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        <title>Artikel „Hoffnung“</title>
        <author ref="https://viaf.org/viaf/61594915/">
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            <surname>Sanders</surname>
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            <surname>Göttel</surname>
            <forename>Sebastian</forename>
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        </editor>
        <editor>
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            <surname>Wiegand</surname>
            <forename>Frank</forename>
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          <email>edition-sanders@bbaw.de</email>
          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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          <orgName role="hostingInstitution" xml:lang="de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW)</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „Hoffnung“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <form type="lemma">
          <orth expand="Hoffnung" orig="Hóffnung">Hóffnung</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp><pos norm="noun">f.;</pos><gen norm="feminine"/> –en; –s-:</gramGrp>
        </form>
        <sense>das Hoffen (ſ. d. 3), und zwar ſowohl der Zuſtand des Hoffens, als der Ggſtd. desſelben, die Sache oder die Perſ., von der man Etwas hoffend erwartet, auf die man baut, das Gehoffte ꝛc., vgl. den Ggſtz. Furcht: Schlägt dir die [eine] H. fehl, nie fehle dir das Hoffen [überhaupt]. <bibl><author>Rückert</author>  <title>W.</title></bibl> <bibl><biblScope>6, 98 ꝛc.:</biblScope> <title>Herr, du biſt die H. Iſrael.</title></bibl> <bibl><author>Jer.</author> <biblScope>17, 13;</biblScope> <title>Ihre H. [das von ihnen Gehoffte] wird ihrer Seele fehlen.</title></bibl> <bibl><author>Hiob</author> <biblScope>11, 20;</biblScope> <title>Des Frommen H. wird nicht außen bleiben.</title></bibl> <bibl><author>Sir.</author> <biblScope>16, 13 ꝛc.;</biblScope> <title>Sie ſind die H. eines Landes.</title></bibl> <bibl><author>Leiſewitz</author>  <title>Jul.</title></bibl> <bibl><biblScope>11;</biblScope> <title>O Troja’s H., ... | o du, nach dem das Herz geſchmachtet hat.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>1, 133;</biblScope> <title>Des Staates Blum’ und H.</title></bibl> <bibl><author>Schlegel</author>  <title>Haml.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 1 ꝛc.,</biblScope> <title>oft perſonif.: H. bleibt mit dem Leben vermählt, die ſchmeichelnde Göttin ꝛc.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>5, 104;</biblScope> <title>Amor, das Kind, hält ſich noch hartnäckig feſt am Kleide der H., eben als ſie ſchon ſtarken Schrittes ſich zu entfernen den Anlauf nimmt.</title></bibl> <bibl><biblScope>22, 347;</biblScope> <title>Doch überredete die H. mich, | die Gleißnerin.</title></bibl> <bibl><biblScope>13, 159;</biblScope> <title>Die H. führt ihn ins Leben ein, | ſie umflattert den fröhlichen Knaben ꝛc.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>81a,</biblScope> <title>ſo nam. auch die Zuſammenſtellung: Glaube, Liebe, H.</title></bibl> — Abhängig von H. ſind Sätze mit „daß“, oder Infin. mit „,zu“, ferner Hw. im Genit. oder mit „auf, von, an“ („,zu“) ꝛc.: Die H., daß er kommt, — ihn hier zu ſehn, — auf ſeine Ankunft ꝛc.; H. zu Gott haben. <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Petr.</author> <biblScope>1, 21; 1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Joh.</author> <biblScope>3, 3 ꝛc.;</biblScope> <title>Die H. des Mannes (ſubjekt. Genit.) auf das Mädchen; Das Mädchen ..., mit deren [objekt. Genit.] | er gern mir zu bezahlen ſchien.</title></bibl> <bibl><author>L.</author>  <title>Nath.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 4.</biblScope></bibl> — Die gewöhnlichſten Verbind., in denen H. vorkommt: als Subj. und Prädik.: Es iſt H., viel H., keine, nur ſchwache, geringe H. da, vorhanden; Das ſind leere, eitle, thörichte, ungegründete, grundloſe H–en; Das iſt meine letzte H.; Da iſt an einem Narren mehr H., denn an ihm; Die H. iſt dahin, verloren, geſcheitert, verſchwunden, erloſchen, fehlgeſchlagen, in den Brunnen gefallen, zu Waſſer geworden (ausgefahren. <bibl><author>Ap.</author> <biblScope>16, 19) ꝛc.;</biblScope> <title>Die H. ſteht feſt, iſt unerſchütterlich ꝛc.; H. läſſt nicht zu Schanden werden; Daß vielen Millionen | die H. beßrer Tage lacht.</title></bibl> <bibl><author>Pfeffel</author>  <title>Po.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 157;</biblScope> <title>Mir leuchtet, ſtrahlt, glänzet, taucht eine H. auf; Hat falſche H. mich gewiegt?</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>12, 291;</biblScope> <title>Dieſes Mal lügt ihm die H. nicht.