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        <title>Artikel „Dein“</title>
        <author ref="https://viaf.org/viaf/61594915/">
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            <surname>Sanders</surname>
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            <surname>Göttel</surname>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „Dein“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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        <lbl>†</lbl>
        <form type="lemma">
          <orth expand="Dein" orig="Dēīn">Dēīn</orth>
          <pc>,</pc>
          <gramGrp>beſitzanz. Fw. der zweiten Perſ. der Ez., aus dem Gen. von du entſtanden, = dir gehörig, zukommend, gebührend, von dir ausgehnd ꝛc. wie „mein, ſein, ihr, unſer, euer, ihr“ = mir, ihm, ihr, uns, euch, ihnen gehörig ꝛc. Für alle dieſe Fw. gelten die Bem. 1—4. 1) bei den Zeitw.:</gramGrp>
        </form>
        <sense>„ſein, werden, bleiben, ſcheinen; nennen, wiſſen, glauben, fühlen, empfinden, machen ꝛc.“, in der Volksſpr. auch bei „gehören“, vor oder nach ihnen ſtehnd, verſtärkt durch „eigen“ (ſ. 3b) (urſpr. wohl ſächl. Hw. <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>Eigenthum, ſ.</title></bibl> <bibl><author>Benecke</author> <biblScope>1, 415b):</biblScope> <title>Gott,</title></bibl> deſs die Rache iſt. <bibl><author>Pſ.</author> <biblScope>94, 1;</biblScope> <title>Die Rache iſt</title></bibl> mein. <bibl><biblScope>5.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>32, 35;</biblScope> <title>Dein iſt das Reich.</title></bibl> <bibl><author>Matth.</author> <biblScope>6, 13;</biblScope> <title>Iſt der Vortheil immer</title></bibl> ihr. <bibl><author>G.</author> <biblScope>14, 49;</biblScope> <title>Ach, wenn du wärſt mein eigen!</title></bibl> <bibl><author>IHahn;</author>  <title>Auf ewig dein! [bin ich].</title></bibl> <bibl><author>Matthiſſon</author> <biblScope>190;</biblScope> <title>Eben da er dein auf immer werden ſollte.</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>2, 168;</biblScope> <title>Bleibe mein!</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>8, 6;</biblScope> <title>Mein ſcheint die Schuld, doch weiß ich ſie dein; Nennſt du das weniger dein?</title></bibl> <bibl><author>G.;</author>  <title>Dir ward geraubt, | was du auf ewig dein geglaubt; Was wirklich dein geweſen, bleibt dein für alle Zeit; | du fühlſt es dein, wie heute, in alle Ewigkeit; „Sind alle dieſe Schätze dein?“ | Ich mache ſie durch Freude mein [zu den meinigen].</title></bibl> <bibl><author>LHNicolai</author> <biblScope>1, 130;</biblScope></bibl> <bibl><author>Klinger</author>  <title>Th.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 259 ꝛc.;</biblScope> <title>Der größte Schade dabei iſt Ihre. „Iſt mein e.“</title></bibl> <bibl><author>L.</author> <biblScope>1, 367;</biblScope> <title>Nunmehr ſoll dieſes Amt nicht Ihre [ſein, werden].</title></bibl> <bibl><author>Gellert</author> <biblScope>1, 174.</biblScope></bibl> — 2) Verſch. Grade und Stufen des Beſitzthums: Etwas iſt nur halb, iſt ganz, durchaus, vollkommen, doppelt <bibl><author>(Reinhard</author>  <title>Göthe 142) mein; Iſt Das drum weniger mein?</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>11, 74;</biblScope> <title>Sei auch der Adel eu’r, den ihr von Ahnen erbt: | mehr eu’r iſt er gewiß, wenn ihr ihn ſelbſt erwerbt; ſeltner direkt geſteigert: Du biſt mein und nun iſt das Meine</title></bibl> meiner als jemals. <bibl><author>G.