc. Karmarsch 3, 441; Der K. schmeckt .. kräftig. Günther 198; Lichtwer 111; Der .. ein Pfeifchen K. schmauchte. Pfeffel 3, 168 etc. Manche Arten, theils nach dem Ort, wo der Taback wächst, s. o., ferner z. B. Stangen-K., im Ggstz. zu dem, der schon geschnitten und in Päckchen verkauft wird; Schmauche Juden-K. V. 4, 117; Suizént-Kanaster abwägen. Zschokke N. 3, 105, vgl.: Da stinkt es von Swizent-Toback. V. 3, 94, nach Einigen von der Insel „St. Vincent“, nach Andern engl. von „sweet scent“, süßer Geruch etc.
2) s. Knast, Anm.
~n, intr. (haben):
1) wie Knaster riechen: Wie man vom Moselweine sagt, er moselt oder vom Knaster, er knastert. Möser Ph. 4, 109; Der beste Taback ist derjenige, der beim Rauchen einen angenehmen Geruch entwickelt („knastert“). Karmarsch 3, 444; Knapp 2, 87, vgl. den Ggstz. „knellern“.
2) s. Knast, Anm.