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      <titleStmt>
        <title>Artikel „Haken“</title>
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            <surname>Sanders</surname>
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            <surname>Göttel</surname>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „Haken“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <lbl>I.</lbl>
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          <orth expand="Haken" orig="Hāken">Hāken</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp><pos norm="noun">m.,</pos><gen norm="masculine"/> –s; uv.; Häkchen, lein, Häkel; -:</gramGrp>
        </form>
        <sense>etwas am Ende krumm oder in einem Winkel Gebog- <bibl><biblScope>83*</biblScope> <title>nes, nam. inſofern es dient, Etwas daran zu hängen oder Etwas damit zu ergreifen und an ſich zu ziehen, oder auch inſofern ſich Etwas daran hängt ꝛc., vgl. Krapf: 1) allgem.: Etwas, z. B. das Schwein beim Schlachter, der Keſſel in der Küche hängt am H.; Einen Draht zum H. umbiegen; H. und Ohr oder Öhſe (ſ. d. und vgl. Heft 2a); Wie Hak’ und Öhſe paſſen.</title></bibl> <bibl><author>KGroth</author> <biblScope>93;</biblScope> <title>Den Zweig am Baum mit einem H. faſſen und niederziehn; Etwas biegt, wendet ſich in einem H.; Die H. und Haare des gediegenen Silbers.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>19, 317;</biblScope> <title>Jch finde für meinen Hut keinen H. [zum Anhängen].</title></bibl> <bibl><biblScope>35, 147;</biblScope> <title>Schrauben, H. und Zacken.</title></bibl> <bibl><biblScope>39, 157;</biblScope> <title>Der Stieg am Berge wendet ſich wie in einem H. (ſ. 5).</title></bibl> <bibl><author>Knebel</author> <biblScope>3, 123;</biblScope> <title>Den Mann, den man mit H. der Hölle von meinem blutenden Herzen riß.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>205a;</biblScope> <title>Die Welt von dieſer Krankheit zu befreien | ſtreckt ſieben H. jene Buche hin; | an dieſe hängt ſie Roland auf.</title></bibl> <bibl><author>Streckfuß</author>  <title>Rol.</title></bibl> <bibl><biblScope>13, 41;</biblScope> <title>Spangen . ., eingreifend mit ſchön gebogenen Häklein.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Od.</title></bibl> <bibl><biblScope>18, 294 ꝛc.</biblScope></bibl> — S. auch die folg. Nummern und die Zſſtzg. — 2) Einen Miſſethäter in die H. werfen, in einen engen Thurm mit vorragenden Eiſenhaken in den Wänden, die ihn — zerfleiſchend und aufſpießend — ſchmerzhaft enden laſſen. <bibl><author>Muſäus</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 165.</biblScope></bibl> — 3) Ackerb.: eine Art Pflug (ſ. d.) ohne Räder, Acker-, Ruhr-H. ꝛc., Radlitz, nach dem Haupttheile dem Hakenkrümmel oder Krummholz; Wie der H. im Mecklenburgiſchen ſlawoniſchen Urſprunges iſt. <bibl><author>Niebuhr</author>  <title>Nachg.</title></bibl> <bibl><biblScope>222.</biblScope> <title>Auf die dazu brauchbaren Bäume bezieht ſich zunächſt das Sprchw.: Was ein guter H. wird, krümmt ſich bei Zeiten, ſ.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Georg.</title></bibl> <bibl><biblScope>24.</biblScope> <title>So auch: Das Netz iſt H. und Pflug (ſ. d.) ihm [dem Fiſcher]. Theokr. Fragm.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 2 =</biblScope> <title>Das was ihn nährt. Vgl. auch Haken</title></bibl> <bibl><biblScope>I12,</biblScope> <title>Häker.</title></bibl> — Auch „ein Pflug, deſſen zweiſchneidige Schar nebſt den beidſeitigen Moltbrettern die Geſtalt eines Pfeilwiderhakens hat“. <bibl><author>Schm.