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        <title>Artikel „Folge“</title>
        <author ref="https://viaf.org/viaf/61594915/">
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            <surname>Sanders</surname>
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            <surname>Göttel</surname>
            <forename>Sebastian</forename>
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        <editor>
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            <surname>Wiegand</surname>
            <forename>Frank</forename>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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          <orgName role="hostingInstitution" xml:lang="de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW)</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „Folge“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <lbl>I.</lbl>
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          <orth expand="Folge" orig="Fólge">Fólge</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp><pos norm="noun">f.;</pos><gen norm="feminine"/> –n; -, –n- (ſ. Anm.):</gramGrp>
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        <sense>1) das Auf- einanderfolgen, die Reihe; die aufeinanderfolgenden Dinge ſelbſt und ihr Zuſammenhang: Wie den Marmor ſelbſt der Tropfen F. höhlt. <bibl><author>G.</author> <biblScope>10, 229</biblScope> <title>[die aufeinanderfolgenden, ſtetig wiederkehrenden Tropfen]; Daß ich nicht nöthig hätte, die F. ſeiner hinterlaßnen Briefe durch Erzählung zu unterbrechen.</title></bibl> <bibl><biblScope>14, 114;</biblScope> <title>Ein Geſchäft, das aber keine F. auf den Morgen hätte [mit dem Nachfolgenden nicht in Zuſammenhang ſtände].</title></bibl> <bibl><biblScope>163;</biblScope> <title>Da das Zuſammenhängende . . euer Element iſt, ſo muß man euch freilich nicht in einer F. reden hören oder ſich entſchließen, euch Recht zu geben.</title></bibl> <bibl><biblScope>15, 9;</biblScope> <title>Die Tagebücher in ordentlicher F. mittheilen. ebd.; Sein Lied, das wir, der nächſten F. [des Folgenden] wegen, hier wieder einzurücken für nöthig finden.</title></bibl> <bibl><biblScope>19, 11;</biblScope> <title>Ich war glücklich, ſie in einer F. reden zu hören; denn ſonſt gab ſie nur wenige Worte in das Geſpräch.</title></bibl> <bibl><biblScope>20, 203;</biblScope> <title>Es iſt in dieſen Anſtalten weder F. [Stetigkeit] noch Strenge.</title></bibl> <bibl><biblScope>23, 78;</biblScope> <title>Die F. [Reihe der angebauten Früchte, Frucht-F.] iſt Bohnen, Weizen, Tumenia.</title></bibl> <bibl><biblScope>351; 39, 74; 295;</biblScope> <title>Kannſt du mir nicht einmal von der Gegend eine F. [vorher „Suite“, eine zuſammenhängende Reihe</title></bibl> — hier: von Gebirgsarten] überſchicken? Merck <bibl><biblScope>2, 242;</biblScope> <title>Eine mit Bildern nur ſparſam durchflochtene F. von Empfindungen.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>6, 476;</biblScope> <title>Hübſch beiſammen in einer F.</title></bibl> <bibl><biblScope>12, 217;</biblScope> <title>Daß es uns nicht möglich geweſen, die ganze Schrift in der [gw.: einer] F. durchzuleſen.</title></bibl> <bibl><author>Mendelsſohn</author> <biblScope>4, 7, 312</biblScope> <title>[hinter ein- ander] ꝛc.</title></bibl> — 2) das Folgen, Hervorgehn aus Etwas: auch das aus Etwas Hervorgehnde, ſich daraus Entwickelnde, die Wirkung (vgl. Erfolg) und dann auch: der Schluß, daß Etwas aus etwas Anderm hervorgeht, folgt, darin ſeine Begründung hat <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Schluß- F., Ab-F., Folgerung: So gewinnt ſich das Lebendige durch Folg’ aus F. [indem immer Neues aus dem Frühern ſich entwickelt] neue Kraft.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>6, 8;</biblScope> <title>Erinnerungen glücklicher und unglücklicher F–n, die wir an eigenen oder fremden Handlungen erlebt haben.</title></bibl> <bibl><biblScope>15, 10;</biblScope> <title>Dieſes ſind natürliche F–n natürlicher Urſachen.</title></bibl> <bibl><author>Immermann</author>  <title>M.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 123;</biblScope> <title>Das iſt die F. nicht, deßwegen einzupacken [daraus folgt noch nicht, daß wir einpacken müſſen].</title></bibl> <bibl><author>Lichtwer</author> <biblScope>140;</biblScope> <title>Macht ganz andere Schlüſſe und F–n.</title></bibl> <bibl><author>Möſer</author>  <title>Ph.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 199;</biblScope> <title>Die Sache iſt für mich von F–n [prägnant</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>hat wichtige F–n, iſt von Bedeutung]; Diesmal wird dein Leichtſinn hoffentlich keine F–n [Nichts zu ſagen, Nichts zu bedeuten] haben, es wird nichts Unangenehmes daraus hervorgehn ꝛc.