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        <title>Artikel „Legen“</title>
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            <surname>Sanders</surname>
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            <surname>Göttel</surname>
            <forename>Sebastian</forename>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „Legen“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <lbl>I.</lbl>
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          <orth expand="Legen" orig="Lēgen">Lēgen</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp>Lege-:</gramGrp>
        </form>
        <sense><bibl><biblScope>tr.</biblScope> <title>(zuw. ohne ausgedrücktes Obj.) und</title></bibl> <bibl><biblScope>refl.:</biblScope> <title>faktitiv zu liegen (ſ. d.), wie ſtellen zu ſtehn, ſetzen zu ſitzen</title></bibl> — bewirken, daß Etwas liegt, und zwar — im Ggſtz. zu dem ungeſtümen „werfen“ — planvoll und bedächtig, vgl.: Sie warf ihm die Arme um den Hals und legte — nein warf auch den kleinen Kopf an ſeine Bruſt. <bibl><author>Höfer</author>  <title>Leb.</title></bibl> <bibl><biblScope>264.</biblScope> <title>Die zunächſt rein örtl. Bed. tritt jedoch in vielen Verbind. mehr zurück und wird verſch. nüanciert,</title></bibl> — zunächſt mit abhäng. Präpoſ. (1—17), dann ohne ſolche (18—36) und (37) mit Angabe des Erfolgs:</sense>
        <sense n="1)">1) allgm. Bem.: <sense n="a)">a) über die Fügung mit Präpoſ.: Die mit Dat. oder Accuſ. werden der Bed. gemäß bei l. mit dem Accuſ. verbunden, wozu dann noch ein die Ruhe bezeichnendes Verh. treten kann, z. B.: Er hat das Buch [wo?] dort oder in dem Garten — [wohin?] auf die Bank gelegt; Er hat ſich in meiner Stube ins Bett gelegt ꝛc. Das Verh. der Bewegung kann auch durch bloßes „hin“ bez. werden oder in manchen Fällen auch unbez. bleiben, wo dann alſo nur das Verh. der Ruhe neben l. erſcheint, ſ. nieder-l. <bibl><biblScope>1,</biblScope> <title>z. B.: Er hat das Buch im Garten hingelegt; Er hat ſich in meiner Stube hingelegt, ſchlafen gelegt, gelegt [als Patient, ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>27];</biblScope> <title>Die Hühner l. (ihre Eier) im Stall (ſ. 20) ꝛc. So erklären ſich auch vereinzelt vorkommende Fügungen mit dem Dat. ſt. des Accuſ. ꝛc., z. B.: Wenn ſich grobe Hefen l. [ſt. an-l.] | an dem</title></bibl> <bibl><biblScope>10* 4V</biblScope> <title>Rande.</title></bibl> <bibl><author>Brockes</author> <biblScope>9, 36;</biblScope> <title>Scheint .. auch ein Geiſt darin [ſt. darein] gelegt, | der ꝛc.</title></bibl> <bibl><biblScope>257;</biblScope> <title>Sie l. thönerne Röhren im Erdreich.</title></bibl> <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>7, 96;</biblScope> <title>Die Entfernung wird ſich wohlthuend l. zwiſchen mir und dir.</title></bibl> <bibl><author>Lewald</author>  <title>W.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 419;</biblScope> <title>Leg dein Köpfchen mir am Buſen.</title></bibl> <bibl><author>Werner</author>  <title>Oſtſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 241 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) über die Bed. (im Allgm.): Für die rein örtl. Bed. genügen im Folgenden (alphab. nach den Präp.) wenige leicht zu mehrende Bſp., vgl. die entſprechenden Zſſtzg., die jedoch eine weit innigere Zuſammengehörigkeit, ein engeres Berühren, Anſchmiegen ꝛc. bez., z.B. nur: Ein Buch an die Erde, auf den Tiſch, einen Beſen vor die Thüre l., dagegen: Ein Kleid (das an den Leib und damit zuſammen gehört) an-l.; Ein Tiſchtuch (das auf den Tiſch gehört ꝛc.) auf-l.; Das Schloß (das vor die Thüre gehört ꝛc.) vor-l. ꝛc., wofür es freilich auch mit leichter Nüance heißen kann: Ein Kleid an den Leib [ſelten], ein Tiſchtuch auf den Tiſch, das Schloß vor die Thüre l. ꝛc., ſ. ab-l. <bibl><biblScope>1c ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense></sense>
        <sense n="2)">2) Den Kopf an Jemandes Schulter, ſich an Jemandes Seite, die Stücke an einander l.; Einem Ketten an Händ’ und Füße, den Hund an die Kette, ſich Schuhe an die Füße, Holz ans Feuer, Feuer ans Holz, ans Haus, das Kind zum Säugen an die Bruſt l. oder an-l.; Etwas an die Luft, an die Sonne, ans Licht, an den Tag (ſ. d. oder: zu Tage) l., auch übrtr.: es deutlich zu erkennen geben, zeigen; Hand (ſ. d. 5) l. an Etwas, an Einen, an ſich ſelbſt l. oder an-l.; Einem Etwas ans Herz (ſ. d. 9a) l.; Sich an den Laden (ſ. d. 2) für Etwas l.; Ein Schloß an (vgl. 14) den Koffer, an die Thüre l. ꝛc.; Einen Maßſtab (ſ. d.) an Etwas l.; Das Siegel, das Demuth und Ehrfurcht vor den Eltern an ſeinen Mund gelegt, war gelöſt. <bibl><author>Kompert</author>  <title>Pfl.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 275 ꝛc.:</biblScope> <title>Sein Geld an Waaren l., es darin</title></bibl> an-l., es darauf wenden, zunächſt inſofern man es dafür hingebend dem Verkäufer auf den Tiſch legt; So legt ein Tropf ſein Gut an Firlefanz. <bibl><author>V.</author>  <title>Sh.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 500 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="3)">3) Etwas auf den Tiſch, die Bank, die Erde, den Boden l.; Sich aufs Sopha, aufs Bett (ſ. d. <bibl><biblScope>2,</biblScope></bibl> — vrſch. <bibl><biblScope>7</biblScope> <title>u. 16), auf die Bärenhaut (ſ. d.), auf den Rücken, auf die Seite, auf die faule, die liederliche Seite (ſ. d.), ſich aufs Ohr (ſ. d.) l., um zu ruhen, zu ſchlafen; Die Hand (ſ. d. 5) auf etwas zu Ergreifendes,</title></bibl> — auf den Mund, aufs Herz l.; Einen Pfeil, einen Bolzen auf den Bogen, auf die Sehne des Bogens l. oder auf-l.; Zwei kongruente Dreiecke auf ein- ander l.; Alles auf einen Haufen (ſ. d. 1b) l. ꝛc.; Etwas zu Tragendes, eine Laſt, ein Joch ꝛc. auf Einen, auf ſeine Schulter l. oder auf-l.; Daß ein Schickſal dergleichen auf uns lege. <bibl><author>G.</author> <biblScope>22, 273;</biblScope> <title>Krankheit</title></bibl> <bibl><biblScope>(2.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>15, 26),</biblScope> <title>einen harten Dienſt</title></bibl> <bibl><biblScope>(5, 26, 6),</biblScope> <title>ein Gebot</title></bibl> <bibl><author>(Neh.</author> <biblScope>10, 32)</biblScope> <title>auf Jemand l.; Wird man ein Geld auf ihn l. [ihm auf-l., die Zahlung desſelben verlangen].</title></bibl> <bibl><biblScope>2.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>21, 30;</biblScope> <title>Es werden ſich auf ihn l. alle Flüche.</title></bibl> <bibl><biblScope>5, 29, 20;</biblScope> <title>Der Qualm legt ſich [ſchlägt] mir auf die Bruſt ꝛc.; Der Kummer legt ſich ihm aufs Geſicht, zeigt ſich in ſeinen Mienen; Einem Worte auf die Zunge (vgl.: in den Mund) l.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>7, 212 ꝛc.;</biblScope> <title>Ein Pflaſter, eine Salbe auf die Wunde l.; Er wird das Fehlende ſchon darauf l. [hinzu l., um es voll zu machen].</title></bibl> <bibl><author>Hebel</author> <biblScope>3, 501;</biblScope> <title>Funfzig Thaler werden wir noch drauf l. müſſen.</title></bibl> <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 62 ꝛc.</biblScope> <title>(ſ. 16); Das Schiff auf die Seite, Geld auf die hohe Kante (ſ. d. 2a), auf Zinſen l., ſo hin- oder an-l., daß es Zinſen trägt ꝛc.; Sich auf die Lauer (ſ. d.) l.; Ein Gewicht auf die Wagſchale,</title></bibl> — übrtr.: ein Gewicht auf dieſen Umſtand l.; Nachdruck, einen Ton, Accent, großen Werth (vgl. geben 2i) auf Etwas l.; Daß auf die Bienenzucht gar Wenig gelegt werde. <bibl><author>Möſer</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 163 ꝛc.;</biblScope> <title>Sich auf Etwas l., ſich Deſſen mit Ausdauer befleißen, vgl. an-l.</title></bibl> <bibl><biblScope>11a</biblScope> <title>und: Wer ſich von einem Studium aufs andre wirft, wird in keinem ſoviel erreichen, als wer ſich ausſchließlich auf eins legt; Sich auf die Wiſſenſchaften und ſchönen Künſte zu l.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>7, 174 ꝛc.;</biblScope> <title>Da er mit Gewalt Nichts ausrichten kann, ſo legt er ſich aufs Bitten ꝛc.; vralt.: Der Haſe legt es nun aufs Flehen.</title></bibl> <bibl><author>Hagedorn</author> <biblScope>2, 222;</biblScope> <title>Mußte es aufs Bitten l.</title></bibl> <bibl><author>Olearius</author>  <title>Roſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>55a ꝛc.</biblScope></bibl> Schiff.: auch ohne Obj. oder <bibl><biblScope>intr.:</biblScope> <title>Auf Etwas zu l. oder ſteuern [das Schiff, mit dem Schiff], Ggſtz.: Mit dem Schiff von Etwas, z. B. vom Ufer l. So: Ab- und</title></bibl> an-l. (vgl. hängeln). —</sense>
        <sense n="4)">4) Das Geld aus dem Kaſten l., aus einem Kaſten, in den andern l.; Etwas aus der Hand l. ꝛc. Auch (37): Etwas Zuſammen-Gelegtes (oder -Gefaltetes) aus einander l. oder falten, ausbreiten, eig. und übrtr.: [Nun] l. ſich die Wolken . . in einen kleinen Schnee aus einander. <bibl><author>G.</author> <biblScope>14, 213;</biblScope> <title>Wie Einheit ſich in Zweiheit aus einander lege.</title></bibl> <bibl><biblScope>39, 16;</biblScope> <title>Die Eigenſchaften eines Dinges dar-l., ſie auseinander l., Das heißt: ein Ding begreifen.</title></bibl> <bibl><author>Burmeiſter</author>  <title>gB.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 176;</biblScope> <title>Daß dieſes Räthſel ſich bald aufhellen und aus einander l. würde.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>18, 268;</biblScope> <title>Er legte ſehr umſtändlich aus einander, wie unſchicklich es ſei ꝛc.</title></bibl> <bibl><biblScope>27, 262 ꝛc.;</biblScope> <title>Dieſe Frage, welche in ihrer</title></bibl> Auseinanderlegung zu ſchmerzlichen Verwicklungen führte. <bibl><author>Lewald</author>  <title>Ferd.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 342.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="5)">5) Bei Seite (ſ. d.) l. — Sich gegen Etwas l. oder ſetzen (ſ. 15). —</sense>
        <sense n="6)">6) Etwas hinter den Ofen, hinter die Bank l. ꝛc.; Geld, Etwas hinter ſich l. <bibl><author>Lewald</author>  <title>Leb.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 8,</biblScope> <title>erwerben und erſparen; zurück-l., ſo z. B. auch (vralt.): Nachdem wir ſechs Meilen hinter uns geleget.</title></bibl> <bibl><author>Olearius</author>  <title>Reiſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>250a.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="7)">7) Eier ins Neſt l., z. B.: Der Kuckuck legt der Grasmücke Eier ins Neſt; Man legt den Hühnern Enteneier zum Ausbrüten ins Neſt ꝛc. (ſ. 20); Etwas in einen Korb, Kaſten, in eine Schachtel, in ein Futteral l.; Fäſſer, Wein in den Keller l. (ſ. 19); Einen ins Grab, in die Erde, ins Gefängnis, in Ketten und Banden, in den Block, in Acht und Bann l.; Sich ins Bett (ſ. d. 2) l.; Einem Einquartierung ins Haus l., ſo daß ſie dauernd dort liegt oder raſtet; Sich zu Jemand ins Haus l. ꝛc.; Sich in den Hinterhalt [ſ.: auf die Lauer] l. ꝛc.; Geld in die Kaſſe, in die Bank, ins Geſchäft als Theilnehmer, in die Lotterie als Mitſpielender l. (ſ. 26); Etwas in Ordnung l., ſo wie es liegen muß; Etwas in Lagen, Schichten, Häufchen l., ſo daß Lagen, Schichten ꝛc. daraus werden; Die Hände (ſ. d. 5) in den Schoß l.; Einem Worte in den Mund l., entweder: ihm angeben, was er zu ſagen hat, z. B. <bibl><biblScope>2.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>4, 15;</biblScope></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>28, 201 ꝛc.,</biblScope> <title>oder: fälſchlich angeben, daß er ſie geſagt habe, z. B.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>11, 532 ꝛc.;</biblScope> <title>Einem Etwas ins Herz l., pflanzen, geben; Einem einen Stein des Anſtoßes, ein Hindernis ꝛc. in den Weg l.; Etwas dagegen in die Wagſchale l.; Sein Haus in den Felſen l., bauen, graben.</title></bibl> <bibl><author>Spr.</author> <biblScope>30, 26;</biblScope> <title>Die Tiefe ins Verborgne l.</title></bibl> <bibl><author>Pſ.</author> <biblScope>33, 7 ꝛc.;</biblScope> <title>Ließ er unſer Schiff in den Wind l., d. i. wir hielten mit Segeln inne.</title></bibl> <bibl><author>Forſter</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 9; 158 ꝛc.;</biblScope> <title>Das Haus in Aſche l., niederbrennen, ſo daß es in Aſche liegt; Ein Feld in den Grund (ſ. d. 14) l., eine Zeichnung davon machen, es aufnehmen ꝛc.; Sich ins Mittel (ſ. d. 1f) l., ſich dazwiſchen (ſ. 17), ſich darein l.; Die engliſchen Lords l. ſich darein und unterſtützen ſeine Bitte; auch: Als hätte nicht . . | ſo manche Sonnenkehr ſich drein gelegt [wäre dazwiſchen getreten].</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>4, 41;</biblScope> <title>Und hat ſich’s Unglück drein gelegt.</title></bibl> <bibl><author>Derſ.</author>  <title>ꝛc.; Sich ins Zeug (ſ. d.) l., vgl. in Harniſch kommen ꝛc.; In Bereitſchaft (ſ. 37) l.</title></bibl> —</sense>
        <sense n="8)">8) Mit Einem heben (ſ. d. 1g) und l., vgl. <bibl><biblScope>26.</biblScope></bibl> — Etwas nach der Reihe l., ſo wie es auf einander folgen ſoll. —</sense>
        <sense n="9)">9) Einen Stein neben den andern l.; Leget meine Beine neben ſeine Beine [ins Grab]. <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Kön.</author> <biblScope>13, 31 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="10)">10) Eine Decke übern Tiſch, übers Bett l. oder über-l.; Ein zarter Hauch, leiſer Duft legt ſich über die Gegend; Hier hat ſich gleich eine trübe Stimmung über ihn gelegt. <bibl><author>Enſe</author>  <title>Humb.</title></bibl> <bibl><biblScope>123 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="11)">11) Einen Eiſenring, eine Klammer um die Stange; Einen Mantel um die Schulter l. oder um-l. ꝛc. —</sense>
        <sense n="12)">12) Einem eine Decke, die Hände (ſ. d. 5) unter die Füße l.; Etwas unter Schloß und Riegel, unter Siegel l., verſchließen, verſiegeln; Einen Zettel unter die andern l., dazu, darunter miſchend ꝛc. —</sense>
        <sense n="13)">13) Etwas, das man an ſich trägt, von <bibl><biblScope>( ⏑)</biblScope> <title>ſich l., ab. l.; Nie werd’ ich dieſes nächtliche Gewand | mehr von mir l.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>439b ꝛc.</biblScope> <title>Auch</title></bibl> <bibl><biblScope>intr.</biblScope> <title>ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>3.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="14)">14) Der Hund legt ſich vor die Thüre; Ein Schloß vor die Thüre, vor den Kaſten, übrtr. vor den Mund l., ſ. Vorlegeſchloß ꝛc.; Die Pferde vor den Wagen l. oder ſpannen; Einem ein Kind vor die Thüre l., als ein ihm gehörendes oder von ihm anzunehmendes, auch übrtr., z. B.: <bibl><author>W.</author> <biblScope>26, 133 ꝛc.;</biblScope> <title>Daß eine Kommiſſion einen Entwurf vor Rath legte . . Dieſes Meiſterſtück auch vor unſre Leſer zu l.</title></bibl> <bibl><biblScope>13, 187 ꝛc.;</biblScope> <title>Das Schiff oder ſich (mit dem Schiff) vor Anker l.; Sich mit dem Heer vor die Stadt l., ſie belagernd ꝛc. (ſ. 15).</title></bibl> —</sense>
        <sense n="15)">15) Sich wider Einen l., ſich ihm widerſetzen (ſ. auf-l. 1e), hergenommen wohl vom Kriegslager. <bibl><author>Hiob</author> <biblScope>9, 4;</biblScope></bibl> <bibl><author>Pſ.</author> <biblScope>3, 7;</biblScope></bibl> <bibl><author>Spr.</author> <biblScope>30, 31 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="16)">16) Einen, ſich zu Bett (ſ. d. 2) l.; Sich zu Jemand (ins Bett) l. <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>16, 2; 19, 33 ꝛc.;</biblScope> <title>Den Feind zu Boden l.; Leget man ſich zu Boden auf den Bau und höret ꝛc.</title></bibl> <bibl><author>Döbel</author> <biblScope>2, 139a;</biblScope> <title>Das erſparte Geld zu dem übrigen l.; Das Gold, welches Fr. .. dazu gelegt hatte.</title></bibl> <bibl><author>Zſchokke</author>  <title>N.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 207</biblScope> <title>[vgl.</title></bibl> <bibl><biblScope>3,</biblScope> <title>hinzufügen ꝛc.]; Sich zum Ziel (ſ. d.) l., ſich nach Jemandes Abſicht bequemen; Das Erz legt ſich zu Gange (Bergb.), bricht ganghaft; Etwas zu Tage (ſ. 2) l.; Die</title></bibl> Zutagelegung <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>merkend ſeiner Gemüthsbewegung.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>Nal</title></bibl> <bibl><biblScope>273;</biblScope> <title>Ein Lehrbuch beim Unterricht zu Grunde l., als Grundlage brauchen; Einem Etwas zur Laſt (ſ. d. 4a), zur Schuld l.; Drauf legt der majeſtät’ſche Pfau | ſein farbiges Gefieder | . . zur Schau (ſ. 18).</title></bibl> <bibl><author>Ramler</author>  <title>F.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 431</biblScope> <title>u. o.</title></bibl> —</sense>
        <sense n="17)">17) Seine Hand (ſ. d. 5) zwiſchen Zwei l.; Ein Hindernis dazwiſchen l. (ſ. 7). <bibl><author>L.</author> <biblScope>13, 292;</biblScope> <title>Hier müſſen wir uns dazwiſchen l., ſonſt giebts ein neues Stiergefecht.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>15, 107 ꝛc.</biblScope></bibl> — Ferner ohne beigefügte Ortsbeſt. oder abhäng. Präpoſ., ſo:</sense>
        <sense n="18)">18) indem nur die Präpoſ. im ſubſt. Infin. oder im Partic. zuw. wegbleibt, z. B.: Das Schau-L. (ſ. 16); Schaugelegte Reize. <bibl><author>Koſegarten</author>  <title>Rh.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 375 ꝛc.;</biblScope> <title>Da er an dem Straße-L. wider jenes Theil freventlich handelte.</title></bibl> <bibl><author>Luther</author> <biblScope>8, 178b,</biblScope> <title>vgl.: das Wegelagern. Ahnlich: Die</title></bibl> Schaulegung, und z. B. auch: Der Herausgeber mit der Drucklegung ſeiner .. Chreſtomathie beſchäftigt [ſie zum Druck in Ordnung zu legen od. zu vollenden]. <bibl><author>Booch-Arkoſſy</author>  <title>Span. Handwörterb. (1859)</title></bibl> <bibl><biblScope>VI; VIII.</biblScope></bibl> — Gw. aber, indem die ganze Ortsbeſt. als bekannt und deßhalb überflüſſig bleibt ꝛc., ſo:</sense>
        <sense n="19)">19) In meinem Hauſe habe ich ſchlechte Keller und kann nicht ſoviel Wein auf einmal l. (ſ. 9). <bibl><author>W.</author>  <title>Merck</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 89,</biblScope> <title>vgl. lagern.</title></bibl> —</sense>
        <sense n="20)">20) Eier (ſ. d. 1) l. (ſ. 7), von den Thieren, die keine lebendigen Jungen gebären und die Eier durch den After von ſich geben, nam. von den Vögeln und darunter von denen, die beſ. der Eier wegen gehalten werden (wie die Hühner) auch ohne Obj.: Hühner, die fleißig l.; Kluge Hühner (ſ. d.) l. zuweilen auch in Neſſeln; Ungelegte Eier (ſ. d. 1) ꝛc. —</sense>
        <sense n="21)">21) Einen Grundſtein [in die Erde ꝛc.] l., ein Fundament, den Grund (ſ. d. 12) zu Etwas l.; Einen Fußboden, Eſtrich, Dielen, einen Teppich, eine Decke, ein Steinpflaſter l. [auf den Boden] ꝛc. —</sense>
