<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<?xml-model href="http://www.tei-c.org/release/xml/tei/custom/schema/relaxng/tei_all.rng" type="application/xml" schematypens="http://relaxng.org/ns/structure/1.0"?>
<?xml-model href="http://www.tei-c.org/release/xml/tei/custom/schema/relaxng/tei_all.rng" type="application/xml" schematypens="http://purl.oclc.org/dsdl/schematron"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0">  <teiHeader>
    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title>Artikel „Kegel“</title>
        <author ref="https://viaf.org/viaf/61594915/">
          <persName>
            <surname>Sanders</surname>
            <forename>Daniel</forename>
          </persName>
        </author>
        <editor>
          <persName>
            <surname>Göttel</surname>
            <forename>Sebastian</forename>
          </persName>
        </editor>
        <editor>
          <persName>
            <surname>Wiegand</surname>
            <forename>Frank</forename>
          </persName>
        </editor>
      </titleStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>
          <email>edition-sanders@bbaw.de</email>
          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
          <orgName role="hostingInstitution" xml:lang="en">Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities (BBAW)</orgName>
          <orgName role="hostingInstitution" xml:lang="de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW)</orgName>
          <address>
             <addrLine>Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin</addrLine>
             <country>Germany</country>
          </address>
        </publisher>
        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
        <availability>
          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">
            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
          </licence>
        </availability>
      </publicationStmt>
      <sourceDesc>
        <bibl>Daniel Sanders: „Kegel“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
  </teiHeader>

  <facsimile>
    <surface ulx="15" uly="2003" lrx="1016" lry="3988">
      <graphic url="DE-20__Sanders_Band-1__0892__0884__1"/>
    </surface>
    <surface ulx="20" uly="252" lrx="1019" lry="3982">
      <graphic url="DE-20__Sanders_Band-1__0892__0884__2"/>
    </surface>
    <surface ulx="39" uly="260" lrx="1037" lry="3128">
      <graphic url="DE-20__Sanders_Band-1__0893__0885__0"/>
    </surface>
  </facsimile>
  <text>
    <body>
      <entry type="main" xml:lang="de">
        <form type="lemma">
          <orth expand="Kegel" orig="Kēgel">Kēgel</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp><pos norm="noun">m.,</pos><gen norm="masculine"/> –s; uv.; –chen, ein; -:</gramGrp>
        </form>
        <sense>1) K., Spiel- K., in dem ſog. K.-Spiel die Holzpuppen, die als Ziel der die Bahn hinabzuwerfenden Kugel zum Umwerfen aufgeſtellt werden, cylinderförmig, doch nach oben ſich zuſpitzend zum Hals, der gw. einen kuglichten Kopf trägt, meiſt neun an der Zahl, darunter ein größrer, der ſog. König, der beim Aufſtellen im Quadrat (drei mal drei Reihen) in die Mitte kommt. Die die Ecken des Quadrats bildenden K. heißen die Eck-K. — Zuw. auch das ganze Spiel ſelbſt, z. B.: K., eine Kaſſe K. ſpielen, ſchieben <bibl><author>(V.</author> <biblScope>4, 141 ꝛc.),</biblScope> <title>vgl.: K. erlegen.</title></bibl> <bibl><author>Hippel</author>  <title>Leb.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 60.</biblScope></bibl> — Die K.-Kugeln rollen und die K. fallen. <bibl><author>G.