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      <titleStmt>
        <title>Artikel „Linie“</title>
        <author ref="https://viaf.org/viaf/61594915/">
          <persName>
            <surname>Sanders</surname>
            <forename>Daniel</forename>
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        </author>
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            <surname>Göttel</surname>
            <forename>Sebastian</forename>
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        </editor>
        <editor>
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            <surname>Wiegand</surname>
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          <email>edition-sanders@bbaw.de</email>
          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
          <orgName role="hostingInstitution" xml:lang="en">Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities (BBAW)</orgName>
          <orgName role="hostingInstitution" xml:lang="de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW)</orgName>
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             <addrLine>Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin</addrLine>
             <country>Germany</country>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „Linie“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <form type="lemma">
          <orth expand="Linie" orig="Līni~e">Līni~e</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp><pos norm="noun">f.;</pos><gen norm="feminine"/> –n; –n-:</gramGrp>
        </form>
        <sense n="1)">1) der Weg, den ein ſich bewegender Punkt beſchreibt, — in ſtreng mathematiſchem Sinn eine Länge ohne Breite und Dicke, — im gew. Leben: ein Strich mit beſt. Richtung, bei welchem gegen die Längenausdehnung die Breite und Dicke nicht in Betracht kommt: Grade, krumme, gebrochne L.; Durch zwei Punkte in einer Ebne laſſen ſich unendlich viele L–n legen, aber nur eine grade; Auf der Oberfläche einer Kugel kann man nur krumme L–n ziehn; Die Grenze einer Fläche ſind L–n; Eine in ſich zurücklaufende L.; Vielfach verſchlungne L–n; Grade L–n ſind regelmäßig, aber nicht ſchön, wie ſanft geſchwungene; (Zeichn.) Blinde (ſ. d. 4a) L–n, entweder die nur verloren aufgezeichnet ſind, um nachher weggewiſcht zu werden, oder die nur durch einzelne Punkte angedeutet ſind (punktierte, Punkt-L.); So ſchließt ſich der Kreis oder vielmehr, ſo dreht ſich das Rad abermals, um ſeine immer erneuerte wunderliche L. zu beſchreiben. <bibl><author>G.</author> <biblScope>39, 132;</biblScope> <title>Sanft wie des Reizes L–n ſich winden.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>24b</biblScope> <title>(ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>a</biblScope> <title>und Schönheits-L.); Auch meine Hand beſah er .., es ſchienen ihm, | die L–n nicht eben zu gefallen [in der Fläche der Hand, inſofern der Chiromant daraus das Schickſal leſen zu können meint].</title></bibl> <bibl><biblScope>347b ꝛc.</biblScope> <title>Dazu:</title></bibl> <sense n="a)">a) L. in Zeichnungen, Gemälden ꝛc. z. B. als Grundzüge des Darzuſtellenden: Es iſt der Zunge ſo wenig möglich, eine L. ihrer Vollkommenheit auszudrücken. <bibl><author>G.</author> <biblScope>9, 41;</biblScope> <title>Ein Maler, der nun gegenwärtig iſt, die große L. zu einem Brutuskopfe zu finden.