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        <title>Artikel „sammen“</title>
        <author ref="https://viaf.org/viaf/61594915/">
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            <surname>Sanders</surname>
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            <surname>Göttel</surname>
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        </editor>
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            <surname>Wiegand</surname>
            <forename>Frank</forename>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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          <orgName role="hostingInstitution" xml:lang="de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW)</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „sammen“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <form type="lemma">
          <orth expand="sammen" orig="Sámmen">Sámmen</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp><pos norm="adverb">adv.</pos> (ſ. ſammeln, Anm.; zuw. verkürzt ſámm):</gramGrp>
        </form>
        <sense>1) heute gw. nur abhängig von — und verſchmelzend mit — Präpoſ. (ſ. Zſſtzg.), entſprechend dem einander im Sinn der Vereinigung, Gemeinſamkeit oder (ſ. von-ſ.) deren Ggſtz. — 2) bei Altern und mundartl. noch allein ſt. zu-ſ., z. B.: Wann .. die Böck’ in ſtolzem Stirnenſtreit <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>mit Köpfen ſ. rücken.</title></bibl> <bibl><author>Spee</author>  <title>Tr.</title></bibl> <bibl><biblScope>191;</biblScope> <title>Thut zierlich ſ. raffen | die Verslein in Bezwang.</title></bibl> <bibl><biblScope>3 ꝛc.</biblScope> <title>und ſo mit den zuſammenfaſſenden Zahlw.: beid und all (heute gw. allſammt, ſ. d.), z. B.</title></bibl> Beide-ſ. <bibl><author>HSachs</author> <biblScope>3, 1, 19b;</biblScope></bibl> All(e)-ſ. <bibl><author>Fiſchart</author>  <title>B.</title></bibl> <bibl><biblScope>2a;</biblScope></bibl> <bibl><author>Wackern.</author> <biblScope>2, 28²³;</biblScope> <title>32³ꝛc., mit mannigfach wechſelnden Nebenformen (ſ.</title></bibl> <bibl><author>Schm.</author> <biblScope>3, 243</biblScope> <title>und ſammeln, Anm.): All(e)- (oder flektiert: all- er, -e, -es; -e ꝛc.); beid(e)ſam, ſand, ſanden, ſander, ſ. leicht zu mehrende Belege für dieſe Formen bei</title></bibl> <bibl><author>Grimm</author>  <title>und</title></bibl> <bibl><author>Wurm.</author></bibl></sense>
        <p type="compositions">
          <p type="introduction">Zſſtzg., ſ. 2 und zu1 (vgl. die von ſammt): Bei-: vereint bei einander, — gw. nur bei Vhen. der Ruhe, während zu-ſ. (ſ. d.) auch für die Bewegung gilt: B. (oder zu-ſ.) ſein, wohnen, bleiben, ſtehn, haben, (be-) halten ꝛc., aber gw. nur: Getrenntes zu-ſ. bringen, ſtellen, rücken ꝛc., z. B.: Schilderung unſeres perſönlichen Zuſammen- Treffens und B.-Seins. G. 22, 199; Nichts natürlicher, als daß man nicht zu-ſ. kommt, wenn man ſo nahe b. iſt. G. 23, 241; Nicht ſowohl wie es b. iſt, als wie es unter den Händen der Hebe zu-ſ. kömmt. L. 6, 466 ꝛc.; Man muß Unvereinbares nicht b. fordern = nicht fordern, daß es b. ſei, dagegen: Leute zu-ſ. rufen oder fordern, und nur vereinzelt in dieſem Sinn, z. B.: Wer die Gläubiger b. fordert, muß den Rufer bezahlen. Möſer Ph. 4, 266. Dagegen zu-ſ. (ſ. d. 1 wie b.) oft dem Wo entſprechend: Die Menſchen ſind nicht nur zu-ſ., wenn ſie b. ſind; auch der Entfernte, der Abgeſchiedne lebt uns. G. 9, 239; Laſſet freudig überein, | als wenn wir b. wären, | kräftig uns zu- ſ. ſein. 6, 10 ꝛc. Als ſächl. Hw.: Eine Folge ſich wie ein B. auf einmal vorzuſtellen. Heinſe A. 1, 299. —</p>
