<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<?xml-model href="http://www.tei-c.org/release/xml/tei/custom/schema/relaxng/tei_all.rng" type="application/xml" schematypens="http://relaxng.org/ns/structure/1.0"?>
<?xml-model href="http://www.tei-c.org/release/xml/tei/custom/schema/relaxng/tei_all.rng" type="application/xml" schematypens="http://purl.oclc.org/dsdl/schematron"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0">  <teiHeader>
    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title>Artikel „lehrig“</title>
        <author ref="https://viaf.org/viaf/61594915/">
          <persName>
            <surname>Sanders</surname>
            <forename>Daniel</forename>
          </persName>
        </author>
        <editor>
          <persName>
            <surname>Göttel</surname>
            <forename>Sebastian</forename>
          </persName>
        </editor>
        <editor>
          <persName>
            <surname>Wiegand</surname>
            <forename>Frank</forename>
          </persName>
        </editor>
      </titleStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>
          <email>edition-sanders@bbaw.de</email>
          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
          <orgName role="hostingInstitution" xml:lang="en">Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities (BBAW)</orgName>
          <orgName role="hostingInstitution" xml:lang="de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW)</orgName>
          <address>
             <addrLine>Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin</addrLine>
             <country>Germany</country>
          </address>
        </publisher>
        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
        <availability>
          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">
            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
          </licence>
        </availability>
      </publicationStmt>
      <sourceDesc>
        <bibl>Daniel Sanders: „lehrig“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
  </teiHeader>

  <facsimile>
    <surface ulx="107" uly="2974" lrx="1109" lry="3973">
      <graphic url="DE-20__Sanders_Band-2_1__0092__0090__0"/>
    </surface>
    <surface ulx="16" uly="251" lrx="1013" lry="1100">
      <graphic url="DE-20__Sanders_Band-2_1__0092__0090__1"/>
    </surface>
  </facsimile>
  <text>
    <body>
      <entry type="main" xml:lang="de">
        <form type="lemma">
          <orth expand="lehrig" orig="Lêhrig">Lêhrig</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp><pos norm="adjective">a.</pos></gramGrp>
        </form>
        <form type="lemma">
          <orth expand="Lehrigkeit" orig="~keit">(~keit</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp><pos norm="noun">f.):</pos><gen norm="feminine"/></gramGrp>
        </form>
        <sense>1) (veralt.) leicht einzuſchulen (zu dreſſieren); Das, was man ſich als zu Könnendes aneignen ſoll, leicht auffaſſend und in ſich aufnehmend, gw.: Ge-l. (ſ. d., ahd. lêrîg). — 2) in Zſſtzg., denen von Lehre (4) entſprechend, zum Erſatz der fremden Ew., welche bez.: „auf eine Lehre oder Wiſſenſchaft bezüglich“, von <bibl><author>Campe</author>  <title>vorgeſchlagen, aber wenig im Gebrauch, z. B.: größen-, natur-, ſprach-l. ꝛc. für: mathematiſch, phyſikaliſch, grammatiſch ꝛc.</title></bibl></sense>
        <p type="compositions">
          <p type="introduction">Zſſtzg. ſ. 2, ferner zu 1 z. B.: Ge-: [Die Neger beſchränken ſich auf die Nachahmung, die Erlernung des Vorgemachten und ſchließen eigne Invention, zumal auch ein ſelbſtändiges Urtheil, ziemlich überall aus; man kann die meiſten von ihnen g., aber nur wenige von ihnen geſcheit nennen. Burmeiſter gB. 2, 139; Der verſchiedene Grad von G–keit, die man bei abzurichtenden Thieren bald wahrnimmt. 1, 278; Lieblich | gab ſie Umarmung und Kuß bald mir g. zurück. G. 1, 226; Horchte er nicht nur als ein g–er, ſondern als ein gelehrter Jünger ſeinen Meiſtern zu, er horchte ihnen ihre beſondern Kenntniſſe bald ab. 30, 34; Nicht | g., wie der Falk ſich aus den Lüften | zurückſchwingt auf des Jägers Hand, gehorcht | der wilde [Kriegs-] Gott dem Ruf der Menſchenſtimme. Sch. 468b; Hätte nur Mamilia mehr G–keit für ihre Unterweiſungen gehabt. W. 16, 150; Mehr G–keit, ſich von ihm leiten zu laſſen. HB. 1, 11; Jung lernt das Roß die noch g–e, | biegſame Scheitel unter ſeinen Meiſter | zu ſchmiegen. 66. — Ggſtz.: Ihre Un-G–keit. Börne 2, 163; Die Un-G–keit und Unbehilflichkeit der niedern Stände. Fichte 7, 431; Ganz un-g. für die Melodie. Uhland 205; Gewohnt, daß Alles vor ſeiner Macht | ſich bückte und un-g., zu eines Mädchens Füßen | zu ſchmachten. W. 15, 262; 12, 103; Ihren un-g–en Nacken geſchmeidiger zu machen. HB. 1, 16 ꝛc. — Veralt.: Daß ſie faſt gelernig ſind, darum man ſie zu mancherlei Gaukelſpiel gewöhnen mag. Ryff Th. 13; 17; Ungelernig. 3 ꝛc., ſ. auch: lehrſam 2. —</p>
          <entry type="sub"><comp>Hárt-:</comp> hart oder ſchwer lernend, faſſend, begreifend: Ich bin zu h., um dieſe Geſetze zu begreifen. B. 140b ꝛc., ebenſo: ſchwer-l., Ggſtz.: leicht-l. u. ä. m., daneben: Du Bäuriſcher und Hartlerniger. V. A. 1, 247.</entry>
        </p>
      </entry>
    </body>
  </text>
</TEI>
