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      <titleStmt>
        <title>Artikel „Haut“</title>
        <author ref="https://viaf.org/viaf/61594915/">
          <persName>
            <surname>Sanders</surname>
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        </author>
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            <surname>Göttel</surname>
            <forename>Sebastian</forename>
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        </editor>
        <editor>
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            <surname>Wiegand</surname>
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          <email>edition-sanders@bbaw.de</email>
          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
          <orgName role="hostingInstitution" xml:lang="en">Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities (BBAW)</orgName>
          <orgName role="hostingInstitution" xml:lang="de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW)</orgName>
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             <addrLine>Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin</addrLine>
             <country>Germany</country>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „Haut“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <form type="lemma">
          <orth expand="Haut" orig="Hāūt">Hāūt</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp><pos norm="noun">f.;</pos><gen norm="feminine"/> Häute; Häutchen, lein; -:</gramGrp>
        </form>
        <sense>1) die der Form des Umſchloſſenen entſprechende abziehbare biegſame Umkleidung oder Hülle der organiſchen feſten Körper oder ihrer Theile z. B. bei Pflanzen: Die den Samen umſchließenden Häute; Die H. an der Rinde des Stengels; Die Häute einer Zwiebel ꝛc., ferner in Bezug auf den thieriſchen und ſomit auch auf den menſchlichen Körper: Die Häute, die das Gehirn, — die die Knochen ꝛc. umkleiden ꝛc., nam. auch die natürliche Umkleidung des ganzen Körpers, die freilich ſelbſt wieder aus mehrern über einander liegenden Häuten (ſ. Zſſtzg.) beſteht, von denen man bald die eine, bald die andre, häufig aber ſie in ihrer Geſammtheit als H. bez.: Wenn man ſich verbrennt, — nach manchen Krankheiten geht die H. [Ober-H.] ab; Eine weiche, glatte, geſchmeidige, — eine harte, rauhe, ſpröde H.; Einem Thier die H. abziehen; Eine H. gärben, zu Leder ꝛc. — Zu bemerken iſt beſ. der Unterſchied von H., Fell (ſ. d.) und Balg (ſ. d.), welche beide letztern von der Umkleidung innerer Theile im Allgm. nicht und von der Bedeckung des menſchl. Leibes nicht ohne Nebenſinn gelten. Ferner bez. Balg (ſ. d. 2) die H. aller Thiere, welche ganz d. h. ohne Aufſchneiden unterm Bauch abgeſtreift werden oder die H. ſelbſt abſtreifen, — Fell (ſ. d. 4) von den nicht abgeſtreiften oder ausgewirkten Thierdecken wenigſtens im techn. Sinn meiſt nur die kleinern, während H. im weitern Sinne für alle Bälge und Felle, — im engern aber nam. für die thieriſchen Bekleidungen gilt, denen nicht die Bez. Balg oder Fell zukommt, und zwar ſowohl mit als ohne Haar, im rohen wie im gegärbten Zuſtand, z. B.: Bären-, Büffel-, Elents-, Elephanten-, Kuh-, Löwen-, Ochſen-, Pferde-, Rinds-, Roß-H. ꝛc.; Gegärbte oder rohe und zwar grüne oder getrocknete, wie die Buenos-Ayres- oder geſalzene, wie die Pernambuk-Häute ꝛc. — Sprchw.: <sense n="a)">a) (alliterierend) H. und Haar Einem abziehn. <bibl><biblScope>2.</biblScope></bibl> <bibl><author>Macc.</author> <biblScope>7, 7;</biblScope> <title>H. und Haar, im deutſchen Recht früher die Strafe des Aushauens, womit das Scheeren des Haars verbunden war.</title></bibl> <bibl><author>Haltaus</author> <biblScope>852;</biblScope></bibl> <bibl><author>Schm.;</author>  <title>Zu H. und Haar richten.</title></bibl> <bibl><author>Möſer</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 329 ff.; 4, 197;</biblScope> <title>Damit man nicht denke, es gelte H. und Haar [Kopf und Kragen ꝛc., ſ. o.].