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      <titleStmt>
        <title>Artikel „k“</title>
        <author ref="https://viaf.org/viaf/61594915/">
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            <surname>Sanders</surname>
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            <surname>Göttel</surname>
            <forename>Sebastian</forename>
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            <surname>Wiegand</surname>
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          <email>edition-sanders@bbaw.de</email>
          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „k“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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          <orth expand="k" orig="k">k</orth>
          <orth expand="Breve" orig="⏑">⏑</orth>
          <gramGrp>Jē 4 gleitung] er geht und wandelt? G. 4, 19; Man lernt was, man geht mit der Zeit [vorwärts, ſchreitet vor]. 6, 322; Der Fluß geht mit Eis, hat Treibeis. — Er geht [fährt] mit der Poſt, Eiſenbahn, mit dem Dampfſchiff; — Die Frau geht mit einem Kinde [ſchwanger]. — Er geht mit der Jahreszahl, iſt im erſten Jahr des Jahrhunderts geboren, ſo daß er ſo viel Jahre wie dieſes zählt. — Es geht ſchlecht, ſchief, gut, langſam, raſch mit Etwas; Es geht jetzt etwas heftig mit der Rekrutierung. G. 6, 348; Es geht mit ihm zu Ende, auf die Neige, berg- ab; Es geht ihm unglücklich mit ſeinem Sohn; Wie geht’s mit der Geſundheit, mit dem Proceß? ꝛc. — Etwas mit ſich g. heißen, entwenden. Streckfuß Rol. 12, 54. — i) Er geht nach Hauſe, nach London ꝛc. — Die Kunſt geht nach [ſucht] Brot; Er iſt nach Fleiſch gegangen [es zu holen] ꝛc. — Jener Mann, | der nach ihr ging [ſie umwerbend ꝛc., vgl. m]. G. 8, 73. — Die Zimmer g. nach der [auf die] Straße ꝛc. — Es iſt nach Wunſch [dem Wunſch gemäß] gegangen; Sobald es nach ihrem Sinne geht. G. 19, 86; Wenn es nach ihm ginge. Rabener 3, 34; Wäre es nach dei-. nem alten Murrkopfe gegangen. 37; Immermann M. 1, 274 u. o. — Es geht Blut danach [folgt darauf, ſtellt ſich Blutfluß ein]. — k) Er geht neben mir, an meiner Seite; Der Sommerweg geht neben der Chauſſée ꝛc. — Paff! geht der ganze Schuß daneben [vorbei, ohne zu treffen]. Ramler F. 1, 82; Um jeden Hieb Schade, der daneben geht. Sealsſield Leg. 2, 211. — l) Über eine Brücke, ein Waſſer, über Land, Feld g.; Der Weg geht über einen Berg; Die Eiſenbahn ſoll über Strelitz g.; Der Brief geht über Berlin ꝛc. — Etwas geht über [überſteigt] alle Beſchreibung, alle Begriffe, Kreide und Rothſtein, allen Spaß, über die Bäume ꝛc.; Das geht über mein Vermögen; Gewalt geht über [vor] Recht; Es ging ihm Nichts darüber [hatte für ihn Nichts größern Werth, der Becher war ihm das Werthvollſte]. G. 1, 150; „Es geht Nichts über ein Glas Wein!“ Doch, eine Flaſche. — Einem über ſein Geld, ſeinen Weinkeller g., ihm davon nehmen:</gramGrp>
        </form>
        <sense>Ihn darüber g. laſſen. — Den Schaden über ſich [er-] g. laſſen, ihn tragen. — Es geht über Hals und Kopf; Es geht Alles drunter und drüber. — m) Um die Stadt g.; Der Fluß, die Mauer geht um die Stadt; Wie die Katze um den heißen Brei g.; Einem um den Bart, ums Maul g. [ſchmeicheln] ꝛc. — Es geht [handelt fich] um Geld ꝛc. — Schon ein Jahr geh’ ich um ſie [werbend, ſ. <bibl><biblScope>i].</biblScope></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>8, 138.</biblScope></bibl> — Mundartl.: Daß Fiſchele um den Bauer g. ſollte [ihn zu holen]. <bibl><author>Kom-</author>  <title>pert Böhm.</title></bibl> <bibl><biblScope>186.</biblScope></bibl> — n) Unter die Leute g.; Unter die Soldaten, Räuber, Schauſpieler g., Soldat ꝛc. werden; Einem unter die Augen g. [treten]. — o) Von Einem, von Hauſe von der Arbeit [weg] g. — Etwas geht raſch vom Fleck, von Statten; So glatt geht’s euch vom Maule. <bibl><author>G.</author> <biblScope>10, 146;</biblScope> <title>Nichts ging in ſeinen Kopf, Nichts ging ihm von der Hand.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>12, 7 ꝛc.</biblScope></bibl> — Etwas von ſich g. laſſen [v. Erkrementen ꝛc.]. <bibl><author>Zelter</author> <biblScope>2, 10.</biblScope></bibl> — p) Vors Thor g.; Vor Anker g. ꝛc. — Eſſen geht vor Spiel und Tanz [hat den Vorrang]; Herrendienſt geht vor Gottesdienſt; Gewalt geht vor Recht ꝛc. — q) Ich kann Das nicht leiden, es geht mir wider den Sinn (ſ. e). <bibl><author>Heinſe</author>  <title>A.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 272;</biblScope> <title>Es ging ihm wider die Natur, er konnt’ es nicht.</title></bibl> <bibl><author>Pz</author> <biblScope>2, 200.</biblScope></bibl> — r) Zu Einem g. — Zu Bett, zu Tiſch, zu Stuhl g.; Zu Gaſte g.; Zum Eſſen, Schmaus, Gaſtmahl, Abendbrot g.; Zum Gebet, Abendmahl, zur Beichte, Kirche g.; Zu Markt, zur Stadt g.; Zur Schule g.; Mit zur Leiche, zu Grabe g.; Als Soldat mit zu Felde g. ꝛc. — Geh zum Teufel, Henker, Kuckuck! — Das Schiff ging zu Grunde. — Er ging mir zur (an die) Hand. — Das geht mir zu Herzen. — Der Weizen geht zu Lager [legt ſich]. — Zu Trümmern [in Trümmer] g. — Mit ſich zu Rathe g. [Rath halten]. — Zu Fuße g., Ggſtz. von fahren, reiten ꝛc. — Es geht jetzt zum [gegen den] Winter, der Winter naht. — Hurra! nun geht’s zu Tiſch, zum Tanz ꝛc. — Die Sparſamkeit darf nicht bis zur Knauſerei g.</sense>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Goth. <bibl><biblScope>gaggan,</biblScope> <title>ahd.</title></bibl> <bibl><biblScope>gangan</biblScope> <title>u.</title></bibl> <bibl><biblScope>gân ꝛc.,</biblScope> <title>vgl. ſkr.</title></bibl> <bibl><biblScope>ga.</biblScope></bibl> — Gangen, wovon Impf. u. Partic. gebildet ſind, findet ſich mundartl. <bibl><author>Auerbach</author>  <title>Leb.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 69;</biblScope></bibl> <bibl><author>Gotthelf</author>  <title>G.</title></bibl> <bibl><biblScope>234;</biblScope></bibl> <bibl><author>Grimm</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>233 ꝛc.,</biblScope> <title>vgl.:</title></bibl> Gänge (Impf. Konjunkt.). <bibl><author>L.</author> <biblScope>12, 15; 10, 10.</biblScope></bibl> — Veralt. das Partic. ohne die Vorſ. Ge, (ſ. unter-g. <bibl><biblScope>I,</biblScope> <title>Anm.) z. B. noch</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>1, 139;</biblScope></bibl> <bibl><author>H.</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>7, 46.</biblScope> <title>Das Hilfszeitw.</title></bibl> haben, ſ. <bibl><biblScope>4d,</biblScope> <title>mundartl. auch: Wies gegangen hat.</title></bibl> <bibl><author>Stilling</author> <biblScope>2, 167;</biblScope></bibl> <bibl><author>Merck’s</author>  <title>B.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 318;</biblScope></bibl> <bibl><author>Schweinichen</author> <biblScope>3, 7 ꝛc.,</biblScope> <title>ſ. Er-g., Anm.</title></bibl> — Scherzh. paſſiv: Ein von dannen gegangen wordner Märzminiſter. <bibl><author>Scherr</author>  <title>Gr.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 271.</biblScope></bibl> — Die Gehung nur in Zſſtzg. üblich. S. auch Geher. — Man beachte das Präſ. auch in Bezug auf künftige Zeit, wie bei ähnlichen Zeitwörtern der Bewegung (fahren, reiſen ꝛc.); Ich gehe künftige Woche aufs Land ꝛc.</p>
        </note>
        <p type="compositions">
          <entry type="sub">Zſſtzg.: Áb-: mit dem Grundbegriff der Entfernung, Trennung, Abſondrung, dann auch des Verminderns, Aufhörens ꝛc.: <sense n="1)">1) <bibl><biblScope>intr.:</biblScope></bibl> <sense n="a)">a) <bibl><biblScope>[2a]</biblScope> <title>Ab- und zugehen; Auf- und a.; Steil a–de [ſich abwärts ſenkende] Kalkwand.</title></bibl> — Den Berg a. [hinab gehen] ꝛc. —</sense><sense n="b)">b) Der Bote, die Poſt, das Schiff, die Eiſenbahn, der Brief geht ab (von hier), verläſſt dieſen Ort, entfernt ſich davon nach einem Ziel hin; Die Waare mit der Poſt, Fracht, Eiſenbahn a. laſſen, abſenden; Ein Geſchütz a. laſſen, abſchießen. —</sense><sense n="c)">c) Von einem Handwerker, Kaufmann a., ſie als Kunde verlaſſen; Von einer Gewohnheit a., ſie aufgeben, davon abweichen; Eine Gewohnheit, das Feuer a. [allmählich aufhören] laſſen; Abgegangne [verfallne] Schlöſſer; Abgegangne [abgetragne] Kleider, vgl. abgängig. —</sense><sense n="d)">d) Aus einem Dienſt, Poſten, von einer Stelle a., ſie aufgeben, verlaſſen; Der Bediente, der Bürgermeiſter geht ab; Dieſer Schauſpieler geht (von unſrer Bühne) ab, zu einer andern, geht (von der Bühne) ab, giebt dieſen Beruf auf, — oder auch nur: verläſſt die gegenwärtige Scene. — A., gw.: Mit Tode a., ſterben; Und dann, mein Kind, wenn ich einmal abgehe [vgl. abrutſchen ꝛc.], kannſt du allein gar nicht beſtehen. <bibl><author>G.</author> <biblScope>8, 131.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="e)">e) So geht meine Denkungsart von Andrer gar zu oft ab [entfernt ſich davon, weicht davon ab]. <bibl><author>Forſter</author>  <title>B.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 139;</biblScope> <title>Ich gehe von deiner Meinung ab; Ich kann von meiner Meinung, Anſicht, meinem Entſchluß nicht a. [muß dabei bleiben].</title></bibl> —</sense><sense n="f)">f) Der Nagel geht vom Finger, vom Hufeiſen, vom Rad ab, löſt ſich, trennt ſich; Die Farbe geht ab; Es geht von dem Holz beim Behauen, vom Blei beim Schmelzen Viel ab (ſ. Abgang); Das Silber geht auf der Kapelle ab, wird vom Zuſatz geſchieden; Von der Rechnung, von dem Preiſe wird wohl noch Etwas a., abgelaſſen werden. —</sense><sense n="g)">g) Etwas, eine Waare geht ab, geht gut, ſtark, reißend ab, findet Abnahme, hat Abſatz. —</sense><sense n="h)">h) Etwas geht auf eine angegebne Weiſe ab, läuft ſo ab, hat ſolchen Verlauf, Ausgang; Die Sache wird gut, ſchlecht, nach Wunſch a.; Wir wollen ſehen, wie’s abgeht; Es geht nicht ohne Schaden, Schande, Schläge, Thränen, Blutvergießen, Staub ab; Diesmal gings ohne Verdruß ab. —</sense></sense><sense n="2)">2) mit perſönl. Dat.: <sense n="a)">a) (ſ. 1f): Es geht mir ein Nagel vom Finger ab; Es geht ihm Blut mit dem Stuhlgang ab; Der Frau iſt ein Kind, eine Leibesfrucht abgegangen, ſie hat abortirt, vgl. Abgängling. — Vgl.: So daß wenn er links in Folio fertig geleſen hatte, ihm rechts ein Oktavband abgegangen war. <bibl><author>Immermann</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 25.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) Es geht ihm Etwas ab, fehlt ihm, ſo daß es von dem Sprechenden als ein Mangel vermiſſt wird: Ihm geht alle tiefre Bildung ab; Es geht ihm Nichts ab [er hat Alles in Fülle]; Er läſſt ſich Nichts a. [thut ſich gütlich]; Warum ſollten ſie ſich empören? Was geht ihnen wohl ab? <bibl><author>Klinger</author>  <title>F.</title></bibl> <bibl><biblScope>60;</biblScope> <title>Das ginge mir ab [iron.: Das fehlte noch]: ich verrückt und Die klug!</title></bibl> <bibl><author>Tieck</author>  <title>A.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 178 ꝛc.;</biblScope> <title>Der treue Diener geht ihm doch ſehr (an allen Enden) ab ꝛc., er empfindet ſeinen Verluſt ſehr; Einen begraben, der einem Andern nahe abgeht.</title></bibl> <bibl><author>Claudius</author> <biblScope>4, 3.</biblScope></bibl> — Zuw. auch mit einem ſachl. Dat.: So ging auch dieſesmal Nichts der Bewirthung [gw.: an der B.] ab. <bibl><author>Hagedorn</author> <biblScope>1, 35.</biblScope></bibl> —</sense></sense><sense n="3)">3) <bibl><biblScope>tr. [4d]:</biblScope></bibl> <sense n="a)">a) Sich (Dat.) die Abſätze a.; Er geht [rennt, läuft] ſich die Beine danach ab ꝛc. —</sense><sense n="b)">b) gehend, ſchreitend abmeſſen: Im Mondſchein einen Kreis a. <bibl><author>G.</author> <biblScope>8, 168;</biblScope> <title>Wir haben die Wieſe abgegangen ꝛc.</title></bibl> —</sense><comp>An-:</comp></sense><sense n="1)">1) in die Höhe (bergan) hinan gehen: Nicht für möglich acht’ ichs — ſo gar ſteil <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>geht’s an</title></bibl> — vom Schiff es ſpringend abzureichen. <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>540b;</biblScope> <title>Durch das Regnen ſind alle Waſſer grauſam angegangen [angeſtiegen].</title></bibl> <bibl><author>Stumpf.</author></bibl> — Hierzu wohl auch die Wendung: Etwas geht ſacht an; es ſacht a. laſſen damit, etwa hergenommen von dem langſam bergan Fahrenden oder Gehenden (vgl. 6) und im Ggſtz.: Hurrah! heiß ging’s an [hinan an den Feind, dran und drauf, vgl. <bibl><biblScope>7</biblScope> <title>und</title></bibl> <bibl><biblScope>8b].</biblScope></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>12a,</biblScope> <title>was den Ubergang zu</title></bibl> <bibl><biblScope>2</biblScope> <title>bildet: Es begann,</title></bibl> erhob ſich der Kampf. —</sense><sense n="2)">2) ſeinen Anfang nehmen, beginnen, anheben, in Bezug aufden ſich daran ſchließenden Fortgang: Die Kirche, der Gottesdienſt, die Vorleſung, das Schauſpiel, der Ball ꝛc. iſt eben angegangen; Die Ernte, die Weinleſe ſoll morgen a. ꝛc.; Indeſſen .. war das akademiſche Gefecht ſchon angegangen. <bibl><author>W.</author> <biblScope>3, 31;</biblScope> <title>Nun geht das Unglück an!</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>10, 143;</biblScope> <title>Nun geht der Spektakel, der Lärm, der Jubel, das Zanken, die rechte Luſt erſt an, vgl. los-g.</title></bibl> <bibl><biblScope>2;</biblScope> <title>Jetzt wird der Flor erſt a.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>352b;</biblScope> <title>An wird gehen alle Luſt, auf wird hören alles Klagen.</title></bibl> <bibl><author>Logau</author> <biblScope>1957.</biblScope> <title>So im Partic.: Eine a–de [beginnende, erwachende] Neigung junger Perſonen.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>29, 9;</biblScope> <title>Ein a–der Gelehrter, Künſtler, Soldat; Ein a–der Vierziger, der im Anfang der vierziger Lebensjahre ſteht ꝛc. Weidm.: Ein a–des Schwein, ein vierjähriger Keuler (bis zum dritten Jahr hat es den Namen Keuler, im fünften wird es ein Haupt-Schwein); Ein a–der Baum, der von drei Gehauen ſtehen geblieben iſt, anfängt, ein ſtarker Baum zu werden ꝛc. (vgl. Angehends und ſ. Laßreis).</title></bibl> — 3) Das Feuer geht a. (vgl.: „geht auf“ u. den Ggſtz.: geht aus), Etwas geht an <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>geräth in Brand.</title></bibl> <bibl><author>Jer.</author> <biblScope>15, 14;</biblScope></bibl> <bibl><author>Heſ.</author> <biblScope>28, 18 ꝛc.;</biblScope> <title>Wie die Fünklein bald angingen, bald auslöſchten.</title></bibl> <bibl><author>Hebel</author> <biblScope>3, 14;</biblScope> <title>Der Tiſch wollte eben a. [anbrennen].