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        <title>Artikel „Herr“</title>
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            <surname>Sanders</surname>
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            <surname>Göttel</surname>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „Herr“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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          <orth expand="Herr" orig="Hérr">Hérr</orth>
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          <gramGrp><pos norm="noun">m.,</pos><gen norm="masculine"/> –n; (–en); –en; –chen, lein; –en-</gramGrp>
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          <orth expand="Herrin" orig="~in">(~in</orth>
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          <gramGrp><pos norm="noun">f.;</pos><gen norm="feminine"/> –nen):</gramGrp>
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        <sense>Einer, der über Etwas zu verfügen, zu gebieten hat und danach mehr oder minder bedeutungsvoller Titel: 1) allgm.: Eigenthümer einer Sache; Gebieter darüber oder über eine Perſ., — Ggſtz.: Knecht, Sklave, Diener: Niemand kann zweien H–en dienen; Aus der Welt die Freiheit verſchwunden iſt, <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>man ſieht nur H–en [„ Herrn“ Wallſt.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 69]</biblScope> <title>und Knechte.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>330a;</biblScope> <title>Bei Allem, was in Deutſchland H. und Hund iſt.</title></bibl> <bibl><author>Zimmermann</author>  <title>Nat.</title></bibl> <bibl><biblScope>7 ꝛc.</biblScope> <title>(ſ. u.); H. ſein, die Herrſchaft haben; Etwas beherrſchen; die Macht haben, darüber zu gebieten oder zu verfügen ꝛc., ähnlich: H. werden, die Herrſchaft über Etwas erlangen ꝛc. Das Untergebne und Beherrſchte, von dem Willen des H–n Abhängige (ſachl. und perſönl.) ſteht im Genit., dem die beſitzanzeigenden Fw. entſprechen, oder mit einer Nüance abhängig von Präpoſ.</title></bibl> — H. ſteht ſo auch von weibl. Perſ., — obgleich, wo nicht bloß die ausgeübte Herrſchaft allgm. bez., ſondern zugleich das Geſchlecht hervorgehoben werden ſoll, Herrin ſteht, — und ſelbſt von Sachen, auch kann es ſich auf eine Mz. beziehn, wenn dieſe eine als Geſammtheit herrſchende Macht bez. oder noch häufiger nach der Eigenthümlichkeit im Deutſchen, die Ez. diſtributiv auf eine Menge zu beziehn (wonach es z. B. auch heißt: Alle richteten den Kopf — nicht die Köpfe — in die Höhe ꝛc.): Der H. des Hauſes, Gutes, Feldes, Gartens, Weinbergs ꝛc., Der, dem es gehört; Der H. im Hauſe, der dort zu gebieten hat, die Herrſchaft ausübt; Hier iſt die Frau H. im Hauſe; Die Mägde ſollen meiner Frau als ihrer H–in gehorchen, ebenſo wie die Knechte mir als ihrem H–n; Ich [männl. oder weibl.] bin nicht mein eigner H. [hänge nicht von mir ſelbſt], bin nicht H. meiner Zeit, meines Vermögens [kann nicht frei darüber verfügen]; Beide, er wie ſie, konnten nicht H. über ihre Empfindlichkeit werden [ſie beherrſchen]; Wir konnten des Feuers nicht H. werden [es überwältigen]; Die Engländer ſind [das engliſche Volk iſt] H. zur See ꝛc.; Er [der Mann] ſoll dein [der Frau] H. ſein. <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>3, 16;</biblScope> <title>Einem Weibe geſtatte ich nicht, daß ſie des Mannes H. ſei.</title></bibl> <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Tim.</author> <biblScope>2, 12;</biblScope> <title>Ein Ochſe kennet ſeinen H–n.</title></bibl> <bibl><author>Jeſ.</author> <biblScope>1, 2;</biblScope> <title>Sei ein H. über deine Brüder.</title></bibl> <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>27, 29;</biblScope> <title>Nicht daß wir H–en ſeien über euren Glauben.</title></bibl> <bibl><biblScope>2.</biblScope></bibl> <bibl><author>Kor.</author> <biblScope>1, 24;</biblScope> <title>Der ſeines Muths H. iſt.</title></bibl> <bibl><author>Spr.</author> <biblScope>16, 32;</biblScope> <title>Ungezähmt, ſowie ich war, | hab’ ich einen H–n gefunden | und gezähmt nach manchem Jahr | eine H–in auch gefunden.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>4, 47;</biblScope> <title>Für den Edlen iſt kein ſchöner Glück, | als einem Fürſten, den er ehrt, zu dienen. | Und ſo iſt er mein H. und ich empfinde | den ganzen Umfang dieſes großen Worts.</title></bibl> <bibl><biblScope>13, 129;</biblScope> <title>Als wenn ſie H. und Meiſter der ganzen Truppe wären.</title></bibl> <bibl><biblScope>16, 111;</biblScope> <title>Gut daß wir die H–n zu Hauſe ſind.</title></bibl> <bibl><biblScope>8, 62;</biblScope> <title>Die thätige [Frau] iſt H. im Hauſe, die ſchöne .. H. in großen Cirkeln, die tiefer gebildete beherrſcht die kleinen Kreiſe.</title></bibl> <bibl><biblScope>19, 377;</biblScope> <title>Du wirſt der Sklave eines Edelmanns werden, da du H. von Fürſten ſein könnteſt.</title></bibl> <bibl><biblScope>9, 54;</biblScope> <title>War ich [weibl.] doch nicht, wie ſonſt, H. von meiner Zeit und meinen Kräften.</title></bibl> <bibl><biblScope>17, 129;</biblScope> <title>Ich war nicht H. mehr von mir ſelbſt.</title></bibl> <bibl><biblScope>14, 84; 221;</biblScope> <title>Daß ich H. über meine Lippen bin [ſchweigen kann].</title></bibl> <bibl><biblScope>10, 20;</biblScope> <title>Wir ſind nicht mehr H. über Das, was daraus entſprungen iſt, aber wir ſind H. [es ſteht in unſrer Macht, hängt von uns ab], es unſchädlich zu machen.