</author> <biblScope>20, 9; 6, 155;</biblScope> <title>Neun Mufen ſtell’ ich mir, ſo wie neun K., vor. | Man wirft und trifft doch Holz, es ſei viel oder wenig. | Die Ecken ſchlägt man um, verfehlt man gleich den König.</title></bibl> <bibl><author>Hagedorn</author> <biblScope>1, 91;</biblScope> <title>Soll ich dieſen Kerl das Oberſt zu unterſt unters Firmament wie einen K. aufſetzen?</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>122b;</biblScope> <title>K–n gleich .. ſich zu Boden werfen laſſen.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>11, 115;</biblScope> <title>Aufmerkſam ſitzt ſie da, gerader als ein K.</title></bibl> <bibl><biblScope>12, 318; 10, 297 ꝛc.,</biblScope> <title>ſo auch weidm.: Einen K. machen, ſich kegeln, von dem ſich lauſchend aufreckenden Haſen, vergl. Männchen; Steif wie ein K.; Zwiſchen Kugel und K. kommen (vgl.: Der Hund im K.-Spiel), zwiſchen Thür und Angel ſein, in der Klemme, ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>7m.</biblScope></bibl> — Vgl. ferner: K.-Bahn, -Kugel (Boßel), -Schub (Lang- und Kurzſchub), Holz <bibl><biblScope>3,</biblScope> <title>Geduld</title></bibl> <bibl><biblScope>1a ꝛc.</biblScope></bibl> — 2) bei gw. Wirthshäuſern und Krügen, bei denen meiſt eine Kegelbahn iſt, ein ausgehängter K. (1) als Bierzeichen ſtatt des Schilds, — dann allgm.: ein Bierzeichen, Krugſchild ꝛc. — 3) eine kurze, kleine (in ſich gedrungne) Perſ., nach der Ähnlichkeit mit <bibl><biblScope>1:</biblScope> <title>Einem armen kleinen K., | der ſich nicht beſonders regt, | hat ein ungeheurer Flegel | heute grob ſich aufgelegt.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>1, 113;</biblScope> <title>Bald ſtand ein kurzer dicker K. | mit rothen Haaren vor ihr da.</title></bibl> <bibl><author>Langbein</author> <biblScope>2, 164 ꝛc.</biblScope> <title>Dazu wohl auch die Umdeutung von Neſtquackelchen (ſ. d. und Neſthäkchen ꝛc.): Ich hätte meinen</title></bibl> Neſt-K. ohnehin .. entwöhnt. <bibl><author>Kurz</author>  <title>Weihn.</title></bibl> <bibl><biblScope>86.</biblScope></bibl> — 4) Vielleicht dürfte hierher (3) auch zu ziehn ſein die ſprchw. allitterierende Verbindung: Mit Kind und K. (z. B. <bibl><author>G.</author>  <title>Zelt.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 160;</biblScope></bibl> <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 138;</biblScope></bibl> <bibl><author>Hackländer</author>  <title>Stillfr.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 207</biblScope> <title>u. o.)</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>mit der geſammten Familie, etwa auch die Kleinſten nicht ausgeſchloſſen, wobei man denn freilich anzunehmen hätte, daß der Ausdruck ſchon früh unverſtanden und deßhalb umgedeutet wurde, wie denn ſchon in einem Wörterbuche von</title></bibl> <bibl><biblScope>1482</biblScope> <title>(ſ.</title></bibl> <bibl><author>Friſch</author>  <title>und</title></bibl> <bibl><author>Benecke)</author>  <title>K. durch „uneheliches Kind“ erklärt wird, vgl. einen Erklärungsverſuch v.</title></bibl> <bibl><author>Frommann</author>  <title>unter Gauch2, nam. aber auch das frz.</title></bibl> <bibl><biblScope>prendre, trousser sonsac et ses quilles,</biblScope> <title>Sack und K. nehmen ꝛc.</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>ſich eiligſt davon machen, wie wir ſagen: mit Sack und Pack.</title></bibl> — Sie haben ja ſonſt, wenn dieſer profane Ausdruck erlaubt wäre, nicht Kind noch K. <bibl><author>Prutz</author>  <title>Muſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 127;</biblScope> <title>Daß er zuletzt nur noch ’was daher ſtammert, was weder Kind noch K. iſt.