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        <title>Artikel „Sammt“</title>
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            <surname>Sanders</surname>
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            <surname>Göttel</surname>
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            <surname>Wiegand</surname>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „Sammt“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <lbl>I.</lbl>
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          <orth expand="Sammt" orig="Sámmt">Sámmt</orth>
          <gramGrp>(ſ. ſammeln, Anm.):</gramGrp>
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        <sense n="1)">1) <bibl><biblScope>adv.</biblScope> <title>in Zſſtzg. (ſ. d.; als Ew.: ge-ſ.) und in der Verbind.: S. und ſonders, von einer Menge</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>alle (zuſammengefaſſt) und jede (vereinzelt). Vralt. auch wie ſelb (ſ. d.) vor Ordnungszahlen: Da mich der Mann ſ. ſiebend nahm.</title></bibl> <bibl><author>HSachs</author>  <title>G.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 133,</biblScope> <title>ſelbſiebent, mit</title></bibl> <bibl><biblScope>6</biblScope> <title>Perſonen, ſo daß ich ſelbſt die 7te war.</title></bibl> —</sense>
        <sense n="2)">2) (ſ. 1) <bibl><biblScope>präp.</biblScope> <title>mit Dat. zur Anknüpfung von Etwas, das als Zubehör zu etwas Andrem, damit vereint, nicht davon geſondert und getrennt iſt: das von den Präpoſ. Abhängige ebenſo wie das Andre, verſtärkt</title></bibl> mit-ſ., zu-ſ., vgl. <bibl><biblScope>†</biblScope> <title>Mit u. z.B.: Er reiſt mit dem Fürſten (dieſer iſt die Hauptperſ.); Der Fürſt ſ. ſeinem Gefolge reiſt morgen; Die ganze Rechnung beträgt ſ. den Auslagen</title></bibl> <bibl><biblScope>10</biblScope> <title>Thaler; Hierher wurde nun die Feldſchlange ſ. ihren Munitionskaſten gebracht.</title></bibl> <bibl><author>Scherr</author>  <title>Pilg.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 16;</biblScope> <title>Des Sternberg’s Güter werden ausgeboten | ſ. allen großen böhm’ſchen Lehen.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>351a ꝛc.</biblScope> <title>Seltner (vergl. außer 1b) mehr bindewortartig: Seinen Rath, wie ich Das anzufangen habe, ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>[=</biblScope> <title>ſo wie auch] welche Bücher ich mir dazu anſchaffen muß.</title></bibl> <bibl><author>Claudius</author> <biblScope>3, 13,</biblScope> <title>vergl.: [Die Stadt] war an ihrem Vorrath | beraubt ſ. aller Schätz.</title></bibl> <bibl><author>HSachs</author></bibl> <bibl><author>(Wackern.</author> <biblScope>2, 112²⁰).</biblScope></bibl></sense>
        <p type="compositions">
          <p type="introduction">Zſſtzg. z. B.: Áll(e)- [1]: Alle zuſammen, insgeſammt, Alle ohne Ausnahme (ſ. ſammen 2). — Be- [1]: vralt. ſt. ge-ſ. (alle), z. B.: Die Herren b. gingen von ihm. Zinkgräf 2, 57. —</p>
          <entry type="sub"><comp>Ge-:</comp> Partic. des veralt. ſammen (= ſammeln, ſ. d. Anm.): zuſammengefaſſt als Einheit, nam. als Ew. mit Art. vor einem Kollektivum in Ez. (wie ganz), vgl. ſämmtlich (wie alle), nam. auch bei Hw. in der Mz., die erſt durch dieſe Beifügung als eine zuſammengefaſſte Einheit (Geſammtheit) erſcheinen, vgl.: Die g–e [die ganze] Familie iſt —; Die ſämmtlichen [alle] Verwandten ſind (oder die Verwandten ſind ſämmtlich) damit einverſtanden; Das g–e Heer, — ſämmtliche oder die ſämmtlichen Truppen; Die g–e Hand (ſ. d. 1e) belehnen ꝛc.; ſeltner: Die all-g–e ſtoīſche Philoſophie. Klinger 12, 195. Auch bei Hw. in Mz., wenn dieſe kollektiv nur in Mz. gw. ſind, z. B.: Die g–en Koſten, Unkoſten ꝛc.; in andern Fällen mehr mundartl., z. B. als ugw. bei Adelung: Die g–en Einwohner. Dagegen adv., nam. in der gehobnen Spr., z.B.: Durch Drang und Menge | aalgleich zu ſchlüpfen, | g. zu hüpfen. G. 12, 27; Polyphemos, dem Rieſen, der ſtark wie ein Gott ſich erhebet | vor den Kyklopen g. V. Od. 1, 71; Welcher des Meeres | Tiefen g. durchſchaut. 4, 386 ꝛc.; in der Proſa üblicher: ins-g. = ſammt und ſonders; ohne Ausnahme, z.B.: Ich haſſe ſie ins-g., inſonderheit (ſ. d.) aber ihn; Der ſein Geſchwiſter ins-g. ſo liebt. L. Nath. 1, 2; Sie hangen ins-g. an ſeinen Füßen. Nicolai 1, 30 ꝛc., ſ. G–heit; G–ſchaft. — Mit- [2]: verſtärkt ſt. mit od. ſammt, z. B.: Das Kind m. dem Bade ausſchütten. Heine Lut. 2, 193; Heinſe A. 1, 292 ꝛc.; Machen Sie ſich fort m. Ihrem Kleinen. B. 306b; Die Stiefel ſind mir bereits m. den Füßen angefroren am Schlittenkufen. Hebel 3, 293; Schaidenreißer 39a; 66a; Sch. 374b; 540a; 643a; Stumpf 450b; Tieck Cymb. 3, 5; V. Od. 8, 186; Ant. 1, 353; Zinkgräf 1, 297ꝛc. — Zu- [2]: verſtärkt ſt. ſammt, z. B.: Sie ſchlingen der Güter | reichliche Früchte z. den Unterthanen hinunter. G. 5, 264; Kant SchE. 41; Schaiden- reißer 44a; Tieck 3, 384; W. 20, 65 ꝛc. Seltner adverbiell wie zuſammen, z. B.: Wollte er mich mit einem Spieße, den er inzwiſchen ergriffen hatte, z. mit meinem Schießgewehr zu Boden ſchlagen. G. 28, 299.</entry>
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