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        <title>Artikel „hängig“</title>
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            <surname>Sanders</surname>
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            <surname>Göttel</surname>
            <forename>Sebastian</forename>
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            <surname>Wiegand</surname>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „hängig“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <sense>hangend: So das Hirſchkalb aber jährig, hat es einen h–en Bauch. <bibl><author>Fleming</author>  <title>Jäg. Anh.</title></bibl> <bibl><biblScope>91a.</biblScope></bibl> — Meiſt in Zſſtzg.</sense>
        <p type="compositions">
          <p type="introduction">Zſſtzg. theils mit Zahlw. (Bauk.), von Dächern, zur Angabe nach wieviel Seiten ſie ſchräg abhängig ſind: Ein Dach iſt ein-h. (Pultdach) oder zwei-h. (Satteldach) oder vier-h. (Zeltdach) ꝛc., — theils mit Präpoſ., mit der Nebenform „hänglich“: Āb-: 1) gegen den Horizont etwas geneigt (ſ. Abhangen 1c), vgl. abſchüſſig: Eine große ſanft-a–e Waldwieſe. G. 16, 265; Der leiſe a–e Boden. 18, 331; Zwei gelind a–e Bretterflächen errichtet. 23, 46; A–es Ufer | irgendwo auszuſpähn. V. Od. 5, 438 ꝛc. — Etwas ſtark auf die Seite gebogen, welche A–keit er durch die in die Seite geſtemmte linke Hand zu vergleichen ſuchte. Hackländer Hand. 2, 22 (ſelten). — Zuw. ſtatt herab-, niederhangend: Tragen die Ohren .. ſteif a. Zink Ök. 1, 314; auch: Die Natur macht den Menſchen a. zur Erde, träg’ und ſchwer. G. 40, 387. — 2) abhängend (ſ. d. 1d) von Etwas: Etwas iſt von einem Umſtand, einer Bedingung a., un-a., wird davon a. gemacht; Jemand iſt von einem Andern a., un-a. — Zuw. mit Dat.: Jenem hohen Weſen, dem ſie ſich a. erkennen. G. 20, 160; Ein Hauch biſt du, a. aller Änderung der Luft. V. Sh. 2, 190 ꝛc. — Auch ohne Nennung Deſſen, wovon Etwas abhängt: Von dem a–en, durch Klima, Berghöhe, Feuchtigkeit auf das mannigfaltigſte bedingten Pflanzenreich. G. 23, 14; oft von Perſ.: Er kann nicht frei über ſich verfügen, er iſt a.; Er hat eine un-a–e Stellung ꝛc.; Die Anziehung verbindet die Subſtanzen durch gegenſeitige A–keiten. Kant 8, 317; Das Bild der tauſend und tauſend kleinen Un-A–keiten, gut zugeſchnittener und hinreichender Vermögen. Kohl Irl. 1, 183; Un-a. im Staate, nicht un-a. vom Staate. Radowitz 99; In deiner Engigkeit, | wie kommſt du zum Gefühl der Un-A–keit. Rückert W. 4, 211; Geiſteskraft, inſofern ſie außer A–keit von dem Körper gedacht wird. Sch. 687a; Seine eigene A–keit von Daniſchmend. W. 9, 185 ꝛc. — Daneben: Das macht Sie zum abhänglichſten aller Bewohner Ihres Reiches. 7, VIII; Sein Abſcheu von Abhänglichkeit. 8, 28: Ein Zuſtand von Unabhänglichkeit. ebd.; 91; 23, 168; 176; HBr. 1, 116; 2, 20; Einen von der Bearbeitung der Kunſt unabhänglichen Werth. Sulzer 3, 96; Zimmermann Nat. 30; 31 ꝛc. (ſ. d. folg.). —</p>
          <entry type="sub"><comp>Án-:</comp> <sense n="1)">1) von Sachen, an Etwas hangend, d. h. damit zuſammenhängend, in Verbindung ſtehend, dazu gehörig: Die Oberrichterſtelle .. war der erſten Würde a. <bibl><author>G.</author> <biblScope>33, 332;</biblScope> <title>Heirathsſachen oder was Dem a. iſt.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>1, 245;</biblScope> <title>Wenn wir alle fünf Quaternen und was denen a. iſt, gewinnen.</title></bibl> <bibl><biblScope>12, 274;</biblScope> <title>Auch diejenigen [Schranken], welche dem beſondern Stoffe, den er bearbeitet, a. ſind, muß der Künſtler überwinden.