</title></bibl> <bibl><author>G.</author>  <title>Lav.</title></bibl> <bibl><biblScope>98 ꝛc.;</biblScope> <title>Mit H. und Haar [ganz und gar, ohne Ausnahme] freſſen</title></bibl> <bibl><author>(G.</author> <biblScope>3, 135),</biblScope></bibl> — auf die Anatomie verhandelt <bibl><author>(Sch.</author> <biblScope>120a),</biblScope></bibl> — ſich dem Teufel verſchreiben <bibl><author>(Chamiſſo),</author></bibl> — in eine fremde Natur hineinſpringen <bibl><author>(Gutzkow</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>6, 228) ꝛc.;</biblScope> <title>Was hilft Flickens und Plätzens am Pelz, da H. und Haar nicht gut iſt!</title></bibl> <bibl><author>Schottel</author> <biblScope>1119a ꝛc.;</biblScope> <title>Etwas geht Einen von H. und Haar [durchaus] Nichts an.</title></bibl> <bibl><author>Spindler</author>  <title>St.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 16;</biblScope></bibl> <bibl><author>Vogt</author>  <title>Oc.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 150 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) Mit heiler H. davon kommen (vgl. 3), unverletzt, mit einem blauen Auge ꝛc. <bibl><author>G.</author> <biblScope>19, 91;</biblScope></bibl> <bibl><author>Platen</author> <biblScope>7, 31;</biblScope></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>11, 72; 13, 192; 21, 329 ꝛc.,</biblScope> <title>auch: Sind in heiler H. | ſchon wieder hier.</title></bibl> <bibl><biblScope>12, 41 ꝛc.,</biblScope> <title>zuw. auch</title></bibl> — ohne Alliteration: Mit ganzer H. davon kommen. <bibl><biblScope>13, 133;</biblScope></bibl> <bibl><author>Fiſchart</author>  <title>B.</title></bibl> <bibl><biblScope>68b ꝛc.</biblScope></bibl> — Ferner: Ein Geſchwür aus heiler H., ohne Verwundung, ohne äußern Anlaß ꝛc. und ſo übertr.: In einem ... Trauerſpiel, wo eine von den Hauptperſonen ganz aus heiler H. ſtarb. <bibl><author>L.</author> <biblScope>7, 11;</biblScope> <title>Wie greulich und gräßlich ſein Ausſtreichen der erſten Scene im Lear, wodurch die beiden Töchter aus heiler H. unnatürlich erſcheinen.</title></bibl> <bibl><author>HVoß</author>  <title>JP.</title></bibl> <bibl><biblScope>95 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="c)">c) Er iſt Nichts als H. und Knochen, fleiſchlos, von einem ſehr Magern; Man kann ihm die Knochen, die Rippen durch die H. ſehn (zählen); Daß ſie kaum in H. und Knochen noch hangen. <bibl><author>V.</author>  <title>Ländl.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 150 ꝛc.</biblScope> <title>So „H. und Bein“ zuſammengefaſſt als</title></bibl> <bibl><biblScope>neutr.</biblScope> <title>(vgl. Hab und Gut ꝛc.) von einem alten Weib, das ſchon faſt ein Gerippe iſt: Daß dieſes H. und Bein | der langen Jammerszeit nicht ſollte müde ſein.</title></bibl> <bibl><author>Rachel</author> <biblScope>6, 533.</biblScope></bibl> — Der Kummer ſetzt ſich nicht in die H., er ſetzt ſich in die Knochen, dringt <bibl><biblScope>90 –</biblScope> <title>tief ein (vgl. d); Es iſt Nichts in der H. [in der äußern Erſcheinung], | was nicht im Knochen [im Jnnern begründet] iſt.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>2, 189 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="d)">d) (ſ. c) H., die Oberfläche: Jene [Kränkung] dringt <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>ins tiefſte Mark und dieſer [Schimpf] ritzt die H.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>13, 193</biblScope> <title>und danach zuw. übertr.: Geringer Unterſcheid, der in der H. nur lieget, | nicht in das Innre dringt.</title></bibl> <bibl><author>Haller</author> <biblScope>156;</biblScope> <title>Die Freude .. iſt nicht, was ſie ſcheinet; | ſie ſitzt nur auf der H.</title></bibl> <bibl><biblScope>198</biblScope></bibl> <bibl><author>(Bodmer);</author>  <title>Alswie der Sonne Pfeil prallt ab vom Felsgeſtein | und an der obern H. erhitzt er ihn allein.