</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>121a;</biblScope> <title>Das Haus ging an mitten in der Nacht.</title></bibl> <bibl><author>Spindler</author>  <title>Stadt</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 78</biblScope> <title>u. o.</title></bibl> — 4) Etwas geht an, wird anbrüchig, von Fäulnis angegriffen: Der Zahn iſt hohl und der nebenſtehende geht auch ſchon an; Angegangnes Obſt, Fleiſch ꝛc. (vgl. 7c). — 5) Eine Pflanze geht an, faſſt Wurzel, vgl.: geht fort, und den Ggſtz.: geht aus: Weil er die vergeſſene Pflanze in der guten Erde angegangen und treibend fand. <bibl><author>König</author>  <title>Kl.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 57.</biblScope></bibl> — So übertr. (veralt.): gedeihen, guten Fortgang haben, glücken: Wenn die Lügen gerathen und a. <bibl><author>Luther</author> <biblScope>2, 62a;</biblScope> <title>Es gehet ihm glücklich an nach ſeinem Fürnehmen.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 137b;</biblScope> <title>Wann ſein Anſchlag nur ging an [gelänge].</title></bibl> <bibl><author>Logau</author> <biblScope>1812; 738;</biblScope> <title>Es wär ihm auch wohl angegangen.</title></bibl> <bibl><author>Opitz</author>  <title>Arg.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 60 ꝛc.</biblScope> <title>(vgl. 8d).</title></bibl> — 6) Ein Kleidungsſtück geht an, läſſt ſich anziehn, iſt nicht zu eng: Handſchuhe müſſen nicht zu leicht a.; Der Stiefel geht nicht an ꝛc. Vielleicht hierzu: Etwas geht an, es geht (vgl. geht hin) <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>es iſt leidlich, ziemlich, möglich, thunlich (ſ. 1): Geht wohl an! | aber es fehlt noch Manches dran.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>2, 202;</biblScope> <title>In Spanien geht dieſer Fußzwang an [da ließe man ſich ihn gefallen].</title></bibl> <bibl><author>Hagedorn</author> <biblScope>2, 276;</biblScope> <title>Zu Straßburg auf der Schanz, | da ging mein Trauern an</title></bibl> <bibl><biblScope>[2], | . .</biblScope> <title>Ins Vaterland muſſt’ ich hinüberſchwimmen, | das ging nicht an.</title></bibl> <bibl><author>Kretzſchmer</author>  <title>V.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 4;</biblScope> <title>Nein, liebe Frau, Das geht nicht an, | hier muß ich meinen Willen haben.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>1, ...;</biblScope> <title>Es war zu arg, es ging unmöglich an.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>12, 29 ꝛc.</biblScope></bibl> — Wenn du ein Schelm ſein könnteſt, ging’s mir [gw.: bei mir] auch an. <bibl><author>Sch.</author>  <title>ſ.</title></bibl> <bibl><author>Herrig</author> <biblScope>13, 44.</biblScope></bibl> — 7) Gegen (wider) Einen a., anmarſchieren, ihn angreifen, ankämpfen (vgl. 1): Grades oder krummes Weges wider Einen a. <bibl><author>Kl.</author> <biblScope>12, 96;</biblScope> <title>Die Übel, gegen welche die Freimäurerei angeht.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>10, 276;</biblScope> <title>Allwo er mit trocknen Worten gegen die Ausſchweifungen anging.</title></bibl> <bibl><author>Stiling</author> <biblScope>2, 67 ꝛc.</biblScope></bibl> — 8) mit beigefügtem Accuſ. [Anm.]: <sense n="a)">a) ſ. <bibl><biblScope>1:</biblScope> <title>Den Berg an gehen; Ich habe Zahnweh, ich möchte die Wände a.; Er iſt vor Schmerz faſt die Wände angegangen, vgl. Auf-g.</title></bibl> <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) ſ. <bibl><biblScope>2:</biblScope> <title>Einen Streit a., beginnen, vgl. ein-g.: Gegen ihn anzugehn den hochgefährlichen Zweikampf.</title></bibl> <bibl><author>B.</author> <biblScope>206a;</biblScope></bibl> <bibl><author>Hagedorn</author> <biblScope>2, 239;</biblScope> <title>Daß wir den Kampf a. den furchtbaren.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Od.</title></bibl> <bibl><biblScope>21, 91;</biblScope> <title>Das ſchwerſte Abenteur der Tugend anzugehn.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>22, 255 ꝛc.</biblScope> <title>Ahnlich auch: Es (ſ. d. u. vgl.</title></bibl></sense></sense><sense n="1)">1) mit Einem a., es, den Kampf, mit Einem wagen. <bibl><author>Werder</author>  <title>Ar.</title></bibl> <bibl><biblScope>26, 22; 30, 84.</biblScope></bibl> — Vgl.: Ihr habt Alles mit Gewalt angangen [angefangen, angegriffen]. <bibl><author>Luther</author> <biblScope>2, 464b;</biblScope> <title>Sie mögen es a. [anfangen], wie ſie wollen.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>5, 125.</biblScope></bibl> — c) Einen a., an ihn heran gehen, ſich zu ihm hin bewegen, — örtlich und übertr.: Von wo eine Heimathsluft ihn anweht, <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>von wo ein Sehnſuchtsduft ihn angeht.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>Mak.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 49;</biblScope> <title>Einen mit Bitten a. [ſich an ihn wenden, ihn beſtürmen]; Einen kämpfend a. (vgl. 7), ihn angreifen; weidm.: Mich iſt Nichts angegangen.</title></bibl> <bibl><author>Adelung</author>  <title>[beim Kreiſen kein Wildbret begegnet]; Der angeſchoſſene Keuler hat den Jäger angegangen; Er ſteht viel feſter noch als feſte Cederh ſtehn, | die Regen, Thau, Reif, Schnee, Froſt, Hitze wird angehn [anfallen].</title></bibl> <bibl><author>Logau</author> <biblScope>725;</biblScope> <title>Mich ging ein Furcht an.</title></bibl> <bibl><author>Schaidenreißer</author> <biblScope>50b ꝛc.</biblScope> <title>(veralt.).</title></bibl> — Daß ich bereits den Pellegrin angegangen bin [mich an ihn um Geld gewandt habe]. <bibl><author>Chamiſo</author> <biblScope>5, 149;</biblScope> <title>Uns, die er gelehrt hat, um ganz was Andres vertraulich ihn anzugehen [zu bitten].</title></bibl> <bibl><author>Forſter</author>  <title>B.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 341;</biblScope> <title>Mit ſolchen Erinnerungen wollte er mich zwar nicht unmittelbar a.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>39, 446;</biblScope> <title>Mir bleibt Nichts übrig, als Lucinden ſelbſt anzugehcn [mich an ſie zu wenden].</title></bibl> <bibl><biblScope>18, 113; 107;</biblScope> <title>Die er von Zeit zu Zeit beſuchend angeht [beſucht].</title></bibl> <bibl><biblScope>98;</biblScope> <title>Daß er .. von ſeinen Zeitgenoſſen angegangen worden, auch unmittelbar Etwas zu ihrem Nutzen zu thun.</title></bibl> <bibl><biblScope>39, 82.</biblScope></bibl> — d) Etwas gehet Einen [Anm.] an (ſ. c), berührt, kümmert, betrifft ihn, — ſo auch: betrifft Etwas: Etwas geht mich nahe, — näher als du denkſt, — nicht im geringſten, — Nichts an; Was geht’s dich an?; Vor Zeiten hat man Soldaten gehabt, die den Staat gar Nichts angegangen haben [Anm.]. <bibl><author>Auerbach</author>  <title>Gv.</title></bibl> <bibl><biblScope>323;</biblScope> <title>Was geht dich der Staat und was gehſt du ihn an?</title></bibl> <bibl><biblScope>324;</biblScope> <title>Was iſt er euch angegangen?</title></bibl> <bibl><author>Gotthelf</author>  <title>G.</title></bibl> <bibl><biblScope>153;</biblScope> <title>Was mich angeht [betrifft], ich bin ꝛc.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>977b;</biblScope> <title>Der Streit, verſichert er, ging eine Wahrheit an, | die ꝛc.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>3, 28.</biblScope></bibl> — So auch: A–d [anlangend, betreffend] die Artikel, welche ꝛc. <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>819a ꝛc.</biblScope></bibl></sense></entry>
        </p>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Für <bibl><biblScope>8</biblScope> <title>findet ſich Schwanken im Hilfszeitw.; richtig gilt</title></bibl> ſein, wo der Accuſ. nicht Obj. iſt, z. B. <bibl><biblScope>8a,</biblScope> <title>vgl.; Durch-, Ein-g. ꝛc.</title></bibl> — Sonſt verdient haben den Vorzug, wie denn für <bibl><biblScope>8c</biblScope> <title>auch das Paſſiv nicht ungw. iſt: Von einem angeſchoſſenen Eber,</title></bibl> — von einem Bettler um ein Almoſen — angegangen werden ꝛc. — So denn auch <bibl><biblScope>8d:</biblScope> <title>Die Sache</title></bibl> hat mich nahe, hat mich Nichts angegangen, — obgleich hier das Paſſiv unüblich iſt. — In Bed. <bibl><biblScope>8d</biblScope> <title>findet ſich ſtatt des die Regel bildenden Accuſ. auch ein perſönl. Dat. (vgl. 5), z. B.</title></bibl> <bibl><author>B.</author> <biblScope>499b;</biblScope></bibl> <bibl><author>Forſter</author>  <title>B.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 162;</biblScope></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>1, 73; 3, 88; 6, 3; 10, 10</biblScope> <title>(doch</title></bibl> <bibl><biblScope>10, 161</biblScope></bibl> — wo dieſelben Worte wiederholt werden — m. Accuſ.); <bibl><biblScope>13, 588</biblScope> <title>(Accuſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 29; 6, 309 ꝛc.);</biblScope></bibl> <bibl><author>Muſäus</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 151;</biblScope></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>BE.</title></bibl> <bibl><biblScope>42 ꝛc.</biblScope></bibl> Āūf-: in die Höhe gehn; ſich öffnen: 1) in die Höhe, aufwärts gehn, allgm. örtlich: Es, der Weg, die Straße, der Berg geht hier ſteil auf ꝛc. Früher auch von Perſ., in Bezug auf einen erſtiegnen oder durchmeſſenen Raum: Den Himmel aufzugehn. <bibl><author>Opitz</author> <biblScope>1, 14; 299 ꝛc.,</biblScope> <title>vgl. Hinauf-g.; bergauf (ſ. d.) gehen</title></bibl> — und: Den Berg hinauf gehen. — Allgem. üblich noch in Verbindung mit dem Ggſtz.: Im Saal, — den Saal — auf und ab (nieder) gehen; Er geht die Straßen auf, er geht die Straßen ab ꝛc. — Ferner: Auf und davon gehen, ſich auf und davon machen, vgl.: Der Vogel fliegt, das Wild ſpringt auf und davon ꝛc. und ſ. <bibl><biblScope>7.</biblScope></bibl> — <sense n="2)">2) Etwas geht auf, hebt ſich, ſich ausdehnend und anſchwellend (ſ. 5e), nam.: <sense n="a)">a) Bäcker.: Der Teig, das Brot, der Kuchen iſt aufgegangen. —</sense><sense n="b)">b) Bergb.: Die Waſſer ſind aufgegangen, haben anſchwellend die Bergleute vertrieben, vgl. <bibl><biblScope>öa.</biblScope></bibl> —</sense></sense><sense n="3)">3) Etwas geht auf, ſteigt ſich bildend, entſtehnd, hervorgehend in die Höhe: Es ging, Dampf, Rauch, Nebel, Staub, eine Staubwolke, Feuer, eine Flamme, eine Feuerſäule auf von der Stätte. Vgl. <bibl><biblScope>7b.</biblScope> <title>Übertr.: Fehd’ entbrannte drauf .. und heller ging’s dem Junker auf [entbrannte es in ihm].</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>12a.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="4)">4) Etwas bis dahin Verborgnes geht auf, kommt emporſteigend zum Vorſchein: <sense n="a)">a) Etwas Geſäetes geht auf, läuft auf; Und wenn die junge Saat aufgeht. <bibl><author>Claudius</author> <biblScope>5, 139,</biblScope> <title>vgl.</title></bibl> <bibl><biblScope>Bc.</biblScope></bibl> — Übertr.: Die Lügenſaat iſt aufgegangen; Die Blume der Entſagung <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>iſt aus ihrer Liebe Schmerzen, | wie aus Roſen eine Lilie, | hell und glänzend aufgegangen [hervorgegangen, entſproſſen].</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>Morg.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 29;</biblScope> <title>Schön iſt mir die Hoffnung aufgegangen [hat ſich entfaltet, iſt gediehn].</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>338b;</biblScope> <title>Ob Glück, ob Unglück aufgeht [aus dem Samen], lehrt das Ende.</title></bibl> <bibl><biblScope>367a ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) Die Sonne, der Mond, die Sterne gehen auf (Ggſtz.: gehen unter), erſcheinen überm Horizont; Die Sonne geht auf und geht unter. <bibl><author>Pred.</author> <biblScope>1, 5;</biblScope> <title>Der Tag, der Morgen, die Morgenröthe (z. B. auch: der Kultur.</title></bibl> <bibl><author>W.</author>  <title>HB.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 304)</biblScope> <title>geht auf; Dein [Glücks-] Stern geht auf.</title></bibl> <bibl><author>Chamiſſo</author> <biblScope>3, 234;</biblScope> <title>Die Huldigung, die er der a–den Sonne [Macht] vor der ſinkenden zollte.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>860a ꝛc.</biblScope></bibl> — Sonſtige Übertr. z. B.: Es geht mir, meinem Geiſte ein Licht (ſ. d.), ein neues Licht auf [es wird mir Etwas klar, hell, vgl. <bibl><biblScope>5d];</biblScope> <title>Es geht mir eine Ahnung, ein Gedanke, eine Erkenntnis auf; Da iſt’s uns doch nach und nach aufgegangen [hat uns eingeleuchtet], wie’s in der Welt ausſieht.</title></bibl> <bibl><author>Auerbach</author>  <title>Leb.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 56;</biblScope> <title>Es geht ihr auf [wird ihr klar], daß ſie nur Muth faſſen müſſe.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>18, 289; 24, 282 ꝛc.;</biblScope> <title>Als ich ſah des Alten Gewandtheit, ging mir im Geiſt auf ſeine Bekanntheit [erkannte ich in ihm den Bekannten].</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>Mak.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 77 ꝛc.</biblScope> <title>Ferner z. B. (vgl.</title></bibl></sense><sense n="a)">a) <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>aufſprießen, zum Vorſchein kommen ꝛc.: Am Ende des Lebens gehen dem gefaßten Geiſte Gedanken auf, bisher undenkbare.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>3, 204;</biblScope> <title>Dann geht die Seelenkraft dir auf, | wie ſpricht ein Geiſt zum andern Geiſt.</title></bibl> <bibl><biblScope>11, 20;</biblScope> <title>Ihm war auch eine neue Welt aufgegangen.</title></bibl> <bibl><biblScope>16, 33;</biblScope> <title>Jſt dir nicht da Wunſch, Hoffnung, Glauben aufgegangen?</title></bibl> <bibl><biblScope>33, 283;</biblScope> <title>Eine gewiſſe Heiterkeit und Frühlingsroſenröthe ging in ihrem himmliſchen Antlitz auf.</title></bibl> <bibl><author>Heinſe</author>  <title>A.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 172;</biblScope> <title>Daß eine neue Seligkeit dem Herzen aufgeht.</title></bibl> <bibl><author>Hölderlin</author>  <title>H.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 119</biblScope> <title>u. ä. m.