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>1173a;</biblScope> <title>G.</title></bibl> <bibl><biblScope>5, 175 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="2)">2) Rechtsſpr.: beim Gericht angebracht und ſchwebend, d. h. der Entſcheidung harrend: Die Sache iſt ſchon a. und kann eine ſehr böſe Wendung nehmen. <bibl><author>G.</author> <biblScope>20, 252;</biblScope> <title>Eine Frage, welche ſonſt nur durch das blinde Recht des Stärkern beantwortet wurde, iſt nun vor dem Richterſtuhle reiner Vernunft a. gemacht.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>1151b;</biblScope> <title>G.</title></bibl> <bibl><biblScope>5, 14 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="3)">3) Bergb.: (vgl. 2) Sich a., anhängiſch machen, von einem Gewerk: ſich durch Zahlung eines Theils der Zubuße zur Abführung des Rückſtands verpflichten. — 4) von Perſonen: einer Partei, Lehre ꝛc. anhängend (ſ. d. <bibl><biblScope>1c</biblScope> <title>und vgl. Anhänger), oft bei</title></bibl> <bibl><author>Luther,</author>  <title>ſ.</title></bibl> <bibl><author>Grimm;</author>  <title>auch noch: Der platoniſchen Schule a.</title></bibl> <bibl><author>Kant</author> <biblScope>10, 127.</biblScope></bibl> — Daran ſchließt ſich das heute gewöhnlichere, doch nicht ganz gleichbedeutende Anhänglich: ſich innig an Einen, an Etwas ſchließend und in ſolcher Geſinnung daran haftend: Eine gewiſſe ſympathiſche Abhängigkeit und Anhänglichkeit zu Deutſchland. <bibl><author>Auerbach</author>  <title>Tag.</title></bibl> <bibl><biblScope>72;</biblScope> <title>D.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 20;</biblScope> <title>Perſönliche Anhänglichkeiten waren bei ihm nie ſehr ſtark.</title></bibl> <bibl><author>Enſe</author>  <title>Denkw.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 167;</biblScope> <title>Er iſt einer wohlhabenden Familie .. a.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>19, 150;</biblScope> <title>Dieſes eigenſinnige ſtarre Fortſetzen unſerer Perſönlichkeiten, Anhänglichkeiten und Lebensverhältniſſe.</title></bibl> <bibl><biblScope>15, 155; 14, 127; 22, 14;</biblScope> <title>Dieſe Verachtung des Lebens, verbunden mit einer überreizten Anhänglichkeit an dasſelbe.</title></bibl> <bibl><author>Tieck</author>  <title>DBl.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 120;</biblScope> <title>Durch ein freimüthiges Bekenntnis aller werthloſen Anhänglichkeiten an das Irdiſche, von denen ſich Ihr Herz jetzt trennen und reinigen ſoll.</title></bibl> <bibl><author>Thümmel</author> <biblScope>5, 168;</biblScope></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>17, X;</biblScope> <title>Jene Anhänglichkeit an alten [gewöhnl.: an alte] Empfindungen.</title></bibl> <bibl><author>FAWolf</author>  <title>Heyne</title></bibl> <bibl><biblScope>10.</biblScope></bibl> — <comp>Nāch-:</comp> Nachhänglich, Hang nach Etwas habend. <bibl><author>Campe</author>  <title>(ſelten) ꝛc.</title></bibl> — <comp>Vōr-:</comp> (veralt.) ſich vorüberneigend und ſo eilend: Ein v. Roß. <bibl><author>Fiſchart</author></bibl> <bibl><author>(Wackernagel</author> <biblScope>3, 1, 401</biblScope> <title>Z. 27).</title></bibl> — <comp>Zuſámmen-:</comp> zuſammenhängend: Durch Geſtalt, Züge, Sprache, Sitte z. <bibl><author>Grube</author> <biblScope>3, 346</biblScope></bibl> <bibl><author>(Beda</author></bibl> <bibl><author>Weber).</author></bibl></sense></entry>
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