</author></bibl> — Daher auch (vgl. Pflug) ein Ackermaß, z. B. in Mecklenburg eine halbe Hufe. — 4) Anat.: außer einigen hakenförmigen Knochen ꝛc., nam. auch Bez. der Hakenzähne, d. h. nach <bibl><author>Falke</author>  <title>,,der vier zwiſchen Schneide- und Backenzähnen gelagerten, kegelförmig bekrönten und an der Wurzel hakenförmigen Zähne“: Die Pferde bekommen die H. meiſt im fünften Jahre ꝛc. So heißen auch die Spitzzähne der Kinder Häkerlein und manche Jäger nennen auch die beiden ſtumpfen Zähne oben zu beiden Seiten im Maule des Hirſches H. (Gränel).</title></bibl> — 5) Bergb.: Der Gang wirft einen H., ſetzt aus ſeiner Stunde ab, nimmt eine andre Richtung. — 6) Botan.: Häkchen, Gabel (ſ. d. 2d). — 7) Buchdr.: Häkchen, Apoſtroph, das Zeichen (’) für den Wegfall eines Selbſtlauters z. B. in: Ew’ger ꝛc. — 8) Drechsl.: eine Art großer Drehſtähle (ſ. d.) mit langem Heft, zum Drehen großer Eiſenarbeiten. — 9) Fiſcher: der untre Theil der Angel (ſ. d. und Huk): Eine ſpielende Angelruthe für Den, der ſie ausgiebt, ein haltender H. für Den, der ſie empfängt. <bibl><author>Lewald</author>  <title>W.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 73;</biblScope> <title>Wir wollen bald dem H. einen Köder finden.</title></bibl> <bibl><author>Sealsfield</author>  <title>Leg.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 17;</biblScope> <title>Verſchlingt er [der Fiſch] den Hamen und am Gaumen wird er aus ſeinem Element mit dem grauſamen H. heraufgeriſſen.</title></bibl> <bibl><author>Tieck</author>  <title>A.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 101 ꝛc.</biblScope> <title>Vgl. Aber-H., der Hals einer Fiſchreuſe, wodurch die Fiſche hinein-, aber nicht herauskönnen.</title></bibl> <bibl><author>Schm.</author></bibl> — Bei den Schweizer Fiſchern bez. H. das Männchen des Lachſes wegen des hakenförmigen Anſatzes an der untern Kinnlade. — 10) Kriegsk.: eine früher übliche Art Feuergewehre mit einem H. im Schaft zum Auflegen auf das Geſtell oder den Bock, ſ. Hakenbüchſe. Nbnf.: Hocken und lange Röhre. <bibl><author>Schweinichen</author> <biblScope>1, 339;</biblScope> <title>Hockenſchützen.</title></bibl> <bibl><biblScope>328 ꝛc.</biblScope></bibl> — 11) Kriegsbauk. (vgl. 5): die Wendungen der Laufgräben. — 12) Schiff.: die Schaufeln des Ankers, ſ. Anker-H. ꝛc. — 13) Schriftgieß.: ein Theil des Gießinſtruments zum Losmachen der gegoßnen Lettern. — 14) Sticker.: Häkchen, eine in ein Heft feſtgeſchrobne Nadel mit feinem Widerhaken an der Spitze, der (das) Häkel, vgl. Häkeln. — 15) Tuchſcherer: kleine gekrümmte Eiſen zum Befeſtigen und Dehnen des Tuchs auf dem Schertiſch. — 16) Uhr- mach.: Der engliſche H., der in das Steigrad greifende und die Bewegung regelnde Bogen, Anker. — 17) übertr.: Seinen H. irgendwo anſchlagen, Etwas (nam. eine Frau) zu erlangen ſuchen. — 18) übertr. auf Geiſtiges: ein kleiner Sparren: Wenn Einer auf dem Dorfe ein Häkchen hat, ſo kann man ſicher ſein, daß es zum Sparren ausgeſchmiedet wird. <bibl><author>Auerbach</author>  <title>D.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 372;</biblScope> <title>Für dieſe Krone, um ſie aufzuhängen, gab es bei ihm nicht bloß den Kopf, ſondern auch einen H. am Kopf, einen Sparren.</title></bibl> <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>Bl.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 148 ꝛc.</biblScope></bibl> — 19) Einen H., ein Häkchen auf Einen haben <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Pik, auf ihn pikirt ſein. Vgl.: H. und Schnaken (Sticheleien und Schwänke), Bez. der weltlichen Lieder im mähriſchen Kuhländchen.</title></bibl> — 20) Die Sache hat einen (ihren) H., eine Schwierigkeit, Bedenklichkeit, Etwas, weßhalb es nicht ſoglattabgeht, woran es ſich ſtößt, hapert (ſ. Häkelig); Damit hat es ſeinen H.; Da eben ſitzt, liegt, ſteckt der H.; Was wahrſcheinlich der H. iſt, an dem die ganze Reiſe ſcheitern muß. <bibl><author>Forſter</author>  <title>B.