</title></bibl> <bibl><biblScope>15, 263;</biblScope> <title>Unſer Schickſal iſt ſeiner Beſtimmung näher und wenn wir nicht ſelbſt H–en darüber ſind, wenn es von dem Verſtande, von der Empfindung Anderer abhängt ꝛc.</title></bibl> <bibl><biblScope>19, 129;</biblScope> <title>Er mag ſich noch ſo ſehr zum H–n der Materie machen, in welcher er arbeitet.</title></bibl> <bibl><biblScope>31, 29;</biblScope> <title>Böſen Geiſt, der in Ihnen wohnt und über den Sie [mein Fräulein] nicht ganz H. werden können.</title></bibl> <bibl><biblScope>19, 228; 39, 110;</biblScope> <title>Die Atmoſphäre ward über die Wolken H.</title></bibl> <bibl><biblScope>23, 19;</biblScope> <title>Mächtige Bäume .. erſtrecken ihre Äſte .. in die gewölbten Säle, aus denen wir ſie nicht vertreiben wollen, ſie ſind eben H. geworden und mögen’s bleiben.</title></bibl> <bibl><biblScope>19, 389;</biblScope> <title>Ihre Seele ſtumpft ſich und die Langeweile wird H.</title></bibl> <bibl><biblScope>29, 246 ꝛc.</biblScope></bibl> — Ugw. aber iſt: H. werden mit Accuſ., wie bewältigen ꝛc.: Hätt’ ich ſie jetzt nur hier, die mich ſonſt ſchikanieren, <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>ich würd’ ſie alle H.</title></bibl> <bibl><biblScope>7, 87.</biblScope></bibl> — Danach im Beſondern: 2) von Gott, zumal oft bibl., wo ſich dann auch — nam. früher — die Schreibw. HERR oder HErr findet, z. B.: Ich will nicht H. ſein über euch ..., ſondern der HERR ſoll Herr ſein über euch. <bibl><author>Richt.</author> <biblScope>8, 23 ꝛc.</biblScope> <title>(vgl.</title></bibl> <bibl><author>Luther</author>  <title>SW.</title></bibl> <bibl><biblScope>63, 23!!).</biblScope> <title>So auch: H. der Welt, der Herrlichkeit, des Himmels und der Erde ꝛc., auch verdoppelt: Der H. H., wie Gott der H., ferner: Der H. Gott (ſ. d. nam. in Bezug auf die Deklination unter den Zſſtzg. von Gott).</title></bibl> — Als Ausruf meiſt: Herre!, vgl. das wohl aus Scheu vor dem Mißbrauch des Namens (ſ. <bibl><biblScope>2.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>20, 7)</biblScope> <title>hervorgegangne: Potz Herrich!</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>1, 143; 2, 25,</biblScope></bibl> — ähnlich: H. Je!; H. Jerem; H. Jemine! [ſtatt Jeſus] ꝛc. — 3) Bez. aller Derer, die in irgend einem Verhältnis in größerm oder geringrem Maße eine Herrſchaft auszuüben berechtigt ſind. So heißt z. B. Dienſtboten Der, bei dem ſie im Dienſt ſtehen: Der H. und auch ein Fremder fragt ſie: Iſt der H. zu Hauſe? (ſ. 5); Der junge H., der Sohn des Hausherrn ꝛc. Andrerſeits: Man muß um keinen neuen H–n bitten. Sprchw. in Bezug auf die Obrigkeit ꝛc., verſch. nach den zu bezeichnenden Verhältniſſen, z. B.: H. Kaiſer, groß hab’ ich ſo eben Nichts nöthig. <bibl><author>B.</author> <biblScope>67b,</biblScope> <title>Anrede ohne Rückſicht auf den (heutigen) Kurialſtil; Gnädigſter König und H., vernehmet meine Beſchwerden!</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>5, 124;</biblScope> <title>Auf der Hochzeit meines gnädigen H–n des Pfalzgrafen.</title></bibl> <bibl><biblScope>9, 21;</biblScope> <title>Jch ging zum Landgrafen von Hanau, der mir gar ein lieber H. war. ebd.; Die alten [Raths-] H–en konnten regieren.</title></bibl> <bibl><author>Gotthelf</author>  <title>Sch.</title></bibl> <bibl><biblScope>270;</biblScope> <title>Euer Bruder, der gnädige [ſ. d.</title></bibl> <bibl><biblScope>2]</biblScope> <title>H.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>131b,</biblScope> <title>der Guts-H.; Geſtrenger H.!</title></bibl> <bibl><biblScope>536a,</biblScope> <title>Anrede des Söldners,</title></bibl> — H. Landvogt! <bibl><biblScope>537a,</biblScope> <title>Anrede freier Männer an den Vogt ꝛc.</title></bibl> — 4) Nam. galt H. früher, wie jetzt Frei-H., für einen reichsunmittelbaren, reichsfreien Adligen, ſ. <bibl><author>Schm.</author>  <title>und z. B.: Einer von Adel, dem der H–en Stand angetragen wurd, ſagte, er wollte lieber unter den Edelleuten die Thür auf- als unter den Frei-H–n zuthun.</title></bibl> <bibl><author>Zinkgräf</author> <biblScope>1, 235,</biblScope> <title>allmählich in immer weitern Kreiſen geltend (ſ. 5), weßhalb es z. B. ſprchw. gw. nicht mehr heißt: Es iſt mit H–n nicht gut Kirſchen eſſen.</title></bibl> <bibl><author>Luther</author> <biblScope>5, 271b ꝛc.,</biblScope> <title>ſondern: Mit großen oder: mit vornehmen H–en ꝛc., doch vgl. z. B.: König Karl’s Meerfahrt.</title></bibl> <bibl><author>Uhland</author> <biblScope>399,</biblScope> <title>wo unter den Genoſſen neben Erzbiſchof Turpin, Graf Richard ꝛc. z. B. H. Holger, H. Oliver, H. Naimis ꝛc. genannt find; ferner: Die deutſchen H–en [Ordensritter], vgl. Kreuz-H.; Reſpekt vor einem ſolchen Nachbar [wie der Müller] und vor einem ſolchen H–n Nachbar [wie der König].</title></bibl> <bibl><author>Hebel</author> <biblScope>3, 437.</biblScope> <title>S. auch: Herren- Bank, -Haus, -Stand, -Gunſt ꝛc.</title></bibl> — Veralt. in der Verkl. <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Jung-H. (ſ. d.), Junker, ſo: H–lein.</title></bibl> <bibl><author>Garzoni</author> <biblScope>844a;</biblScope></bibl> <bibl><author>Hammer</author>  <title>RH.</title></bibl> <bibl><biblScope>IV ꝛc.;</biblScope> <title>H–gen.