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      <titleStmt>
        <title>Artikel „glauben“</title>
        <author ref="https://viaf.org/viaf/61594915/">
          <persName>
            <surname>Sanders</surname>
            <forename>Daniel</forename>
          </persName>
        </author>
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          <persName>
            <surname>Göttel</surname>
            <forename>Sebastian</forename>
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        </editor>
        <editor>
          <persName>
            <surname>Wiegand</surname>
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          <email>edition-sanders@bbaw.de</email>
          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
          <orgName role="hostingInstitution" xml:lang="en">Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities (BBAW)</orgName>
          <orgName role="hostingInstitution" xml:lang="de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW)</orgName>
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             <addrLine>Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin</addrLine>
             <country>Germany</country>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „glauben“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <form type="lemma">
          <orth expand="glauben" orig="Glāūben">Glāūben</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp><pos norm="verb">tr.,</pos><subc norm="transitive"/> refl. u. <pos norm="verb">intr.</pos><subc norm="intransitive"/> (haben):</gramGrp>
        </form>
        <sense>einen Glauben hegen, vertrauend etwas nicht Gewußtes oder durch Vernunftgründe Erkanntes für wahr halten, was bald prägnant, — namentl. in religiöſer Beziehung, — die innigſte Überzeugung von der Wahrheit einer Sache, von der Exiſtenz eines Weſens und das feſteſte Vertrauen auf dasſelbe bezeichnen kann, bald aber auch in abgeſchliffnem Sinn das bloße Dafürhalten und ſich alſo dem „Meinen“ nähert: 1) <bibl><biblScope>tr.:</biblScope> <title>Einem Etwas g., Dies im Vertrauen auf die Perſon und ihr Zeugnis für wahr halten, wobei der Dativ zuw. auch etwas Sachliches in perſönlicher Auffaſſung ſein kann: Er wollte es mir auf meinen Schwur,</title></bibl> — es meinem Schwur nicht g.; Er glaubte ſeinem Ohr den ſüßen Wechſel nicht. <bibl><author>W.</author> <biblScope>3, 44 ꝛc.</biblScope></bibl> — Das Obj. auch durch einen Satz ausgedrückt: Man wollte ihm nicht g., daß er es geſehn hätte ꝛc. — Auch paſſ.: Die Erzählung, — Das wurde ihm nur von Wenigen geglaubt; Es wurde ihm nicht geglaubt, daß er dort geweſen ſei ꝛc., ſ. <bibl><biblScope>2</biblScope> <title>und</title></bibl> <bibl><biblScope>6a.</biblScope></bibl> — Mundartl. auch: Einem Waaren g., auf Kredit geben, ſ. Glaube <bibl><biblScope>1c</biblScope> <title>und Gläubiger.</title></bibl> — Verſch. mit reflex. Dat.: Sich Etwas g., zutrauen: Wer ſich Muth und Kraft glaube, ſie zu ſtudieren ꝛc. <bibl><author>G.</author> <biblScope>3, 196.</biblScope></bibl> — 2) <bibl><biblScope>tr.,</biblScope> <title>ohne Dat. (ſ. 1): Etwas g., für wahr halten; Etwas feſt, ſteif und feſt, ſicher, heilig g.; Das kann ich nicht,</title></bibl> — unmöglich, nun und nimmer, in alle Ewigkeit nicht — g.; Es iſt kaum zu g.; Das will ich (gern) g.; Das glaube ich, auch in Bezug auf einen Bedingungsſatz <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>So geb’ ich der Sache meinen Beifall, ſo kann ich ſie mir erklären, allerdings ꝛc.: Das glaub’ ich, wenn wir Allen helfen könnten, dann wären wir zu beneiden.</title></bibl> <bibl><author>L.</author>  <title>ꝛc.; Wir glaubten Wunder [ſ. d.], was Ihnen widerfahren.