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 197 ꝛc.</biblScope></bibl></sense>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Ahd. <bibl><biblScope>hako,</biblScope> <title>mhd. hake(n), nicht immer genau geſchieden von</title></bibl> <bibl><biblScope>hacke,</biblScope> <title>ſo auch im Nhd., z. B.: Was ein Häckchen werden will ꝛc. (ſ. 3).</title></bibl> <bibl><author>Grimm</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>14;</biblScope> <title>Daß es hab’ einen Hacken</title></bibl> <bibl><biblScope>[20,</biblScope> <title>im Reim: Nacken].</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>Mak.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 158.</biblScope></bibl> — Wohl von der Wurzel <bibl><biblScope>ha</biblScope> <title>(ſ. Haben) mit dem Grundbegriff des Faſſens, ſ. auch Hamen.</title></bibl> — Die Form „Hake“ gw. nur noch in der Zuſammenſtellung: Hak’ und Öhſe.</p>
        </note>
        <p type="compositions">
          <p type="introduction">Zſſtzg. z. B.: Āber- [9]. — Ácker- [3]. — Ángel- [9]. — Ánker- [12]: Haken des Kattblocks zum Aufkatten des Ankers. —</p>
          <entry type="sub"><comp>Bácken-:</comp> an der Hobelbank Bolzen, zwiſchen deren Backen man das zu Bearbeitende feſtkeilt, ſ. Klamm-H. — Bálk-[12]: krumme Eiſen-H. mit klauenartigen Spitzen zum Fortſchleppen von Rundholz, auch: Schlepp-H., Teufelsklaue. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Bánd-:</comp> der Böttcher, („Hund“) die Bänder über die Stäbe zu ziehn, bei den Schloſſern ein eiſerner Haken mit darum beweglichen Band. — Bánk- [12]: der Walfiſchfänger, das Speck auf die Bank zum Zerſchneiden zu legen. — Bāūch- [3]: Acker-H. mit Vorgeſtell, auch: Pudel-H. — Bāūmel- [3]: der in Mecklenburg gewöhnliche Acker-H., auch Bummel-H. — Bīēr- [12]: zum Aufhiſſen von Tonnen, auch Schinkel-H. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Blánk-:</comp> der Schieferdecker, zur Befeſtigung des Dachſtuhls. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Blēī-:</comp> in Schmelzhütten ein Haken, der in das ſchmelzende Blei geſetzt wird, um das erkaltete emporzuheben. — Blóck- [12]: Haken an einem Block. — Bōōts- [12]: Stange mit einem graden und einem krummen Arm aus Eiſen zum Abſtoßen und zum Feſthalten oder Fortziehn des Boots ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Bórd-:</comp> Haken am Borde oder Rande der Salzpfannen, zum Aufhängen derſelben. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Bránd-:</comp> Feuer-H. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Brúnnen-:</comp> an der Brunnenſtange zum Anhängen des Eimers ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Būch-:</comp> Klauſur (ſ. d. 2). —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Búmmel-:</comp> Baumel-H. — Búrg- [12]: zahn- artige Ausſchnitte an den Kanten zuſammenzufügender Hölzer, wodurch man geborgen, d. h. vor dem Ausein- andergehn der Fugen geſchützt iſt. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Dách-:</comp> eiſerner Haken, woran die Leiter der Dachdecker befeſtigt wird. OLudwig Himm. 189; auch eine Art Dachziegel mit hakenförmiger Erhöhung. — Dóppel- [10]: mit der doppelten Ladung der gewöhnlichen Hakenbüchſen. — Drégg- [12]: kleiner Anker mit ſtark gekrümmten Armen zum Auffiſchen von Tauen ꝛc. aus dem Meeresgrund. — Drêh- [8]; auch bei den Seilern, durch deſſen Drehung die daran befeſtigten Garnfäden zuſammen gezwirnt werden. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Egge-:</comp> Stecken mit einem Haken, die Eggevon Zeit zu Zeit zu lüpfen. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Eīſen-:</comp> eiſerner Haken. — Enter- [12]: zum Entern. — Es- [12]: in Form eines S, nam. zum Aufhiſſen von Fäſſern ꝛc. ― Fāhrt-: Bergb., zum Aneinanderhängen der Fahrten oder Leitern. — Fálz- [8]: Etwas von innen auszudrehn. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Fêder-:</comp> z. B. in Gewehrſchlöſſern ein die Schlagfeder zurückpreſſender Haken, ſo auch Deckel-F. ꝛc.; ein Werkzeug zum Ausnehmen und Einſetzen der Federn in Gewehrſchlöſſer, — auch zum Spannen der Federn im Fuchseiſen ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Fénſter-:</comp> zum Zuketteln der Fenſter. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Fēūer-:</comp> an langer Stange zum Einreißen brennender Gebäude, Brand-, Sturm-H. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Fírſt-:</comp> der Dachdecker, auf die Firſt gelegt zur Befeſtigung der Leiter, ſ. Dach-H. — Fíſch- [9]: Angel. Amos 4, 2; häufiger ein eiſerner Haken an langer Stange zum Heben der Reuſen ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Flēīſch-:</comp> zum Aufhängen von Fleiſch. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Flȫß-:</comp> Boots-H. für Flöße. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Fórm-:</comp> Hüttenb., die Form an den Bläſebälgen von Schlacken zu reinigen. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Fórſt-:</comp> Firſt-H. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Gewinn-:</comp> ſ. Zieh-H. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Glätt-:</comp> Hüttenw., ein Eiſen, die Glättgaſſe zu machen. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Glīēder-:</comp> der Seiler, an einem Ring, mit Gliedern oder Gelenken, zum Anhängen der zuſammenzudrehenden Fäden, auch Nachhalter. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Grēīf-:</comp> Agraffe. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Grúnd-:</comp> Haken, Etwas aus dem Grund des Waſſers aufzuholen, ſ. auch Pump-H. Hāī- [9]: großer Angel-H. zum Fang der Haifiſche, niederd. Hai-Huk. — Hánd- [12]: leichte Haken mit einem Handgriff, die zum Fortſchleppen von Säcken ꝛc. in dieſelben eingeſchlagen werden. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Hāſen-:</comp> krumme Sprünge, wie ſie der Haſe macht: Die vom Schiff geſchlagenen H. nachrechnen. LSchefer Rom. 5, 9. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Héft-:</comp> an der Heftlade der Buchbinder. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Héftel-:</comp> weidm., Pfoſten mit Haken, die Leinen auf dem Boden zu befeſtigen. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Hólz-:</comp> Klammer-H. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Jánken-:</comp> im Meſſingwerk, zum Richten des Jankens (ſ. d.). —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Kálk-:</comp> hölzerner Haken zum Auseinanderziehn des zu löſchenden Kalks. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Kámm-:</comp> ſcherzh. das gebogne Genick, wohl Umdeutung aus Kant-H. = Kenter-H. (ſ. d.). — Kardǟtſchen-, Kárden-: ſ. Kardätſche. — Kátt- [12]: Anker-H. — Kêhl-, Kēīl-: Name von Vögeln, ſ. Keilhacke. — Kénter- [12]: zum Umkentern oder Umwälzen von Bäumen, Balken ꝛc., die auf dem Boden liegen: Eine Sache beim Kant-H. oder bei allen Zipfeln zu erwiſchen. Goltz 2, 392. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Kéſſel-:</comp> zum Aufhängen des Keſſels übers Feuer. — Klámm-, Klémm-: ein in rechten Winkeln gebogner Haken, etwas zu Behobelndes oder Zuſammenzunagelndes darin feſt zu keilen oder zu ſchrauben, ſ. Backen-H. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Klámmer-:</comp> ein grader nach beiden Enden rechtwinklig gekrümmter Haken, Stücke Bauholz damit zu befeſtigen, Holz-H., Klammer. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Klínk(en)-:</comp> worin die Thürklinke ruht. — Knēīf-, Knēīp-: Schrei-H. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Kóppel-:</comp> zwei aneinander gekoppelte Haken, die man an etwas Aufzuwindendes anſchlägt. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Krátz-:</comp> ein hakenförmig gekrümmtes Eiſen, den Kreidegrund zu den Vergoldungen abzuputzen. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Kríll-:</comp> verächtliche Bez. für etwas ſchlecht und unleſerlich Geſchriebnes. Brachvogel FB. 1, 17, vgl. Krollen, inſofern die Buchſtaben „ſchief und krumm“ ſtehen. — Kúrr- [3]: Art Acker-H. — Lánd- [12]: einarmiger Anker, nam. auf Flüſſen, um an Ufern und Anhöhen zu landen. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Lénk-:</comp> der Dachdecker, zur Verbindung ihrer Leitern. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Míſt-:</comp> an einer Stange, den Miſt auseinander oder vom Wagen zu ziehn. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Nǟh-:</comp> der Handſchuhmacher. — Nāht- [12]: an einem Stiel, beim Kalfatern das alte Werg aus den Plankennähten zu reißen. — Nāſen- [12]: bei den Wallfiſchfängern ein Haken, der dem getödteten Wallfiſch in die Naſe gehakt wird, um ihn beim Speckabſchneiden an der Seite des Schiffs feſtzuhalten ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Nēīd-:</comp> Neidnagel (ſ. d.). Spate. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Néſt-:</comp> gw. in der Verkl. = Neſtküchlein, Neſtquakelchen, ſ. Hecken, Anm. und vgl.: Die zuletzt ausgeheckten Vögel ſind die kleinſten und ſchwächſten. V. Sh. 2, 620; Du jüngſte Taub’ an meinem Herde! .. Neſthäkchen meines Ehe-Neſtes! Freiligrath Garb. 152; Nachdem das vorhergehende Kind ſchon 8 Jahre alt, war dies Neſthäkchen wie eine ungehoffte Weihnachtsfreude den Eltern noch geſchenkt worden. Kinkel E. 239 ꝛc. Holtei Menſch 1, 15 ſchreibt: Neſthägchen, auf das ,,Hegen und Hätſcheln“ hindeutend, ſ. auch Gack, Anm. 5 und Neſtkegel. — Pénter- [12]: zum Pentern des Ankers. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Pfāhl-:</comp> in Windmühlen, ſ. Möſer Ph. 3, 243. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Pínt-:</comp> bei den Tuchſcherern zur Befeſtigung der Sahlleiſten des Tuchs auf den Schertiſch. — Pūdel- [3]: Bauch-H. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Púmp(en)-:</comp> an langer Stange zum Einſetzen und Ausheben des Pumpeneimers. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Rēīf-:</comp> hakenförmige Zange der Grobſchmiede, deren ſie ſich bedienen, wenn ein Rad mit einem ganzen Reif beſchlagen werden ſoll. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Rēīß-:</comp> Art Meißel, nam. zum Aufreißen der Zapfenlöcher, zum Ausputzen der für die Fiſchbänder eingebohrten Löcher ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Rēīt-:</comp> zum Aufhaken der Rockzipfel beim Reiten. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Rícht-:</comp> zum Graderichten der ſchiefgebognen Zähne einer Säge. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Rǘck-:</comp> an den Wänden der Laffeten zum Vor- und Zurückziehn des Geſchützes. — Rūder- [12]: am Steuerruder zum Einhaken in die Fingerlinge. — Rūhr- [3]. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Rūhr-:</comp> (Hüttenb.) zum Umrühren des im Fluß ſtehnden Metalls ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Schēīde(n)-:</comp> zur Befeſtigung der Degenſcheide ans Gehenk. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Schêr-:</comp> <sense n="1)">1) <bibl><biblScope>[15].</biblScope></bibl> —</sense><sense n="2)">2) (veralt.) Schiff.: Art Senſe an den Nocken der Rahen, das feindliche Tauwerk zu zerſchneiden. — Schíff(s)- <bibl><biblScope>[12]:</biblScope> <title>z. B. Enter-H.