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      <titleStmt>
        <title>Artikel „Partei“</title>
        <author ref="https://viaf.org/viaf/61594915/">
          <persName>
            <surname>Sanders</surname>
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        </author>
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            <surname>Göttel</surname>
            <forename>Sebastian</forename>
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        </editor>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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          <orgName role="hostingInstitution" xml:lang="de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW)</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „Partei“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <lbl>*</lbl>
        <form type="lemma">
          <orth expand="Partei" orig="Partēī">Partēī</orth>
          <gramGrp>(frz.), <pos norm="noun">f.;</pos><gen norm="feminine"/> –en; -:</gramGrp>
        </form>
        <sense>(ſ. Part und Partie):</sense>
        <sense n="1)">1) bei einem Rechtsſtreit jeder der beiden einander feindlich Gegenüberſtehnden, ſeien Dies nun einzelne Perſonen oder Geſammtheiten: Der Anwalt muß das Inter- eſſe ſeiner P. wahrnchmen, vertreten; Die klagende, die beklagte P.; Beide P–en hören; Die P–en haben ſich verglichen; Es ahnet mir . ., <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>daß die Beiden nicht</title></bibl> <bibl><biblScope>2</biblScope> <title>P–en, | ſondern eine und</title></bibl> <bibl><biblScope>2</biblScope> <title>Betrüger ſeien.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>Mak.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 70;</biblScope> <title>Solange als es die Mittel der [proceſſierenden] P–en aushalten konnten.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>14, 12;</biblScope> <title>Die</title></bibl> Gegen-P. (ſ. 2c) ꝛc., auch übrtr. (vgl. 2): Es iſt ſchwer, in unſrer eignen Sache das Richteramt mit Unparteilichkeit zu führen; aber ebenſo ſchwer iſt es von der andern Seite, uns ſelbſt, als P., Genüge zu thun, ſobald der Richter verdächtig zu werden anfängt. <bibl><author>Mendelsſohn</author>  <title>Morg.</title></bibl> <bibl><biblScope>135;</biblScope> <title>Schwed’ und Deutſcher! | Papiſt und Lutheraner! Keiner will | dem Andern weichen! Jede Hand iſt wider | die andre! Alles iſt P. und nirgends | kein Richter!</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>382b.</biblScope> <title>Seltner: Die kontrahierenden P–en, da hier nicht von feindlichem Gegenüberſtehn die Rede iſt, doch mit Bez. auf die verſch. Intereſſen, die Jeder dabei möglichſt zu wahren ſucht.</title></bibl> —</sense>
        <sense n="2)">2) (ſ. 1) überall da, wo in einer größern Geſammtheit verſchiedne, einander feindlich bekämpfende Jntereſſen und Anſichten hervortreten, das Banner bildend, um das ſich die Gleichgeſinnten ſcharen, — eine ſo zum Kampf verbundne, in ſich geſchloßne Menge, und zuw. auch das Banner, worum ſie ſich ſchart, wofür ſie kämpft, nam. — doch nicht ausſchließlich, ſ. u. die Beiſp., nam. <bibl><biblScope>a</biblScope></bibl> — in politiſcher Beziehung, vgl.: „Was nennen Sie eine Sekte?“ Eine religiöſe Klicke, die in ihrem bornierten Glauben die ganze übrige Welt außer Acht läſſt oder fanatiſch anfeindet. — „Das thun ja die Schulen und die P–en ebenfalls“. . . Die Schulen thun es doktrinär, die P–en politiſch, die Sekten religiös. Die Schulen folgen der Wiſſenſchaft, die P–en verfolgen auf dem Boden gegebener Verhältniſſe beſtimmte Zwecke, die Sekten glauben an ihr Jdeal und werben für ihren Glauben. <bibl><author>Ruge</author>  <title>Rev.