</author> <biblScope>5, 92,</biblScope> <title>vgl.: Jrgend ein Freund und Unſeriger [zur Klicke Gehöriger] oder Er ſelbſt, der</title></bibl> Meinigſte. <bibl><author>V.</author>  <title>Ant.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 96.</biblScope></bibl> — 3) bei Hw.: <sense n="a)">a) theils ſubjektivem, theils objektivem Genit. entſprechend: Seine Grüße an dich, oder deine Grüße von ihm; Du haſt mich beleidigt; Dieſe deine oder meine Beleidigung ꝛc.; Sei nicht auf deinen Beſitz [was du beſitzeſt] ſtolz; Dein Beſitz [daß ich dich beſitze] macht mich ſtolz; Eure Briefe [die ihr ſchreibt oder empfangt] ꝛc., ferner: Wie Einer iſt, ſo iſt ſein Gott [der Gott, den er hat]. <bibl><author>G.</author> <biblScope>3, 80;</biblScope> <title>Was räucherſt du nun deinen Todten?</title></bibl> <bibl><biblScope>15</biblScope> <title>[die dir angehören]; Ich habe mein Bischen [das Bischen, wie es ſich für mich gehört] gelernt; Deine Nachricht [die von dir ausgehnde]; Das alſo iſt dein Held! [der dir dafür gilt; den du als Helden rühmſt]; Wer macht mir Das klar, | das euer Löw’ und Lamm und Aar [der von euch mit dieſem Namen Gepriesne] | den Biedermann, der ſein Vetter doch iſt, | den guten Anſelmo ſo ſchmählich vergiſſt?</title></bibl> <bibl><author>Chamiſſo</author> <biblScope>3, 225;</biblScope> <title>So meint nun unſer Held [der, womit wir uns beſchäftigen], daß man die Kinderpoſſen ... ausgeſchwitzt.</title></bibl> <bibl><author>Lichtwer</author> <biblScope>87</biblScope> <title>u. v. ä.</title></bibl> —</sense><sense n="b)">b) beigefügtes „eigen“ (ſ. 1) entſpricht dem ſelbſt beim perſönl. Fw.: Wir bewohnt unſer eignes Haus; Sein eigner Bruder [ſelbſt, ſogar ſein Bruder] ſagt’s. —</sense><sense n="c)">c) das Genitiv-Verhältnis tritt deutlich in der Appoſ. hervor: Hör meinen, des Freundes, Rath; Unſer Aller Vater; Euer Beider Wohl ꝛc., und in der veralt. Nachſtellung des Fw., die ſich dichteriſch, zumeiſt noch im Vokativ, erhalten hat: Vater unſer!; Wo treff ich dann den Vater mein? ... Der Vater dein. <bibl><author>Kretzſchmer</author>  <title>V.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 79;</biblScope> <title>O Königin, lieb Mutter mein.</title></bibl> <bibl><biblScope>81;</biblScope> <title>Mit den Geſellen ſein ꝛc., z. B. auch: Das Zaudern ſein.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>12, 147,</biblScope> <title>und auch in der Proſa: Der Haupt- augenmerk mein, des Geognoſten.</title></bibl> <bibl><biblScope>27, 178</biblScope> <title>(vgl.: Der Vater des Knaben; des Knaben V.).</title></bibl> —</sense><sense n="d)">d) gw. ſtehn ſie vor dem Hw. und haben ſtarke Abwandlungsform, nur daß der männl. Nom. und der ſächl. Nom. und Acc. keine Flerionsendung haben, weßhalb bei dieſen Formen ein zwiſchen dem Fw. und dem Hw. ſtehndes Ew. ſtarke, ſonſt überall ſchwache Form zeigt: Mein, unſer guter Vater; dein, euer gutes Kind ꝛc.; der weibl. Nom. und Acc. geht bei dieſen Ew. auf „e“ aus: Seine, ihre gute Mutter, alle übrigen Formen auf en, und es muß als veralt. gelten, wenn z. B. noch <bibl><author>Forſter</author>  <title>R.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 45</biblScope> <title>ſchreibt: Seine träge, unterdrückte Bewohner ꝛc. (ſ. auch Ein Anm.</title></bibl> <bibl><biblScope>1</biblScope> <title>und Kein 1).</title></bibl> — Flexionsſchema: Ez. <bibl><biblScope>m. f. n. Nom. —,</biblScope> <title>ê,</title></bibl> — <bibl><biblScope>Gen.