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>Roſt.</title></bibl> <bibl><biblScope>89b ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="e)">e) Sich die H. [den Wanſt] voll ſchlagen, mit Eſſen; auch: Jeder Hansnarr ſchlägt ſich die H. voll. <bibl><author>Tieck</author>  <title>Cymb.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 1,</biblScope> <title>ficht nach Herzensluſt, ſoviel er will; Der Biſchof von Chur, dem aber die H. darob voll geſchlagen ward.</title></bibl> <bibl><author>Stumpf</author> <biblScope>392b;</biblScope> <title>Einem die H. voll lügen, ihn tüchtig belügen ꝛc., vgl.: Wenn ihr einmal hautſatt zu lachen Luſt habt.</title></bibl> <bibl><author>FMüller</author>  <title>F.</title></bibl> <bibl><biblScope>29 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="f)">f) Einem juckt die H. [das Fell, der Buckel], er ſcheint ſich nach Schlägen ꝛc. zu ſehnen. —</sense><sense n="g)">g) Die H. ſchau(d)ert Einem, es überläuft Einen kalt, vergl.: Wenn bei der Ballade nicht Jedem es kalt über die H. laufen muß. <bibl><author>B.</author> <biblScope>464b;</biblScope> <title>Das wie die Schweizer Bergkartauſe | mit Gänſeſtoppeln ſchon die H. | Dem überzieht, der es beſchaut.</title></bibl> <bibl><author>Göckingk</author> <biblScope>1, 72</biblScope> <title>und ſ. Gänſe-H.</title></bibl> —</sense><sense n="h)">h) Die H. iſt allweg näher als das Hemd. <bibl><author>Gotthelf</author>  <title>Sch.</title></bibl> <bibl><biblScope>308;</biblScope> <title>G.</title></bibl> <bibl><biblScope>207,</biblScope> <title>vgl.: Das Hemde iſt mir näher als der Rock ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="i)">i) Eine dicke H. [ein dickes Fell] haben, unempfindlich ſein; Die Deutſchen haben eine Elephanten-H., zarten Kitzel fühlen ſie nicht. <bibl><author>Börne</author> <biblScope>2, 447;</biblScope> <title>Hätt ſo viel Häut’ um’s Herze ring, | daß er nicht ſpürt, mit wem er ging.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>2, 147;</biblScope> <title>Daß mitten in all dem Nichts ſich doch wieder ſoviele Häute von meinem Herzen löſen.</title></bibl> <bibl><author>G.</author>  <title>Stolb.</title></bibl> <bibl><biblScope>100 ꝛc.</biblScope></bibl> — k) Daß die Welt doch will bleiben wie ſie iſt und läſſet ihr die alte H. nicht ausziehen. <bibl><author>Luther</author> <biblScope>5, 534a;</biblScope> <title>Wieder in die alte H. ſchliefen, ſchlüpfen, wieder in die alten Fehler verfallen ꝛc.; Wie heut zu Tage die Engländer leicht und frivol zu werden ſuchen und in jene</title></bibl> Affen-H. hineinkriechen, die jetzt die Franzoſen von ſich abſtreifen. <bibl><author>Heine</author>  <title>Reiſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 174 ꝛc.,</biblScope> <title>vgl.</title></bibl> <bibl><biblScope>p.</biblScope></bibl> — l) Aus fremder H. iſt gut Riemen ſchneiden, aus fremder Kaſſe hat man gut freigebig ſein. — m) Die H. des Bären (ſ. d.) verkaufen, ehe man ihn gefangen. — n) Einem die H. über die Ohren — ziehn. <bibl><author>G.</author> <biblScope>9, 8 ꝛc.</biblScope> <title>oder</title></bibl> — abſtreifen. <bibl><author>Weidner</author> <biblScope>56 ꝛc.,</biblScope> <title>ihn ſchinden, unbarmherzig behandeln, plündern ꝛc.</title></bibl> — o) Seine H. ſelbſt zu Markt tragen, für ſein Thun ſelbſt einſtehen, den Schlägen und unangenehmen Folgen, die Einen dafür treffen können, ſich nicht entziehn; Er war kein anonymer Skribler und brachte immer die eigene H. zu Markte. <bibl><author>Heine</author>  <title>B.</title></bibl> <bibl><biblScope>284 ꝛc.,</biblScope> <title>vgl.: Wenn ſie Das Alles derb an eigner H. erfahren.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>12, 90;</biblScope> <title>[Der Arzt] möchte auch wieder mit unſerer armen Schweſter H. ſeine Erfahrungen erweitern.