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      <titleStmt>
        <title>Artikel „fest“</title>
        <author ref="https://viaf.org/viaf/61594915/">
          <persName>
            <surname>Sanders</surname>
            <forename>Daniel</forename>
          </persName>
        </author>
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          <persName>
            <surname>Göttel</surname>
            <forename>Sebastian</forename>
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        </editor>
        <editor>
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            <surname>Wiegand</surname>
            <forename>Frank</forename>
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          <email>edition-sanders@bbaw.de</email>
          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
          <orgName role="hostingInstitution" xml:lang="en">Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities (BBAW)</orgName>
          <orgName role="hostingInstitution" xml:lang="de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW)</orgName>
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             <addrLine>Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin</addrLine>
             <country>Germany</country>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „fest“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <lbl>I.</lbl>
        <form type="lemma">
          <orth expand="fest" orig="Féſt">Féſt</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp><pos norm="adjective">a.,</pos> –eſt:</gramGrp>
        </form>
        <sense>eig. von ſolchem Zuſammenhang, daß eine Trennung ſchwierig iſt, ſowohl in Bezug auf die Theile eines, als auf verſchiedne, mit einander verbundne Körper: 1) F–e Körper (ſ. 5g), Ggſtz. flüſſige; Flüſſiges Waſſer wird als Eis f. ꝛc.; F–es Land, Ggſtz. Waſſer, dann aber auch: große, zuſammenhängende Ländermaſſe, Ggſtz. Inſel, auch übertr.: Ein Kopf, in dem ſich ſolche vermeinte Inſeln [Einzelheiten] an irgend ein f–es Land ſchließen. <bibl><author>L.</author> <biblScope>11, 60 ꝛc.</biblScope></bibl> — 2) unter den f–en Körpern (1) von einem bed. Grade des Zuſammenhangs der Theile, die der Trennung einen ſtarken Widerſtand entgegenſetzen, im Ggſtz. von „weich“, ferner von „locker“, „zerbrechlich“ ꝛc.: F–es [derbes] Brot, Gewebe, Tuch, Holz ꝛc.; bergm.: F–es Geſtein, das durch Sprengarbeit, höchſt-f–es, das durch Feuerſetzen bearbeitet werden muß, ſ. <bibl><author>Karmarſch</author> <biblScope>1, 166 ff.;</biblScope> <title>Wollte der Bildhauer dem ſpröden Alabaſter bieten, was er dem f–en Marmor zumuthen darf.</title></bibl> <bibl><author>Lewald</author>  <title>W.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 149 ꝛc.;</biblScope> <title>Etwas f. ſtampfen, preſſen, kneten, ſtopfen, klopfen ꝛc., es durch Stampfen ꝛc. feſt machen, den Theilen einen innigern Zuſammenhang geben.</title></bibl> — 3) in Bezug auf einen andern Körper, woran oder wodurch Etwas befeſtigt iſt, ſo daß es nicht oder doch nicht leicht los, von der Stelle kann: Einen f–en Zahn losbrechen; (Schiff.) F–es oder ſtehndes Tauwerk, das ſtets an ſeiner Stelle bleibt, im Ggſtz. des laufenden; F–e [Fir-] Sterne; Dieſer [Tag] ſteht ſo f. [im Ggſtz. der beweglichen Feſte]. <bibl><author>G.</author> <biblScope>6, 78;</biblScope> <title>Die .. in friedliche f–e Hütten | wandelte das bewegliche Zelt.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>55a;</biblScope> <title>Ein nie am Eiteln f–er Wille.