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 96 ꝛc.;</biblScope> <title>Die P. der Ariſtokraten, der Liberalen, des Juſte-Milieu, der Heuler, der Wühler; Die reaktionäre, die liberale, die konſtitutionelle, die demokratiſche, die republikaniſche P. ſ. c.; Der Dichter ſteht auf einer höhern Zinne | als auf der Warte der P.</title></bibl> <bibl><author>Freiligrath;</author>  <title>Ein Volk, auf ſolchen Grad veruneinigt, nicht einmal [nicht bloß] in P–en geſpalten, ſondern im Innerſten zerrüttet, in lauter Einzelheiten getrennt.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>25, 15;</biblScope> <title>Zwiſchen zwei P–en, | die ſich, auf ewig nun getrennt, bekämpfen.</title></bibl> <bibl><biblScope>13, 304;</biblScope> <title>Sie zielen unmittelbar auf keine Spaltung und Trennung, ſie machen keine P–en und Rotten.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>10, 182;</biblScope> <title>Religion iſt auch P. [P.-Sache] und wer | ſich drob auch noch ſo unparteiiſch glaubt, | hält, ohn’ es ſelbſt zu wiſſen, doch nur ſeiner die Stange. Nath.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 1;</biblScope> <title>Ganz Abdera theilt ſich in</title></bibl> <bibl><biblScope>2</biblScope> <title>P–en [die „Schatten“ und „Eſel“].</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>14, 37;</biblScope> <title>Von der</title></bibl> Schatten-P. <bibl><biblScope>86 ꝛc.</biblScope></bibl> — <sense n="a)">a) ſtehnde Verbind. (vgl. 1): Sich eine P. [einen Anhang] machen; Einer P. angehören; Zu einer P. gehören. halten, ſtehn, übergehn, treten, ſich ſchlagen; Seine P. verlaſſen; Treu bei der P. ſtehn, ausharren; Außer P. bleiben. <bibl><author>Kürnberger</author>  <title>Am.</title></bibl> <bibl><biblScope>459,</biblScope> <title>p.-los (ſ. d.); Es mit keiner P. halten; Sich vom Getreibe der P–en fern halten; Einen von ſeiner P. abwendig, abtrünnig machen, ihn zu unſrer (zur</title></bibl> Gegen-P.) herüberziehn, ihn auf unſre P. bringen, ihn für unſre P. gewinnen, ſelten: Die Schönheit der Angeklagten hatte alle jungen Männer zu ihrer P. gewonnen. <bibl><author>Zſchokke</author> <biblScope>1, 150;</biblScope> <title>Jemandes P. gegen einen Andern halten, ihn gegen dieſen vertheidigen u. nam. oft (ſ. b): Eine P., Jemandes P., P. für Jemand (od. Etwas), gegen einen Andern (od. Etwas) ergreifen und noch häufiger: nehmen, ſich dafür ausſprechen, erklären, ſich auf deſſen Seite ſtellen und dafür kämpfen: Er trat herzhaft hinzu, gedachten Poſtmeiſter zu tadeln, indem er meine P. nahm.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>28, 299;</biblScope> <title>Wem um die Sache zu thun iſt, Der muß P. zu nehmen wiſſen; ſonſt verdient er nirgends zu wirken.</title></bibl> <bibl><biblScope>30, 286;</biblScope> <title>Daß Sie für Ihre Freunde P. nehmen und für Das, was Sie einmal warm und treu ergriffen haben, Farbe halten.</title></bibl> <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 40;</biblScope> <title>Du wankſt zwiſchen der Welt und deinem Vater</title></bibl> — du muſſt P. nehmen, wo keine Vereinigung zu hoffen iſt; Einem von Beiden muſſt du ganz entſagen oder ganz gehören. <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>315a;</biblScope> <title>Wenn der Dichter gegen den gewöhnlichen Weltlauf mit Timon Partei nimmt.</title></bibl> <bibl><author>Schlegel</author>  <title>Dr.