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        <title>Artikel „Name“</title>
        <author ref="https://viaf.org/viaf/61594915/">
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            <surname>Sanders</surname>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „Name“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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          <gramGrp><pos norm="noun">m.,</pos><gen norm="masculine"/> –n; –n. —</gramGrp>
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          <gramGrp><pos norm="noun">m.,</pos><gen norm="masculine"/> –s; uv.; -:</gramGrp>
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        <sense>1) Das, wie Jemand oder Etwas genannt wird, heißt; die das zu bezeichnende Weſen von andern unterſcheidende Bez. oder Benennung, vielfach in einander greifend (ſ. 2): <sense n="a)">a) N. für eine Perſ. oder Sache zur Bez. ihres Weſens, wobei der zur Bez. gewählte Ausdr. entweder abhängig von N. im Genit. oder unflektiert neben N. ſtehn kann: Dieſer Fürſt hat, führt, bekam den N–n der Große oder des Großen; Karl, in der Geſchichte unter dem N–n der Einfältige oder des Einfältigen bekannt; Wer ſich ſo zum Thier herabwürdigt, verdient nicht den N–n eines Menſchen (den Menſchen-N–n), iſt des N–n Menſch nicht werth; Der iſt des Helden-N–ns werth. <bibl><author>Lavater</author></bibl> <bibl><author>(Wackern.</author> <biblScope>2, 836</biblScope> <title>Z. 23), verſch.</title></bibl> <bibl><biblScope>g;</biblScope> <title>Ich weiß nicht, mit welchem N–n ich einen ſolchen Mann (eine ſolche Handlung) bezeichnen ſoll; Ich weiß für ihn keinen andern N–n als Verräther, als den eines Verräthers; Ich weiß für ſolche Handlung keinen andern N–n als Verrath, als den des Verraths; Mit einem Zutrauen, dem ich keinen N–n weiß.</title></bibl> <bibl><author>H.</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, XV,</biblScope> <title>mit einem unnennbaren; Etwas (oder das Kind, ſ. 2c) beim rechten N–n nennen, es ohne Beſchönigung ſo bez., wie es verdient; Es giebt Müßiggänger, ſchlechte Ehen und böſe Weiber auch hier in Stadt und Land, aber ſie heißen bei ihren und nicht bei vornehm umgebogenen N–n.</title></bibl> <bibl><author>Immermann</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 398 ꝛc.;</biblScope> <title>Zu viel arbeiten müſſen kann ihn um den N–n Künſtler bringen.</title></bibl> <bibl><author>L.</author>  <title>Gal.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 2;</biblScope> <title>Ich .. | lud auf mein Haupt den N–n des Verräthers.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>461a;</biblScope> <title>Unternehmungen voll Mark und Nachdruck, | durch dieſe Rückſicht aus der Bahn gelenkt, | verlieren ſo der Handlung N.</title></bibl> <bibl><author>Schlegel</author>  <title>Haml.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 1;</biblScope> <title>Alle ſolche Körper bez. wir mit dem N–n Kryſtall; Daß ich zuw. den N–n der Natur perſonificiert gebrauche.</title></bibl> <bibl><author>H.</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, XVI;</biblScope> <title>Alle Einwände, ſie mögen N. haben, welche [heißen, wie] ſie wollen; Wenn es die beſten Soldaten ſind . ., ſo kann ich ihren N–n hier nicht nutzen; iſt es aber Geſindel, an dem nicht viel gelegen, ſo, glaube ich, wird ihre</title></bibl> Benennung .. vortrefflich paſſen. <bibl><author>L.</author> <biblScope>8, 48;</biblScope> <title>Plündern, Morden, Rauben nennen mit täuſchendem N–n ſie Herrſchaft.</title></bibl> <bibl><author>Walch</author>  <title>Agrik.</title></bibl> <bibl><biblScope>57 ꝛc.;</biblScope> <title>Der Kuckuck (ſ. d. 2a) ruft ſeinen eignen N–n, vgl.</title></bibl> <bibl><biblScope>2b ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) (ſ. a) Grammat.: Bei Ältern N., wie lat. Nomen <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Subſtantiv (inſofern es Sachen oder Perſ. bez.), näher beſt.: ſelbſtändiger oder weſentlicher</title></bibl> <bibl><author>(ChrWolf),</author>  <title>auch</title></bibl> Haupt-N., im Ggſtz. zum „zufälligen N–n“, wie <bibl><author>Wolf</author>  <title>in erweitertem Sinne das Ew. nennt (bei Andern Bei-N.). Als Unterabtheilungen der Subſtantive z. B.:</title></bibl> Ding- od. Sach- und Perſonen-N.; ferner: Eigenthümlicher <bibl><author>(Garve</author>  <title>Pfl.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 171)</biblScope> <title>oder</title></bibl> Eigen-, Individuums-, Vereinzelungs-N. (als Bezeichn. von Einzelweſen, vergl. 2), Ggſtz.: Gattungs-, Gemein-, Geſchlechts-, Klaſſen-N. (allen Einzelweſen einer ganzen Gattung gemeinſam, Appellativum); ferner z. B.: Sammel- oder Geſammt-N. (eine Geſammtheit von Einzelweſen umfaſſend, z. B. Wald — von Bäumen; Heer — von Soldaten ꝛc.), Stoff-N. (einen Stoffd. h. eine gleichförmige Maſſe bezeichnend, wovon jeder Theil wie das Ganze heißt, z. B. Holz, Gold, Silber ꝛc., bei <bibl><author>Campe</author>  <title>auch die zugehörigen Ew., z. B.: hölzern, golden ꝛc.) u. ä. m. Andre gebrauchen die entſprechenden Zſſtzg. von Wort.</title></bibl> —</sense><sense n="c)">c) Mit Hervorhebung des Ggſtzes zw. heißen (ſ. d. 3b) und ſein, N. im Ggſtz. zum wahren Weſen, zur Sache ſelbſt, als Bez. des Jnhaltleeren, dem das entſprechende Sein fehlt, vergl. Wort, Schall ꝛc.: Er iſt nur dem N–n nach König; Mit dem N–n und nicht der That nach Freunde. <bibl><author>Sir.</author> <biblScope>37, 1;</biblScope> <title>Nenn’s Glück! Herz! Liebe! Gott! | Ich habe keinen N–n | dafür! (a) Gefühl iſt Alles; | N. iſt Schall und Rauch, | umnebelnd Himmelsglut.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>11, 151;</biblScope> <title>Nun dringe ich nur darauf, daß mir Nichts N., Nichts Wort bleibe; was ſchön, groß, ehrwürdig gehalten wird, will ich mit eignen Augen ſehn und erkennen.