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      <titleStmt>
        <title>Artikel „Hilfe“</title>
        <author ref="https://viaf.org/viaf/61594915/">
          <persName>
            <surname>Sanders</surname>
            <forename>Daniel</forename>
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        </author>
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            <surname>Göttel</surname>
            <forename>Sebastian</forename>
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        </editor>
        <editor>
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            <surname>Wiegand</surname>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
          <orgName role="hostingInstitution" xml:lang="en">Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities (BBAW)</orgName>
          <orgName role="hostingInstitution" xml:lang="de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW)</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „Hilfe“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <form type="lemma">
          <orth expand="Hilfe" orig="Hilfe">Hilfe</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp><pos norm="noun">f.;</pos><gen norm="feminine"/> –n; Hilfs-, (Hilf-, -):</gramGrp>
        </form>
        <sense>o. Mz. das Helfen (ſ. d. 5); mit Mz. das Helfende, zuweilen auch ſo: eine helfende Perſon, — mit den beiden freilich mehrfach ineinander greifenden Hauptbedeutungen von helfen (ſ. d.), des Nutzenbringens, Förderns, Heilſamſeins ꝛc. und des Beitragens zu Etwas, Unterſtützens ꝛc., alſo:</sense>
        <sense n="1)">1) die Befreiung aus einem übeln Zuſtand, Rettung, Fördrung, Beiſtand, Heil ꝛc. und das dies Bewirkende: Um H. bitten, rufen, ſchreien; Auf H. hoffen; Einem H. leiſten, widerfahren oder angedeihn laſſen; Einem zu H. kommen; Zu H.! ich ſinke; Da iſt keine H. mehr möglich; Keine H. noch Rath mehr wiſſen; Wenn die Noth am höchſten, ſo iſt die H. am nächſten; Beim Arzt H. ſuchen; Wird plötzlich verderben ohne alle H. <bibl><author>Spr.</author> <biblScope>29, 1;</biblScope> <title>Weder zur H. noch ſonſt zu Nutz, ſondern zur Schande und zu Spott.</title></bibl> <bibl><author>Jeſ.</author> <biblScope>30, 5;</biblScope> <title>Ich heule, aber meine H. iſt ferne.</title></bibl> <bibl><author>Pſ.</author> <biblScope>22, 2;</biblScope> <title>Wohl Dem, deß H. [Helfer] der Gott Jakob’s iſt.</title></bibl> <bibl><biblScope>146, 5;</biblScope> <title>Er iſt ein gewaltiger Schutz</title></bibl> <bibl><biblScope>..,</biblScope> <title>eine H. wider den Fall.</title></bibl> <bibl><author>Sir.</author> <biblScope>34, 19;</biblScope> <title>Der ſchwer Gedrückte klagt, | H., Hoffnung ſei verſagt.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>4, 63;</biblScope> <title>Wie klar er auch den Schaden ſieht und die H–n [Abhilfen] erkennt.</title></bibl> <bibl><author>Droyſen</author>  <title>Y.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 120;</biblScope> <title>Daß das Bedürfnis ſolche H–n immer ſelbſt findet.</title></bibl> <bibl><author>Keller</author>  <title>gH.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 202 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="2)">2) das Mitwirken zu Jemandes Zwecken und das ſo Mitwirkende, die Unterſtützung, der Beiſtand ꝛc., vielfach in denſelben Verbindungen wie <bibl><biblScope>1</biblScope> <title>und oft in der Bedeutung nahe daran grenzend: Seine Arbeiten ohne Jemandes H. machen; Bei der Arbeit keine H. brauchen; Mit Gottes H.; auch von Sachen: Mit H. [mittels] des Lineals eine grade Linie ziehn; Mit H. der Logarithmen läſſt ſich Das leicht rechnen; Mit H. Rechtens; Kann Dies nicht ohne H. der Inquiſition bewerkſtelligt werden.