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 2, 177;</biblScope> <title>Es entſtand darüber ein lebhafter Steit zwiſchen ihr und ein paar Andern, die ſich für die Bildſäulen erklärten und in kurzer Zeit theilte ſich die ganze Geſellſchaft in</title></bibl> <bibl><biblScope>2</biblScope> <title>P–en. .. Daß ich die P. meiner Bildſäulen nahm.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>27, 308;</biblScope> <title>Sonſt würdeſt du gewiß nicht die P. des unartigen Menſchen gegen mich nehmen. Luc.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 351 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) (ſ. a) Entſchluß, den man faſſt, für den man ſich entſcheidet (Partie 5): Welche P. für ihn die vortheilhafteſte ſei. <bibl><author>Garve</author>  <title>Pfl.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 234;</biblScope> <title>Daß für ſie keine andere P. ſei als zu ſiegen oder zu ſterben.</title></bibl> <bibl><biblScope>245;</biblScope> <title>Daß meine P. [von mir] genommen wäre.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>17, 4;</biblScope> <title>Was für eine P. mir .. zu nehmen übrig ſei.</title></bibl> <bibl><biblScope>67;</biblScope> <title>Das war auch die klügſte P., die du nehmen konnteſt.</title></bibl> <bibl><biblScope>27, 318;</biblScope> <title>Die ſicherſte P., die ein weiſer Mann nehmen könne.</title></bibl> <bibl><biblScope>32, 230;</biblScope> <title>Luc.</title></bibl> <bibl><biblScope>6, 324 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="c)">c) Zſſtzg. zur Bez. der verſch. (nam. polit.) P–en, z. B.: Die Adels-, Hof-, Junker-P.; Die Reaktions-P.; Die Revolutions-, dieUmſturz-P.; Die Heuler-, die Wühler-P.; Der Friede zwiſchen der Volks-P. und den Deſpoten war nur ein Scheinfriede. <bibl><author>Ruge</author>  <title>Rev.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 73 ꝛc.;</biblScope> <title>Seinen Rang, ſeine Nation, ſeine</title></bibl> Religions-P., kurz alle konventionellen Unterſcheidungszeichen ablegen. <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>734b;</biblScope> <title>und nam. (ſ. 1): Die Preußen und mit ihnen das proteſtantiſche Deutſchland gewannen alſo für ihre Literaten einen Schatz, welcher der</title></bibl> Gegen-P. fehlte. <bibl><author>G.</author> <biblScope>21, 79;</biblScope> <title>Den gewaltſamen Maßregeln einer Gegen-P. ſchmählich ünterliegen.</title></bibl> <bibl><biblScope>26, 323;</biblScope></bibl> <bibl><author>H.</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>13, 66;</biblScope></bibl> <bibl><author>Prutz</author>  <title>Muſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 40 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense></sense>
        <sense n="3)">3) eine unter ſich eine geſchloßne, von andern abgeſonderte kleine Geſammtheit bildende Anzahl zuſammengehöriger Einzelweſen (Jndividuen): <sense n="a)">a) veralt. von Dingen, indem hier in ganz frz. Form Partei (ſ. d. <bibl><biblScope>3</biblScope> <title>u. vgl. die Nbnf. auf ei zu Melancholie, Melodie, Phantaſie ꝛc.) üblich iſt, z. B.: Eine ganze „Parthei“ Kokosnüſſe.</title></bibl> <bibl><author>Forſter</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 265 ꝛc.</biblScope></bibl> — Häufiger noch von Perſ., z. B.:</sense><sense n="b)">b) (ſ. 2): Im Ballenhaus. Der Herzog wollte die P. austheilen. <bibl><author>Zinkgräf</author> <biblScope>2, 83,</biblScope> <title>die Geſellſchaft in</title></bibl> <bibl><biblScope>2</biblScope> <title>gegen einander ſpielende Abtheilungen theilen, parteien.</title></bibl> —</sense><sense n="c)">c) Jetzt wohnen nicht eine, ſondern <bibl><biblScope>4</biblScope> <title>P–en in Nebenhäuſern, welche in die Quere durchgeſetzt ſind und wovon jede P. eine Seite hat.