</title></bibl> <bibl><biblScope>8, 167 ꝛc.</biblScope></bibl> — Darum hab’ ich meine H. [Perſon, Leben, vgl. <bibl><biblScope>2]</biblScope> <title>dem Kaiſer verhandelt.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>322a;</biblScope> <title>Mit der H. bezahlen, büßen; Das gilt die H. (ſ. b); Seine H. vertheidigen, ſich ſeiner H. wehren; Seine H. theuer verkaufen, ſich tapfer wehrend dem Feind empfindlichen Schaden bereiten; Seiner H. wahren</title></bibl> <bibl><author>(Werner</author>  <title>Oſtſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 39),</biblScope></bibl> — wahrnehmen <bibl><author>(Weidner</author> <biblScope>71),</biblScope> <title>ſich retten; Der Schuft betrügt uns und rettet ſeine H.</title></bibl> <bibl><author>Ruge</author>  <title>Rev.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 103 ꝛc.</biblScope></bibl> — p) Er iſt doch der Schönſte in ſeiner H., ſcherzh. von einem Häßlichen; Er ſteckt in keiner geſunden (guten) H., ſein Körper enthält ungeſunde Säfte ꝛc.; Ich möchte nicht in ſeiner H. ſtecken, nicht an ſeiner Stelle, nicht er ſein; Ich ſtecke nicht in deiner H., Bojar; Lügen ſind nicht meine Sache. <bibl><author>Bodenſtedt</author> <biblScope>2, 390;</biblScope> <title>Der Dämon ſteckt in unſrer eignen H., du biſt dein Teufel oder Engel.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>11, 183 ꝛc.</biblScope></bibl> — Er ſteckt in einer Schelm-, Schalks-H. ꝛc., iſt ein Schelm, Schalk ꝛc., vgl.: Sich in einen Schelm wickeln. — Veit trägt eine Flegelkapp’ über einer Knebel-H. <bibl><author>Logau</author>  <title>ſ.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>5, 327;</biblScope> <title>Scheinheiligkeit .. verkauft Manchen für einen frommen Mann, der ſonſt ein Bub’ in der H. [durch und durch] iſt.</title></bibl> <bibl><author>Weidner</author> <biblScope>180 ꝛc.</biblScope> <title>(ſ.</title></bibl> <bibl><author>Schm.);</author>  <title>Dem iſt es ſchlecht in ſeiner H. [zu Muthe], | der in den eignen Buſen ſchaut.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>3, 87;</biblScope> <title>Dem es auch nicht ganz wohl in ſeiner H. zu ſein ſchien.</title></bibl> <bibl><biblScope>23, 389;</biblScope> <title>Dem’s ganz leidlich in ſeiner H. iſt, weil ꝛc.</title></bibl> <bibl><author>Merck’s</author>  <title>Br.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 200;</biblScope></bibl> <bibl><author>Mörike</author>  <title>N.</title></bibl> <bibl><biblScope>352;</biblScope> <title>War mein Herze gar leichte und fröhlich und mir dauchte, wie ich in eine andre, fröhliche H. wär kommen.</title></bibl> <bibl><author>Schweinichen</author> <biblScope>1, 99;</biblScope> <title>Dem Mann wird’s eng’ in ſeiner H.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>11, 17; 226;</biblScope> <title>Einem die H. zu enge machen.</title></bibl> <bibl><biblScope>15, 200;</biblScope> <title>Dem Mann .. iſt’s in der H. ſo bang.</title></bibl> <bibl><biblScope>12, 72;</biblScope> <title>Das Gefühl, das ihn von Hauſe weggetrieben, | treibt ihn beinah aus ſeiner H.</title></bibl> <bibl><biblScope>57;</biblScope> <title>Ich möchte vor Ungeduld aus der H. fahren, vor Zorn, vor Freude aus der H. ſpringen ꝛc., vgl. außer ſich ſein ꝛc.</title></bibl> — q) Durchnäſſt bis auf die H. [durch und durch]. <bibl><author>W.</author> <biblScope>20, 190 ꝛc.</biblScope></bibl> — r) Einem auf die H. greifen <bibl><author>(Stumpf</author> <biblScope>270b ꝛc.),</biblScope></bibl> — ſchon näher an ſeine H. kommen. <bibl><author>Klencke</author>  <title>Gſp.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 239 ꝛc.,</biblScope> <title>ihm empfindlich zu Leibe rücken ꝛc.</title></bibl> — s) Sich auf die faule H. <bibl><author>(Auerbach</author>  <title>D.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 190 ꝛc.),</biblScope> <title>ſich auf die faule</title></bibl> Bären-H. <bibl><author>(Rahel</author> <biblScope>1, 408)</biblScope> <title>legen; Wann du dich auf der H. des Müßigganges ſtreckeſt.