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        <title>Artikel „Heber“</title>
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            <surname>Göttel</surname>
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            <surname>Wiegand</surname>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „Heber“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <form type="lemma">
          <orth expand="Heber" orig="Hêber">Hêber</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp><pos norm="noun">m.,</pos><gen norm="masculine"/> –s; uv.:</gramGrp>
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        <sense n="1)">1) hebende Perſon <bibl><biblScope>(fem.:</biblScope> <title>H–in): So bin auch ich damals getragen worden, ohne daß ich mir das Verdienſt anſprechen könnte, ſo reiner H. und Schweber, als mich trugen, würdig geweſen zu ſein.</title></bibl> <bibl><author>Arndt</author>  <title>E.</title></bibl> <bibl><biblScope>185;</biblScope> <title>Der Steuer-H. [Einnehmer].</title></bibl> <bibl><author>vHorn</author>  <title>Schmj.</title></bibl> <bibl><biblScope>37;</biblScope> <title>Schatz-H. ꝛc.</title></bibl> —</sense>
        <sense n="2)">2) ein Werkzeug, das Etwas hebt (vgl. Hebel), namentl. <sense n="a)">a) Anat.: Hebemuskeln, <bibl><biblScope>Elevatores,</biblScope> <title>z. B.: H. der Lippen, der Augenlieder, des Schulterblatts ꝛc. So: Arm-H., Gaum-H. ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="b)">b) Wund- arzn.: das Hebeiſen, die Stücke einer zerbrochnen Hirnſchale wieder in die gehörige Lage zu heben. —</sense><sense n="c)">c) Gärtn.: ein Werkzeug Pflanzen auszuſtechen und aus der Erde herauszuheben; meiſt Melonen-H., z. B. <bibl><author>IP.</author> <biblScope>9, 24.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="d)">d) Weber.: die das Aufziehn der Litzen bewirkenden an deren obern Enden angebundnen durch das Harniſchbrett hindurchgehenden und da an die Korden befeſtigten Bindfäden, — auch Harniſch-H. —</sense><sense n="e)">e) Baum- oder Holz-H., ſ. Baumhebe. —</sense><sense n="f)">f) im Pochwerke die Hebarme oder Daumen an der Welle, auch ,,Hebling“. — So Vier-H. die vier über’s Kreuz ſtehnden Zapfen an der Welle ꝛc. Ein ſolcbes Pochwerk heißt ein „vierhebiges“ ꝛc. —</sense><sense n="g)">g) am häufigſten, ein Werkzeug, eine Flüſſigkeit aus einem Gefäß zu heben: Der einfache H., eine Röhre mit zwei ungleichen Schenkeln, deren kürzrer in die Flüſſigkeit taucht und an deſſen längern man ſaugt, worauf die Flüſſigkeit ausſtrömt, der Zieh- H.; Der würtembergſche H., mit zwei gleichlangen Schenkeln; Der Stech- oder Stich-H., eine hohle Röhre, deren obre Offnung durch einen Finger zu verſchließen iſt, ſo daß man mittels des ins Faß geſteckten Hebers von der Flüſſigkeit, nam. Wein, Etwas herausheben und in ein Glas ꝛc. übertragen kann (übertr. <bibl><author>Muſäus</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 104).</biblScope> <title>Nach der Flüſſigkeit, wofür der Heber dient, hat man: Bier-, Wein-H. ꝛc., nach dem Stoff, woraus er gefertigt iſt: Glas-, Blech-, Platina-H. ꝛc.</title></bibl></sense></sense>
        <p type="compositions">
          <p type="introduction">Zſſtzg. ſ. o., und zu 1 die Zſſtzg. von Heben, ferner: An- [1]: (veralt.) Ur-H.: Wilhelm Tell .., erſter A. eidgenöſſiſcher Freiheit. Zwingli 2, 1. — Āūf- [1]: Einem A. eines alten Bundes und einem Abſchließer eines neuen. Fichte 4, ... —</p>
          <entry type="sub"><comp>Bewínd-:</comp> ſ. Bewind-Haber. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Āūs-:</comp> ſ. Ausheben 2b. — Ür- [1]: Der, der Etwas bewirkt, ins Daſein gerufen hat, vgl. urhablich: Nicht der bloße Überſetzer, ſondern der U. [Verfaſſer] ſelbſt. Fichte 8, 42; Charlotte, die U–in dieſer Veränderung. G. 15, 153; Als U. des großen Brandes. JvMüller 1, 463 ꝛc.; In der tranſcendentalen Theologie ſtellen wir uns Gott vor als Welturſache, in der Naturtheologie als Welt-U., d. i. als einen lebendigen Gott, als ein freies Weſen, das aus eigener freier Willkür ohne irgend einen Zwang der Welt ihr Daſein gegeben hat. Kant phil. Rel. 13 ꝛc.</entry>
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