</title></bibl> <bibl><author>Möſer</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 103; 102 =</biblScope> <title>Familie, ſ. Partie</title></bibl> <bibl><biblScope>1d</biblScope> <title>und</title></bibl> <bibl><author>Schm.</author> <biblScope>1, 296.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="d)">d) (ſ. ebd.) an manchen Höfen Bez. gewiſſer Abtheilungen der Dienerſchaft nach dem ihnen überwieſenen Bereich ihrer Funktionen, z. B. nach <bibl><author>Adelung</author>  <title>an kaiſerlichen Hof zu Wien: Die</title></bibl> Jagd-P. (ſ. Jägerei 3b) mit den Unterabtheilungen: Krähen-, Milan-, Reiher-, Revier-, Rüden- P. ꝛc. —</sense><sense n="e)">e) nam. aber: ein zu beſt. Zweck abgeſendeter kleiner Theil der Mannſchaft, z. B.: Ward eine P. Seeſoldaten und Matroſen beordert, ans Land zu gehen. <bibl><author>Forſter</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 204 ꝛc.,</biblScope> <title>beſ. von Truppen: Eine P. [ein Detachement] auf Kundſchaft, auf Rekognition, auf Beute ausſchicken; Das „P.-machen“</title></bibl> — der Auszug zu einer geheimen Expedition. <bibl><biblScope>..</biblScope> <title>Solche P–en ſchlichen ſich tief in das Land hinein.</title></bibl> <bibl><author>Freytag</author>  <title>Bild.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 89;</biblScope> <title>Die Feinde, von welchen einzelne ſtreifende P–en ſchon in benachbarte Orte eingedrungen waren.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>9, 207;</biblScope></bibl> Frei-P., eine P. Freibeuter; Darauf ſendete ich meine Streif-P–en nach Böhmen. <bibl><author>Pz</author> <biblScope>1, 70 ꝛc.</biblScope> <title>So auch: Auf P. [auf Beute machen] ausgehn, ausſchicken ꝛc., ſ. P.-Gänger.</title></bibl> —</sense></sense>
        <sense n="4)">4) mundartl., veralt. ſt. Partie (ſ. d.), ſo z. B. auch: Wir wollen P. machen [Gemeinſchaft in Bezug auf den Gewinn, Halbpart]. <bibl><author>Klencke</author>  <title>Gſp.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 211,</biblScope> <title>ſ. Partie</title></bibl> <bibl><biblScope>4b ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense>
        <form type="lemma">
          <orth expand="parteien" orig="~en">~en</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp><pos norm="verb">tr.,</pos><subc norm="transitive"/> refl.:</gramGrp>
        </form>
        <sense>in Parteien theilen, ſpalten, z. B. (ſ. Partei 3b) beim Kegel-, Ballſpiel ꝛc. die Geſellſchaft in <bibl><biblScope>2</biblScope> <title>gegen einander ſpielende Hälften theilen (auch „parten“), ferner (ſ. Partei 2): Wir p. uns unter zwei Schriftſteller.</title></bibl> <bibl><author>Gervinus</author>  <title>Sh.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 85;</biblScope> <title>Die parteite Nation (vgl. benedeien, Anm.). Lit.</title></bibl> <bibl><biblScope>5, 387; 212;</biblScope> <title>Daß Goethe, der den Dichter in den p–den Bewegungen des öffentlichen Lebens die Stelle der Unparteilichkeit und Vermittlung zutheilte . ., daß Er grade ſo blindparteiiſch zufuhr.</title></bibl> <bibl><biblScope>399;</biblScope></bibl> <bibl><author>Görres</author>  <title>Ver.</title></bibl> <bibl><biblScope>120;</biblScope> <title>Jetzt noch parteiet das Volk ſich zwiſchen Frankreich und Öſterreich.</title></bibl> <bibl><author>Zſchokke</author> <biblScope>8, 96 ꝛc.,</biblScope> <title>ſ. Parteiung.</title></bibl> —</sense>
        <form type="lemma">
          <orth expand="parteiisch" orig="~iſch">~iſch</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp><pos norm="adjective">a.:</pos></gramGrp>