        <sense n="22)">22) Einem Thier, übrtr.: einer Perſon eine Falle (ſ. d. 6), Schlingen, Stricke, Fallſtricke, Netze l. [auf den Boden ꝛc.]. —</sense>
        <sense n="23)">23) Ein Pflaſter [auf eine Wunde], eine ſpaniſche Fliege (ſ. d. 2) [z. B. hinters Ohr ꝛc.], eine Fontanelle [ins Fleiſch, z. B. in den Arm, vgl. <bibl><biblScope>25],</biblScope> <title>ein Haarſeil [zwiſchen Haut und Fleiſch], Leder (ſ. d. 3c), Riemen l. ꝛc.</title></bibl> —</sense>
        <sense n="24)">24) Röhren zur Drainage (ſ. d.), Drains l. ꝛc. —</sense>
        <sense n="25)">25) Erbſen, Bohnen ꝛc. l. [in den Boden], ſäen; Legte in einem .. Gärtlein (ſ. 1) Früherbſen. <bibl><author>IP.</author> <biblScope>21, 84;</biblScope> <title>Darum wirſt du luſtige Pflanzen</title></bibl> ſetzen, aber du wirſt den Fremden die Faſer gelegt haben. <bibl><author>Jeſ.</author> <biblScope>17, 10 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="26)">26) Geld l., z. B. zu einem Geſchäft ꝛc. [in die gemeinſame Kaſſe], beiſteuern, ſ. <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Kor.</author> <biblScope>16, 2 ꝛc.</biblScope> <title>[vgl.</title></bibl> <bibl><biblScope>8],</biblScope> <title>auch: Du nimmſt, das du nicht geleget haſt.</title></bibl> <bibl><author>Luk.</author> <biblScope>19, 21 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="27)">27) Sich l. [zu Bett], entweder um zu ſchlafen, auch mit beigefügtem Infin.: Sich ſchlafen l., oder auch: weil man krank iſt (ſ. bettlägerig). Nam. bibl. auch von dem Todesſchlaf. <bibl><author>Hiob</author> <biblScope>27, 19 ꝛc.,</biblScope> <title>ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>28</biblScope> <title>u.</title></bibl> <bibl><biblScope>29.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="28)">28) Einem Etwas l., machen, daß es (daniederliegt, ſ. 27) nicht aufrecht ſteht, nicht aufrecht erhalten, nicht fortgetrieben wird, nicht im Gang bleibt, — ſo nam. (eig. und übrtr.): Einem das Handwerk l. (ſelten: nieder-l.), den Fortbetrieb desſelben unterbleiben machen ꝛc. <bibl><author>G.</author>  <title>Xen.</title></bibl> <bibl><biblScope>48;</biblScope></bibl> <bibl><author>Müllner</author> <biblScope>5, 145;</biblScope></bibl> <bibl><author>Roquette</author>  <title>Hühn.</title></bibl> <bibl><biblScope>119;</biblScope> <title>Wiewohl honetten Schulexercitien dadurch das Handwerk nicht gelegt werden ſoll.</title></bibl> <bibl><author>Platen</author> <biblScope>5, 3 ꝛc.;</biblScope> <title>Ich will dem Kerl das Gehen unten l. [Das ſoll er wohl laſſen].</title></bibl> <bibl><author>HKleiſt</author>  <title>Kr.</title></bibl> <bibl><biblScope>76 ꝛc.</biblScope> <title>Ahnlich: Einem die Straße</title></bibl> (nieder-)l., ihm die Bereiſung derſelben verſperren; Er legte [demüthigte] damit ſeinen unzeitigen Bauernſtolz. <bibl><author>Zinkgräf</author> <biblScope>1, 230;</biblScope> <title>Ich werd’ es wohl vermögen, ſo gut wie du, die Tollheit ihm zu l.</title></bibl> <bibl><author>Streckfuß</author>  <title>Rol.</title></bibl> <bibl><biblScope>12, 41;</biblScope> <title>Gelegt [beſeitigt] iſt jede Irrung.</title></bibl> <bibl><author>Freiligrath</author>  <title>Garb.</title></bibl> <bibl><biblScope>55:</biblScope> <title>Ein Durchbruch ihres Strahls wird alle Wetter l.</title></bibl> <bibl><author>Weichmann</author> <biblScope>1, 28 ꝛc.</biblScope> <title>(ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>29</biblScope> <title>und 35). Ungw. dagegen: Es legt [ſenkt] der Muth die Löwenmähne.</title></bibl> <bibl><author>Beck</author>  <title>Arm.</title></bibl> <bibl><biblScope>65 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="29)">29) (ſ. <bibl><biblScope>28</biblScope> <title>und vgl. 27) Etwas legt ſich, läſſt nach, kommt zur Ruhe ꝛc., z. B.: Der Wind, der Sturm, die Wellen, Wogen, der Grimm, Zorn, die Aufregung, das Toben, der Schmerz legt ſich; Nachdem der erſte Sturm der Freude ſich gelegt hatte.</title></bibl> <bibl><author>Immermann</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 146 ꝛc.;</biblScope> <title>Wenn erſt du an zu betteln fangſt, | wird’s ſich ſo bald nicht l. [aufhören].</title></bibl> <bibl><author>Cham.</author> <biblScope>3, 208 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="30)">30) mundartl., vralt. ſt. der Zſſtzg., z. B. niederd. ſt. an-l. (ſ. d.): Feuer l.; Wollen wegen der gelegten neuen Krüge Erkundigung anſtellen und dieſelben wiederum abſchaffen. <bibl><author>Erbvgl.</author>  <title>Beil.</title></bibl> <bibl><biblScope>31</biblScope> <title>(ſ. Kruglage); Wollt’ eine hohe Schul’ im Fürſtenthum l.; zur Beſtätigung derſelben.</title></bibl> <bibl><author>Weidner</author> <biblScope>97 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="31)">31) Die Karte(n) (ſ. d. 1) l. oder ſchlagen (ſ. auf-l. 4), die Blätter eines Kartenſpiels nach gewiſſen Regeln hinlegen, um daraus Etwas prophezeiend erſehen zu können; Einem (in Bezug) auf Etwas die Karten l. So auch: Patience (ſ. d.) l. ꝛc. Kartenleger(in). — Vrſch.: Eine Karte l. <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>fort-l., bei manchen Kartenſpielen: Wer Petite Miſere ſpielt, legt eine Karte, darf dann aber keinen Stich machen.</title></bibl> —</sense>
        <sense n="32)">32) Kriegsk.: Breſche (ſ. d.) l. oder ſchießen ꝛc.: den Wall an einer Stelle nieder-l., ſo daß eine Breſche entſteht; Maſchinen zur Breſchlegung. <bibl><author>Rüſtow</author>  <title>gK.</title></bibl> <bibl><biblScope>328.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="33)">33) Papierm.: L., die geformten und gepreßten Bogen in Ordnung auf dem „Legeſtuhl“ zuſammenlegen. Der Geſell, der es thut, heißt: Der Leger. —</sense>
        <sense n="34)">34) Pferd.: Ein Pferd l., kaſtrieren. — 35) Rechtsſpr.: Bauern l. (ſ. 28), nieder-l. (z. B. <bibl><author>Erbvgl.</author> <biblScope>§ 334),</biblScope> <title>die Bauernhöfe eingehn laſſen durch Entfernung der Bauern und Nichtwiederbeſetzung mit neuen; Das L. oder die</title></bibl> Legung der Bauern. Niederd. auch: Einen Tag oder Termin l., anſetzen, beſtimmen. — 36) Schiff.: Das Land (ſ. d. <bibl><biblScope>II.</biblScope></bibl></sense>
        <sense n="1)">1) l., ſich ſo weit davon entfernen, daß es unterm Horizont liegt oder verſchwindet. — 37) mit Angabe des Erfolgs, in einigen Wendungen (ſ. 4), z. B.: Etwas bereit (oder in Bereitſchaft) l., machen, daß es bereit da liegt; Legte ſich Hammer und Zange zum Griffe bereit. <bibl><author>Immermann</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 253 ꝛc.;</biblScope> <title>Du kennſt mich . ., du wirſt auch Das, was du mir nicht zutrauſt, zurecht l. [erklärend ꝛc.], wenn ichs thun konnte.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>14, 167 ꝛc.;</biblScope> <title>Etwas bloß (ſ. d.) l.; Bloßlegung.</title></bibl> <bibl><author>Monatbl.</author> <biblScope>1, 266b ꝛc.;</biblScope> <title>Einen</title></bibl> friedlos l. (vralt.), ihn aus den Frieden (ſ. d. 1) in den Unfrieden ſetzen; Den Garten hoch od. höher l.; Einen matt (ſ. d. <bibl><biblScope>1a</biblScope> <title>und 2a) l.; Einem Etwas</title></bibl> nahe (ſ. d. <bibl><biblScope>II. 3b) l.,</biblScope> <title>auch übrtr. z. B.: ſich über Etwas ſo äußern, daß er leicht darauf verfallen muß; Hatte ſo lange gebohrt und gewinkt und nahe gelegt und zu verſtehen gegeben, daß es ihm wohl einfallen mußte.</title></bibl> <bibl><author>Prutz</author>  <title>Muſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 245,</biblScope> <title>ferner</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>ans Herz legen.</title></bibl> <bibl><author>Weiße</author>  <title>Kom. Op.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 300;</biblScope> <title>Mit quer gelegten Holzſtämmen.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>40, 204;</biblScope> <title>Es legte mich</title></bibl> ſchlaf- los. <bibl><author>Gotthelf</author>  <title>G.</title></bibl> <bibl><biblScope>405,</biblScope> <title>ließ mich nicht ſchlafen; Legt ſtundenlanges Sumpfland</title></bibl> trocken. <bibl><author>Zſchokke</author> <biblScope>8, 20 ꝛc.</biblScope></bibl> — So: Bloß-, Höher-, Trockenlegung ꝛc. — 38) dazu: Der Leger, ſ. <bibl><biblScope>33</biblScope> <title>und Zſſtzg. wie Kartenleger (31) ꝛc., ferner</title></bibl> (Schiff.) auch „Legger“: <sense n="a)">a) ſ. Lieger <bibl><biblScope>2e.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) (Unter)Leger, Bulle (ſ. d. 1b). —</sense><sense n="c)">c) Leger, das mit dem einen Ende auf dem Dollbord des Boots mit dem andern auf dem Ufer liegende Brett, worauf man aus dem Boot ans Land ſteigt, „Steg“. — 39) ferner Legung, nam. üblich zu <bibl><biblScope>20—24</biblScope> <title>und demgemäß auch in Zſſtzg., ſ. außerdem: Auseinander- (4), Bauern- (35), Bloß- (37), Breſch- (32), Druck- (18), Schau- (18), Zutagelegung (16) ꝛc. und vgl. die Zſſtzg. von l.</title></bibl></sense></sense>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Goth. <bibl><biblScope>lagjan,</biblScope> <title>ahd.</title></bibl> <bibl><biblScope>legjan, leggen, legen,</biblScope> <title>mhd.</title></bibl> <bibl><biblScope>legen.</biblScope> <title>S. liegen, womit es die vralt., mundartl. Formen des Präſ.: Du leiſt, er</title></bibl> leit gemeinſam hat.</p>
        </note>
        <p type="compositions">
          <entry type="sub">Zſſtzg. z. B.: Áb- [13]: tr. (1—8) und intr. (9): 1) Etwas, das man an ſich hat (körperlich oder geiſtig) von ſich legen: a) körperlich: Etwas a., um es ſpäter wieder anzulegen (vrſch. b); Nach dem Eintritt in die Stube Hut, Mantel und Degen a., ſo auch ohne Obj.: Legen Sie gefälligſt ab! [die Kleidungsſtücke ꝛc., die Jhnen bei längerem Verweilen läſtig ſein würden]; Nachdem er, um zu baden, die Kleider abgelegt ꝛc.; Des Abends die Brille, die Ringe, den Schmuck, die Orden, die Perücke a. ꝛc. — b) körperlich: Etwas a., um es nicht wieder anzulegen (vrſch. a); Nach Ablauf eines Jahrs die Trauerkleider, die Trauer a.; Wenn Sie den Rock a. [nicht mehr tragen], ſchenken Sie ihn mir; Abgelegte Fracke kaufen. Freytag Soll 1, 142; Da er dem Vater die abgelegten Röcke nicht nachtragen, ſondern ſelbſt immer in der Mode ſein wollte. G. 19, 287; Rückert Mak. 1, 106; Die neuen Schuhe laſſen uns doch die abgelegten bedauern .., bis wir ſie ſo ausgetreten haben als die alten. Thümmel 2, 190; Die Kinderſchuhe (ſ. d.) a. ꝛc.; Vollkommen geheilt; der Verband konnte abgelegt werden. Immermann M. 3, 43; Meine Augen ſind ſo weit hergeſtellt, daß ich die Brille bald werde a. können; Die Maske nicht a. (ſ. c), wenn wir unſere Rolle nicht geendigt. L. 11, 28, auch: Die Maske (Möſer Osn. 1, 147), die Larve (Fallmerayer Mor. 1, 51) a., ſich in ſeiner wahren Geſtalt zeigen ꝛc. — c) (ſ. a und b) oft auch ohne daß eine Abſicht in Bezug auf das Abgelegte entſchieden hervortritt, z. B.: Mit abgelegter Feuerkrone | ſteht ſie als Schönheit vor ihm da. Sch. 23a ꝛc., vgl. zu b: Wenn er auch die Maske dir gegenüber ablegt, meinſt du, daß er ſie nicht Andern gegenüber vornehmen werde? ꝛc. Jm Allgm. ſteht a. nur von Obj., die man an ſich gehabt, die ſich Einem angeſchmiegt, die mit Einem in einer dauernden Verbind. geweſen ꝛc., und nur vereinzelt finden ſich daher Bſp., in denen dieſe Bed. zurücktritt, wie (vgl. 6): Ich ging zu meinem Wirthshauſe und fand einen trefflichen Tiſch, den der Herzog mir hatte von ſeinen Speiſen a. laſſen. G. 28, 226; Wenn nicht .. die Amme .. die Widerſpenſtige .. umfaſſt und . . davon getragen hätte. | Frau Klare hat hier auf einem Ruhebette | die holde Laſt kaum abgelegt [hin-, niedergelegt]. W. 11, 206; Da ich meinen Brief an Dioklea abgelegt hatte. 16, 84, abgegeben, ihn an den zur Aufnahme der Briefe beſt. Platz legend, vgl. herab-l. und ſ. 5 und 7. — d) übrtr. auf Geiſtiges (ſ. nam. b): Etwas a., ſich davon los, frei machen; Sünden. Laſter, Fehler, Gewohnheiten, Vorurtheile, eine Grille, Eigenheiten, Eigenſchaften, ſein ernſtes Weſen, den Ernſt, die Sorge, Trauer, Furcht, den Eigenſinn, den Starrkopf (vHorn rhD. 2, 278), den Unglauben, die Werke der Finſternis, alle Unſauberkeit und Bosheit a.; Dieſe Laſter nicht abzulegen, ſondern abzuwerfen. L. 12, 317 ꝛc., auch (ſ. c): Er legt ſeine Schüchternheit nur im engſten Kreiſe der vertrauteſten Freunde ab ꝛc., und refl.: Eine alte Gewohnheit legt ſich (ſ. d. †) ſo leicht nicht ab. G. 19, 264 ꝛc. Minder gw. von etwas Außerem: Fünf Rathsherren legen ihre Würden ab [nieder]. JvMüller 13, 288. — e) ungw. meton. (vgl. 5): In einem Brief, wo er ſich über dieſes Stück das Herz ablegt [ausſchüttet]. Guhrauer L. 2, 93, worin er Das, was ihm auf dem Herzen liegt, davon ablegt oder abwälzt. — <sense n="2)">2) Etwas zu Leiſtendes a. (ſ. 1d), durch Erfüllung des zu Leiſtenden ſich von den Verpflichtungen frei machen, z. B. vralt.: Eine Schuld a., bezahlen. <bibl><author>Luther</author>  <title>SW.</title></bibl> <bibl><biblScope>56, 33;</biblScope></bibl> <bibl><author>Mattheſius</author>  <title>Pr.</title></bibl> <bibl><biblScope>29;</biblScope> <title>Daß Gott ihnen [den alten Jungfern] nicht legt abe einen Mann, die klare Schuld.</title></bibl> <bibl><author>Logau</author> <biblScope>2, 100;</biblScope> <title>Der Natur die Schuld, Schuldigkeit</title></bibl> <bibl><author>(Simpliciſſtmus</author> <biblScope>1, 27),</biblScope> <title>ihren Tribut a., ſterben ꝛc. Dagegen gw. Etwas verrichten und ſich Deſſen entledigen: Rechenſchaft, Rechnung a.; Beſuche a., abſtatten (z. B.</title></bibl> <bibl><author>Forſter</author>  <title>Br.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 179; 191; 482;</biblScope></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>15, 173; 185; 16, 119; 18, 157; 22, 277; 31, 356;</biblScope></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>1, 60; 13, 146 ꝛc.);</biblScope> <title>Einem die</title></bibl> <bibl><author>Beichte-(Schlegel</author>  <title>Sh.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 125;</biblScope></bibl> <bibl><author>Thümmel</author> <biblScope>2, 187 ꝛc.),</biblScope> <title>ein Bekenntnis</title></bibl> <bibl><author>(G.</author> <biblScope>39, 439),</biblScope> <title>Bekenntnis oder Widerrufe</title></bibl> <bibl><author>(L.</author> <biblScope>8, 333),</biblScope> <title>einen Eid auf Etwas</title></bibl> <bibl><author>(G.</author> <biblScope>30, 160;</biblScope></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>787a; 834a; 1082a ꝛc.),</biblScope> <title>einen Schwur, ein Gelübde, ein Zeugnis</title></bibl> <bibl><author>(G.</author> <biblScope>11, 131) ꝛc.,</biblScope> <title>eine Probe, Prüfung, ein Examen, einen Beweis für Etwas a., ſeinen Glückwunſch</title></bibl> <bibl><author>(Sch.</author> <biblScope>365a),</biblScope> <title>Grüße</title></bibl> <bibl><author>(L.</author> <biblScope>12, 40),</biblScope> <title>ſeine Stimme, ſein Urtheil a.; Mit Glückwünſchen, die ſich auch</title></bibl> unabgelegt von ſelbſt verſtehen. <bibl><biblScope>480;</biblScope> <title>Ich legte meine Kommiſſion ab.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>9, 58;</biblScope> <title>Welche Beweisthum a. [beibringen] können, daß ꝛc.</title></bibl> <bibl><author>Hebel</author> <biblScope>3, 274</biblScope> <title>u. ä. m. Im Spiel mit</title></bibl> <bibl><biblScope>1d:</biblScope> <title>„Soll ich falſch Zeugnis a.?“ | Ja wohl, alles Böſe ſollſt du a.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>Mak.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 53 ꝛc.,</biblScope> <title>vgl.: Die Gelübde a. [aufheben].</title></bibl> <bibl><author>Luther</author> <biblScope>1, 357a.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="3)">3) ſ. <bibl><biblScope>[31]</biblScope> <title>Etwas mit Einem a., abkarten; Ein abgelegter Handel.</title></bibl> <bibl><author>Muſäus</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 183,</biblScope> <title>ſ. an-l.</title></bibl> <bibl><biblScope>2a.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="4)">4) (Bergb., Forſtw.) Arbeiter a., entlaſſen. —</sense><sense n="5)">5) (Buchdr.) A., die Schrift <bibl><author>(Franke</author>  <title>Kat. 82), meton.: die Form</title></bibl> <bibl><author>(Danzel</author> <biblScope>325;</biblScope></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>12, 33)</biblScope> <title>a., die Lettern von der Form in die Schriftkaſten legen.</title></bibl> —</sense><sense n="6)">6) (Gärtn.) abſenken, einen Zweig (,,Ableger“) abbiegen und daraus eine neue Pflanze ziehn: Daß Der, ſo meinen Nelkenſamen geſtreuet, auch die Nelken a. werde. <bibl><author>Hippel</author>  <title>Leb.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 258;</biblScope> <title>Reiſer, Pflanzen a. ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="7)">7) (Kriegsk.) Ein Geſchütz a., von der Laffette. —</sense><sense n="8)">8) (Rechtsſpr.) veralt.: Ein Kind a. (vgl. 9a), es wegen der Erbſchaft im Voraus abfinden, ſ. abtheilen. — 9) <bibl><biblScope>intr.</biblScope> <title>oder eig. meiſt mit zu ergänzendem Obj., ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>1a</biblScope> <title>und</title></bibl> <bibl><biblScope>5,</biblScope> <title>ferner:</title></bibl> <sense n="a)">a) A., (die Leibesbürde) a., vom Vieh und verächtl., nam. von Entbindung ſolcher Perſ., die ihre Schwangerſchaft verheimlicht. —</sense><sense n="b)">b) (veraltend) Jemand legt Einem ab (Ggſtz. bei), ſteht ihm ab, nimmt nicht ſeine, ſondern des Gegners Partei ꝛc.; Wem Gott wohl will . . <bibl><biblScope>.;</biblScope> <title>wem Gott ablegt.</title></bibl> <bibl><author>Logau</author> <biblScope>2, 176;</biblScope> <title>Der Ungerechtigkeit a. [entſagen].</title></bibl> <bibl><author>Rabner;</author>  <title>Der Herr legte ſeinem Diener nicht ab.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>Mak.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 167;</biblScope> <title>Sofern ihr mir zuſaget, daß Keiner dem Jro woll bei-l. [beiſtehn] und nur a.</title></bibl> <bibl><author>Schaidenreißer</author> <biblScope>76b.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="c)">c) (vgl. b) Etwas legt Einem ab, wird ſchwach, verläſſt Einen, nam.: Die Augen <bibl><author>(G.</author> <biblScope>21, 127);</biblScope> <title>Br.</title></bibl> <bibl><biblScope>270a;</biblScope></bibl> <bibl><author>Tieck</author>  <title>N.</title></bibl> <bibl><biblScope>5, 218 ꝛc.),</biblScope> <title>das Gedächtnis</title></bibl> <bibl><author>(L.</author> <biblScope>2, 527; 13, 135 ꝛc.)</biblScope> <title>tegt Einem ab ꝛc. –</title></bibl></sense><sense n="d)">d) (Schiff.) ſ. <bibl><biblScope>[3].</biblScope></bibl> — Dazu: 10) Ablegung, z. B.: Dir danken wir <bibl><biblScope>..</biblScope> <title>wie für des Kleides An- und A. (1a),</title></bibl> <bibl><biblScope>..</biblScope> <title>ſo für des Sinnes Ein- und Auslegung.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>Mak.