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        <title>Artikel „mittel“</title>
        <author ref="https://viaf.org/viaf/61594915/">
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            <surname>Sanders</surname>
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            <surname>Göttel</surname>
            <forename>Sebastian</forename>
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        </editor>
        <editor>
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            <surname>Wiegand</surname>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „mittel“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <lbl>I.</lbl>
        <form type="lemma">
          <orth expand="mittel" orig="Mittel">Mittel</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp><pos norm="adjective">a.:</pos></gramGrp>
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        <sense>in der Mitte befindlich, — vgl. äußer, inner (II) ꝛc.: 1) im Poſitiv (vgl. II) nur als attrib. Ew., wofür die Steigrungsgrade (ſ. <bibl><biblScope>2</biblScope> <title>und 3) im Allgm. üblicher ſind: Die mitt(e)le oder mittlere (2) Proportionale; Aufbläht ſich bis zum mittlen Tau das Segel.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>33, 27 ꝛc.</biblScope></bibl> — <sense n="a)">a) Die mittle Zeit, die dazwiſchenliegende; In mittler Zeit [inzwiſchen] z. B. <bibl><author>Luther</author>  <title>SW.</title></bibl> <bibl><biblScope>26, 330 ꝛc.</biblScope> <title>oder öfter im bloßen Genit.: Mittler Zeit.</title></bibl> <bibl><author>Döbel</author> <biblScope>1, 35a ꝛc.</biblScope> <title>und nam. oft: Mittler Weile oder zuſammengezogen: Mittlerweile (ſ. d.), dagegen vralt.: Als aber „in mittel“ die König gewaltig wurden.</title></bibl> <bibl><author>Stumpf</author> <biblScope>311b ꝛc.</biblScope> <title>Dafür heute gw. (ſ. 3): Inmittelſt ſetzte ſich eine Frauensperſon neben ihn.</title></bibl> <bibl><author>Forſter</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 224;</biblScope></bibl> Jnmit- telſt, daß [während] Dieſes vorging. <bibl><biblScope>285;</biblScope> <title>Er machte auch gleich Raum für ihn auf ſeinen Seſſel, inmittelſt .. wir Übrigen uns auf große Steine niederließen.</title></bibl> <bibl><biblScope>231;</biblScope> <title>Sie bildeten ſich nicht wenig darauf ein, daß ſie in die große Kajütte kommen durften, immittelſt ihre übrigen Landsleute draußen bleiben mußten.</title></bibl> <bibl><biblScope>245;</biblScope> <title>Kann ich nicht ein Jahr wo anders leben? |</title></bibl> Inmittelſt ändert ſich’s. <bibl><author>Lichtwer</author> <biblScope>87;</biblScope> <title>Immittelſt.</title></bibl> <bibl><biblScope>124; 158;</biblScope> <title>Ob ihr nicht immittelſt ſo glücklich ſeid, ein Land zu entdecken.</title></bibl> <bibl><author>Möſer</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 231; 3, 267;</biblScope> <title>Inmittelſt wurde es unvermerkt zu einem weſentlichen Erfordernis.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>14, 204 ꝛc.</biblScope> <title>Auch: „Inn mittels“ [während] er .. ſich erluſtierte.</title></bibl> <bibl><author>FiſchartB.</author> <biblScope>129a.</biblScope> <title>Dafür mehr mundartl.:</title></bibl> All- mittelſt. <bibl><author>Möricke</author>  <title>Moz.</title></bibl> <bibl><biblScope>9</biblScope> <title>und:</title></bibl> Allermittelſt. <bibl><author>Hackländer</author>  <title>Hdl.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 97 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) (vralt.) Es iſt ganz mißlich und gefährlich, Parteien durch Parteien ohn’ mittle Vernunft zu trennen. <bibl><author>JvMüller</author> <biblScope>14, 7,</biblScope> <title>ohne dazwiſchentretende od. vermittelnde Vernunft ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="c)">c) beſ. häufig als Bſtw. in Zſſtzg. wie: M.-Finger, -Fenſter, -Thüre ꝛc., -groß [zwiſchen ſehr groß und ſehr klein in der Mitte], -fein, -Größe, -Feinheit, -Stärke, -Waare ꝛc. und danach auch z. B.: Die Benennungen ſind gewöhnlich, der Reihe nach, folgende: Suprafeine, extrafeine oder hochfeine, feine, feinmittel, gutmittel, gutordinäre und ordinäre Wolle. <bibl><author>Landwirthſch.