</title></bibl> <bibl><author>Weidner</author> <biblScope>19 ꝛc.</biblScope></bibl> — 5) heute, Bez. jedes nicht zu den niedrigſten Ständen gehörigen Mannes, z.B. verlangt der Bediente des Major von Tellheim, daß der Wirth ihn nicht „Juſt“, ſondern „H. Juſt“ nenne. <bibl><author>L.</author> <biblScope>1, 512 ꝛc.</biblScope> <title>Im Nomin. (ſ. Anm. und vgl. Frau) vor Namen meiſt ohne,</title></bibl> — vor Titeln meiſt mit dem Artikel, vor Verwandtſchaftsbez. meiſt mit beſitzanzeigenden Fw. — das Zeitw. ꝛc. dabei zuw. in beſondrer Höflichkeit in der Mz.: H. Schmidt, — der Herr Geheimrath, — Jhr H. Vater waren geſtern dort; Der fremde H. Edelmann wird es nicht ungütig nehmen. <bibl><author>Tieck</author>  <title>N.</title></bibl> <bibl><biblScope>6, 136 ꝛc.</biblScope> <title>Zu beachten iſt dabei H. vor Titeln, in denen noch einmal H. vorkommt, doch nicht bei Frei-H. (ſ. 4), z. B.: Der H. Kammer-H. ꝛc. Daran ſchließt ſich ſcherzh. in der äſop. Fabel: H. Fuchs ging auf die Freierei.</title></bibl> <bibl><author>Pfeffel</author>  <title>Po.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 182;</biblScope> <title>Ei, riefen die andern Springer [Schachfiguren], woher, H. Schritt vor Schritt? [der Bauer, nach ſeinem gewöhnlichen Zuge beim Schachſpiel].</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>1, 141 ꝛc.</biblScope> <title>und volksthüml.: H. Mond.</title></bibl> <bibl><author>Schm.,</author>  <title>vgl. Frau</title></bibl> <bibl><biblScope>5e,</biblScope> <title>ferner ſcheltend: Schert euch zu allen Teufeln, H. Naſeweis.</title></bibl> <bibl><author>Klinger</author>  <title>F.</title></bibl> <bibl><biblScope>201;</biblScope> <title>H. Schäker!</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>15, 90;</biblScope> <title>H. Laffe!</title></bibl> <bibl><biblScope>104 ꝛc.,</biblScope> <title>ſ. Frau</title></bibl> <bibl><biblScope>5b;</biblScope> <title>König</title></bibl> <bibl><biblScope>1a;</biblScope> <title>Meiſter ꝛc.</title></bibl> — Ohne Beifügung eines Namens, Titels ꝛc. als Anrede: Ihr Diener, mein H.; Bitte, meine H–en, laſſen Sie mich hier durch ꝛc., auch ohne Fw., doch meiſt drohend: H., wie können Sie ſich unterſtehen ꝛc., ferner außer der Anrede, vgl. Dame: Es waren mehr H–en als Damen dort; Jeder H. führte ſeine Dame zu Tiſch; Kleidermacher für H–en; Es iſt draußen ein H., der Sie zu ſprechen wünſcht; Uns alte H–en zu belehren. <bibl><author>G.</author> <biblScope>3, 129,</biblScope> <title>auch iron.: Ein</title></bibl> <bibl><biblScope>*</biblScope> <title>ſaubrer H. [vgl. Patron, Prinz]; Nun kenn ich dieſen H–n.</title></bibl> <bibl><author>Lichtwer</author> <biblScope>104 ꝛc.</biblScope></bibl> — Verkl. meiſt mit verächtlich ſpöttiſchem Nebenſinn, vgl. Klein-H.: Ah, nun hab’ ich dich, H–chen! <bibl><author>G.</author> <biblScope>9, 271;</biblScope> <title>So ſieht freilich jedes H–chen, daß entſetzlich gegen die Geſchichte geſchlägelt iſt.</title></bibl> <bibl><biblScope>31, 19;</biblScope> <title>Die H–chen fochten mit vieler Zierlichkeit.</title></bibl> <bibl><author>Heinſe</author>  <title>A.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 227;</biblScope> <title>Der erſt als frommes H–chen alle Betſtunden beſuchte.</title></bibl> <bibl><author>König</author></bibl> <bibl><author>(Monatbl.</author> <biblScope>1, 243b);</biblScope> <title>Dergleichen H–chen girren von Liebe Jeder vor.</title></bibl> <bibl><author>Müllner</author> <biblScope>5, 282;</biblScope> <title>Ein ſüßes artiges H–chen.</title></bibl> <bibl><author>Rabner</author> <biblScope>3, 26 ꝛc.</biblScope></bibl> — Verderbt alſo das gute H–lein den Anſchlag mit ſeinen eigenen Waffen. <bibl><author>Berlichingen</author> <biblScope>91;</biblScope> <title>Ei Mädchen .., du gehſt gern mit den Herrelein.</title></bibl> <bibl><author>Kretzſchmer</author>  <title>V.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 8 ꝛc.</biblScope></bibl> — 6) In vielen Gegenden: der geiſtliche Herr, ſ. <bibl><author>Schm.</author>  <title>und</title></bibl> <bibl><author>Weinhold</author>  <title>und oft bei</title></bibl> <bibl><author>Gotthelf,</author>  <title>z. B.</title></bibl> <bibl><biblScope>6, 25;</biblScope> <title>G.</title></bibl> <bibl><biblScope>43; 249; 250 ꝛc.</biblScope> <title>und verkl.: Das Herrle, Hairle, oft bei</title></bibl> <bibl><author>Auerbach,</author></bibl> <bibl><author>Scherr</author>  <title>ꝛc.</title></bibl></sense>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">S. Hehr. Die Kraft des urſpr. Ew. (Kompar.) ſchimmert noch durch in der Wendung (ſ. 1): Sie iſt, — ſie ſind H. [ohne Flexion]. — Das verlängerte „Herre“ wie mhd., ſ. <bibl><biblScope>2,</biblScope> <title>ferner im Nomin.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>352b; 533a</biblScope> <title>und im Vokativ</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>7, 99; 9, 22; 164 ꝛc.</biblScope></bibl> — Von der Gottſched’ſchen Regel, wonach die Kaſus der Ez. einſilbig, die der Mz. zweiſilbig ſind, finden ſich — obgleich ſie meiſt befolgt wird — nicht ſelten Ausnahmen, z. B. Ez.: Des H–en. <bibl><author>G.</author> <biblScope>4, 19; 40;</biblScope> <title>dem H–en.</title></bibl> <bibl><biblScope>6, 76; 11, 130;</biblScope> <title>den H–en.