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        <title>Artikel „liegen“</title>
        <author ref="https://viaf.org/viaf/61594915/">
          <persName>
            <surname>Sanders</surname>
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        </author>
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            <surname>Göttel</surname>
            <forename>Sebastian</forename>
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            <surname>Wiegand</surname>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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          <orgName role="hostingInstitution" xml:lang="de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW)</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „liegen“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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          <orth expand="liegen" orig="Līēgen">Līēgen</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp><pos norm="verb">intr.</pos><subc norm="intransitive"/> (haben, ſ. Anm.) und refl. (ſ. 5), lag, läge; gelegen; Liege-:</gramGrp>
        </form>
        <sense>im Ggſtz. des Aufrechtſeins, Stehens ꝛc. von lebenden und lebloſen Weſen: auf der größten Seite oder auf einer der größernruhend aus- oder hingeſtreckt, hingebreitet ſein, welcher Grundbegriff doch in einzelnen Wendungen und Verbindungen (über die man die verbundnen Wörter vgl.) mehr oder minder zurücktritt. Der Uberſichtlichkeit halber ordnen wir nach grammat. Beziehungen:</sense>
        <sense n="1)">1) mit adverb. Ortsbeſt., vgl. <bibl><biblScope>2:</biblScope> <title>Jemand oder Etwas liegt hier, dort, da, oben, unten, obendrauf; Obenauf liegt feine Wolle, unten gröbre; Die Stadt liegt öſtlich, nördlich ꝛc. von uns; Etwas liegt rechts (rechter Hand), links, von uns (vgl. 4h) ꝛc.</title></bibl> — Beſ. zu erwähnen: <sense n="a)">a) Oben, unten l., zunächſt von Ringenden Jenes vom Sieger, Dies vom Beſiegten, heute gw. ob-, unter-l. (ſ. d.): Der Tod liegt darnieder und hat nu keine Macht mehr, ſondern das Leben liegt oben und ſpricht: hie gewonnen. <bibl><author>Luther</author>  <title>SW.</title></bibl> <bibl><biblScope>64, 123;</biblScope> <title>Wenn ſie ihn überwinden ..; l. ſie aber unten.</title></bibl> <bibl><author>Zinkgräf</author> <biblScope>1, 217; 105; 118 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) Hier oder da liegt [vgl. ſteckt, ſitzt] der Haken, der Knoten, die Schwierigkeit ꝛc., auch unperſönl.: „Daure?“ Daure, daliegt’s. <bibl><author>Kl.</author>  <title>Od.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 88;</biblScope> <title>Ja, da liegt’s! | Was in dem Schlaf für Träume kommen mögen, | . . Das zwingt uns ſtill zu ſtehn.</title></bibl> <bibl><author>Schlegel</author>  <title>Haml.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 1 ꝛc.,</biblScope> <title>vgl.: Da liegt der Haſe im Pfeffer, der Hund begraben ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="c)">c) Hier liegt (oder ruht) ꝛc., häufig in Grabſchriften; Wanderer, kommſt du nach Sparta, verkündige dorten, du habeſt <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>uns hier l. geſehn.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>76a ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="d)">d) Da-l., ſ. Zſſtzg. —</sense></sense>
        <sense n="2)">2) mit abhäng. Präpoſ. (alphab.), zunächſt örtl. (vgl. 1), wofür wenige Bſp. genügen, dann auch übertr. und verallgemeinert. Nur vereinzelt und ausnahmsweiſe findet ſich, indem l. ſich der Bed. von „ſich legen“ nähert, die Fügung, wie bei Zeitw. der Bewegung: Lag übers Bett. <bibl><author>Gotthelf</author>  <title>G.</title></bibl> <bibl><biblScope>344;</biblScope> <title>Dann vereinen die Pferde ihre Kraft und l. ins Geſchirr, jedes ſo ſtark es mag.</title></bibl> <bibl><biblScope>331;</biblScope> <title>Laß mich hier an dich l.</title></bibl> <bibl><author>FSchlegel</author>  <title>Luc.</title></bibl> <bibl><biblScope>100 ꝛc.</biblScope> <title>und vgl.</title></bibl> <bibl><biblScope>c; e; l;</biblScope> <title>her-l. ꝛc. und ſ.</title></bibl> <bibl><author>Herrig</author> <biblScope>19, 238.</biblScope></bibl> — <sense n="a)">a) Das Kind liegt an der Erde und ſpielt; Es l. Laufdohnen, Schlingen am Boden ꝛc. — Der Hund liegt an der Kette. — Die Stadt liegt (oder iſt gelegen) an einem Fluß, an einem Berg, am Meer, an der Grenze; Unſre Häuſer, Gärten, Äcker l. an einander, ſ. <bibl><biblScope>m.</biblScope></bibl> — Das Erz liegt dort an der Erdoberfläche, am Tage (ſ. d.); Nun liegt es klar am hellen Tage bloß. <bibl><author>G.</author> <biblScope>6, 23;</biblScope> <title>Der Grund</title></bibl> <bibl><biblScope>(22, 230);</biblScope> <title>Daß Dies immer der Fall geweſen ſei</title></bibl> <bibl><author>(W.</author> <biblScope>18, 59)</biblScope> <title>liegt am Tage ꝛc.</title></bibl> — Am Fieber ꝛc. krank (oder danieder) l.; Der krank lag an der zehrenden Seuche. <bibl><author>Pfeffel</author>  <title>Pr.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 94 ꝛc.,</biblScope> <title>ſeltner (ſ. 4b): Was mußte Der nun leiden, der an der Krankheit lag!</title></bibl> <bibl><author>Opitz</author> <biblScope>1, 180;</biblScope> <title>Ein Kranker mochte, woran er wollte, l., | Gicht, Hüftweh ꝛc.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>15, 252.</biblScope></bibl> — Die Alten ſaßen nicht, ſondern lagen an den Tiſchen (oder bei Tiſch); Derſelbige lag an der Bruſt Jeſu. <bibl><author>Joh.</author> <biblScope>13, 25; 21, 20;</biblScope> <title>Ich lieg [ruh ꝛc.] an deinem Herzen, | du liegſt an meiner Bruſt; An Jemandes Hals l. oder hangen (ſ. d.).</title></bibl> — Eine Sache liegt Einem am Herzen (ſ. d. 9a), an der Seele, ſie iſt ihm angelegen, beſchäftigt ihn, z. B. <bibl><author>G.</author> <biblScope>39, 451 ꝛc.</biblScope></bibl> — Einem liegt (oder iſt gelegen) Etwas, Viel, Nichts, Wenig, ein Dreck, Quark an einer Sache, ſie iſt ihm von großer oder geringer (keiner) Wichtigkeit, iſt ihm angelegen oder nicht, ſ. an-l. <bibl><biblScope>3.</biblScope></bibl> — Daß ſie den Gedanken gefaſſt hat, an ihr liege es [von ihr hange es ab], die Ihrigen zu retten. <bibl><author>G.</author> <biblScope>8, 186;</biblScope> <title>Es liegt freilich an mir, einen andern Verleger zu wählen.</title></bibl> <bibl><author>Platen</author> <biblScope>7, 215 ꝛc.</biblScope></bibl> — Die Schuld liegt nicht an mir [es iſt nicht meine Schuld], liegt nur daran, daß ꝛc.; Woran liegt [vgl. hängt, hapert, ſtockt] es, daß ꝛc.?; Die Sache wäre längſt in Ordnung, es liegt nur an ſeiner Nachläſſigkeit, die iſt das Hindernis. —</sense><sense n="b)">b) Etwas liegt auf der rechten, verkehrten, unrechten Seite; Jemand oder ein Thier liegt auf der rechten, linken Seite, auf dem Rücken, Bauch, auf den Knien [kniet] ꝛc., ſ. <bibl><biblScope>k.</biblScope></bibl> — Auf der faulen (ſ. d. 2) Seite l. ꝛc. — Auf der Erde, dem Boden, auf der Bank, dem Sopha, dem Tiſch, Pult, auf einer Unterlage, Grundlage l.; Jemand liegt auf Streu, auf einer Matratze, auf einem Pfühl, Federbett, auf der faulen oder Bärenhaut (ſ. d.), auf dem Sterbelager, Todtenbett, auf den Tod (ſ. d.), auf der Folter, auf Latten ꝛc.; Es liegen viel Steine auf dem Acker, Bücher auf dem Tiſch; Die Stadt liegt auf einer Anhöhe, das Haus auf einem Hügel, auf dem Markt; Die Schichten l. auf einander; Auf einen Haufen (ſ. d. 1c) l. ꝛc. — Das Bier liegt auf dem Faß, der Wein auf Flaſchen. — Die ganze Laſt liegt [drückend, ruht] auf mir, auf meinen Schultern; Mir liegt eine (Centner-) Laſt, ein Alp, etwas ſchwer Drückendes ꝛc., es liegt mir wie eine Laſt, wie ein Stein, wie Blei, wie ein Alp, centnerſchwer, mit Centnergewicht auf der Bruſt, auf dem Herzen; Die Schuld liegt mir ſchwer auf der Seele, auf dem Gewiſſen; Schwer lag ihm Kummer auf der Bruſt; Daß ich ein Wort ihr ſage, wie mir auf dem Herzen es lieget. <bibl><author>V.</author>  <title>Od.</title></bibl> <bibl><biblScope>22, 392;</biblScope> <title>Einem auf dem Hals (ſ. d. 2) l. ꝛc.</title></bibl> — Das liegt auf meinem Wege, er führt mich daran vorüber, ſ. <bibl><biblScope>i.</biblScope></bibl> — Das liegt auf der (flachen) Hand, iſt offenbar. — Auf der Lauer (ſ. d. und: im Hinterhalt) l. — Der Ton liegt (oder ruht) auf der letzten Silbe; Der Nachdruck liegt auf dieſem Wort, auf dieſem Umſtand ꝛc. —</sense><sense n="c)">c) Er liegt aus dem Fenſter, lehnt ſich mit vorübergebeugtem Körper hinaus. — Das liegt ganz aus oder außer meinem Wege, Plane, aus der Richtung, Kehr, davon entfernt, ſo daß man ohne Umweg (oder Abſchweifung) es nicht berührt; Das liegt außer [nicht im] Bereich der Möglichkeit, außer aller Berechnung ꝛc. —</sense><sense n="d)">d) Das Buch liegt bei den übrigen; Die Lämmer l. bei den Schafen; Bei Jemand l., z. B. begraben. <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>37, 40 ꝛc.,</biblScope> <title>oder ſchlafend, auch als verhüllender Ausdruck vom Beiſchlaf (ſ. bei-l.).</title></bibl> <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>19, 34; 29, 23</biblScope> <title>u. v., vgl.</title></bibl> <bibl><biblScope>k;</biblScope> <title>Altona liegt bei Hamburg; Der Brief liegt bei dem Packet ꝛc.