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>160a ꝛc.</biblScope> <title>Daher auch: Die erſten feinen L–n [im Antlitz ſichtbaren Spuren] des Alterns.</title></bibl> <bibl><author>König</author>  <title>Kl.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 244 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) L., als Grenze von Flächen, allgem.: die ſcharf beſtimmte Grenze, Grenz-L.: Deſto mehr muß ſich Jener auf der L. der Kunſt halten. <bibl><author>WHumboldt</author> <biblScope>3, 158;</biblScope> <title>Jetzt giebt es eine Grenze, an welcher die Freiheit ſtille ſteht, eine ehrwürdige heilige L. ꝛc.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>789a;</biblScope> <title>Was in allen ſittlichen Dingen die Grenzen des Schönen und Häßlichen, des Guten und des Böſen, des Rechts und des Unrechts beſtimmt, iſt eine allzufeine L., als daß ſie nicht alle Augenblicke von der Unwiſſenheit und dem Leichtſinn überſehen oder von den Leidenſchaften überſprungen werden ſollte.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>7, 176;</biblScope> <title>Mit einem ſcharfen Blick, | die L. des Schönen nie zu fehlen.</title></bibl> <bibl><biblScope>11, 156 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense></sense>
        <sense n="2)">2) L., in engrem Sinn (ſ. <bibl><biblScope>4; 6; 8; 10; 11) =</biblScope> <title>grade L., z. B.: Parallele oder gleichlaufende L–n; Eine L., die auf einer andern ſenkrecht ſteht; Senkrechte (oder Vertikal-) L.; Wagerechte (oder Horizontal-) L.; Zwei ſich ſchneidende L–n bilden Scheitelwinkel ꝛc.; Sich L–n ziehn, um grade zu ſchreiben; Auf L–n ſchreiben; Die L–n des Notenſyſtems mit dem Roſtral ziehn; Im Violinſchlüſſel heißt die Note auf der vierten L.</title></bibl> <bibl><biblScope>d;</biblScope> <title>Noten über oder unter der L. ꝛc.; Die Häuſer, die Bäume ſtehn in</title></bibl> einer L., ſchnurgrade; Man baut Häuſer, pflanzt Bäume oder Alleen nach der L. (oder Schnur) ꝛc.; Beim Addieren muß man die Zahlen genau unter einander ſtellen, ſo daß die Einer ꝛc. in derſelben L. ſtehn; Es ſei ein Zahlpfennig, der nach ihrem verdammten Frevel müſſe gelten, darnach ſie ihn auf den L–n haben oder legen. <bibl><author>Luther</author>  <title>SW.</title></bibl> <bibl><biblScope>26, 31,</biblScope> <title>vgl.</title></bibl> <bibl><author>Adam</author></bibl> <bibl><author>Ryſe</author></bibl> <bibl><author>(Rieſe)</author>  <title>Rechnung auf der L–n ꝛc. (Frankf. a. M. 1544); Zwei Dinge, zwei Perſonen ſtehn (in Bezug auf Etwas) auf gleicher L. (oder Stufe), ſind gleichen Werths; Wir verſtehen uns, können uns auch verſtändigen, aber dennoch in ſehr wichtigen Punkten nicht auf eine L. [überein] kommen.</title></bibl> <bibl><author>Perthes</author>  <title>Leb.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 92.</biblScope></bibl> — Auch zuw.: Das, was in einer L. ſteht, ſie bildet: Der Setzer hat zwei L–n des Manuſkripts überſehn; In jeder L. ſind an <bibl><biblScope>80</biblScope> <title>Buchſtaben ꝛc.</title></bibl> — Vielfach in techn. Anwendung, nam.:</sense>
        <sense n="3)">3) Anat.: lange, ſchmale, ſcharfe Knochenerhabenheit; ferner: Weiße L., die Verbindungsſtelle der äußern ſchrägen Bauchmuskeln ꝛc. —</sense>
