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      <titleStmt>
        <title>Artikel „durch“</title>
        <author ref="https://viaf.org/viaf/61594915/">
          <persName>
            <surname>Sanders</surname>
            <forename>Daniel</forename>
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        </author>
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            <surname>Göttel</surname>
            <forename>Sebastian</forename>
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        <editor>
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            <surname>Wiegand</surname>
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          <email>edition-sanders@bbaw.de</email>
          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
          <orgName role="hostingInstitution" xml:lang="en">Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities (BBAW)</orgName>
          <orgName role="hostingInstitution" xml:lang="de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW)</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „durch“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <lbl>†</lbl>
        <form type="lemma">
          <orth expand="durch" orig="Dúrch">Dúrch</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp>praep. (mit Accuſ.) u. <pos norm="adverb">adv.:</pos></gramGrp>
        </form>
        <sense><bibl><biblScope>1)praep.</biblScope> <title>bez. den Weg von einem Punkt zu einem andern, entgegengeſetzten in Bezug auf das dabei zu trennende oder getrennte Zwiſchenliegende, verſch. von dem zuw. ſvw. über (ſ. d.), bei welchem der Weg das Zwiſchenliegende nicht ſchneidet, davon nicht allſeitig umgeben wird, ſondern es unter ſich hat und es dabei höchſtens berührt: Moſes führte die Juden d. das rothe Meer und d. die Wüſte, Joſua über den Jordan; Mit der Nadel, die Nadel, ein Loch d. das Papier ſtechen; Sich d. den Berg wühlen, d. die Feinde ſchlagen ꝛc.</title></bibl> — 2) übertr. bez. d. den Weg, der zu Etwas führt, zu Etwas gelangen läſſt, Das, wovon Etwas die Folge iſt, die bewirkende Urſache ꝛc. und unterſch. ſich von den zuw. ſvw. „,mit“ (ſ. d.), inſofern Dies vor Sachen — nie vor Perſonen — Werkzeug und Mittel bez., und ,,von“ (ſ. d.), inſofern Dies — bei Paſſiven und einigen analogen Zeitw. — ein Subjekt bez., von dem eine Thätigkeit ausgeht, dadurch, daß es nur etwas mittelbar Wirkendes bez.: Ich ſehe lieber mit eignen, als d. fremde Augen; D. dieſe Schwerter erwarben wir unſre Beſitzungen, mit dieſen werden wir ſie vertheidigen; D. [in Folge v.] Fleiß, Aufmerkſamkeit ꝛc. Etwas erreichen; D. langen Gebrauch abgenutzt ꝛc.; aber z. B.: Elend d. mich! elend ohne mich! ach, noch elender mit mir [vereinigt]. <bibl><author>G.</author> <biblScope>9, 355;</biblScope></bibl> Mit [trotz] allem Dieſem und d. alles Dieſes bleiben die baconiſchen Schriften ein großer Schatz. <bibl><biblScope>39, 119 ꝛc.</biblScope></bibl> — Dies wurde von ihm d. lange Beobachtung feſtgeſtellt; Ich erfahre es von ihm d. einen Brief; Almoſenempfänger leben von der Gnade Andrer, ein zum Tode Verurtheilter d. die Gnade des Fürſten; Die von ihm [ſelbſt], od. d. ihn [auf ſein Anſtiften von Andern] hingemordeten Opfer. <bibl><author>Stahr</author>  <title>Jahr.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 150;</biblScope> <title>Er wurde von dem Richter verurtheilt [akt.: dieſer verurtheilte ihn], d. den Henker [als Mittelsperſon] mit dem Beil [als Werkzeug] hingerichtet zu werden ꝛc. Witzig ſt. „an“: Dort ſtarb unlängſt ein blonder Monarch d. eine Familienkrankheit.</title></bibl> <bibl><author>Platen</author> <biblScope>6, 246</biblScope> <title>(der Zar durch die in ſeiner Familie erbliche Vergiftung) ꝛc.</title></bibl> — Vgl.: D. dich iſt die Welt mir ſchön. <bibl><author>Ramler;</author>  <title>D. dich od. von dir wird ſie mir verſchönt.</title></bibl> — Der d. ſich Seiende [Gott]. <bibl><author>Rückert</author>  <title>BrE.</title></bibl> <bibl><biblScope>182;</biblScope> <title>Der d. den (von dem) Arzt am Leben Erhaltne ꝛc.