</title></bibl> <bibl><biblScope>8, 51 ꝛc.,</biblScope></bibl> — Mz.: H–n. <bibl><biblScope>9, 23</biblScope> <title>u. ä. m.,</title></bibl> — zuw. auch der Genit. H–ens. <bibl><author>Schaidenreißer</author> <biblScope>5b;</biblScope></bibl> <bibl><author>Zinkgräf</author> <biblScope>1, 243; 2, 76</biblScope> <title>und z. B.: Kein Vorrath unterm niedern Dach | heiſcht H–ens Sorgſamkeit.</title></bibl> <bibl><author>Herrig</author> <biblScope>17, 325 ꝛc.,</biblScope> <title>ſeltner:die Mz.: Denen Herrens nachgelaufen.</title></bibl> <bibl><author>G.</author>  <title>Stein</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 259.</biblScope></bibl> — Vor Namen bleibt H. im Dat. und Accuſ. zuw. unverändert, wenn dieſe flektiert werden: „H. Juſt!“ Mache Er H. Juſten den Kopf nicht warm. <bibl><author>L.</author> <biblScope>1, 512;</biblScope> <title>Ich weiß mir die Welt und H. Simonen nicht verbindlicher zu machen.</title></bibl> <bibl><author>Gellert</author> <biblScope>3, ...</biblScope> <title>Gewöhnlich aber fügt man jetzt die Flexion an H. (vgl.</title></bibl> <bibl><author>Sanders</author>  <title>Orth. 120) z. B. bei Briefaufſchriften: H–n N. N. ꝛc. Beim Genit. wird, wenn er nachſteht, gw. der Artikel beigefügt (oder der Genit. durch „von“ erſetzt), beim voranſtehnden Genit. bleibt er häufiger fort: Die Wohnung des (oder: von) H–n Meyer, vgl.: Einwilligung des H–n Onkels.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>659b ꝛc.;</biblScope> <title>H–n Meyer’s Wohnung, ſeltner: H. Meyer’s Wohnung, wie bei andern Titeln ohne Artikel (ohne Flexionszeichen); Graf Schwerin’s Gut; König Karl’s Meerfahrt und auch nachgeſtellt: Kämpfer einſt Kaiſer Karl’s in der Schlacht ꝛc.</title></bibl> — Steht H. neben Titeln und Verwandtſchaftsbez. (ſ. auch Ehre, Anm.), ſo können dieſe im nachfolgenden Genit. mit oder ohne Flexion ſtehn, im voranſtehnden iſt die Flexion Regel, dagegen bleibt im Dat. das „e“ in der Regel fort: Die Sünden des H–n Großpapa [oder Papa’s]. <bibl><author>Keller</author>  <title>gH.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 158;</biblScope> <title>Viſitierte des H–n Bruders Taſchen.</title></bibl> <bibl><author>Hebel</author> <biblScope>3, 266;</biblScope> <title>Die Taſchen des H–n Bruder[s]; Das Haus des H–n Geheimrath[s]; Dem H–n Rath,</title></bibl> — nicht: Rathe, aber: Dem H–n Oberſt oder Oberſten. — Ugw. der Accuſ.: Gegen ſeinen Lehnsherr. <bibl><author>Fichte</author> <biblScope>6, 211.</biblScope> <title>Mundartl. Herrlein, Herrle</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Großvater,</title></bibl> — ferner von einem neugebornen Kind: Es iſt ein H. [Knabe, zur Bez. des männlichen Geſchlechts], vgl. Er.</p>
        </note>
        <p type="compositions">
          <p type="introduction">Zſſtzg. vgl. die von Frau, die den Begriff des Herrſchens nicht hervorheben, auch ſonſt ſich in einzelnen Fällen weſentlich unterſch., ſ. Kammerfrau und Kammerherrin und von Herrſchaft ꝛc., — theilweis nur örtlich geltend, nam. als Bez. gewiſſer obrigkeitlicher Perſ. und Rathsmitglieder ꝛc., z. B.: Āhn-: ſ. Ahne, zunächſt der Großvater: [Wenn] ich mein Mutter ihrem Vater, meinem lieben A–en Ikaro wieder heimſchickte. Schaidenreißer 6a; Meines A–ens Trauer. 67b ꝛc., ſo noch: Dem A–n fromm die welke Hand geküſſt. G. 11, 115, — meiſt: ein Vorfahr, inſofern das Geſchlecht von ihm herſtammt: Es iſt nicht die Schuld des A–n, wenn ſeine Nachkommenſchaft ausgeartet iſt. Börne 1, 218; Wäre ſie in meiner A–n [„,Vorfahren“. 34, 139] rohe Hand gefallen. G. 13, 73; Der Öhm und A. dieſes Kaiſerhauſes. Sch. 365a ꝛc., auch übertr.: [Der Naturforſcher] jener Forderung ſeines wiſſenſchaftlichen A–n [Linné] dabei eingedenk. Burmeiſter gB. 2, 99 ꝛc. — A–in, Ahnfrau. Bei W. 23, 163 An- herr. — Dazu: Herodes, der Vierfürſt, ſei mein Groß-A. geweſen. Sch. 107a; Ur-A. war der Schönſten hold. G. 3, 147 ꝛc., von Ahnherrn aus ältrer Zeit. —</p>
          <entry type="sub"><comp>Allēīn-:</comp> Ggſtz. Mit-H. (ſ. d. und Alleinherrſcher). —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Alt-:</comp> (veralt.) Raths-H. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Amts-:</comp> der Herr eines Amts 94* d. h. Gerichtsbezirks ꝛc. Spate, vgl. A–lich. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Bánn-:</comp> (veralt.) Gerichts-H., vgl. Blutbann. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Bánner-:</comp> Bannerträger (ſ. Gonfaloniere), nam. ſchwzr.: der die Hauptfahne beim Kriegsheer trägt, zumal früher eine der anſehnlichſten Stellen in den ſchwzr. Freiſtaaten. Stalder; Kohl A. 1, 77; Werner Freiherr von Attingshauſen, B. Sch. 516a; Dem Hauptmann und Panerherren. Stumpf 487a ꝛc. Nam. früher auch = Baron, ſ. Adelung und z. B. Platen 3, 144. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Bāū-:</comp> <sense n="1)">1) der einen Bau aufführt: Der B. dieſer Welt [Gott]. <bibl><author>Opitz</author> <biblScope>1, 94.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="2)">2) der einen Bau für ſich aufführen läſſt: Wie ſich der B. nach dem Architekten und dieſer nach Maurer und Zimmermann umſieht. <bibl><author>G.</author> <biblScope>19, 101; 15, 74;</biblScope> <title>B–in.</title></bibl> — 3) der mit der Aufſicht über die öffentlichen Bauten betraute Rathsherr: B. war ich ſechsmal im Rath. <bibl><author>G.</author> <biblScope>5, 26 ꝛc.