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>821a;</biblScope> <title>Daß Karl ihn durch H. der Liebe in einer ehrbaren Geißelſchaft bewahrt.</title></bibl> <bibl><author>Möſer</author>  <title>Osn.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 210 ꝛc.;</biblScope> <title>Einen um H. [Hilfstruppen ꝛc.] wider den Feind bitten; Einem Truppen zur H., ihm H. ſchicken; Put und Libya waren deine H.</title></bibl> <bibl><author>Nah.</author> <biblScope>3, 9;</biblScope> <title>Einem Schwachen zur H. kommen; Ich will deinem Gedächtnis zu H. kommen; Man ruft bei dieſer Gelegenheit die Prismen zu H., welche das Phänomen ſo glänzend darſtellen.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>39, 238 ꝛc.</biblScope></bibl> — So nam. auch: eine Sache, die zur Erreichung des Beabſichtigten hilft, dieſe befördert und erleichtert, z. B.: Es gehört ein ungemeiner Reichthum künſtleriſcher H–n [Hilfsmittel] dazu. <bibl><author>Börne</author> <biblScope>1, 28;</biblScope> <title>Hat dieſe taktiſchen H–n erfunden.</title></bibl> <bibl><author>Prutz</author>  <title>DM.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 2, 610 ꝛc.</biblScope></bibl> — So: H–n, die ſchulgerechten Mittel, wodurch ein Reiter ein Pferd veranlaſſt, eine geforderte Bewegung feurig und gefällig zu machen: Dem Pferd die H. geben, z. B. durch Schnalzen, durch Anziehn des Zügels ꝛc. es anfeuern; ähnlich: Dem Leithund die H. thun ꝛc. — Ferner: Rechtsſpr.: H. (veralt.), Erekution, Gerichtszwang, auch: Hilfsvollſtreckung, Hilfszwang, Zwangs-H.: Um die Vollſtreckung der H., wie ſie es nennen, mit anzuſehen. <bibl><author>Thümmel</author> <biblScope>3, 57;</biblScope> <title>Die H. erkennen; Einen in die H. verurtheilen ꝛc.</title></bibl></sense>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Ahd. <bibl><biblScope>hëlfa, hilfa,</biblScope> <title>mhd.</title></bibl> <bibl><biblScope>hëlfe, hilfe,</biblScope> <title>vom Präſ. von</title></bibl> <bibl><biblScope>helfen,</biblScope> <title>daneben die dem Präter. entſprechende Form</title></bibl> <bibl><biblScope>hulfa. hulfe,</biblScope> <title>und ſo mhd.: Mit</title></bibl> Hulf eines großen Herrn. <bibl><author>Weidner</author> <biblScope>394 ꝛc.,</biblScope> <title>worauf ſich die häufige Schreibweiſe:</title></bibl> Hülfe ſtützt, vgl. Helfen, Anm.</p>
        </note>
        <p type="compositions">
          <p type="introduction">Zſſtzg. theils mit Hw., theils mit Vorſ., ſtatt der ſeltnern Bildungen von Helfung (ſ. Zſſtzg. von helfen), z. B.: Ab-: A. des Übelſtands; Es iſt keine A. mehr zu erwarten ꝛc. —</p>
          <entry type="sub"><comp>Āūf-:</comp> Die A. eines Daniederliegenden, Geſunknen ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Aūs-:</comp> Das dient nur zur A.; Wie ſich die kahlen Verlegenheits-A–n untergeordneter Extemporanten daneben ausnehmen müſſen. Devrient 1, 254; Ohne Dienſt und Amt, — denn ſein anfängliches Hofleben und ſein letztes Staatsverhältnis waren nur gelegentliche A–n. Enſe (Augsb. Ztg. – 1844 — 2369) ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Be-:</comp> veralt. ſtatt Hilfe, z. B.: Durch Behülf der Lippen. Schottel 61 ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Bēī-:</comp> Hilfe, womit man Einem beiſteht, ihn oder Etwas fördert, unterſtützt, ſeiner annimmt, auch: Beiſteuer ꝛc.: Dieſe B–n kamen .. unerwartet. Forſter Br. 1, 235; Auch kann man es ohne große B. leiſten. G. 15, 26; Man mußte ihn ungeachtet aller augenblicklichen B. für todt anſprechen. 