        <sense n="4)">4) Buchdr.: (ſ. 1): <sense n="a)">a) die gleiche Höhe der Lettern: Es iſt das kleine „m“ der Buchſtabe, welchen die Schriftgießer zuerſt gießen um nach demſelben die ganze Schrift nach L. und Kegel zu richten. <bibl><author>Franke</author>  <title>Buchdr.</title></bibl> <bibl><biblScope>13;</biblScope> <title>Ob die Schrift gut L. hält. ebd.</title></bibl> —</sense><sense n="b)">b) vom Schriftgießer gegoßne lange Stücken (,,Klingen“) zum Drucken von L–n in Tabellen, zur Einfaſſung ꝛc., ſ. Kat. <bibl><biblScope>29</biblScope> <title>u.</title></bibl> <bibl><biblScope>43:</biblScope> <title>Feine, fette L–n; Auge (ſ. d. 13e) der L–n ꝛc. Auch die dünnen Streifen von der Länge der Zeile zum Ausein- anderhalten bei durchſchoßnem Satz, Durchſchuß-L–n ꝛc., ſ. Setz-L.</title></bibl> —</sense></sense>
        <sense n="5)">5) Feſtungsb.: <sense n="a)">a) das beim Zeichnen der Riſſe durch eine L. Bezeichnete. —</sense><sense n="b)">b) eine geringe nur auf eine Zeit lang aufgeworfne Befeſtigung, oft aus einem bloßen Graben mit Bruſtwehr verſehn, wodurch die Schanzen verbunden ſind ꝛc. —</sense><sense n="c)">c) eine Reihe zuſammenhängender und eine lange Strecke fortlaufender Verſchanzungen zur Deckung einer Stellung ꝛc.: Behaupteten den Beſitzthum von Dresden und die L–n an der Elbe. <bibl><author>Hebel</author> <biblScope>3, 375 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense></sense>
        <sense n="6)">6) Genealog.: L., Geſchlechts-L., die Reihenfolge von einander abſtammender Perſonen, wie ſie in Geſchlechtsregiſtern (Stammbäumen) dargeſtellt iſt, wo die Kinder unter dem Vater, die Geſchwiſter neben einander ſtehn: In grader L. von Einem abſtammen, ſo daß die Reihe von ihm als Stammvater durch Kinder und Kindskinder grade herabführt; Die männliche, die weibliche L.; Lebensläufe nach aufſteigender L. <bibl><author>Hippel;</author>  <title>Zu dem weitläufigen Geſchlechte Derer von Schnuck, welches ſich in folgende L–n, Zweige, Äſte und Nebenäſte ſpaltete.</title></bibl> <bibl><author>Immermann</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 101;</biblScope> <title>Eine L–n oder Schnuren gezogen und geführt von Adam bis auf Jakob.</title></bibl> <bibl><author>Luther</author>  <title>SW.</title></bibl> <bibl><biblScope>35, 3;</biblScope> <title>Der Sohn . ., der meines Namens | .. Erbe könnte ſein, | in einer ſtolzen L. von Fürſten | mein ſchnell verlöſchtes Daſein weiter leiten.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>339a ꝛc.,</biblScope> <title>ſ. Haupt-, Seiten-, Neben-L.</title></bibl> —</sense>
        <sense n="7)">7) Geogr.: Aquator, nam. ſeem.: Am 9ten paſſierten wir die L. <bibl><author>Forſter</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 38 ꝛc.,</biblScope> <title>auch Mittel-L., als die Mitte zwiſchen beiden Polen.</title></bibl> —</sense>
        <sense n="8)">8) Kriegsk.: <sense n="a)">a) ſ. <bibl><biblScope>5.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) die geſchloßne Schlachtreihe, ſo auch von Kriegsſchiffen, die ſich hinter einander aufſtellen ꝛc.: Die Schiffe machen L.; Die Kavallerie durchbrach die feindliche L.; Wir drängten und ſchoſſen und hieben, daß ihre L–n zuckten. <bibl><author>G.</author> <biblScope>9, 142 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="c)">c) (ſ. b) die regulären Truppen, die in geſchloßner Reihe fechten (vgl. 10d), theils im Ggſtz. der leichten Truppen, theils der Landwehr ꝛc.: Anrückt die L. <bibl><biblScope>(– ⏑):</biblScope> <title>Schuß auf Schuß!</title></bibl> <bibl><author>Freiligrath</author>  <title>Pol.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 37 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="d)">d) (auch weidmänn. ꝛc.): Eine Büchſe ꝛc. hält (ſ. d. 3) L. (od. Kugel), irrt nicht vom Ziel ab. —</sense></sense>
