Faksimile 0146 | Seite 138
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Bille
Bille, f.; –n:
1) frz. (bilje): u) Kugel, zumal beim Billard, oder in der Wappenk., wo Einige die goldgefärbten „B–en“ von den silbergefärbten „Bällen“ und andersfarbigen „Kugeln“ unterscheiden. b) = Bilge (s. d.).
2) Kinderw. = Ente und Lockruf für dieses Thier, wie Wule für die Gans etc.
3) Querbeil mit einer Schneide über und einer unter dem Stiel, die Mühlsteine damit zu ,,billen“, d. h. zu schärfen, vgl. Beil.
4) ein Zapfen im Wellbaum der Mühle, worum er sich bewegt. Frisch.
5) Schiff.: die den Spiegel mit den Seiten vereinigende Rundung am Hintertheil des Schiffs.
6) niederd.: Ihr lHochdeutsche] sitzet auf Arsbacken, wy sitten up den B–n. Laurenberg 84, s. Frisch 1, 53b; 97a, auch: Ars-Bellen, -Bollen. Fischart Garg. 197 b, vgl.: Die Hemigloben ..., worauf man sitzt. Platen 4, 61.
Anm. Hier sind versch. Stämme zusammengeflossen: 2. Tonw.; 1., 4., 5. und 6., vgl. Ballen, zur Bezeichnung der rundlichen Erhöhung; 3. vgl. Beil.