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        <title>Artikel „findeln“</title>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „findeln“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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          <gramGrp><pos norm="verb">intr.</pos><subc norm="intransitive"/> (haben):</gramGrp>
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        <sense>Verkl. von,,finden“, gw. nur in Zſſtzg.</sense>
        <p type="compositions">
          <p type="introduction">Zſſtzg. z. B.: vgl. die von finden: Emp-: kleinlich empfindſam, ſentimental ſein: 1) Ohnerachtet ſeiner e–den Schwatzhaftigkeit. Dalberg (Merck’s Br. 1, 171); Nicht bloß der e–de Gedanke, da zu ſtehen, wo dieſer oder jener große Mann ſtand. G. 30, 23; Daher mochte Leſſing auch in das E. mit der periodiſch wiederkehrenden Verjüngung der Natur nicht einſtimmen. Guhrauer L. 2, 96; Heinſe A. 1, 262; E–de Floskeln. IP. 1. 180; Die kalten gewiß nicht e–den Holländer. Tieck Gſ. Nov. 1, 100 ꝛc. — Vgl.: Empfindſelig: Ein Hamann’ſches Wort iſt beſſer als empfindelnd .. Jenes bedeutet bloß das übermäßige, ſchwelgende Frequentativum des Empfindens nach den Analogien: redſelig, ſaumſelig, friedſelig; Dies aber bezeichnet, indeß ohne Wahrheit, zugleich ein kleinliches und ein erlogenes Empfinden. IP. 41, 171; Vor lauter Empfindſeligkeit überfließet ſein .. Herz. Jahn M. XIV; 319 ꝛc. — 2) Doppelzſtzg.: a) An-e.: ſich mit ſeinen Empfindungen auf unwahre und zugleich kleinliche Weiſe an Jemand anſchmiegen, in ſeine Empfindungen eingehn: Kein deutſch-ſentimentales, berliniſch a–des Publikum. Heine Lut. 2, 280; Die Art, wie ſie ſich an bedeutende Männer anſchloß .., ſchien mir ein krankes A. Steffens Erl. 6, 96 ꝛc. — b) Durch-e.: Eh man ſich durch ſo eine Stadt durchphyſiognomiſiert, giebts leicht ebenſoviel Aufenthalt, als wenn man ſich durchempfindelt. Muſäus Ph. 2, 29. — 3) dazu: a) Empfindler, m., –s; uv.: Dieſe geiſtreichen E. nennen die Geſinnung unſchön. Gutzkow R. 3, 44; Muſäus Ph. 2, 17 ꝛc.; Zu geſunden Kopfes, um eine E–in zu ſein. W. 19, 324 ꝛc.; Für einen weichen An-E. ſprach er zu feſt und kräftig. Gutzkow R. 2, 246 ꝛc. — b) Empfindelēi, f.; –en: Ich weiß Nichts von Romanſchwung | und haſſ’ E. Gotter 1, 150; Ich liebe keine E–en. Zſchokke 8, 153 u. o. — Er- (veralt.): Erfündeln = ſuchen, erforſchen. Zwingli 3, 3 (Joh. 5, 39). —</p>
          <entry type="sub"><comp>Spítz-:</comp> Spitzfindigkeiten treiben. V. Ant. 2, 171; Zinkgräf 1, 351. — Dazu: Spitzfindelei. Droyſen Ar. 3, 48; Niebuhr Nachgel. 151 u. ä. m.</entry>
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