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 3;</biblScope> <title>Ablegung der Furcht ꝛc. (1d), einer Schuld (2).</title></bibl> <bibl><author>Erbvergl.</author>  <title>Beil.</title></bibl> <bibl><biblScope>5,</biblScope> <title>des Eides.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>20, 225;</biblScope> <title>Um ſo viele Ablegung (5) zu faſſen, als der Setzer .. für den Tag aufbraucht.</title></bibl> <bibl><author>Franke</author>  <title>Buchdr.</title></bibl> <bibl><biblScope>21 ꝛc.</biblScope></bibl> — 11) Ableger:</sense><sense n="a)">a) eine Perſ., die etwas ablegt, z. B.: Die Rechnungsableger laſſen .. Fehler ſtehen, um den Abnehmern zu Noten Zeit und Raum zu laſſen. <bibl><author>Hippel</author>  <title>Leb.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 10.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) (ſ. 6) Senker, eig. und übertr., z. B.: Daß er ſich erſt vor Kurzem aus einer Turnpflanzſchule geriſſen (einige Erde hing ihm noch an der Wurzel) und daß er ſich nach Ludwigsburg zu verſetzen gedenke, um dort Ableger zu machen. Der Turnſetzling ꝛc. <bibl><author>Börne</author> <biblScope>2, 88;</biblScope> <title>Napoleon iſt ein Ablegerchen [des Teufels] mit des Vaters diaboliſchem Talent.</title></bibl> <bibl><author>Goltz</author> <biblScope>2, 434; 123;</biblScope> <title>Der ſatiriſche Ableger und Abſenker jenes Zorns.</title></bibl> <bibl><author>IP.</author>  <title>Fat.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 70,</biblScope> <title>das ſatiriſche aus jenem Zorn hervorgegangne Werk.</title></bibl> —</sense><sense n="c)">c) (ſ. b) Bienenz.: eine durch menſchliche Beihilfe von einem Bienenſtock abgeſonderte Kolonie, die noch keine Mutterbiene beſitzt, ſondern aus mitgegebner Brut erſt eine ſolche zu erbrüten hat. <bibl><author>Kirſten</author>  <title>Kat.</title></bibl> <bibl><biblScope>51</biblScope> <title>(vgl. Kunſtſchwarm).</title></bibl> — An- <bibl><biblScope>[1b; 2</biblScope> <title>und</title></bibl> <bibl><biblScope>30], tr.,</biblScope> <title>auch zuw. mit Verſchweigung des als bekannt vorausgeſetzten Obj. (1—10) und</title></bibl> <bibl><biblScope>refl. (11):</biblScope></bibl></sense></sense><sense n="1)">1) Etwas an etwas Andres legen, woran es — in einer gewiſſen Zuſammengehörigkeit oder engern Berührung — ſich lehnt, ſtützt, ſchmiegt, haftet, z. B.: <sense n="a)">a) Eine Leiter (an die Wand), den Kopf (an Jemandes Schulter) a., anlehnen ꝛc. Seltner: Mit angelegeter Rechte <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>fühlet er noch aufbeben in junger Rinde den Buſen.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Ov.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 44.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) (ſ. a) Die Backe a. (ans Gewehr), das Gewehr ꝛc. a. (an die Backe), beim Schuß, zielend, ſo auch: Das Gewehr auf Jemand a., ſelten: Gerade als ob ſie an Hirſchböcke anlegten. <bibl><author>Sealsfeld</author>  <title>Leg.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 209.</biblScope> <title>Oft ohne Obj.: Er legte wohl an, er drückte los, | der Sperling fiel.</title></bibl> <bibl><author>Cham.</author> <biblScope>3, 138;</biblScope> <title>Aufs Haupt des Kindes anzulegen!</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>544a ꝛc.,</biblScope> <title>ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>2b.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="c)">c) [Nun] hat man wie nach Gold- und Silberminen, die Wünſchelruthe (ſ. d.) wieder auf ſie angelegt (vgl. 2b). <bibl><author>Heinſe</author>  <title>A.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 57.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="d)">d) Den Säugling a. (an die Bruſt); Blutegel a. (zum Saugen) ꝛc. —</sense><sense n="e)">e) Veralt. auch: Einem eine Bitte a. [ans Herz legen, vgl. Anliegen], z. B.: <bibl><author>Schaidenreißer</author> <biblScope>61b.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="f)">f) Dort legt ein Fiſcher den Nachen an. <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>425b ꝛc.,</biblScope> <title>ans Ufer, landet, auch ohne Obj., ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>[3]:</biblScope> <title>Wird angelegt bei einer Felſengruppe.</title></bibl> <bibl><author>Cham.</author> <biblScope>4, 153;</biblScope> <title>Ho, ſtopp! angelegt!.V. Ar.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 109;</biblScope> <title>Bei einem Schiff a., an deſſen Seite ſich vor Anker legen ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="g)">g) Schlag <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>mir Feuer, leg Holz an [ans Feuer].</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>7, 254 ꝛc.</biblScope> <title>und: Schon legte er</title></bibl> Feuer an [an das Holz, an den Scheiterhaufen], daß er ihn verbrennt. <bibl><author>Hebel</author> <biblScope>4, 73 ꝛc.,</biblScope> <title>am häufigſten aber: Feuer a. (ſ. 2a), von der heimlichen berechneten Abſicht eines Brandſtifters; „Wodurch iſt das Feuer entſtanden?“ Es iſt angelegt, ſ. ein-l.</title></bibl> <bibl><biblScope>1d.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="h)">h) Einen Maßſtab (ſ. d.) an Etwas (Accuſ.) a., um es daran zu meſſen, eig. und übertr., — ſeltner: Sittliche Handlungen zu beurtheilen, dazu giebt Jedem ſein eigenes Gewiſſen den vollſtändigſten Maßſtab und Jeder findet es behaglich, dieſen nicht an ſich ſelbſt, ſondern an ein em Andern anzulegen. <bibl><author>G.</author> <biblScope>29, 360,</biblScope> <title>auch: Ob man ihr gleich den Maßſtab der vollendeten Kunſt nicht a. kann.</title></bibl> <bibl><biblScope>26, 334 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="i)">i) Das Beil, die Axt an einen Baum a., um ihn zu fällen; Die Feile (ſ. d. <bibl><biblScope>1</biblScope> <title>und 2), die letzte Feile a., an etwas damit zu Bearbeitendes; Hand (ſ. d. 5), die letzte Hand (ſ. d. 1g) a., an Etwas, aber auch: Hand (ſ. d. 5) an Einen, an ſich ſelbſt a.</title></bibl> — k) Ein Schloß a. [vor-l.] an den Koffer, die Thür ꝛc.; Hat auf ſein Hinterlaſſenthum gleich die Siegel angelegt. <bibl><author>Forſter</author>  <title>Br.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 658,</biblScope> <title>es verſiegelt.</title></bibl> — l) Ich habe nicht Luſt, noch einen dritten Bogen anzulegen. <bibl><author>L.</author> <biblScope>12, 52,</biblScope> <title>ſchreibend zu dem Andern hinzuzufügen, um mit Dieſem ein Ganzes zu bilden.</title></bibl> — m) (ſ. r) Flachs a. (an den Rocken); Den Rocken (Wocken), die Kunkel (ſ. d.), a. (dazu: Die Anlege, Anlegde oder Anlegte, der mit einemmal angelegte Flachs), — auch übertr.: Den Rocken, den ich angelegt habe, muß ich auch gleich abſpinnen ꝛc. <bibl><author>G.</author>  <title>Sch.</title></bibl> <bibl><biblScope>6, 92,</biblScope> <title>das Begonnene gleich fertig machen; Ich habe den</title></bibl> Faden wieder aufgefaſſt, den dein Vater angelegt. <bibl><author>Klinger</author> <biblScope>5, 195 ꝛc.,</biblScope> <title>ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>2.</biblScope></bibl> — n) (ſ. 1) Dem Faß die Reifen a. oder um-l.; Das Faß a., mit den nöthigen Reifen bekleiden, vgl.: Jſt mit Reifen bunden <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>und hat ein hölzen Röcklein an.</title></bibl> <bibl><author>Uhland</author>  <title>V.</title></bibl> <bibl><biblScope>584 ꝛc.</biblScope></bibl> — o) (ſ. r) (Dem Schiff) die Spickerhaut (ſ. d.), die Kupferhaut a., das Schiff damitbekleiden; Die Wanten a., das Auge der Wanttaue um den Maſt legen. — p) (ſ. r) Einem Ketten, Feſſeln, Banden, die Zwangsjacke, Daumſchrauben ꝛc., dem Pferde Halfter, Zügel, Zaum ꝛc., Hufeiſen, dem Pflugſtier das Joch a. ꝛc., auch übertr.: Die Schmeichelei legt ihre ſanften Bande, <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>ihr glattes Joch nur eitlen Seelen an.</title></bibl> <bibl><author>Hagedorn</author> <biblScope>1, 17;</biblScope> <title>Der Regent, der nicht den Zaum locker hält, den er der Freiheit anlegt.</title></bibl> <bibl><author>Thümmel</author> <biblScope>3, 5;</biblScope> <title>Ein Schritt, der ihrem Hange zur Ungebundenheit eine läſtige Feſſel anlegte.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>1000a ꝛc.</biblScope></bibl> — q) (vgl. p) Einen Hund (verſch. 5), einen Raſenden a., an die Kette; Man wird ihn wahrhaftig noch a. müſſen. Was Das für Einfälle ſind! <bibl><author>Cronegk</author> <biblScope>1, 71 ꝛc.</biblScope></bibl> — r) Etwas a., das am Leibe, dieſem ſich anſchmiegend, getragen wird, zur Bekleidung oder zum Putz ꝛc., z. B.: Einem oder ſich ein Kleid a.; Ein Kleid, einen Mantel, Schuhe, Strümpfe, ein Hemde, einen Sack (als Zeichen der Trauer), Trauer-, Staatskleider, Trauer, eine Rüſtung, den Panzer, den Harniſch, Waffen, den Degen, einen Schmuck, eine goldne Kette, Armbänder, Spangen, Ringe a.; Man leg’ ihm den Kaftan <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>des Königs und ſein Schwert und ſeinen Purpur an.</title></bibl> <bibl><author>Gotter</author>  <title>Sch.</title></bibl> <bibl><biblScope>168;</biblScope> <title>Laſſet uns ab-l. die Werke der Finſternis und a. die Waffen des Lichts.</title></bibl> <bibl><author>Röm.</author> <biblScope>13, 12 ꝛc.</biblScope> <title>Veralt.: Einen, ſich mit oder in einem Kleide (in ein Kleid) a.; Mit, in einem Kleid angelegt ſein, ſ. angethan, z. B.: Mit leichtem Gewand angelegt.</title></bibl> <bibl><author>Franck</author>  <title>Welt.</title></bibl> <bibl><biblScope>86a;</biblScope> <title>In ſchnöden Kleidern angelegt.</title></bibl> <bibl><biblScope>117a;</biblScope> <title>[Röcke] damit ſie angelegt, neben dem König ſaßen.</title></bibl> <bibl><author>Schaidenreißer</author> <biblScope>14a;</biblScope> <title>Legte ihn an mit einem zerhaderten . . Rock.</title></bibl> <bibl><biblScope>58a;</biblScope> <title>In ſchönen rothen Stiefeln angelegt.</title></bibl> <bibl><biblScope>58b;</biblScope> <title>Legt ſich in ſein Zeug an.</title></bibl> <bibl><author>Waldis</author>  <title>Teuerd.</title></bibl> <bibl><biblScope>54 ꝛc.</biblScope> <title>Häufiger noch: Sich a. ohne „mit“ oder „in“, zumal mit Angabe des Wie: Sich prächtig, feſtlich, rein, anders, ſich als Prieſter a.; Sich anzulegen | zwar ſauber, doch nicht ſtolz.</title></bibl> <bibl><author>Opitz;</author>  <title>Schön angelegt und geſchmückt.</title></bibl> <bibl><author>Schaidenreißer</author> <biblScope>4a ꝛc.</biblScope></bibl> — s) Oft übertr. (ſ. <bibl><biblScope>r,</biblScope> <title>Kleid</title></bibl> <bibl><biblScope>1;</biblScope> <title>bekleiden</title></bibl> <bibl><biblScope>1 ꝛc.)</biblScope> <title>nam. bei Altern, z.B.: Seine göttliche Geſtalt, damit er von Minerva angelegt war.</title></bibl> <bibl><author>Schaidenreißer</author> <biblScope>5a ꝛc.;</biblScope> <title>Einem</title></bibl> Ehre <bibl><author>(Spr.</author> <biblScope>26, 8),</biblScope></bibl> Schande <bibl><biblScope>(2.</biblScope></bibl> <bibl><author>Macc.</author> <biblScope>1, 28),</biblScope></bibl> Schmach <bibl><author>(Klag.</author> <biblScope>3, 30),</biblScope></bibl> Unglück <bibl><biblScope>(2.</biblScope></bibl> <bibl><author>Macc.</author> <biblScope>4, 10),</biblScope></bibl> Leid <bibl><biblScope>(7, 31),</biblScope></bibl> Trübſal <bibl><biblScope>(2.</biblScope></bibl> <bibl><author>Theſſ.</author> <biblScope>1, 6),</biblScope> <title>alle</title></bibl> Plage, Hohn und Schmach <bibl><author>(Luther</author> <biblScope>5, 531b),</biblScope></bibl> Un- ehre und Schmach <bibl><biblScope>(6, 357b) a. ꝛc.,</biblScope> <title>wofür „anthun“ heute üblich iſt (ſ. 2a).</title></bibl> — t) Spielmarken a., ſie hinlegen, um damit den Stand des Spiels nach Gewinn und Verluſt zu bez., auch mit dem dadurch zu Bezeichnenden als Obj.: Einen Robber a. ꝛc. — u) Eine Thür a., bei-l. (ſ. d. 1), anlehnen (ſ. d. 2a): Zur Kammerthür, die ſie vorſichtig nur anlegte, um ihr den Rückzug zu ſichern. <bibl><author>Arnim</author> <biblScope>18.</biblScope></bibl> —</sense></sense><sense n="2)">2) Etwas a., eine Anlage (ſ. d. 3) machen, Etwas als Grundlage für die weitre Ausführung oder Entwicklung entſtehn machen, es planmäßig beginnen und einrichten: Die meiſten Bibliotheken ſind entſtanden, nur wenige ſind angelegt worden. <bibl><author>L.</author> <biblScope>9, 1;</biblScope> <title>Die Fäden (ſ. 1m) zu einem Gewebe, ein Gewebe, einen Roman, die Verwicklung oder Intrigue eines Luſtſpiels ꝛc., einen Bau, ein Schiff zum Bau (ſ. auf-l. 5b), Neſter, Häuſer, Städte, Pflanzſtädte, Kolonien, Deiche, Eiſenbahnen, Fabriken, Maſchinen, Feſtungswerke, Gräben, Hafen, Kanäle, Gärten, Hecken, Alleen, Baumſchulen, Schulen, Sammlungen, Kunſtkabinette ꝛc. a.; Ein Gemälde a., als Grundlage der Ausführung, in Bezug auf die Farben ꝛc. (ſ.</title></bibl> <bibl><author>Sulzer</author> <biblScope>1, 149);</biblScope> <title>Die großen Partien von Licht und Schatten</title></bibl> <bibl><author>(G.</author> <biblScope>26, 99),</biblScope> <title>eine Phyſiognomie in einem Gemälde</title></bibl> <bibl><biblScope>(31, 83)</biblScope> <title>a.; Das Goldblech, worauf ſchon Gott Vater im</title></bibl> Umriß eingegraben war, welche Figur, auch nur ſo angelegt, ſchon mehr bedeuten wollte ꝛc. <bibl><biblScope>28, 99 ꝛc.;</biblScope> <title>Ein Werk großartig, in einem zu großen Umfang, nach einem zu großen Maßſtab a.; Einen Plan von Weitem a.</title></bibl> <bibl><author>(G.</author>  <title>Merck</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 242),</biblScope> <title>Legen die Vorbereitungen ſchon lang vorausſehend treffen; Etwas ſchlau, fein, künſtlich (G.</title></bibl> <bibl><biblScope>10, 21)</biblScope> <title>a. ꝛc.</title></bibl> — Daran ſchließt ſich: <sense n="a)">a) indem die Bed. des heimlichen Vorbereitens und der Nachſtellung hervortritt, z. B.: Ein angelegter Handel; Eine angelegte Karte (ſ. ab-l. 3). <bibl><author>Schottel</author> <biblScope>1118a;</biblScope> <title>Eine Mine a.; Angelegte Meuchelmorde.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>1078b;</biblScope> <title>Die Lage recht inne zu haben, wo er als ein erfahrener Soldat ſeinen Hinterhalt am beſten a. könnte.</title></bibl> <bibl><biblScope>1088b;</biblScope> <title>Seit der Meuterei, | die Jene mit dem Herrn . . . im Dunkeln angelegt [angezettelt, angeſponnen].</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>11, 204 ꝛc.,</biblScope> <title>vgl.: Feuer a. (1f). Veralt. auch mit perſönl. Dat. (für den auch noch zuw. wie ahd. der Accuſ. vorkommt), welche Fügung ſich mit der unter</title></bibl> <bibl><biblScope>1s</biblScope> <title>erwähnten berührt: Ich wollt den Frevel und Stolz, ſo ſie mir in meinem Eigenthum a., ungerochen nicht laſſen.</title></bibl> <bibl><author>Schaidenreißer</author> <biblScope>5b;</biblScope> <title>Solche Frevel, ſo ihr mich anlegt.</title></bibl> <bibl><biblScope>6b ꝛc.,</biblScope> <title>auch: Einem (od. ſich ſelbſt) Gewalt, den Tod a. ꝛc.; Legt uns die Liebe gleich viel Widerwillen an.</title></bibl> <bibl><author>Opitz</author> <biblScope>1, 314</biblScope> <title>und noch zuw.: Sich Zwang a.</title></bibl> <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>7, 238,</biblScope> <title>gw. „anthun“.</title></bibl> —</sense><sense n="b)">b) mit Angabe Deſſen, was man als das Ziel bei der Anlage oder dem Entwurf im Auge hat, worauf es abgeſehen (ſ. d.) iſt, in welche Bed. die unter <bibl><biblScope>1b</biblScope> <title>angegebne (vgl. Korn</title></bibl> <bibl><biblScope>15</biblScope> <title>und ,,Anſchlag auf Etwas“) mithineinſpielt: Das Werk iſt auf drei Bände angelegt oder berechnet, ſoll ſo ſtark werden; Der Plan, der Anſchlag iſt auf oder gegen Jemand angelegt; Das Ganze iſt auf eine Überraſchung angelegt; Übrigens ſchien der Unterricht nur auf Prellerei angelegt.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>20, 176;</biblScope> <title>Daß es hauptſächlich dar- auf</title></bibl> abgeſehen war, den Anſchlag zu vereiteln, den der lüſterne alte Sünder auf die ſchwarzen Augen angelegt zu haben ſchien. <bibl><author>W.</author> <biblScope>9, 163 ꝛc.,</biblScope> <title>nam. aber: Es (ſ. d. 8) auf Etwas, auf Einen a.; Kein Mann, auf den ſie’s anlegte, hätte ſich verwahren können.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>25, 3;</biblScope> <title>Es ſei auf kleine Prellereien angelegt.</title></bibl> <bibl><biblScope>10, 39;</biblScope> <title>Daß er es offenbar auf Sie angelegt zu haben ſchien. Hat er es aber auf mich</title></bibl> abgeſehen. <bibl><author>Steffens</author>  <title>Malk.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 300;</biblScope> <title>Wenn es darauf angelegt iſt, den ſtärkſten Weinſchläuchen die Stirn zu bieten.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>23, 220 ꝛc.</biblScope> <title>Auch: Ein Haufe Menſchen von verworfnem Wandel | hat . . . gefährlich wider Euch es angelegt [etwas Gefährliches gegen Euch angezettelt, ſ. d.].</title></bibl> <bibl><author>Schlegel</author>  <title>Sh.</title></bibl> <bibl><biblScope>8, 54 ꝛc.</biblScope> <title>Seltner ohne „es“: Pläne, die bloß auf den Verſtand a. (ſ. 1b), ſind jederzeit verrechnet.</title></bibl> <bibl><author>Hippel</author> <biblScope>12, 295.</biblScope></bibl> —</sense></sense><sense n="3)">3) Etwas a., es irgendwo placieren, anwenden, in Bezug auf den daraus erwachſenden Ertrag oder Gewinn, nam.: Sein Geld a. (wohl zunächſt: an oder auf Zins), gut, ſicher, unſicher, ſchlecht, in einem Geſchäft, in Hypotheken, in Staatspapieren a., ſ. be-l. <bibl><biblScope>10;</biblScope> <title>Kapitalien, ſein Pfund, ſein Talent, ſeine Zeit, ſein Leben, ſeine Mühe, ſeinen Fleiß, eine Wohlthat gut, ſchlecht a. ꝛc.; Ich hoffe meine Verſtandesthätigkeit auf die übrigen Gegenſtände vortheilhafter a. zu können.</title></bibl> <bibl><author>Kant</author> <biblScope>3, 9;</biblScope> <title>Lege hoch an deine Mühe.</title></bibl> <bibl><author>Schleiermacher</author></bibl> <bibl><author>(Wackernagel</author> <biblScope>3, 2, 1202) ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="4)">4) (ſ. 3) Perſonen a. (in einigen Gewerben), ihnen bei einem die Thätigkeit Vieler in Anſpruch nehmenden Geſchäfte ihren beſtimmten Poſten anweiſen: Schanzgräber, Holzhauer <bibl><author>(Döbel</author> <biblScope>3, 41a),</biblScope> <title>Deicharbeiter a.; Bergleute a., gw. ſie auf Wochenlohn anſtellend; DieTreiber a., bei einem Treibjagen ꝛc.; daher: Eine Treibjagd a. oder (ohne Obj.) a.</title></bibl> —</sense><sense n="5)">5) (ſ. 4) Die Hunde a. (verſch. 1q), ſie bei der Parforcejagd zum Beginn derſelben auf die Fährte bringen, von wo ſie losgelaſſen werden. Das A., auch dieſer Ort (die Anjagd), ſ. <bibl><author>Laube</author>  <title>Brev.</title></bibl> <bibl><biblScope>236.