</title></bibl> —</sense></sense><sense n="5)">5) Etwas geht auf (Ggſtz.: geht zu), wird offen, öffnet ſich, — oder: läſſt ſich öffnen, z. B.: Die Thür, das Thor, das Fenſter, die verkorkte Flaſche, das verſpündete Faß, der zugebundne Sack, das eingeflochtne Haar, die Flechte, der Zopf, die Schleife, der Knoten, das Zuſammengenähte, die Naht, der Verband, die Wunde, die Blattern, das Geſchwür geht auf u. ä. m. Der Zuſammenhang und der Sinn entſcheiden, ob ein wirkliches Offnen oder nur die Möglichkeit desſelben (nam. im Präſ.) gemeint iſt: Die Thür ging auf und herein trat mein Bruder; Das Schloß, die Thür, der Kaſten geht ohne den Schlüſſel nicht auf [läſſt ſich öffnen] ꝛc.; Aufgeht noch einmal das Rubinportal [der Mund öffnet ſich]. <bibl><author>Freiligrath</author>  <title>Ven.</title></bibl> <bibl><biblScope>32;</biblScope> <title>Die er [der Eber] durchbricht, die Dorn- und Brombeerhecken | gehn vor ihm auf, als macht’ er ihnen Schrecken.</title></bibl> <bibl><biblScope>42 ꝛc.</biblScope></bibl> — Wir erwähnen hier noch beſonders: <sense n="a)">a) Das Eis, der Fluß, die Schifffahrt geht auf. Ahnlich auch: Die (eine Zeit lang geſchloßne) Jagd geht auf; Fiel Thauwetter ein, daß die Donau aufging. <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>993b;</biblScope> <title>Bis das Wetter aufgeht [es thaut].</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>12, 246.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) Eine Stelle geht auf, wird offen, erledigt: Daß er euch den zweiten Marſchallsſtab von Frankreich, der aufgeht, gebe. <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>1082b.</biblScope></bibl> — c) Eine Knoſpe, Blume geht auf, öffnet, entfaltet ſich, vgl. <bibl><biblScope>4a:</biblScope> <title>Im .. Mai, | als alle Knoſpen ſprangen, | da iſt in meinem Herzen | die Liebe aufgegangen.</title></bibl> <bibl><author>Heine</author>  <title>Lied.</title></bibl> <bibl><biblScope>112;</biblScope> <title>Duftender und voller aufgegangen | entfaltet ihren Kelch der Liebe Blume.</title></bibl> <bibl><author>AWSchlegel</author>  <title>Gd.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 80.</biblScope></bibl> — d) Die Augen gehen Einem auf über Etwas, man ſieht, erkennt es in ſeiner wahren Beſchaffenheit, vergleiche <bibl><biblScope>4b:</biblScope> <title>Es geht mir ein Licht auf.</title></bibl> —</sense><sense n="c)">c) Das Herz, die Seele geht mir auf, wird offen, frei von allem Beengenden, Beklemmenden, erweitert ſich (vgl. 2) ꝛc.: Alsdann geht ihr das Herz auf, jede Sorge .. iſt verſchwunden. <bibl><author>G.</author> <biblScope>3, 246;</biblScope> <title>Seh’ ich ein einzig Mal hinein, | die Seele geht mir auf.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 14;</biblScope> <title>Mein Herz! Wie geht es auf! wie ſchwillt’s vor Ihnen.</title></bibl> <bibl><biblScope>9, 324; 14, 82;</biblScope></bibl> <bibl><author>Engel</author> <biblScope>12, 7</biblScope> <title>u. o.</title></bibl> — Auch: Wo mit einem Mal <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>ſein Herz mir aufging [ſich mir eröffnete, erſchloß], ſein Vertrauen wuchs.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>335a;</biblScope> <title>Mein Herz geht auf, ich muß | des langen Unmuths mich entladen.</title></bibl> <bibl><biblScope>422a ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense></sense><sense n="6)">6) <bibl><biblScope>tr.,</biblScope> <title>vgl.</title></bibl> <bibl><biblScope>5:</biblScope> <title>Sich die Füße a., wund gehn.</title></bibl> —</sense><sense n="7)">7) Etwas geht auf, geht hin, fort, ſo daß Nichts übrig bleibt, vgl. die Vorſ. Auf mit der Bedeut. des vollſtändig zu-Ende-Bringens in: den Vorrath aufbrauchen, aufarbeiten, aufeſſen ꝛc., der Aufwand ꝛc.: <sense n="a)">a) Rechn.: Etwas geht auf, es bleibt kein Reſt: Alle graden Zahlen gehn durch <bibl><biblScope>2</biblScope> <title>[dividiert] auf; Zwei geht in alle graden Zahlen auf; Damit die Rechnung aufgeht und kein Bruch entſteht.</title></bibl> <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>6, 49; 7, 229;</biblScope> <title>Am Ende geht .. immer Nulle von Nulle auf.</title></bibl> <bibl><author>Merck’s</author>  <title>B.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 104;</biblScope> <title>Sieht er mich, ſo ſeh ich ihn, ſo geht es dann gleich auf und bleibt Keiner dem Andern ’was ſchuldig.</title></bibl> <bibl><author>Weidner</author> <biblScope>20;</biblScope></bibl> <bibl><author>Fichte</author>  <title>N.</title></bibl> <bibl><biblScope>51 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) Etwas geht in Feuer, in Flammen auf, wird davon verzehrt, ſ. <bibl><biblScope>3;</biblScope> <title>Etwas geht in Rauch, Dampf, Aſche auf, verwandelt ſich darin, ſo daß Nichts als Rauch ꝛc. übrig bleibt.</title></bibl> —</sense><sense n="c)">c) Die chemiſch verbundnen Stoffe gehen in einander auf [verſchwinden in ihrer Weſenheit], indem ein ganz neuer Körper erſcheint; ſ. unter-g. <bibl><biblScope>2a;</biblScope> <title>Man verlangte, daß Preußen in Deutſchland aufginge; Sie ſind faſt</title></bibl> untergegangen, oder beſſer geſagt, aufgegangen in der franzöſiſchen Nationalität. <bibl><author>Heine</author>  <title>Lut.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 66</biblScope> <title>[ganz zu Franzoſen geworden]; Alle meine früheren Leidenſchaften gingen in dieſer neuen auf; Alles, was das wechſelſeitige Jneinander-A. erleichterte.</title></bibl> <bibl><author>Gutzkow</author> <biblScope>11, 330.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="d)">d) Etwas geht auf (vgl. Darauf-g.), wird aufgebraucht, verbraucht: Wenn [in der Druckerei] ein ſolches Papier aufgeht [aus-, zu Ende geht]. <bibl><author>L.</author> <biblScope>13, 161;</biblScope> <title>Nun ginge Jhnen einmal das Geld auf [aus], Sie hätten Etwas in der Haushaltung nöthig.</title></bibl> <bibl><author>Stilling</author> <biblScope>2, 140.</biblScope></bibl> — Geht die Beſoldung ein, <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>ſie geht für Wein und Roſen auf.</title></bibl> <bibl><author>Daumer</author>  <title>H.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 39;</biblScope> <title>Mein kleiner Reichthum ging darüber auf.</title></bibl> <bibl><author>Hölderlin</author>  <title>H.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 85;</biblScope></bibl> <bibl><author>Tieck</author> <biblScope>16, 286;</biblScope> <title>Viel Geld a. laſſen.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 81;</biblScope></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>1, 512;</biblScope> <title>Laß a., was du haſt! die beſten Weine!</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>352b ꝛc.</biblScope></bibl></sense></sense></p>
        </note>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Mundartl. zu <bibl><biblScope>7,</biblScope> <title>zuw. nur</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>hingehn: Es gingen, bis N. wieder eine Einladung erhielt, zwei volle Wochen auf.</title></bibl> <bibl><author>Mörike</author>  <title>N.</title></bibl> <bibl><biblScope>140 ꝛc.</biblScope></bibl> — In Bezug auf <bibl><biblScope>7b</biblScope> <title>und</title></bibl> <bibl><biblScope>c</biblScope> <title>achte man auf den von in abhäng. Kaſus. Iſt Das, worin Etwas aufgeht, etwas ſchon Vorhandnes, das Jenes aufzehrt, verſchwinden macht, wie z. B. auch der höhre Begriff, der die niedern in ſich aufnimmt, ſo ſteht in m. Dat.; iſt aber Das, worin Etwas aufgeht, das Erzeugnis, Das, worin es ſich verwandelt, ſo ſteht in mit Accuſ.: Das Haus geht in lichterloher Flamme auf; Das Weſen des Liebenden geht in dem Geliebten nicht unter, ſondern auf ꝛc.,</title></bibl> — Der Diamant geht beim Verbrennen in reinen Kohlenſtoff auf. — Danach gw.: Etwas geht in Rauch auf, — doch findet ſich auch: im Rauch <bibl><author>(Klinger</author> <biblScope>6, 169),</biblScope> <title>wo aber der Rauch dann nicht als das Produkt des Brandes, ſondern als das ihn Begleitende erſcheint</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Etwas geht rauchend auf.</title></bibl> Āūs-: <sense n="1)">1) Eine Perſon geht aus, verläſſt das Haus zeitweilig, auf Wiederkehr, — auch mit beigefügtem Accuſ. <bibl><biblScope>[4]:</biblScope> <title>Der Herr kommt gleich wieder, er iſt nur einen Gang ausgegangen ꝛc.,</title></bibl> — auch in Verbind. mit Zeitw. <bibl><biblScope>[3]:</biblScope> <title>Sie ging aus, (um) Fiſche zu holen; Sie ging Fiſche holen aus; Sie ging aus und holte Fiſche ꝛc.</title></bibl> — <sense n="a)">a) ohne Bezug auf das zu-Hauſe-Sein des Gehenden und die Rückkehr dahin, in Verbindung mit dem Ggſtz.: Aus- und eingehn; Es gehn dort viele Gäſte aus und ein [verkehren dort]; Da ſie wußten, wo ich aus- und einging [verkehrte]. <bibl><author>G.</author> <biblScope>20, 56,</biblScope> <title>verſch. das bloß örtl. Heraus- und hinein-g. ꝛc., ſ. auch</title></bibl> <bibl><biblScope>8b, 8h ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) ferner mit einem Ew. ꝛc.: in der angegebnen Weiſe aus Etwas hervorgehn, vgl.: Als Sieger, ſiegreich hervorgehn ꝛc., in der Verbind.: Frei, leer, ledig, los, ungeſtraft, ohne Strafe a. ꝛc., vgl. <bibl><biblScope>4.</biblScope></bibl> —</sense></sense><sense n="2)">2) Kleidungsſtücke gehen aus (Ggſtz. An-g. 6), laſſen ſich ausziehn: Die Schuhe, Stiefel gehn nicht wieder aus; auch (vgl. Auf-g. 5): Die Schuhe ſind ſo weit, daß ſie mir bei jedem Schritt a., von den Füßen herunter gehn. —</sense><sense n="3)">3) Etwas geht aus, bleibt nicht, wo es iſt, haftet nicht, ſchwindet, — in Bezug auf etwas allmählich Abnehmendes auch: es geht zu Ende, auf die Neige, verſiegt, erliſcht ꝛc., — auch oft in Bezug auf eine im Dat. beigefügte Perſon, für die durch das A. ein Mangel eintritt: Der Fettfleck geht aus, aber die Farbe des Zeugs geht mit aus; Die Pflanze, die Blume iſt ausgegangen [nicht geblieben], das Feuer, die Lampe, das Licht, die Pfeife [erloſchen]; das Waſſer im Brunnen, das Öl in der Lampe [verſiegt]; Das Jahr geht aus [neigt ſich zu Ende]; Daß alle deine Kinder und Enkel in gewiſſen Jahren höflich a., wie Bettlerslämpchen [verlöſchen, ſterben]. <bibl><author>G.</author> <biblScope>9, 286;</biblScope> <title>Das Geſpräch ging bald aus.</title></bibl> <bibl><biblScope>16, 226; 20, 237;</biblScope> <title>Demnach wäre alle Unvernunft . . ſchon ganz in der Welt ausgegangen, wenn nicht darauf geachtet würde.</title></bibl> <bibl><author>Immermann</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 227;</biblScope> <title>Grad’ iſt aus der Quell gegangen, | der ſo lang und reichlich quoll.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>Morg.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 71;</biblScope> <title>In weiter Fläche kein Bühl, kein Haus, | die Bäume gingen, die Felſen aus.</title></bibl> <bibl><author>Schwab</author> <biblScope>360 ꝛc.</biblScope></bibl> — Dem Quell iſt das Waſſer ausgegangen; Dem Krämer iſt ein Artikel in ſeinem Laden ausgegangen; Einem gehn die Haare aus [fallen aus]; Da ich hörte, daß uns das Geld a. dürfte. <bibl><author>G.</author> <biblScope>19, 76;</biblScope> <title>Iſt es, als wenn ihr der Athem ausginge.</title></bibl> <bibl><biblScope>106,</biblScope> <title>vgl.: Da ihr aber die Seele ausging [aus dem Körper, aus dem Munde ging], daß ſie ſterben mußte.</title></bibl> <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>35, 18;</biblScope> <title>Mir geht die Geduld aus; Mir gehn bei der Schildrung die Worte aus; Am untern ſteilen Abhang gehen dem Pferde | die letzten ſchmalen Klippenſtufen aus, | es ſtürzt herunter.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>13, 236</biblScope> <title>u. ä. m.</title></bibl> —</sense><sense n="4)">4) Etwas geht aus, nimmt ein Ende (vgl. 3), nam.: Nun geht [,iſt“. <bibl><biblScope>34, 37]</biblScope> <title>mein Traum aus.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>35, 32,</biblScope> <title>er iſt zu Ende, geht in Erfüllung; Durch ihn .wird mir mein Traum a.</title></bibl> <bibl><author>Blumauer</author> <biblScope>2, 178 ꝛc.</biblScope></bibl> — <sense n="a)">a) oft mit Adv. der Art und Weiſe: Nun ging ihm dieſer ſchöne Traum ſo häßlich aus. <bibl><author>Immermann</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 100;</biblScope> <title>Wie Das a. [ablaufen] wird! immer Sorge und Kummer! es geht nicht gut aus!</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>9, 157;</biblScope> <title>Es wird unruhig und geht ſchief aus.</title></bibl> <bibl><biblScope>164; 7, 325;</biblScope> <title>Da ging’s aus, wie das Schießen zu Hornberg [wozu die Einwohner Alles gehörig beſorgt hatten</title></bibl> — bis aufs Pulver. ſ. <bibl><author>EMeyer</author>  <title>deutſch. Sag.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 364]</biblScope> <title>und musten abziehen mit langer Naſe.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>107a</biblScope> <title>U. v., vgl. (veralt.): Es wird gewißlich ſo</title></bibl> hinausgehen, wie der Pſalm ſagt. <bibl><author>Luther</author> <biblScope>8, 313b ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) auch mit Dat. der Perſon, auf die ſich der Ausgang, der Erfolg ihres Thuns bezieht (vgl. 7a): Das kann dir unmöglich gut a.; Es geht dir nicht ungeſtraft aus [hin], ſ. <bibl><biblScope>1b</biblScope> <title>und hin-g.</title></bibl> <bibl><biblScope>2b:</biblScope> <title>Wart nur! Das geht dir nicht ſo ungenoſſen aus!</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>7, 87</biblScope> <title>[Es wird bei der Rechnung, die ich dir mache, dir als genoſſen angerechnet, du ſollſt dafür bezahlen, büßen]; Wie aber geht es Dem für ſo genoſſen aus?</title></bibl> <bibl><author>Canitz</author>  <title>[wird ihm ſo angerechnet, als ob er das Eingebrockte ſchon ausgegeſſen, ſeine Schuld gebüßt hätte]; Sich ſo unerlaubte Dinge mit ihr herausgenommen, daß es unbegreiflich iſt, wie man ihm Alles ſo für genoſſen hat a. laſſen.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>11, 303; 7, 152;</biblScope> <title>doch ſ. Genießen.</title></bibl> — 5) Bergb.: Ein Gang geht aus, zu Tage aus, endet dort. <bibl><author>G.</author> <biblScope>40, 234;</biblScope> <title>Am A–den [Ende] ungeheurer Kohlenlager.</title></bibl> <bibl><biblScope>236 ꝛc.</biblScope></bibl> — 6) A–de Waaren, die ausgeführt werden, im Ggſtz. der eingehenden [eingeführten], vgl. auch durch-g. <bibl><biblScope>1b ꝛc.</biblScope></bibl> — Der Schweiß, Angſtſchweiß geht [bricht] Einem aus. <bibl><author>Hebel</author> <biblScope>3, 346;</biblScope></bibl> <bibl><author>Uhland</author>  <title>V.</title></bibl> <bibl><biblScope>473 ꝛc.;</biblScope> <title>veralt., wegen nahe liegender Verwechslung mit</title></bibl> <bibl><biblScope>3:</biblScope> <title>Das Feuer geht aus ꝛc., vgl.: Es kömmt aus ꝛc.</title></bibl> — Ein Schießgewehr geht aus [wird abgeſchoſſen]. <bibl><author>Uhland</author>  <title>V.