</title></bibl> — <comp>Schínkel-:</comp> Bier-H. — <comp>Schlēīf-:</comp> der Schorenſchleifer zum Anhängen der Scheren. — <comp>Schlépp-:</comp> Etwas fortzuſchleppen, z. B. im Bergb., Schiff. (ſ. Balk-H.). — Schlicht- <bibl><biblScope>[8]:</biblScope> <title>Dreh-H. mit gradliniger Schneide, wie beim Schlichtſtahl.</title></bibl> — <comp>Schlīēß-:</comp> der ins Schloß eingreift oder worein deſſen Riegel ſchnappt. — <comp>Schlítten-:</comp> der in einer Schneidemühle ꝛc. das Schiebezeug, den ſogen. Schlitten oder Wagen bewegt. — <comp>Schlüſſel-:</comp> zum Anhängen von Schlüſſeln. — <comp>Schnǖr-:</comp> an den Kleidern für die Schnürkette (ſ. d.). — Schrēī- <bibl><biblScope>[12]:</biblScope> <title>zwei an einem Stropp beweglich hängende Haken, ähnlich wie die Bier-H.</title></bibl> — Schrōt- <bibl><biblScope>[8]:</biblScope> <title>Dreh-H. mit bogenförmiger Schneide, vgl. Schrotſtahl.</title></bibl> — <comp>Schür-:</comp> zum Schüren des Feuers, Vorſchüren des Gekrätzes ꝛc. — <comp>Sēīger-:</comp> das Gekrätz ꝛc. aus dem Seigerofen zu ziehn. — <comp>Sēīl-:</comp> Bergb., Klobenglied. — <comp>Sétz-:</comp> Hüttenw., Baum mit zwei Haken, die Kienſtöcke vom Seigerofen zu heben. — <comp>Spángen-:</comp> Agraffe. — <comp>Spéck-:</comp> nam. <bibl><biblScope>[12]</biblScope> <title>der Wallfiſchfänger.</title></bibl> — <comp>Spérr-:</comp> Etwas damitzu ſperren, auch <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Sperrhorn, der Hornamboß der Klempner, Goldſchmiede.</title></bibl> — <comp>Spīēgel-:</comp> in der Wand zum Aufhängen eines Spiegels. — <comp>Spínn-:</comp></sense><sense n="1)">1) Haken zum Spinnen der Seile. — 2) zum Durchziehen des beim Spinnen abgerißnen Fadens durch das Spulloch. — Spítz- <bibl><biblScope>[8]:</biblScope> <title>Dreh-H. mit zwei in eine Spitze zuſammenlaufenden Schneiden, ſ. Spitzſtahl.</title></bibl> — <comp>Stáng-:</comp> (Bergb.) Krummeiſen. — Stíck- <bibl><biblScope>[14].</biblScope></bibl> — <comp>Stīēfel-:</comp> zum Anziehn der Stiefel. — <comp>Stóllen-:</comp> Hüttenb., zum Abſtechen, wenn die Gänſe gemacht werden, dienend. — <comp>Stúrm-:</comp> Feuer-H. — <comp>Stürz-:</comp> Bergb., Haken an einer Kette über einen Schacht zum Umſtürzen der Tonnen. — <comp>Stütz-:</comp> Thür-H. mit eiſerner Stütze darunter. — <comp>Táſt-:</comp> bei Kahnbauern ein platter Haken an einer Kette zum Anpreſſen der Planken. — <comp>Trāūf-:</comp> Aufſchiebling am Dach. — <comp>Thūr-:</comp> Thürangel. — <comp>Tūch-:</comp> der Färber, das Tuch in der Küpe breit zu ziehn. — <comp>Wāgen-:</comp> Schlitten-H. — <comp>Wīder-:</comp> ein Haken an Etwas, der der Bewegung desſelben in einer beſt. Richtung widerſtrebt: Ein Pfeil mit W. ꝛc., auch Name einer Pflanze, deren Kelch mit gekreuzten W. verſehen iſt, <bibl><biblScope>Ancistrum.</biblScope></bibl> — <comp>Wínkel-:</comp> ein rechtwinklig gebogner Haken als Werkzeug oder Theil eines ſolchen, z. B. das Winkelmaß der Zimmerleute und Tiſchler; Buchdr.: das Werkzeug, worin der Setzer die Zeilen ſetzt und ausſchließt; Orgelbau: ein die Wellen und Kuppeln zuſammenhaltender Draht; Schloſſer: ein den Riegel in deutſchen Kofferſchlöſſern hebender Riegel; Schriftgieß.: Werkzeug mit rechtwinkligem Ausſchnitt zum Abgleichen der gegoßnen Lettern darin ꝛc. — Auch Name einer ſeltnen Auſter, <bibl><biblScope>Ostrea isogonum.</biblScope></bibl> — <comp>Zīēh-:</comp> ein Haken, um Etwas zu ziehen <bibl><biblScope>—,</biblScope> <title>nam. im Bergb. das Geſtänge des Bergbohrers aus dem Bohrloch zu ziehn, der Gewinn-H.; bei den Böttchern in zweibodigen Gefäßen den zweiten Boden heraufzuziehn.</title></bibl> — <comp>Zūg-:</comp> Zieh-H. ꝛc.</sense></entry>
        </p>
      </entry>
    </body>
  </text>
</TEI>