</title></bibl> <bibl><author>Haller</author> <biblScope>180 ꝛc.,</biblScope> <title>nam. oft neben Zeitw. auch zur Bez. der Wirkung derſelben, vielfach übertr.:</title></bibl> <sense n="a)">a) neben Tranſ., z. B.: Etwas f. binden (in Bezug auf Anzubindendes, ſo daß es nicht los — aufZuzubindendes, daß es nicht aufgeht); Etwas f. knüpfen, ſchnüren, zuſammenziehn, ſchrauben, ſchließen, zumachen, kleben, ſtecken, nageln ꝛc.; Etwas oder Einen, z. B. einen Flüchtling f. faſſen, halten, packen, nehmen, ſchließen ꝛc.; Das halte f. und Niemand laß dir’s rauben. <bibl><author>G.</author> <biblScope>4, 39;</biblScope> <title>Das loſe geknüpfte Band noch f–er zuziehen.</title></bibl> <bibl><biblScope>18, 256;</biblScope> <title>Sogleich wurd’ ich von einer weichen Hand f. gefaſſt.</title></bibl> <bibl><author>Heinſe</author>  <title>A.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 168;</biblScope> <title>Von Feinden f. umſchloſſen.</title></bibl> <bibl><author>Platen</author> <biblScope>6, 20;</biblScope> <title>F. ſchnüren möchteſt du am Leib dein Gürtelband, | es würde locker.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>Roſt.</title></bibl> <bibl><biblScope>80a;</biblScope> <title>F. gemauert in der Erden | ſteht die Form.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>77a ꝛc.</biblScope></bibl> — Mehrdeutig nam.: F. machen, z. B.: Einen Handel [bündig ꝛc., ſo daß er nicht zurückgeht]. <bibl><author>Burmann</author>  <title>F.</title></bibl> <bibl><biblScope>141;</biblScope> <title>einen Flüchtling [gefangen nehmen].</title></bibl> <bibl><author>Lichtwer</author> <biblScope>139;</biblScope> <title>Die Miſſethäter wurden</title></bibl> hand-f. gemacht und dem Richter übergeben. <bibl><author>Hebel</author> <biblScope>3, 160;</biblScope> <title>auch: Einen f. machen [durch Verheirathung].</title></bibl> <bibl><author>Mügge</author>  <title>Vogt</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 93 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) neben <bibl><biblScope>refl.:</biblScope> <title>Er hatte ſich [mit dem Kahn] f. gefahren und ſeine Bemühungen, wieder los zu kommen, waren vergebens.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>15, 106;</biblScope> <title>Weil ſie ſich in veraltete Gattungen ſo f. gerannt [verrannt].</title></bibl> <bibl><author>Danzel</author> <biblScope>81;</biblScope> <title>Er hat ſich einmal in die Vortrefflichkeit ſeines Programms ſo f. geritten.</title></bibl> <bibl><author>Klencke</author>  <title>Parn.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 115;</biblScope> <title>Der Dieb hat ſich f. gelogen, geredet, geſchnackt, durch ſeine Lügen ꝛc. in eine Lage gebracht, aus der er nicht heraus kann, Ggſtz.: ſich frei, ſich heraus lügen; Er hat ſich im Gaſthaus f. getrunken, er konnte nicht von der Flaſche, von der Geſellſchaft fort, oder auch: Der Wirth hielt ihn, weil er ſich von der Zeche nicht löſen konnte, feſt; Sich als Soldat f. loſen, Ggſtz. ſich frei loſen u. ä. m.</title></bibl> —</sense><sense n="c)">c) neben Intr.: Etwas ſitzt, ſteckt, hackt, klebt, hängt f. ꝛc., ſo daß es nicht leicht los kann; Ein Gefangner ſitzt f.; Auf einem Orlogsſchiff f. werden [ſich anwerben laſſen, vgl. <bibl><biblScope>b:</biblScope> <title>ſich f. loſen].</title></bibl> <bibl><author>Höfer</author>  <title>V.</title></bibl> <bibl><biblScope>66 ꝛc.</biblScope></bibl> — 4) metonymiſch, zuw. auch von dem Ggſtd., wodurch ein andrer gehalten wird, z.B.: Ein f–er [f. haltender] Knoten; F–es Freundſchaftsband; F–e Eimer [das Waſſer haltend, Ggſtz. leck]; Ein f–er Schlaf [der Einen ſo umfängt, hält, daß man nicht leicht daraus erwacht], ſo auch: F. ſchlafen ꝛc. — 5) mehrfach übertr., von Dem, was ſichern Halt hat, daher ſowohl ſelbſt den darauf einſtürmenden ſchädlichen Einwirkungen Trotz bieten, als auch Andern Schutz gewähren kann, wovon man deßhalb nicht abgeht und nicht weicht, alſo <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>unwandelbar, unerſchütterlich, unumſtößlich, kernig, dauernd, dauerhaft, ſicher, zuverläſſig ꝛc., namentl.:</title></bibl></sense><sense n="a)">a) unerſchütterlich, Ggſtz. ſchwankend, haltlos ꝛc.: [Die Natur] liegt an dem ew’gen Ankergrunde f., <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>wenn alles Andre auf den ſturmbewegten Wellen | des Lebens unſtät treibt.