        <sense n="9)">9) Meßk.: ein kleines Längenmaß, <bibl><biblScope>½</biblScope> <title>oder</title></bibl> <bibl><biblScope>₀</biblScope> <title>Zoll (ſ. d. 4), wohl in Bezug auf die geringe Breite der</title></bibl> — nicht mathem. — L.: Eine L. (1“); Auf Zoll und L. von Rieſengebäuden Rechenſchaft geben. <bibl><author>G.</author> <biblScope>31, 5 ꝛc.,</biblScope> <title>übertr.: Es ſteht in ſeiner gewagten Größe ſo an der allerletzten Grenze des Möglichen .., daß das geringſte Überſchwanken, ſei es auch nur um eine L., nothwendig in das Abgeſchmackte hinabſtürzen muß.</title></bibl> <bibl><author>Tieck</author>  <title>DBl.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 122;</biblScope> <title>Die Grenzen, welche man hierin nicht um eine L. überſchreiten darf.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>34, 237 ꝛc.</biblScope> <title>Verſch. (veralt.): Ich will den Schatten am Sonnenzeiger Ahas zehn L–n [,,Stufen“</title></bibl> <bibl><biblScope>2.</biblScope></bibl> <bibl><author>Kön.</author> <biblScope>20, 10]</biblScope> <title>zurück ziehn.</title></bibl> <bibl><author>Jeſ.</author> <biblScope>38, 8.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="10)">10) Schiff.: <sense n="a)">a) ſ. <bibl><biblScope>7.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) L. beim Winde, <bibl><biblScope>6</biblScope> <title>Kompaßſtriche vom Winde, und zwar: Steuerbords- oder Backbords-L. beim Winde (ſ. c).</title></bibl> —</sense><sense n="c)">c) ſ. <bibl><biblScope>8b:</biblScope> <title>Zu der L. der Bataille wählt man die L. beim Winde (ſ. b).</title></bibl> —</sense><sense n="d)">d) Schiff von der L., L–n- oder Rangſchiff, mit hinlänglichen Kanonen, um ſich in die Schlacht-L. ſtellen zu können, vgl. <bibl><biblScope>8c.</biblScope></bibl> —</sense></sense>
        <sense n="11)">11) L. <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Leine (ſ. d., Anm.).</title></bibl></sense>
        <p type="compositions">
          <p type="introduction">Zſſtzg. (ſ. auch die von Leine) leicht zu verſtehn und zu mehren nach den folgenden Bſp.: Ábſchneide-, Ábſchnitt-: (Buchdr.) als Zeichen für den Buchbinder, wo und wie er Theile die auf einem Bogen zuſammen- oder angedruckt ſind, aus einander ſchneiden ſoll, um ſie gehörigen Orts einzubinden. —</p>
          <entry type="sub"><comp>Antiklināl-:</comp> ſ. Mulden-L. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Aūßen-:</comp> <sense n="1)">1) Perimeter, der Umfang einer Fläche. <bibl><author>L.</author> <biblScope>8, 130.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="2)">2) <bibl><biblScope>[8b]</biblScope> <title>die äußerſte Linie nach dem Feinde zu.</title></bibl> <bibl><biblScope>––</biblScope></bibl> Báckbords- <bibl><biblScope>[10b].</biblScope></bibl> — <comp>Bāhn-:</comp> z. B. die Linie oder der Schienenweg der Eiſenbahn. <bibl><author>Hackländer</author>  <title>Tag.