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        <title>Artikel „marken“</title>
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            <surname>Sanders</surname>
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            <surname>Göttel</surname>
            <forename>Sebastian</forename>
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            <surname>Wiegand</surname>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „marken“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <form type="lemma">
          <orth expand="marken" orig="Márken">Márken</orth>
          <pc>:</pc>
          <gramGrp>1) <pos norm="verb">tr.:</pos><subc norm="transitive"/></gramGrp>
        </form>
        <sense>mit einer Marke, einem Zeichen verſehn (vgl. malen 1), z. B.: kaufm. in Briefaufſchriften: Anbei ein Packet gemarkt [gezeichnet, ſigniert] H. S.; ferner: Mit ſolcherlei Stempel .. war der wackere Paſtor nicht gemarket. <bibl><author>WGMüller</author>  <title>Lind.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 58,</biblScope> <title>ſo beſchaffen war er nicht; Die Stellen gemarkt und gezeichnet.</title></bibl> <bibl><author>Tieck</author>  <title>N.</title></bibl> <bibl><biblScope>5, 10 ꝛc.</biblScope> <title>(vgl. vralt. Partic. v. merken [ſ. d., Anm.]: gemarkt), am häufigſten in Zſſtzg., ſ. auch: Markung.</title></bibl> — 2) <bibl><biblScope>intr.</biblScope> <title>(haben): Hüttenw.: Das Erz market, ſ. lothen</title></bibl> <bibl><biblScope>2.</biblScope></bibl> — 3) <bibl><biblScope>tr.:</biblScope> <title>ſ. markten und Markt, Anm.</title></bibl></sense>
        <p type="compositions">
          <p type="introduction">Zſſtzg., ſ. die von markten, ferner vgl. Mark I und nam. II und die Zſſtzg. von grenzen, z. B.: Áb-: abgrenzen: Wenn wir nach den Seiten des Geiſtes und deſſen Erſcheinung in der Literatur den Begriff Volk a. wollen. Auerbach SchV. 15; So iſt das neuere Volksthum keineswegs ſo abgemarkt .., wie .. das antike. 55; Enſe Denkwürd. 6, 328; Der Deſpotismus findet ſeinen Damm in der Religion, im Hauſe, in der Sitte. Die Gebiete der Freiheit, welche dahinter liegen, werden ihm eigenſinnig abgemarkt [mit ſchroffer Abgrenzung abgeſperrt, verſperrt]; in ihnen macht ſich der Menſch Bewegung. Immermann 12, 372; Nach natürlichen größern und kleinen Grenzen abgemarkt. Jahn V. 37; M. 3; 57; Ein abgemarkter Flächenraum. Derſ. (Herrig 24, 434; 442) ꝛc.; Geiſter a. heißt: den Raum in Räume verwandeln. IP. 41, 65; 2, 122; 4, 230c. —</p>
          <entry type="sub"><comp>An-:</comp> den Marken oder Grenzen einverleiben (ſelten). Jahn M. 55, ähnl.: ein-m. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Be-:</comp> mit Marken, z. B. Grenzmarken verſehn: Eine Scheide entſtand durch die Bemarkung nicht. 138. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Bránd-:</comp> brandmalen (ſ. d.): Er war vor Welt und Nachwelt tiefer gebrandmarkt als eure Brandmale alle gehen, wenn die Lüge entdeckt wurde. Fichte 6, 224; Mit dem entehrenden Namen eines Plagiars gebrandmarkt. 8, 228; „Gehangen wird er noch, zum wenigſten geſtäupt.“ Söller (zeigt auf die Stirn): Gebrandmarkt bin ich ſchon [als Hörnerträger, Hahnrei]. G. 7, 103; 32, 44; Gutzkow R. 5, 471; Ihn mit einem Worte zu b. oder lächerlich zu machen. Hartmann Erz. 270; Mit Wunden der Seele gebrandmarkt. Kl. M. 4, 581; 9, 654; Bevor du einen Menſchen mit ſo einem abſcheulichen Schandflecke b. läſſeſt. L. 1, 143; Lichtenberg 1, 190; Muſäus Ph. 3, 13; Wie ſie ihn läſterten und brandmarkten mit den Tigerflecken ihres eignen Fells. Platen 6, 45; Er .. brandmarkt [ſchändet] ſeine eigene Vernunft. Rückert Erb. 2, 16; Laſtern, die es [das Geſchlecht] gebrandmarkt haben. Sch. 703b; Uhland 133 u. v. Ugw.: In den b–den Sommern | Bengalens. Freiligrath SW. 4, 210, wohl: das Mark brennend od. ausdörrend, verzehrend. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Eīn-:</comp> eingrenzen, vgl. an-m. — Ent-: des Marks (ſ. d. I), übrtr.: der Kraft berauben: Es bettelt ein Held! Entmarkt der Knochen, | der mächtig des Drängers Jochs zerbrochen. Beck Arm. 15; Entmarketer Zögling. Koſegarten Po. 1, 146; Warne ich Sie vor dieſem Charakter, der vampyrhaft jede edle Natur umklammert und entmarkt. Schlichtkrull Lat. Mag. 204 ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Unter-:</comp> (vralt.) ab-m.: Argau wird gegen den Aufgang durch den Lucernerſee und den Fluß Reuß von dem Zürichgau „undermarchet.“ Stumpf 522b; Die fälſchlich und betrüglich Untermarkung, Rainung, Mal- oder Markſtein verrücken. Carolina 114 ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Um-:</comp> umgrenzen: Je größer und undurchdringlicher der Wald ſein Gebiet ummarkt. Pröhle J. 154. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Ver-:</comp> mit Marken, nam. Grenzmarken verſehen: Ob die Grenzen vermarkt und unſtreitig. Zink Ök. 1, 869.</entry>
        </p>
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