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        <title>Artikel „doch“</title>
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            <surname>Sanders</surname>
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            <surname>Göttel</surname>
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            <surname>Wiegand</surname>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „doch“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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          <gramGrp><pos norm="conjunction">conj.:</pos></gramGrp>
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        <sense>nach Adelung entſtanden aus „da auch“ <bibl><biblScope>[?]</biblScope> <title>u. demgemäß zunächſt einem „wenn auch“ entſprechend und das gleichzeitige Exiſtieren zweier ſonſt einander ausſchließender oder widerſprechender Zuſtände bezeichnend, von dem rein entgegenſetzenden aber (ſ. d. †) durch die gleichzeitig darinliegende Kraft des Setzens, Bejahens, Zugeſtehns ꝛc. verſch., wonach d. in manchen Fällen</title></bibl> — zumal wo die Beziehung nur auf einen gedachten Gegenſatz geht — faſt nur als Verſtärkung, als Anknüpfung oder Hinweis auf Bekanntes erſcheint, z. B.: Er iſt, wenn auch reich, d. unglücklich; Er iſt reich und d. unglücklich; „Er weiß es nicht.“ Er weiß es d.; „Du hätteſt deinen Vater wohl nicht wieder erkannt?“ D., Mutter. <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>339a ꝛc.</biblScope></bibl> — „Es iſt d. ſchön!“ ſagt man vom Scharlach, gerade als ob man ſich’s ungern geſtünde, daß man für ſtärkere Eindrücke zu ſchwach iſt und alſo mit Vergnügen die Kraft bemerkte, ſie zu ertragen. <bibl><author>Engel</author> <biblScope>4, 276;</biblScope> <title>Ich beſaß es d. einmal [wenn ich es jetzt auch nicht mehr habe], | was ſo köſtlich iſt! | Daß man d. zu ſeiner Qual | nimmer es vergiſſt.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>1, 80,</biblScope> <title>und ſo oft in Ausrufen zur Hervorhebung von etwas Be- oder Verwundrung Erregendem; Ei, laß ihn d.! [ſo oft beim Jmper.</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Warum willſt du es nicht thun? ꝛc.] Ich hör’ ihm gerne zu, | denn Mancherlei d. [wenn man ſich Deſſen auch nicht klar bewuſſt wird ꝛc.] denkt ſich bei den Worten.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>337b;</biblScope> <title>Ja d.; Nicht d.; Nein d.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>333a:</biblScope> <title>Du haſt’s ihm d. geſagt? [darf ich annehmen, erwarte ich ꝛc.]; Sah euch d. Niemand.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>359a;</biblScope> <title>Kämpften ſie für eine gute Sache d.</title></bibl> <bibl><biblScope>353a</biblScope> <title>[wie ich weiß] u. ä. m.</title></bibl></sense>
        <p type="compositions">
          <entry type="sub">Zſſtzg.: Je-: einen einſchränkenden Gegenſatz bezeichnend und zur Anknüpfung von Hauptſätzen dienend, daher weit beſchränkter im Gebrauch als das einfache doch, da es keine Haupt- und Nebenſätze verbindet, keine Bindew. wie: „und, aber, oder“ vor ſich duldet und nam. nicht die Kraft der Bejahung hat: Er iſt reich, (er iſt) j. nicht glücklich, oder: j. iſt er nicht glücklich ꝛc. Ugw. betont (–⏑). H. Cid 45 ꝛc.</entry>
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