</title></bibl> — 3) D. einander (ſ. d.): Sie ſind d. einander <bibl><biblScope>(2:</biblScope> <title>Einer d. den Andern) unglücklich ꝛc.; ferner von einem Wirrwarr, inſofern Theile des Einen ſich durch [ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>1]</biblScope> <title>Theile des Andern ſchieben: Dasliegt durch einander wie Kraut und Rüben; Ein wüſtes Durcheinander ꝛc., vgl. zwiſchen-d.</title></bibl> — 4) inſofern d. (1) den Weg von einem Punkte zum entgegengeſetzten in Bezug auf das Dazwiſchenliegende bez., entwickelt ſich ſofort die Bed.: von Anfang bis Ende, die des ganz und gar, nach allen Seiten und Richtungen, vollſtändig Erfüllens, ſowohl für Raum als Zeit. Dieſe Bed. zeigt ſich in der Präp., aber noch entſchiedner in dem ſie ungemein nah berührenden Adv., das meiſt theils nach einem Hw. mit der Präp. d., theils nach einem — räumliche oder zeitliche — Ausdehnung bezeichnenden Accuſ. ſteht, oft noch verſtärkt in: hin-d. (vgl. das ſeltnere durchhin) und in: d. u. d. (Dies meiſt ohne etwas davon Abhängendes <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>ganz und gar ꝛc.):</title></bibl> <sense n="a)">a) Er geht d. den Garten (durchſchneidet ihn nach einer Richtung); er geht den Garten d. (nach allen Richtungen); Etwas geht d. Jahrhunderte (mit Unterbrechungen), währt Jahrhunderte d. (ununterbrochen) ꝛc.; Verſtand die ganze Behandlung der Wolle vom Schafſcheren an d. Krempen, Spulen, Weben ꝛc. d. <bibl><author>Lichtenberg</author> <biblScope>4, 531;</biblScope> <title>Von Fuß bis an die Scheitel d. und d. verderbt.</title></bibl> <bibl><author>Luther</author> <biblScope>6, 355a;</biblScope> <title>D. und d. von Flammen glühen.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>8, 371; 18, 304;</biblScope> <title>Das d.</title></bibl> <bibl><biblScope>300</biblScope> <title>Jahre d. verdorbne Bild.</title></bibl> <bibl><biblScope>31, 71;</biblScope> <title>Daß er, wenn auch nicht d. ſie [die Natur] d.</title></bibl> <bibl><biblScope>[=</biblScope> <title>ſie erſchöpfend allſeitig ermeſſen], doch über ſie hinaus denken kann.</title></bibl> <bibl><biblScope>40, 231; 19, 389;</biblScope> <title>Auch: Das achte Buch erſcheint mir indeſſen oft zwiſchen allen dieſen fremden Geſtalten d. [ſich ſo dazwiſchen drängend, daß es zum Vorſchein kommt].</title></bibl> <bibl><author>G.</author>  <title>Sch.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 8 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense><sense n="b)">b) Bſp. für die nahe Berührung von Präp. u. Adv.: Fliegt ſee-d. zum ſichern Port. <bibl><author>Reithard</author> <biblScope>271;</biblScope> <title>Stunden, welche ſich | dehnen Tage d. zu Wochen.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author> <biblScope>1, 335;</biblScope> <title>Wie ſich viel Knoten d. ein Rohr zur Reife drängt, | ein Strom ſein Bette d. (praep.) beſchäumte Felſen ſprengt. Weish.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 125;</biblScope> <title>Kam .., der Feinde Haufen d., .. dahergerannt.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>34b;</biblScope> <title>Die Laufbahn | d. die lateiniſche Schul’ und die theuere Akademie d.</title></bibl> <bibl><author>V.</author> <biblScope>2, 146; 3, 3;</biblScope> <title>Daß die Flamme das Holz d., fröhlich des Harzes, knatterte.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 21,</biblScope> <title>wobei durchknattern als trennbare Zſſtzg. betrachtet werden kann, vgl.: Ganz durchtrieb („durchwogt“.</title></bibl> <bibl><author>Wiedaſch)</author>  <title>ich die Nacht; doch ſobald aufſtrahlte die Sonne.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Od.</title></bibl> <bibl><biblScope>12, 429,</biblScope> <title>wofür ſich auch ſchreiben ließe: Ganz durch trieb ich ꝛc., in der Proſa gw.: Die ganze Nacht d.</title></bibl> — 5) D. in den trennbaren Zſſtzg. mit dem Hochton auf der Vorſ. und in den zuw. ſvw. untrennbaren mit unbetonter Vorſ. (vgl.: Von tauſend durchgeweinten [„durch- <bibl><biblScope>eIOe</biblScope> <title>weinten“.</title></bibl> <bibl><biblScope>34, 207]</biblScope> <title>Tag und Nächten.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>13, 86)</biblScope> <title>entſpricht im Allgm. den Bed. von</title></bibl> <bibl><biblScope>1</biblScope> <title>u.</title></bibl> <bibl><biblScope>4.</biblScope></bibl></sense></sense>