</title></bibl> <bibl><biblScope>507 ꝛc.</biblScope></bibl> — 7) Eine Rede <bibl><author>(Joh.</author> <biblScope>21, 23),</biblScope> <title>Schrift ꝛc. geht aus, tritt hervor, erſcheint; Etwas in Druck a. laſſen. Nam. auch von Befehlen ꝛc., in Bezug auf Den, der ſie erläſſt, wie,,ergehen“ auf Die, an die ſie gerichtet ſind: Der Befehl iſt vom Fürſten ausgegangen, an alle Unterthanen ergangen (ſ. 8g); Daß endlich das ſtrengſte Verbot ausging, den Wällen ſich zu nähern.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>25, 250;</biblScope> <title>Wir laſſen ein Manifeſt a. in alle vier Enden der Welt.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>107a;</biblScope> <title>Das Mandat iſt noch kürzlich ausgegangen.</title></bibl> <bibl><biblScope>326a ꝛc.</biblScope></bibl> — Mundartl.: Daß er die Verbindung [Heirath] in der Stille werde a. [vor ſich gehn] laſſen. <bibl><author>Mörike</author>  <title>N.</title></bibl> <bibl><biblScope>571.</biblScope></bibl> — 8) mit abhäng. Präpoſ.:</sense><sense n="a)">a) Etwas geht an Einem aus (ſ. <bibl><biblScope>f</biblScope> <title>und 4b), es kommt an ihm ſelbſt zum Ausgang, zur Erfüllung, er büßt esꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="b)">b) Ein Wort geht auf einen Konſonanten, Vokal, auf E aus, endet dar- auf (vgl. d). — Jemand geht auf die Jagd, auf Abenteuer, Beute, auf den Raub aus ꝛc., zur Angabe des Endzwecks, der Abſicht; Unſer Freund, der auf Menſchenkenntnis ausging [danach ſtrebte, ſie erlangen wollte]. <bibl><author>G.</author> <biblScope>16, 180;</biblScope> <title>Je weniger der Dichter auf eine ſolche Lehre ausgeht.</title></bibl> <bibl><author>Guh-</author>  <title>rauer L.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 44;</biblScope> <title>Bloßer Kalkul, der nicht nur von der Schlechtigkeit der Menſchheit ausgeht (ſ. g), ſondern auch darauf, ſie ſchlecht zu machen.</title></bibl> <bibl><author>Reinhard</author>  <title>G.</title></bibl> <bibl><biblScope>6</biblScope> <title>[deſſen Ausgangspunkt nicht nur, ſondern auch deſſen Ziel die Schlechtigkeit iſt]; Er geht drauf aus [ſucht gefliſſentlich], mich zu ärgern ꝛc.; Es geht aufs Löſen aus [iſt daraufabgeſehn].</title></bibl> <bibl><author>Wackernagel</author> <biblScope>2, 357</biblScope> <title>Z.</title></bibl> <bibl><biblScope>18.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="c)">c) In der nämlichen Schule erzogen, aus welcher der große Held ſelber ausgegangen [gewöhnl. hervorgegangen] iſt. <bibl><author>Hebel</author> <biblScope>3, 84;</biblScope> <title>Schriftſteller, deren Talent aus [v., ſ. g] dem thätigen Leben ausging und in dasſelbe unmittelbar nützlich ſogleich wieder zurückkehrte.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>22, 242.</biblScope></bibl> — Durch- (ſ. h). —</sense><sense n="d)">d) Es ſind falſche Propheten ausgegangen in die Welt. <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Joh.</author> <biblScope>4, 1 ꝛc.</biblScope></bibl> — Der Leib geht [läuft] in einen Fettſchwanz aus, endigt darin, vgl. <bibl><biblScope>b;</biblScope> <title>Der Schwanz geht in eine feine Spitze aus; Schlank in Finger ausgegangen [Hände].</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>N.</title></bibl> <bibl><biblScope>44;</biblScope> <title>In das Wallisthal gehen ſehr viele Schluchten des benachbarten Gebirges aus [haben dort ihren Ausgang, münden darin].</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>14, 218 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="e)">e) Ein Prinz ging einſt nach (ſ. b) Abenteuern aus. <bibl><author>Nicolai</author> <biblScope>1, 40.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="f)">f) Das iſt der Fluch, welcher ausgehet über das ganze Land. <bibl><author>Zach.</author> <biblScope>5, 3;</biblScope> <title>Etwas geht über Einen, über Einem (z. B.</title></bibl> <bibl><author>Ayrer</author> <biblScope>292a;</biblScope></bibl> <bibl><author>Schaidenreißer</author> <biblScope>7a ꝛc.)</biblScope> <title>aus, trifft ihn. ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>a.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="g)">g) Der Bote, die Poſt, Eiſenbahn, Reiſe geht von hier, von Leipzig aus ꝛc., zur Bez. des Ausgangspunkts oder -Orts (ſ. b); vgl.: Habsburg .., [von] wo ſeine Hoheit ausgegangen. <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>549a;</biblScope> <title>Von den niedern Hütten, wo dir jetzt | der Ritter ausging.</title></bibl> <bibl><biblScope>469b;</biblScope> <title>auch übertr.: Von einem Grundſatz, einer Vorausſetzung, Annahme, Jdee a.; Die Anregung ging von ihm, von dieſer Seite</title></bibl> <bibl><author>(G.</author> <biblScope>31, 58)</biblScope> <title>aus; Überdem ging diesmal ſein Behagen von Grund aus [war ein tiefes].</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>19, 159;</biblScope> <title>Von ihren Lippen gehet keine Rede aus.</title></bibl> <bibl><author>Wackernagel</author> <biblScope>2, 1444</biblScope> <title>Z.</title></bibl> <bibl><biblScope>6 ꝛc.</biblScope> <title>S.</title></bibl> <bibl><biblScope>7.</biblScope> <title>Veralt.: Gehet aus [trennt euch] von ihnen.</title></bibl> <bibl><biblScope>2.</biblScope></bibl> <bibl><author>Kor.</author> <biblScope>6, 17.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="h)">h) Zum Thor a. [aus dem Thor, durchs Thor hinaus-g.], zur Thür a. <bibl><author>Hiob</author> <biblScope>29, 7; 31, 34;</biblScope> <title>Was zum Munde ausgehet.</title></bibl> <bibl><author>Matth.</author> <biblScope>15, 11</biblScope> <title>u. o. Vgl.: Es gehet aus</title></bibl> durch den natürlichen Gang. <bibl><author>Mark.</author> <biblScope>7, 19 ꝛc.,</biblScope> <title>vgl.</title></bibl> <bibl><biblScope>5.</biblScope></bibl> — Da ging er aus [gewöhnl.: hin, hinaus] zu ſeinen Brüdern. <bibl><biblScope>2.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>2, 11 ꝛc.</biblScope> <title>u. ä. m.</title></bibl> — 9) zu Ende gehn, zu gehn aufhören: Die Orgel a. [ausſpielen ꝛc.] laſſen; Den Teig a. laſſen; Das Brot wird nicht locker, wenn der Teig nicht gehörig ausgeht ꝛc. Im Perf.: Der Teig hat nicht ausgegangen ꝛc. — 10) <bibl><biblScope>tr.:</biblScope></bibl></sense><sense n="a)">a) durch Gehn ausweiten: Die Schuhe ſitzen bequemer, wenn du ſie etwas ausgegangen [ausgetreten] haſt. —</sense><sense n="b)">b) Etwas gehend ausforſchen, ausfinden, ausmeſſen: Der Jäger geht [ſpürt] ein Wild, der Bergmann mit der Wünſchelruthe einen Gang aus; Der Saal iſt <bibl><biblScope>50</biblScope> <title>Schritt lang, ich habe ihn ausgegangen [ausgeſchritten, ſchreitend ausgemeſſen]; Ein vielerfahrner Fuchs, der alle Weg’ und Stege | wohl ausgegangen [gehend erforſcht]hatt’ in ſeinem Waldgehege.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>W.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 234;</biblScope> <title>Ein groß geräumig Haus . Es geht’s und miſſt’s kein Wandrer aus.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>73b</biblScope> <title>(vgl.: Ein Reiter kann</title></bibl> <bibl><biblScope>100</biblScope> <title>Tage reiten, | er umwandert es nicht, er reitet’s nicht aus.</title></bibl> <bibl><biblScope>74a=</biblScope> <title>gelangt gehend, reitend nicht ans Ende). Veralt.: Drum ſchicket er viel Leut’ umher, mich auszugehn [auszufinden].</title></bibl> <bibl><author>Werder</author>  <title>Ar.</title></bibl> <bibl><biblScope>9, 45.</biblScope></bibl> — 11) <bibl><biblScope>refl.:</biblScope> <title>ſoviel gehn, daß die Luſt, das Bedürfnis des Gehens dadurch befriedigt iſt: Heute habe ich mich einmal recht ausgegangen (vgl.: Sich auslachen, -ruhen, -ſchlafen, -tanzen, -toben ꝛc. u.: Sich er-g.).</title></bibl> — Ver- alt. <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>zu Ende gehn.</title></bibl> <bibl><author>Berlichingen</author> <biblScope>258,</biblScope> <title>vgl.: Einen kalten Föhn, der .., wie man zu ſagen pflegt, „ſich öfters ausgeht“, ohne Regen zu bringen.</title></bibl> <bibl><author>Grube</author> <biblScope>3, 240.</biblScope></bibl> —</sense><comp>Be-:</comp></sense><sense n="1)">1) <bibl><biblScope>tr.:</biblScope></bibl> <sense n="a)">a) Einen Weg, Ort ꝛc. b., bewandeln, betreten, darauf gehn: Begangen wird der Steig augenſcheinlich ſehr wenig. <bibl><author>Hausblätter</author> <biblScope>(1856) 1, 82;</biblScope> <title>Der Fleck wurde ſelten begangen.</title></bibl> <bibl><author>Prutz</author>  <title>Muſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 37;</biblScope> <title>Wenn ich die [Eiſen-] Bahn .. mit dem Stock in der Hand b. könnte.</title></bibl> <bibl><author>D</author></bibl> <bibl><author>Muſeum</author> <biblScope>1, 2, 366;</biblScope> <title>Jenes methodiſche B. der Gegend.</title></bibl> <bibl><author>Raumer</author>  <title>Päd.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 1, 130;</biblScope> <title>Ein Ufer .. ganz von Menſchen unbegangen.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>Morg.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 127;</biblScope> <title>Der du .. nicht es vergönnſt, dies Land zu b.</title></bibl> <bibl><author>Wiedaſch</author>  <title>Od.</title></bibl> <bibl><biblScope>12, 282 ꝛc.</biblScope></bibl> — Die Begehung [das Wandeln auf] der Erdfläche. <bibl><author>Novalis</author> <biblScope>1, 165.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) (ſ. a). Nam.: Etwas (beſichtigend, beaufſichtigend, in Ordnung haltend) b., vgl. über-g. <bibl><biblScope>II6:</biblScope> <title>Das Feld, die Grenzen, die Dohnen, den Dohnenſtrich, ein Revier in dem Forſt b.; Jch beging Alles ſelbſt mit einem geſchickten Forſtmann ꝛc.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>17, 213.</biblScope></bibl> — Veralt.: Die Wacht b. —</sense><sense n="c)">c) urſpr. wohl in Bezug auf feierliche Züge, Umzüge, Proceſſionen ꝛc., wie noch veralt.: Einen Todten b.; Die Seele mit Vigilien und Seelenmeſſen b. <bibl><author>Luther</author> <biblScope>5, 164b;</biblScope> <title>Daß er ſeinen Diener ehrlich verbrennt, begangen und zur Erde beſtät.</title></bibl> <bibl><author>Schaidenreißer</author> <biblScope>12a; 3b</biblScope> <title>u. o. (vgl. Begängnis), jetzt nur mit ſachl. Obj.: Ein Feſt, einen Feſttag mit Feierlichkeiten, ein freudiges Ereignis mit einem Gelage (Gaſtmahl, Schmaus), mit vielem Prunk,</title></bibl> — eine Feierlichkeit, Feſtlichkeit ꝛc. b. <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>feiern; B. den alten, heiligen Brauch.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>8, 368;</biblScope> <title>Manche Ceremonien wurden begangen.</title></bibl> <bibl><biblScope>19, 75</biblScope> <title>u. o. Vgl. nam.: Eine mit</title></bibl> <bibl><biblScope>100,</biblScope> <title>ja</title></bibl> <bibl><biblScope>1000</biblScope> <title>Gläubigen begangene Wallfahrt.</title></bibl> <bibl><biblScope>22, 60;</biblScope> <title>Bei uns, wo alle Feierlichkeiten kurzröckig ſind und wo die größte . . mit dem Gewehr auf der Schulter begangen wird, möchte ſo Etwas nicht am Ort ſein; aber hierher gehören dieſe Schleppröcke, dieſe friedlichen</title></bibl> Begehungen. <bibl><biblScope>23, 94 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="d)">d) an <bibl><biblScope>c</biblScope> <title>ſchließt ſich: Etwas b.</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>thun, Ggſtz. unterlaſſen, früher u. noch mundartl. allgm.: Eine gute, edle Handlung b.,</title></bibl> — nach heutigem hochd. Gebrauch aber nur v. böſen oder doch tadelhaſten Handlungen: Sünden, Verbrechen, einen Diebſtahl, Mord, eine böſe That, — eine Thorheit, Narrheit, Dummheit, dumme Streiche, einen Unſinn, einen Fehler b. ꝛc.; Was hab ich denn begangen? [verſchuldet]; Weil ſie Feuer ſpieen und manch anderes Wüſte begingen. <bibl><author>G.</author> <biblScope>19, 72;</biblScope> <title>Ich kann das Ärgſte | b. und ich will’s.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>429b;</biblScope> <title>Begeh’ ich eine Thorheit, | ſo iſt es eure.</title></bibl> <bibl><biblScope>425a;</biblScope> <title>Was ich an meinem Bruder .. begangen [geſündigt].</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>11, 147.</biblScope></bibl> — Dazu: Durch Unterlaſſungen ſowohl wie durch Begehungen ſie zu hemmen. <bibl><author>Prutz</author>  <title>DM.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 2, 698.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="e)">e) ſ. <bibl><biblScope>2c.</biblScope></bibl> —</sense></sense><sense n="2)">2) <bibl><biblScope>refl.:</biblScope></bibl> <sense n="a)">a) entſprechend <bibl><biblScope>1d:</biblScope> <title>Daß ſich [ſ. d.] der Mord noch ſtiller im lauten Meere begeht.</title></bibl> <bibl><author>JP.</author> <biblScope>33, 4 =</biblScope> <title>begangen wird.</title></bibl> —</sense><sense n="b)">b) Sich b., ſich betragen, benehmen, — nam.: Sich mit einander b., wohl, gut, freundlich b., ſich mit einander vertragen, umgehn. <bibl><author>Sir.</author> <biblScope>25, 2;</biblScope> <title>veraltend, wegen der Bed.</title></bibl> <bibl><biblScope>c,</biblScope> <title>ſ. Stellen noch aus</title></bibl> <bibl><author>Hippel</author>  <title>u.</title></bibl> <bibl><author>W.</author>  <title>bei</title></bibl> <bibl><author>Grimm.</author></bibl> —</sense><sense n="c)">c) Sich (mit einander) b., ſich begatten (ſ. d.), ſich fleiſchlich vermiſchen, z.B. <bibl><author>G.</author> <biblScope>7, 142; 180;</biblScope></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>3, 65.</biblScope> <title>Entſpr.</title></bibl> <bibl><biblScope>tr.</biblScope> <title>(vgl. beſpringen u. ä. m.): Daß die daſigen Stuten, von ſpaniſchen Hengſten begangen, eine edlere Art durch dieſe Begattung geworfen.</title></bibl> <bibl><author>Winckelmann</author> <biblScope>4, 238;</biblScope> <title>Die Kuh b. laſſen ꝛc., ſ.</title></bibl> <bibl><author>Brem.</author></bibl> <bibl><author>Wörterb.</author> <biblScope>475.</biblScope></bibl></sense></sense></p>