</title></bibl> <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 143; 117;</biblScope> <title>Solche Handlung glaube ich von ihm nicht, halte ihn deren nicht fähig ꝛc.; Einen (zuw. Einem) Etwas g. laſſen, g. machen (ſ. a); Jch glaube den Bericht nicht, halte ihn, das Berichtete, nicht für wahr, verſch.: Ich glaube dem Bericht nicht, traue ihm, dem Zeugnis des Berichtenden nicht, ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>6a.</biblScope></bibl> — <sense n="a)">a) das Obj. auch ein abhängiger Satz mit oder ohne „daß“: Ich glaube [meine, halte dafür], daß du Recht haſt, — du haſt Recht; Ich glaubte, daß du Recht hätteſt (habeſt), — du hätteſt Recht; Ich glaubte, er würde hier ſein; Ein Menſch, der .einen Stollen <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>an ſeinem Bett umarmt und heilig glaubt, er ſei | an ſeiner Göttin .. Buſen.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>11, 174 ꝛc.,</biblScope> <title>wo der Konjunktiv den Glauben als Wahn bezeichnet; ſo auch zuw. mit: als wenn, als ob, z. B.: Der Schmuck an Früchten . . ließ g., als wenn es der Herbſt .. wäre.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>15, 298;</biblScope> <title>Glaubt nicht, als ob der Zweck nur die Vergnügung wäre.</title></bibl> <bibl><author>Lichtwer</author> <biblScope>117 ꝛc.</biblScope></bibl> — Veralt.: Solchen Gottesdienſt, den [jetzt gewöhnl.: von dem] wir glauben, daß er Gott angenehm ſei. <bibl><author>Zinkgräf</author> <biblScope>1, 318 ꝛc.</biblScope></bibl> — Oft: Er ließ mich g., ich ſei ihm gleichgültig; Machen Sie ihn durch wiederholte Stürme auf ſeine Leidenſchaft g., daß Sie der zärtliche Vater nicht ſind, ſo ꝛc. <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>195a.</biblScope> <title>Daneben (ſ. Machen): So mußte er ihr nur g. machen, es ſei Einer da.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>3, 194; 10, 24 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) haben Haupt- und Nebenſatz dasſelbe Subj., ſo ſteht auch der Infin. mit „zu“: Ich glaube, daß ich Recht habe, — Recht zu haben; Weil man ſie doch am Ende zu beherrſchen glaubt oder hofft. <bibl><author>G.</author> <biblScope>39, 296 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="c)">c) früher, auch bei wechſelndem Subj., mit Accuſ., bei bleibendem mit „ſich“ und Infin. und zwar am häufigſten mit ,,ſein“, z. B. noch: Daß man ſich mit der Saalnixe .. verſchwägert zu ſein glaubte. <bibl><author>G.</author> <biblScope>15, 175;</biblScope> <title>Was er ſeiner Nation am gemäßeſten zu ſein glaubte.</title></bibl> <bibl><biblScope>33, 178;</biblScope> <title>Welches die Phrygier deßwegen géſchehen zu ſein glaubten.</title></bibl> <bibl><author>Heinſe</author>  <title>A.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 64;</biblScope> <title>Geſinnungen, die man ihn für dieſe Macht zu haben glaubte.</title></bibl> <bibl><author>JGJacobi</author>  <title>Ir.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 220;</biblScope> <title>Daß er Etwas nach dem Geſchmack ſeiner Landsleute zu ſein geglaubt.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>3, 392; 5, 61; 12, 247; 11, 162;</biblScope> <title>Das hölliſche Feuer, welches in dem vorigen Kriege der König von Preußen zu haben geglaubt ward.</title></bibl> <bibl><biblScope>238;</biblScope> <title>Daß man in jedem Stiche eine Grazie verſteckt zu ſein glaubte.</title></bibl> <bibl><author>Möſer</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 44;</biblScope></bibl> <bibl><author>Stilling</author> <biblScope>1, 105;</biblScope></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>10, 182 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="d)">d) aus <bibl><biblScope>c</biblScope> <title>entwickelt ſich durch Fortfall des „zu ſein“ die heute gw. Fügung: Einen, ſich klug, reich, im Recht g. ꝛc., z. B.: Daß ſie mich einen redlichen Mann glaubten [dafür hielten].