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        <title>Artikel „Hundert“</title>
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            <surname>Sanders</surname>
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            <surname>Göttel</surname>
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            <surname>Wiegand</surname>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „Hundert“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <lbl>III.</lbl>
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          <orth expand="Hundert" orig="Húndert">Húndert</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp><pos norm="noun">n.,</pos><gen norm="neuter"/> –(e)s; –e:</gramGrp>
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        <sense n="1)">1) eine Zahl von hundert (ſ. I) als Einheit zuſammengefaſſt: Dies H. Bretter taugt nicht, das erſte H. war beſſer; Etwas bei, nach H–en verkaufen; Da liegen ſie bei H–en und Tauſenden; Kaum Einer unter H–en (von Menſchen); Niemals <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>wird von dem H. der Häupter ihr eins ungerächet enthauen.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Ov.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 114 ꝛc.,</biblScope> <title>ugw.</title></bibl> <bibl><biblScope>fem.</biblScope></bibl> <bibl><author>Erbvergl.</author>  <title>Beil.</title></bibl> <bibl><biblScope>21,</biblScope> <title>in der Rechenk. auch</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Hunderter (ſ. d.), daher ſprchw.: Er wirft das H. ins Tauſend.</title></bibl> <bibl><author>Hippel</author>  <title>Leb.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 133;</biblScope></bibl> <bibl><author>Luther</author>  <title>SW.</title></bibl> <bibl><biblScope>26, 293;</biblScope></bibl> <bibl><author>Schottel</author> <biblScope>1136b,</biblScope></bibl> — wofür es jetzt meiſt heißt: Das Hundertſte (ſ. d.) ins Tauſendſte, — er bringt Alles durch. einander, verfährt ohne Ordnung. —</sense>
        <sense n="2)">2) das gewöhnliche H. beträgt zehn mal zehn, doch bez. in den Glashütten: ein H. oder genauer: ein Hütten-H. eigentl. ein Viertel-H. <bibl><biblScope>= 25</biblScope> <title>Flaſchen, oder vielmehr, indem gewöhnl. auf dieſe Zahl eine der Zerbrechlichkeit wegen beigefügt wird,</title></bibl> <bibl><biblScope>26;</biblScope> <title>andrerſeits aber galt nam. früher</title></bibl> — wobei das Duodecimalſtatt des Decimalſyſtems zu Grunde liegt — die Bezeichnung: Ein großes (ſ. d. 2e) H. oder Groß-H. <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>zwölf mal zehn (vgl.: Fünfhundert, gezählt zehn Zwölfter auf jegliches H.</title></bibl> <bibl><author>Mohnike</author>  <title>Frithj.</title></bibl> <bibl><biblScope>13 ꝛc.),</biblScope> <title>wovon die Hälfte unter dem Namen „Schock“ (ſ. d.) beſonders üblich iſt, wie zehn große H–e</title></bibl> <bibl><biblScope>(10</biblScope> <title>mal 120) ein großes Tauſend (1200) ausmachen, vgl. Groß.</title></bibl> — In einzelnen Fällen hängt die Beſt. des H–s als Maß von der zu Grunde gelegten Einheit ab, wie z. B. früher in Danzig: Ein H. Salz, etwa <bibl><biblScope>= 12</biblScope> <title>Laſt ꝛc.</title></bibl></sense>
        <p type="compositions">
          <entry type="sub">Zſſtzg. außer den Bruchtheilen wie: ein Halb-, ein Viertel-H. ꝛc. u. den unter [2] erwähnten: Groß-, Hütten-H., vielfach nach Dem, wovon 100 vorhanden ſind, z. B.: Er opferte eine Hekatombe oder ein Stier-H.; Sprang Damajanti’s Mägde-H. | von den Sitzen empor verwundert. Rückert Nal. 28 u. ä. m., namentl.: Jahr-: mit unbetontem Beſtimmungsw., eine Zeit von hundert Jahren: Hat ſie doch vielleicht ihr halbes J–chen auf dem Nacken. Holtei Menſch. 2, 10 ꝛc., nam. in Bezug auf die Zeitrechnung: Das erſte J. nach Chriſti Geburt, von Chriſti Geburt bis zum Jahre hundert; Das zweite J., vom Jahre hundertundeins bis zweihundert ꝛc.; Das jetzige oder neunzehnte J. (vgl. Jahr-Tauſend, -Zehnt, -Fünft ꝛc.), zuw. auch = Zeitalter, z. B.: Sein Griffel überwintert für das Lenz-J. neuer Aufklärung die Körner der alten Wiſſenſchaft. König Leb. 1, 76 ꝛc., auch wie „Zeit“ ꝛc. für die in der Zeit Lebenden: Der größte Mann des J–s; Unſer J. hat Dergleichen nicht geſehn ꝛc., auch als Titel von Zeitſchriften ꝛc. Vgl.: Eh’ ein Mond-H. entflohn war. Kl. Od. 2, 189.</entry>
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