        </form>
        <sense>(ſ. Partei 1) durch Eingenommenſein für oder gegen Etwas im Urtheil befangen (vgl. parteilich, wobei der Begriff der damit verbundnen Ungerechtigkeit minder ſcharf hervortritt): Blind-p. <bibl><author>Gervinus</author>  <title>Lit.</title></bibl> <bibl><biblScope>5, 399;</biblScope> <title>Zeigt ſich die junge Gräfin heftig, p. auf ihren Stand.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>10, 192;</biblScope> <title>Der Haß iſt p., aber die Liebe iſt es noch mehr.</title></bibl> <bibl><biblScope>15, 111</biblScope> <title>u. V.,</title></bibl> — Ggſtz.: Nieſei parteilos [ſ. d. <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>neutral],</title></bibl> un-p. halt dich ſtets; Er bemüht ſich, un-p. zu ſein, aber Das iſt die Unparteilichkeit [ſ. d.] des Königs Salomo ꝛc. <bibl><author>Börne</author> <biblScope>3, 12;</biblScope></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>13, 152;</biblScope> <title>War das Los nicht die un-p–ſte Art der Wahl?</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>6, 318;</biblScope> <title>Wer | ſich drob auch noch ſo un-p. glaubt. Nath.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 1;</biblScope> <title>Daß Derjenige, der eine gänzliche</title></bibl> Unparteilichkeit für etwas Unmögliches hält, nicht verbunden iſt, ganz un-p. zu ſein. <bibl><author>W.</author> <biblScope>24, 252; 4, 233; 9, 130;</biblScope> <title>Jene Voreingenommenheit, in der wir ſogar un-p–e Literaturfreunde gegen das Werk befangen ſahn.</title></bibl> <bibl><author>Wolfſohn</author>  <title>DMuſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 2, 219;</biblScope></bibl> <bibl><author>Zinkgräf</author> <biblScope>2, 3 ꝛc.</biblScope> <title>(ſ. Parteilichkeit und vgl. die Bem. über Heimiſchkeit, Neumodiſchkeit ꝛc. und Knechtlichkeit).</title></bibl> —</sense>
        <form type="lemma">
          <orth expand="parteilich" orig="~lich">~lich</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp><pos norm="adjective">a.:</pos></gramGrp>
        </form>
        <sense>parteiiſch, z. B.: <bibl><author>Alxinger</author>  <title>D.</title></bibl> <bibl><biblScope>186;</biblScope></bibl> <bibl><author>Görres</author>  <title>Ver.</title></bibl> <bibl><biblScope>118;</biblScope></bibl> <bibl><author>Köniy</author>  <title>Fam.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 112;</biblScope> <title>Jer.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 216;</biblScope> <title>Kl.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 181;</biblScope> <title>Von dem p–ſten Kunſtrichter.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>3, 376;</biblScope> <title>Wird nicht Jedermann Ihr Kompliment p. und übertrieben ſchelten?</title></bibl> <bibl><biblScope>13, 443</biblScope></bibl> <bibl><author>(Reiske);</author></bibl> <bibl><author>Muſäus</author> <biblScope>5, 50;</biblScope> <title>Warum ging ſie ſo p. zu Werke?</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>105b;</biblScope> <title>P. gab ſie ihrem Liebling, was | ſie Andern nahm.</title></bibl> <bibl><biblScope>251b;</biblScope> <title>Einen Vorzug, den ihnen nur das p–ſte Vorurtheil abſprechen konnte.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>5, 144;</biblScope> <title>Was ihn zu dieſer p–en Vorliebe verleitet hat.</title></bibl> <bibl><biblScope>29, 183 ꝛc.</biblScope> <title>Ggſtz.: Allem Anſehn nach</title></bibl> un-p. geſchrieben. <bibl><author>H.</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>10, 216;</biblScope> <title>Ein un-p–es Urtheil.