</title></bibl> <bibl><author>Arndt</author>  <title>E.</title></bibl> <bibl><biblScope>330;</biblScope> <title>Weil wir dich weit in der Ferne geglaubt.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>1, 157;</biblScope> <title>Jedermann glaubt mich in Ungnade.</title></bibl> <bibl><biblScope>10, 6;</biblScope> <title>Als er ſein Zimmer neulich | erbrochen glaubte.</title></bibl> <bibl><biblScope>13, 106; 185;</biblScope> <title>Daß der Menſch das Ziel ſo nahe glaubt.</title></bibl> <bibl><author>Hölderlin</author>  <title>H.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 15;</biblScope> <title>Sinkt, was man ewig glaubte, | wie eine Sage hin?</title></bibl> <bibl><author>AMeißner</author>  <title>Gd.</title></bibl> <bibl><biblScope>77;</biblScope> <title>[Der ihn] ’nen Baſtard ſchilt, vielleicht auch ſelber glaubt.</title></bibl> <bibl><author>Müllner</author> <biblScope>2, 10; 5, 347;</biblScope> <title>Junges, | das er im Neſte glaubt.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>Roſt.</title></bibl> <bibl><biblScope>107a;</biblScope> <title>Den mächtig geglaubten Zauberſtab.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>18, 72 ꝛc.</biblScope></bibl> — Man verwechsle hiermit nicht die ſeltnere Fügung, wo das Ew. die Wirkung, den Erfolg des Glaubens bez., z. B.: Er glaubt ſich ſelig, gw.: er glaubt es zu ſein, aber auch: Er wird es durch ſeinen Glauben. Vgl. nam.: Sich im Himmel g., und: Der Einfältige glaubt ſich in den Himmel und der Gelehrte zweifelt ſich in die Hölle. <bibl><author>V.</author>  <title>Ant.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 362 ꝛc.,</biblScope> <title>ſ. hinein-g.</title></bibl> — 3) <bibl><biblScope>tr.:</biblScope> <title>Etwas, ein höheres Weſen g., von dem Daſein (und dem Wirken) desſelben überzeugt ſein, ohne es mit dem Verſtande zu begreifen: Wer darf ihn [Gott] nennen | und wer bekennen: | Jch glaub’ ihn? | wer empfinden | und ſich unterwinden, | zu ſagen, ich glaub’ ihn nicht?</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>11, 150;</biblScope> <title>So g. Sie kein Schickſal, keine Macht, die über uns waltet?</title></bibl> <bibl><biblScope>16, 79;</biblScope> <title>Geſpenſter, den Teufel, Engel, die Unſterblichkeit der Seele, die Auferſtehung Chriſti, der Todten ꝛc. g. S.</title></bibl> <bibl><biblScope>6b.</biblScope></bibl> — 4) das Partic. Geglaubt ſ. o., z. B.: Die von Vielen geglaubte, von Einigen aber bezweifelte Geſchichte ꝛc., zuw. auch (ſ. 2d) <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>vermeint, für Etwas gehalten, z. B.: Friederich, der ehemals geglaubte Eroberungsſüchtige.</title></bibl> <bibl><author>Engel</author> <biblScope>4, 95;</biblScope> <title>So daß der Neuere . . ſeine geglaubte Originalität oft beſchämt ſieht.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>39, 108 ꝛc.</biblScope></bibl> — Aber auch zuw. zu der Fügung: Eine m g. (6a) gehörig, vgl. die Partic.: Gefolgt, geſchmeichelt ꝛc., z. B.: Das Elend einer nie von ihren Mitbürgern geglaubten Weisſagerin. <bibl><author>WHumboldt</author> <biblScope>3, 8;</biblScope> <title>Jetzo geglaubt, empfängt er ſofort die bezauberten Kräuter.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Ov.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 13;</biblScope> <title>Wie ich Gekränkte weggeh’, ungeglaubt. Sh.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 249.</biblScope></bibl> — 5) <bibl><biblScope>refl.,</biblScope> <title>ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>2d.