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        <title>Artikel „Hobel“</title>
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            <surname>Sanders</surname>
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            <surname>Göttel</surname>
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            <surname>Wiegand</surname>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „Hobel“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <form type="lemma">
          <orth expand="Hobel" orig="Hōbel">Hōbel</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp><pos norm="noun">m.,</pos><gen norm="masculine"/> –s; uv.; –chen; -:</gramGrp>
        </form>
        <sense n="1)">1) ein Werkzeug, durch ſtoßendes Schneiden Schichten von dem zu bearbeitenden Körper wegzunehmen, z. B. um ihn zu ebnen, oder um ihm zugleich eine beſtimmte Dicke oder eine beſtimmte Form zu geben ꝛc., ſo namentl. ein Hauptwerkzeug der Tiſchler und Holzarbeiter: Der H. beſteht aus einem Gehäuſe oder Körper (einem maſſiven kaſtenförmigen Stück Holz), mit einem Maul (einem ſchrägen, oben weiten, unten ſchmalen Loch), worin mittels eines Keils die ſcharfe Klinge, das Eiſen des H–s befeſtigt iſt; Bahn oder Sohle des H–s, die untre glatte Fläche des Gehäuſes; Ballen des H–s, der rundliche Theil hinten an der Bahn, wo der Ballen der Fauſt angeſetzt wird; Naſe des H–s, der gebogne Griff oben am Gehäuſe; Wangen oder Backen des H–s, die Seitentheile des Mauls ꝛc. — Der H. der Büchſenmacher wird wie der der Tiſchler gehandhabt, um den Flintenlauf aus dem Gröbſten zu ebnen, iſt aber eigentlich nur eine ſtarke Stahlplatte mit Feilhieben auf der breiten Seite. — Vgl. ferner Bank. — Auch übertr. ſ. Glatt-, Scharf-H. —</sense>
        <sense n="2)">2) H. der Sammetweber, Driet, Schlitzeiſen. — 3) H. der Zinngießer, Mantel einer Gießform. <bibl><author>Campe.</author></bibl> — 4) ſ. Horbel <bibl><biblScope>2.</biblScope></bibl></sense>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Mhd. <bibl><biblScope>hovel, hobel;</biblScope> <title>mundartl. Höbel, Höfel, Hubel, vgl. heben.</title></bibl> — Veralt.: Höbel [Verdeck des Wagens]. <bibl><author>Murner</author>  <title>Ul.</title></bibl> <bibl><biblScope>93,</biblScope> <title>vgl. Kobel.</title></bibl> <bibl><author>Friſch</author> <biblScope>1, 530b.</biblScope></bibl></p>
        </note>
        <p type="compositions">
          <p type="introduction">Zſſtzg. zu 1, vielfach z.B.: Āūsſtoß-: namentl. der Buchbinder, die Holzdeckel ſchräg abzuſtoßen ꝛc. —</p>
          <entry type="sub"><comp>Āūszieh-:</comp> Mit zwei Schärfen zuſammengefüget, welche mit einem ſubtilen A. ausgezogen ſind. Döbel 2, 257a. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Bánk-:</comp> ein ſehr großer Hobel (vgl. Rauh-, Fügebank). —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Beſchnēīde-:</comp> Schnitt-H. der Buchbinder, zum Beſchneiden von Büchern. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Fálz-:</comp> Falz damit auszuſtoßen. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Fāūſt-:</comp> ein kurzer dicker Hobel mit einem Vorſprung der Sohle vorn und an dem Abſatz über derſelben mit einer Naſe. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Flítzſch-:</comp> womit an der Kante eines Bretts angedeutet wird, wie tief dasſelbe mit dem Scharf- und Schlichthobel abzuhobeln iſt. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Füge-:</comp> Fügebank: Hand-F., kleinere Fügebank. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Gä́rbe-:</comp> der Böttcher, die Gefäße da, wo die Zarge eingeſchnitten werden ſoll, rund zu hobeln. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Gêhr-:</comp> Vergatt-H., womit Etwas nach der Gehrung oder Diagonale eines Quadrats beſtoßen wird, eiſern oder wenigſtens mit eiſerner Sohle. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Geſims-:</comp> Sims-H., den Ablauf glatter Geſimſe zu bilden. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Glátt-:</comp> Schlicht-H., mit gradliniger Bahn und Schneide zum Eben- und Glatthobeln oder Schlichten, — übertr., vgl. Feile ꝛc.: Dieſe Manuſkripte . ., ungeachtet ſie ratione stili noch des G–s vonnöthen haben. W. (Merck’s Br. 2, 261) ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Grāt-:</comp> Leiſten-H., den Grat oder Falz an Einſchiebeleiſten auszuſtoßen. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Grúnd-:</comp> Rinnen zu gründen, d. h. in der Tiefe glatt zu hobeln. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Guillotīnen-:</comp> ſ. Linien-H. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Gúrken-:</comp> ſ. Kraut-H. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Hárt-:</comp> Steil-H., mit viel ſteiler ſtehender Klinge als der Schlicht-H., um hartes Holz zu behobeln. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Hōhl-:</comp> Hohl-Kehlhobel. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Karnīēs-:</comp> einige zuſammengehörige Glieder eines kleinen Geſimſes ausſtoßend. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Kêhl-:</comp> Kehl-Stoß, -Zeug, zum Hervorbringen von Hohlkehlen, darunter der eigentliche Hohl-K.; der Karnies-H. und der Stab-H., womit die unter dem Namen der Stäbe bekannten Verzierungen gefertigt werden. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Kímm-:</comp> womit die Böttcher die Kimmen in den Gefäßen, d. h. die breiten Fugen für den Boden machen. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Krāūt-:</comp> zum Kleinhobeln des (Sauer-)Krauts oder -Kohl, ähnlich Gurken-H. ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Lǟūter-:</comp> in den Zinnhütten zwei unter einander geſtellte Schlammgräben, durch welche der im Seifen aufgehobne Zwitter gelaſſen wird, um ihn zu reinigen. Campe. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Lēīſten-:</comp> Grat-H. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Līnien-:</comp> womit der Setzer die mittels des Schnitzers (ſ. d.) abgebrochnen Linien an den Bruchenden glatt hobelt, von verſchiedner Art, nam. Guillotinen- und Schienen-H. — Nōth-, richtiger Nūth-: zum Ausſtoßen der Nuthen (ſ. d.) und der entſprechenden Federn (ſ. d. 12) oder Zapfen auf der hohen Kante zweier zuſammenzufügenden Bretter, auch Spund-H. genannt. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Ort-:</comp> feiner Geſims-H. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Rāde-:</comp> Kehl-H. der Stellmacher. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Rāūh-:</comp> Scharf-H. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Regíſter-:</comp> der Orgelbauer. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Rōhr-:</comp> <sense n="1)">1) der Büchſenſchäfter, zum Glätten der Rinne für das Büchſenrohr. —</sense><sense n="2)">2) der Stuhlmacher, zum Behobeln des ſpaniſchen Rohrs. — <comp>Rūf-:</comp> Schruff- H., kleiner Schlicht-H. — <comp>Rúnd-:</comp> mit hohler Schneide und Bahn. — <comp>Schābe-:</comp> Etwas glatt zu ſchaben, z. B. der Inſtrumentenmacher. — Schárf-, Schä́rf-: mit bogenförmiger, tiefer eingreifender und die rauhe Fläche für den Schlicht-H. vorbereitender Klinge, Rauh- u. mundartl. Schropp-H. <bibl><author>Fromann</author> <biblScope>6, 152.</biblScope> <title>Übertr.: Wann dergeſtalten der Prediger den Sch. brauchen [Strenge anwenden] will.</title></bibl> <bibl><author>SClara</author></bibl> <bibl><author>(Wackernagel</author> <biblScope>3, 1, 920).</biblScope></bibl> — <comp>Schīēnen-:</comp> ſ. Linien-H. — <comp>Schlícht-:</comp> Glatt-H. — <comp>Schnítt-:</comp> Beſchneide-H. — Schrópp-, Schrōt-, Schrúbb(el)-, Schrúff-, Schrúpp-, Schürf-: Scharf-H. — <comp>Sēīten-:</comp> der Büchſenſchäfter, die Kante der Rinne fürs Rohr abzuſtoßen. — <comp>Síms-:</comp> Geſims-H. — <comp>Spān-:</comp> Späne zu hobeln. — <comp>Spúnd-:</comp> ſ. Nuth-H. — <comp>Stāb-:</comp> ſ. Kehl- H. — <comp>Stēīl-:</comp> Hart-H. — <comp>Vergátt-:</comp> Gehr-H. — <comp>Wángen-:</comp> zum Nachhelfen einer Nuth, eines Zapfenlochs. — <comp>Wīēſen-:</comp> Wieſenſchleppe, ein Werkzeug, die Maulwurfshügel zu ebnen. — <comp>Zāhn-:</comp> mit Zähnen auf der Schneide der Klinge, Etwas, namentl. etwas zu Leimendes grade, aber doch rauh zu hobeln, — u. ä. m.</sense></entry>
        </p>
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