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="6)">6) (Buchdr.) (ſ. 1) Die Stege a., ſie zwiſchen und um die gebundnen Kolumnen legen und (die Form) ſchließen, auch bloß: a. Dazu: Der Anleger. —</sense><sense n="7)">7) (Glash.) die Glasmaſſe auf der Marbel walzen und an die Pfeife andrücken. —</sense><sense n="8)">8) (Hüttenw.) feuchte Aſche auf dem Treibherd ausbreiten. — 9) (Landwirthſch.) die Garben zum Dreſchen auf der Tenne ausbreiten. — 10) (veralt., mundartl.) Eine Steuer a., ſie an oder auf Jemand legen und meton.: Die Perſon a., beſteuern; Sie wurden zu <bibl><biblScope>7000</biblScope> <title>Gulden Kriegskoſten angelegt.</title></bibl> <bibl><author>JvMüller</author> <biblScope>24, 442;</biblScope> <title>Anleger, Steuereinnehmer.</title></bibl> <bibl><author>Schm.</author></bibl> — 11) unperſ.: Es legt bei ihm an [das Fett an die Rippen ꝛc., vergl. <bibl><biblScope>11b</biblScope> <title>und auf-l.</title></bibl> <bibl><biblScope>1b],</biblScope> <title>er wird ſtark.</title></bibl> — 12) <bibl><biblScope>refl.:</biblScope></bibl> <sense n="a)">a) (ſ. 1a) Jemand legt [oder lehnt] ſich an, z. B. mit dem Rücken an die Wand, mit dem Kopf an Jemandes Schulter ꝛc.; Die Bergleute legen ſich vor einem Gange an, ihn be- arbeitend ꝛc., ſ. <bibl><biblScope>4</biblScope> <title>und ein-l.</title></bibl> <bibl><biblScope>2.</biblScope> <title>Minder gw.: Daß Joſeph ſich gar nicht mehr mit Ernſt und Eifer in ſeiner Wiſſenſchaft a. [vgl.: ſich darauf legen] wollte.</title></bibl> <bibl><author>Wackenroder</author>  <title>Kl.</title></bibl> <bibl><biblScope>251.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) Etwas legt [oder ſetzt] ſich an, hängt ſich, gleichſam einen Überzug bildend, an eine Fläche: Die angebrannte Grütze legt ſich an den Topf, der Weinſtein ans Faß oder an die Zähne, der Roſt ans Eiſen; Kryſtalle legen ſich [ſchießen] an; Weil nun aber Alles, was ich in mich aufnahm, ſich ſogleich zu einer dichteriſchen Form anlegte. <bibl><author>G.</author> <biblScope>22, 232;</biblScope> <title>Die Meditation würde ſich an allen Wänden und Geſparren meiner Hirnkammer ſo dick a., wie der Arſenik in einer Kupferhütte.</title></bibl> <bibl><author>Muſäus</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 294 ꝛc.</biblScope> <title>Auch: Kein lieberes, ſich wärmer an Einen a–des [anſchmiegendes] Plätzchen.</title></bibl> <bibl><author>W.</author>  <title>Merck</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 113 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="c)">c) Sich mit Einem a., ins Zeug legen, in Streit gerathen, anbinden: Ich will mich nicht gern mit ihm a., ſ. auf-l. <bibl><biblScope>1e</biblScope> <title>und ein-l.</title></bibl> <bibl><biblScope>15 ꝛc.</biblScope></bibl> — 13) Dazu: Anleger, ſ. nam. <bibl><biblScope>6</biblScope> <title>und</title></bibl> <bibl><biblScope>9</biblScope> <title>und: Des Kleides An- und Ablegung.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>Mak.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 3 ꝛc.</biblScope></bibl> — Āūf- <bibl><biblScope>[1b; 3</biblScope> <title>und</title></bibl> <bibl><biblScope>37]:</biblScope></bibl></sense></sense><sense n="1)">1) einen Ggſtd, der auf Etwas gehört, darauf legen. Das, worauf der Ggſtd. gelegt wird, bleibt unbez. oder wird mit ,,auf“ beigefügt (ſ. 2): Ein Pflaſter a. (auf die Wunde); Ein Tiſchtuch a. (auf den Tiſch); Schminke, Roth a. (auf die Wangen); Schinken a. (auf den Teller, aufs Butterbrot ꝛc.); Geld a. (auf den Teller), bei herumgehenden Sammlungen; Die Hand a. (auf Jemandes Haupt); Etwas zu Wiegendes a. (auf die Wagſchale); Den Ellbogen oder ſich a. (auf den Tiſch), ſich aufſtützen ꝛc. — Daran ſchließt ſich: <sense n="a)">a) Maſchen a. (auf die Nadeln), als Beginn des zu Strickenden, des Strumpfs ꝛc. —</sense><sense n="b)">b) Fett a., an-l. (ſ. d. <bibl><biblScope>10</biblScope> <title>und 11b), anſetzen</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>fett werden.</title></bibl> —</sense><sense n="c)">c) (ſ. b) Forſtw.: Ein Baum legt viel Holz auf, treibt viel Äſte. —</sense><sense n="d)">d) Ein Pferd legt ſich auf, legt ſich mit ſeiner Wucht zu ſehr aufs Gebiß, ſo daß es der Hand des Reiters beſchwerlich wird. —</sense><sense n="e)">e) Sich a. (oder auflehnen) wider Einen oder Etwas, ſ. <bibl><biblScope>[1b],</biblScope> <title>ſich als Gegner desſelben erweiſen; Alle, die ſich wider dieſe Schul und Kirch zu Wittenberg a.</title></bibl> <bibl><author>Mat-</author>  <title>theſius Luth.</title></bibl> <bibl><biblScope>190a;</biblScope> <title>Der ſich wider den Antichriſt aufleget.</title></bibl> <bibl><biblScope>202a ꝛc.</biblScope> <title>Auch: Sich für Etwas a., als Kämpfer dafür auftreten,</title></bibl> — vgl.: Sich für <bibl><biblScope>—,</biblScope> <title>wider Etwas aufwerfen, das (vgl. werfen im Vh. zu legen) mehr das plötzliche Sich-Erklären für oder gegen Etwas bez., vgl. an-l.</title></bibl> <bibl><biblScope>11c</biblScope> <title>und ein-l.</title></bibl> <bibl><biblScope>15.</biblScope></bibl> —</sense></sense><sense n="2)">2) (ſ. 1) mit perſönl. Dat.: Einem die Hand a. (aufs Haupt); Einem Verwundeten ein Pflaſter a. und in gehobner Rede auch: Dein Päon hat der Wunden <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>ein Pflaſter aufgelegt.</title></bibl> <bibl><author>Opitz</author> <biblScope>2, 254 ꝛc.,</biblScope> <title>nam. aber: etwas zu Tragendes a., eig. und übertr., z. B.: Einem armen kleinen Kegel | .. hat ein .. Flegel | .. grob ſich aufgelegt.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>1, 113,</biblScope> <title>ſich mit dem Ellbogen auf ihn gelegt ꝛc., nam.: Dem Stiere das Joch, Einem (dem Volke ꝛc.) das Joch der Knechtſchaft, eine Laſt, Bürde, Steuern, Abgaben, einen Tribut, einen Zwang, eine Beſchränkung, eine Verpflichtung, Pflicht, Verbindlichkeit, einen ſchweren Dienſt, eine ſaure Arbeit, eine Strafe, etwas zu Leiſtendes, einen Eid, Schwur a. (oder auferlegen, ſ. d.); In ſchweren ſich (ſ. d. †) ſelbſt aufgelegten Büßungen.</title></bibl> <bibl><author>Humboldt</author>  <title>KlSchr.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 117;</biblScope> <title>Wem du etwas recht Schweres aufzulegen haſt.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>2, 104;</biblScope> <title>Auch Dieſem legt der Biſchof nun zu reden auf.</title></bibl> <bibl><author>Ram-</author>  <title>ler F.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 192,</biblScope> <title>befiehlt ihm zu reden; Die allgemeine Ordnung ſelbſt ſchien ihr dieſen Schritt aufzulegen.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>860a;</biblScope> <title>Man legte dem Könige auf, ſich in die Angelegenheiten nicht weiter einzumengen.</title></bibl> <bibl><biblScope>916;</biblScope> <title>Das Amt, ſo ich einem Jeden a. würde, auf ſich nehmen.</title></bibl> <bibl><author>Schweinichen</author> <biblScope>3, 44;</biblScope> <title>So große Ausgaben, als er ſich ſelbſt aufgelegt.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>8, 171 ꝛc.</biblScope> <title>Auch (veralt.): Sollſt ihn nicht leer von dir gehen laſſen, ſondern ſollſt ihm a. [als Geſchenk mitgeben] von deinen Schafen, von deiner Tenne ꝛc.</title></bibl> <bibl><biblScope>5.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>15, 14 ꝛc.,</biblScope> <title>ferner: Einem einen Spottnamen</title></bibl> <bibl><author>(Gotter</author> <biblScope>3, 279),</biblScope> <title>eine Unehre</title></bibl> <bibl><author>(Schöffer</author>  <title>Liv. 180a), Makel</title></bibl> <bibl><author>(Franck</author>  <title>Arch. 185a) a., anhängen (vergl. an-l. 15), ferner: Einem etwas Schändliches a., zur Laſt legen, Schuld geben.</title></bibl> <bibl><biblScope>5.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>22, 14;</biblScope> <title>Einem die Unwahrheit</title></bibl> <bibl><author>(Luther</author> <biblScope>1, 155b),</biblScope> <title>große Laſter</title></bibl> <bibl><biblScope>(3, 50b),</biblScope> <title>Aufruhr</title></bibl> <bibl><biblScope>(6, 6a),</biblScope> <title>aller Ketzerei Schuld (316a) a. ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="3)">3) (Buchdr.) Ein [ſchon gedrucktes] Buch neu, friſch <bibl><author>(Cronegk</author> <biblScope>1, 294),</biblScope> <title>von Neuem, wieder, nochmal a., eine neue Auflage (ſ. d. und Ausgabe 3) desſelben veranſtalten,</title></bibl> — übertr.: Wenn es der Himmel für nöthig und nützlich finden ſollte, mich und mein Leben noch einmal aufzulegen. <bibl><author>Lichtenberg</author> <biblScope>1, 17.</biblScope> <title>Seltner mit zu ergänzender adverb. Beſt. (neu, wieder) ꝛc., wie auch von einem in einem Buch enthaltnen Abſchnitt, Theil ꝛc.: Drollingers Troſt-Ode, die in der Sammlung</title></bibl> <bibl><biblScope>..</biblScope> <title>dieſes .. Dichters ſich befindet, habe ich noch einmal a. [hier in meinem Buch abdrucken] zu laſſen, eben deßwegen billig Bedenken getragen.</title></bibl> <bibl><author>Haller</author> <biblScope>196.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="4)">4) offen, unverdeckt hinlegen (ſ. aus-l. 2), z. B.: Waaren a., zur Schau; In dem Leſekabinett liegen die neueſten Journale auf; die ältern werden weggelegt und neue dafür aufgelegt (ausgelegt), zur Einſicht, zum Leſen; Karten a., ſo daß nicht die Muſierungsſeite, ſondern die mit den Augen bezeichnete oben liegt; Die Alte [die Kartenſchlägerin], indem ſie die Karten miſchte und zum zweiten Male auflegte. . . . Die Alte wollte zum dritten Mal aus-l. <bibl><author>G.</author> <biblScope>21, 219;</biblScope> <title>Beim Miſere ouverte muß der Spieler ſeine Karten a., übertr.: Nachdem er ſeine Karten drei Jahre vor uns verborgen gehalten hat und noch verborgen hält, ſollen wir die unſrigen a. und ein offenes Spiel gegen ein verdecktes ſpielen.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>18, 86 ꝛc.;</biblScope> <title>Bank (ſ. d.</title></bibl> <bibl><biblScope>III 2),</biblScope> <title>Pharo, Würfel a.; Wenn der Abt (ſ. d.) Würfel auflegt, hat das Konvent Macht zu ſpielen ꝛc. Dazu (mundartl.):</title></bibl> Aufgelegt, <bibl><biblScope>a. =</biblScope> <title>offenbar, z. B.: Ein aufgelegter Spitzbube ꝛc.</title></bibl> <bibl><author>Schm.</author></bibl> —</sense><sense n="5)">5) Schiff.: <sense n="a)">a) (ſ. 4) Ein Schiff a., es zur Zeit, wo es nicht gebraucht wird, abgetakelt (gleichſam bloß gelegt) an einen ſichern Ort bringen. —</sense><sense n="b)">b) Bis er den Kiel zu einem Barkſchiff a. ließ. <bibl><author>Höfer</author>  <title>Leb.</title></bibl> <bibl><biblScope>12,</biblScope> <title>ſ. an-l.</title></bibl> <bibl><biblScope>2,</biblScope> <title>auf die Werfte, auf den Stapel legen.</title></bibl> —</sense></sense><sense n="6)">6) in die Stimmung oder Gemüthsverfaſſung zu Etwas bringen, gw. nur im Partic.: Zu Etwas aufgelegt (mundartl. auferlegt. <bibl><author>Hippel</author>  <title>Leb.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 325;</biblScope> <title>Daß ſie furchtſam und zu wichtigen Geſchäften nicht auferlegt iſt.</title></bibl> <bibl><author>Kant</author>  <title>SchE.</title></bibl> <bibl><biblScope>76; 91 ꝛc.)</biblScope> <title>ſein, diſponiert, geſtimmt, gw. nur von Perſ.: Ich fühlte mich wohl manchmal dazu aufgelegt, allein es mangelte mir die Handhabe es anzugreifen.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>20, 197;</biblScope> <title>So aufgelegt zur Freude.</title></bibl> <bibl><author>Möſer</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 238;</biblScope> <title>War zu Nichts weniger aufgelegt als den Homer zu beurtheilen.</title></bibl> <bibl><author>Mendelsſohn</author> <biblScope>4, 2, 468;</biblScope> <title>Witzig und ſpöttiſch aufgelegt gegen die barbariſch redenden Foreſtieri [Fremden].</title></bibl> <bibl><author>Stahr</author>  <title>Jt.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 304 ꝛc.;</biblScope> <title>prägn.: Ich bin heute nicht aufgelegt [in der gehörigen Stimmung]. Auch (einigermaßen perſon.): Die Saiten [der Harfe] ſind ſo innig zum Beben aufgelegt, daß ſich der Ton von der Saite losreißt.</title></bibl> <bibl><author>Claudius</author> <biblScope>1, 27;</biblScope> <title>Wie wenig auch jene Sprache [die holländiſche] zu muntern .. Sachen aufgelegt zu ſein ſcheint.</title></bibl> <bibl><author>Weichmann</author> <biblScope>1, XXXIII ꝛc.</biblScope> <title>Dazu: Daß Lage oder Charakter immer ſchon eine geheime</title></bibl> Aufgelegtheit zur Erzeugung gewiſſer Affekten hervorbringen. <bibl><author>Engel</author> <biblScope>8, 300;</biblScope> <title>Die beſtändige Aufgelegtheit [der Kinder] ſich zu freuen.</title></bibl> <bibl><author>W.,</author>  <title>vgl. Aufgeräumt.</title></bibl> — Nur vereinzelt auch außer dem adj. Partic., z. B.: Bloß weil mich die Natur zum Mitleid aufgelegt. <bibl><author>Günther;</author>  <title>Begierde, ſie [die Fabel] zu hören, wenn unſre eignen Begebenheiten uns dazu a.</title></bibl> <bibl><author>H.</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>21, 188.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="7)">7) Dazu: Auflegung (in Bed. 1—5), vgl. Auflage. —</sense><sense n="8)">8) Aufleger: Einer der auflegt, z. B. mit Obj.: Die Schminkmädchen, die Weiß- und Roth-Auflegerinnen. <bibl><author>Böttiger</author>  <title>Sab.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 18.</biblScope> <title>Nam. aber:</title></bibl> <sense n="a)">a) Auflader, nam. von Fäſſern ꝛc. <bibl><author>Schm.</author></bibl> —</sense><sense n="b)">b) (Hüttenw.) der Arbeiter, der die Gicht auflegt, ſ. Aufläufer <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="c)">c) in Spinnereien: Einer, der die abgerißnen Fäden vor dem Wiedereinfahren des Wagens ergänzt. —</sense><sense n="d)">d) bei der Tabacksſpinnerei „der die gebreiteten Blätter dem Spinner auflegt“. <bibl><author>Zink</author>  <title>Ök.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 1093.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="e)">e) (Salzſied.) Der, welcher das Salz aus den Pfannen zum Trocknen in die Körbe legt, „Ausleger“. —</sense><sense n="f)">f) beim Torfſtechen: der die Torfſoden zum Trocknen auflegt und das Werkzeug, womit Dies geſchieht. —</sense><sense n="g)">g) (mundartl.) Lootſe auf der Donau. —</sense><comp>Aūs-:</comp></sense><sense n="1)">1) (ſ. auf-l. 4) ausbreitend hin-l., z. B.: Decken vor der Pforte. <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 12 ꝛc.;</biblScope> <title>Reuſen (zum Fiſchfang), Leinwand zum Bleichen, die fertig gedruckten Bogen a. ꝛc., nam. zur Schau a. (vgl. auskramen und ein-l. 9), z. B.: Waaren in den Schaufenſtern, ſeinen Kram</title></bibl> <bibl><author>(Rückert</author>  <title>Mak.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 113)</biblScope> <title>a.; Wenn ſie bereichert nach Hauſe kommen .., das Erworbene auszulegen.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>24, 107;</biblScope> <title>Dem breiten A. ſeiner Frömmigkeit.</title></bibl> <bibl><author>Hegel</author> <biblScope>17, 56;</biblScope> <title>Man muß nicht ſeinen Werth a., um die Menſchen zu gewinnen, ſondern man muß ſie gewinnen und dann erſt jenen</title></bibl> zeigen. <bibl><author>IP.</author> <biblScope>21, 39;</biblScope> <title>Die Reiz a. reizt nicht ſo, wie ſie verhüllen ꝛc.; Die Karten a., ſ. aufl.</title></bibl> <bibl><biblScope>4.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="2)">2) (ſ. 1) den in Etwas liegenden Sinn entfaltend zur Anſchauung bringen, ſ. <bibl><biblScope>[4]</biblScope> <title>aus einander und</title></bibl> <bibl><biblScope>[37]</biblScope> <title>zurecht legen, vergl. ausdeuten, erklären ꝛc.: Träume, ein Geſicht, das Geſetz, die heilige Schrift a.; Ich will Nichts a., ich will Ihnen nur vorſtellen, was ich mir denke.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>16, 305;</biblScope> <title>Im A. ſeid friſch und munter, | legt ihr’s nicht aus, ſo legt was</title></bibl> unter. <bibl><biblScope>3, 63;</biblScope> <title>Ein Andres iſt es, einen Dichter, wie Homer, äſthetiſch a., ein Anderes, ihm moraliſche oder politiſche Motive</title></bibl> unter-l. <bibl><author>Guhrauer</author>  <title>L.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 48;</biblScope> <title>Pflicht und Ehre! | Das ſind vieldeutig doppelſinn’ge Namen, | Ihr ſollt ſie ihm a., ſeine Liebe | ſoll ſeine Ehre ihm</title></bibl> erklären. <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>374b ꝛc.;</biblScope> <title>Etwas richtig, falſch</title></bibl> <bibl><author>(G.</author> <biblScope>9, 54),</biblScope> <title>ungleich (Zelt.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 82),</biblScope> <title>Einem übel</title></bibl> <bibl><author>(Cronegk</author> <biblScope>1, 92),</biblScope> <title>meine Handlung aufs Schlimmſte</title></bibl> <bibl><author>(Sch.</author> <biblScope>632a),</biblScope> <title>Alles zum Beſten</title></bibl> <bibl><author>(Sir.</author> <biblScope>6, 5),</biblScope> <title>zu ſeinen Gunſten</title></bibl> <bibl><author>(G.</author> <biblScope>39, 247),</biblScope> <title>Einem Etwas zum Argen</title></bibl> <bibl><author>(Cham.</author> <biblScope>5, 21)</biblScope> <title>a. ꝛc.; Weil er mein Erſtaunen als Furcht auslegte.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>357a;</biblScope> <title>[Das] wirſt du ihr zu keiner Unbeſcheidenheit a.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>23, 76 ꝛc.,</biblScope> <title>auch: Jemand [ſein Thun ꝛc.] falſch a.</title></bibl> <bibl><author>IP.</author> <biblScope>58, 237 ꝛc.,</biblScope> <title>ferner</title></bibl> <bibl><biblScope>refl.,</biblScope> <title>ſowohl: Der Sonnenſchirm</title></bibl> — der legt <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>von ſelbſt ſich aus.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>15, 16,</biblScope> <title>dafür bedarf es keiner Auslegung, Das erklärt ſich von ſelbſt ꝛc., als auch: Nun legte ſich Uli des Langen aus [legte ausführlich dar], wie ꝛc.</title></bibl> <bibl><author>Gotthelf</author>  <title>U.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 78 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="3)">3) (weidm.) ſ. <bibl><biblScope>1</biblScope> <title>und</title></bibl> <bibl><biblScope>10;</biblScope> <title>im Partic.: Ausgelegtes Geweih, weit ausgebreitetes, deſſen Stangen weit von einander ſtehn.</title></bibl> —</sense><sense n="4)">4) in abſichtlich gemachte Vertiefungen einer Kunſtarbeit ausfüllend Etwas als Verzierung legen, ein-l.: Eine Tiſchplatte mit feinerem Holz, Etwas mit Elfenbein a. (oder ein-l.); Aus- (oder ein-) gelegte Arbeit. — 5) Geld a., es — gw. eine kleinere Summe — für Jemand, in Erwartung der Rück- erſtattung, an einen Dritten bezahlen, vgl. <bibl><author>Mendelsſohn</author> <biblScope>4, 1, 16.