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        <title>Artikel „heizen“</title>
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            <surname>Sanders</surname>
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            <surname>Göttel</surname>
            <forename>Sebastian</forename>
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        </editor>
        <editor>
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            <surname>Wiegand</surname>
            <forename>Frank</forename>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „heizen“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <form type="lemma">
          <orth expand="heizen" orig="Hēīzen">Hēīzen</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp><pos norm="verb">tr.:</pos><subc norm="transitive"/></gramGrp>
        </form>
        <sense>einen hohlen Raum durch- und erwärmen, vgl. Hitzen: Der Sprachgebrauch beſchränkt das Wort Heizung .. auf ſolche Fälle, wo wir einen hohlen Raum nebſt den etwa darin befindlichen Gegenſtänden erwärmen. So ſprechen wir von der Heizung eines Zimmers, eines Treibhauſes, eines Backofens, eines Glasofens, eines Dampfkeſſels u. ſ. w. <bibl><author>Karmarſch</author> <biblScope>2, 230;</biblScope> <title>Der Dampfkeſſel wird geheizt und dadurch das Waſſer</title></bibl> erhitzt und in Dampf verwandelt; Ein Ofen und dadurch ein Zimmer, ein Bad ꝛc. wird geheizt, aber die Luft im Zimmer, das Waſſer im Bade wird dadurch erwärmt [nicht: „geheizt“]; Der Teufel die leeren Stoppeln nahm <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>und heizte der Hölle Ofen damit.</title></bibl> <bibl><author>Rückert;</author>  <title>Euch wird das Bad [ſ. d. und vgl. Ein-h.] geheizt, | aufdampfen ſoll’s und qualmen, daß euch’s die Augen beizt.</title></bibl> <bibl><author>Uhland</author> <biblScope>415 ꝛc.,</biblScope> <title>auch mit ausgelaßnem Obj.: Wir h. [unſre Ofen] mit Torf, Holz, Steinkohle, Kokes ꝛc., ſ. Ein-h.; Wenn mein großer Ofen gut heizt [ſich gut h. läſſt], ſo hab’ ich vorerſt Nichts weiter zu wünſchen.</title></bibl> <bibl><author>G.</author></bibl> <bibl><author>(Freſe</author>  <title>G.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 124);</biblScope> <title>Die Keſſel-, die Zimmer-Heizung ꝛc.; nach den verſchiednen Heizmitteln unterſcheidet man namentl.: Dampf-, Heißwaſſer-, Kamin-, Kanal-, Luft-, Ofen-Heizung, ferner: Holz-, Torf-Heizung ꝛc.</title></bibl></sense>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Mhd. <bibl><biblScope>heizen,</biblScope> <title>auch</title></bibl> <bibl><biblScope>intr.</biblScope></bibl> — Nicht immer genau von Hitzen (ſ. d.) geſchieden, ſo z. B. bei den Kalfaterern zuw.: H., die mit Werg gedichteten Fugen vor dem Betheeren erhitzen, ſ. Auf-h., Durch-h. — Auch gedehnt: Die Lieb, mit ſtarker Wuth <bibl><biblScope>|</biblScope></bibl> erheizigend mein junges Blut. <bibl><author>Weckherlin,</author>  <title>was</title></bibl> <bibl><author>WMüller</author>  <title>Bibl.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 43</biblScope> <title>in „erhitzigend“ umändert.</title></bibl></p>
        </note>
        <p type="compositions">
          <p type="introduction">Zſſtzg. z. B.: Án-: anfangen zu heizen: Weil die Mutter .. a. will zum Backen. Hammer RH. 402. —</p>
          <entry type="sub"><comp>Āūf-:</comp> das Abgekühlte wieder heizen, ſo auch (mundartl.) in Glashütten: Das Abgekühlte wieder a. [aufhitzen]. Mitſcherlich 2, 1, 179. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Āūs-:</comp> durch Heizen austrocknen zum fernern Gebrauch: Einen neugeſetzten Ofen, eine friſchgeweißte Stube a. — I. Dúrch-: ſo heizen, daß die Wärme das Ganze durchdringt: Die Stube iſt noch nicht durchgeheizt, — auch: Die Sonnenwärme heizt die Luftmaſſe des Thales durch. Tſchudi Th. 19, genauer: hitzt, dagegen: Sie heizt das Thal durch. — II. Durch-: = I: Die Stube iſt noch nicht durchheizt ꝛc. — Eīn-, intr.: Feuer im Ofen zur Erwärmung eines Zimmers ꝛc. machen (vgl. Beuten 4): Mit Holz, Torf ꝛc. e.; Das Mädchen hat noch nicht eingeheizt ꝛc. Zuw. auch tr.: Holz, Torf e. ꝛc. oder: Die Stube e., beſſer: heizen; Ein Kalkofen, der eingeheizt war. Kant 9, 46 ꝛc. Übertr.: Wenn wir unſer Herz für irgend ein weibliches eingeheizt [in Hitze gebracht]. IP. 8, 210 ꝛc.; nam. Einem e., ihm den Kopf warm machen, ihm zuſetzen ꝛc., z. B. Gotthelf U. 2, 38; L. 12, 530; Müllner 5, 315; IP. 26, 42 ꝛc. — Er-: durch Heizen gehörig warm bekommen: Die Stube, der Ofen iſt nicht zu e. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Nāch-:</comp> zur Nachhilfe der Wärme einh.: Bei den eiſernen Öfen muß man fortwährend n. — Rōth-, intr.: nam. auch im Infin. als ſächl. Hw., in den Eiſenhütten, bis zur Rothglühhitze heizen, ähnlich: Weiß-h. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Über-:</comp> übermäßig heizen: Der Qualm des überheizten Kachelofens. Gutzkow R. 7, 148; Das Zimmer das von einem alten Kachelofen überheizt war. König Kl. 3, 136; Anhaltende Überheizung. Zelter 5, 402 ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Ver-:</comp> heizend verbrauchen ꝛc.: Viel Holz v.; überheizend verderben: Den Ofen v., minder gut: verhitzen. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Wēīß-:</comp> ſ. Roth-h.</entry>
        </p>
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