</title></bibl> <bibl><biblScope>24, 59;</biblScope> <title>Daß nun alle dieſe N–n aufhören N–n zu ſein und lebendige Begriffe des Werthes dieſer trefflichen Menſchen nach und nach vollſtändig werden.</title></bibl> <bibl><biblScope>69;</biblScope> <title>Die Tugend iſt kein leerer N.</title></bibl> <bibl><author>Haller</author> <biblScope>93</biblScope> <title>[vgl.: ſie iſt kein leerer Schall.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>88a];</biblScope> <title>Alles nur Traum, nur Vermuthung und N.</title></bibl> <bibl><author>H.</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 228;</biblScope> <title>So aber ſinds die N–n nur, worüber | man ſich verſteht; in Sachen denkt man anders.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>240b;</biblScope> <title>Was iſt Überfluß? ſprich ſelbſt! Ein N.! | Juſt haben, was er braucht, genügt dem Weiſen.</title></bibl> <bibl><biblScope>241a;</biblScope> <title>Seit der Zeit, wo ihr die . . Vollmacht des Herzogs über das Ende ihrer Herrſchaft keinen Zweifel .. ließ, hatte Margaretha den Entſchluß gefaſſt, auch dem N–n derſelben zu entſagen.</title></bibl> <bibl><biblScope>860a;</biblScope> <title>Gewaltig viel N–n und blutwenig Sachen. G.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 287;</biblScope> <title>Der Begriff und ſelbſt der Namen der Liebe war ihm überheilig.</title></bibl> <bibl><author>FSchlegel</author>  <title>Luc.</title></bibl> <bibl><biblScope>186;</biblScope></bibl> <bibl><author>Stahr</author>  <title>Par.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 17 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="d)">d) Andrerſeits inſofern der N. Bed. hat, z. B. mundartl.: Das hat einen N–n, iſt bedeutend; Das iſt ein N., will ’was heißen (ſ. d. 3d). <bibl><author>Schm.</author>  <title>Beſ. aber, inſofern der Träger eines N–n eine gewiſſe Verbindlichk. hat, das in ſeinem N–n Geſchehne oder auf denſelben Lautende anzuerkennen: Etwas auf Jemandes N–n ſchreiben, auf das mit ſeinem N–n bez. Blatt im Schuldbuch; Auf Jemandes N–n Waaren entnehmen, borgen ꝛc., ſo daß er für den Schuldner gilt; Schüler, die auf ſeinen N–n arbeiteten [als ob es von ihm herrühre].</title></bibl> <bibl><author>Gutzkow</author> <biblScope>11, 306 ꝛc.;</biblScope> <title>Sie ſind .. Bauern, ohn [nur] daß ſie unter des Adels Feder und N–n noch dahergehn.</title></bibl> <bibl><author>Luther</author> <biblScope>5, 120a,</biblScope> <title>als ob ſie adelig wären.</title></bibl> — In Jemandes N–n Etwas thun, ſo daß man das Gethane als von ihm ausgehnd bez., ſich dabei auf ihn ſtützt; In ſeinem N–n [oder Auftrage, für ihn]; In meinem und meines Bruders N–n melde ich Ihnen, Sie haben die Meldung als von uns Beiden ausgehnd zu betrachten; Ich wette gern mit dem Schickſale ... Da iſt meine Hand. Schlagen Sie im N–n des Schickſals [für das Schickſal, als deſſen Stellvertreter] ein! <bibl><author>Leiſewitz</author>  <title>Jul.</title></bibl> <bibl><biblScope>20;</biblScope> <title>Im N–n des Königs, im N–n des Geſetzes verhafte ich Sie; „Der N. des Herzogs“</title></bibl> — Kann der Herzog Geſetze der Menſchheit verdrehen? <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>190a;</biblScope> <title>Wenn die Nation gar für alle ihre Ungebornen das Geſetz feſtſtellen wollte ... und im N–n der Vernunft ihrer Aller auf ewige Zeiten den Vertrag machte ꝛc.</title></bibl> <bibl><author>H.</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 241;</biblScope> <title>Alles, was man thut, im N–n Gottes beginnen, als von dem Alles ausgeht, auf den man ſein Thun baut, in deſſen Hände man es befiehlt; Kühn in Gottes N–n ſprang | er in den nächſten Fiſcherkahn.</title></bibl> <bibl><author>B.</author> <biblScope>37a ꝛc.,</biblScope> <title>daher formelhaft: In Gottes N–n</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>immerhin, ſ. Gott</title></bibl> <bibl><biblScope>20g ꝛc.;</biblScope> <title>Taufet ſie im N–n des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geiſtes.</title></bibl> <bibl><author>Matth.</author> <biblScope>28, 19;</biblScope> <title>Laſſe ſich ein Jeglicher taufen auf den N–n Jeſu Chriſti.</title></bibl> <bibl><author>Ap.</author> <biblScope>2, 38;</biblScope> <title>Seid ihr in Pauli N–n getauft? .. Daß nicht Jemand ſagen möge, ich hätte auf meinen N–n getauft.</title></bibl> <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Kor.</author> <biblScope>1, 13 ff.;</biblScope> <title>Wer ein ſolches Kind in meinem N–n aufnimmt.</title></bibl> <bibl><author>Matth.</author> <biblScope>18, 5,</biblScope> <title>um meinetwillen ꝛc. Als Fluchformel: In des Teufels, in dreier Teufel</title></bibl> <bibl><author>(Immerm.</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 42),</biblScope> <title>in des Henkers, Geiers, Kuckucks N–n! ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="e)">e) (ſ. d) N. zuw. für den Träger des N–n, die Perſ., doch nach allgm. heutigem Gebrauch nur, wo eine Beziehung zw. dem N–n und der Perſ. mehr oder minder hervortritt, z. B.: Es war aber die Schar der N–n zu Haufen bei <bibl><biblScope>120.</biblScope></bibl> <bibl><author>Ap.</author> <biblScope>1, 15</biblScope> <title>(„Als ohngefähr</title></bibl> <bibl><biblScope>120</biblScope> <title>Perſonen beiſammen waren.“</title></bibl> <bibl><author>Eß);</author></bibl> <bibl><author>Off.</author> <biblScope>3, 4;</biblScope> <title>Es wurden ertödtet</title></bibl> <bibl><biblScope>7000</biblScope> <title>N–n der Menſchen.</title></bibl> <bibl><biblScope>11, 13</biblScope> <title>(Und</title></bibl> <bibl><biblScope>7000</biblScope></bibl> Menſchen-N–n kamen in dem Erdbeben um. <bibl><author>Eß;</author>  <title>„Menſchen.“</title></bibl> <bibl><author>H.</author> <biblScope>7, 280) ꝛc.