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 242.</biblScope></bibl> — Beféſtigungs- <bibl><biblScope>[5c]:</biblScope> <title>Bern hat .. ſeine nicht bedeutende B. demanteliert.</title></bibl> <bibl><author>Kohl</author>  <title>A.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 385.</biblScope></bibl> — <comp>Bérg-:</comp> von Bergen, von einem Gebirgszug gebildet: Die reichen ſchöngeſchwungenen B–n. <bibl><author>Cham.</author> <biblScope>5, 116.</biblScope></bibl> — Bōgen- bogenförmig gekrümmt. <bibl><author>Burmeiſter</author>  <title>gB.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 321;</biblScope></bibl> <bibl><author>Humboldt</author>  <title>K.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 152 ꝛc.</biblScope></bibl> — <comp>Brénn-:</comp> nach <bibl><author>Adelung</author> <biblScope>=</biblScope> <title>Parabel.</title></bibl> — Cirkumvallatiōns- <bibl><biblScope>[5b]:</biblScope> <title>Verſchanzung aus Bruſtwehr und Graben beſtehnd, womit die Belagrer ihre Quartiere und Lager nach der Feldſeite zu gegen anrückende Entſatztruppen ſchützen, wie Kontrevallations- L. die nach der Feſtung zu als Schutz gegen Ausfälle der Belagerten, jene verdeutſcht „Umſchanzungs-, Umwallungs-L.“, dieſe Gegenumwallung ꝛc.; Auf den Wällen ſowohl als C–n.</title></bibl> <bibl><author>Rabner</author>  <title>Br.</title></bibl> <bibl><biblScope>301.</biblScope></bibl> — <comp>Dēīch-:</comp> Längsrichtung eines Deichs. — <comp>Demarkatiōns-:</comp> Scheide- L. — <comp>Dúrchſchnitts-:</comp> ſ. Schnitt-L. — Dúrchſchuß- <bibl><biblScope>[4b]:</biblScope></bibl> <bibl><author>Karmarſch</author> <biblScope>1, 388.</biblScope></bibl> — <comp>Ehren-:</comp> ſ. Hand- L. — <comp>Eī-:</comp> eirunde, ovale Linie; bei Einigen — nicht ganz mathematiſch genau — für Ellipſe, ſ. d. <bibl><biblScope>2.</biblScope></bibl> — Eīnfaß- <bibl><author>(Franke</author>  <title>Buchdr.</title></bibl> <bibl><biblScope>18;</biblScope> <title>Kat. 45),</title></bibl> Eīnfaſſungs- <bibl><biblScope>[4b].</biblScope></bibl> — Fūß- <bibl><biblScope>[9]:</biblScope> <title>Kaum noch eine F. Raum.</title></bibl> <bibl><author>Ruge</author>  <title>Rev.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 187.</biblScope></bibl> — Geſchléchts- <bibl><biblScope>[6].</biblScope></bibl> — <comp>Geſíchts-:</comp></sense><sense n="1)">1) Geſichtszüge, Lineamente. — 2) <bibl><biblScope>[5a]</biblScope> <title>Face.</title></bibl> — <comp>Grénz-:</comp> Die G–n des Einen und des Andern [des Wahren und des Guten] haarſcharf ziehen. <bibl><author>W.</author> <biblScope>9, 75;</biblScope> <title>Sich über die äußerſten G–n des Wohlanſtändigen hinreißen laſſen. Att. M.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 1, III.</biblScope></bibl> — <comp>Grúnd-:</comp> eine Linie als Grundlage einer Zeichnung, Figurꝛc., eig. und übertr. (vgl. Baſe I): Die Winkel an der G. eines gleichſchenkligen Dreiecks [der ungleichen Seite] ſind gleich; Die G. einer Perſpektive; G. im Feſtungsbau <bibl><biblScope>[5a],</biblScope> <title>die äußerſte von einem Bollwerkspunkt zum andern gezogne Linie; Etwas in ſeinen G–n (oder Grundzügen) entwerfen ꝛc.</title></bibl> — <comp>Gúffer-:</comp> ſ. Guffer und Moräne. <bibl><author>Volger</author>  <title>EE.</title></bibl> <bibl><biblScope>178.