        </note>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Veralt., mundartl.: Es b. <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Etwas ſchmerzlich empfinden.</title></bibl> <bibl><author>Steinbach</author> <biblScope>1, 546</biblScope> <title>(vgl.</title></bibl> <bibl><biblScope>1a,</biblScope> <title>vom Leichenbegängnis?); nach Wilh. Hoffmann’s Wörterb. noch bei Van der Velde: Der es gar ſehr beging, daß er aus ſeinem lieben Schweidnitz ſcheiden ſollte.</title></bibl> — S. ferner <bibl><author>Brem.</author></bibl> <bibl><author>Wörterb.</author> <biblScope>480;</biblScope></bibl> <bibl><author>Schm.</author> <biblScope>2, 6.</biblScope></bibl> Bēī-: <sense n="1)">1) im Partic. <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>beifolgen: B–des Schreiben; Daß ich Ihnen b–des Buch ſchicke.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>12, 266.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="2)">2) (mundartl.) an Etwas herangehn, um es anzufaſſen ꝛc.: Laß das ſtehn, du ſollſt da nicht b.; Er ging bei (zu), und brach das Schloß auf u. ſo oft in Mecklenb. als Umſchreibung des folgenden Zeitw. — 3) (unperſ.): Etwas, ein Gedanke geht mir bei, kommt mir in den Sinn, fällt mir ein: Wenn mir nur nicht .. immer der Gedanke beiginge ꝛc. <bibl><author>G.</author> <biblScope>15, 10;</biblScope> <title>Dem armen Manne war es beigegangen, | daß er ſich eine Sammlung angelegt.</title></bibl> <bibl><author>Uh-</author>  <title>land</title></bibl> <bibl><biblScope>502;</biblScope> <title>Es iſt mir im Traum nicht beigegangen ꝛc.</title></bibl> — Nam. oft: Sich Etwas b. laſſen, zumal von etwas Ungehörigem, vgl. ſich unterſtehn: Es iſt luſtig genug, daß er ſich b. läſſt, zu ſagen ꝛc. <bibl><author>G.</author> <biblScope>39, 324;</biblScope> <title>Daß Ihr Euch mit unerhörter Verwegenheit, ja frevelhafter Frechheit habt b. laſſen.</title></bibl> <bibl><author>Lichtenberg</author> <biblScope>4, 200;</biblScope> <title>So ließ ich mir b., auch ſelbſt einmal zu komponieren.</title></bibl> <bibl><author>Tieck</author>  <title>N.Kr.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 40 ꝛc.</biblScope></bibl> — <comp>Dahêr-:</comp> einher-g., her-g., daherſchreiten. <bibl><author>Jer.</author> <biblScope>6, 1;</biblScope></bibl> <bibl><author>Luther</author> <biblScope>5, 531a; 532b ꝛc.,</biblScope> <title>oft</title></bibl> <bibl><biblScope>[2b]:</biblScope> <title>Nackend d.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>5, 4;</biblScope> <title>Beraubt und bloß d.</title></bibl> <bibl><author>Micha</author> <biblScope>1, 8;</biblScope> <title>Stolz d.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 3 ꝛc.</biblScope></bibl> — <comp>Dahín-:</comp> hin-g., fort-g. <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>445a;</biblScope> <title>auch</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>ſterben (z. B.</title></bibl> <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>15, 2;</biblScope></bibl> <bibl><author>Joh.</author> <biblScope>23, 14</biblScope> <title>u. o.) ꝛc., vgl. darauf-g.</title></bibl> — D(a)rán- <bibl><biblScope>[5a].</biblScope></bibl> — <comp>D(a)rāūf-:</comp> auf-g. (8d), hingehn, ſo daß Nichts bleibt, es verloren, fort iſt: Es geht viel Geld; ſein ganzes Vermögen darauf. <bibl><author>L.</author> <biblScope>11, 178;</biblScope> <title>Die Zechinen, die über den Epigrammen darauf gegangen ſind.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author>  <title>G.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 266;</biblScope> <title>Wenn auch die Stellung d. wird.</title></bibl> <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 138;</biblScope> <title>Sind bei dieſer Gelegenheit viele alte Bäume daraufgegangen.</title></bibl> <bibl><author>Kohl</author>  <title>A.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 158;</biblScope> <title>Viel Geld d. laſſen; Die Stadt d. zu laſſen.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>120b</biblScope> <title>[in die Luft zu ſprengen]; Ob ſie am Leben bleiben oder .. d. [ſterben] würde.</title></bibl> <bibl><author>Forſter</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 110;</biblScope></bibl> <bibl><author>Berlichingen</author> <biblScope>55;</biblScope></bibl> <bibl><author>Chamiſſo</author> <biblScope>5, 216;</biblScope></bibl> <bibl><author>Freitag</author>  <title>Soll</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 293</biblScope> <title>u. o. Verſch.: (Da)hin-, heim-g., wonach der Tod nicht als ein Verlorengehen, ſondern als ein Gehen zu Gott ꝛc. gefaſſt wird.</title></bibl> — Sonſt mag Spaß und Ernſt, wie er auch ſei, drauf und drein gehn (ſ. d. <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>hin-g.).</title></bibl> <bibl><author>Tieck</author>  <title>N.K.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 14.</biblScope></bibl> — <comp>D(a)rēīn-:</comp> örtl. in einen beſt. Ort hineingehn ꝛc. <bibl><biblScope>[5d];</biblScope> <title>ferner: hinter d. ꝛc., aber auch z.B.: Bei einem Handel d., obenein, als Zugabe: Vermöcht’ er, keck zu handeln, dürft’ er nicht | keck reden auch? Eins geht ins Andre drein [die kecke Rede geht mit dem kecken Handeln hin, wird damit hingenommen, paſſiert].</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>334a;</biblScope> <title>Beim Trunk geht Vieles drein [paſſiert Vieles].</title></bibl> <bibl><biblScope>353b;</biblScope></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>9, 33,</biblScope> <title>ſ. darauf-g.</title></bibl> — <comp>Davón-:</comp> weg-g., ſ. Auf-g. <bibl><biblScope>1.</biblScope> <title>u. ä. m.</title></bibl> — <comp>Dōppel(t)-:</comp> Doppelgänger (ſ. d.) ſein. <bibl><author>Schleiermacher</author> <biblScope>3, 2, 237.</biblScope></bibl> — <bibl><biblScope>I.</biblScope></bibl> Dúrch-: 1) ohne Acc. <bibl><biblScope>[5d]:</biblScope> <title>Etwas geht durch:</title></bibl> <sense n="a)">a) es kann durch eine Offnung hindurch gebracht werden: Das Öhr iſt zu klein, der Faden geht nicht durch ꝛc.</sense><sense n="b)">b) Etwas geht durch einen Raum nicht nur möglicherweiſe (a), ſondern in der That hindurch, ſo daß es auf der einen Seite hineingehend, auf der entgegengeſetzten herauskommt: Durch ein Haus, einen Garten, eine Stadt, ein Land, das Waſſer d.; D–de Waaren [die nicht im Lande bleiben]; Die Ägypter ertranken im rothen Meer, aber die Juden gingen trocknen Fußes (hin)durch; Die Kugel, der Schuß, iſt mitten durch die Bruſt durchgegangen; Der Hieb, der Stich geht durch; Das Zeug iſt waſſerdicht, es geht kein Regen durch; Sodann auch Sandſtein; laſſt ihn mächtig ruhn, <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>wir gehen durch.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>6, 25;</biblScope> <title>Da ſprang ich auf .., | gewiß durch Alle durchzugehn [mich durchzuſchlagen].</title></bibl> <bibl><biblScope>18, 63 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="c)">c) Daher: ſich von einem Ende bis zum andern, durch alle Theile hindurch erſtrecken: Dergeſtalt geſponnen, daß ein rother Faden durch das Ganze durchgeht [ſich durchzieht]. <bibl><author>G.</author> <biblScope>15, 161 ꝛc.;</biblScope> <title>Dieſe Regel geht durch [gilt durchgängig]; Eine d–de Regel. S. durchgehends.</title></bibl> — Bauk.: D–de Säulen, von unten bis oben durch mehrere Geſchoſſe reichend. —</sense><sense n="d)">d) Er geht grade durch, handelt entſchieden und offen, ohne entgegenſtehnde Hinderniſſe zu berückſichtigen. —</sense><sense n="e)">e) Ein Geſetz, ein Vorſchlag, eine Wahl, meton.: der zu Wählende geht durch, wird in einer Verſammlung angenommen, ſ. <bibl><biblScope>f.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="f)">f) Etwas geht (mit) durch, man läſſt es (mit) d., hergenommen vom Zollamt, man läſſt es paſſieren, ſo hingehn (ſ. d. 2b): Was ſo einem Menſchen Alles durchgeht! <bibl><author>G.</author> <biblScope>9, 199;</biblScope> <title>Unſer .. Klügel läſſt es ihm auch nicht d., ſondern macht .. aufmerkſam auf dieſe Unredlichkeit.</title></bibl> <bibl><biblScope>39, 378;</biblScope> <title>Daß ihrem Anhänger die Zugabe .. wohl mit d. konnte.</title></bibl> <bibl><author>Immermann</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 158.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="g)">g) Die Pferde gehn mit dem Wagen durch, ohne ſich halten zu laſſen, entfliehen; Der gute Wille geht mit der Überlegung durch. <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>628b ꝛc.;</biblScope> <title>Seinen Gläubigern d. (vgl. durchbrennen); Iſt das Fräulein hübſch genug, um mit ihr durchzugehn [ſie zu entführen].</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>11, 217 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="h)">h) Färber: Das D. bei der Waidküpe beſteht in einer Fäulnis, wobei der Waid zerſtört wird. <bibl><author>Karmarſch</author> <biblScope>2, 305.</biblScope></bibl> — 2) mit Accuſ.:</sense><sense n="a)">a) Etwas d., durch Dasſelbe in ſeiner ganzen Ausdehnung hindurch gehn, eig. und übertr. (z. B. es prüfend, beſprechend ꝛc.). Der Accuſ. kann als Maßbezeichnung gefaſſt werden (dann gilt ſein als Hilfszeitw., und Dies iſt das Gewöhnlichere) oder als Obj. (dann gilt haben): Er iſt die Zimmer alle durchgegangen [Er iſt — die Zimmer alle hindurch — gegangen, ſ. hindurch-g.]; Er iſt (hat) die Arbeit mit ſeinem Schüler genau durchgegangen [hat ſie mit ihm durchgenommen]; Jener Philoſoph, der bekanntlich ſehr verſchiedne Stufen der Bildung durchgegangen war [durchgemacht, durchwandelt hatte]. <bibl><author>Fichte</author>  <title>Nic.</title></bibl> <bibl><biblScope>37;</biblScope> <title>Ein Mann, der länger gelebt, iſt verſchiedene Epochen durchgegangen.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>39, 3;</biblScope> <title>Gehſt du ſie einzeln durch [prüfſt du ſie], du findeſt Keinen, | der ꝛc.</title></bibl> <bibl><biblScope>13, 126;</biblScope> <title>Die ſchon viele Wandlungen durchgegangen ſind.</title></bibl> <bibl><author>Tieck</author>  <title>NKr.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 164 ꝛc.,</biblScope> <title>ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>II.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) als vollſt. <bibl><biblScope>tr.:</biblScope> <title>Etwas durch Gehn durchlöchern: Ich habe mir die Füße durchgegangen [wund gegangen]; Die Sohlen d., und ſo auch</title></bibl> <bibl><biblScope>refl.:</biblScope> <title>Die Sohlen ſind ſo dünn, daß ſie ſich leicht d.</title></bibl></sense></sense></p>
        </note>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Veralt. im Partic. ohne „Ge“: Dieſer Spruch iſt durchgangen im Papſtthum. <bibl><author>Luther</author> <biblScope>6, 25a. II.</biblScope></bibl> Durch-: <bibl><biblScope>I. 2a</biblScope> <title>u. daher mit ſein u.</title></bibl> haben: Sie ſind wie zwei Magnetröhren: was in der einen ſich regt, muß auch die andre bewegen; denn es iſt nur Eins, was in beiden wirkt, eine Kraft, die ſie durchgeht [durchdringt]. <bibl><author>G.</author> <biblScope>16, 81;</biblScope> <title>Wie unſere Erdkugel große Umwälzungen durchgangen iſt.</title></bibl> <bibl><author>WHumboldt</author> <biblScope>3, 242;</biblScope> <title>Das abgeführte Volk hat wohl das Land durchgangen.</title></bibl> <bibl><author>Opitz</author> <biblScope>1, 88;</biblScope> <title>Das achte Buch des Romans noch einmal mit Beſonnenheit zu d.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author>  <title>G.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 141;</biblScope> <title>All das Geſchlecht zu d. [aufzählend].</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Hor.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 8;</biblScope> <title>Und durchgeht er die Stadt, wie ein Gott rings wird er betrachtet. Od.</title></bibl> <bibl><biblScope>8, 173; 12, 335; 420; 17, 486;</biblScope> <title>So könnt’ ich ... | das ganze Götterchor d.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>3, 168;</biblScope> <title>Es hat dieſer Herr ſehr fleißig die Hiſtorien durchgangen.</title></bibl> <bibl><author>Zinkgräf</author> <biblScope>1, 92 ꝛc.</biblScope></bibl></p>
        </note>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Ugw. ohne Acc. <bibl><biblScope>2.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>32, 27.</biblScope></bibl> — Das Hilfszeitw. haben ſcheint hier als bei einem vollſt. Tranſ. mit Paſſiv: Die durchgangnen Räume ꝛc. den Vorzug zu verdienen, ſ. Ein-, <bibl><biblScope>II.</biblScope> <title>Über-,</title></bibl> <bibl><biblScope>II.</biblScope> <title>Um-g.</title></bibl> Eīn-: <sense n="1)">1) ohne Accuſ.: <sense n="a)">a) bibl. und im gehobnen Stil: hinein-g. in einen umſchloßnen Raum, meiſt mit ausdrücklicher Nennung desſelben und mit dem Nebenſinn des dauernden Aufenthalts darin. Sonſt gw.: hinein-g. (ſ. d. und vgl. Aus-g. 1a). So heißt es gw.: Es wird kühl, wir wollen hinein-g., ins Haus hinein-g.; Er iſt nur einen Augenblick hineingegangen; Das geht bei ihm zum einen Ohr hinein und zum andern heraus ꝛc., — aber bibl.: Da nun Joſeph zum Hauſe einging. <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>43, 26;</biblScope> <title>Da Noah zu der Arche einging.</title></bibl> <bibl><author>Matth.</author> <biblScope>24, 38;</biblScope> <title>Gehet ein durch die enge Pforte.</title></bibl> <bibl><biblScope>7, 13;</biblScope> <title>Gehe ein zu deines Herrn Freude.</title></bibl> <bibl><biblScope>25, 21;</biblScope> <title>Was zum Munde eingehet, Das verunreinigt den Menſchen nicht.</title></bibl> <bibl><biblScope>15, 11</biblScope> <title>u. ä. m. So z.B. auch: Geh ein [hinein zur Geliebten] und tröſte ſie, o Thor.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>11, 147;</biblScope> <title>Ein auch gingen die Freier.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Od.1,</title></bibl> <bibl><biblScope>144 ꝛc.,</biblScope> <title>wo doch im gewöhnl. Gebrauch: hinein-g. üblich iſt. Dichteriſch mit bloßem Accuſ. ſtatt „in“: Laß nicht der dummen Geckheit Schall eingehn | mein Haus.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Sh.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 45.</biblScope></bibl> — Ofter im Ggſtz. zu: Aus-g. (ſ. d. <bibl><biblScope>1a</biblScope> <title>und 6), z. B. auch: Der Degen geht ſchwer aus und ein [gw.: heraus und hinein</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>läſſt ſich ſchwer aus der Scheide ziehn und hineinſtecken] ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="b)">b) Etwas geht (Einem) glatt ein, in den Mund. <bibl><author>Spr.</author> <biblScope>23, 31,</biblScope> <title>auch übertr.: in den Sinn, von Dem, was man gern hört, leicht und willig in ſich aufnimmt: Die Schmeichelei ging der Königin ſo glatt ein.