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>492b;</biblScope> <title>Sei f. und unerſchütterlich!</title></bibl> <bibl><author>Forſter</author>  <title>Br.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 397;</biblScope> <title>Steh f., er bringe, was er will.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>13, 66;</biblScope> <title>Er war hart, wo er f.; morſch, wo er weich ſein ſollte.</title></bibl> <bibl><author>Börne</author> <biblScope>1, 216 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) tapfer, mannhaft. <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>43, 31;</biblScope></bibl> <bibl><author>Hiob</author> <biblScope>12, 19;</biblScope> <title>ſo früher namentl. als Titel der Ritter, z. B.</title></bibl> <bibl><author>Zeitſchr.</author>  <title>f.</title></bibl> <bibl><author>d.</author></bibl> <bibl><author>Recht</author> <biblScope>13, 439.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="c)">c) F. [ſicher vorm Fall] ſtehn; F. im Sattel ſitzen. <bibl><author>G.</author> <biblScope>14, 221;</biblScope></bibl> Sattel-f. ſein; F. in ſeiner Kundſchaft ſtehn [ſo daß ihn Keiner verdrängen kann], eine f–e [zuverläſſige] Kundſchaft haben ꝛc.; Eine f–e [zuverläſſige, ſichre] Hand (vgl. g) haben, ſchreiben; Den Pinſel immer f. und genau führen. <bibl><author>Börne</author> <biblScope>2, 159:</biblScope> <title>Ein f–es Auge haben, Einen f. anſehn ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="d)">d) In einem Fach, in einer Wiſſenſchaft f. [ſicher, gründlich zu Hauſe] ſein, bibel-f. ꝛc. —</sense><sense n="e)">e) unumſtößlich gewiß, unerſchütterlich, ſicher, wovon man nicht weicht und abgeht: Ein <bibl><biblScope>53*</biblScope></bibl> <bibl><author>Feſt</author>  <title>f–er Glaube, Entſchluß; F–e Überzeugung, Preiſe [von denen Nichts abgeht]; Der Satz ſteht f.; Etwas für f. gehört haben.</title></bibl> <bibl><author>Forſter</author>  <title>Br.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 275;</biblScope> <title>Etwas f. glauben, behaupten; F. an Etwas hängen, halten ꝛc.; oft verſtärkt: Steif und f. Etwas behaupten.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>1, 177; 3, 78; 39, 390 ꝛc.;</biblScope> <title>halten.</title></bibl> <bibl><author>Opitz</author> <biblScope>1, 18;</biblScope> <title>hoffen.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 53;</biblScope> <title>bekennen und lehren.</title></bibl> <bibl><author>Luther</author> <biblScope>6, 545b;</biblScope> <title>ſich in den Kopf ſetzen.</title></bibl> <bibl><author>Kohl</author>  <title>Engl.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 107;</biblScope> <title>ſich an Etwas halten.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>12, 26 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="f)">f) dauerhaft: Eine f–e Geſundheit, einen f–en und harten Leib <bibl><author>(Luther</author> <biblScope>6, 12b)</biblScope> <title>haben ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="g)">g) dauernd, beſtändig: Die f–en Körper (1) haben eine f–e Geſtalt, während die flüſſigen die des jedesmaligen Gefäßes annehmen; Eine f–e Anſtellung; Ein f–es Domicil; Sich f. niederlaſſen; Sich an einem Ort, in einem Land f. ſetzen, nam. von einem