</author></bibl> <bibl><author>Zeit.</author> <biblScope>(55) 538 ꝛc.,</biblScope> <title>ferner</title></bibl> (Buchdr.) zur Bez. von Schrift- arten: Größer als Cicero (nach zunehmender Stärke geordnet): M., Tertia, Text, Doppel-M., Kanon ꝛc. <bibl><author>Karmarſch</author> <biblScope>1, 388 ꝛc.</biblScope></bibl> — 2) im Kompar. als attrib. Ew. ſt. des ſeltnern Poſit. (ſ. <bibl><biblScope>1</biblScope> <title>und 3a): Der mittlere Finger; Die mittlere Proportionale (ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>III 1c);</biblScope> <title>Ein Buch von mittlerer Stärke [das zwiſchen „ſehr dünn“ und „ſehr dick“ die Mitte hält, vgl. mittelmäßig]; Waaren von mittlerer Qualität, zu mittleren Preiſen; Aus den untern [Gängen] in die „mitlern“ und aus den „mitlern“ in die öberſten.</title></bibl> <bibl><author>Heſ.</author> <biblScope>D 4 315 41, 7; 42. 5;</biblScope> <title>Eine Wittwe von mittlern Jahren.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>19, 209;</biblScope> <title>Mittleren Alters.</title></bibl> <bibl><biblScope>31, 101;</biblScope> <title>Unſere Natur .. verlangte einen mittleren Zuſtand, der beide widerſprechende Enden vereinigte.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>702b;</biblScope> <title>In einem mittlern Zuſtand zwiſchen Leben und Tod.</title></bibl> <bibl><biblScope>715a;</biblScope> <title>Die mittlere Entfernung eines Planeten von der Sonne, die Mitte zwiſchen der größten und kleinſten Entfernung, zwiſchen Aphelium und Perihelium haltend, alſo</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>der halben großen Axe der Bahn; Die mittlere [oder durchſchnittliche] Temperatur ꝛc.,</title></bibl> — Geſchwindigkeit, Bewegung, bei Körpern von ungleichförmigen Bewegungen, z.B. bei den Himmelskörpern und daher:</sense><sense n="a)">a) (Aſtron.): Ein mittlerer Planet, ein bloß gedachter, der die Planetenbahn in derſelben Zeit wie der wirkliche, doch mit gleichförmiger Geſchwindigkeit, durchläuft; ähnlich: Die mittlere Sonne und durch dieſe beſtimmt: Der mittlere Mittag; Die mittlere Zeit ꝛc., ſ. <bibl><author>Littrow</author> <biblScope>797 ff.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) auch ſubſtant., als <bibl><biblScope>neutr.:</biblScope> <title>Wie wir Menſchen in allem Praktiſchen auf ein gewiſſes Mittlere gewieſen ſind, ſo iſt es auch im Erkennen. Die</title></bibl> Mitte, von da aus gerechnet, wo wir ſtehen, erlaubt wohl, auf- und abwärts mit Blick und Handeln uns zu bewegen, nur Anfang und Ende erreichen wir nie ꝛc. <bibl><author>G.</author> <biblScope>40, 263,</biblScope> <title>ferner (perſönl.) ſelten: Die Jüngeren . ., die Mittleren .. Die alten Herren.</title></bibl> <bibl><biblScope>22, 389.</biblScope></bibl> — 3) im Superl.:</sense><sense n="a)">a) als attrib. Ew. ſt. des ſeltnern Poſit. (ſ. 1), vgl. den Komparat., der nicht mit ſolcher Schärfe einen einzigen Punkt in der Mitte bez., ſondern das in der Mitte Liegende in größerer Ausdehnung, z. B.: Bei einem großen gekochten Fiſche hat man außer Kopf und Schwanz viele Mittel- oder mittlere Stücke, darunter aber nur ein mittelſtes; Die drei mittlern Finger, zwiſchen Daumen und kleinem Finger, — der mittelſte (oder mittlere) Finger; Ein guter Schütze wird nie den mittlern Theil der Scheibe verfehlen, wenn er auch nicht immer grade den m–ſten Punkt trifft, ſeltner verſtärkt: den aller-m–ſten ꝛc. Auch in der Bed. des Durchſchnittlichen iſt nur der Kompar., nicht der Superl. üblich. —</sense><sense n="b)">b) als Adv. zu <bibl><biblScope>a:</biblScope></bibl> Zumittelſt, z. B.: Ihn zuerſt, zuletzt, zu-m–ſt! <bibl><author>Koſegarten</author>  <title>Po.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 40.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="c)">c) überin-, im-, all-,aller-m–ſt (vgl.</sense><sense n="a)">a) <bibl><biblScope>adv.</biblScope> <title>ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>1a.</biblScope></bibl> — d) Mittelſt, vermittelſt, <bibl><biblScope>präp.,</biblScope> <title>ſ. u.</title></bibl></sense></sense>
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