</title></bibl> — dd) Das Dorf liegt diesſeits (jenſeits) des Fluſſes ꝛc. —</sense><sense n="e)">e) Ein Land ꝛc. liegt gegen oder gen Süden ꝛc.; Mit dem Geſicht gegen Oſten l.; Mit den Füßen gegen die Wand l. —</sense><sense n="f)">f) Der Hund, das Zeug liegt hinterm Ofen ꝛc.; Das Land liegt weit hinter der Türkei ꝛc.; Das Dorf liegt ſchon hinter uns (in unſerm Rücken), wir haben es hinter uns l. laſſen, wir ſind ſchon daran vor- über, übertr.: Dir zu erzählen, was hier ſchon Alles hinter mir liegt, noch mehr, was bevorſteht. <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 185;</biblScope> <title>Hinter uns liegt weit ſchon die goldene Zeit.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>96a ꝛc.</biblScope></bibl> — i) Jemand liegt im Bett, im Gras, Heu, im Sarg, im Grab, im Gefängnis, Kerker, in Feſſeln, in Ketten und Banden ꝛc., im Hinterhalt, im Verſteck ꝛc.; fechtend (ſ. 4e) in der Prime, Sekunde ꝛc., in der Stellung eines Parierenden ꝛc.; ſchießend, zielend in Anſchlag (ſ. d.); In den Armen l. ſich Beide. <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>63a ꝛc.;</biblScope> <title>Der Hund liegt im Stall ꝛc.; Etwas liegt im Kaſten, im Futteral, in der Stube, im Garten ꝛc.; Die Augen l. in den Augenhöhlen; Berlin liegt in Preußen; Das Haus liegt in der breiten Straße; Es liegt eine Mühle im Thale ꝛc.; Im Garten l. Fußangeln; Es l. Steine im Wege (ſ. d.), auch übertr.: Forträumen, was Einem im Wege liegt, hinderlich iſt ꝛc.; Das Dorf liegt in der Mitte zwiſchen beiden Städten; Die Wahrheit liegt in der Mitte, zwiſchen zwei Extremen ꝛc.</title></bibl> — Jemand liegt beſtändig in den Wirthshäuſern, Kneipen ꝛc. — Die Truppen l. im (oder zu) Felde; Es liegt eine Beſatzung in der Stadt. — Etwas liegt mir (beſtändig) im Kopf, im Sinn, in den Gedanken, ich habe es darin ꝛc. — Es liegt mir eine Schwere, eine Mattigkeit in den Gliedern, ich fühle ſie drin, auch unperſ.: Es liegt mir ſchwer oder wie Blei in den Gliedern; Mir liegt’s im Fuß wie Bleigewicht. <bibl><author>G.</author> <biblScope>12, 18 ꝛc.</biblScope></bibl> — Die Stadt liegt in Schutt, Aſche, Trümmern; Im Staube l. ꝛc. — Jemand liegt [iſt begriffen ꝛc.] im Sterben, im Todeskampf, in Agonie, in den (letzten) Zügen ꝛc., in Ohnmacht, in Krämpfen, im Starrkrampf; Die Frau liegt in Kindesnöthen, in den Wehen ꝛc., in den Wochen, im Wochenbett ꝛc. — Ein- ander in den Haaren (ſ. d. 1d) l., raufend; Mit einander im Streit, Proceß l.; Mit ſeiner Frau in der Scheidung l. ꝛc., vgl.: Der Proceß hängt, ſchwebt. — Einem in den Ohren <bibl><author>(L.</author> <biblScope>10, 229; 11, 515;</biblScope></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>21, 123 ꝛc.),</biblScope> <title>im Ohr</title></bibl> <bibl><author>(Schlegel</author>  <title>Kaufm.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 2)</biblScope> <title>l., mit Reden über ſeine Angelegenheit nicht von Einem weichen.</title></bibl> — Das braucht nicht beſonders geſagt zu werden; Das liegt ſchon drin, iſt darin enthalten; Das liegt ſchon in der Bez. der Eingabe als Bittſchrift; Das liegt in der Natur der Sache und ſteht nicht zu ändern. <bibl><author>Schlegel</author>  <title>Mißd.</title></bibl> <bibl><biblScope>99;</biblScope> <title>Unverzeihlich find’ ich den Leichtſinn, doch liegt er im Menſchen.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>5, 6;</biblScope> <title>Das liegt einmal in der Familie, in der Art, im Blut, iſt angeboren, angeartet; Das liegt nun einmal nicht in ihm, nicht drin, iſt davon, von ihm nicht zu erwarten; Der Keim, die Anlage dazu liegt in ihm; Das lag gar nicht in meinem Plan, in meiner Abſicht; Es lag durchaus nicht in meiner Abſicht, dich zu beleidigen; Das Rührende liegt hier mehr in der Situation, als in den Worten; Die Pointe des Witzes liegt hier in dem Doppelſinn des letzten Worts; In dieſer Äußrung liegt etwas ſehr Schmeichelhaftes für mich; Der Unterſchied liegt darin, daß ꝛc.; Die revolutionäre Stimmung muß jetzt in der Luft l. ꝛc.</title></bibl> — Das liegt in dem Schoße der Zukunft, der Zeiten, wird ſich erſt entwickeln, künftig zeigen; Etwas liegt im Schoß der Götter, in Jemandes Hand, Händen, Macht, Gewalt ꝛc., hängt von ihm ab. — k) Ich verlaſſe dieſen Ort nicht, bis ich mit (ſ. d) dieſer Dirne gelegen habe. <bibl><author>Klinger</author>  <title>F.</title></bibl> <bibl><biblScope>227;</biblScope></bibl> Mit dem Bauch auf der Erde l. (vgl. b); Mit dem Ellbogen auf dem Tiſch, mit dem Geſicht gegen die Wand l.; Das Haus liegt mit der Fronte nach Norden, nach der Hauptſtraße ꝛc. — Mit einem Kinde [im Wochenbett] l., davon entbunden ſein. <bibl><author>Hohel.</author> <biblScope>8, 5,</biblScope> <title>ſ. ge-l.</title></bibl> —</sense></sense>
        <sense n="1)">1) Nach Oſten, nach dem Hof zu l. (ſ. k); Die Blätter l. nach der Reihe ꝛc. — m) Der Hund liegt neben dem Ofen; Unſre Häuſer, Gärten, Äcker l. neben ein- ander; Nur <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>zu nahliegt eine freche Kälte neben | der heißeſten Empfindung unſrer Bruſt.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>8, 91 ꝛc.</biblScope></bibl> — n) Die Stadt liegt <bibl><biblScope>1000“überm</biblScope> <title>Meeresſpiegel.</title></bibl> — Es l. mehrere Schichten über einander. — Eine Decke liegt überm Tiſch, überm Bett; Es liegt ein zarter Hauch über dem Gemälde, ein Duft über der Gegend; Eine wunderbare Stille liegt überm ganzen Lande. <bibl><author>Gotthelf</author>  <title>G.</title></bibl> <bibl><biblScope>379;</biblScope> <title>Eine matte Schwüle lag über dem Walde.</title></bibl> <bibl><author>Kinkel</author>  <title>E.</title></bibl> <bibl><biblScope>250.</biblScope></bibl> — Immer über den Büchern l., vgl. hocken ꝛc. — o) Es liegt eine Klammer, ein eiſerner Ring um den Balken; Die Wolken, die erſt um den Gipfel lagen,| ergoſſen jetzt ſich ꝛc. <bibl><author>Cham.</author> <biblScope>4, 34;</biblScope> <title>Die Räuber lagen im Kreiſe um ihren Hauptmann (herum) ꝛc.</title></bibl> — p) Es liegt ein Teppich, eine Fußdecke unter den Füßen, unterm Tiſch; Der Hund liegt unterm Ofen; Unter der Erde l.; Unter einer Steppdecke l.; Unter einer Decke (ſ. d. 1) l.; Es liegt Alles unter einander wie Kraut und Rüben; Das liegt wohlverwahrt unter Schloß und Riegel ꝛc. — q) Das Dorf liegt eine halbe Meile von der Stadt [entfernt] ꝛc.; Er liegt [krank] von [in Folge] der großen Anſtrengung ꝛc. — r) Der Hund liegt vor der Thür; Es liegt ein Garten vor dem Haus; Es liegt ein Vorlegeſchloß vor dem Koffer; Das liegt klar vor Augen; Das Schiff liegt vor Anker; Er liegt mit dem Belagrungsheer ſchon drei Monat vor der Feſtung; Mit einander vor Gericht [im Proceß] l. <bibl><author>W.</author>  <title>Luc.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 347;</biblScope> <title>Daß uns doch immer Bettler vor der Thüre l.</title></bibl> <bibl><author>Ramler</author>  <title>F.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 297,</biblScope> <title>uns beläſtigend ꝛc.;</title></bibl> Bergb.: Vor Ort l. (oder ſitzen) ꝛc. — s) Zu (oder am, ſ. a) Tage l.; Beſiegt oder hingeſtreckt zu (oder am) Boden l.; Zu Jemandes Füßen, ihm zu Füßen l.; Zu Bett (ſ. d. 2b) l., z. B. <bibl><biblScope>2.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>21, 18;</biblScope> <title>Die Soldaten l. zu (oder im) Felde; Wie .. alle Leidenſchaften mit unſern Pflichten zu Felde l.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>32, 108 ꝛc.;</biblScope> <title>Jedem Gerücht liegt etwas Wahres zu Grunde, iſt deſſen Unterlage und Fundament; Daß alle Gebrechen, die wir ſo ſcharf an ihnen rügen, | uns Männern .. zu Schulden l. [fallen, zu legen ſind].</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>15, 206 ꝛc.;</biblScope> <title>Er liegt mir beſtändig zur Laſt, zu (oder auf dem) Halſe ꝛc.</title></bibl> — t) Zwi- ſchen zwei Gegenſtänden oder Perſonen l. ꝛc. — 3) mit Adv. der Art und prädikat. Beſt., z. B.: Grade, ſchräg, ſchief, krumm, richtig, verkehrt l.; Iſt deine Decke kurz, ſo zwing dich krumm zu l. <bibl><author>Lichtwer</author> <biblScope>211 ꝛc.</biblScope></bibl> — Hart, weich, bequem, ſanft, hoch, niedrig l. ꝛc.; Wie man ſich bettet, ſo liegt man. — Das Städtchen liegt reizend, anmuthig, romantiſch, maleriſch, geeignet für den Handel ꝛc. — Etwas liegt bereit, parat, fertig (oder da); Jemand liegt fertig zum Streich, zum Parieren, zum Schuß, ſchußfertig ꝛc. — Jemand liegt ruhig, ſtill; Still l. die Weſte [Winde]. <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>75a;</biblScope> <title>Die Art der Nachbildung bei ſogenannten todten oder ſtill-l–den Gegenſtänden.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>31, 32 ꝛc.;</biblScope> <title>Solche Betrachtungen konnten in einem Menſchen meiner Art nicht lange müßig l.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>17, 106 ꝛc.;</biblScope> <title>Der Acker liegt brach, unbeſtellt; Die Gegend liegt öde, wüſte, unbevölkert, die Feſtung geſchleift, zerſtört; Wie liegt die Stadt ſo wüſte!</title></bibl> <bibl><author>Klagel.</author> <biblScope>1, 1 ꝛc.</biblScope></bibl> — Ausgebreitet, ausgeſpreitet, aus-, hin-, niedergeſtreckt, wie hingegoſſen l.; Die Karten l. offen oder verdeckt auf dem Tiſch; Jemand liegt bloß, nackt ꝛc.; Die Gegend lag in Nebel gehüllt; Sie ſahen <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>angelangt ſich auf des Berges Gipfel, | unter ihnen lag die weite Landſchaft | ſegensreich und unabſehlich lieblich. .. | Doch im Hintergrund, ein Sonnenſpiegel, | lag im Morgenlicht das Meer.</title></bibl> <bibl><author>Platen</author> <biblScope>4, 283;</biblScope> <title>Das Meer lag ſtill und eben, | einem weiten Spiegel gleich.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>59b ꝛc.;</biblScope> <title>Ein lieblicher Knabe, | liegt er gelagert am ruhigen Bach.