</title></bibl> <bibl><author>Canitz</author> <biblScope>279 ꝛc.;</biblScope> <title>Im Miſte zu ſauern | auf fauler H.</title></bibl> <bibl><author>Abſchatz.</author></bibl> — 2) H. zuw. <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Perſon, wie Fell und Balg, doch nicht ſowohl wie dieſe in verächtlichem Sinn als in dem der anerkennenden Theilnahme, des Mitgefühls ꝛc.: Du alte treue H.!</title></bibl> <bibl><author>Beck</author>  <title>Arm.</title></bibl> <bibl><biblScope>91;</biblScope> <title>Die alte ehrliche H. von vergnügtem Kleinbürger.</title></bibl> <bibl><author>Droyſen</author>  <title>A.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 216;</biblScope> <title>Der übrigens noch eine ganz gute ehrliche H. iſt.</title></bibl> <bibl><author>Engel</author> <biblScope>12, 37;</biblScope> <title>Ein ſo braver Mann, daß man ſagen möchte: eine ehrliche deutſche H.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>23, 120;</biblScope> <title>Eine gutmüthige</title></bibl> <bibl><author>(Gotthelf</author>  <title>Sch. 361), eine dumme, alte, wohlwollende</title></bibl> <bibl><author>(Holtei</author>  <title>Menſch</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 5),</biblScope> <title>wunderliche</title></bibl> <bibl><author>(L.</author> <biblScope>1, 269)</biblScope> <title>H.; Die gute H., der Laienbruder.</title></bibl> <bibl><author>L.</author>  <title>Nath.</title></bibl> <bibl><biblScope>5, 4 ꝛc.</biblScope> <title>Ferner hergenommen von den Weinſchläuchen ꝛc.: Die alten verpichten [ſ. d.] Häute.</title></bibl> <bibl><author>Gotthelf</author>  <title>U.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 34,</biblScope> <title>die immerfort eſſen und trinken können.</title></bibl> — 3) übertr. auf eine künſtliche Umkleidung, z. B.: Dieſes ungeheure Modell bis auf die letzte H. fertig gebracht. <bibl><author>G.</author> <biblScope>29, 157 ꝛc.,</biblScope> <title>nam. die Planken, mit denen die Außenſeite des Schiffs bekleidet iſt (ſ. Spicker-H.): Dennoch kamen wir [unſer Schiff] mit geſprungner H. und ein paar gebrochnen Stengen davon.</title></bibl> <bibl><author>Koſegarten</author>  <title>Rh.</title></bibl> <bibl><biblScope>2 65,</biblScope> <title>vgl.</title></bibl> <bibl><biblScope>1b.</biblScope></bibl> — 4) die ſich über Flüſſigkeiten nam. durch Verdunſtung bildende dünne Decke: Die Milch überzieht ſich beim Kochen mit einer H.; Die Dinte überzieht ſich mit einer H. von Schimmel ꝛc.</sense></sense>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Ahd., mhd. <bibl><biblScope>hût,</biblScope> <title>dem lat.</title></bibl> <bibl><biblScope>cutis</biblScope> <title>entſpricht, vgl. Hut, Hütte. S. auch</title></bibl> <bibl><author>Schm.</author> <biblScope>2, 255.</biblScope></bibl></p>
        </note>
        <p type="compositions">
          <entry type="sub">Zſſtzg. unerſchöpflich nach dem durch die H. Bedeckten, ſei dies nun z. B. ein Thier ꝛc. (ſ. 1a), z. B. auch Fiſch-, Aal-, Schlangen-, Menſchen-H. ꝛc., oder nur ein Theil, z. B.: Bauch-, Bein- oder Knochen-, Darm-, Gaumen-, Hirn-, Kopf-, Naſen-, Nieren-, Schal-, Schnabel-, Stirn-H. ꝛc., ferner z. B. bei Pflanzen: Kern-, Samen-, Zwiebel-H. ꝛc.; ferner (ſ. 4): Milch-H. Gotthelf G. 95ꝛc.; zuw. auch ein Weſen mit ſo oder ſo beſchaffner H., z. B.: Dick-, Dünn-H. (ſ. -Häuter), nam. Roth-H. oft ſtatt Indianer, z. B. Freiligrath Pol. 2, 54 ꝛc., ſ. ferner 1i, k u. p, u. vgl. die Zſſtzg. von Leder (ſ. 1a u. Fell 4b), das im Verhältnis H. Kollektiv- und Stoffname iſt: Sohlleder war auf der Meſſe theuer; Eine Sohlhaut, Blank-, Fahl-, Verdeck-, Wild-H. ꝛc.; Büffel-H,; ſo auch: Fall- und Schlacht-Häute, jenachdem ſie von Fall- oder Schlachtvieh herrühren u. ä. m. — Außerdem: Āder-: <sense n="1)">1) Über der harten Haut <bibl><biblScope>(tunica sclerotica)</biblScope> <title>iſt im Innern des Auges die A.