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        <title>Artikel „Erinnerung“</title>
        <author ref="https://viaf.org/viaf/61594915/">
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            <surname>Sanders</surname>
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            <surname>Göttel</surname>
            <forename>Sebastian</forename>
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        </editor>
        <editor>
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            <surname>Wiegand</surname>
            <forename>Frank</forename>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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          <orgName role="hostingInstitution" xml:lang="de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW)</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „Erinnerung“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <form type="lemma">
          <orth expand="Erinnerung" orig="Er~innerung">Er~innerung</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp><pos norm="noun">f.;</pos><gen norm="feminine"/> –en; –s-:</gramGrp>
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        <sense n="1)">1) das Erinnern, ſ. d. <bibl><biblScope>5</biblScope> <title>und vgl. Gedächtnis: Dies geht auf das Denken, alſo auf eine Thätigkeit des Verſtandes, Etwas im Bewuſſtſein zu bewahren oder das Zurückgetretne wieder aufzurufen und bez. dann auch das Geiſtesvermögen; E. dagegen bezieht ſich aufeinen Vorgang im ,,Innern“ d. h. in der Seele und bez. ebenfalls ſowohl das Jm- Bewuſſtſein-Bewahren einer Vorſtellung als das Wieder- aufrufen derſelben (wofür beſtimmter „Rück-, Wieder- E.“ dient). Von dem E–s-Vermögen gilt E. nicht, wird aber häufig perſonif.: Da ließen mit feſtlichen Kronen im Haar | Erinnrung und Hoffnung ſich ſehen ꝛc.</title></bibl> <bibl><author>Tiedge</author> <biblScope>2, 108;</biblScope> <title>An die E.</title></bibl> <bibl><author>Salis</author>  <title>ꝛc.</title></bibl> — Die E. (des Greiſes) an die Jugend; Zur E. an Leibnitz ꝛc. Steht kein ſubjekt. Genit. dabei, ſo kann ſtatt „an“ ein objekt. ſtehn, z. B.: So ſehen wir in der E. jeder überſtandenen Noth eine ähnliche Schweſter der Freude. <bibl><author>Börne</author> <biblScope>2, 277;</biblScope> <title>Löſt die E. des gleichen Schickſals |. nicht ein verſchloßnes Herz zum Mitleid auf.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>13, 76;</biblScope> <title>Tauſendfache Freude für die E. meiner. Keſtner</title></bibl> <bibl><biblScope>47 ꝛc.,</biblScope> <title>ſ. Zſſtzg.; Der bebt | bei der E.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>6, 49;</biblScope> <title>Wir freuten uns der E., wir liebten die E. und konnten ungeſtört zuſammenleben.</title></bibl> <bibl><biblScope>15, 8;</biblScope> <title>Die Welt .. in der E. zu durchreiſen.</title></bibl> <bibl><biblScope>9;</biblScope> <title>Wie ſehr auch die Erinnrung mir | die Seele ſchaudernd mag empören.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>28b ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="2)">2) Das, woran man ſich er- innert, oder ein Ggſtd., der an Etwas erinnert (ſ. Reminiſcenz): E–en aus der Knaben-, aus der Schulzeit, aus meinem Seemannsleben; Dieſe Mammuthsknochen ſind E–en an eine lang vergangne Periode unſrer Erde ꝛc. —</sense>
        <sense n="3)">3) Das Erinnern (ſ. d. <bibl><biblScope>2,</biblScope> <title>nam. auch 2c), die Mahnung: Da dein</title></bibl> Gedächtnis für deine Schulden ziemlich kurz ſcheint, ſo wird eine E. meinerſeits nöthig [es ihm’ins Gedächtnis zu rufen]; Ich habe ſeine E–en [Ausſtellungen] bei den meiſten Stellen meiner Arbeit berückſichtigt ꝛc.</sense>
        <p type="compositions">
          <p type="introduction">Zſſtzg. vielfach mit Hw., einem ſubjekt. oder objekt. Genit. oder einem Präpoſitionsverhältnis entſprechend, z. B.: Greiſes-E–en, wie ſie im Gedächtnis des Greiſes leben; In dem unveränderten altbekannten Lokale riefen ſich jene Knaben-E–en [aus der Knabenzeit] lebhaft hervor. G. 25, 131; Jugend-E.; Ein Ton, der alle Berg- E–en [an die Bergreiſen ꝛc.] rege macht. G. 14, 239; Er wird euch die Schmerz-E. aus der Seele lächeln [die ſchmerzliche E.]. Sch. 116b; Traurig zuſammengewittert ſtehen dieſe letzten höchſten Wald-E–en [die an den Wald erinnernden Bäume] in einzelnen Exemplaren. Tſchudi Th. 262 ꝛc.; ferner mit Vorſilben, z. B. Án-: Damit ihr Anblick immerdar | an mein geliebtes Elternpaar | die A., ſtets heilig mir, erfriſche. B. 109b; Weckt .. die A. der alten Dunkelheit. 110a; Sich nach geſchehener A. ſäumig finden laſſen. Erbvergl. Beil. 57; So ſehen ſie aus dieſer A., daß ich es nicht vergeſſen habe. Schmid (L. 13, 613). —</p>
          <entry type="sub"><comp>Nāch-:</comp> nachbleibende Erinnerung: Die Engel ſchufen dann .. in N. an die Geſchaute, ein ſchwaches Abbild jenes himmliſchen Urbilds. Immiermann M. 4, 209. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Rǘck-:</comp> ſ. [1]: Ich entſage | jeder R. an dich. B. 100a; In der R. vergangener Zeiten. G. 17, 228; Ihre R–en .. Dieſe Memoiren. 32, 325; Die R. der alten überſchwänglichen Wonne. Heinſe A. 2, 108; Seinen aufſteigenden Stolz durch eine heilſame R. an ſeinen Urſprung niederzuſchlagen. Sch. 714a; 273a; Labt er ſich an ſüßen R–en der Vergangenheit. 762b; W. 17, 34; 20, 149 u. o. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Ūr-:</comp> Er- innerung aus uralter oder der Urzeit: Die weite Verbreitung dieſer Sage hat ſie bisweilen für eine U. der Menſchheit halten laſſen. Humboldt K. 1, 381. — Vōr- [3]: vorhergehende Erinnrung oder Bemerkung: Es bedarf einer kleinen V. Mörike N. 142. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Wīēder-:</comp> Rück-E. Engel 8, 308 ꝛc.</entry>
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