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        <title>Artikel „haltig“</title>
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            <surname>Sanders</surname>
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            <surname>Göttel</surname>
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            <surname>Wiegand</surname>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „haltig“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <form type="lemma">
          <orth expand="haltig" orig="Háltig">Háltig</orth>
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          <gramGrp><pos norm="adjective">a.</pos></gramGrp>
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          <orth expand="Haltigkeit" orig="~keit">(~keit</orth>
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          <gramGrp><pos norm="noun">f.):</pos><gen norm="feminine"/></gramGrp>
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        <sense>haltend, nam. einen Gehalt an Etwas, in ſich habend (ſ. <bibl><biblScope>III.</biblScope> <title>Halt 3), zumeiſt in Zſſtzg.: H–es Geſtein, im Ggſtz. des tauben; Chriſtoph war an Treue h.</title></bibl> <bibl><author>Arndt</author> <biblScope>308;</biblScope> <title>Die Metalle h–en Gänge.</title></bibl> <bibl><author>Burmeiſter</author>  <title>Gſch.</title></bibl> <bibl><biblScope>126,</biblScope> <title>häufiger: Metall-h., ſo z. B.: Blei-h–es Glas; Eiſen-, erz-, gold-, kupfer-, ſilber-h–es Geſtein; Jene gang-h–en Gebirgsgeſteine.</title></bibl> <bibl><author>Burmeiſter</author>  <title>Gſch.</title></bibl> <bibl><biblScope>132;</biblScope> <title>Eiweiß-h–e Nahrungsſtoffe; Kohlenſäureh–e Quellen ꝛc.</title></bibl> — Zuw. mit Umlaut: Trotz ſeiner Flitter innerlich goldhältig. <bibl><author>Baggeſen</author> <biblScope>4, 129 ꝛc.</biblScope></bibl></sense>
        <p type="compositions">
          <p type="introduction">Zſſtzg. ſ. o., ferner z. B.: Āūs-: aushaltend, dauernd, nach-h. (ſ. d.): Uhland, deſſen Dichtungen den Geiſt jener Jahre am a–ſten ſortpflanzen. Gervinus Lit. 5, 678. — Ge-: gehaltreich, haltig: Blätter deines g–en Packetleins. G. Zelt. 5, 258; Zu ſuchen nach gehalt’gern Lagern. Rückert 1, 168; Alles Licht-G–e. 2, 504; Das Wort Vaterland hat einen voll-g–en Begriff in der Politik. Kürnberger Am. 240 ꝛc. —</p>
          <entry type="sub"><comp>Gêgen-:</comp> wider-, vor-h. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Geríng-:</comp> wenig Gehalt in ſich habend: G–e Erze, Münzen, Soolen; Es möchte wohl ein großer Theil der .. Tugend für allzu-g. erfunden werden, als daß wir ſie .. für echte probhaltige Tugend paſſieren laſſen könnten. W. 9, 66. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Grúnd-:</comp> gründlich: Wo dieſe G–keit abgeht, da greift Unſicherheit und Zerfahrenheit aller Orten um ſich; dieſe Gründlichkeit aber ꝛc. Wurm Spr. 10. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Hāūs-:</comp> 85* ſ. Haushälteriſch, Anm. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Hínter-:</comp> verſteckt, hinterliſtig, ſ. II. Hinterhalten: Die H–keit und Argliſt ſeiner Gegner. Brachvogel FB. 2, 46; Ich kann und darf nicht h. ſein . ., ich muß dir meine Geſinnungen und Vorſätze ſogleich entdecken. G. 15, 258; Mit einem ſo leichtſinnig h–en Gedanken. 33, 76; Lewald Leb. 2, 62 ꝛc. — Auch mit Umlaut: Daß die einzigen Menſchen, die er ſich treu und anhänglich glaubte, auch hinterhältig gegen ihn waren. Auerbach D. 4, 52; Solche hinterhältige Unfrommheit. V. Ant. 1, 323; 2, 16 ꝛc., ferner: Einem falſchen, hinterhäl- tiſchen Menſchen. Engel 7, 105. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Nāch-:</comp> eig.: nicht nur für den Augenblick wirkend, ſondern auch noch auf längre Zeit nachher vorhaltend, von bleibender Wirkung, dann auch = ausdauernd ꝛc.: Eine n–e Wirkung; Verfolgte keines ſeiner Ziele mit ſo hingebender N–keit. Devrient 2, 121; Eine ſolche Anlage, wenn ſie wirklich urkräftig und n. iſt. G. 32, 297; Roſſe von hartem Kern, | derbmagere, ſchwer-n–e. Rückert Nal. 231 ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Prōbe-:</comp> Probe haltend (ſ. halten 2), probefeſt: Dieſe Grundſätze, die nun fünfzehn Jahre p. geweſen. Arndt Ber. 6; In vollem Vertrauen auf die Probhaltigkeit ihrer eignen Tugend. W. 19, 174; Gediegner und probhältiger. Peſtalozzi 4, 98 ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Rēīch-:</comp> reichen Gehalt habend, ergiebig ꝛc.: Eine r–e Münze, mit der ſich meiſterlich ſchachern läſſt. Sch. 106; R–es Erz, zu hellem Golde geläutert. V. 3, 60 ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Rück-:</comp> zurückhaltend: Ich kann alles R–e nicht leiden. König Jer. 1, 280; Ermuthigte Dieſelbe, die letzte Falte ihres Innern zu erſchließen, wenn ein Bedenken ſie r. zu machen drohte. Lewald Reiſ. 2, 336; Durch .. r–e Eide hintergehen. Mendelsſohn 5, 608; Ungemein ſtolz und rückh ältig gegen Fremde. Zimmermann Nat. 74. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Stích-:</comp> Stich haltend, ſ. Halten 2: Der Grund iſt nicht ſt.; Was nur immer in der Stube ſtichh ältig war, . .. bekränzt. Kompert Böhm. 337. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Strích-:</comp> Strich haltend, ſ. halten 2: Als das Stürmen allmählich in ſt–es Wehen ausgetobt war. Laube Band. 1, 3. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Stúrm-:</comp> ſich im Sturm haltend, feſt: [Das Schiff] ſt. gegen Noth wie der Alcide. Scherenberg (Echtermeyer 2, 610). —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Vóll-:</comp> den vollen Gehalt in ſich habend, Viel haltend: Noch v–er an Intereſſe. Enſe Denkw. 1, 11. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Vōr-:</comp> eine Zeitlang vorhaltend (ſ. d. 4): Eine v–e Reparatur. Kühne Freim. 285. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Wīder-:</comp> widerhaltend, widerſtehend: Wie die Säulen an den Bauwerken jener Zeit kurz und breit und w. Görres (Schlegel DM. 4, 201); Unſere Schemen würden zu Dunſt verſchweben, wenn wir ſie geradezu in die bunte, verworrene Geſellſchaft der widerhältigen Welt verſetzen wollten. Hegel (G. 40, 48).</entry>
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