          <entry type="sub"><comp>Durch-:</comp> (ſelten) bunt durch einander. Tieck 10, 259. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Mit-:</comp> mit einander, gemeinſam: Laß uns m. an das Lager deines Kindleins treten. Alexis H. 2, 3, 143; Kohl E. 3, 86; Lewald Reiſ. 2, 242; Scherr Nem. 2, 224; 236; Talvj 2, 263; 288; Tieck 10, 259; Freundlich wollen wir m. reden. Okt. 33; Makb. 4, 3 ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Von-:</comp> von, aus einander, zur Bez. der Trennung (nam. ſchleſ.): Der ſcheidet, will auch uns v. treiben. Cham. 3, 281; Da wir uns v. trennten. Holtei Lammf. 1, 282; Eh er läſſt Geld und ſich mit Willen thun v. Logau 3, 2; Zug. 10; Lohenſtein Roſ. 74; 134; Hy. 24; IbrS. 94 ꝛc. — † Zu- (ſchwzr. zemmen, z. B. Zwingli 2, 11; 203ꝛc.): <sense n="1)">1) dem Zuſtand des Seins entſprechend <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>bei und mit einander, ſo daß alſo bei-ſ. (ſ. d.) zunächſt nur örtl. Nähe, z. zugleich eine Gemeinſchaft der Beziehungen, ein Verbundenſein bez., ſ. die Gegenüberſtellung von bei-ſ. (ſ. d.) und z.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>9, 239; 6, 10,</biblScope> <title>ferner z. B.: In den Spinnſtuben arbeiten viele Mädchen</title></bibl> bei-ſ., jede an ihrem Rocken; Zwei Schriftſteller arbeiten (oder ſchreiben, ſ. 2) <bibl><biblScope>107</biblScope> <title>z. ein Buch, an einem Buch ꝛc.; Die Häuſer ſtehn dicht beiſ.; Wir könnten Viel, wenn wir z. ſtänden.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>658b ꝛc.;</biblScope> <title>Jetzt ſind wir Alle</title></bibl> bei-ſ.; Alle oder Beide (z.-genommen, ſ. 2) ſind nicht ſo klug wie er; Beide zuſamm, <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>ſie hegten einander im Herzen.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>1, 177;</biblScope> <title>Ich muß euch doch z. [Beide mit einander] | verſtändigen.</title></bibl> <bibl><author>L.</author>  <title>Nath.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 4 ꝛc.;</biblScope> <title>Von körperlichen und außerkörperlichen Urſachen</title></bibl> zugleich und z. veranlaſſt. <bibl><author>Forſter’s</author>  <title>Br.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 109</biblScope></bibl> <bibl><author>(Heyne);</author>  <title>Laß z. uns im Land umherſpähn; | traurig iſt es, durch die Welt verlaſſen, | ungeſellig allein ſich durchzuwinden.</title></bibl> <bibl><author>Platen</author> <biblScope>4, 278 ꝛc.</biblScope> <title>Auch zuw. (obgleich ſeltner) von feindlichen Beziehungen: Daß wir Todfeinde z. [mit einander] ſind.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>196;</biblScope> <title>Einen heftigen Zank z. gehabt.</title></bibl> <bibl><biblScope>658b ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="2)">2) der Bewegung entſprechend, wodurch Getrenntes genähert, Auseinanderliegendes auf einen Haufen gebracht wird ꝛc., eig. und übrtr.: Z. kommen; bringen, führen, ſtellen, legen, ſetzen (ſ. u.), werfen; Es finden ſich im Traume oft Dinge z., die man ſeit vielen Jahren nicht mit einander [oder bei-ſ.] gedacht hat. <bibl><author>L.</author> <biblScope>6, 13;</biblScope> <title>Die Wagen ſind z. geſtoßen, gefahren (ſ. u.) ꝛc.; Man ſteckt die Köpfe z., rottiert ſich</title></bibl> zuhauf. <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>154b ꝛc.;</biblScope> <title>O Liebe, wie führſt du die Menſchen zu-</title></bibl> ſamm! <bibl><author>Scheffel</author> <biblScope>264 ꝛc.;</biblScope> <title>Etwas fällt, ſtürzt z., ſo daß die Theile nun auf einem Haufen liegen, ähnlich: Jemand ſchrickt, fährt (ſ. o.) erſchrocken z. ꝛc.; Den Feind z. hauen ꝛc.; Mir das Zwerchfell</title></bibl> auseinanderzuwandeln, das ich mir in etwas z.-geſeſſen hatte. <bibl><author>Seume</author>  <title>Sp.</title></bibl> <bibl><biblScope>42 ꝛc.</biblScope> <title>Ferner in Bezug auf ein erſt durch die Thätigkeit des Zeitw. entſtehendes Obj., vgl.: Zwei Schriftſteller ſchreiben z.</title></bibl> <bibl><biblScope>(1 =</biblScope> <title>gemeinſam) ein Buch; Sie ſchreiben ein Buch z., kompilieren es ꝛc.; Die Theile einer Uhr</title></bibl> — die Uhr, ein Wort ꝛc. z.-ſetzen; Sich ein Vermögen z.-ſchreiben, beuten <bibl><author>(Sealsfield</author>  <title>Leg.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 217);</biblScope> <title>Etwas z.-brauen, -kochen, -lügen</title></bibl> <bibl><author>(Holtei</author>  <title>Ob.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 135) ꝛc.,</biblScope> <title>zuw. auch ohne Nennung eines Obj.: Man horcht z., man ſpricht und läſſt antworten, aus Vermuthungen macht man Gewißheit.</title></bibl> <bibl><author>Tieck</author>  <title>NK.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 174.</biblScope></bibl></sense></entry>
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