Heer, das nur mit Mühe daraus vertrieben werden kann; F–en Fuß faſſen ꝛc. — Mein f–er Kunde [der immer von mir kauft, ſ. <bibl><biblScope>c];</biblScope> <title>Die f–e Hand (ſ. c) [der immer gleiche Preis einer Waare] ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="h)">h) nicht leicht einnehmbar und daher Schutz und Sicherheit gewährend: F–e Plätze, Städte, Schlöſſer, Burgen, Mauern ꝛc.; Eine f–e Burg iſt unſer Gott. <bibl><author>Luther</author>  <title>ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="i)">i) unverwundbar, gefroren (ſ. frieren 2b); gegen verletzende Einwirkungen gehärtet, ihnen widerſtehnd, nam. auch durch einen Zauber gefeit: Kein Zaubrer iſt ſo f., <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>daß nicht an dem geſtählten Leibe | ein Fleckchen ſchwach und tödtlich bleibe.</title></bibl> <bibl><author>Nicolai</author> <biblScope>1, 300;</biblScope> <title>Warum iſt dieſer Leib nicht wider Stahl und Peſt | und mein Verſtand nicht wider Irrthum f. ?</title></bibl> <bibl><biblScope>91;</biblScope> <title>Er iſt nicht zu verwunden, er iſt f.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>398a; 323a;</biblScope> <title>Ich, durch Schmerzen f. gemacht, | fand nicht den Tod.</title></bibl> <bibl><author>Tieck</author>  <title>Cymb.</title></bibl> <bibl><biblScope>5, 3;</biblScope> <title>Der f. war, ob’s auch Kugeln hätt geregnet.</title></bibl> <bibl><author>Werner</author>  <title>Febr.</title></bibl> <bibl><biblScope>138 ꝛc.</biblScope></bibl></sense></sense>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Ahd. <bibl><biblScope>festi, fasti,</biblScope> <title>mhd.</title></bibl> <bibl><biblScope>veste,</biblScope> <title>wohl zum Stamme „faſſen“ (ſ. d. und faſt); ältre Schreibw.</title></bibl> — nam. noch in den Kanzleien als Titel <bibl><biblScope>5b</biblScope></bibl> — veſt. — Scherzh. Komparativ vom Superl.: Feſteſter. <bibl><author>Chamiſſo</author> <biblScope>5, 131;</biblScope> <title>vgl. „allerliebſt“.</title></bibl> — Nbnf. des Adv.: Feſtiglich, z. B. <bibl><author>Pſ.</author> <biblScope>80, 16; 119, 38;</biblScope> <title>Daß man ihn f. vorausſetze.</title></bibl> <bibl><author>Fichte</author> <biblScope>7, 417;</biblScope> <title>Solang ich f. | noch am Rheinſtrom weile.</title></bibl> <bibl><author>Freiligrath</author> <biblScope>2, 314;</biblScope> <title>Wie ich fröhlich und f. glaube.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author>  <title>G.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 220;</biblScope> <title>Ich glaub’ es f.</title></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>11, 32; 12, 87 ꝛc.;</biblScope> <title>Mit der goldnen Krone das Reichihm feſtlich verſichern.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>5, 178.</biblScope></bibl> — Dazu: Féſtigkeit, <bibl><biblScope>f.;</biblScope> <title>–en: das Feſtſein, z. B.: Die Häuerarbeiten ſind verſchieden nach dem Grade der F. des Geſteins.</title></bibl> <bibl><author>Karmarſch</author> <biblScope>1, 166;</biblScope> <title>Hier dank’ ich den Göttern, daß ſie mir | die F. gegeben, dieſes Bündnis | nicht einzugehen.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>13, 21;</biblScope> <title>Daß der ungebildete Menſch bloß Zähigkeit, der gebildete aber F. des Charakters beſitzt.</title></bibl> <bibl><author>Temme</author>  <title>SchwM.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 143 ꝛc.</biblScope></bibl> — Seltnere Nbnf.: Feſtheit. S. auch Feſte und vgl.: Feſtigen ꝛc.</p>
        </note>
        <p type="compositions">
          <p type="introduction">Zſſtzg. vielfach, z.B.: Ángel-: feſt in den Angeln ruhnd: Du derber a–er Erdball. B. 294a. — Bánd- [3]: ſ. Erd-f. —</p>