</biblScope> <title>So auch: Alles, was</title></bibl> Manns-N–n waren in ſeinem Hauſe. <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>17, 23; 2, 34, 23;</biblScope> <title>Dann dürfen aber die Manns-N–n nicht dabei ſein.</title></bibl> <bibl><author>Kurz</author>  <title>Weihn.</title></bibl> <bibl><biblScope>28;</biblScope> <title>’Ne Konſpiration gegen uns Manns-N–n.</title></bibl> <bibl><author>Scherr</author>  <title>Sch.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 132 ꝛc.;</biblScope></bibl> Weiber-N., Frauen-N. <bibl><author>Schm.</author>  <title>ꝛc.; Und ſoll ein N. [von den in den Baum geſchnittnen] verderben, | ſo nehmt die obern in Acht! | es mag der Dichter verderben, | der dieſen Reim gemacht.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>6, 63;</biblScope> <title>Ich werd es nur zu Feiertagen | ſüßer N–en und lieber Geburten tragen.</title></bibl> <bibl><biblScope>95,</biblScope> <title>vgl. N–ns- und Geburtstag; Er hat alle N–n [vgl.: die N–n Aller] aufgeſchrieben, die er erkannte.</title></bibl> <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>8, 396;</biblScope> <title>Ich ſende Ihnen hierbei auch Ihre Briefe von Bonnet zurück. Der N. [„Mann“, citiert</title></bibl> <bibl><author>Guhrauer</author>  <title>Leſſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 101]</biblScope> <title>iſt mir ſo ekel geworden, daß ich auch nicht einmal die Wahrheit von ihm lernen möchte.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>12, 283 ꝛc.</biblScope> <title>(ſ. g). So auch: Der N. des Herrn</title></bibl> <bibl><biblScope>[=</biblScope> <title>der Herr] ſei gelobt; Den N–n Gottes preiſen ꝛc., läſtern ꝛc.; Dem N–n Gottes ein Haus baun ꝛc. Ferner: Jemandes N–n ausrotten, vertilgen ꝛc., nicht bloß ihn, ſondern auch ſein Andenken und ſein Geſchlecht, das den N–n fortpflanzen und fortführen würde, vgl.: Mein Schwager weigert ſich, ſeinem Bruder einen N–n [N–ns-Erben] zu erwecken.</title></bibl> <bibl><biblScope>5.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>25, 7 ꝛc.</biblScope> <title>Ferner: Ein Feind des chriſtlichen, des deutſchen N–s [alles Deſſen, was chriſtlich, was deutſch heißt] ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="f)">f) Du haſt den N–n [es heißt von dir, vgl. <bibl><biblScope>c],</biblScope> <title>daß du lebſt, und biſt todt.</title></bibl> <bibl><author>Off.</author> <biblScope>3, 1 ꝛc.;</biblScope> <title>Jemand will den N–n haben, daß ꝛc., es ſoll ſo von ihm heißen, geſagt werden, und nam. negativ: Ich mag den N–n nicht haben [es nicht von mir geſagt wiſſen], daß er mir gedient hat.</title></bibl> <bibl><author>Adelung;</author>  <title>War recht unwohl, wollte aber den N–n nicht haben.</title></bibl> <bibl><author>Gotthelf</author>  <title>G.</title></bibl> <bibl><biblScope>410,</biblScope> <title>wollte es nicht Wort (ſ. d.) haben, vgl. g und</title></bibl> <bibl><author>Zarncke</author>  <title>Br.</title></bibl> <bibl><biblScope>296b.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="g)">g) (ſ. f) Jemandes Ruf: Er hat den N–n eines braven, biedern, klugen, reichen Manns, eines Betrügers, Spitzbuben in der ganzen Stadt; Er iſt ſehr wohlthätig, wenigſtens hat er den N–n [gilt er] dafür bei ſehr Vielen; Sein N. als Prophet, — ſein Propheten-N. litt durch das ſeiner Wahrſagung ſo ganz widerſprechende Ergebnis; Sein N. als Held, — ſein Helden-N. wird unvergänglich leben ꝛc. (ſ. e); Jemand nur dem N–n nach kennen, vgl. <bibl><biblScope>2c;</biblScope> <title>Der gute N. iſt mehr werth als Gold; Jemandes guten (ehrlichen) N–n angreifen, kränken, verletzen; Einen um ſeinen ehrlichen N–n bringen; Seinen guten N–n beflecken, ſchänden,</title></bibl> — bewahren, vertheidigen, retten; Einem einen böſen N–n machen; Einen großen N–n haben, hinterlaſſen; Sich einen großen, bedeutenden, unſterblichen N–n machen, auch prägn.: Laſſet uns .. einen Thurm bauen, deß Spitze bis an den Himmel reiche, daß wir uns einen N–n machen. <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>11, 4 ꝛc.;</biblScope> <title>Des N–ns Erbe, den er ſich erwarb, | ſollſt trachten du dereinſt nach gleichem</title></bibl> Adel. <bibl><author>Cham.</author> <biblScope>3, 53;</biblScope> <title>Von des Lebens Gütern allen | iſt der</title></bibl> Ruhm das höchſte doch; <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>wenn der Leib in Staub zerfallen | lebt der große N. noch.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>53b;</biblScope> <title>Auch in Feindes Munde fort | lebt ihm ſeines N–ns Ehre. ebd. und prägn.: Ein Mann von N–n, ein namhafter (ſ. d.), ein aus der großen Maſſe durch ſeinen N–n Hervorragender, ſei es, daß er den N–n (Ruhm) ſich erworben oder durch Geburt überkommen (vgl.: Ein Mann von Stande, von Rang ꝛc.), auch (ſ. e) von dem Träger eines N–ns, z. B.: Von N–n [Hochſtehnde] Keine ſonſt und von den Andern | nur fünf- undzwanzig.</title></bibl> <bibl><author>Schlegel</author>  <title>Sh.</title></bibl> <bibl><biblScope>7, 162;</biblScope> <title>Ich bin ein deutſcher Dichter | bekannt im deutſchen Land. | Nennt man die beſten N–n, | wird auch der meine genannt.</title></bibl> <bibl><author>Heine</author>  <title>Lied.</title></bibl> <bibl><biblScope>192;</biblScope> <title>Nicht an wenig ſtolze N–n | iſt die Liederkunſt gebannt. . . Heilig achten wir die Geiſter, | aber N–n ſind uns Dunſt [vgl.</title></bibl> <bibl><biblScope>c].</biblScope></bibl> <bibl><author>Uhland</author>  <title>ꝛc., vgl. (ugw.): [Winkelmann’s Schriften] ſind Werke, der Unſterblichk. würdig, ſind der N. [Ruhm] unſres Jahrhunderts.</title></bibl> <bibl><author>H.,</author>  <title>Das, was dem Jahrhundert einen N–n macht, ihm Ruhm verleiht.</title></bibl> —</sense><sense n="h)">h) Mit N–n <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>namentlich (ſ. d.), beſonders hervorgehoben,</title></bibl> — heute nur noch zuw. zu <bibl><biblScope>2,</biblScope> <title>früher allgm., ſ.