</title></bibl> <bibl><author>Muſäus</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 130 ꝛc.,</biblScope></bibl> — im Ggſtz.: Etwas geht Einem hart, ſchwer, ſauer ein, in den Sinn, Kopf, er begreift es ſchwer, geht ungern daran ꝛc.; auch: Es wollte ihm nicht e. [er konnte nicht denken], daß, der ihm die Kindelein anvertraut hatte, könne ihn ſtecken laſſen. <bibl><author>Hebel</author> <biblScope>3, 502;</biblScope></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>20, 248 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="c)">c) Gelder, Ausſtände gehen ein, kommen ein (in die Kaſſe); Die Schulden wollen nicht e.; Alles Geld, das eingeht; Geht die Beſoldung ein, <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>ſie geht für Wein und Roſen auf.</title></bibl> <bibl><author>Daumer</author>  <title>H.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 39 ꝛc.</biblScope></bibl> — Veralt., mundartl.: Weil keine Kapelle über <bibl><biblScope>2</biblScope> <title>Mark Silbers Eingehnds [Einkommen] hätte.</title></bibl> <bibl><author>Stumpf</author> <biblScope>376b.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="d)">d) Schreiben ꝛc. gehen ein, auf einem Komtoir, in einem Gericht, bei einer Kanzlei ꝛc. <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>laufen ein, werden eingeſendet, kommen an: Alle e–den Schriftſtücke (Akten) regiſtrieren ꝛc. Ahnlich auch: Die eingegangnen [eingelaufnen] Nachrichten ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="e)">e) Mit e. (in einen Kauf), obenein gehn, als Zugabe: Da ich Jhnen ſo Viel abkaufe, könnte die Kleinigkeit wohl mit e., vgl. <bibl><biblScope>f.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="f)">f) Etwas geht ein, in ein Andres, wird als Beſtandtheil darin aufgenommen, fließt darin ein: Im zweiten Theile iſt des Engliſchen ſehr Wenig, da iſt das bekannte Schauſpiel des Taſſo eingegangen [aufgenommen]. <bibl><author>Gervinus</author>  <title>Lit.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 113;</biblScope> <title>Das Schreckliche, das im „Königsſohn aus England“ ſelbſt zum Schein und zur Täuſchung des Zuſchauers eingeht [einfließt, ſich findet]. ebd.</title></bibl> —</sense><sense n="g)">g) ſich auf engern Raum zuſammenziehn: Beim Krumpen geht [läuft] das Tuch ein; Wenn Gemüſe auf dem Feuer ſo kurz eingeht [einkocht] ꝛc. — Sollten auch die kürzern und ſichern Landſtraßen darüber zu Pfaden e., wie ſie durch Wildniſſe führen (vgl. l). <bibl><author>L.</author> <biblScope>6, 373.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="h)">h) Metallurgie: Metalle gehen ein, werden unter der Muffel flüſſig. —</sense><sense n="i)">i) Auf Etwas e. (ſ. k), ſich darauf einlaſſen, ſich daran betheiligen: Auf dieſe Bedingungen, Vorſchläge kann ich nicht e.; Er ging auf den Scherz ein ꝛc. — k) In Etwas e., örtl. (ſ. a): In die Städte oder Dörfer e. [kommen]. <bibl><author>Mark.</author> <biblScope>6, 56 ꝛc.</biblScope></bibl> — In eine Falle e. [gw.: gehn]. <bibl><author>W.</author> <biblScope>11, 191 =</biblScope> <title>ſich fangen laſſen, ſo auch: Sie war, ging Amadis nicht ein, dahingebracht, ſich ſelbſt zu amüſieren.</title></bibl> <bibl><biblScope>15,</biblScope> <title>...</title></bibl> — In das Weſentliche einer Sache e. (vgl. i), ſich unterſuchend, prüfend darauf einlaſſen; E–de [Ggſtz.: oberflächliche] Beſprechung; In Jemandes Geiſt e., ſo daß man in ſeinem Geiſt wirkt; In den Scherz e., ſo daß man demſelben gemäß handelt; Endlich da ich in Alles einging [mich ſeinem Sinn gemäß zeigte]. <bibl><author>G.</author> <biblScope>19, 137 ꝛc.,</biblScope> <title>ſ. auch</title></bibl> <bibl><biblScope>k.</biblScope></bibl> — l) Etwas geht ein, verfällt, nam. übertr.: hört auf zu beſtehn: Ein Geſchäft, ein Laden, ein Bergwerk, eine Grube im Bergwerk, eine Zeitſchrift geht ein, iſt eingegangen; Sie e. laſſen. —</sense></sense><sense n="2)">2) (Anm.) mit Accuſ.: Etwas e., es aufſich nehmen, übernehmen, ſich damit einverſtanden erklären (vgl. <bibl><biblScope>f, i</biblScope> <title>und k): Einen Bund, ein Bündnis, einen Kontrakt, eine Verpflichtung, Wette e.; Gehſt du Das ein? | und willſt auch du zu Gleichem dich verbinden?</title></bibl> <bibl><author>Chamiſſo</author> <biblScope>4, 22;</biblScope> <title>Der Reiche ging des Armen Bitten ein.</title></bibl> <bibl><author>Gellert</author> <biblScope>1, 162;</biblScope> <title>Daß ſie eine ſchwere Verpflichtung eingegangen</title></bibl> waren. <bibl><author>Lewald</author>  <title>W.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 127.</biblScope></bibl></sense></p>
        </note>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Für <bibl><biblScope>2</biblScope> <title>gilt meiſt ſein als Hilfszeitw., doch ſcheint</title></bibl> haben korrekter, da ein vollſtändiges Tranſit. vorliegt, z.B. paſſiv: Die eingegangnen Verpflichtungen. Vgl.: An-, Durch-g., Anm. — Mundartl. z. B.: Geht die Kirche um acht Uhr ein [an]. <bibl><author>Gotthelf</author>  <title>Sch.</title></bibl> <bibl><biblScope>84.</biblScope> <title>Bibl.: Zu einer Frau e., hinein-g. (ſ.</title></bibl> <bibl><author>Luther</author> <biblScope>8, 16b) =</biblScope> <title>ſich mit ihr fleiſchlich vermiſchen.</title></bibl> — Ferner: E–de [einwärtsgehende, einſpringende] Winkel ꝛc., vgl.: Einen hervorſpringenden Winkel, wo gegen- über ein hineingehender war. <bibl><author>Forſter</author>  <title>A.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 178.</biblScope></bibl> Einhêr-: daher-g. <bibl><biblScope>5.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>29, 12;</biblScope></bibl> <bibl><author>Richt.</author> <biblScope>5, 4; 1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Sam.</author> <biblScope>17, 41 ꝛc.;</biblScope> <title>Frei e. ꝛc.; nam. gekleidet: Wie aber gehſt du ſo ſchmuck einher?</title></bibl> <bibl><author>Chamiſſo</author> <biblScope>6, 264;</biblScope></bibl> <bibl><author>Nicolai</author> <biblScope>1, 221 ꝛc.</biblScope></bibl> — Veraltet: Daß erſt das Geſchütz einherging [losging]. <bibl><author>Berlichingen</author> <biblScope>55 ꝛc.</biblScope></bibl> — <comp>Empōr-:</comp> in die Höhe gehen; auch übertragen <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>ſich heben, im Gegenſatz: zu Grund gehn.</title></bibl> <bibl><author>Zinkgräf</author> <biblScope>1, 320.</biblScope></bibl> — <comp>Ent-:</comp> <sense n="1)">1) entweichen, unbemerkt von Einem, ohne Deſſen Willen, Bewuſſtſein ꝛc. fortgehn: Nahte ſich ein klügrer Dieb <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>und entging mit ihrer Beute.</title></bibl> <bibl><author>Hagedorn</author> <biblScope>2, 88;</biblScope> <title>Rüſte dich zum Gang, weil dir dein Roß entgangen.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>Roſt.</title></bibl> <bibl><biblScope>3b.</biblScope></bibl> — <sense n="a)">a) ſo auch: Wenn einem Mann im Schlafe der Same entgeht [abgeht]. <bibl><biblScope>3.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>15, 16,</biblScope> <title>und häufig: Athem, Beſinnung, die Kräfte e. Einem; Sie drehen im Kreiſe ſich um, bis Sinn und Athem vergeht.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>20, 5.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) Etwas, auf das man als Einem zukommend rechnete, entgeht Einem, man erhält es nicht, kommt darum: Die 1. Beute, die Erbſchaft, der Proceß entging ihm (ſeinen Klauen); Die Belohnung ſoll dir nicht e.; Sich keinen Vortheil e. laſſen. —</sense><sense n="c)">c) Etwas entgeht Einem, ſeiner Aufmerkſamkeit, bleibt unbemerkt: Marius in ſeinem Verſteck entging den vorübereilenden Feinden (vgl. 2); Einem geübten Korrektor dürfen keine Druckfehler e.; Wie konnte es deinem Scharfblick e., daß ꝛc. —</sense></sense><sense n="2)">2) von etwas Drohendem nicht ge- oder betroffen werden: Dem Feind durch die Flucht, — im Verſteck (ſ. 1c) e.; Der Angſt, Furcht, Gefahr, Krankheit, Sorge, Strafe, Verfolgung, Verſpottung, — dem Feuer, Hohn, Regen, Schwert, Spott, Tadel, Tod, Unglück, Verhängnis e.</sense></p>
        </note>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Veralt., mundartl.: Ich kann nicht e. [umhin]; Mit einem Eid e. [loskommen, ſich frei ſchwören]; Die Füße e. Einem [gleiten aus]. Entgêgen-: Einem Kommenden oder kommend Gedachten e., ſich ihm entgegen bewegen, nam. um es früher zu treffen: Dem rückkehrenden Freunde e.; Dem Feinde muthig e.; Öſterreich ſcheint ſeinem Zerfalle entgegenzugehen [ſich zu nähern]. <bibl><author>Auerbach</author>  <title>Tag.</title></bibl> <bibl><biblScope>160;</biblScope> <title>Die großen Eindrücke, denen ich entgegengehe [die mir auf meiner Reiſe bevorſtehn]; Nachdem ich die Reiſe mit Extrapoſt angefangen . ., fand ich mich zuletzt genöthigt, dem Ende derſelben zu Fuße entgegenzugehen.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>19, 56;</biblScope> <title>Die jeder Beſchwerlichkeit, jeder Gefahr wiſſentlich e.</title></bibl> <bibl><biblScope>96 ꝛc.</biblScope></bibl> — <comp>Entzwēī-:</comp> in Stücke gehen. — <comp>Er-:</comp> <sense n="1)">1) <bibl><biblScope>tr.:</biblScope> <title>durch Gehen erlangen, ſich verſchaffen: Sich ein Botenlohn, einen tüchtigen Appetit e. ꝛc.</title></bibl> — Veralt., mundartl. auch: Einen e., gehend einholen. <bibl><author>Theuerdank</author> <biblScope>19;</biblScope> <title>Einen Weg e., zu Ende gehen.</title></bibl> —</sense><sense n="2)">2) <bibl><biblScope>reft.</biblScope> <title>(vgl. aus-g. 11):</title></bibl> <sense n="a)">a) eig. ſeinem Bedürfnis, ſeiner Neigung folgend, gehen; ſich gehend erquicken; ſpazieren gehen, luſtwandeln: Wieviel Zeit können wir uns unter freiem Himmel wahrhaft e. und ergötzen. <bibl><author>G.</author> <biblScope>23, 49;</biblScope> <title>Ergehe ſich in Luſt, wer hoffen kann!</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>668b;</biblScope> <title>Ach, wie ſchön muß ſich’s e., | dort im ew’gen Sonnenſchein!</title></bibl> <bibl><biblScope>48a;</biblScope> <title>Um lechzend von des Tages ſtrengem Brand | im friſchen Duft der Pomeranzenhaine | ſich zu e.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>20, 286; 278;</biblScope></bibl> <bibl><author>Chamiſſo</author> <biblScope>3, 302</biblScope> <title>U. V.</title></bibl> —</sense><sense n="b)">b) übertr. (ſ. a): Die Blicke, frei und feſſellos, <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>e. ſich in ungemeſſnen Räumen.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>425;</biblScope> <title>Die Sänger hatten ſich eine Zeitlang auf dieſe Weiſe ergangen.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>19, 6 =</biblScope> <title>mit Behagen, ihrer Stimmung folgend, geſungen; Sich in einer ausführlichen Schildrung e., ſich behaglich gehen laſſend Etwas ausführlich ſchildern; Sich in Lobſprüchen, in Tadel, im Widerſpruch e.; Wir ergingen uns .. in des Geſpräches verſchlungener Windung.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>Mak.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 103 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense></sense><sense n="3)">3) <bibl><biblScope>intr.:</biblScope></bibl> <sense n="a)">a) aus-g. (ſ. d. 7), in Bezug auf Das, wohin es gerichtet iſt: Ein Duft ergeht aus ihnen [geht, ſtrömt von ihnen aus], der Freund und Feind beſticht. <bibl><author>Platen</author> <biblScope>2, 30,</biblScope> <title>nam.</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>erlaſſen werden, von Schriften ꝛc.; Es e. Befehle, Verfügungen, Verordnungen, Urtheilsſprüche; Sie e. laſſen; E. laſſen, was Recht iſt; Dieſe Mahnung ergeht an Alle, die ꝛc.; In alle Welt ergeht der Ruf ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="b)">b) <bibl><biblScope>[5l]</biblScope> <title>Etwas ergeht über Einen (ſ. c), wird über ihn ausgeſprochen, verhängt ꝛc.: Gemächlich erging beſonders der Witz über abweſende Freunde.</title></bibl> <bibl><author>Chamiſſo</author> <biblScope>4, 239</biblScope> <title>(vgl.</title></bibl> <bibl><biblScope>2b</biblScope> <title>und her-g. 2a). Nam.: Etwas über ſich e. laſſen, das Verhängte, das Einem Widerfahrende geduldig hinnehmen.</title></bibl> —</sense><sense n="c)">c) Etwas ergeht in angegebner Weiſe <bibl><biblScope>[2b],</biblScope> <title>es geſchieht, begiebt ſich, erfolgt ſo: Wie er uns deutete, ſo iſt’s ergangen.</title></bibl> <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>41, 13; 2.</biblScope></bibl> <bibl><author>Sam.</author> <biblScope>13, 35 ꝛc.</biblScope></bibl> — Veralt. ohne Angabe der Art: Geſchichten, ſo unter uns ergangen ſind. <bibl><author>Luk.</author> <biblScope>1, b;</biblScope></bibl> <bibl><author>Opitz</author> <biblScope>1, 268;</biblScope> <title>Daß die Schiffahrt will mit großem Schaden e.</title></bibl> <bibl><author>Apoſtelg.</author> <biblScope>27, 10.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="d)">d) (ſ. c) mit perſönl. Dat.: Es ergeht Einem gut, wohl, ſchlecht, übel: es trifft Einen ein gutes Schickſal, man befindet ſich wohl; So ſoll es jedem Floh e.! [ſolch Schickſal treffe ihn]. <bibl><author>G.</author> <biblScope>11, 92;</biblScope> <title>So ergeht es einem Jeden, der ſich in die Welt wagt.</title></bibl> <bibl><biblScope>22, 155,</biblScope> <title>vgl.: So geh es Jedem, der ꝛc.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 170.</biblScope></bibl> — Ungw.: Ergeht euch ohne Betrübung <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>jedwede heilige Übung?</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>N.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 123.</biblScope></bibl> —</sense></sense><sense n="4)">4) der Infin. als ſächl. Hw., z. B. (ſ. 2): Das E. im Freien, — nam. aber ſ. <bibl><biblScope>3d:</biblScope> <title>Nach dem E. [Befinden] der Gräfin zu fragen.</title></bibl> <bibl><author>Lewald</author>  <title>W.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 375;</biblScope></bibl> <bibl><author>HHerz</author> <biblScope>81 ꝛc.</biblScope> <title>Nam. oft: Das Wohl-E.; Einem beſtändiges Wohl-E. wünſchen, daß es ihm immer wohl gehen möge.</title></bibl></sense></p>
