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        <title>Artikel „freunden“</title>
        <author ref="https://viaf.org/viaf/61594915/">
          <persName>
            <surname>Sanders</surname>
            <forename>Daniel</forename>
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        </author>
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            <surname>Göttel</surname>
            <forename>Sebastian</forename>
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        </editor>
        <editor>
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            <surname>Wiegand</surname>
            <forename>Frank</forename>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „freunden“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <form type="lemma">
          <orth expand="freunden" orig="Frēūnden">Frēūnden</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp><pos norm="verb">tr.:</pos><subc norm="transitive"/></gramGrp>
        </form>
        <sense>Freunde (ſ. d. <bibl><biblScope>2</biblScope> <title>und 3) machen, ſ. be-f.; Sprchw.: Die Wahrheit reden lautet wohl, freundet aber nicht [erregt Einem Feinde]; Das Recht ſcheidet wohl [die ſtreitenden Parteien], aber freundet nicht [ſtiftet keine Freundſchaft unter ihnen] ꝛc.; Daß der Muſen alter Stamm | her vom Himmel Anfang nahm, | macht, daß auch ein Edelmann | ſich zu ihnen f. kann.</title></bibl> <bibl><author>Logau</author> <biblScope>1, 74,</biblScope> <title>ſich, ohne ſeinem Ahnenſtolz Etwas zu vergeben, mit ihnen in eine</title></bibl> — verwandtſchaftliche — Beziehung einlaſſen. — Am häufigſten iſt das Part.: Gefreundet, ſowohl von Freunden (3) als von Verwandten: An Geiſt ein Gefreundeter Gleim’s. <bibl><author>V.</author>  <title>Br.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 374;</biblScope> <title>Auf Bedrängen der Gefreundeten und beſonders des zweiten Sohnes.</title></bibl> <bibl><author>Auerbach</author>  <title>D.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 5;</biblScope> <title>Barf.</title></bibl> <bibl><biblScope>195;</biblScope> <title>Als Jakob ſchon eine Zeitlang bei ſeinen Gefreundten ſich aufgehalten.</title></bibl> <bibl><author>Hebel</author> <biblScope>4, 34; 18; 19;</biblScope> <title>Die ihm vermächlet [vermählet], aber Blutfreundſchaft halb zu nach [nah] gefreundet war.</title></bibl> <bibl><author>Stumpf</author> <biblScope>397b; 358a ꝛc.</biblScope> <title>und als Ggſtz.: So hätte ich Niemand der mich räche, | ich bin ein ungefreundter Mann, ſ.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>11, 474.</biblScope></bibl></sense>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">S. <bibl><author>Schm.</author> <biblScope>1, 615.</biblScope></bibl> — Zu dem erwähnten Partic. als Hw. findet ſich auch ein veralt. <bibl><biblScope>fem.</biblScope> <title>(wobei dt in d übergeht): Ein</title></bibl> Gefreunder hätte einſten gerne ſeine Ge- freundin [Verwandte] zu ſeinem Willen gebracht. <bibl><author>Hammer</author>  <title>RH.</title></bibl> <bibl><biblScope>394.</biblScope></bibl> — Die Gefreundſchaft (Verwandtſchaft). <bibl><author>Kurz</author>  <title>Sonn.</title></bibl> <bibl><biblScope>163.</biblScope> <title>So auch: Von ſeinen</title></bibl> Befreunden. <bibl><author>Schuppius</author> <biblScope>770;</biblScope> <title>Lorchen, ihre weitläuftigte</title></bibl> Befreundin. <bibl><author>Gellert</author> <biblScope>3, 144 ꝛc.</biblScope></bibl></p>
        </note>
        <p type="compositions">
          <p type="introduction">Zſſtzg. z. B.: Án-: Einen zur Freundſchaft, Verwandtſchaft ziehen, rechnen. Schm. 1, 615, vgl. anvettern. —</p>
          <entry type="sub"><comp>Be-:</comp> gw. ſtatt des jetzt ſeltnen freunden, ſ. d. Anm. und auch übertr. ſ. Freund 7: Weit beherret [ſ. d.] und nah befreundet! Sprchw.; Befreundet [verſchwägert] euch mit uns, gebt uns eure Töchter und nehmet ihr unſere Töchter. 1. Moſ. 34, 9; 5, 7, 3 u. o.; Man kann alſo höchſtens ſagen, daß wir mit dem klaſſiſchen Alterthum bekannt ſind, aber befreundet ſind wir nicht mit ihm. Börne 2, 173; Par. 1, 34; So befreundet ſich der angezogene Leſer ſogleich [mit dem Wagſtück], Alles iſt erlaubt und willkommen. G. 4, 235; Dem Alkoran befreundet [anhängend]. Platen 4, 284; Seid mir gegrüßt, befreund’te Schaaren, | die mir zur See Begleiter waren. Sch. 57b; Von den uns befreundeten Künſtlern. Stahr It. 2, 448; Das [Sich-] B. mit dem Gedanken. Rep. 2, 32; Welche von Alters her ihm Befreundete waren des Vaters. V. Od. 2, 255; Doch mit Odyſſeus, ſagt er, befreund’ ihn väterlich Gaſtrecht. 17, 522 ꝛc. — Botan.: Befreundete [dicht zuſammenſtehende, consociati] Früchte. — Aus der Befreundung des Utzney von Kaitach mit Rußland entſprang eine Quelle des Unglücks. Bodenſtedt 1, 259; Die Befreundung ihrer Seelen. W. 12, 55. Ferner: Leicht befreundbar. V. Ant. 1, 192 [leicht zum Freund zu gewinnen]. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Ver-:</comp> mundartl., veralt. Brem. Wörterb.; Schm. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Verún-:</comp> zu Unfreunden machen, verfeinden, tr. und refl. Spate 558.</entry>
        </p>
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