</biblScope> <title>es, er, es</title></bibl> <bibl><biblScope>Dat.</biblScope> <title>em, er, em</title></bibl> <bibl><biblScope>Acc.</biblScope> <title>en, ê,</title></bibl> — Veralt. im Dat. der Ez. (männl. und ſächl.) meim, deim. <bibl><author>Zinkgräf</author> <biblScope>1, 194</biblScope> <title>u. o. In den verlängerten Formen von unſer und euer (z. B.: Euere Geſchenke ꝛc.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>Mak.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 115;</biblScope></bibl> <bibl><author>Zinkgräf</author> <biblScope>1, 301;</biblScope> <title>Euerer Kunſt.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Th.</title></bibl> <bibl><biblScope>22, 67 ꝛc.)</biblScope> <title>wird oft ein e und zwar gw. das erſte ausgeſtoßen (vgl.</title></bibl> <bibl><author>Sanders</author>  <title>Orth. 94): Eur-, (Unſr-)e, en, er, es. Bei den Formen auf em (ſ. ebd.) iſt Beides faſt gleich gw.: Eurem und euerm; Unſrem und unſerm, doch findet ſich auch natürlich ſonſt: Erbarmt euch |</title></bibl> euers entwaffneten zärtlichen Knechts. <bibl><author>G.</author> <biblScope>8, 53;</biblScope> <title>Mit der Philoſophie unſers Freundes.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author>  <title>G.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 48 ꝛc.</biblScope> <title>—.Bei euer iſt auch in der unverlängerten Form der Ausfall des e nicht ungw.: Ihr gabt eu’r Geſchmeide.</title></bibl> <bibl><author>Rückert</author> <biblScope>2, 13.</biblScope></bibl> — So auch: Der eu(e)rige, unſ(e)rige (ſ. 4b). —</sense><sense n="e)">e) Einzelne Beſtimmungswörter des Hw. ſtehn, natürlich mit ſtarker Abwandlung, vor den beſitzanz. Fw., nam. dieſer (ſ. d. 5), jener, zuw. auch welcher, ſolcher, denen ſich auch einige ſinnvwdte Ew. anreihen, die freilich auch nachſtehn können, aber mit weſentlich nüancierter Bed.: Aus dieſem, deinem letzten Brief, appoſitionell, <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>aus dieſem Brief, der dein letzter iſt; Der Fauſt, in welcher, ſeiner vorzüglichſten Rolle, ich ihn noch nicht geſehn habe; An ſolcher, ihrer Sprache.</title></bibl> <bibl><author>Luther</author> <biblScope>8, 11a;</biblScope></bibl> <bibl><author>Ryff</author>  <title>Th.</title></bibl> <bibl><biblScope>20;</biblScope></bibl> <bibl><author>Schaidenraißer</author> <biblScope>39b ꝛc.</biblScope></bibl> — Verſch.: Deine vielen Freunde (alle); Viele, deine Freunde [d. h. Viele, die deine Freunde ſind, wofür jetzt gewöhnl.: Viele deiner Freunde]; Obgedachter, mein Schwager [Obgedachter, der mein Schwager iſt]; Mein obgedachter Schwager [mein Schwager, deſſen ich oben gedacht habe]; Jetztberührten meinen Anſchlag. <bibl><author>Berlichingen</author> <biblScope>127;</biblScope> <title>In obgedachtem, meinem Büchlein.</title></bibl> <bibl><author>G.</author>  <title>Zelter</title></bibl> <bibl><biblScope>5, 201;</biblScope></bibl> <bibl><author>Schaidenraißer</author> <biblScope>63b;</biblScope> <title>Bemerkungen, die gedachter ſeiner Hypothes entgegenſtehen.</title></bibl> <bibl><author>L.;</author>  <title>Gegenwärtige meine Bemerkungen.</title></bibl> <bibl><author>Derſ.;</author>  <title>Aus ganzem deinem Herzen.</title></bibl> <bibl><author>Geiler</author>  <title>Pön.</title></bibl> <bibl><biblScope>73a;</biblScope> <title>Die vordrigen mine Gſchriften.</title></bibl> <bibl><author>Zwingli</author> <biblScope>2, 3</biblScope> <title>[meine frühern Schriften]; Mit dargeſtrecktem ihrem Gut.