</title></bibl> <bibl><biblScope>497a;</biblScope> <title>Beſſer trunken, als todt im Grabe l.!; Berauſcht auf dem Boden l.; Begraben l.; Gefangen l.; Krank l.; Schlafend, ſchnarchend, träumend l., vgl. (vralt.): Schlafen l.</title></bibl> <bibl><biblScope>2.</biblScope></bibl> <bibl><author>Sam.</author> <biblScope>2, 7</biblScope> <title>(vgl.: ſich ſchlafen legen).</title></bibl> — Die Stadt liegt nahe, liegt fern, weit von uns ꝛc., auch: Etwas liegt nahe, iſt leicht zu ergreifen: Willſt du immer weiter ſchweifen? <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>ſieh, das Gute liegt ſo nah.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>1, 55;</biblScope> <title>Eine Vermuthung, ein Witz liegt nahe, man verfällt leicht darauf; Einwendungen, die zu nahe l. und zu wohlbegründet erſcheinen, um ſie völlig mit Stillſchweigen zu übergehen.</title></bibl> <bibl><author>Prutz</author>  <title>GſchTheat.</title></bibl> <bibl><biblScope>1;</biblScope> <title>Je näher dieſe Anklagen l. und je unvermeidlicher ſie ſich aufdrängen.</title></bibl> <bibl><biblScope>6;</biblScope> <title>Das</title></bibl> Nächſt-L–de überſehn und das Fernſt-L–de ergreifen; Die nah-l–dſten Motive. <bibl><author>Gervinus</author>  <title>Lit.</title></bibl> <bibl><biblScope>5, 200;</biblScope> <title>Nichts liegt mir ferner, von Nichts bin ich weiter entfernt; Das übergehe ich, als meinem Plan zu fern l–d ꝛc., ſ. ab-l.</title></bibl> — Der Acker liegt voll (ſ. d. und vgl. hangen 1e) von oder voller Steine; Der Tiſch liegt voller Bücher, der Schrank voller Wäſche ꝛc. — Wie liegt (vgl. ſteht) die Sache?, in welcher Lage, welchem Zuſtand iſt ſie?; So liegt die Sache; Der erfuhr, wie es lag und ſtand bei uns. <bibl><author>Lewald</author>  <title>Leb.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 12;</biblScope> <title>Mein Rath iſt aber der: ihr nehmt | die Sache völlig, wie ſie liegt.</title></bibl> <bibl><author>L.</author>  <title>Nath.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 7 ꝛc.</biblScope></bibl> — Kaufm.: Das Zeug liegt breit; nicht ſehr breit; nur ſchmal; halb, doppelt ſo breit als jenes; <bibl><biblScope>1½</biblScope> <title>Ellen breit.</title></bibl> — Es lag [gw. fiel, ward] Entſchluß zu faſſen ſchwer ihm. <bibl><author>Cham.</author> <biblScope>4, 168 ꝛc.</biblScope></bibl> — S. auch <bibl><biblScope>4l.</biblScope></bibl> — 4) ohne abhäng. Beſt.: <sense n="a)">a) im Bett (ſ. d. 21) l.: Er geht ſpät zu Bett oder l., Morgens liegt er deſto länger; Ich liege und ſchlafe. <bibl><author>Pſ.</author> <biblScope>3, 6</biblScope> <title>u. o.</title></bibl> —</sense><sense n="b)">b) zu Bett (ſ. d. 2b) l.; bettlägrig krank ſein: Jch fühle mich unwohl, ich fürchte, daß ich zu l. komme; Seine Schwieger lag und hatte das Fieber. <bibl><author>Matth.</author> <biblScope>8, 14; 6;</biblScope> <title>Die Mutter gaben wir verloren, | ſo elend</title></bibl> <bibl><biblScope>[3]</biblScope> <title>wie ſie damals lag.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>11, 135;</biblScope> <title>Ob Jene, die da liegt, des Lagers ſterben ſoll.</title></bibl> <bibl><author>Rachel</author> <biblScope>1, 88 ꝛc.,</biblScope> <title>ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>2k</biblScope> <title>und ge-l.</title></bibl> —</sense><sense n="c)">c) am oder zu Boden, hingeſtreckt l., danieder-l. von Etwas, das früher ſtand und nun um- oder hingeworfen iſt, nicht mehr aufrecht ſteht, eig. und übrtr.: Der beſiegte Ringer, der erſchoßne Soldat, das geſchoßne, verendete Wild (ſ. f), der gefällte Baum liegt; Handel und Wandel l. [danieder]; Da (ſ. 1) l. meine Hoffnungen; So lange dieſe lagen, lag auch das gelehrtere Studium der Bibel. <bibl><author>H.</author> <biblScope>9, 338 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="d)">d) Kartenſp.: Eine Karte, die liegt, liegt, die einmal aus der Hand offen auf den Tiſch hingelegte darf nicht wieder zurückgenommen werden. —</sense><sense n="e)">e) Fechtk.: L., aus-l., in der geſtreckten, vorübergebeugten Stellung zum Schlagen oder Parieren ſich befinden: Du kennſt meine alte Parade. So lag ich und ſo führt’ ich meine Klinge. <bibl><author>Schlegel</author>  <title>Sh.</title></bibl> <bibl><biblScope>6, 72.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="f)">f) weidm.: L. ſtatt ſitzen bei Sau, Haſe und vierfüßigem Raubthier; auch niederes Federwild liegt und ſitzt nicht. Roth-, Damm- und Rehwild liegt nur, wenn es ver- endet iſt [ſ. <bibl><biblScope>c].</biblScope></bibl> <bibl><author>Laube</author>  <title>Brev.</title></bibl> <bibl><biblScope>273.</biblScope></bibl> — g) Etwas bleibt (ſ. d. 18) l. (oder be-l.), wird nicht fort- oder nicht aufgeſtellt, nicht fortgenommen, bewegt ſich nicht fort ꝛc.: Jemand bleibt unterwegs l., kann nicht vorwärts; Eine Sache bleibt l., wird nicht fortgenommen oder — nicht fortgeführt, geräth ins Stocken ꝛc. Auch: Ein Ort bleibt unterwegs l., man nimmt ihn auf der Tour nicht mit, berührt ihn nicht, geht daran vorüber ꝛc. — h) Etwas l. laſſen, es l. bleiben (ſ. g) laſſen; Einen unterwegs l. laſſen; Laß Das l., nimm’s nicht fort ꝛc.; Alles ſtehn und l. laſſen. <bibl><author>G.</author> <biblScope>18, 294 ꝛc.;</biblScope> <title>auch: Einen Ort rechts, links l. laſſen; Den einen Pfad, der über den Kirchhof ziemlich gerade nach der Felswand hinging, ließ er l., um den andern einzuſchlagen ꝛc.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>15, 4,</biblScope> <title>und ſo auch: Jemand links l. laſſen, an ihm unbeachtet vorbeigehen ꝛc.: Vielleicht hätten ihn die Leute verachtet und links l. laſſen.</title></bibl> <bibl><author>Kohl</author>  <title>Irl.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 139.</biblScope></bibl> — Ferner im Partic.: i) im Ggſtz. zu ſtehnd, z. B.: L–des Kreuz; L–der Meiler; L–de Welle; L–der Stiefel eines Druckwerks; L–des Druckwerk ꝛc. — k) im Ggſtz. zu beweglich ꝛc.: L–de [Ggſtz.: fahrende] Habe; L–de Gründe; L–des Gut <bibl><author>(V.</author>  <title>Od.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 75),</biblScope> <title>Kleinod</title></bibl> <bibl><biblScope>(4, 600) ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense></sense>
        <sense n="1)">1) Bergb.: Das L–de, Ggſtz.: Das Hangende, ſ. hangen <bibl><biblScope>1q</biblScope> <title>und Lager</title></bibl> <bibl><biblScope>6c;</biblScope> <title>Das L–de der Kohle kennt man in dieſer Grube noch nicht mit Sicherheit.</title></bibl> <bibl><author>Burmeiſter</author>  <title>Gſch.</title></bibl> <bibl><biblScope>269 ꝛc.,</biblScope> <title>und Zſſtzg. z. B.: Nach unten zu ift der Kupferſchiefer in Mannsfeld und am Vorharz mit einem grauen kieſeligen Konglomerate verbunden, welches man</title></bibl> Weiß-L–des heißt, mit Bezug auf ſeine Farbe und auf ſeine Stellung unter den erzführenden Schichten. . . Auf die Reihe der kalkigen Schichten folgt eine große Konglomerat- und Sandſteinbildung von vorherrſchend rother Farbe, die man deßhalb und, weil ſie unter den metallhaltigen Mergelſchiefern liegt, Roth-L–des heißt, auch Todt-L–des nennt, da ſie unmittelbar unter dem Kupferſchiefer taub oder todt, d. i. erzleer iſt. <bibl><author>Oken</author> <biblScope>1, 734 ff.;</biblScope></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>40, 257; 298; 23, 4; 26, 237;</biblScope></bibl> <bibl><author>Humboldt</author>  <title>K.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 280; 291; 465;</biblScope></bibl> <bibl><author>Mitſcherlich</author> <biblScope>2, 2, 52; 208.</biblScope></bibl> — 5) <bibl><biblScope>tr.</biblScope> <title>und</title></bibl> <bibl><biblScope>refl.,</biblScope> <title>zuw. mit Angabe der Wirkung: Sich wund (oder durch-) l., in Folge des langen Liegens auf dem Krankenlager ſich durchſcheuern, wund werden; Wenn ihr euch auf dem harten Leben wund gelegen.</title></bibl> <bibl><author>IP.</author> <biblScope>3, 182;</biblScope> <title>Den Rücken wund l.</title></bibl> — Die Miſpeln werden unreif abgepflückt und müſſen ſich auf dem Stroh reif l., müſſen durch das L. reif werden ꝛc. — Etwas entzwei oder zer-l. (ſ. d.).</sense>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Goth. <bibl><biblScope>ligan,</biblScope> <title>ahd.</title></bibl> <bibl><biblScope>ligen, liggan,</biblScope> <title>mhd.</title></bibl> <bibl><biblScope>ligen, licken.</biblScope> <title>S. Lage, Lager, legen ꝛc.</title></bibl> — Die Zeiten der Vergangenheit werden in der Regel mit „haben“ gebildet, nicht zu verwechſeln mit dem präſentiſchen „gelegen (ſ. d.) ſein“ zur Bez. der Ortslage ſowohl, als des Angelegnen, das Intereſſe in Anſpruch Nehmenden, vgl.: Wo jetzt Portici gelegen iſt (oder liegt), hat früher Herkulanum gelegen ꝛc.; Wenn ihm im geringſten daran gelegen wäre (oder läge), — und: Wenn ihm im geringſten daran gelegen geweſen wäre (oder hätte) ꝛc., doch finden ſich auch vereinzelt die Zeiten der Vergangenheit mit „ſein“, z. B.: Selbſt wenn ihr nicht Louis Armand im Sinn gelegen wäre [hätte]. <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>5, 147;</biblScope> <title>Stumm war ſie über die Leiche gelegen und itzt erwachte ſie.</title></bibl> <bibl><author>Geßner</author> <biblScope>1, 219 ꝛc.,</biblScope> <title>ſ. auch das veralt.: Ge-l.</title></bibl> — Bei Schilderungen von Örtlichkeiten findet ſich zuw. in der Erzählung das Imperf. ſtatt des genauern Präſ. (wenn die Lage wie zur Zeit der Erzählung auch noch zu der des Erzählenden dieſelbe iſt), z. B.: Vom fremden friedlichen Dörfchen, das tief unten am Berge lag, bis hinein, wo die Gebirgskette .. dämmert <bibl><biblScope>[präs.].</biblScope></bibl> <bibl><author>Hölderlin</author>  <title>H.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 134 ꝛc.</biblScope> <title>Vralt. Form des Präſ.: Du leiſt; er</title></bibl> leit (z. B. <bibl><author>Berlichingen</author> <biblScope>101; 174;</biblScope></bibl> <bibl><author>Keiſersberg</author>  <title>Sünd. Mund.</title></bibl> <bibl><biblScope>82a;</biblScope></bibl> <bibl><author>Schaidenreißer</author> <biblScope>36b ꝛc.).</biblScope></bibl> — S. auch lügen.</p>
