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        <title>Artikel „Fehler“</title>
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            <surname>Sanders</surname>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „Fehler“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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          <orth expand="Fehler" orig="Fêhler">Fêhler</orth>
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          <gramGrp><pos norm="noun">m.,</pos><gen norm="masculine"/> –s; uv.; –chen, lein; -:</gramGrp>
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        <sense>1) ein Fehllos, Niete, im Ggſtz. des Gewinnſtloſes oder Treffers: Was du faſſeſt, iſt noch zugerollt, dir unbewuſſt, ſei’s Treffer oder F. <bibl><author>G.</author> <biblScope>9, 209;</biblScope> <title>Nicht F. und Treffer in demſelben Wurf zugleich.</title></bibl> <bibl><author>Kant</author>  <title>SW.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 415;</biblScope></bibl> <bibl><author>Gellert</author> <biblScope>3, 289;</biblScope></bibl> <bibl><author>Lichtenberg</author> <biblScope>4, 37; 3, 505 ꝛc.</biblScope></bibl> — 2) Etwas, was nicht ſo iſt, wie es ſein ſollte, verſch. von dem ſvwdt. Mangel, das eigentl. eine Unvollkommenheit inſofern bez., als etwas zur Vollkommenheit, zu Dem, wie es ſein ſoll, Gehöriges nicht vorhanden iſt, während F. ein Falſches an Stelle des Rechten bez.; außerdem bezieht ſich Mangel auf unverſchuldete, F. auch auf verſchuldete Unvollkommenheit (vgl. auch Gebrechen), z. B.: Jemand hat F. oder Mängel, aber nur: Er macht, begeht viele F. (nicht Mängel); Daß du nicht zur rechten Zeit kommſt, iſt nicht mein F. [meine Schuld]; Ein Unglück iſt es doch nur, <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>kein F.</title></bibl> <bibl><author>Chamiſſo</author> <biblScope>3, 188;</biblScope> <title>Einſeitigkeiten, welche als</title></bibl> Mängel anzuſehen ſind, wenn die Natur den Künſtler dergeſtalt beſchränkte; als F., wenn er mit Vorſatz in dieſer Beſchränkung verharrt. <bibl><author>G.</author> <biblScope>30, 379;</biblScope> <title>Obgleich ich mich beſcheiden muß, ebenſowenig Gottes Ewigkeit begreifen zu wollen, ſo iſt doch mein Begriff rein u.</title></bibl> fehlerfrei, obgleich mangelhaft [erenthält nichts Falſches, obgleich er nicht vollkommen iſt, Alles umfaſſt]. <bibl><author>Kant</author>  <title>ph. Rel.</title></bibl> <bibl><biblScope>84;</biblScope> <title>Körperliche, geiſtige, ſittliche F.; Er hat einen F. am Auge, er kann nicht gut ſehn; Es wäre ja doch nur ein F., F. ſchließe Vorſatz und Tücke aus.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>8, 2;</biblScope> <title>Er war ein .. hitziger Mann, nur gegen die Laſter, nicht gegen die F.</title></bibl> <bibl><author>Stilling</author> <biblScope>2, 66;</biblScope> <title>F. wider die guten Sitten; Der Schüler macht viele F. in ſeinem Aufſatz, in ſeinen Rechnungen; F. gegen die Grammatik, grammatiſche F.; grobe F., ſ. Bock</title></bibl> <bibl><biblScope>9,</biblScope> <title>Schnitzer, auch Fehl.</title></bibl></sense>
        <p type="compositions">
          <entry type="sub">Zſſtzg. vielfach, z. B.: Phyſiologiſche Farben .. als flüchtige Augen-F. betrachtet. G. 40, 16; Druck-F., etwas falſch Gedrucktes; Erb-, Familien-F.; Begeht er noch einen Haupt- und Grund-F. G. 39, 348; Der Verkäufer bürgt für die Haupt-F. eines Pferds; Kapital-F. W. 8, 231 (Haupt-F.); Lehens-F., Vergehen eines Lehensmannes gegen den Lehensherrn (ſ. Felonie); Natur-F., der Einem von Natur anhaftet; Haben den unheilbaren Radikal-F. [Grund-F.], daß ꝛc. W. 22, 269; Rechen-, Rechnungs-, Schreib-F., etwas falſch Gerechnetes, Geſchriebnes ꝛc.; Schluß-F. in einem Argumente (falſche Schlüſſe). Claudius 5, 134; Sprach-F., grammatiſcher Fehler (ſ. Schnitzer) u. v. ä.</entry>
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