        </note>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">In Bed. <bibl><biblScope>3c</biblScope> <title>und</title></bibl> <bibl><biblScope>d</biblScope> <title>mundartl. auch mit</title></bibl> haben: Wie iſt es dir ergangen? .. Und wie es mir ergangen hat. <bibl><author>Kerner</author> <biblScope>483;</biblScope></bibl> <bibl><author>Schweinichen</author> <biblScope>3, 87 ꝛc.</biblScope> <title>Vgl. Gehen, Anm.</title></bibl> Fêhl-: ſ. Fehl <bibl><biblScope>I.,</biblScope> <title>Anm.</title></bibl> — <comp>Fórt-:</comp> <sense n="1)">1) <bibl><biblScope>intr.:</biblScope></bibl> <sense n="a)">a) weg-g. (ſ. d.), ſich entfernen: Er iſt längſt fortgegangen; Morgen geht es fort von hier; Die Schmerzen ſind danach fortgegangen (vergangen) ꝛc. —</sense><sense n="b)">b) weiter-g.: Die Uhr geht noch fort; Ging’s fort in ſauſendem Galopp. <bibl><author>B.</author> <biblScope>14b;</biblScope> <title>Ging’s leider nur nach dem alten Schlendrian fort.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>17, 213;</biblScope> <title>Da er ſeinen Zorn ließ f.</title></bibl> <bibl><author>Pſ.</author> <biblScope>78, 50 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="c)">c) ſeinen Fortgang haben, gedeihen: Die Blumen ſind gut fortgegangen; übertr.: <bibl><biblScope>2.</biblScope></bibl> <bibl><author>Sam.</author> <biblScope>17, 23;</biblScope></bibl> <bibl><author>Pſ.</author> <biblScope>37, 7;</biblScope></bibl> <bibl><author>Spr.</author> <biblScope>16, 3.</biblScope></bibl> —</sense></sense><sense n="2)">2) <bibl><biblScope>tr.:</biblScope> <title>Etwas durch Gehen vertreiben, weg-g., ver-g.: Er hat ſich die Grillen, die Hypochondrie fortgegangen.</title></bibl> — <comp>Fǖr-:</comp> ſ. Vor-g. (mundartl.). — <comp>Hēīm-:</comp> nach Hauſe gehen. <bibl><author>Matth.</author> <biblScope>9, 6 ꝛc.;</biblScope> <title>übertr.</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>ſterben (vgl. darauf-g.): Sank er zurück mit himmliſchem Lächeln und war heimgegangen.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>19, 153;</biblScope> <title>Den Heimgegangnen meines Stammes.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>Mak.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 82;</biblScope></bibl> <bibl><author>Tieck</author>  <title>Cymb.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 2</biblScope> <title>u. o.</title></bibl> — Hêr- ꝛc.:</sense><sense n="1)">1) mit perſ. Subj.: <sense n="a)">a) örtl.: Er wollte eben zu dir h.; Der Pendel geht hin und her ꝛc. — Bibl.: Wenn die Noth hergehet [herankommt, naht]. <bibl><author>Jer.</author> <biblScope>2, 27 ꝛc.</biblScope></bibl> — Was für ängſtliche Töne gehen [kommen] dort aus den Bäumen her? <bibl><author>Geßner</author> <biblScope>1, 204 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) veralt. ſt. daher-, einher-g.: In(ner) Gold und Seiden h. <bibl><author>Logau</author></bibl> <bibl><author>(L.</author> <biblScope>5, 180).</biblScope></bibl> —</sense></sense><sense n="2)">2) unperſönl., ſ. hin-g. <bibl><biblScope>2:</biblScope></bibl> <sense n="a)">a) Es geht her über Einen, über Etwas, das Genannte wird angegriffen, man fällt darüber her: Sie ſtürmten in den Keller und nun ging’s über den Wein her; Jetzt wird’s über uns h. [Vorwürfe geben]. <bibl><author>G.</author> <biblScope>34, 275;</biblScope> <title>So mag es manchmal artig über mich hergegangen ſein [im Reden].</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>12, 459 ꝛc.,</biblScope> <title>vgl. Er-g.</title></bibl> <bibl><biblScope>3b.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) Es geht in einer angegebnen Weiſe her, es geht ſo zu (ſ. Zu-g. 6), wird ſo getrieben: Alles geht ſo ſchnell und ruhig her [zu]. <bibl><author>Auerbach</author>  <title>Gv.</title></bibl> <bibl><biblScope>354; 348;</biblScope> <title>Daß es nach Demſelben [dem kategoriſchen Imperativ] im Leben nicht herginge.</title></bibl> <bibl><author>Fichte</author>  <title>N.</title></bibl> <bibl><biblScope>70;</biblScope> <title>Da ging es denn wieder hoch her.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>19, 63;</biblScope> <title>So luſtig und munter es jedoch bei uns herging.</title></bibl> <bibl><biblScope>81;</biblScope> <title>Wenn es auch draußen noch ſo wild undwunderlich herging.</title></bibl> <bibl><biblScope>20, 167;</biblScope> <title>Bei uns geht’s bunt her.</title></bibl> <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 147;</biblScope> <title>Das geht ja hoch her.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>324b ꝛc.</biblScope></bibl> — Heráb- ꝛc. ſ. Hinab-g. ꝛc. — Hín- ꝛc.:</sense></sense><sense n="1)">1) mit perſönl. Subj.: <sense n="a)">a) rein örtl.: Ich wollte eben zu deinem Vater h., vgl. her-g. <bibl><biblScope>1a;</biblScope> <title>Faſſt er die Faden zuſammen und legt ſie hin- und widergehend auf den Zettelrahmen [ſo daß ſie hin und her gehn].</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>19, 46.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>dahingehn, verſchwinden, z. B. von der Zeit: Darüber geht die Zeit hin; Vierzehn Tage gehen bald hin; Feſtlichkeiten, worunter der Tag hinging.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>19, 80 ꝛc.;</biblScope> <title>ferner</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>ſterben (vgl. dar- auf-g.), z. B.: Es geht Eins nach dem Andern hin.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>4, 44 ꝛc.,</biblScope> <title>vgl.: Du wirſt h., wo kein Tag mehr ſcheinet.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>1a;</biblScope> <title>Wohl ihm, er iſt hingegangen, | wo kein Schnee mehr iſt.</title></bibl> <bibl><biblScope>52b.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="c)">c) <bibl><biblScope>[1c]</biblScope> <title>Sich h. laſſen, ſich gehen laſſen,</title></bibl> — ſelten mit Dat. <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>ſich einer Sache überlaſſen: Daß ich mich auch dieſer Eigenheit bei dieſem Roman hätte h. laſſen.</title></bibl> <bibl><author>G.</author>  <title>Sch.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 122.</biblScope></bibl> —</sense></sense><sense n="2)">2) mit unperſ. (oder ſachl.) Subj.: <sense n="a)">a) Nun geht es hin in die Kirche [der Zug]; Herab vom Roß, hingeht’s zur Diele [der Reiter ꝛc.]. <bibl><author>Schwab</author> <biblScope>342.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) Etwas geht hin, geht durch (ſ. d. <bibl><biblScope>I. 1f),</biblScope> <title>paſſiert: Das geht ihm frei, ungeſtraft ꝛc. hin, vgl. aus-g.; Für einen unſtudierten Buchhändler .. möchten ſeine Räſonnements noch ſo h.</title></bibl> <bibl><author>Fichte</author>  <title>N.</title></bibl> <bibl><biblScope>53;</biblScope> <title>Je nun, dachte ich, es geht ja wohl ſo hin und wer hat, iſt am beſten dran.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>10, 190;</biblScope> <title>Das iſt keineswegs billig und doch mag es h.</title></bibl> <bibl><biblScope>18, 86;</biblScope> <title>’S geht ja in Einem hin [iſt ein Abmachen, iſt nun einerlei].</title></bibl> <bibl><author>FrMüller</author>  <title>F.</title></bibl> <bibl><biblScope>107;</biblScope></bibl> <bibl><author>Forſter</author>  <title>B.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 375;</biblScope></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>13, 13 ꝛc.</biblScope></bibl> — Dazu: Einem Etwas h., ungeſtraft h. laſſen ꝛc.; [Deßhalb] dürfen wir ihm nicht leicht ein Wort, eine Wendung h. laſſen. <bibl><author>G.</author> <biblScope>38, 12;</biblScope> <title>Ich kann ihm es nicht ſo h. laſſen.</title></bibl> <bibl><biblScope>20, 197;</biblScope></bibl> <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 6;</biblScope> <title>Dafür wird man es ihm h. laſſen, daß er die Sinnlichkeit in den Olympus verſetzte.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>1109b ꝛc.</biblScope></bibl> — Ferner, je nach dem Standpunkt des Sprechenden: Die Treppe herab-, hinab-g. ꝛc., z. B.: Das Gemeine geht klanglos zum Orkus hinab. <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>85a;</biblScope> <title>Die Stufen, die von der Stadt herabgehen [herabführen].</title></bibl> <bibl><author>Neh.</author> <biblScope>3, 15.</biblScope></bibl> — Auf einem Felſen, den wir hinangingen. <bibl><author>Forſter</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 27;</biblScope> <title>An die Karikatur heran-, aber nicht wirklich hineingegangen.</title></bibl> <bibl><author>Eckermann</author>  <title>G.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 309 ꝛc.</biblScope></bibl> — Zu welchem eine Freitreppe hinaufgeht. <bibl><author>DMuſeum</author> <biblScope>1, 1, 64;</biblScope> <title>Da geht es aus dem Kammer- in den Chorton und immer ſo weiter hinauf.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>19, 80;</biblScope> <title>Die Sterne gingen herauf am Himmel.</title></bibl> <bibl><author>Hölderlin</author>  <title>H.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 19 ꝛc.</biblScope></bibl> — Zur Thür hinaus-, heraus-g.; Die Fen- <bibl><biblScope>71</biblScope> <title>ſter gingen nach dem Dorfe hinaus.</title></bibl> <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 10;</biblScope> <title>Daß er über Das, was zu ſeiner Zeit geleiſtet war, weit hinausging.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>39, 81 ꝛc.;</biblScope> <title>veralt.: Möge nach Herzenswunſch dir hinausgehn [ausgehen, ſ. d.</title></bibl> <bibl><biblScope>4a]</biblScope> <title>was du verlangeſt.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Th.</title></bibl> <bibl><biblScope>14, 57 ꝛc.;</biblScope> <title>Loth ging heraus zu ihnen.</title></bibl> <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>19, 6;</biblScope> <title>Mit der Sprache (ganz, frei, offen) herausgehn.</title></bibl> <bibl><author>Fichte</author>  <title>N.</title></bibl> <bibl><biblScope>26;</biblScope></bibl> <bibl><author>Gutzkow</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>5, 76;</biblScope></bibl> <bibl><author>Muſäus</author> <biblScope>5, 107 =</biblScope> <title>frei, offen ſprechen, ſo auch: Jch ging rund heraus und redte ſo.</title></bibl> <bibl><author>Schlegel</author>  <title>Haml.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 2; 3, 1 ꝛc.</biblScope></bibl> — Bis wir hindurchgingen, durchs Schilfmeer. <bibl><author>Joſ.</author> <biblScope>4, 23;</biblScope> <title>Der Faden geht nicht hindurch, durchs Ohr; Wenn du unſere Werkſtätten und Waarenlager hindurch-g. ſollteſt (ſ. durch-g.</title></bibl> <bibl><biblScope>I. 2a) ꝛc.</biblScope></bibl> — Er ging ins Haus hinein, herein; Es geht nicht Alles in den Sack hin- ein ꝛc. (ſ. Ein-g., Anm.); Herein-g., veralt. <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>einher-g.</title></bibl> <bibl><author>Schaidenreißer</author> <biblScope>62a.</biblScope></bibl> — Dieſer Weg geht in die Unterwelt hernieder. — Über die Brücke herüber-, hinüber-g-; Da ging’s rick! rack! herüber, hinüber! [wurde von beiden Seiten geſchoſſen]. <bibl><author>G.</author> <biblScope>9, 143;</biblScope> <title>Vorzüglich aber gehen Geſchöpfe, wenn ſie ausarten, in dieſe Farbe hinüber [gw. über].</title></bibl> <bibl><biblScope>39, 43.</biblScope></bibl> — Im Hauſe herum-g.; An den Pocken und Rötheln bin ich herumgegangen [nicht im Bett gelegen]. <bibl><author>Stilling</author> <biblScope>1, 139;</biblScope> <title>Um Etwas herum-g., wie die Katze um den heißen Brei; Ein Herum-G. um das Unausſprechliche.</title></bibl> <bibl><author>WHumboldt</author> <biblScope>2, 235;</biblScope> <title>Das Glas geht herum, im Kreiſe der Zecher; Es geht ein Saufkomment an unſrem Tiſch herum; Etwas geht mir im Kopf herum, beſchäftigt mich ſehr; Mir wird von alle Dem ſo dumm, | als ging’ mir ein Mühlrad im Kopfe herum.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>11, 79;</biblScope></bibl> <bibl><author>Gotthelf</author>  <title>Sch.</title></bibl> <bibl><biblScope>258;</biblScope> <title>Wie viele Bildniſſe von ihr auch in der Welt | herumgehn [in Umlauf ſind].</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>583b;</biblScope> <title>Viele Stunden gingen herum [verfloſſen].</title></bibl> <bibl><author>Grimm</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>33 ꝛc.</biblScope></bibl> — Die Treppe her- unter-, hinunter-g. ꝛc. — Aus dem Streit als Sieger hervor-g.; Das Küchlein geht aus dem Ei hervor; Die guten Folgen, die am Ende daraus hervor-g. werden. <bibl><author>G.</author> <biblScope>33, 186;</biblScope> <title>Wenn die neue Kirche hervor-g. wird aus dieſen befleckten, ver- altenden Formen.</title></bibl> <bibl><author>Hölderlin</author>  <title>H.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 54;</biblScope> <title>Aus Allem geht hervor [zeigt ſich], daß ꝛc.</title></bibl> — Ging mit ſchonenden Worten über das geheimnisvolle Zerwürfnis hinweg. <bibl><author>Prutz</author>  <title>Muſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 36</biblScope> <title>u. ä. m.</title></bibl> — <bibl><biblScope>tr.:</biblScope> <title>Einen h., ihn durch gefliſſentliche Täuſchung etwas Andres erwarten laſſen, als man vorhat und ihn ſo betrügen, vgl. berücken: Er hintergeht die Hoffnung [aufBeendigung ſeines Gedichts].</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>13, 103;</biblScope> <title>Einen Betrieger betriegt man nicht, ſondern hintergeht ihn nur.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>1, 285;</biblScope> <title>Die hinterliſtig | mit Doppelſinn uns täuſchen, unſerm Ohr | Wort halten, unſre Hoffnung h.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>581a;</biblScope> <title>Schwerlich | möcht’ er des Feindes Kundſchaft h.</title></bibl> <bibl><biblScope>451a;</biblScope> <title>Mich ſo ſchändlich zu h.!; Wegen verſuchter Hintergehung der Behörde.</title></bibl> <bibl><author>Benedir</author> <biblScope>8, 90.</biblScope></bibl></sense><comp>Hinter-:</comp></sense></p>