        </note>
        <p type="compositions">
          <entry type="sub">Zſſtzg. z. B.: Áb-: <sense n="1)">1) <bibl><biblScope>intr.,</biblScope> <title>fern liegen, entfernt ſein: Wiſſend, daß die Mühle nicht weit a. konnte.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>15, 64;</biblScope> <title>Ihr Hauptgeſchäft lag eigentlich von der Welt ab.</title></bibl> <bibl><biblScope>39, 308;</biblScope> <title>So liegt die Äußerlichkeit des Vaters wie des Sohnes von jedem Lächerlichen ſo lange ab ꝛc.</title></bibl> <bibl><author>IP.</author> <biblScope>41, 147;</biblScope> <title>Dieſe Unterſuchung liegt zu weit von meinem Thema ab ꝛc. Dafür auch [Anm.] präſentiſch: Abgelegen (ſ. d.) ſein: Ohngefähr</title></bibl> <bibl><biblScope>12</biblScope> <title>Meilwegs von dieſem Eilande abgelegen.</title></bibl> <bibl><author>Anderſen</author>  <title>Anh.</title></bibl> <bibl><biblScope>48a ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="2)">2) <bibl><biblScope>tr.:</biblScope> <title>Eine Zeit a., ſie hindurch liegen ꝛc.; Daß der Patient leicht ſeine paar Monate a. könne.</title></bibl> <bibl><author>Immermann</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 192 ꝛc.,</biblScope> <title>auch: Etwas dadurch büßen, vgl. abſetzen.</title></bibl> —</sense><sense n="3)">3) <bibl><biblScope>refl. [5]</biblScope> <title>und</title></bibl> <bibl><biblScope>intr.</biblScope> <title>(ſein): Der Wein muß (ſich) a. oder aus-l. (ſ. d), durch längres Liegen die Einwirkungen desſelben erfahren; Die Nüchternen, die Kalten | verlangen abgelegnen Wein.</title></bibl> <bibl><author>Herwegh</author> <biblScope>15,</biblScope> <title>vergl. ablagern und: abgeſtandner Wein ꝛc.</title></bibl> — <comp>An-:</comp></sense><sense n="1)">1) an Etwas liegen, z. B.: Das Brett, die Klappe liegt nicht feſt an ꝛc.; Auf dem Dache, das an meinem Fenſter anliegt [angrenzt, anſtößt]. <bibl><author>W.</author> <biblScope>1, 226;</biblScope> <title>Sein Vaterland, das lag der Juden Grenzen an.</title></bibl> <bibl><author>Opitz;</author>  <title>Der Spiegel des Sees mit den a–den Gebirgen.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>19, 136;</biblScope> <title>Im Alpgebirg und ſeinen</title></bibl> angelegenen [a–den] Ländern. <bibl><author>Stumpf</author> <biblScope>611b ꝛc.,</biblScope> <title>auch übrtr.: Der höchſte Grad von politiſcher Freiheit liegt unmittelbar am Deſpotismus an.</title></bibl> <bibl><author>Lichtenberg</author> <biblScope>2, 233 ꝛc.</biblScope> <title>Ferner (Math.): Die (einem Winkel) a–den Seiten; Die (einer Seite) a–den Winkel, auch: A–de (oder anſtoßende) Winkel, die einen Schenkel gemeinſam haben ꝛc. (Kanzleiſpr.): Die Eingabe mit den a–den Papieren (ſ. Anlage) ꝛc. und nam. oft von ſich anſchmiegenden Kleidungsſtücken ꝛc.: Daß das Schildbein auf dem Leibrock hart anliege.</title></bibl> <bibl><biblScope>2.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>28, 28; 39, 19;</biblScope> <title>Die knapp a–de Schoßtaſche ſeines .. Rockes.</title></bibl> <bibl><author>Cham.</author> <biblScope>4, 239;</biblScope> <title>Seine Kleider lagen von Näſſe an.</title></bibl> <bibl><author>Heinſe</author>  <title>A.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 9;</biblScope> <title>Wie feſt an dem Leib ein naſſes Kleid anliegt.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>Roſt.</title></bibl> <bibl><biblScope>100a ꝛc.</biblScope> <title>und übrtr.: Sie ſollen die Sünde</title></bibl> ablegen, die ihnen anliegt [,,anklebt“ <bibl><author>Hebr.</author> <biblScope>12, 1].</biblScope></bibl> <bibl><author>Luther</author> <biblScope>1, 186b;</biblScope> <title>Mediſance, die den Weibern recht knapp und ſchön am innern Menſchen anliegt.</title></bibl> <bibl><author>IP.</author> <biblScope>17, 110; 8, 238 ꝛc.</biblScope> <title>und vralt.: Ein ander Sinn, der leit mir ſchwerlich an [ich werde ſchwerlich andern Sinn annehmen, etwa wie man ein Kleid anzieht].</title></bibl> <bibl><author>Uhland</author>  <title>V.</title></bibl> <bibl><biblScope>297 ꝛc.,</biblScope> <title>vgl.</title></bibl> <bibl><biblScope>2</biblScope> <title>und</title></bibl> <bibl><biblScope>3.</biblScope> <title>Ferner auch (weidm.) nach Analogie von anſtehen (ſ. d.), anſitzen (ſ. d.): an einem Platz verborgen liegen, um dem kommenden Wild aufzulauern: Schien es am gerathenſten anzuſtehn oder vielmehr anzuliegen ꝛc.</title></bibl> <bibl><author>Brehm</author></bibl> <bibl><author>(Gartenlaube</author> <biblScope>9, 90b).</biblScope></bibl> —</sense><sense n="2)">2) Jemand liegt Einem an, drängt ihn beſtürmend, z. B. mit Bitten ꝛc., zunächſt wohl hergenommen von den an oder vor der Feſtung liegenden, anſtürmenden Belagrern, z. B.: Das ſind aber die rechten [Feinde], die uns am härteſten a. und durch welche die andern uns drücken. <bibl><author>Luther</author> <biblScope>6, 240b ꝛc.;</biblScope> <title>Sie lagen ihm an mit großem Geſchrei und forderten.</title></bibl> <bibl><author>Luk.</author> <biblScope>23, 23;</biblScope> <title>Mein einziger Wunſch war, eine zweite Aufführung zu ſehen. Ich lag der Mutter an.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>16, 12;</biblScope> <title>Sie lagen ihrem Beſchützer an, daß er beſſer für ſie ſorgen ſolle.</title></bibl> <bibl><biblScope>219;</biblScope> <title>Als ich den Eltern anlag, nunmehr Ernſt zu machen.</title></bibl> <bibl><biblScope>20, 138;</biblScope> <title>Er lag daher Chriſto ſehr inſtändig an, .. hervorzutreten.</title></bibl> <bibl><biblScope>22, 232;</biblScope> <title>Hörte nicht auf, mir anzuliegen und ſagte ꝛc.</title></bibl> <bibl><biblScope>28, 144;</biblScope> <title>Nahm er, die Schöne zu beſiegen, | verſchiedene Geſtalten an, | verſchieden ihr verſchiedlich anzuliegen.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>1, 3;</biblScope> <title>Weil er mir nun ſehr anlag, ihn dahin zu begleiten.</title></bibl> <bibl><biblScope>12, 430;</biblScope> <title>Auch liegt ihm die Edelreich täglich hart an mit ihren Vorwürfen und Klagen.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>113b;</biblScope> <title>Lag ſie mir an mit unabläſſ’gem Flehn, | ihr dieſes Feſtes Anblick zu gewähren.</title></bibl> <bibl><biblScope>503b; 828b; 1136a;</biblScope> <title>Cotta liegt mir ſehr um Manuſkript für das zweite Stück an. G.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 89;</biblScope></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>21, 236;</biblScope></bibl> <bibl><author>Zinkgräf</author> <biblScope>2, 62; 3, 43 ꝛc.,</biblScope> <title>heute zumeiſt mit „haben“: Der Miniſter</title></bibl> hatte lange mir angelegen, ich ſollte ꝛc. <bibl><author>G.</author> <biblScope>14, 64;</biblScope> <title>Er hat mir ſehr angelegen, von ihrer Geſellſchaft zu ſein.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>12, 371;</biblScope></bibl> <bibl><author>JvMüller</author> <biblScope>6, 31;</biblScope> <title>Jch hab’ ihm ſchon längſt darum angelegen.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>633b;</biblScope> <title>Hatte Gott angelegen mit Gebeten.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>Mak.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 210 ꝛc.,</biblScope> <title>doch auch: Bin ich bittend ihm angelegen, | mich .. zu entlaſſen.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 47</biblScope> <title>u. ö. bei Altern. Vereinzelt mit perſönl. Accuſ. ſtatt Dat.: So wird man ihn nicht wenig a., zu propheceien.</title></bibl> <bibl><author>Kl.</author> <biblScope>12, 122;</biblScope> <title>Hier lag Antonio den König an, ihm .. beizuſpringen.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>6, 163;</biblScope> <title>Mein Vetter lag den Winter mit Bitten an, das Schiff frei zu geben.</title></bibl> <bibl><author>Putlitz</author>  <title>Wald</title></bibl> <bibl><biblScope>29.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="3)">3) Etwas liegt Einem an, zunächſt (ſ. 2): es bedrängt, drückt Einen, iſt der Ggſtd. ſeiner Sorge ꝛc., z. B.: Alle a–de und beſchwerende Noth und Leiden. <bibl><author>Luther</author> <biblScope>5, 313b;</biblScope> <title>Vor jähem Zorn, hart a–der Traurigkeit.</title></bibl> <bibl><author>Ryff</author>  <title>Sp.</title></bibl> <bibl><biblScope>195b ꝛc.;</biblScope> <title>Es liegt mir Beides hart an.</title></bibl> <bibl><author>Phil.</author> <biblScope>1, 23</biblScope> <title>[,,Ich werde von zwei Seiten gedrängt“.</title></bibl> <bibl><author>Eß];</author></bibl> — dann aber erweitert: Etwas liegt Einem an, wie das präſentiſche: es iſt ihm angelegen (ſ. d.), liegtihm am Herzen, iſt der Ggſtd. ſeiner Sorge, ihm von Belang, von Wichtigkeit ꝛc., z. B.: Da mir ſo Vieles an und aufliegt. <bibl><author>G.</author>  <title>Zelt.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 427;</biblScope> <title>Was liegt dir’s an, ob man mich tugendhaft oder laſterhaft glaube.