</title></bibl> <bibl><author>Tieck</author>  <title>A.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 185,</biblScope> <title>weder gehaun noch geſtochen ꝛc.</title></bibl> — 5) Andrerſeits bez. K., wohl nach der geringen Kunſt, die der Drechsler darauf verwendet (ſ. 1), auch eine wenig gehobelte oder ungehobelte Perſ., vgl. Klotz (veralt.): Die wüſten K., die Tag und Nacht voll ſind. <bibl><author>Keiſersberg</author>  <title>Poſt.</title></bibl> <bibl><biblScope>141; 22b,</biblScope> <title>ſ.</title></bibl> <bibl><author>Friſch.</author></bibl> — 6) bei einem Tanz, der ſog. K.-Quadrille, die von Neunen, näml. vier im Viereck ſtehenden Paaren und einem einzelnen in der Mitte ſtehenden Herrn getanzt wird, dieſer Herr. — 7) vielfach übertr. nam. auf walzenförmige, runde, doch nach einer Seite (nach oben) mehr oder minder ſpitz zulaufende Körper (ſ. beſ. k), nam.: <sense n="a)">a) Anat.: zumal beim Pferde, der Vorarm und der längre der beiden ihm zu Grunde liegenden Knochen, die Speiche, vgl. Auskegeln <bibl><biblScope>4.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) Ar- till.: das Viſier der Kanonen. —</sense><sense n="c)">c) Buchdr. und Schriftgieß.: die Dicke der Lettern (der Höhe des Buchſtaben entſprechend), die für allezu einer Schrift gehörigen Typen völlig übereinſtimmend ſein muß, damit ſich regelmäßige Zeilen zuſammenſetzen laſſen. <bibl><author>Karmarſch</author> <biblScope>1, 389;</biblScope></bibl> <bibl><author>Franke</author>  <title>Kat.</title></bibl> <bibl><biblScope>38</biblScope> <title>(K. u. „Kögel“);</title></bibl> Schrift- K. Hierzu ſehr viele Zſſtzg. nach den verſch. „Schriften“: Die geringſte K.-Stärke wird bei den deutſchen Buchdruckern Achtelpetit, bei den franzöſiſchen Punkt [ſ. d.] genannt ꝛc. <bibl><biblScope>38;</biblScope> <title>Zwei Sorten von Linien, feine und fette auf</title></bibl> Viertelpetit-K. Buchdr. <bibl><biblScope>18;</biblScope> <title>Der</title></bibl> Petit-K. miſſt <bibl><biblScope>7³</biblScope> <title>typographiſche Punkte, deren</title></bibl> <bibl><biblScope>6</biblScope> <title>eine alte Pariſer Linie ausmachen, alſo</title></bibl> <bibl><biblScope>¾₈g</biblScope> <title>Pariſer Zoll,</title></bibl> Garmond-K. <bibl><biblScope>9¹¹,</biblScope> <title>typ. Punkte ..,</title></bibl> Cicero-K.. <bibl><biblScope>11⁵</biblScope> <title>typ. Punkte ꝛc.</title></bibl> <bibl><author>Karmarſch</author> <biblScope>1, 388;</biblScope> <title>Man gießt auch wohl eine Schrift auf einen größern K., als der ihr eig. zugehört, z. B. Garmond auf</title></bibl> Cicero- K., um ohne Durchſchuß weiter aus einander ſtehende Zeilen zu erhalten. ebd. Vgl. Parangonieren. —</sense><sense n="d)">d) Büchſenm.: K., Zünd-K., Piſton, der ſchwach koniſch verjüngte Stahlzapfen am Gewehrſchloß zum Aufſtecken des Zündhütchens; auch ein ähnl. Theil an ältern (Nichtperkuſſions-) Schlöſſern. —</sense><sense n="e)">e) Geolog.: kegelförmige Berge, oder Theile eines Bergs, zumeiſt vulkaniſch, z. B.: Die K. des Veſuvausbruchs. <bibl><author>Humboldt</author>  <title>K.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 239,</biblScope> <title>mit vielfachen Zſſtzg., z. B.:</title></bibl> Aſchen-K. (verſch. p); In der Mitte dieſes alten Erhebungs-K–s befindet ſich ein neuerer kleiner vom Meer umflutheter Ausbruchs- K. <bibl><author>Burmeiſter</author>  <title>Gſch.</title></bibl> <bibl><biblScope>108;</biblScope></bibl> <bibl><author>Humboldt</author>  <title>K.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 242;</biblScope></bibl> Auswurf- K. [des Veſuvs]. <bibl><author>Volger</author>  <title>EE.