</biblScope></bibl> — Veraltend: Sein Geld auf Wucher, auf Zinſen a., austhun, ausleihen, ſ. an-l. <bibl><biblScope>3.</biblScope></bibl> — 6) Ein Kleid ꝛc. a., im Ggſtz. zu an-l. (1r). <bibl><author>Grimm.</author></bibl> — 7) <bibl><biblScope>[25]</biblScope> <title>Erbſen ꝛc. a., ausſäen.</title></bibl> — 8) Soldaten a., außer der Stadt ꝛc., auf dem Lande in Quartier legen; Ein Schiff wird ausgelegt oder legt aus, legt ſich, um ſich ſegelklar zu machen, aus dem Hafen auf die Rhede; Es ſind böſe Hennen, die a. (Sprchw.). <bibl><author>Schottel</author> <biblScope>1276,</biblScope> <title>ihre Eier ver-l., die außerm Neſt legen.</title></bibl> — 9) Sich a., z. B. aus dem Fenſter, ſich hinaus-l., ſich mit dem Körper vornüberbeugen, ſo nam. (Fechtk.): Sich a. oder a. <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>ausliegen, ſ. d. und z. B.: So lag ich und ſo führte ich meine Klinge.</title></bibl> <bibl><author>Schlegel</author>  <title>Heinr.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 1, 2, 4.</biblScope></bibl> — 10) mundartl. (ſ. <bibl><biblScope>1</biblScope> <title>und 3): Jemand legt aus, ſein Umfang breitet ſich aus, er wird ſtark; Er legte aus, ward groß und ſtark.</title></bibl> <bibl><author>Höfer</author>  <title>Leb.</title></bibl> <bibl><biblScope>9;</biblScope> <title>Er fing an aufzuſchießen und auszulegen.</title></bibl> <bibl><biblScope>6 ꝛc.,</biblScope> <title>ſ. zu-l.</title></bibl> <bibl><biblScope>6.</biblScope></bibl> — 11) Dazu: Auslegung, z. B. (5): Jch danke dir für die Auslegung des Geldes [daß du es ausgelegt haſt] und werde dir die Auslage [das ausgelegte] wieder erſtatten ꝛc.; Die Auslegung der Waaren, der Reize ꝛc., nam. zu <bibl><biblScope>2:</biblScope> <title>Der Traum und ſeine Auslegung; Der Text war dunkel, die Auslegung iſt ſonnenhelle.</title></bibl> <bibl><author>Engel</author> <biblScope>12, 364;</biblScope> <title>Heilloſe Miß</title></bibl> aus- legungen der Bibel. <bibl><author>Raumer</author>  <title>Päd.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 1, 32 ꝛc.,</biblScope> <title>vgl.</title></bibl> <bibl><biblScope>12a.</biblScope></bibl> — 12) Ausleger: <sense n="a)">a) Einer, der Etwas auslegt, z. B.: Der Ausleger der Reuſen, des Geldes ꝛc., ſ. Auf-l. <bibl><biblScope>8d,</biblScope> <title>nam. zu</title></bibl> <bibl><biblScope>2: 1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Kor.</author> <biblScope>14, 28;</biblScope></bibl> <bibl><author>Claudius</author> <biblScope>4, 2;</biblScope> <title>Die ſchiefen Ausleger dieſes Jdeals.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>32, 44;</biblScope></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>3, 279; 10, 132;</biblScope></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>1153b;</biblScope> <title>Die Poeſie ſoll nie die Gelehrſamkeit zu ihrer Auslegerin machen.</title></bibl> <bibl><biblScope>1132b;</biblScope></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>29, 72;</biblScope> <title>Beſter Dolmetſcher .. Beſter Ausleger.</title></bibl> <bibl><author>Zinkgräf</author> <biblScope>1, 219 ꝛc.;</biblScope></bibl> Traum- ausleger. <bibl><author>V.</author>  <title>Th.</title></bibl> <bibl><biblScope>21, 33 ꝛc.</biblScope></bibl> — Dazu: Auslegerei <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Auslegung, gw. tadelnd: Leere Spielerei und</title></bibl> Schau- auslegerei. <bibl><author>Fichte</author> <biblScope>7, 402,</biblScope> <title>doch z. B.</title></bibl> Schriftauslegerei. <bibl><author>Kant</author> <biblScope>1, 235 =</biblScope> <title>Schriftauslegung.</title></bibl> — Ferner (Schiff.) auch von Sachen, ſo:</sense><sense n="b)">b) <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Küſtenbewahrer, Wachſchiff, „Auslieger“, ſchnellbeſegeltes längs der Küſte kreuzendes Kriegsſchiff: Fünf Advisjachten und Ausleger.</title></bibl> <bibl><author>Droyſen</author>  <title>Y.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 33.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="c)">c) [Die Kanots] hatten einen ſogen. A. (outrigger) oder ein ſchmales Brett, das an einer Seite des Kanots an Querhölzer parallel mit dem Fahrzeug befeſtigt war und dasſelbe vor dem allzuleichten Umſchlagen ſichern ſollte. <bibl><author>Forſter</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 164; 216 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="d)">d) ein Bugſpriet, das, ohne feſte Spur, beliebig aus- und eingeholt werden kann, nam. früher auf Kuffen, Schmacken ꝛc. üblich. —</sense><sense n="e)">e) Ausleger der Beſahn (auf Schmacken ꝛc.), eine ſtarke Spiere, das untre Ende des Beſahnſegels auszuſetzen ꝛc. —</sense><sense n="f)">f) (Maler.) Ausleger, der zackige Umriß eines Baums, die Ausladung (ſ. d.) desſelben. — Etwas mit etwas darauf Gelegtem — das in einzelnen Fällen unbez. bleibt — bedecken:</sense><comp>Be-:</comp></sense><sense n="1)">1) eigentl.: Den Boden mit Teppichen, mit Fußdecken, mit Brettern, mit Steinen, mit Marmorplatten, das Dach mit Ziegeln, mit Schiefer, mit Metallplatten, den Tiſch mit einem Tiſchtuch, den Spiegel (mit einer Zinnfolie), das Grab mit Blumen, eine Terraſſe mit Raſen, das Geſicht mit Schönpfläſterchen, den Huf (mit Hufeiſen), ein Butterbrot (mit Käſe, Schinken, Wurſt) b.; War die Wiekerſee mit Eis belegt. <bibl><author>Höfer</author>  <title>Leb.</title></bibl> <bibl><biblScope>25;</biblScope> <title>Man eilt, den bettelnden Mönchen die Wägen | mit Kälbern, Geflügel und Schmalz zu b.</title></bibl> <bibl><author>Platen</author> <biblScope>3, 13;</biblScope> <title>Sein Kleid mit Buntwerk wohl belegt [gw. beſetzt].</title></bibl> <bibl><author>Rollenhagen</author>  <title>Fr.</title></bibl> <bibl><biblScope>499;</biblScope> <title>Ein Palaſt . . mit goldbelegtem Dache.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>12, 242 ꝛc.</biblScope></bibl> — Dazu:</sense><sense n="2)">2) Ein (zum Schneiden ꝛc. beſtimmtes) eiſernes Werkzeug b., mit Stahl an der Schneide, dieſen daran ſchmiedend; Die Pflugſchar b. ꝛc. —</sense><sense n="3)">3) Einen Platz b., zunächſt ihn durch etwas darauf Gelegtes, dann allgm. durch Etwas als einer beſt. Perſon gehörig und für Andre nicht mehr frei bezeichnen: Die Plätze an der obern Tafel ſind ſchon alle belegt ꝛc. So auch nam. auf der Univerſität: Einen Platz in einer Vorleſung, ein Kolleg b., ſich durch Bezahlung einen Platz ſichern; Das Kolleg iſt ſehr beſucht, obgleich es Wenige belegt haben ꝛc.; Unbelegte Plätze. —</sense><sense n="4)">4) Bei Magenverſtimmungen iſt die Zunge gw. (mit Schleim) belegt, belegt ſich die Zunge; Die Belegtheit der Zunge iſt ein Zeichen verdorbnen Magens ꝛc.; Die Bruſt iſt (mit Schleim), die Simme, der Sänger iſt belegt; Ich fühle ſchon wie meine Belegtheit zunimmt. <bibl><author>Benedir</author> <biblScope>10, 193 ꝛc.</biblScope></bibl> — Ferner mehr übertr.:</sense><sense n="5)">5) eine zu tragende Laſt ꝛc., etwas Unangenehmes, Läſtiges, Hinderndes, Beſchwerendes auflegen (ſ. d. 2): Einen mit Ketten, ſchweren Eiſen <bibl><author>(Gerhard</author>  <title>Wil.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 197 ꝛc.)</biblScope> <title>b.; Unſer Leben iſt mit ſo viel Beſchwerlichkeiten belegt.</title></bibl> <bibl><author>Gellert;</author>  <title>Mit ſelbigem Leid auch beleget.</title></bibl> <bibl><author>Olearius</author>  <title>Roſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>71a;</biblScope> <title>Dieweil er ja mit ſolchem Kreuz und Pein | euch doppelt jetzt belegt.</title></bibl> <bibl><author>Opitz</author> <biblScope>1, 179;</biblScope> <title>Das Volk mit Steuern und Abgaben b.; Alſo muß man den Bauer b. [mit Steuern ꝛc.].</title></bibl> <bibl><author>JvMüller</author> <biblScope>14, 448;</biblScope> <title>Ein Haus, eine Stadt mit Einquartierung b.; Die Stadt mit einer Brandſchatzung, Jemand mit dem Bann, mit einer Strafe, Buße b.; (veralt.) Nicht Einer .. | der ihn b. kann mit der geringſten Sünden [ſie ihm zur Laſt legen].</title></bibl> <bibl><author>Opit;</author>  <title>Einem mit einem Eide b.</title></bibl> <bibl><author>(B.</author> <biblScope>235b),</biblScope> <title>inſofern er dadurch gebunden iſt; Etwas oder Einen</title></bibl> <bibl><author>(G.</author>  <title>Sch. Nr. 276) mit Arreſt, Etwas mit Beſchlag b.; Die Krüge mit Bier, mit Branntwein b.</title></bibl> <bibl><author>(Erbvergl.</author>  <title>§</title></bibl> <bibl><biblScope>251; 233; 232)</biblScope> <title>oder ver-l. (ebd.), ſie damit verſehn, inſofern ſie ihren Bedarf nicht anderswoher zu beziehn, gebunden ſind; Die</title></bibl> Belegung dieſer Krüge (234) ꝛc. In einigen Fällen verſchwindet der Sinn des Läſtigen ꝛc., vgl.: Einen mit einem Schimpf-, Ekel-, Beinamen, — mit einem ehrenden Beinamen b., ihm den Namen bei-l. ꝛc. —</sense><sense n="6)">6) mit Perſ., denen ein beſt. Poſten (Lager) angewieſen iſt, verſehen, z. B.: Einen Steinbruch, ein Bergwerk <bibl><author>(Wackernagel</author> <biblScope>3, 1, 421</biblScope> <title>Z. 32), einen Berg</title></bibl> <bibl><biblScope>(424</biblScope> <title>Z. 17) b., mit Arbeitern ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="7)">7) (ſ. <bibl><biblScope>6,</biblScope> <title>vgl. 5). Nam. auch: Die Straße b.</title></bibl> <bibl><author>(G.</author> <biblScope>5, 199; 209)</biblScope> <title>oder ver-l., ſie mit Mannſchaft ꝛc. verſperrend; Eine Burg (213), eine Stadt</title></bibl> <bibl><author>(Richt.</author> <biblScope>9, 50;</biblScope></bibl> <bibl><author>Joſ.</author> <biblScope>10, 5; 31 ꝛc.)</biblScope> <title>b., heute gw. belagern.</title></bibl> —</sense><sense n="8)">8) mit einem Beleg (ſ. d.) verſehen: Eine Rechnung mit oder durch Quittungen, eine Geſchichte mit Urkunden b.; Womit willſt du Das b.?; Iſt was, daß [womit] du belegſt, <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>daß Dieſem alſo ſei?</title></bibl> <bibl><author>Opitz</author> <biblScope>2, 131;</biblScope> <title>Daß ſie’s mit Brief und Siegeln dir b.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>365a,</biblScope> <title>auch: Die Geſchichte belegt [liefert die Belege dazu].</title></bibl> <bibl><author>Seume</author>  <title>Sp.</title></bibl> <bibl><biblScope>344;</biblScope> <title>Wie es für ſeine Erfahrungen ergänzend und nochmals b–d ſein möchte.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>27, 310.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="9)">9) (Schiff.) laufendes Tauwerk um Etwas herumſchlagen und befeſtigen. — 10) Sein Geld b., an-l. (ſ. d. 3), z. B. in Häuſern, Hypotheken, auch: Das erſte ſchöne Geld in Häuſer zu b. <bibl><author>Hagedorn</author> <biblScope>1, 65.</biblScope></bibl> — 11) von einigen Thieren, z. B. von Pferden, Rindern, Hunden ꝛc.: Das Weibchen b., ſich mit demſelben begatten; So ſah ich jüngſt ein Pferd b. <bibl><author>Brockes</author> <biblScope>9, 220</biblScope> <title>(vgl. decken</title></bibl> <bibl><biblScope>9,</biblScope> <title>beſchälen ꝛc.); Warf eine Dachshündin, welche von einem Pudel belegt war.</title></bibl> <bibl><author>Forſter</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 184;</biblScope> <title>Wölfinnen von männlichen Hunden belegt.</title></bibl> <bibl><author>Vogt</author>  <title>Köhl.</title></bibl> <bibl><biblScope>57;</biblScope> <title>Dein Vieh ſollſt du nicht b. laſſen in zweierlei Gattungen.</title></bibl> <bibl><author>Zunz</author> <biblScope>(3.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>19, 19) ꝛc.</biblScope> <title>und ſo auch vom Menſchen (im thieriſchen Zuſtand): Zu freſſen haben, ſchlafen und ſein Weibchen b.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>29, 169 ꝛc.</biblScope></bibl> — Auch: Eine Stute, Kuh, Hündin b., das Männchen zur Begattung zu ihr laſſen. — 12) Dazu: Belegung, das B. und Das, womit Etwas belegt iſt (nam. 1): Die Belegung einer Leidner Flaſche, eines Spiegels ꝛc. — <comp>Bēī-:</comp></sense><sense n="1)">1) Die Thüre b. <bibl><author>Börne</author> <biblScope>4, 159,</biblScope> <title>an-l. (lu), ſie anlehnend zumachen.</title></bibl> —</sense><sense n="2)">2) Etwas b., zu etwas Andrem es hinzufügend: Schick das Packet noch nicht weg, ich will noch Etwas b.; Dem Brief einen andern, eine Rechnung b.; Rupfte Tauben <bibl><biblScope>| .</biblScope> <title>. legt’ bei geſchwollne Trauben.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>2, 211 ꝛc.,</biblScope> <title>auch: Der Fliege gleich, die nicht zum Flug ſich regt, | obgleich ihr die Natur die Flügel beigelegt [ertheilt, gegeben, verſch.</title></bibl> <bibl><biblScope>4].</biblScope></bibl> <bibl><author>Hagedorn</author> <biblScope>1, 63;</biblScope> <title>Legt deine Schweſtertreu | zu meinen Tagen gleich noch lange Jahre bei.</title></bibl> <bibl><author>IESchlegel</author> <biblScope>1, 53 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="3)">3) Einem ein Frauenzimmer b., zu ihm ins Bett, ins Ehebett (ſ. Beilager). <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>16, 5;</biblScope> <title>Wie ſich ſein Herr die ſchöne Neubekehrte konnte ehelich b. laſſen.</title></bibl> <bibl><author>Muſäus</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>5, 87;</biblScope> <title>Ein Weib, das legt Euch bei!</title></bibl> <bibl><author>Opitz</author> <biblScope>1, 97;</biblScope> <title>Ward Lea an ihrer Schweſter Statt dem Bräutigam beigeleget.</title></bibl> <bibl><author>Weiſe</author>  <title>Jak.</title></bibl> <bibl><biblScope>X ꝛc.,</biblScope> <title>vgl.: Da legte ſich Siegfried der Königin bei.</title></bibl> <bibl><author>Simrock</author>  <title>Nib.</title></bibl> <bibl><biblScope>614,</biblScope> <title>ſ. Zu-l.</title></bibl> <bibl><biblScope>3.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="4)">4) Einem oder einem Ggſtd. Etwas b., von ihm ausſagen, daß es ihm zukomme, es ihm zuſchreiben (vgl. beimeſſen): Wir legen allen Körpern gewiſſe Eigenſchaften bei, z. B. die der Schwere; Die Alten legten dem Liebesgott Flügel bei [vrſch. <bibl><biblScope>2];</biblScope> <title>Einer Nachricht keinen Werth b.; Dieſe Schrift wird fälſchlich dem Ariſtoteles beigelegt; Einem die größten Lobſprüche b.; Die</title></bibl> Beilegungen [Attribute]. — 5) zuw. ſtatt beiſetzen (ſ. d.) in die Gruft (ſ. 6): Mit welchen faſt königlichen Ehrenbezeigungen ſein Leichnam beigelegt worden. <bibl><author>Mendelsſohn</author> <biblScope>4, 1, 262;</biblScope> <title>Stirbt das Kindchen, beigelegt | in der Wiege ꝛc.</title></bibl> <bibl><author>Schlegel</author>  <title>Kaufm.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 2 ꝛc.</biblScope></bibl> — 6) bei Seite legen, eigentl. (veralt.): Das Gewand <bibl><author>(Weckher-</author>  <title>lin 688), die Kleider (741), die Waffen</title></bibl> <bibl><author>(Opitz)</author>  <title>b., ab-l.; Eine Arbeit b., fort-l.</title></bibl> <bibl><author>Luther</author> <biblScope>5, 121a ꝛc.</biblScope></bibl> — 7) (ſ. 6) übertr.: Etwas b., beſeitigen; Einen Hader <bibl><author>(Arndt</author>  <title>E. 256), Zwiſt</title></bibl> <bibl><author>(G.</author> <biblScope>13, 160),</biblScope> <title>Streit</title></bibl> <bibl><biblScope>(22, 186),</biblScope> <title>Irrungen</title></bibl> <bibl><author>(Immermann</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 291;</biblScope></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>992b)</biblScope> <title>b.; Dieſen verwegenen Handel im Stillen beizulegen.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>10, 103;</biblScope> <title>Einsmals als der Streit . . nicht ſowohl beigelegt als eingeſchlummert war.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>10, 124;</biblScope> <title>Eine Zwiſtigkeit wird</title></bibl> entſchieden, wenn darin vorgeht was Rechtens; beigelegt wird ſie, wenn die Streitenden ohne auf die Gerechtigkeit zu ſehen, auf eine oder auf die andere Weiſe ſich wozu verſtanden haben. <bibl><author>Mendelsſohn</author> <biblScope>4, 1, 37 ꝛc.;</biblScope> <title>Gütliche</title></bibl> Beilegung. <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>750a;</biblScope> <title>Zu Beilegung der im Orient entſtandenen Unruhe.</title></bibl> <bibl><author>W.</author>  <title>HB.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 56.</biblScope></bibl> — 8) (ſ. 6) Etwas b., es bei Seite oder zurücklegen, d. h. es aufſparen oder aufbewahren: <bibl><biblScope>2.</biblScope></bibl> <bibl><author>Macc.</author> <biblScope>3, 15; 22;</biblScope> <title>Er hätte ein paar Thaler, die hatte er zuerſt b. wollen.</title></bibl> <bibl><author>Lewald</author>  <title>Leb.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 14;</biblScope> <title>Lege itzo, da du was haſt, bei vor den nothdürftigen Tag.</title></bibl> <bibl><author>Olearius</author>  <title>Baumg.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 4;</biblScope> <title>Roſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>15b;</biblScope> <title>Sucht Freuden beizulegen auf jene böſe Zeit! Uz. Auch mit Dat. (veralt., wegen des Doppelſinns, ſ. 4):</title></bibl> <bibl><author>Kol.</author> <biblScope>1, 5; 2.</biblScope></bibl> <bibl><author>Tim.</author> <biblScope>4, 8 ꝛc.</biblScope></bibl> — 9) (Schiff.) Die Segel b., einreffen; (Das Schiff) b., die Segel ſo ſtellen, daß das Schiff liegen bleibt, „beidrehen“: Wir legten bei, beſtiegen wohlbewahrt <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>die ausgeſetzten Boote.</title></bibl> <bibl><author>Cham.</author> <biblScope>4, 152;</biblScope> <title>Legt bei! ſetzt aus das Boot!</title></bibl> <bibl><biblScope>159;</biblScope></bibl> <bibl><author>Forſter</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 81 ꝛc.;</biblScope> <title>Lege | den müden Nachen bei.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author> <biblScope>1, 265,</biblScope> <title>um zur Ruhe zu kommen.</title></bibl> — 10) <bibl><biblScope>intr.:</biblScope></bibl> <sense n="a)">a) ſ. <bibl><biblScope>9.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) ſich dran halten, nicht laß werden: Reit zu! <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>wenn ihr friſch beilegt, holt ihr ihn noch ein!</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>518b ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="c)">c) Einem b., zu-l., (veralt.) ihm beiſtehn, beifallen, ſ. den Ggſtz. ab-l. <bibl><biblScope>9b.</biblScope></bibl> — 11) Beilegung, das B. und das Beigelegte, nam. <bibl><biblScope>4</biblScope> <title>und</title></bibl> <bibl><biblScope>7.</biblScope></bibl> — zur Empfangnahme bereit offen hin-l. (ſ. Da, Anm.):</sense><comp>Dār-:</comp></sense><sense n="1)">1) eig.: In deinen Gütern, die du ihn gabeſt, und in dem Lande, das du ihnen dargelegt haſt. <bibl><author>Neh.</author> <biblScope>9, 35;</biblScope> <title>nam.: Gut, Geld d.</title></bibl> <bibl><author>Spr.</author> <biblScope>6, 31;</biblScope></bibl> <bibl><author>Matth.