</title></bibl> <bibl><author>Schm.</author> <biblScope>2, 691</biblScope> <title>und z. B.: Auch fielen hernach in die</title></bibl> <bibl><biblScope>40</biblScope> <title>Reifen [Fröſte] und mit N–n der letzte den</title></bibl> <bibl><biblScope>10.</biblScope> <title>Juni.</title></bibl> <bibl><author>Stumpf</author> <biblScope>496a ꝛc.</biblScope></bibl> — 2) (ſ. <bibl><biblScope>1a</biblScope> <title>u. b) Gw. in engrem Sinn: N.</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Eigen-N., eigenthümlicher N., Bez. und Benennung eines Einzelweſens als ſolchen:</title></bibl></sense><sense n="a)">a) ſachlich (vgl. b): Die N–n der Monate, der Wochentage, der Buchſtaben, der Sterne, der Sternbilder; Geographiſche N–n; Die N–n der Länder, Provinzen, Gaue, Berge, Gebirge, Flüſſe, Ströme, Meere, Städte, Dörfer, Straßen, Gaſſen ꝛc. und demgemäß Zſſtzg.: Unſre Monats-N–n ſtammen aus dem Lateiniſchen; Erklärung der Sternbilder-N–n; Die Berg-, Dörfer-, Flecken-, Fluß-, Gau-, Gebirgs-, Länder-, Orts-, Provinzen-, Städte-, Strom- N–n ꝛc. Der nach N. ſtehnde Eigen-N. kann mit dem Artikel im Genit. ſtehn, ohne Artikel aber gw. appoſitionell unflektiert (vgl. <bibl><biblScope>1a</biblScope> <title>u. ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>b, c):</biblScope> <title>Die Werra erhält nach der Vereinigung mit der Fulda den N–n (der) Weſer; Der N. Thermopylä oder der Thermopylen; Der N. Strelitz oder der Stadt Strelitz iſt ſlawiſchen Urſprungs; Die Oper hat den N–n: die Zauberflöte oder den N–n der Zauberflöte; Das Sternbild hat den N–n Orion, der große Bär oder des großen Bären ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="b)">b) von lebenden Weſen (ſ. c), vgl.: Hund, Pferd, Löwe, Fuchs ſind N–n <bibl><biblScope>[1a]</biblScope> <title>od. Gattungs-N–n von Thieren,</title></bibl> Thier-N–n, die ganze Gattung und jedes einzelne Thier aus der Gattung hat den entſprechenden N–n, dagegen: Karo, Ami, Bergmann, Sultan, Waſſer ꝛc. ſind N–n von Hunden, Hunde-N–n; Ein Hund, der auf den N–n Waldmann hört; Hans, Liſe ꝛc. ſind gewöhnliche N–n von Bauerpferden, die Vollblutpferde dagegen führen hochtönendere, meiſt engliſche N–n ꝛc.; Die Pferde-N–n; In der Thierfabel (ſ. c) iſt Reinecke der N. des Fuchſes, Nobel des Löwen, Braun des Bären, Hinz des Katers ꝛc.; Die N–n der Engel, Erzengel, der heidniſchen Götter und Göttinnen, der Feen ꝛc.; Engel-, Götter-, Feen-N. ꝛc., ſ. <bibl><biblScope>c.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="c)">c) (ſ. b) ganz beſ. aber von Perſ. in engrem Sinne oder von Menſchen: Karl, Johann ſind männliche, Karoline, Johanna weibliche N–n; Echt deutſche, fremde N–n; Wie iſt Ihr (werther) N.?; Darf ich um Jhren N–n bitten?; Er wollte ſeinen N–n nicht nennen; Er ſchreibt ſeinen N–n ſehr undeutlich; Der Sohn führt den N–n des Vaters; Das Kind bekam in der Taufe den N–n Karl Friedrich; Seinen N–n ablegen, aufgeben, einen andern N–n annehmen; Unter einem fremden (falſchen) N–n reiſen; Sein Paß lautet auf einen falſchen N–n; Jemand bei oder beim N–n nennen, rufen, mit N–n nennen; mundartl.: Sie war mit Anne Marei nie in Verkehr geweſen und doch gab ſie ihm alsbald den N–n [redete ſie beim N–n an]. <bibl><author>Gotthelf</author>  <title>Sch.</title></bibl> <bibl><biblScope>252 ꝛc.;</biblScope> <title>Er heißt mit ſeinem vollen N–n Karl Friedrich Auguſt Schulz; Ein Zeuge mit N–n Karl Schulz oder N–ns Karl Sch.; Seines frühern N–ns hieß er Heinrich Klingsohr.</title></bibl> <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>Zaubr.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 199;</biblScope> <title>Das Buch iſt ohne den N–n des Verfaſſers erſchienen, ſ. anonym; Ich kann mich auf ſeinen N–n nicht beſinnen, na, der N. thut Nichts zur Sache [ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>1c];</biblScope> <title>Seinen N–n zu Etwas hergeben, leihen; Jemandes N–n mißbrauchen, ſich anmaßen; Daß ihm gerade mein N. gut genug iſt, unter demſelben ſich einen Strohmann aufzuſtellen, an dem er ſeine Fechterſtreiche zeigen könne.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>8, 14;</biblScope> <title>Fühle, wie mir bei ſeinem N–n [wenn er genannt wird] das Herz ſchlägt.</title></bibl> <bibl><author>Weiße</author>  <title>ꝛc. Sprchw. verallgemeinert (ſ. 1a): Das Kind (ſ. d. 4c) beim rechten N–n nennen, mit dem rechten N–n taufen; Das Kind muß doch einen N–n haben ꝛc.</title></bibl> — S. Zſſtzg. — 3) Mathem., Rechenk.:</sense><sense n="a)">a) Bei benannten Zahlen, d. h. bei ſolchen, deren Einheit ein beſtimmter (benannter) Ggſtd iſt, die Benennung: Addieren kann man nur Zahlen von gleichem N–n oder von gleicher Benennung, gleichnamige Zahlen ꝛc., ſo auch bei Brüchen <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Nenner (ſ. d.): Brüche auf gleichen N–n oder Nenner bringen,</title></bibl> gleichnamig machen; Ungleichnamige Brüche ꝛc. —</sense><sense n="b)">b) Bei arithmetiſchen Verhältniſſen die Differenz <bibl><biblScope>—,</biblScope> <title>bei geometriſchen der Quotient von Vorder- und Hinterglied (auch Anzeiger, Exponent, Nenner ꝛc., ſ.</title></bibl> <bibl><author>Jacobi</author>  <title>Swinden 81); Verhältniſſe von gleichem N–n (gleichnamige Vhe) bilden eine Proportion ꝛc.</title></bibl></sense></sense>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Goth. <bibl><biblScope>namó, n.;</biblScope> <title>ahd.</title></bibl> <bibl><biblScope>namo,</biblScope> <title>mhd. nam(e),</title></bibl> <bibl><biblScope>m.,</biblScope> <title>vgl. ſkr.</title></bibl> <bibl><biblScope>nâman,</biblScope> <title>lat.</title></bibl> <bibl><biblScope>nomen,</biblScope> <title>gr.</title></bibl> <bibl><biblScope>ōνομcj,</biblScope> <title>wohl desſelben Stamms wie</title></bibl> nehmen, goth. <bibl><biblScope>niman,</biblScope> <title>ahd.