          <entry type="sub"><comp>Bāū-:</comp> ſicher zum Bau: Den Grund .b. machen. Kant 2, 293. — Bāūm- [5c]: feſt wie ein Baum. — Bībel- [5d]: Der b–e Pfarrer. V. 4, 26; Daß wie man b–e Männer hat, wir uns nach und nach in Shakeſpeare befeſtigten. G. 22, 56; 21, 147; ſ. nam. 4, 199 und vgl. kapitel-f. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Bīēder-:</comp> von zuverläſſiger Biederkeit. H. 15, 249. — Bómben- [5c]: B–es Gewölbe; übertr. = ſehr feſt, zuverläſſig. Gotthelf Sch. 191. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Bránd-:</comp> feuer-f. Börne 3, 345. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Bǖgel-:</comp> feſt im Steigbügel, ſ. ſattel-f.: So zügel- und b., dem ſein Roß nie bäume und der den Sattel nie raume. Rückert Mak. 1, 43. — Charákter [5a]: Gutzkow R. 3, 340; Ch–igkeit. Heine Verm. 1, 102. — Dêgen- [5i]: So gut umpanzert, daß er ſchuß- und d. war. Sch. 731a. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Díng-:</comp> eig., rechtlich feſtgeſtellt; dann allgem. = feſt, z. B.: D. gemachte und wieder ausgeriſſene Knopflöcher. Goltz 1, 90. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Edel-:</comp> vgl. ehren-f., z. B.: Das wohledelveſte Fräulein. Peſtalozzi 4, 276. — Ehren- [5b]: eig., von feſter unerſchütterlicher Ehre; wacker, tüchtig, brav, dann als veralt. Titel — vgl. ehrſam —: E. ziehen die Pferde. Gotthelf G. 331; Nun war der E–e [,,der nótveste“ gekommen in das Land. Simrock Gudr. 621; ſpöttiſch von einem alten Freier ꝛc.: Um e. zu werben ꝛc. V. 3, 150;. Findet deinen Ton und deine ſtrengen Sitten | . . zwar e., doch etwas lächerlich. W. 3, 239 ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Eīd-:</comp> Ggſtz. eidbrüchig. Freiligrath 2, 103. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Ēīſen-:</comp> feſt wie Eiſen: Immermann M. 1, 46; Rabener 1, 88 ꝛc. — Erd- [3]: in der Erde befeſtigt, wie nagel-f., durch Nägel befeſtigt, angenagelt ꝛc., im Ggſtz. der beweglichen Güter: Was erd-, wand-, band-, mauer-, niet- und nagelfeſt in einem Grundſtück iſt. Glück Pand. 2, 525; Möſer Ph. 4, 342. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Félſen-:</comp> unerſchütterlich wie ein Fels ꝛc. G. 1, 97; Gutzkow R. 9, 339; Platen 6, 17 u. o. — Fēūer- [5i]: F–er Thon. Karmarſch 2, 135; 1, 764 u. o.; auch: Sie gegen das Verderben einbalſamieren und f. machen. Claudius 5, 54. — Glāūben- [5a]: Treu und g. V. 3, 227. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Góld-:</comp> treu, echt wie Gold. JP. HV. 86. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Grúnd-:</comp> bau-f., unerſchütterlich. Jahn M. 145; Schaidenraißer 56a. — Gründe- [5i]: Die Weiber, als hätten ſie mit dem Böſen ein Bündnis geſchloſſen, ſind g., es dringt keiner durch. Börne 2, 214. — Guillotīnen- [5i]: Daß ein bischen Salböl keinen menſchlichen Kopf g. machen kann. Heine Reiſ. 4, 115. — Hāgel- [5i]: ſ. kugel-f. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Hánd-:</comp> von kräftiger Fauſt, ſtark, derb ꝛc.: H–e Arbeitſamkeit. Gervinus 3, 136; Jhre alten h–en Kerle. G. 9, 142; Unſer h–er Ehrenmann. Hebel 3, 4; 342; Nimm ſechs der H–eſten, breche hier ein. Lichtenberg 3, 194; Mann von h–em Fleiß. 4, 279; Unter h–en Späßen. Monatbl. 2, 231b; Möſer Ph. 3, 254; Muſäus M. 2, 69; V. Ov. 2, 313 ꝛc. — Hat ſie die freie Kraft, faſt die ungenierte H–igkeit des Mannes. Kühne Char. 1, 86 ꝛc. — Ferner [3a]: Einen Verbrecher, einen Kauf h. machen ꝛc. — Hīēb- [5i]: Hieb-, ſtich- und kugelfeſt. Zſchokke Nov. 3, 9. — Hȫchſt- [2]. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Kapítel-:</comp> bibel-f., die Sprüche nach Kapitel und Vers wiſſend; allgem. = feſt, z. B. Claudius 4, 131. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Kérn-:</comp> K. und auf die Dauer. 87; vgl. Kern 2. — Kūgel- [5i]: Sturm-, hagel- und k–e Laternen. Kohl Engl. 3, 264. — Mánn- [5b]: M–er Ritter. Muſäus M. 2, 113. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Māūer-:</comp> ſ. erd-f.; auch: Die m–e Jlion. B. 143b [,,feſtummauerte“ 186b]; Ohne Pracht und m–e [in feſten Mauern abgehaltne] Konvente. Falmerayer Or. 2, 22 ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Metáll-:</comp> feſt wie Metall. Arndt Erinn. 24. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Nāgel-:</comp> ſ. erd-f. — Natūr- [5h]: von Natur feſt. Jahn M. 69. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Nīēt-:</comp> ſ. erd-f. — Nōth- [5b]: unerſchütterlich und mannhaft in der Noth, ſ. ehren-f.: N–r Ulyſſes. Schaidenraißer 44b; Zwingli 2, 1; auch = derb: N–e Schultern, tücht’ge Hände. W. 12, 61. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Ort-:</comp> unbeweglich. Jahn M. 301. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Prōbe-:</comp> die Probe der Feſtigkeit beſtehnd: Meine Vernunft iſt p. und auf die Dauer gearbeitet. Tieck Nov. 3, 122; P. in Leiden wie in Freuden. W. 20, 172; 234 ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Rīēgel-:</comp> R. verſchloß er die dicht einfugende Pforte ſer verriegelte ſie feſt]. V. Od. 2, 345. — Sáttel- [5a]: feſt im Sattel ſitzend. B. 33b; übertr.: Im Pädagogiſchen ſ. Gutzkow R. 3, 304; Forſter Br. 2, 20 ꝛc. — Schúſs- [5i]: ſ. degen-f.: Sch–igkeit. Kohl Alp. 3, 339. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Sēē-:</comp> von einem Schiff, das die See gut halten kann. Bobrick; auch von einem Menſchen, der nicht von der Seekrankheit ergriffen wird ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Stāhl-:</comp> feſt wie Stahl. Heinſe A. 1, 96. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Stánd-:</comp> ſtandhaft. Schaidenraißer 12a; Vorr. 3; St–e[Fir-] Sterne. Spate ꝛc. — Stích- [5i]. — Stúrm- [5i]: dem Sturm trotzend: Ein ſt–es Dach. Sch. 448b; St. ſteht der Boden. 451b ꝛc. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Tákt-:</comp> nicht aus dem Takt kommend, ſicher: Weder theoretiſierend, noch experimentierend völlig t. G. 39, 280, ſ. zug-f. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Trāūm-:</comp> feſt an Träume glaubend, ihnen folgend. Kant Geogr. 2, 240. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Trēū-:</comp> von feſter Treue. Arndt 217. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Tūgend-:</comp> von feſter, unerſchütterlicher Tugend. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Un-:</comp> ohne Feſtigkeit: U–igkeit, böſes Gewiſſen. Lavater 1, 89. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Ur-:</comp> urſprünglich feſt, kern-f. ꝛc.: Im u–en [⏑–⏑] deutſchen Land. Kerner 173. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Wánd-:</comp> ſ. Erd-f. — Wáſſer- [4]: waſſerdicht. Hebel 3, 293. — Wétter- [5b]: ſ. ſturmf.: Engſtehende Bäume haben keine W–igkeit, wie freiſtehende. IP. 21, 154. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Wórt-:</comp> ſ. Eid-f. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Wúrzel-:</comp> feſtgewurzelt, unerſchütterlich: W–e Standhaftigkeit. Auerbach Leb. 2, 287; Die Liebe bleibt tief im Buſen, w. Weſt Diana 3, 7. — Zāūber- [5c]. Streckfuß Rol. 12, 23, geſichert gegen Zauberei. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Zūg-:</comp> gleichmäßig im Zug bleibend. Goltz 1. 357. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Zügel-:</comp> ſ. bügel-f. u. ä. m.</entry>
        </p>
      </entry>
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</TEI>