</title></bibl> <bibl><biblScope>(tunica choroidea)</biblScope> <title>ausgebreitet und über dieſer endlich liegt die Netz-H. (retina), welche nur eine Ausbreitung des Sehnerven iſt.</title></bibl> — 2) meiſt verkl.: die äußerſte den Fötus umgebende Haut, Leder-H., <bibl><biblScope>Chorion.</biblScope></bibl> — <comp>Āthem-:</comp> zum Athmen dienende Haut. <bibl><author>Oken</author> <biblScope>4, 163; 570.</biblScope></bibl> — <comp>Bǟren-:</comp> die Haut eines Bären: Auf der (faulen) B. liegen <bibl><biblScope>[1s],</biblScope> <title>hergenommen von den alten Deutſchen, die ſo in Friedenszeiten der Ruhe pflegten; Er ſcherzt dann gleichſam über ihre temporelle B. [die ſie entſtellt ꝛc.].</title></bibl> <bibl><author>Heine</author>  <title>Troll</title></bibl> <bibl><biblScope>XII.</biblScope></bibl> — Ferner ſ. <bibl><biblScope>[1m]</biblScope></bibl> <bibl><author>Zinkgräf</author> <biblScope>1, 56,</biblScope> <title>und dazu wohl auch (veralt.): Die dreizehnte B. verkaufen.</title></bibl> <bibl><author>Luther</author> <biblScope>1, 196a.</biblScope></bibl> — <comp>Bínde-:</comp> Die B. <bibl><biblScope>(tunica conjunctiva)</biblScope> <title>der Augen war bei Allen ebenfalls mit Blut unterlaufen.</title></bibl> <bibl><author>Humboldt</author>  <title>KlSchr.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 149,</biblScope> <title>die durchſichtige die Augenlieder mit dem Augapfel verbindende Haut.</title></bibl> — <comp>Blátt-:</comp> Blatthäutchen, Blattzüngelchen, Binde, <bibl><biblScope>ligula,</biblScope> <title>die Verlängrung der Scheide am Grunde der Grasblätter.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>36, 25 ꝛc.</biblScope></bibl> — <comp>Blínz-:</comp> eine durch Verdopplung der Bindehaut ſich im innern Augenwinkel bildende breite Hautfalte, <bibl><biblScope>Membrana nictitans.</biblScope></bibl> — <comp>Eī-:</comp> Haut unter der Schale des Eis, namentl. auch die häutige Umhüllung des Fötus. — <comp>Fāſer-:</comp> ohne Nerven und mit wenigen Gefäßen, z.B. zur Umkleidung innerer Gebilde, wie die harte Hirnhaut ꝛc. — <comp>Fétt-:</comp></sense><sense n="1)">1) die innerſte Lage der allgemeinen Körperbedeckung, unter der eigentlichen oder Leder-H., ſ. Zell-H. —</sense><sense n="2)">2) die mit vielem Fett angefüllte Nieren-H. — 3) <bibl><biblScope>[4]</biblScope> <title>z. B. die ſich auf der Milch anſetzende Decke aus Fett-Theilen.</title></bibl> — <comp>Fíſch-:</comp> die Haut eines Fiſches, namentl. die zum Polieren dienende ſcharfe des Engelfiſches: Der mit F. und Eischen überglättete Abguß. <bibl><author>Riemer</author>  <title>G.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 302.</biblScope></bibl> — <comp>Flēīſch-:</comp></sense><sense n="1)">1) Fett-H. <bibl><biblScope>1,</biblScope> <title>ſ. Zell-H.</title></bibl> —</sense><sense n="2)">2) Hautmuskel. —</sense><sense n="3)">3) die innre die Hoden umgebende Haut im Hodenſack, <bibl><biblScope>Tunica dartos.</biblScope></bibl> — 4) (Botan.) eine die Kernhaut einſchließende oder ihren äußern Theil bildende Haut, <bibl><biblScope>Sarcodermis.</biblScope></bibl> — <comp>Gä́nſe-:</comp> die Haut einer Gans; von der gerupften namentl. übertr. auf die menſchliche, ſ. <bibl><biblScope>[1g],</biblScope> <title>beim Gefühl des Schauderns: Eine G. kriegen; Es fährt einem eine G. über den Leib; Ich empfand alsbald ein kaltes | Mißgefühl, als überzöge | eine G. die Glieder.</title></bibl> <bibl><author>Heine</author>  <title>Tr.</title></bibl> <bibl><biblScope>128;</biblScope> <title>Wir haben Alle in Gänſehäuten dageſeſſen, ſo abſcheulich iſt uns zu Muth geworden.</title></bibl> <bibl><author>Tieck</author>  <title>N.</title></bibl> <bibl><biblScope>7, 91 ꝛc.</biblScope></bibl> — <comp>Gebūrts-:</comp> Glücks-H. — <comp>Gefǟß-:</comp> eine Haut, inſofern ſie Blut- oder Lymphgefäße an Nachbartheile befeſtigt, oder ſehr gefäßreich iſt, wie z.B. die Ader-H. <bibl><biblScope>(1</biblScope> <title>u. 2), ſ. Zell-H.