</title></bibl> <bibl><author>H.</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>13, 150;</biblScope> <title>Ich hoff’, es lieg ihm wenig, | wenig das Betrügen an. Lit.</title></bibl> <bibl><biblScope>15, 273;</biblScope> <title>Laſſt euch das Werk a.</title></bibl> <bibl><author>Luther</author> <biblScope>2, 478b;</biblScope> <title>Mich ſendet hin! Wem läg’ es näher an?</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>524a ꝛc.</biblScope></bibl> — Nicht zu verwechſeln mit dem nah daran grenzenden: An Etwas l. (oder gelegen ſein), z. B.: Daran liegt (mir) Nichts und z. B. bei <bibl><author>Luther,</author>  <title>in der Volksſpr. ꝛc. getrennt (ſ. Da, Anm.): Da liegt (mir) Nichts an.</title></bibl> <bibl><author>Gal.</author> <biblScope>2, 6;</biblScope></bibl> <bibl><author>Luther</author> <biblScope>3, 51b; 6, 1a; 8, 263b ꝛc.,</biblScope> <title>auch (vralt.): Da liegt nicht Macht [ſ. d.</title></bibl> <bibl><biblScope>1l]</biblScope> <title>an.</title></bibl> <bibl><biblScope>6, 355b;</biblScope> <title>An den Orten .</title></bibl> <bibl><biblScope>.,</biblScope> <title>da Macht anliegt; an andern Orten läge nicht ſo große Macht daran.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 65;</biblScope></bibl> <bibl><author>Brem.</author></bibl> <bibl><author>Wörterb.</author> <biblScope>3, 174 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="4)">4) (ſ. <bibl><biblScope>2</biblScope> <title>und 3) Das A., als ſubſt. Infin., aber auch (mit Mz.) das Einem A–de, am Herzen Liegende, der Ggſtd. eines lebhaften Wunſches, einer dringenden Bitte, vgl. A–heit, Angelegenheit ꝛc.: Wirf dein A. auf den Herrn!</title></bibl> <bibl><author>Pſ.</author> <biblScope>55, 23;</biblScope> <title>Betet ſtets in allem A. mit Bitten ꝛc.</title></bibl> <bibl><author>Eph.</author> <biblScope>6, 18;</biblScope> <title>Haſt du ein A. an mich?</title></bibl> <bibl><author>Bodenſtedt</author> <biblScope>2, 379;</biblScope> <title>So durften ſie in ihren A. nicht leicht eine abſchlägige Antwort beſorgen.</title></bibl> <bibl><author>Forſter</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 249;</biblScope> <title>Er fordert am dringendſten, da er mir ſein A. überläſſt.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>9, 367;</biblScope> <title>Mit einem A., das ihm auf dem Herzen lag, keine Fehlbitte zu thun.</title></bibl> <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>5, 64;</biblScope> <title>Es waren ja die nächſten und am tiefſten aufgeregten A. ſeiner Seele.</title></bibl> <bibl><author>König</author>  <title>Kl.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 42; 1, 171;</biblScope> <title>Ihre kleinen</title></bibl> Privat-A. Jer. <bibl><biblScope>2, 116;</biblScope> <title>Philipp der Zweite konnte kein höheres A. haben als die Gleichförmigkeit des Glaubens und der Verfaſſung.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>789a; 784a;</biblScope> <title>Wilhelm der Stille weihte ſich, ein zweiter Brutus, dem großen A. der Freiheit.</title></bibl> <bibl><biblScope>775b;</biblScope> <title>Beide Gefühle, des Beifalls und der Luſt, gründen ſich auf eine Befriedigung, jenes auf Befriedigung eines</title></bibl> Anſpruchs, denn die Natur fordert bloß, aber bedarf nicht: dieſes auf Befriedigung eines A–s, denn der Sinn bedarf bloß und kann nicht fordern. <bibl><biblScope>1131a ꝛc.</biblScope> <title>Vralt. auch: ein (Einen bedrückendes) Übel, eine Krankheit ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="5)">5) (Schiff.) in einer beſt. Richtung, nach einem beſt. Kompaßſtrich ſteuern, mit Ortsadv. oder Accuſ. der Richtung: Wo oder welchen Kompaßſtrich liegt das Schiff <bibl><author>Sanders,</author>  <title>deutſches Wörterb.</title></bibl> <bibl><biblScope>II.</biblScope> <title>an?, welchen Kurs ſteuert es?; Es liegt Nord an; Seewärts a., vom Lande weg nach der offnen See zuſteuern.</title></bibl> — <comp>Āūf-:</comp></sense><sense n="1)">1) auf Etwas liegen: <sense n="a)">a) als auf der Unterlage ruhend, es berührend ꝛc. mit „auf“: Der Marmorbruch .. mag .. auf Glimmerſchiefer a. <bibl><author>G.</author> <biblScope>23, 37;</biblScope> <title>Wolkenſtreif, der ſüdwärts, einem Bergrücken gleich, auf der Horizontallinie aufzuliegen ſchien.</title></bibl> <bibl><biblScope>353;</biblScope> <title>Die Dachrinnen, wo ſie auf den eiſernen Haken auflagen.</title></bibl> <bibl><biblScope>39, 113;</biblScope> <title>Schlief mit a–dem [auf dem Tiſch liegenden] Geſichte.</title></bibl> <bibl><biblScope>20, 237;</biblScope> <title>Bett.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 305.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) laſtend, drückend ꝛc., zumeiſt mit (perſönl.) Dat.: Hat’s <bibl><biblScope>[=</biblScope> <title>der Alp] euch in den Nächten aufgelegen?</title></bibl> <bibl><author>Alexis</author>  <title>H.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 1, 19;</biblScope> <title>Daß dieſe Dichter, da ich eine Weile auf ihrem Wege fortzudichten begann, mir .. wie ein Alp beſchwerlich auflagen.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>32, 332;</biblScope> <title>Als grünes Holz Dasjenige zu ertragen, was dem dürren auflag.</title></bibl> <bibl><biblScope>22, 40;</biblScope> <title>Das gemeine Menſchenſchickſal, an welchem wir Alle zu tragen haben, muß Denjenigen am ſchwerſten a. ꝛc.</title></bibl> <bibl><biblScope>234;</biblScope> <title>Wenn ſie nur nicht .. Einem hernach den ganzen Tag auflägen [auf dem Hals, zur Laſt lägen, beſchwerlich fielen].</title></bibl> <bibl><biblScope>8, 132;</biblScope> <title>Der Schmerz liegt auf den weiblichen Herzen mit größerer Laſt als auf den männlichen auf [ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>a].</biblScope></bibl> <bibl><author>IP.</author> <biblScope>3, 72; 19, 143 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="c)">c) (ſ. b) Etwas liegt Einem auf, iſt der Ggſtd. ſeiner Sorge ꝛc.: Männer, denen ſolche Pflichten a. [ob-l., ſ. d.]. <bibl><author>Börne</author> <biblScope>2, 310;</biblScope> <title>Da mir ſo Vieles an- und aufliegt.</title></bibl> <bibl><author>G.</author>  <title>Zelt.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 427;</biblScope> <title>Wenn die Leute .. ſchlecht ſein wollen, ſo liegt mir’s nicht auf, ſie davon abzuhalten.</title></bibl> <bibl><author>Klinger</author>  <title>Th.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 268;</biblScope> <title>Jetzt kann’s Kieſelſteine vom Himmel herunterwettern, ſo braucht’s uns auch nicht aufzuliegen; das Korn iſt unter Dach und Fach.</title></bibl> <bibl><author>Kompert</author>  <title>Pfl.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 240 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense></sense><sense n="2)">2) offen, aufgeſchlagen da liegen, ausgelegt ſein: Das Buch liegt dort zur Anſicht auf (oder aus); Die Subſkriptionsliſte liegt zur Unterzeichnung auf (oder aus) ꝛc. —</sense><sense n="3)">3) müßig, dienſtlos umher-l.: Verdroß mich zuletzt das A. <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>und ich entſchloß mich zum Auffliegen.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>Mak.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 205.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="4)">4) <bibl><biblScope>tr., refl. [5]:</biblScope> <title>Sich a., ſich wund oder durch-l. (ſo daß Offnungen ..A. hab ich entſtehn): Das iſt eine Hunde-Lagerſtätt! |. than mein’ Rücken.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>7, 183 ꝛc.</biblScope></bibl> — <comp>Āūs-:</comp></sense><sense n="1)">1) <bibl><biblScope>refl.</biblScope> <title>u.</title></bibl> <bibl><biblScope>intr.</biblScope> <title>(ſein): ſ. ab-l.</title></bibl> <bibl><biblScope>3:</biblScope> <title>Der Keller mußte ſeine ausgelegenſten Weine hergeben.</title></bibl> <bibl><author>IFalk</author>  <title>G.</title></bibl> <bibl><biblScope>133; 98.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="2)">2) <bibl><biblScope>intr.:</biblScope></bibl> <sense n="a)">a) ſ. auf-l. <bibl><biblScope>2.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) beſtändig oder viel aus (außer) dem Hauſe liegen, ſich herumtreiben. <bibl><author>Ayrer</author>  <title>Faſtn.</title></bibl> <bibl><biblScope>88b; 89a:</biblScope></bibl> —</sense><sense n="c)">c) (ſ. b) Ein Wachtſchiff liegt aus, außer oder vor dem Hafen, vor der Flußmündung, um auf alles ſich Nähernde Acht zu geben, ſ. Auslieger. —</sense><sense n="d)">d) <bibl><biblScope>[4e].</biblScope></bibl> —</sense><sense n="e)">e) zu Ende liegen: Haſt du noch nicht ausgeſchlafen und ausgelegen? —</sense></sense><sense n="3)">3) <bibl><biblScope>tr.:</biblScope></bibl> <sense n="a)">a) durch langes Liegen hohl machen. <bibl><author>Adelung.</author></bibl> —</sense><sense n="b)">b) durch langes Liegen verlieren: Das Mehl hat alle Feuchtigkeit ausgelegen. —</sense><comp>Be-:</comp></sense><sense n="1)">1) <bibl><biblScope>intr.:</biblScope></bibl> <sense n="a)">a) B. bleiben (ſ. d. 18): <bibl><author>Olearius</author>  <title>Roſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>15b;</biblScope></bibl> <bibl><author>Baumgarten</author> <biblScope>30b;</biblScope></bibl> <bibl><author>Rollenhagen</author>  <title>Fr.</title></bibl> <bibl><biblScope>3 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) Belegen (ſ. d.) ſein. — 2) <bibl><biblScope>tr.:</biblScope></bibl></sense><sense n="a)">a) Etwas b., darauf liegen: Wo den Schatz hütend der Drache beliegt; Mit ihrer Herde die Äcker b. und düngen. <bibl><author>Kirchhof</author>  <title>Wend.