228; In einem Zuſtand, in welchem ſie die B. meiner Mutter .. bald bedürfen möchte. 18, 21; 255; Hatte er ſich in ~ Geſchäften mancher B. zu erfreuen. 19, 286; Der ihm alle mögliche B. leiſtete. 298; Die Weihnachtsfeiertage zu begehen ohne Hoffnung irgend einer B. 23, 330; 25, 71; 26, 209; Ich erfuhr von ihm die entſchiedenſte B. 27, 93; Obgleich die Anhänger der .. verſchiedenen Hypotheſen durch eine jede beſonders und ausſchließlich die Farben erklären und hiezu weiter keine B. annehmen wollen. 39, 190; Möſer Ph. 2, 263 ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Dēīch-:</comp> die zur Erhaltung eines Deichs zu leiſtende Hilfe oder Beiſteuer. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Eīgen-:</comp> Selbſt- H.: Wenn ... das Volk, zerreißend ſeine Kette, | zur E. ſchrecklich greift. Sch. 80a. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Gedä́chtnis-:</comp> Etwas wodurch man dem Gedächtnis zu Hilfe kommt. G. 32, 344; Jahn M. 122. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Gêgen-:</comp> ſ. Wider-H. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Géld-:</comp> Hilfe an Geld, namentl. Steuern, vgl. Hilfsgelder. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Lánd-:</comp> Unterſtützung, die das Land (namentl. = Landtag) zu Etwas bewilligt, z.B. Erbvergl. Beil. 10. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Ménſchen-:</comp> im Ggſtz. der göttlichen. Pſ. 60, 13. — Mít- [2]: Zur M., zur Thätigkeit iſt ſie gebildet. H. 13, 134; Nie nahm ſie die geringſte M. in Anſpruch. Kompert Pfl. 1, 227. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Mörder-:</comp> Indeſſen du| geheim auf meine M. hoffſt [daß ich durch Mord dir helfen ſoll]. Sch. 420b. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Nāch-:</comp> Der ſelbſt die kleinſten N–n ſeines Beſtrebens nicht Verſchmähende. G. 27, 27; Andere [Kunſtgebilden] hingegen, welche Etwas zu denken und zu wünſchen übrig laſſen, mag man wohl mit guten Worten eine ſchickliche N. gönnen. 31, 177; 20, 153; Sch. 735b ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Nêben-:</comp> was nur das hauptſächlich Fördernde unterſtützt ꝛc.: Der Dampfer hat zwar auch Maſten und Segel, aber nur klein, niedrig als N–n. Gruber Geogr. 3, 6. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Nōth-:</comp> Hilfe in oder aus der Noth; auch = Nothbehelf, eine Hilfe, zu der man in Ermanglung einer beſſern greift, z. B. Thümmel 4, 210. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Rēīchs-:</comp> vom Reich bewilligte Hilfe an Geld, Truppen ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Sélbſt-:</comp> allgm., Hilfe, die man ſich ſelbſt verſchafft: Darum allein könnt ihr euch in eurer Lage nicht beſſer ſelber helfen, weil die Kräfte, die euch Gott an Leib und Seel zu eurer S. und damit zur Beförderung eures zeitlichen und ewigen Wohls gegeben, in euch ſchlafen geblieben. Peſtalozzi 4, 47, — meiſt: eigenmächtige Hilfe, wodurch man ſich ſelbſt zu ſeinem Recht verhilft: Wenn ſich die Societät des Rechtes begiebt, die Todesſtrafe zu verfügen, ſo tritt die S. unmittelbar wieder hervor, die Blutrache klopft an die Thüre. G. 3, 230; Die wildeſte S. war dort an der Tages- v4</entry>
        </p>
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