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        <title>Artikel „Dass“</title>
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            <surname>Sanders</surname>
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            <surname>Göttel</surname>
            <forename>Sebastian</forename>
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        </editor>
        <editor>
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            <surname>Wiegand</surname>
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          <orgName role="projekt">Forschung Daniel Sanders</orgName>
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        <pubPlace>Berlin</pubPlace>
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            <p>Distributed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)</p>
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        <bibl>Daniel Sanders: „Dass“. In: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1860–1865.</bibl>
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          <orth expand="Dass" orig="Dáſs">Dáſs</orth>
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          <gramGrp>Bindew.:</gramGrp>
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        <sense n="1)">1) Satzartikel <sense n="a)">a) beim Subj.: Daß du kommſt, [dein Kommen] iſt mir lieb; Es iſt mir lieb, d. du kommſt. —</sense><sense n="b)">b) Obj.: Gott ſah, d. das Licht gut war (ſei) <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>das Gutſein des Lichts; Er meldete, d. du gekommen ſeiſt</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>deine Ankunft; Ich wünſchte, d. du gingeſt</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>dein Gehn ꝛc.</title></bibl> —</sense><sense n="c)">c) Genit.: Ich hatte den Wunſch, d. du gingeſt [deines Gehens]; Für den Fall, d. ich ſterbe [meines Todes]; Bei Gelegenheit, d. er Dies frägt [dieſer Frage]; Ich freue mich (Deſſen), d. du meiner gedenkſt [deines Gedenkens]. —</sense><sense n="d)">d) Dat.: Lange widerſetzte er ſich (Dem), d. man die Steuern erhöhe [der Steuererhöhung]. —</sense><sense n="e)">e) bei präpoſitionellen Verhältniſſen: Außer d. er reich iſt [außer ſeinem Reichſein], weiß ich Nichts von ihm; <bibl><biblScope>—,</biblScope> <title>iſt er auch gelehrt; Ohne d. es ſeine Eltern wußten [ohne Wiſſen ſeiner Eltern], ging er fort; Ungeachtet (Deſſen) d. er reich iſt, ehrt ihn Niemand ꝛc.</title></bibl> — Er zweifelte (daran), d. es wahr ſei [an der Wahrheit]; Ich freue mich (darauf), d. er kommt; (darüber), d. er gekommen iſt [auf, über ſein Kommen]; Dadurch, d. er fortgeht, [durch ſein Fortgehn] giebt er ſein Anrecht auf; Er iſt einverſtanden (damit), d. du ſeine Arbeit fortſetzeſt [mit der Fortſetzung ſeiner Arbeit durch dich] ꝛc. —</sense><sense n="f)">f) Zu — als d.: Er iſt zu mächtig, als d. du ihm ſchaden könnteſt [für die Möglichkeit ihm zu ſchaden] ꝛc. (ſ. 2). —</sense></sense>
        <sense n="2)">2) Daran ſchließt ſich d. zur Bez. einer Folge, Wirkung: Sein Ehrgeiz macht, bewirkt, d. ihn Alle haſſen [bewirkt den Haß Aller <bibl><biblScope>1b];</biblScope> <title>oft mit ausdrücklichem oder zu ergänzendem ſo, die Wirkung in ihrem Verhältnis zur Jntenſität des ſie Hervorbringenden zu bez.: Er ſchrie (ſo laut), d. die Leute auf der Straße zuſammenliefen; Er iſt ſo mächtig, d. du ihm nicht ſchaden kannſt (ſ. 1f) u. ä. m.</title></bibl> —</sense>
        <sense n="3)">3) D.; auf d. (ſ. 1e) <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>damit, zur Bez. einer Abſicht: Recke deine Hand aus, d. es ſo finſter werde .., d. (2) man’s greifen mag.</title></bibl> <bibl><biblScope>1.</biblScope></bibl> <bibl><author>Moſ.</author> <biblScope>10, 21;</biblScope> <title>Ehre Vater und Mutter, auf d. es dir wohl gehe ꝛc.</title></bibl> —</sense>
        <sense n="4)">4) D. in Verbindungen, denen dadurch der Charakter des Bindeworts verliehen oder verſtärkt wird, ſ.: Für den Fall, im Fall, Falls d. <bibl><biblScope>[1c];</biblScope> <title>geſetzt, d.; angenommen, d.; Außer, ohne, ungeachtet, d.</title></bibl> <bibl><biblScope>[1e];</biblScope> <title>Außerdem, trotzdem, ſeitdem, währenddem, indeſſen, bis d. ꝛc.; auch: je mehrd.; wenn d.; während, d.; wie d.; wohin d. u. á. m. (Du weißt nicht, von wannen, wohin d. es geht.</title></bibl> <bibl><author>Arndt</author> <biblScope>130).</biblScope></bibl> — Bei den Wendungen, die auch ohne d. ſchon vollſtändig Konjunktionen ſind, gilt in der heutigen Proſa nach dem allgem. Gebrauch d. meiſt als ſchleppende und müßige Verlängrung, obgleich ſich natürlich auch bei unſern beſten Schriftſt. z. B. noch indeſſen d. <bibl><author>(G.</author> <biblScope>28, 96;</biblScope></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>11, 75; 20, 298);</biblScope> <title>während d.</title></bibl> <bibl><author>(G.</author> <biblScope>28, 76;</biblScope></bibl> <bibl><author>Sch.</author> <biblScope>735b;</biblScope></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>11, 145; 20, 141 ꝛc.)</biblScope> <title>u. ä. m. findet.</title></bibl> — Hierher gehört auch d. nach franz. Gebrauch zum Erſatz andrer Bindew.: Wenn er ſich zärtlicher gegen ſie ausgelaſſen oder daß ſich eine andere Möglichkeit ... geäußert hätte. <bibl><author>Stilling</author> <biblScope>2, 104 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="5)">5) D. in ſcheinbar unabhängigen Sätzen ellipt.: D. du dich nicht muckſt! [befehl’ ich]; D. ihn der Teufel hohle! [wünſch’ ich]; D. mir Das auch grade paſſieren muß! [iſt verdrießlich] ꝛc.; ſo auch nam.: Nur [mit der Einſchränkung], d. <bibl><author>G.</author> <biblScope>15, 9;</biblScope></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>11, 169 ꝛc.;</biblScope> <title>Nicht [Das ſoll damit geſagt, behauptet ſein], daß</title></bibl> <bibl><biblScope>=</biblScope> <title>nicht als ob.</title></bibl> <bibl><author>G.</author> <biblScope>14, 77;</biblScope></bibl> <bibl><author>V.</author>  <title>Ant.</title></bibl> <bibl><biblScope>1, 177;</biblScope></bibl> <bibl><author>W.</author> <biblScope>13, 9 ꝛc.</biblScope></bibl> —</sense>
        <sense n="6)">6) über die verkürzten Sätze mit d. ſ. zu; um zu. —</sense>
        <sense n="7)">7) über die Doppelanknüpfung von Relativſätzen, welche von d. abhängig erſcheinen, ſ. welche und von; vgl.: Wir wiſſen, d. die Erde ſich um die Sonne dreht; Die Erde, von welcher wir wiſſen, d. ſie ſich um die Sonne dreht ꝛc. —</sense>
        <sense n="8)">8) als ſächl. Hw.: Weniger das Wie unterſuchen als das D. <bibl><author>Gervinus</author>  <title>Lit.</title></bibl> <bibl><biblScope>3, 212;</biblScope></bibl> <bibl><author>Fichte</author> <biblScope>6, 364 ꝛc.</biblScope></bibl></sense>
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