</title></bibl> <bibl><author>König</author>  <title>Mer.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 68;</biblScope> <title>Kl.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 136; 2, 176; 3, 33;</biblScope> <title>Jer.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 416;</biblScope></bibl> <bibl><author>Mendelsſohn</author> <biblScope>4, 2, 54;</biblScope></bibl> <bibl><author>IP.</author> <biblScope>31, 91;</biblScope> <title>Deine ſtrenge, aber un-p–e Kritik.</title></bibl> <bibl><author>HSmidt</author>  <title>Devr.</title></bibl> <bibl><biblScope>209;</biblScope> <title>Mein Aug’ und Ohr iſt un-p. . . Die Nachbarſchaft mit unſerm heil’gen Blut | ſollt’ ihn nicht ſchützen, noch p. machen | den Vorſatz meines redlichen Gemüths.</title></bibl> <bibl><author>Schlegel</author>  <title>Rich.</title></bibl> <bibl><biblScope>II. 1, 1 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense>
        <form type="lemma">
          <orth expand="Parteilichkeit" orig="~lichkeit">~lichkeit</orth>
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          <gramGrp><pos norm="noun">f.;</pos><gen norm="feminine"/> –en:</gramGrp>
        </form>
        <sense>das Parteilichſein (o. Mz.), und –: eine parteiliche Handlung: Man ſollte meinen, P. für und P. wider ſei doch immer Beides P. und eine der andern werth. <bibl><author>Fichte</author> <biblScope>8, 36;</biblScope> <title>Des thät’gen Mannes Behagen ſei P. | Drum freut es mich, daß, andrer Elemente Werth | verkennend, ihr das Feuer über Alles preiſt.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>10, 277;</biblScope> <title>Die ſchöne P. der Liebe.</title></bibl> <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>5, 325;</biblScope> <title>Aus P. gegen [für] ſeine Stamm- Mutter.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>21, 308 ꝛc.</biblScope> <title>Ggſtz.: Eine gewiſſe laue</title></bibl> Un- P. <bibl><author>Heine</author>  <title>Verm.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 13 ꝛc.,</biblScope> <title>ſ. unparteiiſch u.</title></bibl> <bibl><biblScope>†</biblScope> <title>(die Endſilbe) Jſch.</title></bibl> —</sense>
        <form type="lemma">
          <orth expand="Parteischaft" orig="~ſchaft">~ſchaft</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp><pos norm="noun">f.;</pos><gen norm="feminine"/> –en:</gramGrp>
        </form>
        <sense>das Partei-Sein (o. Mz.); die Parteigenoſſenſchaft: Wer Thaliens Farbe trug, ſei’s als Kleidung der Dienſtbarkeit, ſei’s auch nur als freigewähltes Abzeichen fröhlicher P. <bibl><author>Holtei</author>  <title>Jahr.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 288.</biblScope></bibl></sense>
        <form type="lemma">
          <orth expand="Parteiung" orig="~ung">~ung</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp><pos norm="noun">f.;</pos><gen norm="feminine"/> –en:</gramGrp>
        </form>
        <sense>das Parteien, die Spaltung in Parteien und die dadurch entſtehenden Parteien, Klicken ſelbſt: Die Menge kleiner P–en, in welche ſich die Parteien geſpalten hatten. <bibl><author>Roquette</author>  <title>Hühn.</title></bibl> <bibl><biblScope>107;</biblScope> <title>Das Leben der Nation war in örtlicher P. und Selbſtſucht aufgelöſt ꝛc.;</title></bibl> Schul- P., betriebſame Unſerigkeit. <bibl><author>V.</author>  <title>Ant.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 16</biblScope> <title>[Klickentreiben].</title></bibl></sense>
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    </body>
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</TEI>