</title></bibl> — <comp>Gêgen-:</comp> bei den Pergamentmachern eine Haut zwiſchen dem Pergament und der Unterlage im Rahmen. — <comp>Glücks-:</comp> die Eihaut (ſ. Schaf-H.), wenn ſie bei der Geburt nicht zerreißt, was Glück bedeuten ſoll, ſ. auch Glückshaube, -Helm: In einem Glückshäutchen geboren. <bibl><author>Auerbach</author>  <title>D.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 517;</biblScope> <title>Muß ein Sonntagskind wohl ſein| und auf Glückeshaut geboren.</title></bibl> <bibl><author>Chamiſſo</author> <biblScope>3, 200,</biblScope> <title>vgl.</title></bibl> <bibl><author>Grimm</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>222 ꝛc.</biblScope></bibl> — <comp>Góldſchläger-:</comp> aus der äußern Haut des Blinddarms der Ochſen, — wozwiſchen die Goldſchläger das Gold zu Blattgold ſchlagen. — <comp>Grínd-:</comp> die ſich über Grind, Ausſchlag ꝛc. bildende Haut. — <comp>Hänge-:</comp> eine ſchlaff herabhangende Haut. — <comp>Hárn-:</comp></sense><sense n="1)">1) die mittlere der drei Häuteumkleidungen des Fötus. — 2) <bibl><biblScope>[4]</biblScope> <title>Haut, die ſich auf dem Urin bildet, wenn er längre Zeit ſteht, Urin-H.</title></bibl> — <comp>Hórn-:</comp> eine hornartige Haut: Siegfried bekam durch das Baden im Drachenblut eine H. ꝛc., ſo namentl. der durchſichtige Theil (Cornea) der den Augapfel umſchließenden „harten Haut“ <bibl><biblScope>(tunica sclerotica).</biblScope></bibl> — <comp>Júngfern-:</comp> die Mutterſcheidenklappe, <bibl><biblScope>Hymen,</biblScope> <title>eine halbmondförmige, quer vor der Offnung der Harnröhre liegende Verdopplung der Schleimhaut in der Mitte der Mutterſcheide,</title></bibl> — deren Vorhandenſein vielfach als Zeichen unverletzter Jungfernſchaft gilt, Jungfernſchloß ꝛc. — <comp>Kä́lber-:</comp> meiſt Kalbfell, doch ſprchw.: Man trägt mehr Kälberhäute auf den Markt als Ochſenhäute. <bibl><author>Auerbach</author>  <title>D.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 147 ꝛc.,</biblScope></bibl> — es ſterben mehr Kinder als Erwachsne. — <comp>Kérn-:</comp> Botan., die innre den Kern einſchließende Haut des Samens, <bibl><biblScope>Endopleura ꝛc.;</biblScope> <title>bei den Gärbern auch eine kernige, feſte Haut ꝛc.</title></bibl> — Kryſtáll- <bibl><biblScope>[4]:</biblScope> <title>die ſich in einer Flüſſigkeit aus Kryſtallen an der Oberfläche bildende Haut.</title></bibl> — <comp>Kúpfer-:</comp></sense><sense n="1)">1) kupferfarbne Haut. —</sense><sense n="2)">2) ſ. Spicker-H. — <comp>Lêder-:</comp></sense><sense n="1)">1) die eigentliche Körperbedeckung, die zwiſchen der Fett- und der Netz-H. liegende Umkleidung des Körpers, ſ. Zell-H. —</sense><sense n="2)">2) L. des Eies, Ader-H. (ſ. d. 2). —</sense><sense n="3)">3) lederharte Haut: So ſammetweiche Händchen hat er ſein Lebtag nicht in ſeiner alten L. gehabt. <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>7, 434,</biblScope> <title>Ggſtz. Sammet-H. ꝛc.</title></bibl> — <comp>Līlien-:</comp> lilienweiße H.: Die ſammtene L. <bibl><author>B.</author> <biblScope>61b.</biblScope></bibl> — <comp>Lȫwen-:</comp> ſprchw.: Der Eſel in der L.; Wenn die L. [offner Muth u. Tapferkeit] nicht gilt, muß der Fuchsbalg [Liſt] gelten ꝛe. — <comp>Lúft-:</comp> <bibl><author>beiOken</author>  <title>im Ggſtz. des Darms oder der ,,Waſſer-H.“ die äußre Haut des Thiers.</title></bibl> — <comp>Márk-:</comp></sense><sense n="1)">1) die das Knochenmark umſchließende innre Bein-H. — 2) die Netz-H. des Auges. — <comp>Mútter-:</comp></sense><sense n="1)">1) Ader-H. (2). —</sense><sense n="2)">2) Mutterkuchen. — <comp>Nétz-:</comp> eine netzförmige Haut, z. B. die Darm-H., <bibl><biblScope>Peritonaeum,</biblScope> <title>das Darmnetz,</title></bibl> <bibl><biblScope>Omentum ꝛc.,</biblScope> <title>namentl. aber in der allgemeinen Körperumkleidung die zwiſchen der eigentlichen oder Leder- und der Ober-H. liegende Haut, beſ. aber im Auge, ſ. Ader-H.