</author> <biblScope>25, 20;</biblScope> <title>Bar Geld, die Koſten d.; Legt die Buß’ uns dar [zahlt ſie uns], die ſich gebührt.</title></bibl> <bibl><author>B.</author> <biblScope>156a ꝛc.,</biblScope> <title>veralt. auch verſchwenden.</title></bibl> <bibl><author>Franck</author>  <title>Sprchw.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 86a.</biblScope> <title>Dazu: Auf ſeine eigene Koſten und D.</title></bibl> <bibl><author>Erbvergl.</author>  <title>Beil.</title></bibl> <bibl><biblScope>75;</biblScope> <title>Mit großer Koſt und</title></bibl> Darlegung. <bibl><author>Luther</author> <biblScope>5, 171b.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="2)">2) dem Geiſt zur Anſchauung bringen, offen zeigen, kund thun ꝛc.: Legt er in Waffen große Proben dar. <bibl><author>Streckfuß</author>  <title>Rol.</title></bibl> <bibl><biblScope>5, 69 ꝛc.;</biblScope> <title>Die Eigenſchaften eines Dinges d., ſie aus einander legen, d. h. ein Ding begreifen.</title></bibl> <bibl><author>Burmeiſter</author>  <title>gB.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 176;</biblScope> <title>Lege Das dar vor meinen und deinen Brüdern, daß ſie zwiſchen uns Beiden richten.</title></bibl> <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>31, 37 ꝛc.;</biblScope> <title>Offne</title></bibl> Darlegung des Sachverhältniſſes; Dergl. ſchändlichen Fragen, Zweifeln, Darlegungen müßte ich unterliegen. <bibl><author>Tieck</author>  <title>A.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 58 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="3)">3) (Salzſied.) eine Siedepfanne in Gang bringen. — <comp>Darēīn-:</comp> ſ. <bibl><biblScope>[7].</biblScope></bibl> — <comp>Eīn-:</comp> (ſ. in-l.) 1) <bibl><biblScope>[7</biblScope> <title>und</title></bibl> <bibl><biblScope>1b]</biblScope> <title>einen Ggſtd. ꝛc. in Etwas, wo er hineingehört oder ſein ſoll, legen, oft: zu einem beſt. Zweck, z. B.:</title></bibl> <sense n="a)">a) Etwas e., in den Kaſten, ins Futteral ꝛc.; Warte denn, bis er Geſchenk’ einleg’ in den Seſſel des Wagens. <bibl><author>V.</author>  <title>Od.</title></bibl> <bibl><biblScope>15, 51 ꝛc.</biblScope> <title>Auch: Zum Pathengeld einen Roſenobel eingeleget.</title></bibl> <bibl><author>Schweinichen</author> <biblScope>3, 212;</biblScope> <title>Einem ein Patenkettlein e., als Eingebinde (ſ. d.).</title></bibl> <bibl><author>Scriver</author>  <title>Seel.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 482 ꝛc.;</biblScope> <title>Der Haſe (ſ. Oſterhaſe) legt Oſtereier (ſ. d.) ein, ins Neſt ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="b)">b) Einen Brief e., in einen andern; Eine Rechnung, eine Anweiſung, einen Wechſel, Kaſſenſcheine e., in einen Brief ꝛc.; Eine Arie e., in eine Oper ꝛc. —</sense><sense n="c)">c) Geld e., in die Kaſſe, — in die gemeinſame Kaſſe ꝛc., auch minder gw.: Das Publikum wird ſein Geld mit doppeltem Vergnügen e. [für das Theaterbillett bezahlen, ſ. Legegeld]. <bibl><author>G.</author> <biblScope>17, 41;</biblScope> <title>Habt Ihr etwa auch eingelegt? [gw. eingeſetzt, in die Lotterie]</title></bibl> <bibl><author>AWall</author>  <title>Bill.</title></bibl> <bibl><biblScope>231 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="d)">d) Holz, Feuer e. in den Ofen ꝛc., zuw. auch: in ein Haus ꝛc., ſ. an-l. <bibl><biblScope>(1g</biblScope> <title>und 2a), oft bei Altern z. B.</title></bibl> <bibl><author>Stumpf</author> <biblScope>531b; 636a ꝛc.,</biblScope> <title>aber auch: Wollte in mehr als</title></bibl> <bibl><biblScope>100</biblScope> <title>Häuſern Feuer e. laſſen.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>1095b.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="e)">e) Die Klinge e., ins Klappmeſſer und öfter meton.: Das Meſſer e., zuſammenlegen (ſ. 9); Jſt, wo ich aufgehört, zu leſen, <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>das Blatt nicht eingelegt?</title></bibl> <bibl><author>Schlegel</author>  <title>Cäſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 3.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="f)">f) Elfenbein, feinres Holz e., in eine Tiſchplatte ꝛc., meton.: Zierlich mit Elfenbein eingelegte Handrohre. <bibl><author>JvMüller</author> <biblScope>24, 148,</biblScope> <title>ſ. aus-l.</title></bibl> <bibl><biblScope>4.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="g)">g) Leute, Soldaten, ſich e. (bei Jemand), ins Quartier; Wo ich könnte .. dieſen Edelmann e. <bibl><author>Gryphius</author>  <title>Säug.</title></bibl> <bibl><biblScope>16,</biblScope> <title>ſ. einlagern.</title></bibl> —</sense><sense n="h)">h) (veralt.) Einen [ins Gefängnis] e. <bibl><author>Fiſchart</author>  <title>B.</title></bibl> <bibl><biblScope>225b.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="i)">i) in andern minder gw. Verbind., z. B.: Auf, Nordwind, lege dich in unſre Segel ein! <bibl><author>Fleming</author> <biblScope>83;</biblScope> <title>Der Feinb legt mich ein, wie ewig hingeſchieden, | in öde Finſternis.</title></bibl> <bibl><author>Mendelsſohn</author>  <title>Pſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>143, 3 ꝛc.,</biblScope> <title>wo einfaches „legen“ gewöhnlicher iſt; Der Regen, der ſich heute Nacht eingelegt hat [gw. eingeſtellt]. G. Stein</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 269 ꝛc.</biblScope></bibl> — Größtentheils hierzu gehören auch die folgenden Anwend.: 2) (Bergb.)</sense><sense n="a)">a) Der Schichtmeiſter legt ein, die Rechnungen mit Belegen (die ſog. „Einlegeregiſter“) ins Amt, vgl. <bibl><biblScope>13.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) Sich bei einem Gebirge e. (ſ. an-l. <bibl><biblScope>4</biblScope> <title>und</title></bibl> <bibl><biblScope>11a;</biblScope> <title>vor-l. ꝛc.), anfangen zu ſchürfen.</title></bibl> — 3) (Botan.) Pflanzen e., ins Herbarium, ſie zu trocknen und aufzubewahren (vgl. 7b). <bibl><author>G.</author> <biblScope>27, 193 ꝛc.,</biblScope> <title>verſch.</title></bibl> <bibl><biblScope>5.</biblScope></bibl> —</sense></sense><sense n="4)">4) (Buchdr.) <sense n="a)">a) Schrift ꝛc. e., in den Schriftkaſten vertheilen. —</sense><sense n="b)">b) beim Wiederdruck den Bogen ſo in den Deckel legen, daß er mit den beim Schöndruck entſtandnen Punkturlöchern wieder auf die Punkturſpitzen kommt. —</sense></sense><sense n="5)">5) (Gärtn.) Senker (oder „Einleger“) zur Fortpflanzung in die Erde legen: Ein Reis, Reben e. ꝛc. —</sense><sense n="6)">6) (Glash.) den Glasſatz in die Häfen legen oder ſchütten, mittels der „Einlege-Kelle oder -Schaufel“, ſ. <bibl><biblScope>8.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="7)">7) (Haushalt.) Etwas zum künftigen Gebrauch in einen Ort oder in einen Stoff legen, z. B.: <sense n="a)">a) Heringe, Sardellen e., in Waſſer (wäſſern) oder Milch ꝛc., um ſie zu entſalzen, verſch. <bibl><biblScope>b.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) zur Konſervierung ꝛc.: Käſe, Butter e. (einſchlagen), in einen Hafen; Gartenfrüchte e., in trocknen Sand, in einen Keller; Gurken e., in Eſſig; Heringe e. (verſch. a), marinieren; Früchte e., in Eſſig oder einkochen in Zucker (ſ. einmachen 2) ꝛc.; Bier, Wein e., in den Keller, z. B. als Schenkwirth. <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>131a.</biblScope></bibl> —</sense></sense><sense n="8)">8) (Hüttenw.) das zu Schmelzende in den Ofen legen ꝛc. (vgl. 6). <bibl><author>Jeſ.</author> <biblScope>22, 20.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="9)">9) (Kaufm.) (veraltend) die ausgelegte (ſ. d. 1) Waare zuſammenl. (vgl. 1e), einpacken, eig. und übertr.: Legt ein! der Markt iſt aus. <bibl><author>Gryphius</author> <biblScope>2, 388;</biblScope> <title>Guten leg ich Alles aus, Böſen Alles ein.</title></bibl> <bibl><author>Logau</author> <biblScope>3, 192; 2, 245;</biblScope> <title>Sie können mit Ihrem Krame da nur e.</title></bibl> <bibl><author>IESchlegel</author> <biblScope>2, 57.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="10)">10) (Schneider.) Einen Saum am Kleide oder das Kleid e., einſchlagen, umlegen und einnähen, um ſpäter es auslaſſen (ſ. d. 6) zu können. —</sense><sense n="11)">11) (Stricker.) vgl. <bibl><biblScope>10:</biblScope> <title>einen Strumpf durch ,,Abnehmen“ oder Vermindern der Maſchen zuſpitzen.</title></bibl> — 12) (weidm.) Netze, Schlingen, Fallen e. oder häufiger legen: Netze legten ſie meinen Tritten ein. <bibl><author>Pſ.</author> <biblScope>57, 7; 140, 6.</biblScope></bibl> — Sich e.: <sense n="a)">a) vom Hund, beim Nachhängen zu hitzig eilen und das Hängeſeil zu ſtark zerren. —</sense><sense n="b)">b) vom Hirſch <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>annehmen.</title></bibl> — 13) ſich ins Mittel (dazwiſchen, darein) legend, Etwas ſchriftlich (bei einer Behörde ꝛc.) oder mündlich äußern: Für Jemand ein gutes Wort, eine Fürbitte bei Einem e.; Gegen ein Urtheil ein Rechtsmittel e.; Gegen ein Einem zugefügtes Unrecht Verwahrung, Proteſt e. ꝛc. (ſ. 15). — 14) Bei den Ritterkämpfen die Lanze e., auf Jemand e., die Spitze auf ihn zum Anrennen richten. <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>1086a ꝛc.,</biblScope> <title>auch ohne Obj.: Schließt er den Helm und legt zum Rennen ein.</title></bibl> <bibl><author>Nicolai</author> <biblScope>2, 26 ꝛc.;</biblScope> <title>Für Einen oder Etwas eine Lanze (ſ. d. 1) e.</title></bibl> — 15) (veralt.) <bibl><biblScope>refl.</biblScope> <title>zu</title></bibl> <bibl><biblScope>14</biblScope> <title>(oder 13): Sich mit oder gegen, wider Jemand für einen Andern oder für Etwas e. (ſ. anl.</title></bibl> <bibl><biblScope>11c</biblScope> <title>und auf-l. 1e).</title></bibl> <bibl><author>Luther</author> <biblScope>2, 218b; 3, 176b;</biblScope></bibl> <bibl><author>Paracelſus</author> <biblScope>2, 415,</biblScope></bibl> <bibl><author>Ringwald</author>  <title>Wahrh.</title></bibl> <bibl><biblScope>373 ꝛc.</biblScope></bibl> — 16) Ehre, Lob, Unehre, Schimpf, Schande (mit Etwas) e., wohl zunächſt zu <bibl><biblScope>14</biblScope> <title>Ehre oder Unehre im ritterlichen Kampf</title></bibl> — und dann allgm. — erwerben, vgl.: Der Sohn Gottes will ſelber Ritter an ihnen werden und Ehr an ihnen e. <bibl><author>Mattheſius</author>  <title>Sar.</title></bibl> <bibl><biblScope>93b.</biblScope></bibl> — 17) dazu: Die Einlegung. das E. und: der Einleger, Einer der Etwas einlegt, aber auch (vgl. Ableger) <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Senker (ſ. 5) und vralt.: ein Eingelagerter (ſ. 1g).</title></bibl> <bibl><author>Schweinichen</author> <biblScope>2, 84.</biblScope></bibl> —</sense><comp>Ent-:</comp></sense><sense n="1)">1) <bibl><biblScope>refl.</biblScope> <title>(mundartl.): ſich entſchlagen, entbrechen: Ich habe mich des Auftrages nicht e. [ihm nicht entziehn] können.</title></bibl> <bibl><author>Hensler</author></bibl> <bibl><author>(Mendelsſohn</author> <biblScope>5, 449);</biblScope> <title>Sich nicht e. [nicht umhin] können, Etwas zu thun.</title></bibl> <bibl><author>Brockes</author> <biblScope>4, 403; 5, 264 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="2)">2) <bibl><biblScope>tr.</biblScope> <title>(vralt.): Ein Wild e., zer-l., zerwirken.</title></bibl> <bibl><author>Spee</author>  <title>Tr.</title></bibl> <bibl><biblScope>298.</biblScope></bibl> — <comp>Entgêgen-:</comp> z. B.: Einem Etwas e., in den Weg legen, hindernd entgegenſetzen. <bibl><author>Logau</author> <biblScope>2, 205 ꝛc.;</biblScope> <title>Da ernſt die Wage | des Schickſals wägt | und Menſchenrecht und Völkerklage | entgegenlegt [gegen einander in die Wagſchalen].</title></bibl> <bibl><author>V.</author> <biblScope>3, 186.</biblScope></bibl> — <comp>Er-:</comp></sense><sense n="1)">1) Geld ꝛc. e., das für Etwas verfallne an eine Behörde zahlen; Geldſtrafen, Steuern, Brandſchatzungen, die Lehenwaare e.; Drei Thaler [Steuer] e. für meinen Hund! <bibl><author>Cham.</author> <biblScope>3, 256 ꝛc.,</biblScope> <title>ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>6b.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="2)">2) Einen Feind, einen Gegner e. (ſ. 3), ihn todt hinſtrecken, gw. im Kampfe; Nun treibt mich der Muth, ich erliege nun oder erlege, <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>dir zu ſtehn.</title></bibl> <bibl><author>B.</author> <biblScope>237b;</biblScope> <title>Vom Geſchütz erlegt.</title></bibl> <bibl><author>Fiſchart</author>  <title>Garg.</title></bibl> <bibl><biblScope>233a;</biblScope> <title>Wie ſie Telemachum auf der Heimfahrt e. und austilgen wollen.</title></bibl> <bibl><author>Schaidenceißer</author> <biblScope>1 3b ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="3)">3) (ſ. 2) Ein Thier, Wild e., auf der Jagd todt hinſtrecken, tödten. —</sense><sense n="4)">4) (mundartl.) ſ. <bibl><biblScope>2</biblScope> <title>und</title></bibl> <bibl><biblScope>3:</biblScope> <title>Kegel e., werfen, ſie mit der Kugel hinſtrecken.</title></bibl> <bibl><author>Hippel</author>  <title>Leb.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 60.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="5)">5) (vralt., ſ. <bibl><biblScope>2; 3):</biblScope> <title>Den Hunger e. oder ſtillen.</title></bibl> <bibl><author>Ryff</author>  <title>Sp.</title></bibl> <bibl><biblScope>74;</biblScope></bibl> Erlegung des Appetits. <bibl><biblScope>151b ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="6)">6) Doppelzſſtzg.: <sense n="a)">a) Einem Etwas auf-e., eine von ihm zu übernehmende Laſt od. Beſchränkung auf ihn legen, vgl. das allgemeinere auf-l. <bibl><biblScope>2:</biblScope> <title>Dem Siter ein Joch auf- e.; Einem Stillſchweigen, eine Pflicht, Verpflichtung, Buße, Strafe, ein Gelübde auf-e.; So bittre Mühe war dem Jüngling auferlegt.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>10, 269;</biblScope> <title>Hätte nicht Das, was Herder mir auferlegt, unendlich auf mir gelaſtet.</title></bibl> <bibl><biblScope>22, 3;</biblScope> <title>Da uns dgl. zu ertragen genugſam auferlegt worden.</title></bibl> <bibl><biblScope>33, 175;</biblScope> <title>Wie Rutren ihm auferlegt habe, ſich nicht zu vermählen.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>9, 98;</biblScope> <title>Die unerträglichen Bedingungen, die er dem jungen Piſo auferlegt. HB.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 185 ꝛc.</biblScope> <title>Im Infin. immer: Auf-zu-e., dagegen (vgl. erkennen, Anm.) neben dem getrennten: Die Behörde erlegte ihm auf, den einen ſeiner Vorträge nochmals zu halten.</title></bibl> <bibl><author>Enſe</author>  <title>Denkw.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 270;</biblScope> <title>Grade der Tod Jhres Vaters erlegt Jhnen die ſchwere Aufgabe auf.</title></bibl> <bibl><author>Klencke</author>  <title>Gſp.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 214</biblScope> <title>u. 0.,</title></bibl> — auch ungetrennt, nam. bei <bibl><author>Auerbach</author>  <title>(ſ. SchV. 170): Der Beichtiger auferlegte ihm eine leichte Buße. Dorf.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 299;</biblScope> <title>Die Naturgaben .. auf-e. uns eine Nothwendigkeit. Ab.</title></bibl> <bibl><biblScope>102 ꝛc.,</biblScope> <title>ferner: Der General auferlegte die kleinere Hälfte des Erſatzes den Kompagniechefs.</title></bibl> <bibl><author>Droyſen</author>  <title>Y.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 99 ꝛc.</biblScope></bibl> — Über die eigenthüml. Bed. des Partic. „auferlegt“ ſ. auf-l. <bibl><biblScope>6.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) Für die nicht Schutzverwandten die Kontributionen in der Maſſe mit-zu-e. G. <bibl><biblScope>26, 41,</biblScope> <title>ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> —</sense><comp>Fórt-:</comp></sense><sense n="1)">1) weg-l. —</sense><sense n="2)">2) weiter legen, fortfahren zu legen. — <comp>Ge-:</comp> veralt. ſtatt des einfachen „legen“: Salz . . gelegt die Geſchwulſt ꝛc. <bibl><author>Ryff</author>  <title>Sp.</title></bibl> <bibl><biblScope>130b.</biblScope></bibl> — <comp>Gêgen-:</comp> gegen Etwas oder dagegen legen: Man ſieht erſt, wie matt die Farbe iſt, wenn man das andre Tuch gegenlegt; Er war außer ſich, wagte aber nicht ſich gegenzulegen [zu widerſetzen]. <bibl><author>Arndt</author>  <title>E.</title></bibl> <bibl><biblScope>226.</biblScope></bibl> — Hêr-, Hín- ꝛc.: z. B.: Er hat das Buch hier her-, dort hin-, auf den Schrank hinauf-, in die Mappe hinein-gelegt ꝛc.; Daß er aus meinen Melodieen grade Das herausfühlt, was ich ſo gern hinein-l. wollte. <bibl><author>Wackenroder</author>  <title>Kl.</title></bibl> <bibl><biblScope>264;</biblScope> <title>Sich an den Straßen herum-l. und betteln.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>15, 233 ꝛc.</biblScope></bibl> — Auch minder gw. oder vralt.: Wenn wir einſchaltend hin-l. [herſetzen], wie der einſichtige Jones ihren Charakter ausſpricht. <bibl><biblScope>4, 162;</biblScope> <title>Die Sachen ſeien zwar in der Sühne hingelegt [beigelegt] worden.</title></bibl> <bibl><author>Schweinichen</author> <biblScope>3, 113;</biblScope></bibl> <bibl><author>Mattheſius</author>  <title>Luth.</title></bibl> <bibl><biblScope>71a;</biblScope> <title>Wenn dieſer harte Krieg wird werden hingelegt.</title></bibl> <bibl><author>Opitz</author></bibl> <bibl><author>(Wackernagel</author> <biblScope>3, 1, 623,</biblScope> <title>Z. 26); Jhre Spän [Streitigkeiten] vor den Eidgenoſſen zu zer-l. ... Die Eidgenoſſen befliſſen ſich .. den Span .. hin-zu-l.</title></bibl> <bibl><author>Stumpf374b;</author>  <title>Daß ſolche Alpvölker ihre alte Mannheit</title></bibl> <bibl><biblScope>..</biblScope> <title>noch nie hingelegt [abgelegt].</title></bibl> <bibl><biblScope>IIb; 353b;</biblScope> <title>Den gefaßten Kummer hin-l. [bewältigen ꝛc.].</title></bibl> <bibl><biblScope>212a ꝛc.</biblScope></bibl> — <bibl><biblScope>I.</biblScope></bibl> Hínter-: nach hinten hin-l. — <bibl><biblScope>II.</biblScope></bibl> Hinter-: 1) deponieren, verwahrlich nieder-l.: Wie dieſes koſtbare Überbleibſel <bibl><biblScope>..</biblScope> <title>in einem beſondern Gotteshauſe hinterlegt wurde.</title></bibl> <bibl><author>Fallmerayer</author>  <title>Or.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 181;</biblScope> <title>Bei einem Peſther Buchhändler hinterlegt.</title></bibl> <bibl><author>Hartmann</author>  <title>Pet.</title></bibl> <bibl><biblScope>XXVII;</biblScope> <title>Die</title></bibl> <bibl><biblScope>1000</biblScope> <title>Thaler h.</title></bibl> <bibl><author>Hebel</author> <biblScope>3, 339;</biblScope> <title>Im hieſigen Policeiarchiv hinterlegt.</title></bibl> <bibl><author>Immermann</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 325; 284;</biblScope></bibl> <bibl><author>Kapper</author>  <title>Vorl.