</biblScope></bibl> — <comp>Bérg-:</comp> der Herr der Gegend, wo Bergbau getrieben wird. — <comp>Beſtánd-:</comp> Pacht-H., vgl. Beſtänder: Auf einem Bauernhofe, den er als B., noch geſtern eingeſehn. <bibl><author>Mörike</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>569.</biblScope></bibl> — <comp>Bēūtel-:</comp> veralt. Seckelmeiſter, Kämmerer. — <comp>Bránd-:</comp> obrigkeitliche Perſ., die die Aufſicht bei Löſchung eines Brands hat, Brandmeiſter. — <comp>Brāū-:</comp> der die Braugerechtigkeit hat und aus- übt. — <comp>Brōt-:</comp> bei dem man in Lohn und Brot ſteht, Dienſt-H. — <comp>Brǘcken-:</comp> Herr einer Brücke, nam. inſofern er Zoll davon erhebt. — <comp>Búrg-:</comp> Herr der Burg. <bibl><author>G.</author> <biblScope>22, 103.</biblScope></bibl> — <comp>Chōr-:</comp> Kanonikus, Weltgeiſtlicher, der eine Pfründe an einer Stiftskirche beſitzt und — bei den Katholiken — den Gottesdienſt im Chor abzuwarten hat: ähnlich: Stifts-, Kapitel- und Dom- H., als deſſen Vikar jedoch oft nur der Ch. ꝛc. erſcheint. — <comp>Dēīch-:</comp> Deichpflichtiger. — <comp>Dīēnſt-:</comp> dem man zu Dienſten verpflichtet iſt: Weil es [der Herzog von Meiningen] nun mein D. iſt, dem ich einige Attention ſchuldig bin. <bibl><author>Sch.</author>  <title>G.</title></bibl> <bibl><biblScope>6, 172,</biblScope> <title>vgl. auch Brot- und Frohn-H.</title></bibl> — <comp>Dōm-:</comp> ſ. Chor-H., übertr. auch ein Vogel (ſ. Dompfaffe) und eine Kegelſchnecke, <bibl><biblScope>Conus canonicus.</biblScope></bibl> — <comp>Drēī(er)-:</comp> Mitglied eines Kollegs von Dreien, Triumvir. — <comp>Dróſchken-:</comp> ſ. Fuhr-H. — <comp>Eh-:</comp> Ehemann. <bibl><author>G.</author> <biblScope>11, 131;</biblScope></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Sh.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 410;</biblScope> <title>Mein künftiger Eheherr.</title></bibl> <bibl><author>Möſer</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 88.</biblScope></bibl> — <comp>Eīgenthums-:</comp> der Herr, der Etwas als Eigenthum hat, nam. als der Oberherr des Beſitzers, des damit Belehnten ꝛc.; Ober- E.; Gott, der E. und Vater ihrer Nation iſt. <bibl><author>H.</author>  <title>Rel.</title></bibl> <bibl><biblScope>7, 166,</biblScope> <title>verſch. Eigenthümer.</title></bibl> — <comp>Erb-:</comp> Lehensherr, Fürſt: Seines E–n und Landesfürſten. <bibl><author>Zinkgräf</author> <biblScope>1, 227 ꝛc.,</biblScope> <title>bibl. auch von Gott: E. über alle Heiden.</title></bibl> <bibl><author>Pſ.</author> <biblScope>82, 8;</biblScope> <title>E. aller Welt.</title></bibl> <bibl><author>Mendelsſohn</author>  <title>ebd.</title></bibl> — <comp>Fabrīk-:</comp> Beſitzer und Chef einer Fabrik. — <comp>Fǟhr-:</comp> Herr einer Fähre. — <comp>Fêder-:</comp> Herr, der die Feder führt, Schreiber (iron.). <bibl><author>Gleim</author> <biblScope>4, 244.</biblScope></bibl> — <comp>Féld-:</comp> ein oberer oder der oberſte Befehlshaber in einem Feldzuge, verſch. General, was eine bloße Würde bez., z.B. bei ſtehenden Heeren auch in Friedenszeiten, weßhalb denn auch das von <bibl><author>Adelung</author>  <title>aufgeführte F–in (ſ. d.) als Titel für die Gemahlin eines Generals (Generalin) nicht üblich iſt; Der feindliche F.; Der Oberbefehl ſollte unter den zehn F–en wechſeln, doch wurde er dem Miltiades abgetreten: Pentheſilea, die F–in der Amazonen ꝛc.,</title></bibl> — oft prägnant: der tüchtige, bewährte Heerführer: Ein bloßer General muß ſeine Inſtruktion allerdings <bibl><biblScope>au pied de la lettre</biblScope> <title>[buchſtäblich] nehmen, ein F. hat nur den Geiſt des erhaltenen Befehls zu beachten.</title></bibl> <bibl><author>Pz</author> <biblScope>3, 192;</biblScope> <title>Der Kaiſer hat Soldaten, keine F–n; | denn dieſer König Ferdinand von Ungarn | verſteht den Krieg nicht ꝛc.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>391b ꝛc.</biblScope></bibl> — Zſſtzg. z. B.: Miltiades und ſeine Mit- oder Neben-F–en; Die Unter-F–en; Der Ober-, Groß-, Erz-F., z. B.: Die zwei Erz-F–n, Atreus Söhne. <bibl><author>B.</author> <biblScope>142a; 165a ꝛc.;</biblScope> <title>Dies Schwert, der höchſten Kriegsgewalt, das uns | der Kron-F. im Zorn zurückgeſendet.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>459b,</biblScope> <title>der Konnetable von Frankreich, wie denn früher im Königreich auch der Titel Kron-Großfeldherr üblich war.</title></bibl> — <comp>Fēūer-:</comp> Brand-H.; früher auch ein Erbbeamter, der die Aufſicht über Feuer und Licht im kaiſerlichen Hoflager hatte. — <comp>Fínken-:</comp> niederd., Polizeibeamter, der liederliches Gefindel aufgreifen läſſt, ſ. Finke <bibl><biblScope>2.</biblScope></bibl> — <comp>Fíſch-:</comp> Raths-H., der die Aufſicht über die Fiſcherei hat. — <comp>Fólg-:</comp> ſ. Ja-H. — <comp>Fórſt-:</comp> Grund- und Eigenthums-H. eines Forſtes, vgl. Wald- H. — <comp>Frāīſch-:</comp> ſ. Fraiſch4. — Frēī- <bibl><biblScope>[4]:</biblScope> <title>Reichs- F.,</title></bibl> — früher auch aufgelöſt: Wir Karol der V. <bibl><biblScope>..</biblScope> <title>entbieten allen und jeglichen .. Grafen, Freienherren, Rittern ꝛc.</title></bibl> <bibl><author>Luther</author> <biblScope>1, 456a;</biblScope> <title>F–in, Freifrau, Freiin. Scherzh.: ein freier unabhängiger Mann oder Herr.</title></bibl> <bibl><author>Monatblätter</author> <biblScope>1, 538b,</biblScope> <title>vgl. Selbſt-H.</title></bibl> — <comp>Frōhn-:</comp> dem man zu Frohndienſten verpflichtet iſt. <bibl><author>V.