</title></bibl> <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> — <comp>Ober-:</comp> die oberſte Haut, <bibl><biblScope>Epidermis,</biblScope> <title>im Ggſtz. der untern Haut, ſ. Netz-H.</title></bibl> — <comp>Ol-:</comp> Art geöltes Pergament, wovon ſich ſelbſt Dinte abwiſchen läſſt. — <comp>Préß-:</comp> Chagrin. — <comp>Réchen-:</comp> (veralt.) Pergament. — <comp>Rêgenbogen-:</comp> die hinter der Hornhaut liegende farbige, die Pupille umgebende Haut im Auge, <bibl><biblScope>Iris.</biblScope></bibl> — Sálz- <bibl><biblScope>[4]:</biblScope> <title>Kryſtall-H.: Abdampfung bis zum Salzhäutchen.</title></bibl> — <comp>Sámmet-:</comp> ſammetweiche Haut. — <comp>Schāf-:</comp> im eigentlichen Sinn meiſt Schaf-Fell, dagegen gw.: die innerſte Ei-H. des Fötus, Waſſer-H., <bibl><biblScope>Amnion;</biblScope> <title>Zuweilen legt ſich ein Stück der Sch. unter dem Druck der Mutter feſt auf den Kopf des Kindes und wird ſo mit dieſem zur Welt gebracht, wo es dann unter dem Namen Weſterhemd, Haube, Hut, Helm ꝛc. als glückbedeutend gilt.</title></bibl> — <comp>Schēīden-:</comp> die einen Körper wie eine Scheide umgiebt, <bibl><biblScope>Tunica vaginalis.</biblScope></bibl> — <comp>Schlēīm-:</comp> eine mit Schleimdrüſen verſehne Haut, z. B.: Die Sch. in der Naſe ꝛc., ſ. Zotten-H. — <comp>Schmêêr-:</comp> Fett-H. — <comp>Schnēē-:</comp> ſchneeweiße H. — <comp>Schúppen-:</comp> mit Schuppen bedeckte H. — <comp>Sēh-:</comp> eine Haut, inſofern ſie als Sehorgan dient: Von der einfachen S. der Muſcheln und Ringelwürmer zu dem Moſaīkauge der Inſekten. — <comp>Spéck-:</comp> Fett-H. ꝛc.: Das Blut war dunkelroth und ſetzte eine Sp. ab. <bibl><author>Rank</author>  <title>Achtſp.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 87.</biblScope></bibl> — Spícker- <bibl><biblScope>[3]:</biblScope> <title>eine, ſoweit das Schiff im Waſſer liegt, auf die Hauptplanken geſpickerte Bekleidung von föhrnen Planken, ſtatt deren jetzt meiſt ein Kupferbeſchlag, die „Kupfer-Haut“ dient.</title></bibl> — <comp>Spínneweben-:</comp> eine ſeröſe Haut zwiſchen der harten und der weichen Hirnhaut. — <comp>Stāūb-:</comp> Botan., die den Staubſamen tragende Haut der Schwämme, <bibl><biblScope>Hymenium.</biblScope></bibl> — <comp>Trómmel-:</comp> meiſt Trommelfell: Schmaus für unſre T. [vgl. Ohrenſchmaus]. <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>133a;</biblScope> <title>Wie ihr das Wort ans Trommelhäutchen ſchlug.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>11, 249.</biblScope></bibl> — <comp>Unter-:</comp> Ggſtz. der Ober-H. — <comp>Vōr-:</comp> die die Eichel des männlichen Glieds bedeckende Haut; bibl. oft übertr., mit Bezug auf die Beſchneidung, auf das Unreine ꝛc.: So beſchneidet nur eures Herzens V. <bibl><biblScope>5.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>10, 16 ꝛc.</biblScope></bibl> — Ferner in Bezug auf die zu eſſen verbotnen Erſtlinge eines Baums. <bibl><biblScope>3, 19, 23 ꝛc.</biblScope></bibl> — <comp>Wáchs-:</comp> wachsgelbe H., z. B. die weiche angeſchwollne auf der Stirn der Vögel. — <comp>Wáſſer-:</comp></sense><sense n="1)">1) Schaf-H. —</sense><sense n="2)">2) ſ. Luft-H. — <comp>Zéll-:</comp> Die H. beſteht .. aus <bibl><biblScope>3</biblScope> <title>Häuten oder Lagen, .. aus der Gefäß- oder Leder-H., der Fleiſch-H. und der Z., welche mit Fett angefüllt iſt.</title></bibl> <bibl><author>Oken</author> <biblScope>4, 90,</biblScope> <title>ſ. Fett-H.</title></bibl> — <comp>Zótten-:</comp> Die Darmhaut iſt .. inwendig mit der Ober-H. überzogen, welche man die Schleim-, auch Z. nennt, weil ſie überall wie Sammt mit feinen Zotten bedeckt iſt. <bibl><biblScope>68.</biblScope></bibl></sense></entry>
        </p>
      </entry>
    </body>
  </text>
</TEI>
