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        <title>Artikel „kränzen“</title>
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            <surname>Sanders</surname>
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            <surname>Göttel</surname>
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            <surname>Wiegand</surname>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „kränzen“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <form type="lemma">
          <orth expand="kränzen" orig="Kränzen">Kränzen</orth>
          <pc>:</pc>
          <gramGrp>1) <pos norm="verb">tr.:</pos><subc norm="transitive"/></gramGrp>
        </form>
        <sense>mit einem Kranz oder etwas Kranzähnlichem umwinden, vergl. krönen: Das Haupt, die Hüte, die Becher k.; Von deinem Grabe, <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>das ich mit Blumen kränzte.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>8, 106;</biblScope> <title>Mag der kleine Gott | uns Alle dann mit ſchöner Freude k.!</title></bibl> <bibl><biblScope>113;</biblScope> <title>Des gefürchteten Gipfels | ſchneebehangner Scheitel, | den mit Geiſterreihen | kränzten ahnende Völker.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 52;</biblScope> <title>So ſehr ihn [der Frühling] Laub und Blüthe kränzt.</title></bibl> <bibl><author>Hebel</author> <biblScope>2, 163;</biblScope> <title>Kränzet den Bord .. | dunkles Gehölz.</title></bibl> <bibl><author>V.</author> <biblScope>3, 14;</biblScope> <title>Junge Haine kränzten wieder die Stirne der Berge.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>21, 245.</biblScope> <title>Dazu Zſſtzg. des Particip: Die</title></bibl> himmel-k–den Sterne. <bibl><author>Stolberg</author>  <title>Jl.</title></bibl> <bibl><biblScope>18, 486 ꝛc.;</biblScope></bibl> Schön- <bibl><author>(V.</author>  <title>Od.</title></bibl> <bibl><biblScope>8, 288),</biblScope></bibl> hold- <bibl><biblScope>(18, 193),</biblScope> <title>ro-</title></bibl> ſen-,myrten-gekränzt ꝛc.;Anmuthgekränzt naht Cypris, die holde, ſich ꝛc., auch: In dem ſchlechten [ſchlichten] Deutſche oder ungekränzten [ungeſchmückten] Worten. <bibl><author>Luther</author>  <title>SW.</title></bibl> <bibl><biblScope>63, 239 ꝛc.;</biblScope> <title>Ein altes Gebäude mit vier zierlichen Spitzſäulen an den Ecken und einer</title></bibl> Kränzung von Rauten und Roſen aus Sandſtein. <bibl><author>Immermann</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 416.</biblScope></bibl> — 2) (ſ. 1) Forſtw.: Bäume k. (in der Celler Holzordn. v. <bibl><biblScope>1665 art. 1</biblScope> <title>kreinzen), ringeln, unten an der Rinde abſchälend einen Kranz oder Ring machen, ſo daß die Bäume verdorren.</title></bibl> — 3) <bibl><biblScope>intr.</biblScope> <title>(haben):</title></bibl> weidm.: Wenn der Boden hart und feſte iſt, ſo zwinget der Hirſch doch mit den Schalen ein, wie ein Reifen. Dieſes .. heißt k. <bibl><author>Döbel</author> <biblScope>1, 10a.</biblScope></bibl></sense>
        <p type="compositions">
          <p type="introduction">Zſſtzg. z. B.: Be-: Bekränzt mit Laub den lieben, vollen Becher! Claudius; „Für ſeine Mühe ſiehſt du ihn gekrönt.“ .. Zwei Bekränzte | erblickt’ ich. G. 13, 120; Muntere Dörfer b. den Strom. Sch. 75b; Die Frühlinge hoben | bekränzter die Stirnen. Tiedge 2, 93 ꝛc. — Thal, um das Sanders, deutſches Wörterb. I. die wilde | Bekränzung grünt. 24; Der ehemaliger Bekränzungen entblätterter Raum betritt. Platen 2, 263 ꝛc. — Der mohnbekränzte Gott des Schlummers. W. 20, 319; Roſenbekränzt. G. 2, 47; Auf dem ſaatbekränzten Hügel. Boie (Matthiſſon A. 8, 144); Der ſchilfbekränzte Gott. Sch. 56a; In den tannen[zweig]-bekränzten Wirthshäuſern. Gutzkow R. 3, 271; Bei dieſen unbekränzten Gräbern; Mit wart- und zinnenbekränzten Feſtungsthürmen. Fallmerayer Or. 2, 8 ꝛc. —</p>
          <entry type="sub"><comp>Ent-:</comp> des Kranzes berauben: Haubt das entkränzte Haupt mit Flor und Perlen ein, Lohenſtein Roſ. 81. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Über-:</comp> mit Kränzen überdecken: Scultetus (L. 8, 279). —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Um-:</comp> Die Alongeperücke von Lorbeeren umkränzt. Börne 2, 105; Der Silberſee | mit Buſch und Wald umkränzet. Claudius 6, 53; Von öden Gebirgen umkränzt. Geibel 196; Reich mit Ähren umkränzt. G. 1, 231; 2, 57; U–de Seligkeit. 56; Nordwärts von Bergen umkränzte Fläche. 26, 198; Sieht man ſich in einem Hofe von hohen Wohnungen umkränzt. 31, 373; Daß ich .. mit edlen Geſängen | ihm umkränze die Stirne. H. 15, 92; Die vielgeliebten Züge .., die mir mit ſtill empfundenem Entzücken | umkränzten einſt des Lebens goldne Tage. WHumboldt 3, 407; Die Gipfel .. mit leichten Nebeln umkränzt. Knebel 3, 118; Deine .. Myrthen umk. meinen Frühling. L. 3, 249; Lorbern, die des Siegers Stirn umk. Matthiſſon 51; 17; Die Stirn umkränzt ſie ſich wunderbar mit diamantener Krone. Sch. 50a; Trauben, welche die Fenſter .. umkränzten. Stahr Par. 2, 15; Vom güldnen Sieg umkränzt. Uz 2, 135; Die Ägis .., rund umher mit drohendem Schrecken umkränzet. V. Il. 5, 739; Im Gebüſch, das eine Felſenkehle | umkränzt. W. 20, 198; 235; 15, 12 ꝛc. — Den reizenden bergumkränzten Leman [See]. Gutzkow R. 2, 119; Den laubumkränzten Becher. Sch. 54a; Die rebenlaubumkränzten Fenſter. Gutzkow R. 2, 10; Der Rebenum- kränzte [Rhein]. Volger EE. 349; Schilfumkränzte Geſtade. G. 12, 188; Segenumkränzt | blüht das Haus des Gerechten. WHumboldt 3, 58; Der waldumkränzte Berg. Beck Fahr. 4, 4; Matthiſſon 47; An dem weidenumkränz- ten Fluß. A. 8, 68; Am heitern weit umkränzeten Geſtade | des Lemans. Werner Febr. 8 ꝛc.</entry>
        </p>
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