</biblScope></bibl> — <comp>Halbīērungs-:</comp> ſ. Theilungs-L. — <comp>Hánd-:</comp> Linie oder Furche in der innern Fläche der Hand, Lineamente, nam. inſofern die Chiromanten daraus Jemandes Schickſal leſen zu können behaupten. So haben ſie eine Ehren-, Lebens-L. ꝛc. — <comp>Hāūpt-:</comp> die hauptſächliche Linie, im Ggſtz. zu den Neben-L–n, z. B. <bibl><biblScope>[6],</biblScope> <title>vgl. Seiten-L.</title></bibl> <bibl><biblScope>2;</biblScope> <title>ferner</title></bibl> <bibl><biblScope>[5]:</biblScope> <title>vom Kehlpunkt bis an die Bollwerksſpitze gezogen, Kapital-L.; (Bergb.) eine die Hauptlängsrichtung eines Gangs bei wechſelndem Streichen bezeichnende Linie ꝛc.</title></bibl> — <comp>Hêbungs-:</comp> z.B. die Linie, nach der ſich ein Berg erhebt: Auch ſind die H–n ihrer Gehänge ſehr mählich. <bibl><author>Kohl</author>  <title>Südr.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 70.</biblScope></bibl> — <comp>Horizontāl-:</comp></sense><sense n="1)">1) wagerechte Linie. — 2) die Linie des Horizonts oder Geſichtskreiſes. <bibl><author>G.</author> <biblScope>23, 353.</biblScope></bibl> — Húnde- <bibl><biblScope>[11]:</biblScope></bibl> <bibl><author>Münchhauſen</author> <biblScope>27.</biblScope></bibl> — <comp>Kámm-:</comp> (Maſchin.) eine paraboliſche Linie, wonach Zähne ꝛc. abgerundet werden. — <comp>Kapitāl-:</comp> ſ. Haupt-L. — <comp>Kêgel-:</comp> Kegelſchnitt (ſ. d.), nam. Parabel. — Kêhl- <bibl><biblScope>[5]:</biblScope> <title>die Kehle, d. h. den Eingang in ein Bollwerk bildend.</title></bibl> — <comp>Knōten-:</comp> ſ. Knote <bibl><biblScope>I 10.</biblScope></bibl> — Kommunikatiōns- <bibl><biblScope>[5]:.</biblScope> <title>bedeckte Gänge, die, von einem Werk zum andern gehnd, ſie verbinden.</title></bibl> — <comp>Kontrevallatiōns-:</comp> ſ. Circumvallations-L. — <comp>Kópf-:</comp> die Verhältniſſe der einzelnen Kopftheile unter einander beſtimmend. — <comp>Krēīs-:</comp> kreisförmige Linie, Peripherie eines Kreiſes, Zirkel-L. — <comp>Krēūz-:</comp></sense><sense n="1)">1) Linie, die Etwas durchkreuzt. —</sense><sense n="2)">2) [11]Kreuzleine. — <comp>Lêbens-:</comp> ſ. Hand-L. — <comp>Lógg-:</comp> ſ. Loggleine. — <comp>Méſſing-:</comp> nam. <bibl><biblScope>[4b]:</biblScope> <title>Für mittlere und kleine Druckereien ſind M–n auf Viertelpetit-Stärke ihrer Dauer wegen mehr als Zeug- L–n zu empfehlen.</title></bibl> <bibl><author>Franke</author>  <title>Kat.</title></bibl> <bibl><biblScope>43 ꝛc.</biblScope></bibl> — <comp>Míttags-:</comp> der Durchſchnitt der Ebne des Meridians mit der des Horizonts, alſo in der Richtung von Süd nach Nord. <bibl><author>Littrow</author> <biblScope>797 ꝛc.,</biblScope> <title>bei den Markſcheidern „Stunden-L.“, als von wo aus ſie die „Stunden“ (ſ. d.) zählen.</title></bibl> — <comp>Mittel-:</comp> eine Linie in der Mitte, z. B. <bibl><biblScope>[7]</biblScope> <title>und übertr. wie Mittelſtraße ꝛc.: Sich in Allem auf der M. zwiſchen zu Wenig und zu Viel mit Sicherheit und Leichtigkeit .. fortbewegen.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>24, 8;</biblScope> <title>Die Grazien fliehen Alles.., was ſich von der M. zwiſchen dem Äußerſten auf beiden Seiten allzuweit entfernt.</title></bibl> <bibl><biblScope>21, 229 ꝛc.