</biblScope></bibl> — 6) <bibl><biblScope>intr.:</biblScope></bibl></sense><sense n="a)">a) mit Dat. (ſ. 1): Einem, Jedem, Keinem, Jemandes Wort, Eid, Schwur, Verſichrung, Zeugnis, den eignen Sinnen g. [trauen]; Den Ohren iſt’s ein Traum, <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>den Augen ſelbſt wirſt du nicht g.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>10, 255.</biblScope></bibl> — Eine m, verſch.: Einen Bericht g. ſ. <bibl><biblScope>2,</biblScope> <title>ähnlich (vgl. 3): Alle und jede rechtgläubigen Katholiken g. die Bibel und der Bibel [halten ſie für ein göttliches Buch und trauen, folgen daher ihrem Wort].</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>10, 246 ꝛc.,</biblScope> <title>ſ. auch</title></bibl> <bibl><biblScope>b.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) An Einen, an Etwas g., ſich nahe berührend mit <bibl><biblScope>3,</biblScope> <title>doch, genau genommen, durch eine Nüance verſchieden, indem an gleichſam die Stütze bez., Dasjenige, woran man glaubend ſich hält, ſo nam. von religiöſen Glaubensſatzungen: Wer die Auferſtehung der Todten glaubt, hält den Satz, daß ſie auferſtehen werden, für wahr; wer daran glaubt, ſtützt ſich auf dieſe Überzeugung und handelt ihr gemäß. So: An Gott, Chriſtum g., wo mit Nüance auch der Accuſ. ſtehen kann, z. B.: An Träume g. (nicht: Träume, ſondern eher: Träumen g.) ꝛc.:</title></bibl> Chri- ſtum g.: wiſſen und für wahr halten, daß ein Chriſtus in der Welt geweſen ..; Chriſto g. (ſ. a): ſein Wort als göttliche Wahrheiten annehmen und denſelben Beifall geben; an oder auf Chriſtum g.: eine lebendige Erkenntnis des Meſſiä haben und ſich ſein Verdienſt gläubig zueignen. <bibl><author>Büchner</author>  <title>Konk.</title></bibl> <bibl><biblScope>918b;</biblScope> <title>Wenn man ihn [den Teufel] glaubt [ſeine Eriſtenz annimmt], muß man ſich nur hüten, nicht an ihn zu g. [ſeinen Einwirkungen Folge zu leiſten].</title></bibl> <bibl><author>Tieck</author>  <title>N.</title></bibl> <bibl><biblScope>6, 67 ꝛc.</biblScope></bibl> — Statt des an (ungw. mit Dativ: An der preußiſchen Konſtitution will ich wohl g. <bibl><author>Börne</author>  <title>Par.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 189),</biblScope> <title>theol. auch auf (ſ. o.</title></bibl> <bibl><author>Büchner),</author>  <title>veralt. in, z. B.: In das Wort Gottes</title></bibl> <bibl><author>(Fiſchart</author>  <title>B. 31b), in</title></bibl> einen Gott g. <bibl><author>(Zwingli</author> <biblScope>2, 203)</biblScope> <title>u. o.</title></bibl> — Übertr.: An Etwas, daran g. müſſen (ſ. Anm.), einem unvermeidlichen Geſchick verfallen, ſterben, z. B. <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>9, 415;</biblScope> <title>Zaubr.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 118.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="c)">c) ohne Zuſatz: „Kommt dein Bruder?“ Ich weiß nicht, aber ich glaube wohl [daß er kommt, ſ. <bibl><biblScope>2a];</biblScope> <title>Er wird, wie ich glaube, kommen; Er kommt, glaub’ ich, morgen ꝛc.</title></bibl> — Selig ſind, die da nicht ſehn und doch g. [ſ. <bibl><biblScope>3 ꝛc.].</biblScope></bibl> <bibl><author>Joh.</author> <biblScope>20, 29;</biblScope> <title>Glaubt gläubig und ſagt der Vernunft euch los!</title></bibl> <bibl><author>V.</author> <biblScope>4, 96 ꝛc.</biblScope></bibl></sense></sense>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Goth., ahd. <bibl><biblScope>galoubjan,</biblScope> <title>mhd.</title></bibl> <bibl><biblScope>g(e)louben,</biblScope> <title>wie noch z. B.: Auch gelaubt ſie nit.