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        <title>Artikel „Hinter“</title>
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            <surname>Sanders</surname>
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            <surname>Göttel</surname>
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            <surname>Wiegand</surname>
            <forename>Frank</forename>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „Hinter“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <lbl>†</lbl>
        <form type="lemma">
          <orth expand="Hinter" orig="Hinter">Hinter</orth>
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          <gramGrp>präp. mit Dat. und Accuſ.:</gramGrp>
        </form>
        <sense>Ggſtz. des räumlichen „vor“ und dann auch übertr. auf etwas durch etwas davor Befindliches Verborgnes, nam. auf das nicht auf den erſten Blick wahrnehmbare eigentliche und wahre Weſen im Ggſtz. des Scheins und der Form der Erſcheinung z. B. mit abhäng. Hw.: H. dem Berg halten, wohnen; H. der Hand; H–s Licht führen; H. dem Ofen; H. den Ohren; H. Jemandcs Rücken Etwas thun; H. Jemandes Schliche kommen; H. die [verſch.: nach der] Schule gehen, vgl.: Sie drängten mich h. die Mahlzeit. <bibl><author>G.</author> <biblScope>5, 173,</biblScope> <title>ſo daß ich Nichts davon bekam ꝛc.; Einen Steckbriefh. Jemand erlaſſen; Hunde h. ihn hetzen ꝛc., ſ. die bezügl. Hw.; über: H. Etwas (Accuſ., zuw. auch Dat.) verbergen, verſtecken, verſchanzen ꝛc.; Es liegt, ſteckt, iſt Etwas h. einer Sache, da-h., h. einer Perſon; Die Sache hat Etwas h. ſich; Das hätte ich nicht h. ihm, h. der Sache, da-h. geſucht; Ich will ſchon h. die Sache (vgl. Schliche), h. das Geheimnis ꝛc., da-h. kommen; Sich h. Etwas, da-h. machen ꝛc., ſ. die bezügl. Zeitw.; über: H. Etwas her, ſ. Her</title></bibl> <bibl><biblScope>1d;</biblScope> <title>H. der Mauer hervor (ſ. d.) ſpringen ꝛc.; H.</title></bibl> <bibl><biblScope>(=</biblScope> <title>nach) einander, auf einander folgend, ſ. einander; H. ſich</title></bibl> <bibl><biblScope>(=</biblScope> <title>zurück), ſ. Sich u. ä. m.</title></bibl> — Adverbiell in Zſſtzg. mit Zeitw. (ſ. d. und vgl. Hinterbringen <bibl><biblScope>I</biblScope> <title>und</title></bibl> <bibl><biblScope>II ꝛc.)</biblScope> <title>und vgl. (mundartl.): Daß er den jählichen Berg h. [hinunter] ..kaulete.</title></bibl> <bibl><author>Schweinichen</author> <biblScope>1, 348.</biblScope></bibl></sense>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">S. Hinten, vgl. After, Achter. Der Accuſ. und Dat. des männl. und ſächl. Artikels verſchmelzen mit h.: Hinterm Hauſe, Ofen ꝛc.; Hintern Ofen ſtellen; Hinters Haus gehen ꝛc., vgl. dagegen: Hart hinter ’s <bibl><biblScope>[=</biblScope> <title>des] Rappen Hufen.</title></bibl> <bibl><author>B.</author> <biblScope>15a</biblScope> <title>und vgl.</title></bibl> <bibl><author>Sanders</author>  <title>Orth.</title></bibl> <bibl><biblScope>112.</biblScope></bibl></p>
        </note>
        <p type="compositions">
          <p type="introduction">Zſſtzg.: Da-: ſ. Da, Anm., ſowohl: hinter der genannten oder in Rede ſtehenden Sache, als auch: hinter dieſelbe: Man ſucht Keinen h. der Thüre, man habe denn ſelbſt d. [hinter derſelben] geſteckt; Eine tiefe Stille herrſcht hinter dieſer Decke; Keiner, der einmal d. iſt, antwortet hinter ihr hervor. Sch. 740a; Er iſt d. wie ein Feind. W. (eifrig); Ich werde ſchon d. [hinter die Sache] kommen und ſehen, was d. [hinter der Sache] iſt; Bis er d. kam, wie ſchlau der Herr Lux wieder geweſen. Prutz Muſ. 1, 76; Es iſt Nichts d. | zu ſehn [ſuchen], die Klugheit räth’s, die Noth gebeut’s. Sch. 344a; Es kann doch ’was d. ſein [zu bedeuten haben]. W. 12, 77; Man dächte, was d. iſt. 80; Viele Worte laſſt ihr uns hören und Wenig d. G. 5, 193; Gute Worte, Nichts dahinder. Luther 6, 163b ꝛc. — Die Form: Dar-h., nicht nur bei Alteren oder mundartl. wie Gotthelf G. 59 ꝛc. (d’rhinter. Sch. 203 ꝛc.), ſondern auch: IP. 43, 136 ꝛc. — Verſch. das freilich zuw. als ein Wort geſchriebne: Da hinter, z. B.: Da ſtehet er ſchon, | dahinter der Wand. H. Rel. 7, 20. Relat. ſtatt wohin, z. B.: Eine Herzensſchwäche, d. ich meine Politik verbergen kann. König Kl. 3, 10 ꝛc. —</p>
          <entry type="sub"><comp>En-:</comp> (veralt.) z. B. 2. Moſ. 3, 1 und öfter bei Luther; Enhindern. Luther 5, 163a; SW. 63, 7 ꝛc., ſ. Teller 1, 104. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Wo-:</comp> fragend und relat. dem „da-h.“ entſprechend: Das Räthſel, w. ſich die Natur verbirgt. G. 31, 59; „Ich werde hinter deine Schliche kommen.“ W. [hinter was] willſt du kommen? ꝛc.</entry>
        </p>
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