</title></bibl> <bibl><biblScope>11, 223;</biblScope> <title>Seine H–en haben ihn getäuſcht, betrogen, ſind nicht in Erfüllung gegangen ꝛc.</title></bibl> — Als Obj.: H., gute, viele, feſte, ſichre, gewiſſe H. haben, hegen; Keine H. von Einem, auf Einen, zu Einem haben; Seine H. auf Einen oder Etwas ſetzen, ſtellen, gründen, bauen; Die H. feſthalten; Die H. aufgeben, fahren laſſen, verlieren; Einem, ſich H–en machen; Wieder H. von Etwas ſchöpfen; H. von Einem faſſen; Einem alle H. nehmen, benehmen, rauben, abſchneiden; Die H. mit der Wurzel ausreißen, wie einen Baum ausreißen <bibl><author>(Hiob</author> <biblScope>19, 10);</biblScope> <title>Die erloſchene H. wieder anfachen, neu beleben, neue H–en wecken, erregen, wieder H. bekommen; Er hat die H–en nicht erfüllt, die wir von ihm hegten; Die kühnſten H–en übertreffen ꝛc.</title></bibl> — Im Genit., und zwar abhängig vom Hw.: Ein Schein, ein ſchwacher Schimmer der (oder von) H.; Den erlöſchenden Funken der H. wieder anfachen; Ein feſter Anker der H.; Angethan mit dem Helm der H. zur Seligkeit. <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Theſſ.</author> <biblScope>5, 8 ꝛc.;</biblScope> <title>Die Farbe der H. [Grün], z. B.: Einen langen Beutel .., der in der Farbe der H. künſtlich geſtrickt war.</title></bibl> <bibl><author>Thümmel</author> <biblScope>7, 163,</biblScope> <title>vgl.: Es brach | der H. grüner Stiel.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>Roſt.</title></bibl> <bibl><biblScope>98a;</biblScope> <title>Die Mumie der Zeit, | vom Balſamgeiſt der H. in den kalten | Behauſungen des Grabes hingehalten.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>21a;</biblScope> <title>Das Vorgebirge, Kap der guten H. (in Afrika) ꝛc.; ferner bei Zeitw.: Der H. berauben; Sich der H. entſchlagen ꝛc. und nam.: Des Glaubens und der H. ſein, der feſten, ſichern, freudigen, frohen, ſchönen, guten H. ſein, leben, daß ꝛc., vgl.: In der H. ſein ꝛc., z. B.: Da wir denn der ſchönſten H. leben, es werde ſich eine vereinte Thätigkeit entwickeln.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>19, 125;</biblScope> <title>Wir leben jedoch in der H., ſie dereinſt wieder zu finden.</title></bibl> <bibl><biblScope>157 ꝛc.,</biblScope> <title>ſo auch als verhüllender Ausdruck: Guter H. [ſchwanger] ſein, ſich befinden, werden ꝛc., z. B.</title></bibl> <bibl><biblScope>64; 16, 131; 17, 161; 18, 18; 20, 158;</biblScope> <title>Da ſie mich guter H. finden ꝛc.</title></bibl> <bibl><biblScope>15, 146,</biblScope> <title>ſeltner ſo: In der H. ſein.</title></bibl> <bibl><author>Boas</author>  <title>SchJ.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 263;</biblScope></bibl> <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>Zaubr.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 37; 3, 47 ꝛc.</biblScope></bibl> — Im Dat., z. B.: Sich einer H. hingeben ꝛc. — Abhängig von Präp. z. B.: An der H. feſthalten ꝛc.;Auf H. [H. hegend] ſäen, pflügen; Er hat geglaubet auf H., da Nichts zu hoffen war; Die ihr auf H. gefangen liegt ꝛc.; In der H. (ſ. o. den Genit.), daß Sie meine Bitte erfüllen werden, wende ich mich an Sie; Wer in H. lebt, tanzt ohne Muſik. <bibl><author>L.</author> <biblScope>11, 386;</biblScope> <title>Ich habe mich in meinen H–en betrogen, getäuſcht; Sich gern in warmen H–en wiegen mögen.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>13, 187 ꝛc.;</biblScope> <title>Ich will mich nicht wiegen mit H–en, die gar zu leicht fehlſchlagen können.</title></bibl> <bibl><author>Forſter</author>  <title>Br.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 228;</biblScope> <title>Sich mit thörichter H. betrügen, ſchmeicheln; Indem ſie ihn mit ſchwacher H. ſpeiſet.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>12, 319;</biblScope> <title>Einen mit leeren H–en abſpeiſen ꝛc.;</title></bibl> Ohne H. [hoffnungs-, rettungslos] daniederliegen ꝛc.; Wider alle H. [Erwartung]; Zu den ſchönſten H–en berechtigen ꝛc.; Zwiſchen Furcht und H. ſchweben; In einem ewigen Schwanken zwiſchen H. und Schmerz. <bibl><author>G.</author> <biblScope>15, 140</biblScope> <title>u. ä. m., ſ. nam.</title></bibl> <bibl><author>WKoner</author> <biblScope>624 ff.</biblScope></bibl></sense>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Mhd. <bibl><biblScope>hoffenunge,</biblScope> <title>mit eingeſchobnem „n“ ſtatt Hoffung, vgl. Bildner, Redner ꝛc.</title></bibl></p>
        </note>
        <p type="compositions">
          <entry type="sub">Zſſtzg. z.B.: Jetzt muß ich allen Jagd-H–en entſagen. Heine Verm. 1, 252; [Was] ihm Lebens-H. ließ ſelbſt in des Feindes Macht. Sch. 29a ꝛc., ſeltner mit Vorſ., wie: Ent- H., die Beraubung der H. Weckherlin bei Campe; Miß-H., Verzweiflung, ſ. Benecke.</entry>
        </p>
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