</title></bibl> <bibl><author>Schaidenreißer</author> <biblScope>IIIb,</biblScope> <title>und veralt., mundartl. ohne Vorſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>ge, ga,</biblScope></bibl> — wie mit andrer Vorſ.: Erlauben, Urlaub, vgl. engl. <bibl><biblScope>be–lieve</biblScope> <title>(glauben). Das Grundw. hat man mit Lieben, Loben zuſammenzuſtellen verſucht, ſ. jedoch</title></bibl> <bibl><author>Schm.</author> <biblScope>2, 412</biblScope> <title>nam. die widerſtrebende alte Bed. des</title></bibl> <bibl><biblScope>refl.</biblScope> <title>mit Genit.</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>ſich einer Sache begeben (ſ.</title></bibl> <bibl><author>Benecke</author> <biblScope>1, 1019a),</biblScope> <title>etwa: ſich von ihr</title></bibl> beurlauben, ſie fahren laſſen. — Dieſe veralt. Bed. ſcheint noch in der <bibl><biblScope>6b</biblScope> <title>erwähnten Wendung: „Daran (ſ. d.) g. müſſen</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>das Leben aufgeben müſſen“ nachzuklingen.</title></bibl> — <bibl><author>Luther</author>  <title>hat meiſt die Form Gläuben, ſo auch z. B.</title></bibl> <bibl><author>Opitz</author> <biblScope>1, 17</biblScope> <title>v.</title></bibl> <bibl><biblScope>253;</biblScope></bibl> <bibl><author>Haller</author> <biblScope>110; 208;</biblScope> <title>alterthümelnd</title></bibl> <bibl><author>Tieck</author> <biblScope>2, 17</biblScope> <title>u. A. m., wie denn Gläubig neben glaubig ꝛc. die gw. hochd. Form geblieben iſt.</title></bibl> — Selten: Die Glaubung; Durch die Sympathie des Glaubers. <bibl><author>Tiedge</author>  <title>Ep.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 191;</biblScope></bibl> Glauberei [das Glauben, in tadelndem Sinn]. <bibl><author>Jahn</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>106,</biblScope> <title>vgl. übrigens Klauberei.</title></bibl></p>
        </note>
        <p type="compositions">
          <p type="introduction">Zſſtzg. z. B.: Āber-: intr. (veralt.), einen Aberglauben hegen, ſ. Grimm. —</p>
          <entry type="sub"><comp>Án-:</comp> tr.: Einem Etwas a., durch den Glauben beilegen, zuſchreiben (vgl. Andichten ꝛc.): Man glaubt der Seele ein geheimes Vermögen an, ihre künftigen Schickſale zu ahnen. Zſchokke 1, 101. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Āūs-:</comp> wortſpielend mit ausklauben (ſ. d.): Was Glaube, Glaube? ſprechen ſie .. So bald kann dieſen Vers Niemand ſprechen, ſie haben ihn in einem Augenblick rein ausgegläubt, ja leider allzurein aus, daß ſie weder uns noch Niemand Etwas daran gelaſſen haben. Luther 5, 67a. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Be-:</comp> tr.: Etwas b., ihm Glauben, Glaubwürdigkeit verſchaffen, beglaubigen (ſ. d.): Er beglaubte mit viel Zeichen | das Evangelium. Fleming 5; Wohl bin ich mit köſtlichen Siegeln beglaubt. G. 1, 143; Das Herz .. liebt ein [von den Prieſtern] beglaubtes Nichts. Haller 63; Ein unbeglaubter Muth. L. 1, 176; In den beglaubteſten Geſchichtsſchreibern. W. 4, VII; Beglaubte [vidimierte] Abſchrift ꝛc. Die Beglaubung der Abſchrift. — Aber das Partic. auch mit aktivem Sinn: Stark (W. 9, 301), feſt (12, 337; HB. 2, 228) beglaubt ſein, daß ꝛc. oder mit Infin. und zu = feſt glauben ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Hinēīn-:</comp> refl. [2d]: Adam Müller war kein Heuchler, er hatte ſich in den Glauben hineingeglaubt. Börne Frzfr. 114; So hat ſich .. Doktor und Köhler in Abgrund der Höllen hineingegläubt. Luther 6, 107a. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Nāch-:</comp> tr.: Einem Etwas n., nach Deſſen Vorgang, Muſter glauben: Ohne zu unterſuchen, treuherzig n. B. 135a; Dieſer Elende mag von dir denken, was er will. Wer wird es ihm n.? L. 7, 199; W. 20, 147 ꝛc. u. ä. m.</entry>
        </p>
      </entry>
    </body>
  </text>
</TEI>