</author>  <title>H.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 191. ―</biblScope></bibl> Frúcht-: Raths-H., der die Beſorgung der Frucht d. h. des Getreides für die Fruchtböden oder Magazine auf Händen hat. — <comp>Fūhr-:</comp> Fuhrmann im Ggſtz. der Knechte, nam. wenn er das Fuhrwerk geſchäftsmäßig in großem Umfang betreibt. <bibl><author>Lewald</author>  <title>Reiſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 13.</biblScope></bibl> — <comp>Fünf-:</comp> vgl. Drei-H. — <comp>Gāben-:</comp> früher in Halle der die Aufſicht über die Gabe d. i. die aus dem Salzbrunnen in die Kothe zu liefernde Soole hatte, Unterbornmeiſter. — <comp>Gáffel-:</comp> ſ. Gaffel <bibl><biblScope>4</biblScope> <title>u. Handwerks-H.</title></bibl> — <comp>Gáſt-:</comp> Gaſtgeber, nam. der ein Gaſtmahl Ausrichtende. <bibl><author>V.</author>  <title>H.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 203.</biblScope></bibl> — <comp>Gátter-:</comp> dem man zu Gatterzins verpflichtet iſt. — <comp>Gelēīts-:</comp> (veralt.) der die Geleitsgerechtigkeit hat. — <comp>Gemēīnds-:</comp> obrigkeitliche Perſonen, die die Angelegenheiten der Bürger beſorgen und die Schlüſſe des Raths den Bürgern anzeigen. — Ge- nīēß-: (veralt.) Vaſall. <bibl><author>Spate.</author></bibl> — <comp>Geríchts-:</comp> dem die Gerichtsbarkeit eines Orts als Herrn zuſteht. So z. B.: Blut-, Erb-, Hals-, Hoch-, Nieder-, Ober-, Unter-G. ꝛc., vgl. Zſſtzg. von Gericht. — Geſéll- <bibl><biblScope>[6]:</biblScope> <title>Adjunkt, Helfer.</title></bibl> — <comp>Gewált-:</comp> (veralt.) Magiſtratsperſon, die peinlich Angeklagte verhaften läſſt, um ſie den Thurmherren (Aufſehern über die öffentlichen Gefängniſſe) zu überliefern; Zwing-H. — <comp>Grōß-:</comp> nam. Titel des Sultans; allgm. ſtatt Ober-H. <bibl><author>V.</author>  <title>Sh.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 264.</biblScope></bibl> — <comp>Grúnd-:</comp> der Eigenthums-H. des Grunds und Bodens. <bibl><author>G.</author> <biblScope>15, 74 ꝛc.</biblScope></bibl> — <comp>Gǘlt-:</comp> dem man zur Gülte verpflichtet iſt. — <comp>Gūts-:</comp> Eigenthums-H. eines Guts, Landguts. — (Veralt.) im halliſchen Salzw.: Einer, der Antheil an der Soole (ſ. Gut 6e) hat. — <comp>Háls-:</comp></sense><sense n="1)">1) Halsgerichts-H. — 2) Herr über Hals- eigne, ſ. Leib-H. — <comp>Hámmer-:</comp> Eigenthums-H. eines Hammerwerks. — <comp>Hándels-:</comp> Chef oder Haupt eines Handelshauſes. <bibl><author>G.</author> <biblScope>31, 188;</biblScope> <title>Kauf- und H. ꝛc.</title></bibl> — <comp>Hándwerks-:</comp> Beiſitzer aus dem Magiſtrat bei den Zunftverſammlungen, örtl.: Gaffel-, Wedde-H. ꝛc. — <comp>Hāūpt-:</comp> (mundartl.) Hauptpatron einer Kirche. — <comp>Hāūs-:</comp></sense><sense n="1)">1) Eigenthums-H. eines Hauſes. — 2) Haupt der Familie. — <comp>Hêger-:</comp> ſ. Heger <bibl><biblScope>3.</biblScope></bibl> — <comp>Hélden-:</comp> Herr über Helden, heldenhafter Herr. <bibl><author>G.</author> <biblScope>12, 189.</biblScope></bibl> — <comp>Hérrſcher-:</comp> Herr und Herrſcher. <bibl><biblScope>175.</biblScope></bibl> — <comp>Hōf(es)-:</comp> Grund- und Eigenthums-H. eines Hofhörigen (ſ. d.). <bibl><author>Möſer</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 301 ꝛc.;</biblScope> <title>Beſitzer eines adligen Hofs ꝛc.</title></bibl> — <comp>Hólz-:</comp> ein über das Holzweſen geſetzter Rathsherr. — <comp>Jā-:</comp> Einer der zu Allem Ja ſagt, Jabruder: J–n und Folgherrn von Placentia [im Wortſpiel mit <bibl><biblScope>placet,</biblScope> <title>lat.</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>es wird zugeſtanden].</title></bibl> <bibl><author>Fiſchart</author>  <title>B.</title></bibl> <bibl><biblScope>42b;</biblScope></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>29, 217 ꝛc.</biblScope></bibl> — <comp>Júng-:</comp> junger Herr, jetzt meiſt zuſammengezogen Junker (ſ. d.), doch wie <bibl><author>Luther</author> <biblScope>6, 320b ꝛc.,</biblScope> <title>z. B. noch</title></bibl> <bibl><author>Talvj</author> <biblScope>2, 47.</biblScope> <title>In ſcherzhafter Perſonifikation: Die liebe Frau Faßnacht und den J–n von Frohnfaſten.</title></bibl> <bibl><author>Fiſchart</author>  <title>B.</title></bibl> <bibl><biblScope>49b.</biblScope></bibl> — <comp>Kámmer-:</comp> ein Adeliger, der die Aufwartung bei fürſtlichen Perſonen in ihren Zimmern (Kammern) hat: Ein K. im Vorſaal. <bibl><author>Leiſewitz</author>  <title>Jul.</title></bibl> <bibl><biblScope>80;</biblScope> <title>Ober-K.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>13, 215;</biblScope></bibl> <bibl><author>Simrock</author>  <title>N.</title></bibl> <bibl><biblScope>486,</biblScope> <title>Aufſeher über die Schatzkammer, ſ. Kämmerer; K–in, die Gemahlin eines K–n.</title></bibl> — <comp>Kapítel-:</comp> Chor-H. — <comp>Kāūf-:</comp> ſ. Handels- H.: Viel K–n ſah ich wallen <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>in reicher Rüſtung Zier.</title></bibl> <bibl><author>Schenkendorf</author>  <title>ꝛc.</title></bibl> — <comp>Káſten-:</comp> oberſter Verwalter öffentlicher Einkünfte, ſ. Kaſten <bibl><biblScope>3.</biblScope></bibl> — <comp>Kīēl-:</comp> der Schiffer d. h. der vornehmſte Deckofficier. — <comp>Kírch-:</comp></sense><sense n="1)">1) <bibl><biblScope>[6].