</title></bibl> <bibl><author>Stumpf</author> <biblScope>352b ꝛc.,</biblScope> <title>dagegen wohl nur als Druckf.: An dem ſie gewagtes ihr Spiel beginnen ſollten.</title></bibl> <bibl><author>Stahr</author>  <title>Rep.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 113,</biblScope> <title>ſ. nam.</title></bibl> <bibl><biblScope>†</biblScope> <title>Ander</title></bibl> <bibl><biblScope>II. 2</biblScope> <title>und</title></bibl> <bibl><biblScope>†</biblScope> <title>Beide.</title></bibl> — Ferner bei Partic. abhängig von „nach“ (ſ. d., entſprechend dem lat. Ablativ abſolutus): Nach verrichter meiner Schularbeit [nachdem meine Schularbeit verrichtet war]. <bibl><author>Hammer</author>  <title>RH.</title></bibl> <bibl><biblScope>IX;</biblScope></bibl> <bibl><author>Pfitzer</author>  <title>Fauſt</title></bibl> <bibl><biblScope>478;</biblScope> <title>Nach vollbrachten ſeinen Geſchäften.</title></bibl> <bibl><author>Zinkgräf</author> <biblScope>4, 130.</biblScope> <title>Vgl. noch bei</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>19, 15:</biblScope> <title>Nach geleſenem dieſem Blatt ꝛc.</title></bibl> — 4) ohne dabei ſtehndes Hw. und zwar ſich auf ein genanntes beziehnd (ſ. <bibl><biblScope>a</biblScope> <title>und b) oder auf ein zu ergänzendes (ſ. b):</title></bibl></sense><sense n="a)">a) ohne Artikel in den unter <bibl><biblScope>3d</biblScope> <title>angegebnen Formen, nur daß die dort ohne Flerionsform hier ebenfalls ſtarke Flerion haben: Mein Bruder und deiner; unſer Haus und eures; Das Haus iſt ihr(e)s; Die Burg, die iſt meine.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>1, 143;</biblScope> <title>Schlägſt du meine Juden, ſchlag ich deine.</title></bibl> <bibl><author>Ruge</author>  <title>Rev.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 90;</biblScope> <title>Meinem Bruder und deinem ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="b)">b) mit beſt. Artikel und dann überall mit ſchwacher Form, d. h. auf „en“, außer im Nom. der Ez., der auf „e“ lautet, wobei überall die Form auf: „ige, igen“ (ſ. 3d), und zwar als gewöhnlichere vorkommen, vgl. jener, derjenige; derſelb(ig)e ꝛc., in der Bed. von <bibl><biblScope>a:</biblScope> <title>Mein Bruder und der dein(ig)e; unſer Haus und das eur(ig)e; Die Burg iſt die mein(ig)e; Meinem Bruder und dem dein(ig)en ꝛc.; aber auch ohne Bezug auf ein genanntes Hw. und ſelbſt ſubſtantiviſch: Ewig der Dein(ig)e [dir Ergebne, dein Anhänger]; zuw. geſteigert: Der Meinigſte ſ.</title></bibl> <bibl><biblScope>2;</biblScope> <title>Kannſt du glauben, ſie bleibe nicht ewig die Deinigſte? [ganz, im höchſten Grad die Deinige].</title></bibl> <bibl><author>IP.</author> <biblScope>23, 56;</biblScope> <title>als Briefſchluß: Der Deinigſte.</title></bibl> <bibl><author>G.</author>  <title>Zelt.</title></bibl> <bibl><biblScope>6, 31,</biblScope> <title>und: Deinigſt.</title></bibl> <bibl><biblScope>4, 7;</biblScope> <title>oft in Mz.: Die Mein(ig)en [die mir Angehörigen, meine Familie ꝛc. ]; alle Unſr(ig)en; Die Feinde drangen vor und die Unſrigen (Unſern) wichen; Etliche der Meinen.</title></bibl> <bibl><author>Berlichingen</author> <biblScope>128;</biblScope> <title>Dies ſind die Kleinen | von den Meinen.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>11, 66;</biblScope> <title>Dir . .. wie auch den Deinen.</title></bibl> <bibl><biblScope>5, 118; 12, 168;</biblScope> <title>Für die Seinen -.. zu ſorgen . . . Den Seinigen zu nutzen.</title></bibl> <bibl><biblScope>13, 119;</biblScope> <title>Bei deinem Volk, Johanna, bei den Deinen.