</biblScope></bibl> — <comp>Múlden-:</comp> (Geol.) die durch die tiefſten Punkte einer Mulde (ſ. d. 2) oder muldenförmigen Schicht lauſende Linie, ähnlich: Sattel-L., die über die höchſten Punkte eines „Sattels“ laufende, auch griech. (nach dem entgegengeſetzten Einfallen der Schichten) Antiklinal-L. — <comp>Nêben-:</comp> ſ. Haupt- L. — Nōten- <bibl><biblScope>[1]:</biblScope> <title>Linie des Notenſyſtems.</title></bibl> — <comp>Parallēl-:</comp> die mit einer Linie, Fläche ꝛc. gleichläuft, ſ. parallel. — <comp>Púnkt-:</comp></sense><sense n="1)">1) <bibl><biblScope>[1]</biblScope> <title>punktierte Linie.</title></bibl> — 2) eine Natter mit punktierten Streifen, <bibl><biblScope>Coluber ordinatus.</biblScope></bibl> — <comp>Quêr-:</comp> querlaufende Linie; bei Einigen <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Diagonale.</title></bibl> — <comp>Rād-:</comp> Cykloide (ſ. d.). — Rēīter- <bibl><biblScope>[8b]:</biblScope></bibl> <bibl><author>Stahr</author>  <title>Par.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 69.</biblScope></bibl> — <comp>Rōth-:</comp> Name einer Stachelſchnecke, deren bauchige Gewinde rothe Striche umgeben, <bibl><biblScope>Murex succinctus.</biblScope></bibl> — <comp>Sáttel-:</comp> ſ. Mulden-L. — <comp>Schēīde-:</comp> Grenz-L.: Jſt dort die Sch. zw. zwei Völkern wohl erkennbar. <bibl><author>Hebel</author> <biblScope>3, 419.</biblScope></bibl> — Schlácht- <bibl><biblScope>[8b].</biblScope></bibl> — <comp>Schlángen-:</comp> der Form der Schlangenwindungen entſprechend, abwechſelnd nach oben und unten (hin und her) gebogen, Wellen-L.: Mit den ſich verſchlingenden und verknotenden Schlangen- und Spiral-L–n. <bibl><author>Kohl</author>  <title>Irl.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 216;</biblScope></bibl> <bibl><author>Thümmel</author> <biblScope>2, 219 ꝛc.,</biblScope> <title>ſ. Schönheits-L.</title></bibl> — <comp>Schnécken-:</comp> den Windungen eines Schneckengehäuſes entſprechend: <bibl><author>G.</author> <biblScope>29, 150;</biblScope> <title>Was ſie bloß deßwegen nicht finden, weil ſie ſich in einer Art von Sch. immer weiter davon entfernen.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>24, 37;</biblScope> <title>In einer weitkreiſenden Sch.</title></bibl> <bibl><biblScope>65; 14, 12 ꝛc.</biblScope></bibl> — <comp>Schnítt-:</comp> ſchneidende, z.B.: Sch. oder Durchſchnitts-L. zweier Parallelen ꝛc. Bei <bibl><author>Spate</author>  <title>f. Diameter, bei</title></bibl> <bibl><author>Campe</author>  <title>für Sekante.</title></bibl> — <comp>Schȫnheits-:</comp> eine Linie von beſtimmtem Schwunge als Grundlage der ſchönen Form: Hogarth in ſeiner „Analyſe der Schönheit“ bez. die Schlangen oder Wellen-L. als die eig. Sch. — <comp>Schrāūben-:</comp> ſchraubenförmig gewunden. — <comp>Sēīten-:</comp></sense><sense n="1)">1) Linie an der Seite, z.B.: An jeder Seite des Fiſches zeigt ſich eine Linie, welche Schleimdrüſen enthält . . ., man nennt ſie Sch–n. <bibl><author>Lenz</author>  <title>Nat.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 50 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="2)">2) <bibl><biblScope>[6]</biblScope> <title>Neben-L., im Ggſtz. der Haupt-L., die Seitenverwandten: Des Häſchers ganze Sippſchaft | mit den S–n allen.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>34, 305.