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 98;</biblScope></bibl> <bibl><author>Meißner</author>  <title>Sanſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 73;</biblScope> <title>Ein Ort beſtimmt, um zur Noth Botſchaft für ihn h. zu können.</title></bibl> <bibl><author>Möricke</author>  <title>N.</title></bibl> <bibl><biblScope>616;</biblScope></bibl> <bibl><author>JvMüller</author> <biblScope>24, 323;</biblScope></bibl> <bibl><author>Platen</author> <biblScope>7, 129;</biblScope></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>22, 6;</biblScope> <title>Bei dir darf ich die Weisſagung wohl ingeheim h., daß ꝛc.</title></bibl> <bibl><biblScope>269;</biblScope> <title>Ich hinterlege die Proceßgebühren. Att.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 3, 14.</biblScope></bibl> — 2) mundartl. ꝛc.: <sense n="a)">a) Fink hinterlegte <bibl><biblScope>20</biblScope> <title>Jahre.</title></bibl> <bibl><author>Burmann</author>  <title>F.</title></bibl> <bibl><biblScope>159 =</biblScope> <title>legte ſie zurück.</title></bibl> —</sense><sense n="b)">b) Da ſeien alle Worte abgekartet, Alles auf das Sorgfältigſte hinterlegt [überlegt?], damit ſie auf keinen Widerſpruch ſtoße. <bibl><author>Möricke</author>  <title>N.</title></bibl> <bibl><biblScope>423.</biblScope></bibl> — alterthüml. ſtatt ein-l. <bibl><author>Schlegel</author>  <title>Gd.</title></bibl> <bibl><biblScope>128.</biblScope></bibl> — (mundartl.) mit Etwas nicht länger zurückhalten und damit anheben, ſ. los. — zu etwas ſchon früher Gelegtem noch nachträglich Etwas legen: Holz n., zum Feuer. —</sense><comp>Jn-:</comp> <comp>Lōs-:</comp> <comp>Nāch-:</comp> <comp>Nīēder-:</comp></sense><sense n="1)">1) eig.: Etwas n., auf den Boden legen; Ein Kind n., in die Wiege; Sich n., ins Bett; Legte nieder mich ſchlafen. <bibl><author>Talvj</author> <biblScope>2, 6 ꝛc.</biblScope> <title>Auch</title></bibl> <bibl><biblScope>[1a]</biblScope> <title>mit Dat. bei den Präpoſ., z. B.: Daß ich mich . .. in einem guten, reinlichen Bette n. würde.</title></bibl> <bibl><author>Kohl</author>  <title>Irl.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 65;</biblScope> <title>Auf je zwei benachbarten [Steinen] iſt immer ein großer Querſtein niedergelegt. Engl.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 112;</biblScope> <title>Legte .. Alles empfangend | nieder im Wagenkorb.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Od.</title></bibl> <bibl><biblScope>15, 130</biblScope> <title>(vgl.: Bis ich Geſchenk’ einleg in den Seſſel des Wagens. 74) ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="2)">2) (ſ. 1) verwahrlich hin-l., deponieren, ſ. hinter-l.: Solches [Käſtchen] bei ſeinen Gerichten niederzulegen. <bibl><author>G.</author> <biblScope>19, 84;</biblScope> <title>Es ſind dieſe ſchönen Bände auf die Bibliothek niedergelegt und werden daſelbſt aufbewahrt.</title></bibl> <bibl><biblScope>30, 239 ꝛc.,</biblScope> <title>auch: Wir legen nur ein gültig Zeugnis nieder.</title></bibl> <bibl><biblScope>11, 131;</biblScope> <title>Reſultate .., welche ich hier [in dieſer Schrift] niederzulegen mich anſchicke.</title></bibl> <bibl><author>Burmeiſter</author>  <title>gB.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 99 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="3)">3) (ſ. 1) zu Boden legen <bibl><biblScope>[28],</biblScope> <title>z. B. eig.: Ein Gebäude n., niederreißen.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>23, 42;</biblScope> <title>Zur</title></bibl> Niederlegung einer neben dem Dom ſtehenden verfallenen Kirche. <bibl><biblScope>31, 363 ꝛc.;</biblScope> <title>ferner: Einem die Straße, das Handwerk n.; Die verlegten oder niedergelegten Bauern. . . . Die gänzliche Niederlegung der Dörfer und Baurſchaften.</title></bibl> <bibl><author>Erbvergl.</author> <biblScope>§ 334; 336 ꝛc.;</biblScope> <title>Wollten dein Reich n., darüber iſt ihr Reich niedergelegt worden.</title></bibl> <bibl><author>Luther</author> <biblScope>1, 96b;</biblScope> <title>Solche große Gnade . . . haben ſie uns durchs geiſtliche Recht faſt niedergelegt.</title></bibl> <bibl><biblScope>290a</biblScope> <title>und ver- alt. untrennbar: Womit .. niederlege ich ſie alleſammt?</title></bibl> <bibl><biblScope>377b</biblScope> <title>[mache, daß ſie unterliegen ꝛc.], ferner: Ein Amt, eine Stelle, Würde, die Krone, Regierung n., ſich derſelben freiwillig begeben.</title></bibl> — <bibl><biblScope>I.</biblScope></bibl> Úber-: 1) <bibl><biblScope>tr.:</biblScope></bibl> <sense n="a)">a) über Etwas legen (vgl. <bibl><biblScope>II 1):</biblScope> <title>Ein Pflaſter ü., über die Wunde; Einen ü., übers Knie, über die Bank, um ihn zu prügeln, z. B.</title></bibl> <bibl><author>Devrient</author> <biblScope>1, 106 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) nach der andern Seite hinüber legen oder „wenden, um-l.“, namentl. (Schiff.): Das Ruder oder Steuer ü. (überſchmeißen); Die Segel ü. (überholen, umſchmacken); Das Schiff ü., es mittels der Segel und des Steuers ſo drehen, daß es mit der entgegengeſetzten Seite beim Winde zu liegen kommt, auch <bibl><biblScope>intr.:</biblScope> <title>Mit dem Schiff ü. (um-l., wenden).</title></bibl> — 2) <bibl><biblScope>refl.:</biblScope> <title>ſich überbeugen: Das Kind ſtürzte aus dem Fenſter, weil es ſich mit dem Kopf zu weit übergelegt hatte; Das Schiff legte ſich nach der Seite über ꝛc., auch</title></bibl> <bibl><biblScope>intr.:</biblScope> <title>Der „Fortitüde“ die Bramſtange . .. zu zerſtören, ſie legte ſchon ſtark nach Steuerbord über.</title></bibl> <bibl><author>Droyſen</author>  <title>Y.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 35.</biblScope></bibl> — 3) <bibl><biblScope>intr.:</biblScope> <title>ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>1b</biblScope> <title>und</title></bibl> <bibl><biblScope>2.</biblScope></bibl> — <bibl><biblScope>II.</biblScope></bibl> Über-: 1) mit etwas Übergelegtem (ſ. <bibl><biblScope>I 1)</biblScope> <title>bedecken, z. B.: Fäſſer, die mit Bretter[n] überlegt waren.</title></bibl> <bibl><author>Arnim</author> <biblScope>79;</biblScope> <title>Die mit .. Tuch überlegte Brücke.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>20, 241;</biblScope> <title>Als Kirchen und Altäre noch mit Marmor und Achaten überlegt werden mußten.</title></bibl> <bibl><biblScope>23, 312;</biblScope></bibl> <bibl><author>H.</author>  <title>Cid</title></bibl> <bibl><biblScope>18;</biblScope></bibl> <bibl><author>Spindler</author>  <title>Jud.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 78 ꝛc.</biblScope> <title>und veralt. ſtatt</title></bibl> <bibl><biblScope>I 1:</biblScope> <title>Der Koth des Eſels pflaſtersweis überlegt.</title></bibl> <bibl><author>Ryff</author>  <title>Th.</title></bibl> <bibl><biblScope>5 ꝛc.</biblScope></bibl> — 2) übermäßig (mit einer zu großen Laſt ꝛc.) be-l.: Fanden wir die Stadt von Truppen überlegt [übermäßig beſetzt], von allerlei Fuhrwerk überfahren. <bibl><biblScope>25, 6;</biblScope> <title>Ein mit Steuern überlegtes Volk ꝛc.</title></bibl> — 3) Geld ü., es von der Einnahme übrig behaltend zurück-l. —</sense></sense><sense n="4)">4) Etwas ü., es nach allen Beziehungen, die auf Jemandes Verhalten beſtimmend <bibl><author>Sanders,</author>  <title>deutſches Wörterb.</title></bibl> <bibl><biblScope>II.</biblScope> <title>einwirken können, erwägen: Daß ich nun bei guter Muße die Geſchichte hin und her überlegte.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>19, 60;</biblScope> <title>Weil es hier nicht ü. und wählen kann . . Aus Überlegung und Wahl.</title></bibl> <bibl><biblScope>39, 76;</biblScope> <title>Ich dachte | denn doch, es ſei das Klügſte . . . und unterm Ü. ꝛc.</title></bibl> <bibl><biblScope>8, 13;</biblScope> <title>Wer überlegt, Der ſucht Bewegungsgründe, nicht zu dürfen.</title></bibl> <bibl><author>L.</author>  <title>Nath.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 9 ꝛc.</biblScope> <title>Auch</title></bibl> <bibl><biblScope>refl.:</biblScope> <title>Nein, ſo ’was überlegt ſich (ſ. d. †) nicht. ebd.; Steig auf und folge mir! es überleget | ſich unterweges, wie wohl am beſten frei | dein Rüdiger durch dich zu machen ſei.</title></bibl> <bibl><author>Streckfuß</author>  <title>Rol.</title></bibl> <bibl><biblScope>13, 48 ꝛc.</biblScope></bibl> — Dazu: <sense n="a)">a) Nach langer, ſorgfältiger, reiflicher Überlegung ſich entſchließen; Mit, ohne Überlegung handeln; Allzu lange Überlegungen laſſen oft den rechten Zeitpunkt zum Handeln verpaſſen; Etwas in, zur ſtillen <bibl><author>(G.</author> <biblScope>25, 264)</biblScope> <title>Überlegung nehmen, in Überlegung ziehn, ſeltner: Die Überlegung machen, daß ꝛc.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>19, 223;</biblScope> <title>Eine Menge Überlegungen ſtreiten in mir.</title></bibl> <bibl><author>JvMüller</author> <biblScope>14, 348 ꝛc.</biblScope> <title>und perſonif.: In dem Augenblick | kam beßre Überlegung wie ein Engel | und peitſcht’ aus ihm den ſünd’gen Adam weg.</title></bibl> <bibl><author>Schlegel</author>  <title>Sh.</title></bibl> <bibl><biblScope>7, 11;</biblScope> <title>Bedächtige Wahlüberlegung.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>20, 227 ꝛc.,</biblScope> <title>auch als Ggſtz.: [Das] brachte mich doch etwas aus meiner Unüberlegung.</title></bibl> <bibl><author>Heinſe</author>  <title>A.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 169.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) Das Partic.: Ein lang überlegter Plan; Die überlegteſte Bosheit; Jene erhabene Beſtimmung, die ich Ihnen zum überlegteſten Zweck Ihres ganzen Lebens zu machen wünſche. <bibl><author>Fichte</author> <biblScope>6, 300 ꝛc.,</biblScope> <title>auch mehr in akt. Sinn (vgl. bedacht ꝛc.): Überlegt handeln; Ein überlegter Böſewicht ꝛc.</title></bibl> — Ggſtz.: Unüberlegte Handlungen; Das war unüberlegt und übereilt. <bibl><author>Forſter</author>  <title>Br.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 306;</biblScope> <title>Mit Nichten wär’ es weiſe, | mit übereiltem Rathſchluß einzugreifen; | wir handeln nicht unüberlegter Weiſe.</title></bibl> <bibl><author>Cham.,</author> <biblScope>4, 77 ꝛc.</biblScope></bibl> — Dazu: Die (Un-) Überlegtheit. — <bibl><biblScope>I.</biblScope></bibl></sense></sense></entry>
        </p>
        <form type="lemma">
          <orth expand="Um-Legen" orig="Um-">Um-</orth>
          <pc>:</pc>
          <gramGrp>1) um Etwas anſchmiegend herum-l. (vergl. II):</gramGrp>
        </form>
        <sense>Einen Verband [um die Wunde], einen Mantel [um die Schulter], eine goldne Kette [um den Hals] uml.; Von Gold <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>ein Ohrband jedem Ende umgelegt.</title></bibl> <bibl><author>B.</author> <biblScope>157b;</biblScope> <title>Dem Aufruhr einen Heiligenſchein umzulegen.</title></bibl> <bibl><author>König</author>  <title>Kl.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 332 ꝛc.</biblScope></bibl> — 2) in eine andre Lage bringen, z. B.: Etwas Stehendes uml., es aus dem Stehen ins Liegen bringen; etwas Liegendes uml., anders legen; Die Heringe im Faß, die Wäſche im Schrank, die Äpfel auf dem Stroh uml.; Die Ziegel eines Dachs, das Dach, Dachreihen <bibl><author>(G.</author> <biblScope>19, 14)</biblScope> <title>uml., umdecken; Truppen um-l., in andres Quartier, umquartieren; Sich im Bett uml., auf die andre Seite; Die Schärfe, die Spitze eines Schneidewerkzeugs legt [biegt] ſich um; Das Boot legte ſich [vgl. ſchlug] faſt ganz um; Sie legte [drehte] jeden Heller ein paar Mal um, ehe ſie ihn ausgab.</title></bibl> <bibl><author>Stilling</author> <biblScope>4, 115;</biblScope> <title>Umgelegte [umgebogne, umgeklappte] Vatermörder; Indem ſich der Oſtwind in Weſtwind umlegte.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>40, 322</biblScope> <title>(vgl.: ſich umſetzen, umſpringen]; Die Ruder, die Segel, das Schiff uml., ſ. über-l.</title></bibl> <bibl><biblScope>1b,</biblScope> <title>z. B. übertr.: Daß wir mit dieſer Abweichung vom geraden Wege der Erzählung nur unſer Schifflein uml., um den Segeln vollen Fahrwind zu geben.</title></bibl> <bibl><author>Freſe</author>  <title>G.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 85 ꝛc.</biblScope> <title>und ohne Obj.: Dann wird die Mannſchaft uml. und Ihnen die Unmöglichkeit erklären, weiter fortzukommen.</title></bibl> <bibl><author>Mügge</author>  <title>Silt</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 16;</biblScope> <title>Das Schiff, der Wind legt um ꝛc.</title></bibl> — <bibl><biblScope>II.</biblScope></bibl></sense>
        <form type="lemma">
          <orth expand="Um-Legen" orig="Um-">Um-</orth>
          <pc>:</pc>
          <gramGrp>mit etwas Herumgelegtem umgeben:</gramGrp>
        </form>
        <sense>Mit des Herbſtes Frucht umlegt. <bibl><author>G.</author> <biblScope>18, 311;</biblScope> <title>Der Hals einer [Champagner-] Flaſche mit gerolltem Blei umlegt.</title></bibl> <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 153;</biblScope> <title>Umlegte er den Thurm, der wüthende Unmenſch, mit Feuer.</title></bibl> <bibl><author>Hebel</author> <biblScope>4, 73;</biblScope> <title>Die geſenkte Blumenknoſpe deines Geiſtes, den dein Flockenleib, wie Blumen neugefallner Schnee, umlegt.</title></bibl> <bibl><author>IP.</author> <biblScope>3, 61;</biblScope> <title>Blinkte die eherne Schärf’, umlegt mit goldenem Ringe.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Il.</title></bibl> <bibl><biblScope>6, 320;</biblScope> <title>Mit traurigem Schleier umlegt mich! Sh.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 321 ꝛc.</biblScope></bibl> — <bibl><biblScope>I.</biblScope></bibl> Unter- (ſ. II): 1) unter Etwas (in unmittelbare Berührung oder Beziehung) legen, eig. und übertr.: Der Schrank ſteht nicht feſt, man muß Etwas unt.; Futter unters Zeug; Papier beim Schreiben; eine Folie unt.; Die Lohe .. <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>ſchlägt um den wallenden Keſſel aus untergelegetem Reiſig.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Än.</title></bibl> <bibl><biblScope>7, 463;</biblScope> <title>Dem Huhn Eier unt. zum Brüten; Einer Melodie einen Text, Worte; einer Allegorie einen Sinn unt.; Legt ihr’s nicht aus (ſ. d. 2), ſo legt ’was unter.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>3, 63;</biblScope></bibl> <bibl><author>Guhrauer</author>  <title>L.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 49;</biblScope> <title>Wenn die Alten Naturkräften Geſtalt und Gottheit unterlegten.</title></bibl> <bibl><author>Platen</author> <biblScope>6, 74;</biblScope> <title>Schandbare Lieder .. durch Unterlegung eines beſſern Inhalts zu verdrängen.</title></bibl> <bibl><author>Augsb.</author></bibl> <bibl><author>Zeit.</author> <biblScope>(1844) 1961b ꝛc.</biblScope></bibl> — 2) Pferde unt., an einer Zwiſchenſtation zum Vorlegen bereit halten (ſ. Relais und Vorſpann); Als ein Kourier dem Stallmeiſter die Ankunft der Herrſchaft verkündigte und dieſer die untergelegten Pferde vorzuführen befahl. <bibl><author>G.</author> <biblScope>19, 173 ꝛc.</biblScope></bibl> — <bibl><biblScope>II.</biblScope></bibl> Unter-: 1) (ſ. <bibl><biblScope>I 1)</biblScope> <title>mit etwas Untergelegtem verſehen: Um Dem abzuhelfen, werden Stege und Quadraten durch U. mit Regletten .. um ſo viel erhöht, daß ſie mit der Schrift faſt gleich hoch ſind .</title></bibl> <bibl><biblScope>.</biblScope> <title>. Wenn die .. Stellen des Abzugs ausgeſchnitten und unterlegt ſind.</title></bibl> <bibl><author>Franke</author>  <title>Kat.</title></bibl> <bibl><biblScope>110;</biblScope> <title>Jedes beſonders aufgetiſcht und mit grünen Blättern unterlegt.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>24, 26;</biblScope> <title>Eine Büchſe aus durchbrochenem und mit rothem Taft unterlegten Elfenbein.</title></bibl> <bibl><author>Keller</author>  <title>LvS.</title></bibl> <bibl><biblScope>383;</biblScope> <title>Die Stiefel waren mit Eiſen unterlegt.</title></bibl> <bibl><author>IGMüller</author>  <title>Lind.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 51;</biblScope> <title>Mit bläulichem Lahn unterlegt.</title></bibl> <bibl><author>Tieck</author>  <title>Viel Lärm</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 4;</biblScope> <title>Eine abgenutzte und .. mit Fabeln wieder unterlegte und ausgeflickte Nachricht von der .. Sündfluth.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>21, 242 ꝛc.</biblScope></bibl> — 2) nicht ganz korrekt, jedoch nicht ſelten ſtatt <bibl><biblScope>I,</biblScope> <title>z. B.:</title></bibl> <sense n="a)">a) (ſ. <bibl><biblScope>I 1)</biblScope> <title>Wie ich mir aber die Fabel gebildet und welchen Sinn ich ihr unterlegt.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>22, 233;</biblScope></bibl> <bibl><author>Kürnberger</author>  <title>Am.</title></bibl> <bibl><biblScope>34;</biblScope> <title>Dieſer .. unterlegte einer im Grunde nur höflichen und unbefangenen Abſicht die Motive eines Kundſchafters.</title></bibl> <bibl><author>Meißner</author>  <title>Sanſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 277;</biblScope> <title>Warum unt. wir nicht jedem anerkannten Irrthum und Unverſtand jene Folie?</title></bibl> <bibl><author>IP.</author> <biblScope>41, 146;</biblScope> <title>Dieſer unterlegte Ernſt.</title></bibl> <bibl><biblScope>172;</biblScope> <title>Dem Kranken unterlegſt du deine Willensweiſe.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>W.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 188;</biblScope> <title>Den Ausſpruch der Weltweisheit . . unterlegte man oft den Sinnbildern der Geheimlehre.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Ant.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 226 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) (ſ. <bibl><biblScope>I 2)</biblScope> <title>Von der Grenze bis Lion hatte König Ludwig unterlegte Pferde.</title></bibl> <bibl><author>JvMüller</author> <biblScope>24, 180.</biblScope></bibl> — 3) Dazu: Unterleger <bibl><biblScope>[38b],</biblScope> <title>nach</title></bibl> <bibl><author>Adelung</author> <biblScope>=</biblScope> <title>Unterlage (ſ. d.).</title></bibl> —</sense><comp>Ver-:</comp></sense>
