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        <title>Artikel „gaben“</title>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „gaben“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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          <orth expand="gaben" orig="Gāben">Gāben</orth>
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          <gramGrp><pos norm="verb">tr.:</pos><subc norm="transitive"/></gramGrp>
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        <sense>eine Gabe reichen (ſelten): Kein Pilger .., der nicht auf dem Altar <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>ein frommes Opfer gabte.</title></bibl> <bibl><author>Pfeffel.</author></bibl> — Mundartl.: dem Brautpaar Geſchenke darbringen. <bibl><author>Frommann</author> <biblScope>4, 284.</biblScope></bibl></sense>
        <p type="compositions">
          <p type="introduction">Zſſtzg.: Áb-: nur in der neuen Zſſtzg.: Ver-a.: eine Abgabe von Etwas bezahlen: Sein Grundſtück ver-a. Stalder 2. 409. —</p>
          <entry type="sub"><comp>Āūs-:</comp> nur in der neuen Zſſtzg.: Ver-a.: Etwas zur Ausgabe verbrauchen, ausgeben: Das verausgabte Geld; Der auf große Bauten viel v. kann. Gutzkow R. 3, 299; Verausgabung. Keller gH. 1, 308. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Be-:</comp> tr.: mit Gaben (ſ. d. 2) ausſtatten, beſchenken (vgl. Gabel, Anm.). Sir. 15, 6; 1. Macc. 2, 18; Die Welt, ſie wird dich ſchlecht b. .. Wofern du willſt ein Leben haben, | raube dir’s. Daumer H. 2, 84; Jener Gottheit, die mich ſo begabte. G. 13, 144; Man beſuchte jene Wöchnerin, begabte ſie mit allem Nothwendigen. 18, 257; Das wunderbare, gutmüthige Suchen begabt ihn, er wähnt, man könne ihm Das geben, was nur von ihm kommen kann. 17, 309; Die Natur begabete mit mildem Geiz [das Geſchaffne]. H. 15, 65; Die Jungfrau .., die Gott mit dieſem Glück und Ehren wird b. Opitz 1, 15; Platen 2, 81; So wie wir uns nicht ſelbſt b. [unſre Gaben, Anlagen geben]. Riemer (Zelter 1, XXXVI); Nun ſei von mir begabt; | denn für dich zum Gaſtgeſchenke | gab mir Gott drei Wünſche mit. Rückert Morg. 1, 13; Dem Jeſusknaben, | den die drei Könige b. Sch. 66b; Den Feen .., die ihn dabei begabt. W. 15, 66; 12, 321; Der Feeen Gütigkeit | iſt groß .. Nichts iſt nunmehr uns Noth als die Begnügſamkeit, | allein mit dieſer muß der Menſch ſich ſelbſt b. 33; Was iſt ſo ungeſtalt, das Amor’s Zauberband | ... mit Anmuth nicht begabte? 215; Einen Tanz, der Todte .. mit neuen Seelen zu b. .. fähig war. 20, 302 u. o. Veralt. auch mit Genit.: Nichts mich damal mit Troſt erlabet | noch einiges Wolluſts begabet ꝛc. RWeck- herlin, ſ. d. Andrung WMüler Bibl. 4, 21. — Zuw. mit unperſ. Obj.: Er überſetzte die .. Grammatik und begabte ſie mit einer Vorrede. G. 33, 304; Aus der Maſſe jener ſo ungleich begabten Erzgänge. 27, 293. — a) zuw. ironiſch: Das kleine Ding begabte [beſchiß] mich vor Angſt. V. Br. 2, 365; Rollenhagen Fr. 53; Er hat ſich begabt [betrunken]. Lichtenberg 3, 76; Einen b., anſchmieren, betrügen ꝛc. — b) das Partic. als Ew. nam. oft = mit Anlagen ausgeſtattet: Begabte Köpfe; Daß es nie dergleichen Begabte gegeben. Forſter Br. 1, 310; Den Begabteſten und Glücklichſten. G. 39, 71, und im Ggſtz.: Unbegabt, ſo auch eig.: Er ließ dich wahrlich unbegabt nicht hinweg. Schaidenreißer 64a; 63b ꝛc. — Oft mit adverb. Zuſatz, wobei die Steigrung an dieſem, öfter am Part. bez. wird: Allbegabteſt regte ſie [Pandora] ſich. G. 10, 272; Die beſtbegabten Köpfe; Sie iſt die Hochbegabteſte von Allen. Sch. 449b, verſch.: Ein höchſt begabter Menſch; Du karg Begabter. Chamiſſo 4, 197; Machen dieſe Oper zu einer der reichbegabteſten. Börne 5, 240; Eine der Reichbegabteſten und Trefflichſten. Steffens Erl. 6, 99; Eine ſelten begabte Natur. Immermann M. 1, 6; Allen wohlbegabten Menſchen. G. 22, 192 ꝛc. — Andrerſeits auch mit Hw. als Bſtw. und zwar z. B.: Dem gottbegabten Greiſe. G. 13, 343 = dem von Gott begabten ꝛc. — und öfter, indem das Bſtw. die Gabe bez.: Das Ärgernis der tugend-, ehr- und zucht-begabten .. Weiber. W. 12, 14; Den glückbegabten Arm. Novalis 1, 67; Heiſcht einen kraftbegabtern Steuermann. Sch. 456a ꝛc. — Daran ſchließt ſich: c) Seine Begabtheit dafür. Devrient 3, 234; Seiner beſondern Begabung oder Begabtheit für das Epiſche. Riemer G. 2, 519; Die Unbegabtheit; Eine hohe, reiche, ſeltne Begabung, vgl.: Alle höhere Begabnis herabwürdigen. Heine B. 369; Lut. 1, 106; 238; 2, 31; 2, 9; 115 u. o.; Kavalier von ſo vorzüglichen Eigenſchaften und Begabniſſen. Gotter 3, 273. — Geſangsbegabnis. Heine Lut. 1, 44 ꝛc. Zuw. auch: Begaber(in). Weckherlin 54; 763.</entry>
        </p>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Veralt. Nbnf.: Begobt. <bibl><author>Waldis</author>  <title>Pſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>40, 9;</biblScope> <title>begebt.</title></bibl> <bibl><author>Schaidenreißer</author> <biblScope>64a.</biblScope></bibl> Mórgen-: in Zſſtzg.: ſ. Morgengabe. — <comp>Ver-:</comp> verſchenken, als Gabe weihen, nam. an Kirchen, Klöſter ꝛc.: Mein Rappe bleibt auf immer dem Herrn der Welt vergabt. <bibl><author>Reithard</author> <biblScope>72; 80;</biblScope></bibl> <bibl><author>JvMüller</author> <biblScope>24, 395;</biblScope></bibl> <bibl><author>Stumpf405b;</author></bibl> <bibl><author>Uhland</author> <biblScope>429;</biblScope> <title>Weil mir dieſe Vergabung eine Verſchwendung ſchien.</title></bibl> <bibl><author>Waldau</author>  <title>N.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 361;</biblScope> <title>Die Akten, welche ſeine Vergabungen [an die Kirche] enthalten.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>32, 374 ꝛc.</biblScope></bibl></p>
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