</biblScope></bibl> —</sense><sense n="2)">2) Patron einer Kirche, der die Kirchämter zu beſetzen hat: Die Baronin als Kirchenherrin ꝛc. — <comp>Klāge-:</comp> obrigkeitliche Perſ. als Richter über geringe Streitigkeiten. — <comp>Klēīn-:</comp> Stutzer. <bibl><author>Campe,</author>  <title>nach frz.</title></bibl> <bibl><biblScope>petitmaitre,</biblScope> <title>ebenſo: Schönherrchen.</title></bibl> — <comp>Klöppel-:</comp> Gewerker, der Klöppelarbeiten fertigen läſſt, Spitzen-H. ꝛc. — <comp>Kȫr-:</comp> ſ. Markt-H. — <comp>Kórn-:</comp> Frucht-H. — <comp>Kóſt-:</comp> Vorſteher eines Koſthauſes. — <comp>Krēūz-:</comp> Ordensritter mit dem Kreuz auf dem Mantel ꝛc., nam. die deutſchen, die Tempel-H–n. <bibl><author>Muſäus</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 40 ꝛc.</biblScope></bibl> — <comp>Krīēg(e)s-:</comp> Landes-H. der kriegführenden Macht, verſch. Feld-H. <bibl><author>Jahn</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>210.</biblScope></bibl> — <comp>Lánd-:</comp></sense><sense n="1)">1) Herr, der auf dem Lande lebt, Ggſtz.: Stadt-H. —</sense><sense n="2)">2) Burg-H. — <comp>Lándes-:</comp> Ober-H. eines Landes, Fürſt: Die L–in. — <comp>Lêhen(s)-:</comp> der Obereigenthumsherr, von dem ein Vaſall ſein Lehen empfängt, Erb-H., — übertr.: [Die Bibel] iſt allein der rechte Lehenherr und Meiſter über alle Schrift und Lehre auf Erden. <bibl><author>Luther</author> <biblScope>1, 402a;</biblScope> <title>Ober-L., auch’ Oberherr, im Ggſtz.: After-L.</title></bibl> — <comp>Lêhr-:</comp> Herr, bei dem man Lehrling oder in der Lehre iſt, Principal. — <comp>Lēīb-:</comp> Herr über einen Leibeignen. — <comp>Márk-:</comp> Gerichts-H. in einer Holzmark. <bibl><author>Möſer</author>  <title>Osn.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 15.</biblScope></bibl> — <comp>Márkt-:</comp> obrigkeitliche Perſonen, die die Aufſicht über die Marktangelegenheiten führen, als eigne Behörde (das Marktamt) oder als Einzelne aus dem Rath, wie z. B. in Bremen die Kör-Herren. — <comp>Mīēth(s)-:</comp></sense><sense n="1)">1) der Vermiether, z. B. <bibl><author>JP.</author> <biblScope>11, 23; 24</biblScope> <title>u. o.</title></bibl> —</sense><sense n="2)">2) ein bei Einem zur Miethe wohnender Herr: Sie [die Wirthin] ließ ſich dieſen Verdienſt an ihren beiden Miethsherren nicht nehmen. <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 158.</biblScope></bibl> — <comp>Mít-:</comp> Herr mit Andern zuſammen: Ein M. des adriatiſchen Meeres, wie jeder Venetianer ſich fühlt, wenn er ſich in ſeine Gondel legt. <bibl><author>G.</author> <biblScope>23, 76,</biblScope> <title>Ggſtz. Allein-H.</title></bibl> — <comp>Mūhlen-:</comp> Beſitzer einer Mühle. — <comp>Múnd-:</comp> (veralt.) Schutz-H. — <comp>Münz-:</comp></sense><sense n="1)">1) der das Münzrecht hat. —</sense><sense n="2)">2) Rathsherr, der die Aufſicht über das Münzweſen führt. — <comp>Múſter-:</comp></sense><sense n="1)">1) Herr, der als Muſter dienen kann. —</sense><sense n="2)">2) Beamter, der die Truppen muſtert, Soldaten aufzunehmen oder auszuſtoßen hat ꝛc., übertr. <bibl><author>Fiſchart</author>  <title>B.</title></bibl> <bibl><biblScope>33b.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="3)">3) ſcherzh.: Probenreiter, Geſchäftsreiſender, der nach Muſtern oder Proben Aufträge entgegennimmt. — <comp>Ober-:</comp> der oberſte Herr, namentl. im Staat, der Souverän, ſ. auch Lehns-H., — auch: Noch ein Thier war zu machen, <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>der Vogt, der O., der Pfleger dieſer Sachen, | der Menſch.</title></bibl> <bibl><author>Opitz</author> <biblScope>1, 35.</biblScope></bibl> — <comp>Ordens-:</comp> Ordensritter. — <comp>Pácht-:</comp> Eigenthums-H. von etwas Verpachtetem, ſ. Mieths-H. — Pfárr- <bibl><biblScope>[6]:</biblScope> <title>Pfarrer.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>5, 6;</biblScope></bibl> <bibl><author>Luther</author> <biblScope>6, 109a;</biblScope></bibl> <bibl><author>Thümmel</author> <biblScope>7, 162</biblScope> <title>u. o.</title></bibl> — <comp>Pflánz-:</comp> Vater bei <bibl><author>Zeſen,</author>  <title>verſpottet von</title></bibl> <bibl><author>Rachel</author> <biblScope>8, 387.</biblScope></bibl> — <comp>Rāīn-:</comp> Rathsherren als Aufſeher über die Raine oder Grenze, verſch.: Rhein-H., z. B. in Köln, als Aufſeher über die Rheinfahrt. — <comp>Rāīt-:</comp> Rechen-H. — <comp>Rāths-:</comp></sense><sense n="1)">1) Mitglied eines Rathskollegiums, namentl. des Stadtraths. — 2) eine Mewenart, <bibl><biblScope>Larus eburneus,</biblScope> <title>wie Bürgermeiſter</title></bibl> <bibl><biblScope>L. fuscus.</biblScope></bibl> — 3) eine Kegelſchnecke, <bibl><biblScope>Conus fuscus.</biblScope></bibl> — 4) (veralt.) Läufer im Schachſpiel, ſ. Bauer <bibl><biblScope>4d.</biblScope></bibl> — <comp>Réchen-:</comp> obrigkeitliche Perſon, die dem Rechnungsweſen vorſteht, die Rechnungen Andrer durchſieht ꝛc. — <comp>Rēīchs-:</comp> reichsunmittelbarer Herr. <bibl><author>Mülner</author> <biblScope>3, 74.</biblScope></bibl> — <comp>Sálz-:</comp> Salzjunker. — <comp>Schánz(en)-:</comp> Kriegsbaumeiſter, Aufſeher über die Befeſtigungswerke im Kriege. — Schátz-, Schätz-: Rathsherr, der den Werth gewiſſer Waaren, namentl. von Lebensmitteln, zu ſchätzen und feſtzuſtellen hat. — <comp>Schāū-:</comp> Rathsherr, dem die Schau oder prüfende Beſichtigung gewiſſer Waaren obliegt. — <comp>Schēīde-:</comp> Schiedsrichter. — <comp>Schíffs-:</comp> Rheder. — <comp>Schíld-:</comp> Einer vom Ritterſtande. — <comp>Schírm-:</comp> dem das Schirm- oder Schutzrecht zuſteht, Schirmvogt, Schutz-H., Patron. <bibl><author>Arndt</author>  <title>E.