</title></bibl> — Dazu auch: In, zu F. eines Umſtandes ꝛc. (ſ. Gefolg 2). <bibl><author>Burmeiſter</author>  <title>gB.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 168 ꝛc.</biblScope> <title>und dafür: zu F., zufolge auch mit vorhergehndem</title></bibl> Dativ: Den Accent immer dahin zu ſetzen, wo er dem Sinne der Worte und dem Ton oder Affekt des Redenden zufolge ſtehen müßte. <bibl><author>W.</author> <biblScope>15, VII</biblScope></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>5, 380 ꝛc.</biblScope></bibl> — 3) das Folgen, Gehorchen, Gehorſam: So ſchwören wir dir, Hauptmann, ſtrenge F. <bibl><author>Körner</author> <biblScope>137b;</biblScope> <title>Wo Rath nicht F. hat [ihm nicht F. geleiſtet wird].</title></bibl> <bibl><author>Logau</author></bibl> <bibl><author>(L.</author> <biblScope>5, 145);</biblScope> <title>gw.: Einer Perſon, einem Befehl ꝛc. F. leiſten, früher auch: F. thun.</title></bibl> <bibl><author>Schaidenreißer</author> <biblScope>42a; 44a;</biblScope> <title>Den Worten Minervä .. geſchach die Folg.</title></bibl> <bibl><biblScope>12a;</biblScope> <title>F. bei Einem finden.</title></bibl> <bibl><biblScope>1a ꝛc.</biblScope></bibl> — 4) die Verbindlichkeit der Untergebnen, Jemandes Aufgebot zu folgen, wie Deſſen Recht, zum Aufgebot, nam. in Zſſtzg. z. B.: die Amts- (in Bezug auf das Aufgebot des Amtmanns), Feuer- (bei Feuersbrünſten), Geleits- (Reiſende zu geleiten), Gerichts- (dem Gericht auf Erfordern hilfreiche Hand zu leiſten), Heeres- (Heerbann), Hof- (der zu Hofdienſten Verpflichteten), Jagd- (ſ. 6), Land-, Landes- (zur Verfolgung flüchtiger Verbrecher, ſ. Frohne 2), Lehens- (des Lehnsmanns gegen den Lehnsherrn), Zent-F. (ſ. Gerichts-F.) ꝛc. — 5) eine Geſammtheit von folgenden Perſonen, Geleit, ſ. Gefolg, nam. beim Leichenbegängnis, das ſelbſt auch wohl F. heißt: Eine zahlreiche F., Leichen-F.; Er iſt mit’zur F. eingeladen ꝛc. — 6) weidm.: F., Jagd-F., das Recht ein angeſchoßnes Wild auf eines Andern Revier zu verfolgen. — 7) die folgende Zeit, Zukunft: Die F. wird es lebren; In der F. <bibl><author>G.</author> <biblScope>15, 50 ꝛc.</biblScope></bibl> — 8) ſ. <bibl><biblScope>II.</biblScope></bibl></sense>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Als Bſtw.: Folge(n)-, z. B.: Folgereich. <bibl><author>G.</author> <biblScope>33, 9;</biblScope></bibl> <bibl><author>Humboldt</author>  <title>K.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 367;</biblScope></bibl> Folgenreich. <bibl><biblScope>337; 396 ꝛc.,</biblScope> <title>vgl.:</title></bibl> Erfolgreich ꝛc.</p>
        </note>
        <p type="compositions">
          <entry type="sub">Zſſtzg. ſ. nam. 4, auch ſonſt vielfach, z. B.: Ein 60* Verhaltnis zweener oder mehrerer Sáke gegen einander, aber nicht der Ab-F. [2|, ſondern der logiſchen Entgegenſetzung. Kant KrdVern. 99; Im Verlauf der Jahre haben ſich die Geſtaltungen der Geräthe immer neu abgelöſet und wenn man auf dieſe Ab-F. [die in der Ablöſung ſich zeigende Reihenfolge] ſein Augenmerk richtet. Stifter Nachſ. 1, 143. — Amts-F. [4, aber auch 1: das Nachfolgen im Amt, vgl. Erb-, Thron-F.]. — [Ihn] von der Auf-F. in das Erbe[Erb-F.] auszuſchließen. Geſetzſamml. f. Hannover (1840) 1, 83. — In ſchneller Aufeinander-F. [1] abwechſeln. Gutzkow 11, 237; Platen 6, XXII ꝛc. — Der feierliche Zug der Aus-F. [5, ſ. ausfolgen]. Kurz Weihn. 64. — Erb-F. [1]: das Eintreten in einen Beſitz durch Erbſchaft und die Reihenfolge, nach welcher die Erbberechtigten in einen ſolchen Beſitz gelangen. — Frucht-F. [1]. Meckl. Landw. (55) 745b ꝛc. — Daß eine Lektüre bei verſchiedenen Perſonen verſchiedene Gedanken-F–n [1] aufregt. G. 22, 276. — Indem wir zur Geſchichts-F. [1] übergehen. 20, 161. — Haupt-F. ſ. Neben-F. — Jagd-F. [4; 6]. — Lehns-F. [4; 1; vgl. Amts-F.]. — Leichen-F. [5]. — Ein guter Kopf konnte ſich die eine oder die andre [Meinung] zur Nach-F. wählen. G. 39, 108; 6, 373; Die Nach-F. Chriſti, das Streben, ihm als Muſter zu folgen; Die Nach-F. in einem Amt, im Beſitz von Gütern ꝛc. ſ. Amts-, Erb-F. — Dieſe Nutzen, die als Neben-F–n [nebenſächliche im Ggſtz. der Haupt-F–n] anzuſehen ſind, kommen gleichwohl mit in Anſchlag. Kant SW. 1, 247; 224. — Reihen-F. [1]: das Aufeinanderfolgen in beſtimmter, feſtgeſetzter Reihe, dieſe Reihe ſelbſt; Eine Reihe -F. von Ereigniſſen. Gutzkow Bl. 1, 275. — Man zieht die alte Schluß-F. [2] daraus. G. 3, 322. — Thron-F. (ſ. Erb- F.). — Muß nicht in einer Zeit-F. [Reihe von Jahren] jedes Verhältnis ſich verändern. G. 9, 215; auch Sprachl. = consecutio temporum, die Regeln von den Zeitformen (Temporibus) in abhängigen Sätzen.</entry>
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