</title></bibl> <bibl><biblScope>240a.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) mundartl.: Etwas, z. B. einen Ärger b. [durch Krankliegen büßen] müſſen. — <bibl><biblScope>intr.:</biblScope></bibl></sense><comp>Bēī-:</comp></sense><sense n="1)">1) Einer Perſon b., zum (ehelichen und unehelichen) Beiſchlaf bei ihr liegen, ihr beiwohnen: <bibl><author>JvMüller</author> <biblScope>1, 66;</biblScope> <title>Lieg’ ich Krimhilden je als Gatte bei.</title></bibl> <bibl><author>Simrock</author>  <title>N.</title></bibl> <bibl><biblScope>1093;</biblScope> <title>Ich wünſche ja Nichts mehr, | als dieſen Augenblick (holt nur den Pfarrer her!) | dem holden Fräulein beizuliegen.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>11, 230 ꝛc.;</biblScope> <title>Dies Ungeheuer lag magneſiſchen Stuten .. bei und erzeugte ein Volk | gar ſtaunlich.</title></bibl> <bibl><author>Momſen</author>  <title>Pind.</title></bibl> <bibl><biblScope>72 ꝛc.</biblScope> <title>Auch ohne Dat.:</title></bibl> <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>29, 21; 4, 31, 17;</biblScope></bibl> <bibl><author>Tob.</author> <biblScope>3, 8;</biblScope></bibl> <bibl><author>Schweinichen</author> <biblScope>2, 91; 305 ꝛc.</biblScope> <title>und: Alſo lag er auch bei mit Rahel.</title></bibl> <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>29, 30 ꝛc.,</biblScope> <title>ſ. Beilager.</title></bibl> — b) (veralt.) Einem b., beiſtehn, auf ſeiner Seite ſein ꝛc.: Der Herzog Karl haben den Hockiſchen Erben mehr als mir beigelegen. <bibl><author>Schweinichen</author> <biblScope>3, 109; 1, 318 ꝛc.</biblScope></bibl> — c) Etwas liegt bei, liegt den Akten bei, liegt bei den Akten, ſ. Beilage; Das Packet mit den b–den Briefen ꝛc. — <comp>Dā-:</comp> liegend daſein, bereit, gegenwärtig, vorhanden ſein ꝛc., vgl. darlegen: Ein Garten, der .. in der größten Reinlichkeit daliegt. <bibl><author>G.</author> <biblScope>23, 36;</biblScope> <title>In ſolchen ruhig d–den Opfern.</title></bibl> <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>Diak.</title></bibl> <bibl><biblScope>131;</biblScope> <title>Mein Herz liegt offen da vor dir und ihm.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>443a;</biblScope> <title>Der Schild . ., der im Gezelt dalag dem reiſigen Held.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Il.</title></bibl> <bibl><biblScope>14, 10;</biblScope> <title>Ob ihr .. geehrt | unſeren Gaſt im Hauſ’, ob ganz ungeachtet er daliegt. Od.</title></bibl> <bibl><biblScope>20, 130;</biblScope> <title>Die Andern kümmern uns nicht, wenn Jener nur daliegt [beſiegt, getödtet am Boden].</title></bibl> <bibl><biblScope>22, 254.</biblScope></bibl> — <comp>Darnīēder-:</comp> am Boden liegen, niedergeſtreckt, beſiegt, krank, ohnmächtig, machtlos ꝛc., ſ. nieder-, unter-l. und vgl. ob-l.: <bibl><author>Pſ.</author> <biblScope>10, 6;</biblScope></bibl> <bibl><author>Jer.</author> <biblScope>49, 26;</biblScope></bibl> <bibl><author>Weish.</author> <biblScope>17, 7; 1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Macc.</author> <biblScope>2, 63; 2, 12, 11;</biblScope> <title>Während die Akademie .. aufs jämmerlichſte darniederlag.</title></bibl> <bibl><author>Heine</author>  <title>Lut.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 301;</biblScope> <title>Weil ich noch in den Geburtsſchmerzen der Vorrede darniederliege.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>12, 383;</biblScope></bibl> <bibl><author>Luther</author> <biblScope>5, 4a; 238a;</biblScope> <title>Daß ich ohne Hoffnung zum Leben darniederliege.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>965a;</biblScope> <title>Handel und Wandel liegen darnieder.</title></bibl> <bibl><biblScope>775b; 778b;</biblScope></bibl> <bibl><author>Schweinichen</author> <biblScope>2, 184;</biblScope> <title>Wo Freiheit und Geſetz darniederliegt.</title></bibl> <bibl><author>Uhland</author> <biblScope>133 ꝛc.</biblScope></bibl> <bibl><author>Adelung</author>  <title>will als hochd. nur danieder-l. gelten laſſen, ſ. da, Anm.</title></bibl> — Dúrch- <bibl><biblScope>[5]:</biblScope> <title>Sich den Rücken d.; Die auf ihrem Krankenlager ſich durchgelegen hatte.</title></bibl> <bibl><author>Heine</author>  <title>Lut.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 189 ꝛc.;</biblScope> <title>ſcherzhaft: Don Alvarez lag jämmerlich | nur der Belagrung wegen | ſo lang vor Kalpe, daß er ſich | beinahe durchgelegen.</title></bibl> <bibl><author>Lichtenberg</author> <biblScope>4, 385.</biblScope></bibl> — <comp>Eīn-:</comp></sense><sense n="1)">1) <bibl><biblScope>intr.:</biblScope></bibl> <sense n="a)">a) Etwas liegt ein, z. B.: Gurken (in Eſſig), Pökelfleiſch (im Salz), Bier, Wein (im Keller), ein Brief (in einem andern), auch: Der in-l–de Brief; Die Lanze liegt ein, iſt eingelegt (ſ. d. 14); Es liegt ein Fingerbreit Zeug ein, iſt eingelegt (ſ. d. 10) u. ä. m. —</sense><sense n="b)">b) Sie liegt ein, z. B. beſtändig zu Hauſe, kommt nicht aus; oder krank im Bett, im Wochenbett ꝛc. Auch: Bei Jemand e. (oder in-l.), ſein Quartier haben, ſ. Einlieger. — 2) <bibl><biblScope>refl. [5]</biblScope> <title>z. B.: Machen Sie ſich einmal auf! Sie können ſich ſonſt ganz e.</title></bibl> <bibl><author>Rahel</author> <biblScope>1, 286,</biblScope> <title>durchs Liegen unbeweglich werden ꝛc.</title></bibl> — nur im Partic. entlegen (ſ. d.). — Er-:</sense><comp>Ent-:</comp></sense><sense n="1)">1) <bibl><biblScope>intr.</biblScope> <title>(ſein): gegen Etwas mit ſeinen Kräften nicht ausreichend, davon beſiegt und unterliegend hinſinken: Unter einer Laſt e.; Einem Feinde, der Laſt e.; Nun treibt mich der Muth, ich erliege nun oder erlege, | dir zu ſtehn.</title></bibl> <bibl><author>B.</author> <biblScope>237b;</biblScope> <title>Alle Schönheit erliegt und verſinkt unter den Falten und Wülſten.</title></bibl> <bibl><author>Heinſe</author>  <title>A.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 84;</biblScope> <title>Teutonien erlag | nur Siegen, unerobert.</title></bibl> <bibl><author>Kl.</author>  <title>Od.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 4;</biblScope> <title>Ich wär dieſer Wonne nicht erlegen. M.</title></bibl> <bibl><biblScope>14, 318;</biblScope> <title>Den Streichen ihrer Axt erlag der Forſt.</title></bibl> <bibl><author>Koſegarten;</author>  <title>Aus dem Gefühl unſerer Übermacht, welche .. Dasjenige ſich geiſtig unterwirft, dem unſere ſinnlichen Kräfte</title></bibl> unter-l. <bibl><biblScope>..</biblScope> <title>Ein Vermögen, welches Demjenigen, woran die Einbildungskraft erliegt, überlegen iſt.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>1135a;</biblScope> <title>Faſt erlegen von dem langen Steigen.</title></bibl> <bibl><author>Steub</author>  <title>DTr.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 45 ꝛc.</biblScope> <title>Vereinzelt mit „haben“: Niemals</title></bibl> haben noch meiner Unſterblichkeit Kräfte Gerichten, <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>die Jehovah mir gab, erlegen; dem letzten erlag ich.</title></bibl> <bibl><author>Kl.</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>13, 29.</biblScope></bibl> — b) mundartl. ſt. des einfachen liegen, z. B.: Ich will die Unwahrheit auf ſich e. [beruhen] laſſen. (obrd.) <bibl><author>Adelung;</author>  <title>E. blieben.</title></bibl> <bibl><author>SClara</author>  <title>EfA.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 5 ꝛc.</biblScope></bibl> — c) Doppelzſſtzg. z. B.: Den ſüddeutſchen Staaten gegenüber auf- erliegt [ſ. <bibl><biblScope>b]</biblScope> <title>ihr [der Schweiz] kaum mehr irgend eine Verpflichtung.</title></bibl> <bibl><author>Jahrhundert</author> <biblScope>2, 107,</biblScope> <title>vgl. auferlegen.</title></bibl> — Sie, an Leib’ und Seel’ bald abgemergelt, ſchwach, <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>e. gar da-</title></bibl> nieder. <bibl><author>Weckherlin</author> <biblScope>245.</biblScope></bibl> — Stach <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>ihm in den Wanſt, daß er zurückerlag [ſank].</title></bibl> <bibl><author>B.</author> <biblScope>170a ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="2)">2) <bibl><biblScope>refl.:</biblScope> <title>durch Liegen Kräfte ſammeln ꝛc.: Nachdem ſich der Boden in der Brache gehörig erlegen hatte.</title></bibl> <bibl><author>Landwirthſch.</author></bibl> <bibl><author>Zeit.</author> <biblScope>(55) 195a;</biblScope> <title>Um das E. des Ackers zu fördern.</title></bibl> <bibl><biblScope>979a ꝛc.</biblScope></bibl> — <comp>Ge-:</comp> vralt., mundartl. ſt. liegen, z. B.: Es ſoll dem Menſchen .. das Geſpräch [die Sprache] auf dasſelbig Mal g. <bibl><author>Eppendorf</author> <biblScope>58,</biblScope> <title>es ſoll ihm die Sprache ſtocken;</title></bibl> <bibl><author>Ryff</author>  <title>Th.</title></bibl> <bibl><biblScope>42 ꝛc.,</biblScope> <title>nam. auch</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>im Wochenbett liegen, entbunden werden:</title></bibl> <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Sam.</author> <biblScope>4, 19; 1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Kön.</author> <biblScope>3, 17;</biblScope></bibl> <bibl><author>Hohel.</author> <biblScope>8, 5,</biblScope> <title>ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>[2k];</biblScope> <title>Darnach gelag ſie, brachte eine Tochter.