</title></bibl> <bibl><biblScope>301;</biblScope></bibl> Baſalt-K.; Berg-K. <bibl><author>Fallmerayer</author>  <title>Or.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 219;</biblScope></bibl> Felſen-K. <bibl><author>König</author>  <title>Leb.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 49;</biblScope></bibl> Granit-K. <bibl><author>Scherr</author>  <title>Nem.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 141;</biblScope> <title>Der Kratergrund thürmt ſich zu kleinen</title></bibl> Schlacken-K–n ꝛc. <bibl><author>Burmeiſter</author>  <title>Gſch.</title></bibl> <bibl><biblScope>77</biblScope> <title>u. ä. m.</title></bibl> —</sense><sense n="f)">f) Hutmach.: K., Filz-K., Filzkern (ſ. d.). —</sense><sense n="g)">g) Klöppler: die Klöppel-Hölzer, -Hörner, -Nadeln, -Sticken. —</sense><sense n="h)">h) Kriegsk. (ſ. <bibl><biblScope>b</biblScope> <title>und d), nam. bei den Alten der Helmbuſch: Die Mähn’ aus geſponnenem Golde | flatterte, welche der Gott auf dem K. ihm häufig geordnet.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Il.</title></bibl> <bibl><biblScope>19, 383;</biblScope></bibl> <bibl><author>B.</author> <biblScope>211a ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="i)">i) Maſchinenw.: Benennung vieler Theile nach ihrer koniſchen Geſtalt, z. B.: Schnecken-K., in Taſchenuhren das kegelförmige Schneckenrad; Sperr-K., in die Bewegung eines Sperr-Rads hemmend eingreifend ꝛc. — k) Mathem.: Nimmt man außerhalb der Ebene eines Kreiſes einen beliebigen Punkt (die K.-Spitze), und läſſt um dieſen als feſten Mittelpunkt eine Grade (die K.-Seite) ſich längs der Peripherie eines Kreiſes bewegen, ſo heißt die von der Graden durch dieſe Bewegung erzeugte krumme Fläche K.-Fläche oder -Mantel und der von ihr und dem gegebnen Kreis begränzte Körper ein K., <bibl><biblScope>Conus:</biblScope> <title>die die Spitze mit dem Mittelpunkt des Kreiſes verbindende Grade heißt die Achſe des K–s; ſteht ſie ſenkrecht auf der Grundfläche, ſo heißt der K. ein grader (den man ſich alſo auch durch Umdrehung eines rechtwinkligen Dreiecks um eine Kathete entſtanden denken kann), ſonſt ein ſchiefer. Der K., der durch die Bewegung der über die K.- Spitze hinaus verlängerten K.-Seite gleichzeitig mit dem K. entſteht, heißt deſſen zugehöriger und beide zuſammen ein</title></bibl> Doppel-K. Abgeſtumpfter K., K.-Stumpf oder Stumpf- K. iſt das Stück des K–s, das übrig bleibt, wenn man durch eine beide Seiten des K.-Mantels ſchneidende Ebne ein beliebiges Stück von der Spitze aus abſchneidet. S. auch K.- Schnitt. Ohne Zuſatz verſteht man unter K., zumal im gw. Leben, den graden (in der Form des Zuckerhuts): Filzhüte, ganz randlos, wie ein abgekappter K. <bibl><author>Heine</author>  <title>Reiſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 118 ꝛc.;</biblScope> <title>Der lichtreflektierende</title></bibl> Dunſt-K., den ſie [die Kometen] ausſtrahlen. <bibl><author>Humboldt</author>  <title>K.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 105;</biblScope> <title>Der ausſtrömende</title></bibl> Licht-K. <bibl><biblScope>108</biblScope> <title>und annähernd ähnl. Figuren wie z. B.</title></bibl> Pracht-K. bei <bibl><author>Gottſched</author>  <title>für Obelisk. Dagegen heißen mathem. erweitert K. und (im Ggſtz. zu dem eig. oder</title></bibl> Kreis-K.), After-K. (Konoid) manche ähnliche Körper: Einen hyperboliſchen After-K. zu kubieren. <bibl><author>L.</author> <biblScope>11, 28.