</biblScope></bibl> — Sétz- <bibl><biblScope>[4b]:</biblScope> <title>ein dünnes Blättchen aus Zeug-L–n, Meſſing oder Zinkblech, mit „Ohren“ an den beiden obern Enden zum Anfaſſen, ſo hoch wie die Buchſtaben, ſo breit wie das Format, in den Winkelhaken paſſend, an deſſen Rückwand ſie gelehnt wird, zum ſichern Ausſchließen der geſetzten Zeile, wie zum Ausheben derſelben aus dem Winkelhaken dienend.</title></bibl> <bibl><author>Franke</author>  <title>Kat.</title></bibl> <bibl><biblScope>25 ꝛc.</biblScope></bibl> — Spálten- <bibl><biblScope>[4].</biblScope></bibl> — <comp>Spirāl-:</comp> Schnecken-L. — <comp>Stánd-:</comp> bei den Feldmeſſern die Linie des eingenommnen Standpunkts, aus deren beiden Enden ſie die Zeichnung in den Grund legen. — Stēūerbords- <bibl><biblScope>[10b].</biblScope></bibl> — <comp>Strēīch(ungs)-:</comp> die Linie nach der Etwas ſtreicht, z. B. <bibl><biblScope>[5]</biblScope> <title>die die Face eines Bollwerks mit dem Mittelwall verbindende Seite, Flanke „Streiche“, ferner: Die Richtung, in welcher die Schichten fortgehen, parallel, dem Höhenzug, den ſie bilden, [nennt man] ihre Streichungs-L–n oder .. ihr Streichen.</title></bibl> <bibl><author>Burmeiſter</author>  <title>Gſch.</title></bibl> <bibl><biblScope>169.</biblScope></bibl> — <comp>Stúnden-:</comp></sense><sense n="1)">1) Mittags-L. (ſ. d.). —</sense><sense n="2)">2) auf Sonnenuhren eine Linie, inſofern ſie eine beſt. Stunde bez. — <comp>Thēīl(ungs)-:</comp> wodurch Etwas getheilt wird, ſo z. B.: Halbierungs-L. ꝛc. — <comp>Umfáſſungs-:</comp> Einfaſſungs-L. <bibl><author>Franke</author>  <title>Kat.</title></bibl> <bibl><biblScope>29.</biblScope></bibl> — <comp>Umriß-:</comp> den Umriß einer Zeichnung ꝛc. bildend. <bibl><author>Goltz</author> <biblScope>1, 27.</biblScope></bibl> — <comp>Unterſchēīdungs-:</comp> <bibl><author>Schütze</author>  <title>HambTh.</title></bibl> <bibl><biblScope>14.</biblScope></bibl> — <comp>Verbíndungs-:</comp> die Verbindung zweier Punkte bildend, z. B.: <bibl><author>Franke</author>  <title>Buchdr.</title></bibl> <bibl><biblScope>18,</biblScope> <title>ſ. Kommunikations-L.</title></bibl> — <comp>Vertikāl-:</comp> ſenkrechte Linie. — <comp>Wéllen-:</comp> wellenförmig gebogen, ſ. Schlangen- und Schönheits-L. — <comp>Wínkel-:</comp> Diagonale. <bibl><author>Campe.</author></bibl> — <comp>Zēūg-:</comp></sense><sense n="1)">1) <bibl><biblScope>[11]</biblScope> <title>Zeugleine (ſ. d.).</title></bibl> —</sense><sense n="2)">2) <bibl><biblScope>[4b]</biblScope> <title>aus Schriftmetall oder „Zeug“.</title></bibl> <bibl><author>Franke</author>  <title>Buchdr.</title></bibl> <bibl><biblScope>18 ꝛc.,</biblScope> <title>ſ. Meſſing-L.</title></bibl> — <comp>Zíckzack-:</comp> im Zickzack gehnd: Dieſe Spur war ſo verworren, ſie führte ihn in Z–n nun aufwärts den Kamm, nun wieder abwärts. <bibl><author>Sealsfield</author>  <title>Leg.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 242.</biblScope></bibl> — <comp>Zírkel-:</comp> Kreis-L. — <comp>Zóll-:</comp> eine Linie oder Reihe von Zollhäuſern an der Grenze ꝛc. <bibl><author>Demokr.</author></bibl> <bibl><author>Stud.</author> <biblScope>235</biblScope></bibl> <bibl><author>(Hartmann)</author>  <title>ꝛc.</title></bibl> — <comp>Zwíſchen-:</comp> eine Linie, die zw. Etwas liegt, z. B.: die — Rücken- und Bauchmuskeln der Fiſche ſcheidende ꝛc.</sense></entry>
        </p>
      </entry>
    </body>
  </text>
</TEI>