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>486a ꝛc.</biblScope></bibl> — Als <bibl><biblScope>neutr.</biblScope> <title>theils das Einem als Beſitz Gehörende: Gieb Jedem das Sein(ig)e; Nur von dem Deinen | bring’ ich die Gabe; | denn was ich habe, | Das all iſt dein.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>8, 6;</biblScope> <title>Gönn’ ihnen doch den Flecken Land, geht’s ja | nicht von dem Deinen.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>540a;</biblScope> <title>Bleibe denn hier und ſitz’ auf dem Deinigen.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Od.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 370 ꝛc.;</biblScope> <title>Perſonen, die ihn in dem Ihrigen herumführten.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>15, 23 ꝛc.</biblScope></bibl> — theils das Einem als Pflicht und Schuldigkeit Zukommende, Gebührende: Ich habe <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>das Meinige gethan, thun Sie das Ihre.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>309b;</biblScope> <title>Thut nur das Eur(ig)e recht!; Er hat das Seinige gelernt ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="c)">c) dazu zuw. auch die Fortbildungen auf keit, z. B.: Unſerigkeit, <bibl><biblScope>f.;</biblScope> <title>en: das „Uns“-Angehören, das Zugehören zu ,,Uns“, d. h. in prägnantem Sinne zu der zuſammenhaltenden und Andre ausſchließenden Sippſchaft, die Klicke: Junge Mitbürger der U.</title></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Ant.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 23;</biblScope> <title>[Das] verſtand er und ſeineU., wie andere.</title></bibl> <bibl><biblScope>Nostrates. 125 ꝛc.</biblScope></bibl> — 5) (Das) Mein und Dein, der Beſitz, inſofern dabei verſch. Beſitzer und ihre Intereſſen in Betracht kommen: Hader über Mein und Dein. <bibl><author>Fallmerayer</author>  <title>Or.</title></bibl> <bibl><biblScope>2, 33;</biblScope></bibl> <bibl><author>Lichtwer</author> <biblScope>99;</biblScope></bibl> <bibl><author>Rückert</author>  <title>W.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 183;</biblScope> <title>Wie könnt’ alsdann das Mein und Dein | beſtimmet und entſchieden werden?</title></bibl> <bibl><author>Gellert</author> <biblScope>1, 40 ꝛc.</biblScope></bibl> — Das ſchön errungene <bibl><biblScope>|</biblScope> <title>Mein, Dein und Sein.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>12, 213.</biblScope></bibl> — 6) vgl. „du“. Wie dies im Selbſtgeſpräch, wo man mit ſich als einer andern Perſon ſpricht: Egmont: Wird an der Spitze deiner [meiner] Freunde nicht Oranien wagend ſinnen? <bibl><author>G.</author> <biblScope>3, 225;</biblScope> <title>Andreas: Unglückſeliger Andreas! In deinem eigenen Herzen haſt du den Wurm deines Verdienſtes ausgebrütet.</title></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>158a</biblScope> <title>u. o.; ferner wie „du“, ſich an eine beſtimmte Perſon als angeredet wendend, zur Bez. einer allgemeinen (ſ. „man“): Auf jenem wunderbaren Boden will der Schritt | wohl abgemeſſen ſein, wenn er zuletzt | an deinen eignen Zweck dich führen ſoll [Einen an ſeinen Zweck].</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>13, 116 ꝛc.</biblScope> <title>u. ä. m.</title></bibl> — 7) über meinet ꝛc. -halben, -wegen, -willen, ſ. die Grundw. der Zſſtzg., „Du“ und †,,T“.</sense></sense>
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