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        <title>Artikel „Mist“</title>
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        <bibl>Daniel Sanders: „Mist“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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          <entry type="sub">Zſſtzg.: Ver- [2]: Man wird dein verm. ꝛc. 1. Sam. 20, 18; 25; 27; Daß man Niemands vermiſſe .. Weß man verm. wird, Der ſoll nicht leben. 2. Kön. 10, 19; Jeſ. 27, 3; 34, 16; Wenn ich euch auch nicht fehle, | werdet ihr mich immer verm. G. 3, 74; Wir ſehen ſie in die Welt hervorgetreten bei Feſten und Tänzen; wir verm. Jene [das Mädchen], indem wir Dieſe [die Frau] bewundern. Doch eigentlich darf man die Unſchuld nicht verm., wo ſie einem höhern Zweck aufgeopfert iſt. 31, 111; Wie erfreu ich mich ..eines Vermißten und Erſehnten! Zelt. 1, 336; Dem Dichter, als bei dem die wahre Scharfſinnigkeit am meiſten geſucht und am leichteſten vermiſſt wird. L. 3, 127; Ovid, der in ſeinem Exil zu Tomi die Glückſeligkeit ſchmerzlich vermiſſt, die Horaz in ſeinem Tibur ſo gern entbehrt [ſ. d.]. Sch. 1196a; Ich habe das Buch, das du in meiner Abweſenheit mitgenommen, nicht entbehrt, obgleich ich es ſofort vermiſſt; Dennoch verm. wir ſein nicht ſonderlich. V. Il. 14, 368; Nimmer auch ſollſt du | unſeres Muthes verm., ſoviel die Kraft nur gewähret. 13, 786; Od. 23, 128; Einen, vereinzelt: (z. B. Forſter Sak. XXVIII) Einem Etwas verm. laſſen (ſ. d. 3) ꝛc. Dazu: Ein unvermißter Saft iſt Alles, was mich [Schmetterling] nährt. Ramler F. 1, 36; Ich, unvermiſſt und unbeklagt, | ſchleich in einſame Betten. Weiße Lyr. 33 ꝛc. Seltner [1]: Wilhelm, der die Gabe nicht vermißte [dem es an der Gabe nicht fehlte], ſich Alles genau zu merken, ſchrieb die treuliche Erzählung ſpäter auf. G. 18, 290 ꝛc. und [3a]: Die Spanier beobachten den Lang- und Kurzlaut zwar genauer, verm. [verfehlen] aber doch mannigmal die rechte Reimmaß. Schottel 795 ꝛc.</entry>
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