</title></bibl> <bibl><author>Luther</author>  <title>SW.</title></bibl> <bibl><biblScope>61, 216;</biblScope> <title>Die neulich Hochzeit hielt und jetzt g. will.</title></bibl> <bibl><author>Rachel</author> <biblScope>1, 279; 56 ꝛc.</biblScope></bibl> — Hêr-, Hín ꝛc.: ſich liegend her ꝛc. erſtrecken, ſ. <bibl><biblScope>[2,</biblScope> <title>Anfang]: Wie klar das ebene Land gegen das Gebirg hinliegt!</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>18, 129;</biblScope></bibl> <bibl><author>Kohl</author>  <title>A.</title></bibl> <bibl><biblScope>212;</biblScope> <title>Wolken liegen in den Schluchten hin.</title></bibl> <bibl><author>Uhland</author> <biblScope>201 ꝛc.</biblScope></bibl> — Dem Schloß zur Seite lag am Berggehäng her- ab <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>ein reicher Anbau.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>Roſt.</title></bibl> <bibl><biblScope>34a.</biblScope></bibl> — In Allem, was über dieſen Standpunkt hinauslag. <bibl><author>Fichte</author> <biblScope>8, 49.</biblScope></bibl> — Garten, der .. wie eine kleine Halbinſel in die Laguna hineinlag. <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>745b;</biblScope> <title>Soll ich begraben ſein, | lieg’ ich ins tiefe Gras hinein.</title></bibl> <bibl><author>Uhland</author> <biblScope>50.</biblScope></bibl> — Die ſtieren Augen liegen hervor. <bibl><author>Engel</author> <biblScope>7, 205 ꝛc.</biblScope></bibl> — <comp>Hínter-:</comp> dahinter liegen: Die ganze Dünenreihe .. mit allem h–den Lande. <bibl><author>Niebuhr</author>  <title>Nachg.</title></bibl> <bibl><biblScope>20 ꝛc.</biblScope></bibl> — <comp>In-:</comp> ſ. ein-l. <bibl><biblScope>1a</biblScope> <title>und</title></bibl> <bibl><biblScope>b.</biblScope></bibl> — <comp>Nêben-:</comp> bei Seite liegen: Moſcheroſch läſſt die groben phyſiſchen Laſter mehr n. <bibl><author>Gervinus</author>  <title>Lit.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 373.</biblScope></bibl> — <comp>Nīēder-:</comp> danieder-l.: Welche ſonſt niedergelegen wären. <bibl><author>Berlichingen</author> <biblScope>55; 122;</biblScope> <title>Mein Vater liegt an Todesenden nie-</title></bibl> <bibl><biblScope>18</biblScope> <title>der.</title></bibl> <bibl><author>B.</author> <biblScope>63a;</biblScope> <title>Niederliegt er drin an ſeiner Wunde.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>1, 205;</biblScope> <title>Erhebt den Bau, der niederlag.</title></bibl> <bibl><biblScope>10, 258;</biblScope> <title>Bis ſie .. wie Halmen von des Himmels Schloſſen niederlagen.</title></bibl> <bibl><author>Ramler</author> <biblScope>46;</biblScope> <title>Der Feind liegt nieder.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>484b; 473a;</biblScope> <title>Der, lange gequält von heftigen Schmerzen der Krankheit, | niederlag.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Od.</title></bibl> <bibl><biblScope>5, 396.</biblScope></bibl> — <comp>Ob-:</comp></sense><sense n="1)">1) <bibl><biblScope>[1a]</biblScope> <title>(vralt.)</title></bibl> <bibl><biblScope>intr.</biblScope> <title>(ſein) im Ringkampfe oben liegen, ſiegen, vgl. überlegen ſein: Du haſt .. gekämpfet und biſt obgelegen.</title></bibl> <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>32, 28; 2, 32, 18;</biblScope></bibl> <bibl><author>Jeſ.</author> <biblScope>42, 13;</biblScope> <title>Daß ſie immer o. mit großen Ehren und Gut, wir aber</title></bibl> unter-l. mit großen Schanden und Schaden. <bibl><author>Luther</author> <biblScope>8, 12a; 19a;</biblScope> <title>Daß die Saracenen uns Chriſten immer ſind obgelegen und noch o.</title></bibl> <bibl><biblScope>253b;</biblScope> <title>Daß ſie endlich wider alle ihre Feinde o. und ſiegen.</title></bibl> <bibl><biblScope>319a; 5, 86b; 314b; 533b; 6, 71a ꝛc.;</biblScope> <title>Wir wollen Tod, Teufel und allen ihren Pforten obſiegen und endlich o.</title></bibl> <bibl><author>Mattheſius</author>  <title>Lthr.</title></bibl> <bibl><biblScope>135b;</biblScope> <title>Pr.</title></bibl> <bibl><biblScope>198;</biblScope></bibl> <bibl><author>Ryff</author>  <title>Th.</title></bibl> <bibl><biblScope>6;</biblScope> <title>Thät noch ein Treffen mit ihnen, lag ob.</title></bibl> <bibl><author>Stumpf</author> <biblScope>165a; 309a ꝛc.;</biblScope> <title>Wann wir o. . .; liegen wir unten.</title></bibl> <bibl><author>Zinkgräf</author> <biblScope>1, 31 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="2)">2) <bibl><biblScope>intr.:</biblScope></bibl> <sense n="a)">a) Ich liege einem Werke ob, befleiße mich desſelben, widme mich ihm (vgl.: ſich auf Etwas legen): Die wir unſrer Religion mit gereinigten Herzen o. <bibl><author>Mattheſius</author>  <title>Pr.</title></bibl> <bibl><biblScope>159;</biblScope> <title>So wie es Knechten geziemt, die dem Bau o. der Äcker.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Th.</title></bibl> <bibl><biblScope>25, 33;</biblScope> <title>Lag .. Dindonette .. dem edeln Verdauungswerk ob.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>15, 13; 20, 57;</biblScope> <title>Die Philoſophie, welcher ich mit großem Fleiß obgelegen</title></bibl> hatte. <bibl><biblScope>16, 66.</biblScope> <title>Zuw. mit Genit.: Der fleißig ſeines Werkes oblag.</title></bibl> <bibl><author>Keler</author>  <title>gH.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 249.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) Etwas liegt Einem ob, iſt ſeine Pflicht, Schuldigkeit (ſ. Obliegenheit): Das ruhige Bewuſſtſein, ihre Pflicht gethan; Das, was ihr oblag, geleiſtet zu haben. <bibl><author>G.</author> <biblScope>27, 419; 31, 76;</biblScope> <title>Geſchäfte, die ihm oblägen.</title></bibl> <bibl><author>Thümmel</author> <biblScope>4, 162;</biblScope> <title>Arbeit .., die ganz zu vollenden, ihm obliegt.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Od.</title></bibl> <bibl><biblScope>23, 250;</biblScope> <title>So liegt unmäßig gehäuft ihm | Arbeit ob. Moſch.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 42;</biblScope> <title>Il.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 25;</biblScope> <title>Mir liegt indeſſen ob, zwei . . Klepper .. bereit zu halten.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>20, 104; 129 ꝛc.</biblScope> <title>Ungw. untrennbar: Das Werk obliege den Männern.</title></bibl> <bibl><author>Wiedaſch</author>  <title>Od.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 358 ꝛc.;</biblScope> <title>zuw. mit „,ſein“: Als wäre ihr obgelegen, einzuſtehen ꝛc.</title></bibl> <bibl><author>Linck</author>  <title>Schl.</title></bibl> <bibl><biblScope>121.</biblScope></bibl> — <bibl><biblScope>I.</biblScope></bibl></sense></sense></entry>
        </p>
        <form type="lemma">
          <orth expand="Uber-Liegen" orig="Ūber-">Ūber-</orth>
          <pc>:</pc>
          <gramGrp>1) über Etwas liegen:</gramGrp>
        </form>
        <sense>Durch die ü–de Decke ſoll der Tiſch geſchont werden ꝛc., und hinüber-l., liegend überragen. — <bibl><biblScope>II.</biblScope></bibl> Über-: 1) Einem überlegen (ſ. d.) ſein. — 2) <bibl><biblScope>refl. [5]:</biblScope> <title>Das Obſt hat ſich überlegen, zu lange gelegen.</title></bibl> — <bibl><biblScope>I.</biblScope></bibl></sense>
        <form type="lemma">
          <orth expand="um-liegen" orig="Um-">Um-</orth>
          <pc>:</pc>
          <gramGrp><pos norm="verb">intr.</pos><subc norm="intransitive"/> 1) um Etwas herum liegen:</gramGrp>
        </form>
        <sense>Die u–den Ortſchaften. — 2) umgeworfen liegen: Die Kugel rollte fort, die Kegel lagen um. — <bibl><biblScope>II.</biblScope></bibl></sense>
        <form type="lemma">
          <orth expand="um-liegen" orig="Um-">Um-</orth>
          <gramGrp><pos norm="verb">tr.:</pos><subc norm="transitive"/></gramGrp>
        </form>
        <sense>liegend umgeben: Daß er das wenige Fleiſch und Gedärm, was die Knochen umlag, wegdachte. <bibl><author>IP.</author> <biblScope>2, 181;</biblScope> <title>Die Seide, die ihn umlag.</title></bibl> <bibl><author>Derſ.;</author>  <title>Nicht träg’ umlieg’ euch das Land.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Ge.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 36;</biblScope> <title>Wo noch rein das Gefild aus u–den Leichen hervorſchien.</title></bibl> <bibl><author>Derſ.</author></bibl> — <comp>Umhêr-:</comp> ringsum, verſtreut liegen: Laß deine Sachen nicht ſo umher- oder herum-l.; Die Lanze .. traf den ſiebenhäutigen Stierſchild <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>auf das obere Erz, das ihm zum achten umherlag.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Il.</title></bibl> <bibl><biblScope>7, 246.</biblScope></bibl> — <bibl><biblScope>I.</biblScope></bibl> Únter- <bibl><biblScope>intr.:</biblScope></bibl></sense>