        <sense n="1)">1) fort-l., anderswo hin-l.: <sense n="a)">a) räumlich: Man hat die Kirchhöfe außerhalb des Dorfs verlegt. <bibl><author>Auerbach</author>  <title>Gv.</title></bibl> <bibl><biblScope>279;</biblScope> <title>Einen Zoll zu verl. .. Aus ſolcher Verlegung.</title></bibl> <bibl><author>Erbvergl.</author> <biblScope>284;</biblScope> <title>Die verlegten oder niedergelegten Bauern.</title></bibl> <bibl><biblScope>334;</biblScope> <title>Die Verlegung der Bauern. ebd.; Unſer Boden iſt die wüſte Schlachtbank, die wir wo anders hin verl. könnten.</title></bibl> <bibl><author>Grabbe</author>  <title>Herm.</title></bibl> <bibl><biblScope>131;</biblScope> <title>Mein Rath [für ihn] war, ſich aus meinem Logis zu verl.</title></bibl> <bibl><author>Möricke</author>  <title>N.</title></bibl> <bibl><biblScope>488;</biblScope> <title>Ein Kriegshafen, welcher .. von hier verlegt worden iſt.</title></bibl> <bibl><author>Niebuhr</author>  <title>Nachgel.</title></bibl> <bibl><biblScope>201;</biblScope> <title>Die Verlegung der Reſidenz.</title></bibl> <bibl><biblScope>148;</biblScope> <title>Warum ſollen wir dann beim Gehirn Alles</title></bibl> zurück-v. in eine Subſtanz, von deren Wirkſamkeit wir ſo wenig wiſſen? <bibl><author>Vogt</author>  <title>Köhl.</title></bibl> <bibl><biblScope>114;</biblScope> <title>Die</title></bibl> Zurückverlegung des empfindenden und ſelbſtbewußten Lebens hinter ſich in die blinde Natur. <bibl><author>Viſcher</author>  <title>Äſth.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 27;</biblScope> <title>Den Markt, die Meſſe (verſch.</title></bibl> <bibl><biblScope>b</biblScope> <title>u. 5) verl. ꝛc.</title></bibl> — Zuw. tritt der Begriff des „andern“ Orts mehr zurück, z. B.: Die Handlung eines Schauſpiels nach Rußland verl. <bibl><author>Adelung;</author>  <title>Hier wurden die Makedonier in die- Winterquartiere verlegt.</title></bibl> <bibl><author>Rüſtow</author>  <title>gK.</title></bibl> <bibl><biblScope>225;</biblScope> <title>und ſchwzr.: Den Miſt verl.</title></bibl> <bibl><author>Gotthelf</author>  <title>U.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 146,</biblScope> <title>auseinanderlegen (verſtreuen) und niedertreten ꝛc. (ſ. 8a).</title></bibl> —</sense><sense n="b)">b) zeitlich: Den Bußtag auf einen Sonntag verl.; Den Markt (verſch. <bibl><biblScope>a</biblScope> <title>und 5), den Termin verl. ꝛc.</title></bibl> —</sense></sense>
        <sense n="2)">2) Etwas verl., verſehentlich ſo hin-l., daß es nicht zu finden iſt; Einen Schlüſſel verl. ꝛc.; Dann hat auch ſchon manch witziger Huhn als ich ein Ei verlegt. <bibl><author>Gotthelf</author>  <title>Sch.</title></bibl> <bibl><biblScope>195.</biblScope> <title>Dazu ſchwzr.: Eine</title></bibl> Hühnerverlegete. U. <bibl><biblScope>2, 152</biblScope> <title>[das V.].</title></bibl> — Zuw. auch: Etwas falſch legen, z. B.: Die Karten verl. ꝛc. —</sense>
        <sense n="3)">3) Einem den Weg <bibl><biblScope>(1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Sam.</author> <biblScope>15, 2),</biblScope> <title>die Straße</title></bibl> <bibl><author>(Schaiden-</author>  <title>reißer 8a) verl., verſperren; Nichts, was den Kindern den Weg zu den zurückbehaltnen wichtigen Stück verſperre oder verlege.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>10, 314.</biblScope> <title>Mundartl. auch</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>verbieten und: mit Arreſt be-l.</title></bibl> —</sense>
        <sense n="4)">4) (veralt.) wider-l.: Von Keinem weder mit heil. Schrift noch mit vernünftigen Urſachen verlegt. <bibl><author>Luther</author> <biblScope>1, 440b;</biblScope> <title>Paulus verlegt ihren Unverſtand mit klaren Worten.</title></bibl> <bibl><biblScope>6, 255a; 318a; 378b; 380b; 458b ꝛc.;</biblScope> <title>Verlegung des Alkoran.</title></bibl> <bibl><biblScope>8, 11b;</biblScope> <title>Verleger.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 51b ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="5)">5) mit dem nöthigen Vorrath an Waaren ꝛc. oder an Geld zur Anſchaffung von Waaren verſehen: Einen Markt (verſch. <bibl><biblScope>1a</biblScope> <title>und b) verl. (mit Waaren), ein Wirthshaus mit Wein, einen Kaufmann mit Waaren, mit Geld ꝛc. (ſ. 6), z. B.: Daß ſie ſelbige Krüge mit Bier verlegt.</title></bibl> <bibl><author>Erbvergl.</author> <biblScope>232</biblScope> <title>(ſ. be-l. 5); Welche beide See[n] .. den Fiſchmarkt dermaßen ſpeiſen und verl.</title></bibl> <bibl><author>Stumpf</author> <biblScope>391a ꝛc.,</biblScope> <title>auch metonym.: Einem Waaren, Wein, Geld verl. (ſ. 6).</title></bibl> —</sense>
        <sense n="6)">6) (ſ. 5) Einem den Verlag (ſ. d. 1), die zum Betrieb des Geſchäfts nöthigen Mittel vorſchießen: Einen Handwerker mit Geld, mit den Koſten, mit Waaren, oder: ihm Geld ꝛc. verl. — Zuw. ſtatt aus-l., z. B.: Ihm das verlegte Poſtgeld vergütet. <bibl><author>Erbvergl.</author>  <title>Beil.</title></bibl> <bibl><biblScope>42.</biblScope> <title>Dazu:</title></bibl> Verleger, nam. Einer, der Vielen die Mittel zum Betrieb des Geſchäfts giebt, das ſie ſo gleichſam in ſeinem Solde betreiben, z. B. im Bergb. die die <bibl><biblScope>11</biblScope> <title>Koſten vorſchießenden Gewerke; Ein Verleger beim Tuchmacherhandwerk.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>28, 91; 35, 45;</biblScope> <title>Den Vertrieb ihrer Holzwaaren haben die Ammergauer in die Hände eines „Verlegers“ gegeben, der ein großes Magazin unterhält.</title></bibl> <bibl><author>Grube</author> <biblScope>3, 325;</biblScope> <title>Fabriken, denen es an einem großen Verleger mangelt.</title></bibl> <bibl><author>Möſer</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 225; 2, 114; 126; 127 ꝛc.,</biblScope> <title>vgl.: Die Wucherer heißt man jetzt [beſchönigend] Verleger.</title></bibl> <bibl><author>Franck</author>  <title>LaſtK.</title></bibl> <bibl><biblScope>3b,</biblScope> <title>die Geld vorſchießen ꝛc.</title></bibl> —</sense>
        <sense n="7)">7) (6) Ein Buch verl., es in Verlag (ſ. d. 2) nehmen; Der Bücherverleger beſtellt ſowie der Verleger jeder andern Waare ſeine Waare beim Fabrikanten, lediglich darum, damit er Waare auf die Meſſe bringen könne, er erhandelt auch wohl zuw. unbeſtelltes und bloß auf Spekulation verfertigtes Gut und der Schriftſteller, der da ſchreibt, damit geſchrieben ſei, iſt dieſer Fabrikant. <bibl><author>Fichte</author> <biblScope>6, 440;</biblScope> <title>Des Verlegers Ehrenſold.</title></bibl> <bibl><author>Uhland</author> <biblScope>307 =</biblScope> <title>Verlags(buch)händler.</title></bibl> — 8) (weidm.): <sense n="a)">a) „die Tücher ſo legen, daß es nur noch des Anziehns und Aufrichtens bedarf, um zuzuſtellen“. <bibl><author>Laube</author>  <title>Br.</title></bibl> <bibl><biblScope>295.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) die läufiſche Hündin abſperren. —</sense><sense n="c)">c) Die Feldhühner verl., das Treibzeug um ſie herlegen. <bibl><author>Adelung,</author>  <title>ſ. vor-l.</title></bibl> — 9) veralt.: Leute in ein Haus verl., einquartieren. <bibl><author>Olearius</author>  <title>Reiſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>4a ꝛc.</biblScope></bibl> — 10) Dazu in allen Bed. Verleger (ſ. <bibl><biblScope>4; 6; 7)</biblScope> <title>und</title></bibl> Verlegung (ſ. <bibl><biblScope>1</biblScope> <title>und vergl. Verlag), z. B. auch (veralt.): Wie auch Solches mit Wiſſen und Willen, Befehl und Verlegung ſeines Landesfürſten geſchehen.</title></bibl> <bibl><author>Mattheſius</author>  <title>Luth.</title></bibl> <bibl><biblScope>180b</biblScope></bibl> — ſo daß Dieſer die Mittel dazu geliefert (?). — Vōr- <bibl><biblScope>[14; 1b]:</biblScope></bibl></sense></sense>
        <sense n="1)">1) einen Ggſtd. unmittelbar vor Etwas legen, wovor er gehört, z. B.: Ein Schloß <bibl><author>(W.</author> <biblScope>11, 213 ꝛc.),</biblScope> <title>einen Riegel vorl., vor die Thür; Pferde vorl.</title></bibl> <bibl><author>(Waldau</author>  <title>N.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 208 ꝛc.),</biblScope> <title>vor den Schlitten, vor den Wagen ꝛc.; Den Recipienten vorl., vor den Kolben; Einen Stein vorl., vor etwas, damit es nicht fortrolle, z. B. vor ein Faß, auch</title></bibl> <bibl><biblScope>refl.:</biblScope> <title>Der hineingeſtoßne Pfropfen legt ſich beim Ausgießen der Flaſche [als Hemmnis] vorꝛc. und übertr.: Die vornehme Junkerei legt ſich dick und frech vor.</title></bibl> <bibl><author>Arndt</author>  <title>Ber.</title></bibl> <bibl><biblScope>66 ꝛc.;</biblScope> <title>(weidm.) V., das Hühnertreibzeug anbringen, ſ. ver-l.</title></bibl> <bibl><biblScope>8c ꝛc.</biblScope></bibl> — Auch kann ein perſönl. Dat. dabei ſtehn: Einem Etwas vorl., zur Anſicht, zur Durchſicht, zur Begutachtung, zur Prüfung, zur Wahl, Annahme ꝛc.: Einem eine Frage, eine Arbeit vorl.; Dem Käufer Waaren vorl.; Jch habe dir heute vorgelegt das Leben und das Gute, den Tod und das Böſe. <bibl><biblScope>5.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>30, 15;</biblScope> <title>Ein Ganzes, das der Vf. vollenden und zu ſeiner Zeit dem Publikum vorl. will.</title></bibl> <bibl><author>Fichte</author> <biblScope>6, 291;</biblScope> <title>Er legte den Eid ab, der ihm in folgenden Worten vorgelegt wurde.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>787a ꝛc.;</biblScope> <title>auch mit zu ergänzendem Dat.: Die Volkslieder .. müſſen mit Maß und Ziel vorgelegt werden.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>33, 341,</biblScope></bibl> — dem Publikum ꝛc., nam.: Einem, ſich Speiſen vor-l.; (Den Gäſten) vorl., bei Tiſch die Speiſen vertheilen; Legte er ſich einen neuen Schnitt Braten vor. <bibl><author>Lewald</author>  <title>W.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 16;</biblScope> <title>Jſſt, was er kann verdäuen, | legt fein ihm ſelber vor.</title></bibl> <bibl><author>Opitz</author> <biblScope>1, 100 ꝛc.,</biblScope> <title>übertr.: Solch ein Ragout [von Drama] . ., leicht iſt es vorgelegt, ſo leicht als ausgedacht.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>11, 7 ꝛc.</biblScope> <title>Dazu: Der</title></bibl> Vorleger, vgl. Zerleger. —</sense>
        <sense n="2)">2) nach vorn hin <bibl><biblScope>*</biblScope> <title>legen: Etwas weiter vorl., auch</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>vorüber beugen; Gegen Jene darf er den Körper weit v.</title></bibl> <bibl><author>Engel</author> <biblScope>8, 344 ꝛc.</biblScope></bibl> — <comp>Wég-:</comp> Etwas fort-l. von da, wo es ſich befindet: Alles gehörig wieder w., an ſeinen Platz; Er wünſcht, die Waffen wegzulegen. <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>374b,</biblScope> <title>ab-, niederzulegen, aus dem Soldatenſtande zu treten ꝛc. Ugw.: Vom weggelegten [ausgeſetzten] Sohne.</title></bibl> <bibl><biblScope>236a.</biblScope> <title>Veralt.: Etliche Widerwillen und Zwieſpalt .. wegzulegen [beizulegen] und zu vertragen.</title></bibl> <bibl><author>Mattheſius</author>  <title>Luth.</title></bibl> <bibl><biblScope>173b.</biblScope></bibl> — <bibl><biblScope>I.</biblScope></bibl> Wider-: als irrig darlegen und beweiſen, ſ. ver-l. <bibl><biblScope>4:</biblScope> <title>Ich kann ſeine Anſicht (oder ihn) mit ſchlagenden Gründen, mit ſeinen eignen Worten w.; Indem er Jenen ganz entſchieden widerlegt, bleibt er unwiderleglich.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>33, 4;</biblScope> <title>Er</title></bibl> widerſprach . . — und widerlegte nicht. <bibl><author>L.</author> <biblScope>1, 31;</biblScope> <title>Als ob ein Einfall widerlegt werden könnte.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 99;</biblScope> <title>Ich werde nie Den oder Dieſen ſuchen zu w. .. Die Anzeige davon wird von ſelbſt eine Widerlegung der falſchen Vorſtellungen ſein.</title></bibl> <bibl><author>JvMüller</author> <biblScope>14, 351;</biblScope> <title>Die Schönheit lächelt hin und widerlegt mit Küſſen.</title></bibl> <bibl><author>Uz</author> <biblScope>1, 186;</biblScope> <title>Die Widerlegungen; Der Widerleger dieſer Anſicht ꝛc., ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>II 2.</biblScope></bibl> — <bibl><biblScope>II.</biblScope></bibl> Wīder-: 1) gegen-l.; ſo auch „,eine Widerlage (ſ. d.) machen“. <bibl><author>Campe.</author></bibl> — 2) untrennbar (I) (veralt.): „Wieder-l. für erwiedern, wieder erlegen <bibl><author>[Logau]</author>  <title>Sinngd.</title></bibl> <bibl><biblScope>1965:</biblScope> <title>„Die Wohlthat und das Gute, das wir den Andern ſchenken, | iſt widerlegt genüglich, wenn Andre dran gedenken.“ Daher Widerlage, im gerichtlichen Stil.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>5, 352;</biblScope> <title>Man könnt wohl ſchreiben für reſtituieren w., erſetzen.</title></bibl> <bibl><author>Aeg.</author></bibl> <bibl><author>Tſchudi</author></bibl> <bibl><author>(Wackernagel</author> <biblScope>3, 1, 386</biblScope> <title>Z. 34).</title></bibl> — <comp>Zer-:</comp> in ſeine Theile auseinander legen: Eine Uhr, Maſchine z.; Eine Zahl in ihre Faktoren z.; Ein Wild z., das zerwirkte weidmänniſch zerlegen (in 9Theile). <bibl><author>Laube</author>  <title>Brev.</title></bibl> <bibl><biblScope>303;</biblScope> <title>Raſch ihn [den Stier] zogen ſie ab und zerlegeten Alles geſchäftig.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Il.</title></bibl> <bibl><biblScope>7, 316;</biblScope> <title>Einen Braten (bei Tiſch) z., tranchieren, vorſchneiden (vgl. vor-l.), dazu: Hier- auf kam der</title></bibl> Zerleger und bracht’ in erhobenen Schüſſeln <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>allerlei Fleiſch.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Od.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 141;</biblScope> <title>Der Zerleger, | viel des Fleiſches zertheilend.</title></bibl> <bibl><biblScope>17, 331 ꝛc.</biblScope></bibl> — Veralt.: Das Kriegsvolk von einander z. [aus einander, in verſch. Quartiere legen]. <bibl><author>Stumpf</author> <biblScope>394a;</biblScope> <title>Hin und wider in die Winterläger zerlegt.</title></bibl> <bibl><biblScope>672b ꝛc.,</biblScope> <title>ferner: Einen Hader</title></bibl> <bibl><biblScope>(59a; 380b),</biblScope> <title>Span (374b), den Bilderkrieg (226a) ꝛc. z., bei-l. ꝛc.</title></bibl> — <comp>Zū-:</comp></sense>
        <sense n="1)">1) durch Legen ſchließen oder zumachen: Eine Grube mit Brettern, einen Brunnen z., zudecken; Einen Brief z., falten und ſchließen. — 2) legend hinzufügen: Einem zu ſeiner Beſoldung noch <bibl><biblScope>100</biblScope> <title>Thaler z.; Für</title></bibl> <bibl><biblScope>10</biblScope> <title>Thaler kann ich Ihnen die Waare nicht laſſen, Sie müſſen noch Etwas z.; Durch Murren und Unmuth ſeinem Übel ſelbſt ein größeres Gewicht z.</title></bibl> <bibl><author>Gellert</author>  <title>ꝛc.</title></bibl> — 3) Einem und öfter: ſich Etwas z., wohl zuvörderſt: eine Frau, vgl. bei-l. <bibl><biblScope>3;</biblScope> <title>Da er ohn- erachtet ſeiner Menge Weiber ſich auch die ſchöne Hildichunde zulegte.</title></bibl> <bibl><author>JvMüller</author> <biblScope>1, 351;</biblScope> <title>Der hat ein feines, junges Weib | ſich zugelegt für ſeinen Leib.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>12, 85 ꝛc.,</biblScope> <title>dann allgm.: Sich ein Pferd, einen Garten, einen neuen Rock z., anſchaffen, zu eigen machen; Nun durften wir uns wirkliche ſtählerne Klingen z.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>20, 174;</biblScope> <title>Seitdem ich mir ſeine Perücke und die Uniform ſeines Regiments zulegte.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>647a ꝛc.</biblScope> <title>Minder gw.: So bleibt Nichts übrig, als dem verſammleten Volke dieſen Theil des Majeſtätsrechts zuzulegen.</title></bibl> <bibl><author>Möſer</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 141,</biblScope> <title>zuzueignen und ſtatt bei-l. (ſ. d. 4); Dem Einen haben ſie fremde Bücher .. zugelegt und zugeeignet.</title></bibl> <bibl><author>Fiſchart</author>  <title>B.</title></bibl> <bibl><biblScope>34a;</biblScope> <title>Hat ihm der große Haufe den Beinamen Kanon zugelegt.</title></bibl> <bibl><author>W.</author>  <title>Luc.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 328 ꝛc.</biblScope></bibl> — 4) (Zimmerm.) Ein Gebäude z., zurecht, zuſammen-l., das Zimmerwerk zurichten, ſo daß es gleich aufgeſchlagen werden kann; Ob wohl auch Alles, wie wir’s zugelegt haben, auf die Stelle paſſt. <bibl><author>G.</author> <biblScope>6, 318,</biblScope> <title>ſ. Zulage</title></bibl> <bibl><biblScope>4.</biblScope></bibl> — 5) (Markſcheid.) ſ. <bibl><biblScope>4:</biblScope> <title>Einen Riß, einen Grubenzug z., ihn auf das Papier mit dem „Zulage-Kompaß oder -Jnſtrument“ aufreißen.</title></bibl> — 6) <bibl><biblScope>intr.:</biblScope> <title>an Leibesumfang (Embonpoint) zunehmen, vgl. aus-l.</title></bibl> <bibl><biblScope>10:</biblScope> <title>Es hübſch weiter aufzuſchnallen, wie wir z.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>106a.</biblScope></bibl> — 7) <bibl><biblScope>intr.:</biblScope> <title>Einem z. (veralt.), ſ. beil.</title></bibl> <bibl><biblScope>10c.</biblScope></bibl> — <comp>Zurück-:</comp> Etwas ſo legen, daß es nach hinten kommt, z. B.: Sich z. oder zurücklehnen; Ein Stück Waare für Jemand z., es bei Seite (nach hinten) legen, ſo daß es Andre nicht ſehn und kaufend in Beſchlag nehmen; Geld z. <bibl><author>(Gotthelf</author>  <title>Sch.</title></bibl> <bibl><biblScope>90 ꝛc.),</biblScope> <title>das eingenommne nicht ausgeben, ſondern ſammelnd und ſparend von dem Ausgabegeld getrennt (bei Seite, nach hinten) legen ꝛc. Auch: Einen Weg z., ihn durchſchreiten, ſo daß man ihn hinter ſich hat; Diesmal war der Weg frühe zurückgelegt.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>19, 131;</biblScope> <title>Nach einigen zurückgelegten Meilen.</title></bibl> <bibl><author>Tieck</author>  <title>N.</title></bibl> <bibl><biblScope>7, 80 ꝛc.;</biblScope> <title>Eine Laufbahn, die Bahn des Lebens z.; Nachdem der Jüngling die Schulen zurückgelegt.</title></bibl> <bibl><author>Minckwitz</author></bibl> <bibl><author>(Platen</author> <biblScope>6, XV) ꝛc.</biblScope> <title>Seltner: Als wir den Berg Simplon zurückgelegt [gw.: hinter uns] hatten.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>28, 223;</biblScope> <title>Das Eiland hat er nun bereits zurückgelegt.</title></bibl> <bibl><author>Nicolai</author> <biblScope>2, 83.</biblScope></bibl> — <comp>Zuſámmen-:</comp></sense>
        <sense n="1)">1) mit einem eine Vielheit bezeichnenden Obj.: Die Bücher, Alles auf einen Haufen; alle Äpfel in einem Haufen <bibl><author>(Grimm</author>  <title>M. 108) z.; Man hat ſie in ein Grab zuſammengelegt; Sie legen ſich zuſammen (in ein Bett) ꝛc. Auch: (Geld) z., von Vielen, die Jeder einen Beitrag geben, damit daraus zu beſt. Zweck das Nöthige zuſammenkomme, z. B.</title></bibl> <bibl><author>Luther</author> <biblScope>1, 207b ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="2)">2) Einen Ggſtd. z., ihn ſo legen, daß ſeine Theile über ein- ander liegen; Einen Brief, ein Tuch, ein Taſchenmeſſer, ein Packet z. ꝛc. — <comp>Zwíſchen-:</comp> dazwiſchen legen: Sich z., ſich ins Mittel legen ꝛc.</sense>
      </entry>
    </body>
  </text>
</TEI>