        </note>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Bei <bibl><author>Adelung</author>  <title>auch: Sich ſelbſt h. (ſich täuſchen ꝛc.).</title></bibl> — Wohl eig.: ſo gehn, daß man Einem in den Rücken kommen, vgl.: Den Feind um-g. und hinterrücks. — Verſch.: Hinter-g. <bibl><biblScope>( – ⏑), intr.:</biblScope> <title>nach einem hintern Raum, Zimmer gehn: Bleib vorn, ich will h. ꝛc.</title></bibl> Lōs-: <sense n="1)">1) aus der Verbindung mit etwas Anderm gerathen, ſich davon trennen, loslöſen ꝛc.: Das Brett geht los; Gleich als im Frühjahr .. die Eistafeln von dem Ufer l. <bibl><author>Hebel</author> <biblScope>3, 388;</biblScope> <title>Ihr verwirrtes Haar und losgegangenes Gewand.</title></bibl> <bibl><author>Heinſe</author>  <title>A.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 160 ꝛc.</biblScope></bibl> — Seltner mit Gen.: Um loszugehn der Feſſeln [mich davon frei zu machen], die mich binden. <bibl><author>Rückert</author> <biblScope>2, 90.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="2)">2) Der Hahn des Gewehrs, das Gewehr, der Schuß geht los [brennt ab, vgl. Geſchütz löſen]; Etwas geht los, nimmt plötzlich ſeinen Anfang und ungehemmten Fortgang: Nun geht das Fragen, das Zanken, der Kampf, der Lärm, der Betteltanz los (vgl. An-g. 2); Und nun geht es [das Aufſpielen] freudig los, unterdeß uns Andern immerfort die Ohren gellen. <bibl><author>G.</author> <biblScope>19, 79 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="3)">3) Auf Etwas l., auf Etwas hin, zu gehn; als das Ziel, nam. des Angriffs, des Ergreifens ꝛc.: Daß man nunmehr ſtracks auf den Inhalt losgeht. <bibl><author>G.</author> <biblScope>31, 14;</biblScope> <title>Leſen Sie, was zur Erklärung geſagt iſt und gehen Sie nun drauf los, ſich mit dieſen Anfängen völlig zu befreunden.</title></bibl> <bibl><biblScope>40, 103;</biblScope> <title>Daß Napoleon’s Kriegskunſt in etwas Beſſerem beſtehe als in dem plumpen Drauf-L. mit überlegenen Maſſen.</title></bibl> <bibl><author>Pt</author> <biblScope>1, 22;</biblScope> <title>Blind drauf l., wie der Eber auf den Spieß ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="4)">4) burſchik.: ſich duellieren: Es iſt kein Komment in der Jugend, man verträgt ſich vor den Bällen und geht nach den Bällen los. <bibl><author>Lewald</author>  <title>W.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 16 ꝛc.</biblScope></bibl> — <comp>Míß-:</comp> veralt. fehl-g.; unperſönl. fehlſchlagen. — <comp>Mít-:</comp> mit Einem, mit Etwas gehn: Wollen Sie m.? [mich begleitend]; Der Brief iſt mitgegangen [mit abgegangen, mit der Poſt ꝛc.]; ſcherzh.: Er hat das Buch m. heißen, es ſortgenommen, entwendet. — Etwas geht mit, geht mit hin (durch), paſſiert, iſt erträglich, man kann es ſich wohl gefallen laſſen. — <comp>Nāch-:</comp></sense><sense n="1)">1) ohne Dat.: Die Uhr geht nach, bleibt zurück hinter einer andern, im Ggſtz.: Sie geht vor (ſ. d.); Die Uhr geht nach der Sonne um eine Viertelſtunde nach (vor). — Willſt du nicht lieber [ihm] n., damit er keine Händel anfange? ꝛc. ſ. <bibl><biblScope>4.</biblScope></bibl> — Mundartl.: Seine Seele wollte ſelber, wie man ſagt, in Stücken n., dennoch nahm er ſich zuſammen <bibl><biblScope>[öf].</biblScope></bibl> <bibl><author>Spindler</author>  <title>Stadt</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 23.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="2)">2) (veralt.) hinter Etwas gehn: Der König ging dem Sarge nach. <bibl><biblScope>2.</biblScope></bibl> <bibl><author>Sam.</author> <biblScope>3, 31</biblScope> <title>[,,ging hinter der Bahre“</title></bibl> <bibl><author>Zunz];</author> <biblScope>1, 6, 12; 1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>32, 19.</biblScope></bibl> — Doch noch zuw. übertr. <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>nachſtehn: Die allgemeinen Pflichten müſſen den beſondern n.</title></bibl> —</sense><sense n="3)">3) ſeine Schritte durch Etwas beſtimmen laſſen, Dieſem folgen: Einer Spur, Fährte, Jemandes Fußtapfen, ihm auf Schritt und Tritt n.; Einem Befehl n. [gw. nachleben]; Wenn es dem Verfaſſer des letzten Werkes nachginge [Wenn es nach ihm, nach ſeinem Kopf ginge]. <bibl><author>Forſter</author>  <title>B.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 116.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="4)">4) Einem, einer Sache n., um ſie zu erreichen, zu erlangen, als dem Ziel oder Zweck: Er war kaum von dir weg, als ich ihm nachging, <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>ich hatt ihn noch zu ſprechen.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>368b;</biblScope> <title>Dem Wild n., um es zu ſchießen; Daß du nicht den Jünglingen biſt nachgegangen [dich um ſie bemühend, bewerbend, vgl. nachlaufen].</title></bibl> <bibl><author>Ruth</author> <biblScope>3, 30;</biblScope> <title>Welcher er lange in treuer Liebe nachgegangen war.</title></bibl> <bibl><author>WMüller</author>  <title>Bibl.</title></bibl> <bibl><biblScope>5, XVII;</biblScope> <title>Seinen Geſchäften n., ihnen obliegen, ſich darum bemühnd. So auch: Wer unnöthigen Sachen nachgehet.</title></bibl> <bibl><author>Spr..</author> <biblScope>2, 11;</biblScope> <title>Wer ſtillem Deuten | nachzugehen ſich bemüht.</title></bibl> <bibl><author>Uhland</author> <biblScope>VII;</biblScope> <title>ferner: Dem Müßiggang, dem Trunk n., nachhängen, ſich ihm ergeben ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="5)">5) mundartl.: Dein Tod würde ihm ſehr n. [nahe gehn]. <bibl><author>Burow</author>  <title>Kepl.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 10.</biblScope></bibl> — <comp>Nebenāūs-:</comp> ſ. nebenaus. <bibl><author>G.</author> <biblScope>9, 63 ꝛc.</biblScope></bibl> — <comp>Nīēder-:</comp> hinabwärts, nach der Tiefe zu gehn: Von den Eimern eines Zugbrunnens geht der eine auf, der andre nieder; Die Straße, im Zimmer auf und n.; Wer den Gipfel des Bergs erſtiegen, geht auf der andern Seite nieder; Ein Haus geht nieder, ſinkt nach und nach; Die Sonne gehet von Mittag ab nieder, aber auch <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>unter, z. B.: Hinter Wolken geht die Sonne nieder.</title></bibl> <bibl><author>GotthelfU.</author> <biblScope>2, 37;</biblScope> <title>Mit jedem Auf- und N. | der Sonne.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>20, 203;</biblScope> <title>Es laden | zum Schlaf die n–den Plejaden.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>28b ꝛc.</biblScope></bibl> — Heute war grade ſoviel Regen niedergegangen [gefallen], um den Staub zu löſchen. <bibl><author>G.</author> <biblScope>23, 50; 31, 61; 40, 164;</biblScope> <title>Den n–den dichten Aſchenregen.</title></bibl> <bibl><biblScope>116 ꝛc.</biblScope></bibl> — Daß man auf der Fläche des .. ausgegrabnen Raumes des Kammberger Vulkans mit einem Schacht niedergegangen, um zu ſehen, was in der Tiefe zu finden ſein möchte. <bibl><biblScope>40, 233.</biblScope></bibl> — <comp>Rück-:</comp> in den ungetrennten Formen zuw. ſtatt zurück-g.: Mit der r–den Poſt. — <bibl><biblScope>I.</biblScope></bibl></sense></p>
        </note>
        <form type="lemma">
          <orth expand="Über-k" orig="Über-">Über-</orth>
          <pc>:</pc>
          <gramGrp>1) von Etwas in einem Behältnis, — namentl. von Flüſſigkeiten, — über die Grenzen desſelben hinaustreten, und meton. auch von dem Behälter, vgl. überlaufen:</gramGrp>
        </form>
        <sense>Da er dem Meer das Ziel ſetzte und den Waſſern, daß ſie nicht ü. <bibl><author>Spr.</author> <biblScope>8, 29;</biblScope></bibl> <bibl><author>Sir.</author> <biblScope>24, 35;</biblScope> <title>Wie ein heiß Waſſer im Sieden übergehet und ſchäumet.</title></bibl> <bibl><author>Luther</author> <biblScope>1, 488a;</biblScope> <title>Als wolle es nicht mehr in ſeiner Stätt bleiben, ſondern Alles über und über gehen.</title></bibl> <bibl><biblScope>5, 530b ꝛc.</biblScope> <title>Vgl.: So geht Alles über und drunter.</title></bibl> <bibl><author>Claudius</author> <biblScope>1, 12</biblScope> <title>[gw.: drunter u. drüber]; Daß draußen Alles bunt überging.</title></bibl> <bibl><author>Muſäus</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 130; 4, 147</biblScope> <title>(vgl. her-, zugehn); meton.: Weß das Herz voll iſt, Deß geht der Mund über.</title></bibl> <bibl><author>Matth.</author> <biblScope>12, 34;</biblScope> <title>So werden deine Kelter mit [von] Moſt ü. [überfließen].</title></bibl> <bibl><author>Spr.</author> <biblScope>3, 10.</biblScope></bibl> — Am häufigſten: Die Augen gehn Einem über [thränen]. <bibl><author>Joh.</author> <biblScope>11, 35;</biblScope></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>1, 150u.o.</biblScope></bibl> — 2) aus dem Ort, — und häufiger übertr. aus dem Zuſtand, Beſitz, worin man ſich befindet, in einen andern ſich hinüber bewegen: Der Ballaſt geht [ſchießt] über, rollt beim Schlingern des Schiffs nach der entgegengeſetzten Seite; Dinge, <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>die mir beinahe nur das Ohr berühren | und in die Seele kaum noch ü. [eindringen].</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>13, 101.</biblScope></bibl> — Zum Feinde, zu einer andern Partei, Rēligion ü.; Eine Feſtung geht über [übergiebt ſich]; Der Druckfehler iſt in alle folgenden Ausgaben übergegangen [findet ſich auch in dieſen]; Vom Allgemeinen zum Beſondern ü.; Wir gehen nun von der griechiſchen Geſchichte zur römiſchen über; Zur Tagesordnung ü.; Das Adagio geht aus C- Dur in A-Moll über; Plötzlich von der Trauer zur Ausgelaſſenheit ü.; In Fäulnis, Gärung ü.; Ich kann <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>ſo ſchnell nicht aus der Tiefe meines Elends | zur Hoffnung ü.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>409b;</biblScope> <title>Das Werk der Regel muß in Natur ü. [dazu werden].</title></bibl> <bibl><biblScope>1114a;</biblScope> <title>Denkt, von welchen Qualen | zu welchem Übermaß von Wonne ich überging.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>12, 247 ꝛc.</biblScope> <title>ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>II9.</biblScope></bibl> — 3) Einem ü., ihn übertreffen: Im Franzöſiſchen geht er ihm über (mundartl. ſ. II1). — 4) Vör Einem ü., ihm vorübergehn (ſ. d.). — 5) Etwas geht über, geht vorüber, dauert nicht lange: Der Regenſchauer geht bald über; In der Natur iſt Alles u–d [transitoriſch]. <bibl><author>H.</author> <biblScope>4, 120.</biblScope> <title>Vgl.: Ein Wetter, das überhingehet.</title></bibl> <bibl><author>Spr.</author> <biblScope>10, 25;</biblScope> <title>Eine kleine überhingehende Krankheit.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>11, 448; 6, 392 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="6)">6) zuw. ungenau ſtatt <bibl><biblScope>II.</biblScope> <title>(vgl. d. 4): Ich gehe Das mit Schweigen über.</title></bibl> — <bibl><biblScope>II.</biblScope></bibl> Über-: <bibl><biblScope>tr.:</biblScope></bibl></sense>
        <sense n="1)">1) übertreffen (veralt.). ſ. <bibl><biblScope>I3.</biblScope></bibl> — Gleichen faſt den Edelſteinen, <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>ja ſie ü. ſie ſchier.</title></bibl> <bibl><author>Brockes</author> <biblScope>9, 96;</biblScope> <title>Er überging den Vater hoch an der Kraft.</title></bibl> <bibl><author>B.</author> <biblScope>147a;</biblScope> <title>Hektors, der im Streit | die Roſſebändiger . . | hoch überging.</title></bibl> <bibl><biblScope>174b;</biblScope> <title>Übergeht es [dies Bild] nicht weit, was die ſpätern Morgenländer durch den Blick der Gazelle ſagen.</title></bibl> <bibl><author>H.</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>7, 43.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="2)">2) über eine Grenze hin- ausgehn, gw. überſchreiten: Du haſt ein Ziel geſetzt, das wird er nicht ü. <bibl><author>Hiob</author> <biblScope>14, 5.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="3)">3) Ein Gebot, Geſetz, Gottes Wort ü., gw. übertreten. <bibl><biblScope>4.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>14, 41; 5, 26, 13;</biblScope></bibl> <bibl><author>Jeſ.</author> <biblScope>24, 5.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="4)">4) über Etwas hin, darüber hinweg gehn, ohne es zu beachten, ohne darauf Rückſicht zu nehmen; es, Einen unberückſichtigt laſſen: Ich übergehe bei der Erzählung das minder Wichtige; Er hat grade die Hauptſache übergangen; Etwas mit Stillſchweigen ü.; Eine Mahlzeit ü. [gew. überſchießen]; Einen bei Tiſch, bei der Austheilung von Etwas, bei einer Wahl ü. ꝛc. — <sense n="a)">a) weidm.: Der Leithund übergeht eine Fährte, auch mit ausgelaßnem Obj.: Der Hund übergehet nicht, fällt richtig alle Fährten an. <bibl><author>Döbel</author> <biblScope>1, 88,</biblScope> <title>auch</title></bibl> <bibl><biblScope>refl.</biblScope> <title>(vgl. 9): Er übergeht ſich, ſchießt in der Hitze über die Fährten hinaus.</title></bibl> — 5) Etwas übergeht Einen (veralt.), überwältigt ihn, vgl.: Einen über-fallen, -ſchleichen, -kommen: Was meinſt du, was mich hier für Unmuth übergangen? <bibl><author>Günther;</author>  <title>So hat den .. Helden nit die Speis der Lotophagier mit Begier ü. .. mögen.</title></bibl> <bibl><author>Schaidenreißer</author> <biblScope>IIIa.</biblScope></bibl> — 6) Etwas ü., es ſeiner ganzen Oberfläche nach beaufſichtigend be-g. (ſ. d. <bibl><biblScope>1b</biblScope> <title>und Ubergeher).</title></bibl> — 7) Etwas auf ſeiner Oberfläche nach ihrer ganzen Ausdehnung bearbeiten, in vielen techniſchen Anwendungen: Der Kupferſtecher übergeht die Platte, ätzend und radierend; Vor dem Abdruck der Lithographie wird der Stein mit ſchwachem Gummiwaſſer übergangen, dann geſchwärzt ꝛc.; Die erſte Art wird auf naſſen Kalk gemalt und hinterdrein vom Maurer verglichen und von dem Maler wieder übergangen ꝛc. <bibl><author>G.</author> <biblScope>26, 90;</biblScope> <title>Mit Bimsſtein übergangen [abgebimſt].</title></bibl> <bibl><author>Winckelmann</author>  <title>W.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 251a ꝛc.</biblScope></bibl> — Ubertr., veralt.: Einen mit Prügeln ü. [durchprügeln]. <bibl><author>Opitz.</author></bibl> — 8) Etwas ü., es überſehn, überblicken und durchgehn: Eine Rechnung ü.; Wenn ich noch einmal übergehe, was ich dir da ſchrieb. <bibl><author>Platen</author> <biblScope>6, 161.</biblScope></bibl> — 9) zuw. ungenau ſtatt <bibl><biblScope>I:</biblScope> <title>Seine trotzige Miene überging plötzlich in ein finſteres Dahinſtarren.</title></bibl> <bibl><author>Sealsfield</author>  <title>TrR.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 196; 64;</biblScope> <title>Leg.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 78 ꝛc.</biblScope></bibl> — Nam. weidm.: Übergangne Friſchlinge, die über ein Jahr alt ſind, von Friſchlingen zu Keilern oder Bachen übergegangen ſind. <bibl><author>Döbel</author> <biblScope>1, 25a</biblScope> <title>ꝛe.; Ein übergehendes Säulein.</title></bibl> <bibl><author>Schm.</author> <biblScope>2, 7.</biblScope></bibl> — 10) <bibl><biblScope>refl.:</biblScope> <title>ſich durch zu vieles Gehen ſchaden, entkräften: Der Leithund hat ſich übergangen; ſ. auch</title></bibl> <bibl><biblScope>4.</biblScope></bibl></sense></sense>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Auch hier findet ſich, was <bibl><author>Adelung</author>  <title>und</title></bibl> <bibl><author>Campe</author>  <title>tadeln,</title></bibl> — die doch z. B. für tranſit. Ein-g. nur ſein aufführen — das Hilfszeitw. ſein nam. in Bd. <bibl><biblScope>4</biblScope> <title>bei</title></bibl> <bibl><author>Leſſing,</author>  <title>ſo auch: Lowth</title></bibl> wäre ſie [die Unterſuchung] gern übergangen. <bibl><author>Mendelsſohn</author> <biblScope>4, 1, 175,</biblScope> <title>vgl. vorüber-g. u. Durch-g.</title></bibl> <bibl><biblScope>II,</biblScope> <title>Anm. ꝛc.</title></bibl></p>
        </note>
      </entry>
    </body>
  </text>
</TEI>