</title></bibl> <bibl><biblScope>291;</biblScope> <title>Zeus .. Sch. des gaſtlichen Rechts.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>23, 133 ꝛc.,</biblScope> <title>übertr.: Vernunft, Tochter Gottes, Sch–in der Männer.</title></bibl> <bibl><author>Immermann</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 348.</biblScope></bibl> — <comp>Schlácht-:</comp> in niederdeutſchen Seeſtädten Rathsherren als Aufſeher über die Schlacht (d. i. ein im und am Waſſer aufgeführter Damm) und die Schiffslände. — <comp>Schlóß-:</comp> Beſitzer eines Schloſſes. — <comp>Schȫn-:</comp> ſ. Klein-H., u. aufgelöſt: Ein ſchöner Herr, der Pflaſtertreter Krone. <bibl><author>Hagedorn</author> <biblScope>2, 112.</biblScope></bibl> — <comp>Schóß-:</comp> dem man Schoß zu geben verpflichtet iſt. — <comp>Schūh-:</comp> (mundartl.) Schuhmachermeiſter. <bibl><author>Gotthelf</author>  <title>U.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 198.</biblScope></bibl> — <comp>Schūl-:</comp></sense><sense n="1)">1) Rektor einer Schule. —</sense><sense n="2)">2) obrigkeitliche Perſon, die die Aufſicht über die Ortsſchulen führt, Scholarch. —</sense><sense n="3)">3) Patron einer Schule, vgl. Kirch-H. <bibl><biblScope>2.</biblScope></bibl> — <comp>Schútz-:</comp> Schirm-H., Patron, Schirmer, Beſchützer: Sch. der Kunſt. <bibl><author>Platen</author> <biblScope>2, 175 ꝛc.</biblScope></bibl> — <comp>Sēē-:</comp> Herr zur See, Admiral ꝛc.: Die beiden Tromps waren .. große S–n. <bibl><author>Niebuhr</author>  <title>Nachg.</title></bibl> <bibl><biblScope>42.</biblScope></bibl> — <comp>Sélbſt-:</comp> unabhängiger, freier Herr: Nimm Land zu Lehen, werd’ ein Fürſtenknecht, <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>da du ein S. ſein kannſt.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>525b,</biblScope> <title>vgl. Selbſtherrſcher.</title></bibl> — <comp>Spítzen-:</comp> ſ. Klöppel-H. — <comp>Stāb-:</comp> Gerichts-H. <bibl><author>Spate.</author></bibl> — <comp>Stádt-:</comp> ſ. Land-H. <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> — <comp>Stáll-:</comp> Raths- H. als Aufſeher über den Marſtall. — <comp>Stámm-:</comp> von dem ein Geſchlecht ſtammt; Der Ahn- und St. großer Fürſten. <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>469b;</biblScope> <title>Patriarch.</title></bibl> <bibl><biblScope>1011a.</biblScope></bibl> — <comp>Stándes-:</comp> Frei-H., Baron. — <comp>Stérbe-:</comp></sense><sense n="1)">1) Leib-H., dem der Sterbefall gebührt. —</sense><sense n="2)">2) Raths-H., der die Aufſicht über Erbſchaften Abweſender, namentl. in Bezug auf das Abzugsgeld führt. — <comp>Stēūer-:</comp> Schoß- H. — <comp>Stífts-:</comp></sense><sense n="1)">1) Chor-H. —</sense><sense n="2)">2) der H., der Etwas geſtiftet. — <comp>Tāg-:</comp> die auf einem Landtag ꝛc. tagenden Herren. <bibl><author>JvMüller</author> <biblScope>24, 125.</biblScope></bibl> — <comp>Témpel-:</comp> Ritter des Tempelordens, Templer. — <comp>Thúrm-:</comp> ſ. Gewalt-H. — <comp>Trēīb-:</comp></sense><sense n="1)">1) Eigenthums-H. einer Treibhütte. — 2) obrigkeitliche Perſon als Aufſeher über die Viehtriften. — <comp>Unter-:</comp> Amtmann, von dem man an die Kanzlei appellieren kann. <bibl><author>Friſch.</author></bibl> — <comp>Verlágs-:</comp> Herr, der Arbeitern für die ihm zu liefernden Waaren den Verlag giebt, z. B. ein viele Weber ſo beſchäftigender H. <bibl><author>G.</author> <biblScope>19, 245.</biblScope></bibl> — <comp>Vīēr-:</comp> ſ. Drei-H. — <comp>Vōgt-:</comp></sense><sense n="1)">1) Schirm-H., Schirmvogt. — 2) H. einer Vogtei, der die mittlere und niedere Gerichtsbarkeit hatte. — <comp>Wāīſen-:</comp> Raths-H. als Aufſeher über das Waiſenhaus. — <comp>Wáld-:</comp></sense><sense n="1)">1) Eigenthums-H. eines Walds. — 2) Raths-H. als Aufſeher über die Forſt und Mitglied des Forſtgerichts. — 3) der Neuntödter, <bibl><biblScope>Lanius excubitor.</biblScope></bibl> — <comp>Wédde-:</comp> Handwerks- H. — <comp>Wēīn-:</comp> Raths-H. als Aufſeher über den Rathskeller. — <comp>Wélt-:</comp> der die Welt beherrſcht. <bibl><author>V.</author> <biblScope>3, 9,</biblScope> <title>ſ. Weltherrſcher.</title></bibl> — <comp>Wétter-:</comp> Heiliger, von dem man Schutz bei Gewittern erwartet: Sankt Johannes und Paulus, die W–en. — <comp>Zāhl-:</comp> Kämmerer, Raths-H. als Verwalter der Kämmereikaſſe. — <comp>Zént-:</comp> H. des Zehntgerichts (ſ. d.). — <comp>Zēūg-:</comp> Raths-H. als Aufſeher übers Zeughaus. <bibl><author>G.</author> <biblScope>20, 16.</biblScope></bibl> — <comp>Zímmer-:</comp> der in den Zimmern und Salons ſich bewegt: Beliebt als dauerhafter Tänzer und ſolider Z. <bibl><author>Monatblätter</author> <biblScope>2, 441a.</biblScope></bibl> — <comp>Zins-:</comp> dem man als Zinsmann zu Grundzins verpflichtet iſt. — <comp>Zwíng-:</comp> Deſpot, Tyrann. G. <bibl><biblScope>22, 359;</biblScope></bibl> <bibl><author>V.</author> <biblScope>3, 43</biblScope> <title>u. v.</title></bibl> — u. ä. m.</sense></entry>
        </p>
      </entry>
    </body>
  </text>
</TEI>