</title></bibl> <bibl><biblScope>nëman,</biblScope> <title>mhd.</title></bibl> <bibl><biblScope>nëmen</biblScope> <title>oder vielmehr aus deſſen Präter., goth., ahd., mhd.</title></bibl> <bibl><biblScope>nam,</biblScope> <title>etwa als das Angenommene, Zugetheilte, vgl. gr.</title></bibl> <bibl><biblScope>óνoμc,</biblScope> <title>N. zu</title></bibl> νéμeν, ferner ruſſ. mit Wegfall des Anlauts <bibl><biblScope>una (imja,</biblScope> <title>Genit.</title></bibl> <bibl><biblScope>ueel, imjeni)</biblScope> <title>zu ſlaw.</title></bibl> <bibl><biblScope>ꝛaru (imati,</biblScope> <title>nehmen) und als Grundbed. etwa ſkr.</title></bibl> <bibl><biblScope>nam,</biblScope> <title>biegen, hinneigen ꝛc.</title></bibl> — Im Nom. zumeiſt N., im Genit. N–ns; daneben, zumal bei Neuern, Nom.: N–n, z. B. (ſ. 1c) bei <bibl><author>FSchlegel</author>  <title>ꝛc. und ſchon: Damit .. der ganz</title></bibl> Nammen und Stammen Akriſii .. ausgetilgt werde. <bibl><author>Schaidenreißer</author> <biblScope>59b ꝛc.</biblScope> <title>Vereinzelt: Hab’ ich .. ihren Nam |</title></bibl> <bibl><biblScope>.</biblScope> <title>. geſeufzt.</title></bibl> <bibl><author>Geßner</author> <biblScope>3, 126;</biblScope> <title>Schrieb man N. für Name auf das Bild.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>26, 318</biblScope> <title>(ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>†</biblScope> <title>Für), ſ. Bei-N.; Legte ſich göttliche Name und Ehre bei.</title></bibl> <bibl><author>Klinger</author>  <title>Seid.</title></bibl> <bibl><biblScope>63,</biblScope> <title>wo das weibl. Ew. zu den zuſammengefaßten beiden Hw. gehört, ſ. Gut</title></bibl> <bibl><biblScope>II 5.</biblScope> <title>Mundartl. Mz.: Die</title></bibl> Nämen. <bibl><author>Schm.,</author>  <title>ſ. Schreib-N. Ableit. ſ. die folgenden Wörter und Knän (ahd.</title></bibl> <bibl><biblScope>ginamno ꝛc.).</biblScope></bibl></p>
        </note>
        <p type="compositions">
          <p type="introduction">Zſſtzg. ſehr zahlreich und leicht zu mehren, ſ. o., beſ. zu [2c], was wir in Folge unbez. laſſen: Āber-: Spott-N.: Giebt ihnen die Schrift wohl tauſend A–n und ſchändliche Nach-N–n. SFrayck (Grimm); Unter dem A. Cyniker .. durch unwürdige Glieder des ehrwürdigen Ordens in einen ziemlich zweideutigen Ruf geſetzt. W. 21, 336. —</p>
          <entry type="sub"><comp>Adoptīv-:</comp> den man durch Adoption bekommt. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Amts-:</comp> Name oder Titel, den Jemand von ſeinem Amt führt. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>An-:</comp> Bei-N. ꝛc., ſ. Zu-N., beſ. tadelnder, ſpottender: Merck’s Br. 1, 62; „Fraß“ ein uralter An- und Geſchlechts-N. Vilmar Verm. 1, 24. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Bēī-:</comp> der Einem beigelegte Name, den er zu ſeinem eig. noch hinzu bekommt, Zu-N., vgl. Uber-N. ꝛc.: Denen ſie die ſüßeſten B–n gaben, die ſich in der Sprache fanden. H. 11, 470; Er hatte eine verrenkte Schulter und davon den B–n Ulrich mit dem Bühel. Muſäus M. 4, 106; Leuten, welchen öffentliche Ämter das Recht dieſes blendenden B–ns gegeben. L. 11, 28; Den ruhmvollen B–n des Verſchwiegenen zu verdienen. Sch. 793a; Jhm einen im Munde des großen Haufens bleibenden Spitz-N–n anzuhängen. .. Den Sokrates, dem man den B–n Phrontiſtes gegeben. .. Wann du deinen Über-N–n nur nicht bekommen hätteſt. W. Att. 2, 3, 40 ff.; Mit irgend einem ſchimpflichen B[–n]. Zimmermann Nat. 47 [Anm.] ꝛc. S. auch [1b]. — Bérg- [2a]. — Beſchönigungs- [1a]: beſchönigende Bez.: Welche B–n dem Dinge auch gegeben wurden. Kl. Gelehrt. 114. — Búrſchen-, Cerevīs-: Kneip-N. — Chríſten- [1a]: ſ. Freundes-N.: Daß ſie dem Ch–n [Chriſtenthum] .. entſagt und ſich | dem Muſelmann .. hingegeben. G. 35, 275, eigentl.: den Namen einer Chriſtin. — Ding- [1b]. — Dörfer- [2a]. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Ehe-:</comp> den die Frau mit der Ehe vom Manne annimmt. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Ehren-:</comp> ehrender Name oder Bei-N.: Sprudelköpfe, welche faſt den E–n eines Genies zum Spitz-N–n herabgebracht hätten. G. 27, 32; H. R. 7, 292 ꝛc., bei Altern auch: Die Wucherer heißt man jetzt Verleger und ſtreichet aller Ungerechtigkeit einen Ehr-N–n an. SFranck LaſtK. 3b; Olearius Baumg. 78b, ſ. Preis-N. — Eīgen- [1b und 2]: Da die E–n gw. von Appellativen herrühren und urſprünglich bedeutend ſind. WHumboldt 2, 7. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Ekel-:</comp> höhnender Bei-N., Spitz-, Spott-, Neck-, Nick-N.: Otel- N., ſo ſpricht man [überall?] in Norddeutſchland, nicht E. Okan, ökan (nord.) vermehren [ſ. auch]; alſo nur ſoviel als Bei-N. Arndt E. 27 [doch vgl. Bed.]; Was in dem Vaterlande dieſer Kunſtgattung [der comédie larmoyante] ihr nur als E. beigelegt, wird hier von dem deutſchen Michel als ihr Ziel aufgeſtellt. Danzel 301; 295; Für eine jede Kunſt, für ein jedes Handwerk hat die Welt einen Spitz- N–n, ja für das Edelſte und Beſte einen E–n gefunden. G. 6, 333; Daß man den Shaftesbury mit dem Worte Deiſten als mit einem E–n verfolgt. Gervinus Lit. 5, 318; Schimpf- und E–n. G. 22, 334; Die Spitz-, Spott- und Ökel-N–n. Jahn M. 243; Hatte Gray das Unglück den E–n Miß Gray zu bekommen. Koſegarten Rh. 3, 40; Schwärmerei ſoll doch wohl nicht bloß der überſetzte E. von Enthuſiasmus ſein. L. 11, 464 ꝛc. — Engel- [2b]. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Erb-:</comp> erblicher, — Familien-N. Gotter 3, 171. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Famīli-en-:</comp> Geſchlechts-N., allen Gliedern einer Familie eignend, im Ggſtz. der die Individuen unterſcheidenden Vor-N–n: Die Familien- oder Geſchlechts- N–n ſind entſtanden zum Theil aus wirklichen N–n (Perſonen-N–n, Eigen-N–n), welche heut zu Tage als ſog. Vor- N–n gelten. Vilmar Verm. 1, 3, ſ. Schreib-N.; auch übertr. auf Sachliches: Jene Scheu, nichts Schlechtes bei ſeinem Vor-N–n zu nennen, ſondern höchſtens deſſen F–n zu gebrauchen. Börne 2, 121. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Féld-:</comp> Name, bei dem ein Soldat (im Felde) ſtatt ſeines Geſchlechts-N–s genannt wird: So hat der Schüler Schul-N–n, der Krieger F–n, der Bürger [Burſche?] Kneip-N–n [ſ. d.]. Jahn M. 243. — Flécken-, Flúß- [2a]. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Frāūen-:</comp> weiblicher Name, ſ. Mädchen-N.; ferner: Name einer verheiratheten Frau: Früher wurden die F–n aus dem Namen des Mannes durch „in“ gebildet, z. B. hieß die Frau des Schneider Karſch — Karſchin ꝛc.; ferner [1e]. — Frēūndes- [1g]: der Name eines Freundes und die ſich darauf gründenden Rechte (vgl. Kaiſer-, Vater-N. 1): Den F–n mißbrauchen ꝛc.; Da wareſt du dem Hingequälten | Freundesnam, Triumphton. H. Merck. 2, 17, erfreuend, wie der Name des Freundes ꝛc. — Gáttungs- [1b]. — Gāū- [2a], auch Namen oder Bezeichnungen, die nur in einzelnen Gauen üblich ſind: Die meiſten deutſchen Pflanzen-N–n ſind nur G–n. — Gebírgs- [2a]. — Gemēīn- [1b]. — Geſámmt- [1b]. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Geſchléchts-:</comp> Familien-N. (ſ. d. u. An-, Zu-N.): Der G. Scultetus kömmt .. häufig vor. L. 8, 263 ꝛc., ſ. auch [1b]. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Gewérb(e)-:</comp> ein das Gewerbe bezeichnender Name, beſ. ſofern er jetzt Eigen-N. geworden: Alle dieſe G–n, wie auch „Weber, Schmidt, Fiſcher, Bauer, Becker“. Vilmar Verm. 1, 17; 16 ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Götter-:</comp> [2b], auch eine Etwas vergötternde, es göttlich (ſ. d.) nennende Bezeichnung: Was der Menſch in ſeinen Erdeſchranken | von hohem Glück mit G–n nennt. G. 2, 86. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Hándwerks-:</comp> <sense n="1)">1) ſ. Kunſt-N. —</sense><sense n="2)">2) vgl. Feld-N.: Er hieß Paul Stein, gewöhnlich aber nur mit ſeinem H–n Bruder Stettiner. — Hāūpt- <bibl><biblScope>[1b].</biblScope></bibl> — <comp>Hēīligen-:</comp> der Name eines Heiligen: Die H–n im Kalender. — Hélden- <bibl><biblScope>[1a</biblScope> <title>u.</title></bibl> <bibl><biblScope>g].</biblScope></bibl> — Húnde- <bibl><biblScope>[2b].</biblScope></bibl> — Indivīduums- <bibl><biblScope>[1b].</biblScope></bibl> — Kāīſer- <bibl><biblScope>[1a]:</biblScope> <title>vgl. Freundes- N.: Einige deutſche Kaiſer hatten die Hoheit des K–s in dieſem Theile Italiens geltend gemacht.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>1040a.</biblScope></bibl> — <comp>Kláſſen-:</comp></sense><sense n="1)">1) <bibl><biblScope>[1b].</biblScope></bibl> —</sense><sense n="2)">2) Schul-N. — Knēīp-, ſ. Feld-N., beſ. bei Studenten „der Spitz-N., den Jeder auf der Kneipe führt“. <bibl><author>Vollmann,</author>  <title>auch Cerevis-, Burſchen-N.</title></bibl> — Kúnſt- <bibl><biblScope>[1a]:</biblScope> <title>Terminus technikus, der kunſtgemäße Ausdruck für Etwas: Die Senſenſicheln (ich habe den K–n vergeſſen), womit wir in der Marſch den Weizen hauen.</title></bibl> <bibl><author>Niebuhr</author>  <title>Nachg.</title></bibl> <bibl><biblScope>251 ꝛc.,</biblScope> <title>ſo auch: Handwerks-N., für Ggſtde. eines Handwerks, Schul-N., bei wiſſenſchaftlichen Ausdrücken.</title></bibl> — Lä́nder- <bibl><biblScope>[2a].</biblScope></bibl> — <comp>Mǟdchen-:</comp> ſ. Frauen-N. — <comp>Mä́nner-:</comp> männlicher Name, von einem einzelnen auch: Hans iſt ein Manns-N. — <comp>Mánns-:</comp> ſ. Männer-, Frauen-N., auch: Die Frauen führen ſtatt des Vater-N–ns den M–n, den Namen des Ehemanns ꝛc., und <bibl><biblScope>[1e].</biblScope></bibl> — Ménſchen- <bibl><biblScope>[2c, 1a</biblScope> <title>u.</title></bibl> <bibl><biblScope>1e].</biblScope></bibl> — <comp>Míß-:</comp></sense><sense n="1)">1) mißlautender Name: Verſündigen ſich an unſerer namenreichen wohlnamigen Sprache durch ausgeheckte M–en. <bibl><author>Jahn</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>248;</biblScope> <title>V.</title></bibl> <bibl><biblScope>380 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="2)">2) Spott-N. — Mōnats- <bibl><biblScope>[1a].</biblScope></bibl> — <comp>Nāch-:</comp></sense><sense n="1)">1) Geſchlechts-N., vgl. Vor-N. — 2) (vralt., mundartl.) Spott-N. <bibl><author>Schm.,</author>  <title>ſ. Aber-, Über-N.</title></bibl> — <comp>Néck-:</comp> Spott-, Ekel-N., womit man Einen neckend belegt, ſ. Nick-N. — <comp>Nénn-:</comp> Vor-N., ſ. den Ggſtz. Schreib-N.: Der Taufname oder N. <bibl><author>Vilmar</author>  <title>Vrm.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 1.</biblScope></bibl> — <comp>Níck-:</comp> Neck-N., ſ. <bibl><author>Schm.</author> <biblScope>2, 677,</biblScope> <title>engl.</title></bibl> <bibl><biblScope>nick-name.</biblScope></bibl> — <comp>Ökel-:</comp> ſ. Ekel-N. — Orts-[2a]. — <comp>Partēī-:</comp> die zum Eigen-N–n gewordne Bez. für eine Partei: Die P–n der Heuler und Wühler ꝛc. — <comp>Pāthen-:</comp> den Jemand nach dem Taufpathen erhält. — <comp>Perſōnen-:</comp> <bibl><biblScope>[2c],</biblScope> <title>im engern Sinn</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Vor-N., ſ. Familien- und Schreib-N.</title></bibl> — Pfêrde- <bibl><biblScope>[2b].</biblScope></bibl> — Pflánzen- <bibl><biblScope>[1a]:</biblScope> <title>Die lateiniſchen Pf–n.</title></bibl> — Prēīs- <bibl><biblScope>[1a]:</biblScope> <title>der preiſende Name, die rühmende Benennung für Etwas, vergl. Ehren-N.: Verſteht alle P–n, der Figur gegeben.</title></bibl> <bibl><author>H.</author></bibl> — <comp>Provínzen-:</comp> ſ. Gau-N. — Sách-[1b]. — Sámmel- <bibl><biblScope>[1b].