        <sense n="1)">1) <bibl><biblScope>[1a]</biblScope> <title>im Ringkampf ꝛc. unten liegen, beſiegt werden, danieder-l. ꝛc., ſ. den Ggſtz ob-l. und vgl. er-l.: Hab’ ich gefürchtet, ihnen unterzuliegen.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>10, 34;</biblScope> <title>In Gefahr, zwei gefährlichen Thieren unterzuliegen.</title></bibl> <bibl><biblScope>30, 309;</biblScope> <title>Wenn dieſer Sieger . . mit einem Stärkern zuſammenkam, ſo lag er gar wohl unter.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>11, 83; 8, 413;</biblScope> <title>So liegt die Kunſt unter.</title></bibl> <bibl><author>RückertMak.</author> <biblScope>1, 15;</biblScope> <title>Er ſtarb .., ohne je, bei vollkommenem Zuſtande der Mannheit, ihren Forderungen untergelegen zu</title></bibl> haben. <bibl><author>Thümmel</author> <biblScope>2, 5;</biblScope> <title>Sein Geiſt ſchien in dem Streite mit ſeinem Körper endlich unterzuliegen.</title></bibl> <bibl><author>Weiße</author>  <title>Rabn.</title></bibl> <bibl><biblScope>68 ꝛc.</biblScope> <title>Heute gw. untrennbar (ſ. II.): Er unterliegt dem Feind, iſt ihm unterlegen, fürchtet ihm zu unt. ꝛc., ſeltner: Sie</title></bibl> hat unterlegen, um ſich aus der Aſche wiederzugebären. <bibl><author>Mundt</author>  <title>Kaiſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 153;</biblScope> <title>So hat denn auch jenes große Genie .. der kleinſtädtiſchen Denkungsart unterlegen.</title></bibl> <bibl><author>Thümmel</author> <biblScope>6, 153 ꝛc.</biblScope> <title>Vgl. Bſp., die zu</title></bibl> <bibl><biblScope>I.</biblScope> <title>oder</title></bibl> <bibl><biblScope>II.</biblScope> <title>gezogen werden können: Die ob-l. und unter-l.</title></bibl> <bibl><biblScope>2.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>32, 18; 5, 28, 13;</biblScope></bibl> <bibl><author>Pſ.</author> <biblScope>116, 6;</biblScope> <title>Wogegen das Stärkſte, was die Männer ſagen, unterliegt.</title></bibl> <bibl><author>IGJacobi</author>  <title>Jr.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 130;</biblScope> <title>Damit du mir nicht völlig unterlägeſt, und darüber zu Grunde gingeſt.</title></bibl> <bibl><author>FSchlegel</author>  <title>Flor.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 6 ꝛc.;</biblScope> <title>Meine</title></bibl> Unterliegung. <bibl><author>CFBahrdt</author> <biblScope>2, 41,</biblScope> <title>gw.: Mein U.</title></bibl> —</sense>
        <sense n="2)">2) unter Etwas liegen, darunter-l., auch übrtr.: ihm zu Grunde liegen: Je nachdem dem Bilde ein hellerer oder dunklerer Grund .. unterliegt. <bibl><author>G.</author> <biblScope>39, 261;</biblScope> <title>Kenntnis der u–den Körper.</title></bibl> <bibl><biblScope>365;</biblScope> <title>Dieſe Grundſätze liegen allen Meiſterwerken unter.</title></bibl> <bibl><author>Zelter</author> <biblScope>5, 88;</biblScope> <title>Der Schrank ſteht nicht mehr feſt, ſeit der Klotz, der auf der einen Seite untergelegen hat, fort iſt ꝛc.</title></bibl> — <bibl><biblScope>II.</biblScope></bibl> Unter-: ſ. <bibl><biblScope>I. 1,</biblScope> <title>auch</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Das unterliegt keinem Zweifel, Bedenken ꝛc.; Ob die letzten Antheile Wein auch der Gährung unterlegen</title></bibl> haben. [Perf., ſ. Anm.]. <bibl><author>Karmarſch</author> <biblScope>1, 726;</biblScope> <title>In ſeinem eignen Land ein Kloſter zu bauen, da er keiner andern Oberkeit unterlegen wäre.</title></bibl> <bibl><biblScope>[=</biblScope> <title>Jmpf., ſ. Anm.].</title></bibl> <bibl><author>Stumpf</author> <biblScope>378b;</biblScope> <title>Allen dergleichen ſchändlichen Fragen, Zweifeln, Darlegungen müßte ich unt. [mich unterwerfen].</title></bibl> <bibl><author>Tieck</author>  <title>A.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 58.</biblScope></bibl> — <comp>Ver-:</comp></sense>
        <sense n="1)">1) <bibl><biblScope>tr.:</biblScope></bibl> <sense n="a)">a) Eine Zeit verl., liegend verbringen: Wollt ihr bei einem Köhler an warmer Stätte die Nacht verſitzen [ſ. d.] oder verl., ſo ſeid ihr willkommen. <bibl><author>G.</author> <biblScope>18, 39 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) Etwas durch zu langes Liegen verſäumen, verpaſſen; z. B.: Zu der Mette .., <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>deren Frau Kriemhilde wohl ſelten eine verlag.</title></bibl> <bibl><author>Simrock</author>  <title>Nib.</title></bibl> <bibl><biblScope>945,</biblScope> <title>verſchlief; Der Schiffer hat den guten Wind verlegen ꝛc.</title></bibl> —</sense></sense>
        <sense n="2)">2) <bibl><biblScope>intr.</biblScope> <title>(ſein): liegen, von Etwas, das nicht liegen, das in Bewegung, in Umlaufe, in Gang ſein ſollte ꝛc., alſo: unbenutzt, nutzlos oder ſchädlich liegen, oder: durch das Liegen ins Stocken gerathen, ſchlechter werden, an Werth verlieren ꝛc. (ſ. 3) und zer-l.: Da traten ſo viele verlegene Kleider ans Licht.</title></bibl> <bibl><author>Arnim</author> <biblScope>75;</biblScope> <title>Da verlieget Freud’ und Troſt | todt als in des Winters Froſt.</title></bibl> <bibl><author>SDach</author></bibl> <bibl><author>(WMüller</author>  <title>Bibl.</title></bibl> <bibl><biblScope>5, 168);</biblScope> <title>Das Verl. über den Büchern verſpottet.</title></bibl> <bibl><author>Gervinus</author>  <title>Lit.</title></bibl> <bibl><biblScope>5, 672;</biblScope> <title>Die reichen Vorräthe. Das trage ja Nichts ab, ſagte er, das verliêge ja.</title></bibl> <bibl><author>GotthelfU.</author> <biblScope>1, 302;</biblScope> <title>Verſchloſſene | Gedanken wollen Luft oder verl., | wie Waarenlager, denen Sonne fehlt.</title></bibl> <bibl><author>H.</author> <biblScope>16, 74;</biblScope> <title>Hüt dich vor dieſen faulen verlegenen Dorflötſchen [Hund].</title></bibl> <bibl><author>Keiſersberg</author>  <title>Pilg.</title></bibl> <bibl><biblScope>142c;</biblScope> <title>Der nicht das Pfund verl. | . . läſſt.</title></bibl> <bibl><author>Lohenſtein</author>  <title>Jbr. Sult.</title></bibl> <bibl><biblScope>14;</biblScope> <title>Daß ſie [dieſe Speiſen] lang im Magen verl. [unverdaut bleiben].</title></bibl> <bibl><author>Ryff</author>  <title>Sp.</title></bibl> <bibl><biblScope>76a; 72a ꝛc.;</biblScope> <title>Darum verlagen die Bücher in den Librarien gefangen und beſchloſſen.</title></bibl> <bibl><author>Stumpf</author> <biblScope>354b;</biblScope> <title>Die meiſten Waaren verl., während Wein und Taback durch das Liegen beſſer werden. Nam. oft im Partic.: Andere verlegene [veraltete ꝛc.] Wörter, wofür man ein eben ſo gutes neues aufſtellen kann.</title></bibl> <bibl><author>B.</author> <biblScope>137a;</biblScope> <title>Den Herausgebern verlegener Handſchriften.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>6, 7;</biblScope> <title>Das Bekannte aufzufriſchen und verlegene Grundſätze wenigſtens auf acht Tage wieder nach oben hinzuſchaffen.</title></bibl> <bibl><author>Lichtenberg</author> <biblScope>4, 498 ꝛc.</biblScope></bibl> — Ferner (Bergb.): Verl., am Geſtein: wegen der Härte desſelben nicht vorwärts kommen; Verl., auf der Zeche, mit Schaden bauen (ſ. 3). —</sense>
        <sense n="3)">3) <bibl><biblScope>refl.:</biblScope> <title>(ſ. 2) durch das Liegen Nachtheil erleiden, nicht fortkommen ꝛc.: Die Stadt, | wo Wallenſtein weiland verlegen ſich hat [ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>1].</biblScope></bibl> <bibl><author>Arndt</author> <biblScope>197,</biblScope> <title>vor der er mit dem Belagerungsheer vergeblich und zu ſeinem Nachtheil gelegen; Bei Euch verlag die Waare ſich.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Sh.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 379 ꝛc.</biblScope> <title>(Weidm.) Sich verl., vom Hunde (ſ. 4), wenn er lange nicht geführt wird.</title></bibl> <bibl><author>Laube</author>  <title>Br.</title></bibl> <bibl><biblScope>296</biblScope> <title>und ähnl. von Menſchen, deren Geiſt durch Unthätigkeit ins Stocken geräth, ſ. (das Partic.) Verlegen und vgl. Vor-l.</title></bibl> — <comp>Vōr-:</comp></sense>
        <sense n="1)">1) vor Etwas liegen: Es liegt ein Schloß vor, vor der Thür, vor dem Koffer; Die Röhre iſt verſtopft, es liegt Etwas vor, vor der Offnung; Die v–de Lache verſeichtete immer mehr. <bibl><author>Niebuhr</author>  <title>Nachg.</title></bibl> <bibl><biblScope>114;</biblScope> <title>Die v–den Werke, im Feſtungsbau, vor d. eig. Befeſtigungswerken liegend; Man höret den rechten Ort ab, wo die Hunde vorl. [vor dem innern Dachsbau].</title></bibl> <bibl><author>Döbel</author> <biblScope>2, 139,</biblScope> <title>ähnl.: V–de (oder vorſtehende) Hunde, ſ. Vorſtehhund und dafür (vralt.): Da haben ſie gute</title></bibl> verlegne Hund darzu [zum Wachtelfang] abgerichtet. <bibl><author>Stumpf</author> <biblScope>613b.</biblScope> <title>Zuw. mit abhäng. Dat.: Anhöhen, dem nachbarlichen Harze v–d.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>27, 201.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="2)">2) Etwas liegt (Einem) vor, liegt (ihm) vor Augen, liegt vorhanden da, allgemein: iſt vorhanden oder da, gegenwärtig ꝛc.: Es hat gar kein Grund zu ſeiner Verhaftung vorgelegen; Im v–den [gegenwärtigen] Fall; Das Original hat mir damals vorgelegen ꝛc. — Zer- <bibl><biblScope>tr. [3]:</biblScope> <title>Polſter, die wirklich zerlegen und zerſeſſen waren.</title></bibl> <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 18 ꝛc.,</biblScope> <title>auch</title></bibl> <bibl><biblScope>refl.:</biblScope> <title>Sich (Dat.) den Rücken oder ſich z.; Das Papier zerliegt ſich, geht durch langes Liegen entzwei und im Partic.: Vergilbtes und zerlegenes Papier.</title></bibl> — Zurück-, <bibl><biblScope>intr.:</biblScope> <title>z. B. nach hintenhin liegen; ferner: zurückgelegt, übergeblieben ſein: Wovon noch Manches zu weiterer Bearbeitung zurückliegt.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>39, 457.</biblScope></bibl> — <comp>Zwíſchen-:</comp> dazwiſchen liegen u. ä. m.</sense>
      </entry>
    </body>
  </text>
</TEI>