</biblScope></bibl> — l) Nadler: ein aus zwei abgeſtumpften hölzernen K–n (ſ. k) beſtehendes Werkzeug zur Verfertigung der Stuhlfedern von Draht. — m) Schloſſer: die Angel oder Haſpe einer Thüre, eines Fenſters ꝛc. — n) Wappenk.: K., Sturm-K.: die Heroldsſigur, die entſteht, wenn man einen Platz des geſtänderten Schildes abgeſondert darſtellt, Ständer, Schoß. — o) Weber: ſ. K.-Stuhl. — p) Zoolog.: die koniſchen Theile mancher Schalthiere, z. B.: Der K. [des Belemniten] mußte ziemlich die halbe Länge des Mantelſchildes haben. <bibl><author>Burmeiſter</author>  <title>gB.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 182 ꝛc.,</biblScope> <title>wie denn auch die Belemniten ſelbſt hin und wider</title></bibl> Teufels-K. heißen, vgl. Teufelsfinger, Donnerkeil ꝛc., ferner nam.: K., K.-Schnecke, <bibl><biblScope>Conus,</biblScope> <title>eine Gattung walzen- und kegelförmiger Schnecken mit vielen Arten, z. B.:</title></bibl> Achat- K., <bibl><biblScope>C. tulipa;</biblScope></bibl> Aſchen-K. (verſch. e), <bibl><biblScope>C. rusticus;</biblScope></bibl> Buchſtaben- oder Schrift-K., <bibl><biblScope>C. literatus;</biblScope></bibl> Faden- K., <bibl><biblScope>C. figulinus;</biblScope></bibl> Feder-K., <bibl><biblScope>C. textile;</biblScope></bibl> Garn-K., <bibl><biblScope>C. miles;</biblScope></bibl> Marmor-K., <bibl><biblScope>C. marmoreus;</biblScope></bibl> Sand-K., <bibl><biblScope>C. stercus muscarum;</biblScope></bibl> Tiger-K., <bibl><biblScope>C. striatus;</biblScope></bibl> Wolken- K., <bibl><biblScope>C. geographus ꝛc.</biblScope> <title>(ſ.</title></bibl> <bibl><author>Oken</author> <biblScope>5, 449 ff.).</biblScope></bibl> — q) (ſ. 1) euphemiſtiſch wie Häufchen (ſ. Haufen 1d) von menſchl. Erkrementen: Einen friſchgeſetzten K. <bibl><author>W.</author> <biblScope>34, 341 =</biblScope> <title>„Ein Häuflein, welches friſch ward hingekackt.“</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Ar.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 84.</biblScope></bibl></sense></sense>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Ahd. <bibl><biblScope>chegil,</biblScope> <title>mhd.</title></bibl> <bibl><biblScope>kegel,</biblScope> <title>K., Pflock, Keil, vgl. mhd.</title></bibl> <bibl><biblScope>kil,</biblScope> <title>Keil, Pflock,</title></bibl> <bibl><biblScope>kil,</biblScope> <title>Federkiel (vgl. Kengel), Stengel, ferner ahd.</title></bibl> <bibl><biblScope>chiol,</biblScope> <title>mhd.</title></bibl> <bibl><biblScope>kiel,</biblScope> <title>Schiffskiel, frz.</title></bibl> <bibl><biblScope>quille,</biblScope> <title>das zugleich Kegel bed., ſ.</title></bibl> <bibl><author>Diez</author> <biblScope>99.</biblScope></bibl></p>
        </note>
        <p type="compositions">
          <entry type="sub">Zſſtzg. ſ. o. und danach leicht zu mehren, z. B.: Achat- [7p]; After- [7k]; Aſchen- [7p und c]; Ausbruchs- [7e]; Auswurf- [7e]; Baſalt- [7e]; Berg- [7e]; Bier- [2]; Borgis- [7c]; Buchſtaben- [7c u. p]; Cicero- [7c]; Diamant-[7c]; Doppel-[7k]; Dunſt-[7k]; Eck-[1]; Eis- [7: Eiszapfen. Jp. 3, 6]; Erhebungs-[7e]; Faden-[7p]; Feder- [7p]; Felſen- [7e]; Filz- [7f]; Garn- [7p]; Granit- [7e, vgl. Pracht-K.]; Helm- [7h]; Kanon- [7c]; Kolonel- [7c]; Kopfs-: ſ. kegeln 2b; Korpus-[7c]; Kreis- [7k]; Licht-[7k]; Marmor- [7p, vgl. Pracht-K.]; Neſt- [3]; Nompareil- [7c]; Perl- [7c]; Petit- [7c]; Pracht- [7k und nach dem Stoff z.B. Granit-, Marmor-K.]; Sabon- [7c]; Sand- [7p und e]; Schlacken- [7e]; Schnecken- [7i]; Schrift- [7c und p]; Sperr- [7i]; Spiel- [1]; Stumpf- [7k]; Sturm- [7n]; Tertia- [7c]; Teufels- [7p]; Text- [7c]; Wolken- [7p]; Zünd- [7d] K. u. ä. m.</entry>
        </p>
      </entry>
    </body>
  </text>
</TEI>