</biblScope></bibl> — <comp>Schǟfer-:</comp> Name eines Schäfers od. wie ihn Jemand im ſchäferlichen (ſ. d.), idylliſchen Leben führt ꝛc.: Hold auch ohne Prunkgezerr, <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>erklingt ein kurzer Sch.</title></bibl> <bibl><author>B.</author> <biblScope>18a.</biblScope></bibl> — <comp>Schánd-:</comp> ein ſchändlicher od. ein ſchändender, ſ. Schimpf-N. — <comp>Schérz-:</comp> ein Jemand im Scherz beigelegter Name. <bibl><author>G.</author> <biblScope>18, 154.</biblScope></bibl> — <comp>Schímpf-:</comp> Name, womit man Jemand beſchimpft, vgl. Ekel-, Nick-, Schand-, Spott-N. ꝛc.: Hat man ja auch in Deutſchland den edelſten Titel eines Naturphiloſophen frecher Weiſe zum Spitz- und Sch–n entwürdigt. <bibl><author>G.</author> <biblScope>33, 219.</biblScope></bibl> — <comp>Schmǟh-:</comp> ſchmähender od. Schimpf-N.: Unter dieſen Namen von Gewerben .. giebt es viele Spott- und Sch–n. <bibl><author>Vilmar</author>  <title>Verm.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 24.</biblScope></bibl> — <comp>Schmítz-:</comp> beſchmitzender, Schand-, Spott-N.: Eine Anzahl ſolcher Sch–n, z. B. für der Böttner [Büttner] Büddenklapper, für den Schmied Pinkepank ꝛc. <bibl><biblScope>25.</biblScope></bibl> — <comp>Schrēīb-:</comp> Familien- N.: Seitdem vor <bibl><biblScope>3—400</biblScope> <title>Jahren die Familien- od. Sch–n bei uns aufgekommen find. . . Wie man ja hier zu Lande [in Heſſen] noch bis auf dieſen Tag den richtigen Unterſchied macht: Ich</title></bibl> heiße Johannes, aber ich ſchreibe mich Schmidt. <bibl><biblScope>1;</biblScope> <title>Viele dieſer erblichen „Geſchlechts-, Zu- oder Schreibnämen“ [Anm.] ſind noch deutlich als bloße Perſon- (Tauf-) N–n erkennbar.</title></bibl> <bibl><author>Schm.</author> <biblScope>2, 690 ꝛc.,</biblScope> <title>vergl. Ggſtz. Nenn-N.</title></bibl> — <comp>Schūl-:</comp></sense><sense n="1)">1) Spitz-N. eines Schülers in der Schule oder Klaſſe, ,,Klaſſen-N.“, ſ. Feld-N. —</sense><sense n="2)">2) ſ. Kunſt-N. — <comp>Schútz-:</comp> (Bergb.) ein freigewählter Eigen-N., welcher einer Grube oder Hütte beigelegt wird. <bibl><author>Scheuchenſtuel</author> <biblScope>220.</biblScope></bibl> — <comp>Spítz-:</comp> ſpöttiſcher Bei-N. (ſ. d.), Name, womit Jemand (od. Etwas) nach einer beſ. hervorſtechenden Eigenſchaft, nach einem lächerlichen Vorfall ꝛc. gleichſam wie durch die Pointe (ſ. d.) eines Epigramms bez. wird, vergl. Über-, Ekel-, Spott-, Stichel-, Schimpf-, Schul-N. ꝛc.: Die erſte von Mylius’ Zeitſchriften iſt der Freigeiſt. . . Ihr Titel wurde ſein Sp. <bibl><author>Danzel</author> <biblScope>92;</biblScope> <title>Man nannte daher dieſe</title></bibl> <bibl><biblScope>3</biblScope> <title>Brüder nur die</title></bibl> <bibl><biblScope>3</biblScope> <title>Haſen, welchen Sp–n ſie lange Zeit nicht los wurden.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>20, 90;</biblScope> <title>Er pflegte zu ſagen: .. Außer dieſen [beiden Meiſtern] nehme er es mit Jedem auf. Daher erwarb er ſich den Sp–n Terzo (der dritte).</title></bibl> <bibl><biblScope>29, 204;</biblScope> <title>Daß man dieſer Klaſſe keinen Sp–n geben möge.</title></bibl> <bibl><biblScope>30, 349;</biblScope> <title>Umſomehr als der Jtaliäner die Menſchen nur nach den Vor-N–n oder Sp–n benennet.</title></bibl> <bibl><biblScope>23, 159;</biblScope> <title>Den</title></bibl> Ehren-N–n eines Genies zum Sp–n herabgebracht. <bibl><biblScope>27, 32; 6, 333;</biblScope></bibl> <bibl><author>Jahn</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>243;</biblScope></bibl> <bibl><author>Keller</author>  <title>gH.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 222;</biblScope> <title>Mit dem Sp–n Meiſter Scherenbein, dem ſie ihm wegen ſeiner kreuzweis gewachſenen Unterthanen anhängten.</title></bibl> <bibl><author>Kinkel</author>  <title>E.</title></bibl> <bibl><biblScope>80;</biblScope> <title>Der Sp. Rundkopf [für die Puritaner].</title></bibl> <bibl><author>Scherr</author>  <title>Pilg.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 122;</biblScope> <title>Meinung, die dem Ariſtipp .. den Sp–n Wollüſtler zugezogen.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>24, 258;</biblScope> <title>Att. M.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 3, 40 ꝛc.</biblScope></bibl> — <comp>Spótt-:</comp> ſpottende Bez., ſ. Spitz-N.: <bibl><author>Gervinus</author>  <title>Lit.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 407;</biblScope> <title>Sp–n und ſeltſame ſich lang im Gedächtnis erhaltende Märchen ſind meiſtens die Frucht einer ſolchen Sonderbarkeit.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>20, 89;</biblScope> <title>Die kleine Wohnung des Sokrates durch einen Sp–n, der wenigſtens eine Zeitlang im Umlauf bleiben ſollte, auszuzeichnen.</title></bibl> <bibl><author>W.</author>  <title>Att.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 3, 45.</biblScope></bibl> — Stǟdte-[2a]. — Stérnbilder- <bibl><biblScope>[2a].</biblScope></bibl> — <comp>Stíchel-:</comp> ſtichelnde Bez., vgl. Spitz-N. — Stóff- <bibl><biblScope>[1b].</biblScope></bibl> — Strōm- <bibl><biblScope>[2a].</biblScope></bibl> — <comp>Tāūf-:</comp> den man bei der Taufe erhält, Vor-, Nenn- N., Ggſtz. Familien-N. ꝛc. — Thīēr- <bibl><biblScope>[2b].</biblScope></bibl> — <comp>übel-:</comp> Miß-N., z. B. (2): Sein Beſtreben, dieſen Mann durch die Ü–n: Phantaſt, Schwärmer, Träumer, Philoſoph und dergl. .. herabzuwürdigen. <bibl><author>W.</author> <biblScope>9, 259,</biblScope> <title>ſ. Über- N.</title></bibl> — <comp>Úber-:</comp> Zu-, Bei-N., u. zwar meiſt ein Spott- N., ſ. Übel-, Nach-, Nick-, Un-N. ꝛc.: <bibl><author>Enſe</author>  <title>Humb.</title></bibl> <bibl><biblScope>306;</biblScope> <title>Schloß die Metzig zu; ſeitdem heißt er zum Ü–n der Metzger Blutſcheu.</title></bibl> <bibl><author>Hebel</author> <biblScope>3, 363;</biblScope></bibl> <bibl><author>Keller</author>  <title>LvS.