        <note type="remark">
          <note type="label">Anm.</note>
          <p type="note">Veralt.: D. [bei] Etwas beſchwören, bitten, z. B.: <bibl><author>Schaidenraißer</author> <biblScope>5b; 46a; 57a; 64b</biblScope> <title>u. o.; D. [um] der armen Seele willen.</title></bibl> <bibl><author>Luther</author> <biblScope>6, 501a ꝛc.;</biblScope> <title>vereinzelt d. mit Dat., z. B.:</title></bibl> <bibl><author>Brockes</author> <biblScope>9, 358.</biblScope></bibl> — Zuw. hängen v. d. hauptwörtliche Ew. ab: D. Moor und Jäh’n, d. Flach, Rauh, Dicht und Dünn. <bibl><author>V.</author>  <title>Myth.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 9;</biblScope> <title>D. Dick und Dünn ꝛc.</title></bibl> — Ähnlich: Durch „Ich“ zu reden. <bibl><author>Kant</author>  <title>Anthr.</title></bibl> <bibl><biblScope>4.</biblScope> <title>vgl.: Auf du und du ꝛc.</title></bibl> — Man beachte die gw. Zuſammenziehung mit dem ſächl. Artikel durchs <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>durch das, verſch.: Durch’s [d. das]; bei</title></bibl> <bibl><author>Claudius</author> <biblScope>1 12,</biblScope> <title>z. B. auch: Durch’n Wald ꝛc.</title></bibl></p>
        </note>
        <p type="compositions">
          <p type="introduction">Zſſtzg. außer den zur Präp. wie zum Adv. beigefügten Adverbien zur nähern Beſt. der Richtung und zur Verſtärkung, wie: Grade-, mitten-, quer-, dwarsꝛc. durch, auch: ganzd. ꝛc. (ſ. 4b) und vgl.: Oder uns würden Wunden auf das Herze all d. den Leib gehauen (ſ. Gudrun 230) ꝛc. adv.: An- (veralt., mundartl.) ſt.hierdurch. — Da- (⏑ –, – ⏑): durch dasſelbe, zuw. relat. = wodurch, ſ. da, Anm. Veralt.: Dardurch. FiſchartB. VIIIb; Zinkgräf 1, 297. — D(a)runter: ſ. unten-d. ꝛc. — Her- (veralt.): ſt. hindurch, wovon es ſich wie her v. hin unterſchied. 4. Moſ. 20, 20; „er-d.“ 5, 2, 13; Apoſt. 17, 23. — Hier- (⏑ – – ⏑): durch dieſen Ort; durch dieſe Sache, von,,dadurch“ verſch., wie hier von da; dieſerv. jener. — Hin- ſ. [4]: auch dem ,,durch“ in trennbaren Zſſtzg. zuw. entſprechend: Jer. 39, 4; Joſ. 4, 23; Joh. 5, 24; Was er erblickte, erblickte er durch jene h., jene aber erblickte er durch ſich h. Fichte Nic. 19; Wenn ſie dort d. das Eichholz h. ſind. Immermann M. 1, 202; Friſch h. fahren und ſprechen. Luther 6, 38a; Ewigkeit h. bleibt Gottes Güte. Mendelsſohn Pſ. 103, 17; Du zogſt am Schöpfungsmorgen den öden Raum h. Platen 2, 70; Sie ging mitten h. die Hauptſtiege hinauf. Prutz Muſ. 3, 309; Wein dich h. [rette dich durch Weinen], wenn du kannſt. Rank Arm. 103; Sie zogen, aus der Meeresfluth | gerettet, nun mit frohem Muth | h. ein Meer von Sande. Rückert Morg. 1, 40; Als würd’ ihm mitten | durch Leib und Kopf h.geſchnitten. Uhland 380; Gegen den Holm dann | ſchnitten ſie grade h. die dunkele Tiefe des Sees. V 1, 43; Friſch h.! [gegangen ꝛc.]; Einen Faden h.-ziehn, durch das Nadel- öhr ꝛc. —</p>
          <entry type="sub"><comp>Unten-:</comp> unter überlegnen Perſonen verloren, Nichts vermögend, verſpottet: Zuletzt ſpielen ſie Einem auf der Naſe, dann iſt man u. Goltz 1, 94; gw. unter- oder drunter-d., wahrſcheinlich mit Bezug auf ein Spiel. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Wo-:</comp> (⏑ –, – ⏑) relat. und fragend dem „dadurch“ entſprechend. —</entry>
          <entry type="sub"><comp>Zwiſchen-:</comp> ſ. [4a]: zwiſchen Andrem durch zum Vorſchein kommend, dazwiſchen: Laſſt z. die Gläſer klingen. Auswahl d. Lieder 16; Nicht etwa z. geſtreuet, ſondern als das tägliche . . . Brot. Gutzkow R. 7, 382; Z. ſtanden Statuen. 3, 286; Mit Minnelied und Rundgeſang | wird z. der Wein gewürzet. Matthiſſon A. 8, 129; Lockres Brot, ein kühler Trunk, | z. ein Ehrenſprung. V. 4, 4 ꝛc. (–́⏑– oder gew. –⏑ –).</entry>
        </p>
      </entry>
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