</title></bibl> <bibl><biblScope>229;</biblScope> <title>Zum Geſchlecht heißt er Brander und der Bläueli, das iſt ſein Ü. (Bei- oder Spitz-N).</title></bibl> <bibl><author>Kohl</author>  <title>A.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 49;</biblScope> <title>Dieſe Abgeſchiedenheit erwarb ihm den</title></bibl> Zu- N–n des Eremiten. .. Daß er dieſen Ü–n als einen Ehrentitel ſchätze. <bibl><author>Pfeffel</author>  <title>Pr.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 8;</biblScope> <title>Daß ich mich zwar für keinen gewöhnlichen Menſchen, aber meines Ü–ns [Agathodämon] ungeachtet, nur für einen Menſchen gebe.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>18, 41; 14, 37;</biblScope> <title>Luc.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 336;</biblScope> <title>Weil er für das Muſter eines wohlgeordneten und geſetzten Geiſtes paſſiert, hat ihm der große Haufe den</title></bibl> Bei-N–n Kanon zugelegt .. Dergl. Ü–n oder Sobriquets. <bibl><biblScope>. .</biblScope> <title>Bis zuletzt kein Fürſt und kein Gelehrter mehr ohne Ü–n blieb.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 328</biblScope> <title>[ohne tadelnden Nebenſinn].</title></bibl> — <comp>Un-:</comp> zumeiſt Übel-, Miß-, Spott-N., Über-N., zuw., wie dies, auch ohne tadelnden Nbnſinn <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Bei-N., vergl. An-N., mhd.</title></bibl> <bibl><biblScope>aname</biblScope> <title>u. z. B.</title></bibl> <bibl><biblScope>âmaht =</biblScope> <title>Ohnmacht ꝛc.): Der den</title></bibl> ehrenvollen U–n der Schmalzgraf hatte. <bibl><author>Auerbach</author>  <title>D.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 4;</biblScope> <title>Daß er den Mauskopf (dieſen U–n hatte Gottfried) nicht mehr vor Augen ſehe.</title></bibl> <bibl><biblScope>286;</biblScope> <title>Gv.</title></bibl> <bibl><biblScope>169; 218;</biblScope> <title>Volksk.</title></bibl> <bibl><biblScope>81;</biblScope> <title>Er wird einen U–n am Halſe haben, ehe er’s ſich verſieht.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>14, 256;</biblScope> <title>Daß er ſie mit allerlei U–n verfolgt; er nennt ſie Skeletiſten, Winkler, Steife.</title></bibl> <bibl><biblScope>30, 384;</biblScope> <title>Wir ſind Schuld, daß eine ganze edle Schar mit Bettelſäcken und mit einem ſelbſtgewählten U–n dem Könige ſeine Pflicht mit ſpottender Demuth ins Gedächtnis rief.</title></bibl> <bibl><biblScope>9, 176;</biblScope> <title>Zu dieſem perſiflierenden U–n.</title></bibl> <bibl><author>Immermann</author> <biblScope>12, 366;</biblScope></bibl> <bibl><author>Zinkgräf</author> <biblScope>2, 65.</biblScope></bibl> — <comp>Unterſchēīdungs-:</comp> ein das zu bezeichnende Individuum von Andern unterſcheidender Name: Friedrich Müller, mit ſeinem U. der Maler Müller. — <comp>Ür-:</comp> urſprünglicher, aus der Urzeit ſtammender Name: Unſere echtdeutſchen U–n. <bibl><author>Jahn</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>238.</biblScope></bibl> — <comp>Vāter-:</comp></sense><sense n="1)">1) <bibl><biblScope>[1a]</biblScope> <title>vgl. Freundes-, Chriſten-N.: Der Stunde Heil, in der ich feierlich | dem holden V–n einſt entſagt.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>13, 294,</biblScope> <title>auf die Ehe und das Vaterwerden verzichtet; Mein Vater! laß den, ach, mir nun verſagten, | verkümmerten, verbotnen V–n| auf dich, den edlen Fremden, übertragen.</title></bibl> <bibl><biblScope>343,</biblScope> <title>den Namen des Vaters, den ich als Tochter nicht gebrauchen darf; Den mildernden V–n nur dazu gebraucht, um von ſeinen vorgeblichen Kindern blinden, Alles leidenden Gehorſam fordern zu können.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>31, 505 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="2)">2) der Name, den man vom Vater her führt Familien-N., ſ. Manns-N. — Verēīnz(e)lungs- <bibl><biblScope>[1b].</biblScope></bibl> — Vōgel- <bibl><biblScope>[2b].</biblScope></bibl> — Völker- <bibl><biblScope>[1a]:</biblScope> <title>Die Länder- und V–n; v.einem auch:</title></bibl> Volks-N., was aber auch <bibl><biblScope>[1b]</biblScope> <title>ein Wort zur Bez. der Herſtammung von einem Volk bed.</title></bibl> — <comp>Vōr-:</comp> im Ggſtz. zu dem Familien-N–n (ſ. d.) der das Individuum in der Familie unterſcheidende Nenn-N. (ſ. d.), bei Chriſten <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Tauf-N.: Mendelsſohn hatte den V. Moſes; Mit Vor- und Zu-N–n.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>14, 233;</biblScope> <title>Den Zu-N. zu erfahren, der ſich hinter einen ſo ſinnreichen V–n verbarg.</title></bibl> <bibl><author>König</author>  <title>Kl.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 126.</biblScope></bibl> — Wēībs-, Wēīber-: ſ. Frauen- N. — <comp>Zū-:</comp></sense><sense n="1)">1) Familien-N. im Ggſtz. zum Vor–n (ſ. d.): Mein guter Bartenſtein! .. „So? du nennſt mich mit meinem Z–n? Ich kann dich auch mit deinem Z–n nennen, mein guter Marbacher“. .. Übrigens halte ich den Geſchlechts- N–n meines ſeligen Vaters für keinen Schimpf. <bibl><author>Hebel</author> <biblScope>3, 451 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="2)">2) Bei-N.: Deſſen Z. Priſkus durch einen andern Z–n Kato verdrungen ward. <bibl><author>L.</author> <biblScope>3, 423;</biblScope> <title>Er hieß immer Menſchenfreund, wenn er gleich dieſen Titel .. für den Z–n eines Narren hielt.</title></bibl> <bibl><author>Möſer</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 59;</biblScope> <title>Die mir den Z–n Agathion geſchöpft [beigelegt].</title></bibl> <bibl><author>W.</author>  <title>Luc.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 263 ꝛc.</biblScope></bibl></sense></entry>
        </p>
      </entry>
    </body>
  </text>
</TEI>
